EAA u Sharpcap Hilfe erbeten

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Torijchi Point

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Hallo ins Forum an alle Astrofreunde,

habe schon seit einigen Wochen hier still mitgelesen u mich nun endlich angemeldet. Kurz zu meiner Person: Ich heiße Axel, bin 54yo u wohne im Großraum Magdeburg.
Die Nächte sind nicht gerade dunkel hier (Bortle ca 4,5 bis 5), habe mich trotzdem von Komet Neowise infizieren lassen u schließlich im Sommer 2020 den Jugendtraum Teleskop ein zweites Mal erfüllt.
Schnell war klar, beobachten allein ist nicht wirklich meine Sache. Deshalb kamen zum 8“ SCT von Celestron auf AVX bald das Starsense, ein 0,63 Reducer u die QHY 294mc pro hinzu. Das alles kann ich mittlerweile zuverlässig u bequem vom Haus aus steuern u bin froh, die ersten technischen Schritte gemeistert zu haben.

Nun tauchen allerdings Probleme auf. Meine Versuche EAA mittels Sharpcap pro Livestacking zu verwirklichen, bringen nur Ergebnisse hervor, die mich nicht zufrieden stellen. Mal abgesehen, dass ich bislang ohne Guiding arbeite (bei Allstar Polar Alligment u 8 bis 20 sec eigentlich kein Thema) u auch noch keine Darks etc nutze, wundert mich, dass ich nach einer Stunde Aufnahmezeit noch immer keine deutlichen Strukturen von M51 od M101 erkennen kann. Alles nur vage u sehr blass u das wird auch nach einem Stretchen bei Fitswork nicht viel besser. Erwähnt sei noch, dass in der Livestacking Ansicht nach 5 Minuten dasselbe zu erkennen ist wie nach 40 min oder einer Stunde. Das kommt mir schon komisch vor...

Klar ist wohl, dass mein SCT nicht ideal für DeepSky ist. Auch scheint die QHY 294 mc pro hier nicht allzu weit verbreitet zu sein. Dennoch sollte ich wohl irgendwie mehr bei EAA rausholen können, oder? Ich vermute mal bei Sharpcaps vielen Einstellmöglichkeiten liegt noch einiges im Argen bei mir.
Leider ist bei uns die Anzahl der klaren Nächte recht mau u bei Schichtarbeit dauert es somit manchmal etliche Tage, bis meine nächsten Versuche starten können. Die Zeit vergeht u die Ungeduld wächst… Deshalb die Frage, ob mir jemand Tipps geben kann, wie ich weiter voran komme.

Hier noch einige Infos zu meinen Sharpcap Einstellungen: Ausgabe als fits Datei Rohbild 16, Aufnahmezeiten zwischen 4 u 32 sec, bei Unity Gain von 1600, Offset 0 manchmal auch 5 od 10, Sensor -10° C.
Gibt es außerdem noch wichtige Häkchen, die man bei den Livestacking Einstellungen unbedingt setzen muss? Das Thema Histogramm habe ich mir auch schon in Tutorials angesehen u dürfte eigentlich nicht so gänzlich verkehrt eingestellt sein.

Soviel erstmal für heute. Ich hoffe auf einigen Input von euch u wünsche alles Gute, viel Erfolg u endlich wieder CS.

Axel_
 
Hallo Axel,

erst mal willkommen im Forum. Du hast ein ähnliches Setup wie ich, deshalb hoffe ich, kann ich ein wenig Licht ins Dunkel bringen (oder in Deine Livestacks). Wie Du sagst, gibt es einiges an Einstellmöglichkeiten bei Sharpcap, deshalb ist es schwierig zu sagen, woran es liegt, daß Du nichts siehst. Einige Fragen, die bei der Klärung helfen könnten, hätte ich:
- Stellst Du das Live-Histogramm ein? Ohne Strecken und Einstellen des Anzeigehistogramms sieht man beim Livestacken nicht viel. Aber wenn es auch in Fitswork nicht besser wird, liegt es vielleicht eher am Alignment.
- Wie machst Du das Alignment? Hast Du genügend Alignmentsterne angezeigt? Wenn Du kein Alignment machst, dann driftet der Bildauschnitt und alles wird "verwischt" beim Stacken. Und wenn Du nicht genügend Alignmentsterne hast, dann wird nichts gestackt. Das kann passieren bei einer relativ langen Brennweite mit kleinem Bildausschnitt.
- Was für einen "Gain" benutzt Du? Bei den kurzen Belichtungszeiten beim Livestacken kann man ruhig mit dem Gain etwas höher gehen. Da wird auch das Ausleserauschen geringer und das hilft beim Erkennen von Alignementsternen.
Es würde helfen, wenn Du Screenshots der Einstellungen und des Histogramms zeigst.

Gruß

*entfernt*
 
Hallo Axel,

willkommen im Forum.

Die gute Nachricht: Dein Setup ist sehr gut für DeepSky geeignet. Ich benutze ebenfalls das gleiche Teleskop und den gleichen Kamera-Chip, allerding in einer ungekühlten ZWO-Version. Das C8 hat halt eine große Brennweite und ist deshalb nicht für große Felder geeignet und die Belichtungszeiten sind etwas länger als bei einem f/5 Newton.

Die schlechte Nachricht: EAA und Astrofotografie haben eine recht steile Lernkurve. Da musst Du durch. Ich hatte ähnliche Probleme und weiß heute nicht mal mehr genau was ich alles falsch gemacht hatte. Aber inzwischen flutscht es. Ergebnisse in meiner Galerie - ich beschäftige mich aber nur mit EAA ohne Postprocessing.

Tipp: versuch Dich an einfachen Objekten, wie M57 oder M27. Galaxien sind am Anfang etwas schwieriger.

Wie Heiko schon schrieb, wären einige zusätzliche Infos und Beispielbilder gut, um konkret helfen zu können.

CS.Oli
 
Hi Axel,

bin auch mit EAA zugange.
Allerdings mit Dobsons (150/750mm, 300/1500mm, 500/2150mm) auf EQ-Plattform.

Hier mal mein nicht optimales Beispiel von M51 mit 300/1500mm, um zu vergleichen:

M51 ASI294MC 132frames 307s.jpg

LiveStack in SharpCap, ASI294MC, 132 Frames mit 2,3s.

So ähnlich oder besser sollte es bei dir mindestens auch aussehen.
Zeig halt mal ein Beispiel.

Gruß
Peter
 
Hier auch noch eine Beispiel:

LiveStack mit ASIAIR Pro, 90x90s, Gain 120, Dithern alle 2 Aufnahmen, ASI294MC mit TS76EDPH
 

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Hi Harald,
Hier auch noch eine Beispiel:

LiveStack mit ASIAIR Pro, 90x90s, Gain 120, Dithern alle 2 Aufnahmen, ASI294MC mit TS76EDPH
das ist ein super Bild.

Aber sorry, es ist mM nicht sehr gut vergleichbar mit dem Setup von Axel.
Das ist zwar ein LiveStack, aber mit Asiair und Gesamtbelichtung von 135min und 342mm Brennweite statt 2100mm.
Ist das überhaupt noch EAA? ;)

Gruß
Peter
 
Hallo Leute, danke für eure schnellen Antworten. Sind ja schon einige Punkte drin, die mich etwas hoffen lassen.
Bin leider jetzt auf Arbeit Spätschicht, werde daher erst morgen vormittags ausführlicher antworten können. Dann folgen auch mehr Angaben, Screenshots u erste Bilder von mir... :oops:
Bis dahin alles Gute
Axel _
 
Hallo u danke nochmals für euer schnelles Feedback!

Möchte auch gleich noch einige Infos nachschieben, damit ihr euch ein Bild von meinem bisherigen Stand der Dinge machen könnt.
- Thema Alligment : Zur Steuerung meiner AVX Montierung nutze ich die Celestron Software CPWI. Ist zuverlässig, wenn auch nicht so bunt u hipp wie Stellarium z.B.
Mit dabei ist auch ein 4 Stern Alligment mittels StarSense Modul. Dabei werden 4 Sterne angefahren u ein Fehlerwert für Rec u Dec Achsen ermittelt. Dann verstelle ich entsprechend an der AVX, bis der Fehlerwert kleiner/gleich 3 Bogenminuten ist. Das dauert manchmal schon 10-15 Minuten, aber die Zeit nehme ich mir, da ich ja bislang ohne Guiding arbeiten möchte. Bei Sharpcap läuft dann das Livestacking auch gut u konstant, ohne dass irgendwie eine größere Anzahl von Aufnahmen nicht gestackt werden.
- Thema Gain u Offset : Gain stelle ich meistens 1600 ein (manchmal auch versuchsweise 1620) weil ab 1600 lt. einem Diagramm von QHY irgendein Rauschwert deutlich vermindert wird. Bei Offset tappe ich sehr im Dunkeln! Hab mal gehört, dass der Wert nie bei Null liegen sollte (???), andererseits möchte ich aber auch nicht zuviel Bildinformationen abschneiden...
- Thema Histogramm : Da führe ich beim Livestacking die linke Linie bis fast an den Mount heran, die recht Linie etwas in den Mount rein, bis es dunkel genug, aber nicht zu dunkel erscheint. Alles eigentlich nach Bauchgefühl u sicher irgendwie doch verkehrt... Dringend Hilfe erbeten!

Ich versuche jetzt noch einige Bilder hier zu laden...
20210812_040244.jpg
20210812_040259.jpg
20210825_030513.jpg
20210913_081354.jpg


So, das hat schon mal geklappt...
Die Bilder, die beim Livestacking ausgegeben werden, sind Fits-Dateien und riesig groß. Kann ich wohl hier so nicht hochladen glaub ich.
aber als PNG geht es nun...

M13 Stack_16bits_153frames_612s klein.png

Hier z.B. M13 ( 153 x 4 sec, gain 1620 offset 0 )

M33 Stack_16bits_200frames_1600s klein.png


M33 ( 200 x 8 sec, gain 1620 offset 5 )
Wo sind bloß die Farben? Sind knapp 30 Minuten zuwenig Aufnahmezeit bei meinem C8 ? Oder muss ich bei Sharpcap irgendwo noch etwas auf debayern einstellen???

M45 Stack_16bits_80frames_604s klein.png

M45 ( 80 x 8 sec) knapp 11 Minuten. Ein wenig Farbe ist ja schon zu erkennen, aber auch runde Artefakte ( vom Fangspiegel?)

Mein bislang für mich einziges Bild mit Wow-Effekt war der Blasennebel, allerdings nur im Rotkanal... Ich benutze übrigens einen UV/IR Cut-Filter, weil mir das von Baader so empfohlen wurde.

Blasennebel Rotkanal 2021-08-28T20.44.30.png


Naja, ich weiß, es gibt noch viel zu tun. Ich muß aber einfach dranbleiben, weil das Hobby echt faszinierend ist!!!

In diesem Sinne CS an euch Astrofreunde mit Bitte um weitere Tipps u Anregungen.

Axel_
 
Wird doch ...

Stacken und Sterne alignen klappt scheinbar (das hat nichts mit dem Alignment der AVX zu tun). Lass die Regler für die Bildeinstellungen (Gamma) mal auf den Standardeinstellungen und passe nur die Histogramme an. Die rechte gestrichelte Linie kannst Du auch näher an den Berg schieben. An der rechten Seite passiert ja nichts mehr im Histogramm. Und der rechte Schieberegler im Livehistogramm ist für die Farbsättigung. Der ist unten. Schiebe den etwas höher, dann kommt hoffentlich auch mehr Farbe am Bildschirm raus. Mit den anderen drei Reglern, kannst Du einen Farbabgleich machen (Intensität pro Kanal). Schiebe Rot und Blau etwas hoch, solange bis der Hintergrund nicht mehr grün ist und das Bild neutral aussieht.
Die runden Artefakte sind Staubringe. Wenn Du Liveflats machst gehen die weg. Die linke gestrichelte Linie im Livehistogramm setzt den Schwarzpunkt. Wenn Du den nach rechts schiebst wird der Bildhintergrund dunkler und die Staubringe sind auch weniger offensichtlich.

Gruß

*entfernt*
 
Hallo Heiko,
danke sehr für deine Tipps zum Histogramm. Werd ich bei nächster Gelegenheit gleich austesten. Bin schon auf den Effekt gespannt. Aber leider sieht es ja diese Woche schlecht aus mit CS.
Die Sache mit den Staubpartikeln... meinst du, die sitzen auf der Schmidt-Platte oder eher auf einem der inneren Spiegel? Oder gar auf der Kamera?
Da werde ich mir wohl noch so nen kleinen Blasebalg bestellen, damit der Staub nicht Überhand nimmt :rolleyes:
Deine Aufnahmen bei AstroBin sehen ja toll aus. Diese Plattform sehe ich mir auch zuweilen an... aber nicht zu oft, da sonst die eigenen Unzulänglichkeiten noch krasser werden :sneaky: aber man braucht ja auch Ziele.
Hab einen schönen Tag noch. Axel_
 
Hallo Axel,

irgendwo gibt es Formeln aus denen man aus der Größe der Staubringe auf den Abstand zum Sensor schließen kann - je größer und flauer, desto weiter entfernt sind die. Bei der Schmidt-Platte oder dem Spiegel würde man die nicht mehr sehen. Ich tippe, die sind auf dem Schutzglas der Kamera oder einem Filter direkt davor.
Danke fürs Lob für die Bilder auf Astrobin. Ich gestehe, ich schaue meist auch nicht mehr sehr intensiv andere Bilder an und vergleiche. Entweder zeigt das einem, was man alles nicht hinbekommt oder man stört sich dran, weil man es anders gemacht hätte.

Viel Spaß noch

*entfernt*
 
Hi Axel,

na, das sieht doch schon mal ganz normal aus. ;)

Ein paar Anmerkungen:

Bei 10s Sub-Frames brauchst du kein Guiding und die Montierung muss auch nicht super "aligned" sein.
Du hast ja sowieso einen schwarzen Drift Rand.

USB Traffic ist auf 0. Wundert mich. Werden auch alle Bilder problemlos "gedwonloaded"? Oder ist USB Traffic auf auto?

Gamma auf 2 ist extrem. Ich lass den immer auf 1.
Gamma ist ja so eine Art Stretch. Ich mach das wegen besserer Kontrolle nur mit dem Histogramm.

Du hast sowohl im Live-View als auch im Live-Stacking Histogramm eine stretchende Kurve.
Nach meiner Erfahrung wird dann 2 mal "gestretched". Da das zu unerwünschten Effekten führen kann, stelle ich das Live-View auf linear (Button Reset) und stretche nur im Live-Stacking Histogramm.

Für die Farben unbedingt im Live-Stacking Histogramm die 2 Auto Colour Balance Buttons (Peaks oder Stars) ausprobieren. Führen eigentlich bei mir immer zu sehr farbneutralen Bildern.

Du hast viel Hintergrund (ist normal) in den End-Bildern.
Den kann man in der EBV durch (dynamic) Background Extraction reduzieren/entfernen.
Man kann auch die automatic Background Subtraction (Blended Offset) in SharpCap einschalten. Führt bei mir zu guten Ergebnissen.

Es empfiehlt sich mM auch die Deep Sky Test Camera zu nutzen und dann in Ruhe im Wohnzimmer an den Reglern rumspielen.
Man kann damit auch das Live-Stacking mit allen Feature testen und ausprobieren.
Die Test Camera kann übrigens auch Fehler (zB Fokus, Drift) simulieren oder man kann andere Bilder benutzen. Da geht ganz viel.

Gruß
Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo in die Runde

und noch einmal danke für die Hilfe. Es ist schon beinahe surreal, sich mit Gleichgesinnten austauschen zu können ;) Und es macht ja auch wirklich Sinn, wenn man nicht mühsam das Rad immer wieder selbst erfinden muss.

Heiko, das mit dieser Formel um den Staub zu finden, ist schon cool. Wird aber hoffentlich nicht zu kompliziert sein, mein Setup vom Teleskop bis hin zur Kamera zu zerlegen u vorsichtig zu reinigen. Das entsprechende Set habe ich mir vorhin schon bestellt. Ich bin nur froh, dass die Artefakte keine ungewollten Spiegelungen im System sind. Denn an die Geschichte mit dem Kallibrieren von Aufnahmen traue ich mich erstmal nicht heran.

Und wie ist das eigentlich mit den Gain und Offset Werten? Ich habe bei Astrobin u auch hier einige wenige Leute gefunden, die die QHY294mc pro zur Astrofotografie benutzen. Allerdings nicht für EAA u nicht mit einem SCT 8". Macht es trotzdem Sinn, solche Werte bei mir zu übernehmen? Oder bedeutet jede Art von Teleskop (SC oder Newton oder Apo) eine andere Gain/Offset Einstellung???

Der USB Traffic Wert (... und damit zu deinen Tipps, Peter :y:) ist von mir bisher nicht verändert worden. Habe auch selbst bei 2sec Subframes noch immer eine stabile Übertragung vom Teleskop draussen bis ins Haus zum Laptop gehabt. Und das sind immerhin 15m USB 3 Kabel.

Deine anderen Hinweise klingen auch sehr vielversprechend. Besonders dass ich beide Histogrammkurven gestretcht habe u sich das nicht gut auf's Ergebnis auswirkt. Spannend finde ich auch, dass man bei Sharpcap Deep Sky Test Kamera zum Üben u Probieren benutzen kann. Habe die betreffende Stelle schon einige Male gesehen, konnte mir jedoch nichts drunter vorstellen. Werde ich gerade bei dem Wetter hier _schnee::teleskop:_jungeschlagen: am Wochenende ausgiebig testen.

Was mich noch beschäfftigt ist etwas bei den Grundeinstellungen zu Sharpcap. Thema Farbraum, da stelle ich immer "Rohbild 16" ein. Bauchgefühl eben und weil ich 16bit für brauchbar halte. Oder sollte ich besser "RGB 32" probieren, wegen Farbkamera?
Habe mal nachgeschlagen, dass die Bayer-Matrix bei meiner QHY im RGGB Muster gestaltet ist. Habe deshalb bei Debayer Voransicht "Forciere RGGB" gewählt. Ist das vielleicht eine andere Fehlerquelle bei meinen Einstellungen? Nicht dass da wieder irgendein Effekt doppelt angeschoben wird ( wie bei den Histogrammen ) od sich vielleicht gegenseitig aufhebt?

Wird ja leider noch einige Zeit dauern, bis ich die Tipps u Ratschläge von euch probieren u austesten kann. Neuigkeiten ( besonders Erfolge :giggle: ) werden natürlich umgehend an euch weitergeleitet. Bis dahin bleibt gesund u viele Grüße aus Mitteldeutschland

Axel_
 
Hi,

ich habe grad gestern noch mal die Deep Sky Test Camera von SharpCap ausprobiert.
Da kann man Drift, Rotation und Seeing simulieren.
Mit der Seeing Simulation kann man dann den FWHM Filter im Live-Stacking super ausprobieren.
Oder das Live-Enhancement, -Background Subtraction, ....

Und auch sehr wichtig man kann Plate Solving live aus SharpCap heraus mit angeschlossenem Stellarium komplett wie real durchspielen.

Gruß
Peter
 
Hallo Peter,
Grüße auch von mir. Heute ist so richtig tolles Wetter hier. Himmel blau u Sonne, wenn sich das bis zum Abend hielte, wäre es perfekt zum Austesten eurer Tipps. Wenn, ja wenn ich nicht gleich zur Spätschicht müsste... :rolleyes: Mal sehen wie's aussieht, wenn ich mitten in der Nacht nach Hause komme.

Wie ich bei dir sehe, hast du auch ein Parallaktisches C8 im Technikpark zur Verfügung. Inwiefern nutzt du dieses für DeepSky u wenn ja, mit welcher Kamera? Ich persönlich hatte nur eine kurze Phase mit Mond und Planetenbeobachtung (war besonders bei Jupiter u Saturn im letzten Dezember nicht sehr erfolgreich) u bin dann auf EAA u DeepSky umgestiegen. Ist irgendwie auch so mehr mein Anreiz, eigentlich kaum sichtbare Himmelsobjekte auf dem Bildschirm zu betrachten.

Wünsche uns allen bald CS! Axel_
 
Hi Axel,
Wie ich bei dir sehe, hast du auch ein Parallaktisches C8 im Technikpark zur Verfügung. Inwiefern nutzt du dieses für DeepSky u wenn ja, mit welcher Kamera?
gar nicht. Steht seit Jahren im Keller.
War mein erstes grosses Teleskop. Die Cassegrains sind halt schön kompakt aber haben viel zu viel Brennweite. Braucht man nicht. Und die Montierung ist nicht motorisiert.

Meine Newtons/Dobsons sind für visuelle DS Beobachtung viel geeigneter.
Und für EAA stehen die Dobsons jetzt auf einer EQ-Plattform. Das ist eigentlich auch eine schöne einfache Sache und mM für EAA ausreichend.

Gruß
Peter
 
Hallo Alex, sieht doch in Summe schon mal nach dem richtigen Weg aus. Ich habe jetzt eine andere Kamera wie Du aber dort fahre ich meist mit einem Gain um die 250-400. Eventuell kannst Du auch da mal etwas zurück gehen und dann fehlt es doch nur noch daran die 3 Farbregler so einzustellen das keine Farbe dominiert und der Peak bei allen dreien auf der selben Spitze liegt und dann mit dem Schwarzwert (linker gestrichelter Balken) ran an den Peak damit der Hintergrund auch entsprechend dunkel wird. An meinem angehängten Beispiel hätte ich den roten Kanal auch noch einen Tick zurücknehmen sollen, ist immer etwas Finetuning nötig.
 

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Hallo in die Runde
u vorab ein Dankeschön an alle, die mir bislang geantwortet u geholfen haben.
Letzte Nacht zum Freitag war hier bei Magdeburg perfekt zum Sternegucken. Hab darum direkt nach der Spätschicht mein Equipment rausgeschoben u bis fast 7Uhr an verschiedenen DeepSky Objekten getestet u getestet. Wie ich finde, sehen meine Livestacks schon besser aus als bisher. Wenn ich auch leider sagen muss, dass ohne Nachbearbeitung mit Fitswork u Siril noch nicht viel geht.
Ich stelle hier mal zwei Beispiele rein...

M33 Stack_380x8sec 3040s.png


M33 LiveStack_380x8sec 3040s, Gain 1620, Offset 10

NGC 4458 Stack_89x16sec 1424s.png


NGC 4458 Makarjanische Kette_ LiveStack_89x16sec 1424s, Gain 1600, Offset 5
und die dazu gehörenden Einstellungen bei SharpCap:

Screenshot 2021-12-03 042808.jpg

Screenshot 2021-12-03 042851.jpg


Was mir da sofort auffällt ist, dass meine LiveHistogramm-Kurve ganz anders ausschaut, als die von Dietmar u dem Bubble Nebel. Seine ist viel breiter u ausgeprägter, meine hingegen ein kurzer steiler Peak.
Woran liegt das? Habe ich irgendwie verkehrt gestretcht ?
Auch habe ich bei den Einstellungen für Farbraum RGB gewählt, du (Dietmar) RAW16. Was bedeutet das für das Endergebnis?

Naja, es gibt noch so vieles, was mir unklar ist. Ich hoffe, ihr könnt mir weiterhin helfen u Ratschläge geben, damit ich die knappe Zeit mit CS optimal nutzen kann.
Lasst es euch gut gehen u VG
Axel_
 
Hallo Axel,
Sharpcap zeigt viele Dinge je nach installierter Hardware individuell an. Ob Du da als Ausgabeformat jetzt RGB oder RAW machst hat meines Wissens nichts mit der Bildschirmdarstellung zu tun.
Zur Histogrammkurfe: Auch da gibt es von Dir zu mir einen Unterschied den ich nicht einordnen kann. Im Histogrammfenster ober rechts ist bei mir ein Feld bei dem ich "Logaritmic Horizontal Axis" auswählen kann. Damit wird mein Histogramm einfach ausgedrückt im Peak Bereich vergrößert. Bei Dir müsste das dann wohl der "Zoom" sein.
In der Ansicht die Du oben eingestellt hast solltest Du den Gain und Offset so weit runter nehmen das der Peak am linken Rand beginnt, (aktuell eher viel zu hoch) erst dann wähle ich bei mir "Logartitmic Horizontal Axis (vermutlich Zoom bei Dir) dann wird der Bereich mit dem Peak vergrößert dargestellt damit Du das Finetunig machen kannst.
 
Hallo Axel,

ich habe jetzt schon mehrfach den ganzen Thread durchgelesen und habe ehrlich gesagt keinen wirklichen Ansatz gefunden wie ich helfen könnte, da mir alles sehr "komisch", "verdreht" vorkommt. Ich finde keinen Ansatz wo quasi DAS Hauptproblem sitzt könnte. Ohne selbst an den Reglern drehen zu können und zu sehen wie es sich auswirkt, ist es wirklich schwierig zu sagen was der "Andere" machen soll. Ich versuche mal aufzuführen was mir auffällt.

Offensichtlich Kamera-spezifisch verwendest Du Gain-Werte mit z.B. 1600 die sich im Vergleich zu meinen Erfahrungen mit einer ASI294MC um eine Zehnerpotenz unterscheiden. Ich arbeite mit Gain 300 und variiere den Wert mal um +/- 50, ich denke ich habe noch nie mit mehr als Gain 400 gearbeitet. Aber 1.600? o_O

Das mag aber Kamera-spezifisch sein und nichts bedeuten. Trotzdem irritierend für mich.

Screenshot 2021-12-03 042808.jpg


Aber wie gesagt ich "fremdle" sehr mit Deinen ganzen Einstellungen der Kamera und meine Erfahrungen müssen jetzt gar nicht für Dich und Dein Setup passen.

Ich verstehe auch gar nicht warum Dein Bild vom Blasennebel "nur" S/W ist? Hattest Du irgendwie eine Einstellung vorgenommen um es in S/W zu haben? Ich habe extra nachgelesen ob Deine Kamera überhaupt eine Farbkamera ist? Ist sie ja aber offensichtlich.

Ich denke, dass Nebel noch mal zusätzlich eine ganz besondere Herausforderung sein können und nach meinem bisherigen Erfahrungen auch oft und nur in Kombination mit einem passenden Filter am Ende gute Ergebnisse liefern. Das heißt Du baust Dir noch eine zusätzliche "Problem-Ebene" bei Nebel in Deine Lernkurve sein. Ich würde mich zum Einstieg nur mit Objekten wie Galaxien spielen für die man keine Filter braucht. Wobei Oli durchaus Recht hat.
Tipp: versuch Dich an einfachen Objekten, wie M57 oder M27. Galaxien sind am Anfang etwas schwieriger.
Planetarische Nebel wie M57 und M27 sind mir am Anfang auch gut geglückt! Hier eines meiner Lieblingsbilder von M57. Ohne Filter! Ohne Nachbearbeitung!

M57_all_Stack_192frames_1536s_WithDisplayStretch.jpg


Seufz! :unsure: Es ist wirklich nicht einfach DEN Tipp zu geben! In jeden Fall muss bei Dir mehr schwarz her in den Hintergrund. Ich rate mal, wenn Du das schaffst, dann kommt der Rest von alleine. Noch was, ist zwar nicht wichtig! Schau im hellen mal auf Deine Kamera. Ich wette eine Kasten Bier da liegen ein paar winzigste Krümmel auf dem Glas drauf die Dir die Ufos zaubern, die aber auch nur auffallen weil Dein Hintergrund viel zu hell ist.

Ein letztes noch ...
Wenn ich auch leider sagen muss, dass ohne Nachbearbeitung mit Fitswork u Siril noch nicht viel geht.
... also nicht, dass man mit den fertigen gestackten-Bildern nichts machen darf. Wir sind hier ja nicht bei CloudyNights, da würde allein so eine Anmerkung sofort den Forums-Oberaufpasser auf den Plan rufen und Dir unmittelbar androhen, falls Du auch nur noch ein Mal so etwas denkst, schreiben darfst Du es in keinen Fall nie wieder, dass Du generelles Astronomie-EAA-Verbot bekommst und in Ketten im Kerker landest und überhaupt! Also z.B. eine fertiges Bild in Photoshop nachschärfen? Todesstrafe! Endgültiges Forums-Verbot mit löschen aller Beiträge und Bilder! Schärfe-Filter im Sharcap aktivieren? Kein Problem! Alles paletti! :p

... aber für brauchbare Ergebnisse und schöne Bilder braucht es nicht per Definition Nachbearbeitung. Fast alles was man z.B. in Photoshop nachträglich machen könnte/kann, kann man (fast) alles in Sharpcap machen. Auch wenn man sich rantasten muss. Du wirst es noch in den Griff bekommen.

Viel Erfolg und klare Nächte wünsch ich Dir! MünchenBeiNacht - Ewald
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi Axel @Torijchi Point ,

na ja, also ich finde deine Bilder jetzt nicht so "unnormal" wie Ewald.
Ich finde deine Bilder sehen durchaus normal aus. So sieht das bei mir durchaus auch aus.
Du hast wohl einen starken Hintergrund, wahrscheinlich Lichtverschmutzung.
Das mit dem S/W Bild hatte ich auch mal, trotz Farbkamera, bei mir (wie meistens bei EAA) ASI294MC. Konnte im Nachhinein nicht mehr feststellen woran das lag.

Farbraum RGB:
Du benutzt ja richtigerweise Fits zum Speichern. Eigentlich nimmt man bei Fits den Farbraum RAW.
Dann werden einfach die Daten der 4 (!) Farbkanäle einzeln ohne Veränderung oder Kombination im Fits gespeichert. Das ist bei RGB anders.
Das ist mM der Standard Weg bei Astronomie Bildern. Man benötigt halt dann zum Anschauen ein Programm das daraus mit einem Bayer-Matrix Algorithmus wieder ein normales Farbbild am Bildschirm macht. Das können aber praktisch alle Astronomie- und auch viele Bildverarbeitungs-Programme.

Die ersten 2 Bilder müsste man in einem Astronomie Bildverarbeitungs-Programm (SirL, Pixinsight, Affinity Photo, ..) noch bearbeiten:
Den Hintergrund entfernen (Background Extraction), Farb Kalibrierung (Colour Calibration) und "gescheit" Stretchen (Histogramm Stretch).
Ich glaube die haben einen guten, herauszukitzelnden Inhalt.

Und ganz wichtig: Stell SharpCap auf Englische Sprache um.
Mit diesen komischen deutschen Bezeichnungen kann ja niemand etwas anfangen. ;)

Gruß
Peter
 
Liebe Astrofreunde,
ein Hallo in die Runde! Ich bin ehrlich ganz angetan von euren Beiträgen, so ausführlich u informativ. So viel Neues für mich zum Verarbeiten. Toll dass die Diskussion hier nochmal Fahrt aufnimmt... Möchte mich bei euch bedanken dafür M3 mit Leonard Stack_16bits_23frames_184s_6-8e4fa369.jpg:y:
Habe jetzt Frühschicht u dann einen wichtigen Termin, weiß daher nicht, ob ich mich heute noch melden kann. Spätestens morgen aber!
Bis dahin eine schöne Zeit u bleibt gesund. Axel _
 
Ein Hallo an euch alle!

Die Zeit gestern u heute habe ich ziemlich viel nachgedacht. Nicht umsonst, hoffe ich mal.
Eure Ausführungen haben mich stutzig gemacht. Zum einen die Tipps zu den Histogrammen, die allerdings nur etwas bringen können, wenn genügend Daten über den Sensor wandern, die man dann auch nutzen kann. Zum anderen Ewalds Bemerkungen zu meinen Gain Einstellungen, die ihm ziemlich daneben vorkamen
Aber wie gesagt ich "fremdle" sehr mit Deinen ganzen Einstellungen der Kamera
Ich dachte mir so, deine Zwo Asi 294 u meine QHY 294mc benutzen ja den selben Chip, wieso also ist bei dir der Gain bei 300 ±50 u bei mir so um 1600. Habe dann auf den Herstellerseiten nach Infos gesucht u bin über einige Diagramme gestolpert. Die sind sich bei beiden Kameras oft ziemlich ähnlich, allerdings ist bei Zwo Asi die Gain Skala von 0 bis 400 in 50er Schritten, bei meiner Kamera aber von 0 bis 3600 in 200er Schritten.
Soll heißen, man kann wahrscheinlich bei den Herstellern den Gain nicht mithilfe reeller Zahlen vergleichen, sondern muss auf die Diagramm-Werte achten, auf die Kurvenverläufe. Wenn du z.B. bei deiner Zwo Asi 300 einstellst, muss bei meiner Kamera ein Wert etwas unter 3000 stehen. Ich war vermutlich mit meinen 1600 bis 1630 bislang noch viel viel zu niedrig für die kurzen Belichtungszeiten der EAA Methode.
Auch bei dir, Dietmar, habe ich auf dem Screenshot von deinen Bubble Nebel Aufnahmen für die Zwo Asi 533 einen Gain von 300 gesehen. Und damit bist du mit deiner Einstellung im Kameradiagramm deutlich rechts von der Mitte der Gain Scala (wie auch Ewald bei der Asi 294). Mein Wert von 1600 liegt jedoch deutlich links der Mitte bei QHY.
Mein Plan ist nun, bei der nächsten Gelegenheit einen Gain von erstmal 2500 einzustellen u dann einfach mal zu gucken, was passiert. Meine Kamera wird sich schon nicht in Rauch auflösen (hoffe ich) Und falls das Histogramm durch die Decke geht, muss ich es irgendwie wieder einfangen (vermutlich mit der Belichtungszeit u den Grenzlinien links u rechts beim Histogramm)
Bin irgendwie ziemlich hoffnungsvoll, dass damit die Kuh (der blassen Bilder) vom Eis ist u ich endlich weiterkomme :unsure:
Ich verstehe auch gar nicht warum Dein Bild vom Blasennebel "nur" S/W ist?
Ach ja, der Blasennebel zieht mich irgendwie magisch an. Vielleicht deshalb, weil Kassiopeia bei mir immer so gut zu sehen ist. Die Südrichtung ist vom Haus verdeckt. West u Ost von Nebengebäuden, so dass ich für Aufnahmen dort immer an verschiedenen Stellen aufbauen müßte. Trotzdem hast du wohl recht, dass für mich Nebel allgemein wohl etwas hinten anstehen sollten, bis ich meine Setup-Einstellungen erpropt u gefestigt habe. Aber es gibt ja auch schöne Galaxien u Sternhaufen.
Das Bild vom Blasennebel bei mir ist übrigens nur vom Rotkanal entnommen u dann noch im Kontrast verstärkt. Ich denke mal, das erklärt den S/W Look..
Dein Foto von M57 ist cool u ein großer Anreiz für mich. Wie lange mußtest du auf den PN draufhalten? Kommt man mit einer Stunde Belichtungszeit bei den Galaxien (M101 z.B.) schon zu einem Ergebnis, od braucht es deutlich mehr Geduld dabei?
Danke übrigens für deine sehr anschaulichen Erläuterungen zu meinem Screenshot. Ist sehr hilfreich für mich u wird beherzigt!

Thema Farbraum u zu deinem Tipp, Peter. Werde ich auch mal austesten, dieses RAW Format. Falls Siril u Fitswork das öffnen können, bieten sich vielleicht neue Möglichkeiten, um die Farben besser anzupassen. Möchte das Thema der Nachbearbeitung aber erstmal nicht so weit öffnen, ehe die Grundlagen bei mir gelegt sind.
Allerdings...
Und ganz wichtig: Stell SharpCap auf Englische Sprache um
was das Englische angeht, ist meine Schulzeit schon ewig her u ich hatte seitdem kaum Gelegenheit, mich diesbezüglich zu trainieren. Könnte mir vielleicht in London 'ne Tüte Fritten bestellen, aber sonst... Für Fachbegriffe wie in SharpCap jedoch reicht es wohl nicht mehr. Obschon ich manchmal gerne wüßte, was die Erläuterungen alles zu bedeuten haben :sneaky: Vielleicht gehe ich das später noch mal an.

Noch eine Frage an dich, Dietmar, da wir ja ähnliche Teleskope benutzen. Hast du noch den ein od anderen Screenshot, den du bei DeepSky Objekten gemacht hast? Würde gerne mal sehen, was man mit einem SC-Teleskop u EAA erwarten u wie man die Sterne abbilden kann. Bei meinen bisherigen Aufnahmen finde ich die Sterne immer so fluffig u leicht aufgebläht. An den Rändern treten dann natürlich auch noch Verzerrungen auf (...ich beneide dich um deine Edge HD Optik).
Liegt das allein am Fokussieren ( ich benutze eine Batinov-Maske ) oder an der langen Brennweite eines SCT ???

Soviel von mir heute.
Ich hoffe für uns alle bald wieder auf eine gute Sicht nach oben. Bin gespannt, was sich bei nächster Gelegenheit auf meinem Bildschirm so tut. Vielleicht kann ich ja mit dem ein od anderen Bild bald Dankeschön bei euch sagen ;)
Bis dahin alles Gute! Axel_
 
Noch eine Frage an dich, Dietmar, da wir ja ähnliche Teleskope benutzen. Hast du noch den ein od anderen Screenshot, den du bei DeepSky Objekten gemacht hast? Würde gerne mal sehen, was man mit einem SC-Teleskop u EAA erwarten u wie man die Sterne abbilden kann. Bei meinen bisherigen Aufnahmen finde ich die Sterne immer so fluffig u leicht aufgebläht. An den Rändern treten dann
Ich selbst habe auch erst diesen Sommer mit EAA begonnen deshalb sind auch meine Ergebnisse auch immer noch verbesserungswürdig oder ich würde sie Heute wieder anders angehen. Das die Sterne bei uns eher fluffig rüber kommen liegt wohl klar an der große Brennweite, das ist keine Weitwinkel mit Nadelspitzen Sternen aber die kleinen Objekte bekommen wir so eben besser vor die Kamera. Und beim "fluffigen" hilft wohl auch kein EdgeHD. Eine kleine Auswahl im Anhang
Mein Plan ist nun, bei der nächsten Gelegenheit einen Gain von erstmal 2500 einzustellen u dann einfach mal zu gucken, was passiert. Meine Kamera wird sich schon nicht in Rauch auflösen (hoffe ich) Und falls das Histogramm durch die Decke geht, muss ich es irgendwie wieder einfangen (vermutlich mit der Belichtungszeit u den Grenzlinien links u rechts beim Histogramm)
Bin irgendwie ziemlich hoffnungsvoll, dass damit die Kuh (der blassen Bilder) vom Eis ist u ich endlich weiterkomme :unsure:
Ich denke auch das Du keine blassen Bilder hast, eher schätze ich das sie überbelichtet (Histogramm Peak ist mittig und nicht link am Rand beginnend) und Du gehst mit dem Schwarzwert (linke gestrichelte Linie, Black Level) nicht auf den Peak drauf damit der Hintergrund auch dunkel wird.

WIe schon geschrieben, auch ich lerne da an jedem Abend am Teleskop wieder dazu oder drehe mich auch Heute noch öfters im Kreis. Das braucht einfach etwas Zeit und Übung. Allein in der Theorie kann man das nicht alles umsetzen. Und man sollte dann trotzdem nicht die Erwartungen an die vielen Astrofotos haben die man kennt. Aufnahmen von 30min oder 1. Stunde aus der Stadt heraus können nicht den Tiefgang von stundenlangen Aufnahmen am dunklen Himmel mit verschiedensten Filtern und späterem entwickeln in Photoshop haben. Aber man sieht Objekte die man visuell auch in weit größeren Teleskopen nur erahnen kann, das ist EAA. Ic wünsche Dir viel Erfolg und freue mich auf die nächsten Bilder von Dir!

Dietmar
 

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Hallo Axel!

Soll heißen, man kann wahrscheinlich bei den Herstellern den Gain nicht mithilfe reeller Zahlen vergleichen, sondern muss auf die Diagramm-Werte achten, auf die Kurvenverläufe. Wenn du z.B. bei deiner Zwo Asi 300 einstellst, muss bei meiner Kamera ein Wert etwas unter 3000 stehen. Ich war vermutlich mit meinen 1600 bis 1630 bislang noch viel viel zu niedrig für die kurzen Belichtungszeiten der EAA Methode.
ja! Sind ja nur zahlen! ;) Vielleicht kannst Du es über die "Unity-Gain" Angabe machen. Vorweg noch ich bin in diesen Dingen überhaupt nicht sattelfest und schwimme da auch ganz schön. Unity-Gain, wenn ich es richtig verstanden habe, ist die Gain-Einstellung bei der das Rauschen drastisch abnimmt. Das habe ich in Erinnerung ist bei der 294er irgendwo bei 130, 140 ... wenn dies bei Deiner Kamera bei 1300 wäre dann ist da wirklich ein Faktor 10 verrechnet.

Wie lange mußtest du auf den PN draufhalten?
Der Stack von den M57 besteht aus 192 Aufnahmen mit 8s, bei Gain 300, zusammen also 1.536 " oder gut 25 Minuten.
Kommt man mit einer Stunde Belichtungszeit bei den Galaxien (M101 z.B.) schon zu einem Ergebnis, od braucht es deutlich mehr Geduld dabei?
Da hast Du eine nicht ganz korrekte Vorstellung. Es ist ja nicht so, dass man 60 Minuten lang nichts sieht und dann macht es wumms und die Galaxie ist da. Fast immer ist es so, wenn man z.B. eine Galaxie "Im Sensor" hat, dass man bereits beim ersten Bild weiß wo das gute Stück ist. Nach zwei, drei Minuten ist man sich sicher, das ist jetzt M51! Dann fange ich an Schwarz-, Mittel und Weiß-Punkt entsprechend einzustellen. Farben nachzukorrigieren ... und halt zuschauen. Irgend wann sieht man kleinere Details die interessant erscheinen. Dann probiere ich, wie sich das "visuell" auswirkt" wenn ich einen der drei Level verschiebe. Hier ein paar Bilder wie es sich entwickeln kann. Gestern war ganz überraschend klar bei uns und es passte für die Dreiecks-Galaxie M31.

M31 - 227 Aufnahmen, Gain 300, 4 Sekunden je Aufnahme, Gesamt 908 s ~ 15 Minuten

Stack_227frames_908s_WithDisplayStretch.png



M31 - 414 Aufnahmen, Gain 300, 4 Sekunden je Aufnahme, Gesamt 1656 s ~ 28 Minuten

Stack_414frames_1656s_WithDisplayStretch.png



M31 - 605 Aufnahmen, Gain 300, 4 Sekunden je Aufnahme, Gesamt 2420 s ~ 40 Minuten
Stack_605frames_2420s_WithDisplayStretch.png




M31 - 790 Aufnahmen, Gain 300, 4 Sekunden je Aufnahme, Gesamt 3160 s ~ 52 Minuten
Stack_790frames_3160s_WithDisplayStretch.png



und dann war das:

Capture_00001.png



Ende Banane! Viel Erfolg noch! MünchenBeiNacht - Ewald
 
Ewald, M31 ist die Andromedagalaxie da hättest du etwas höher halten sollen :)
Meine M33 ist aber auch noch nicht das gelbe vom Ei wie man unten sehen kann.

CS Dietmar
 

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  • M33 Dreiecks Galaxie 122frames_3660s 10.09.21.png
    M33 Dreiecks Galaxie 122frames_3660s 10.09.21.png
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...
Unity-Gain, wenn ich es richtig verstanden habe, ist die Gain-Einstellung bei der das Rauschen drastisch abnimmt. Das habe ich in Erinnerung ist bei der 294er irgendwo bei 130, 140 ... wenn dies bei Deiner Kamera bei 1300 wäre dann ist da wirklich ein Faktor 10 verrechnet.
Unity Gain ist wenn 1 Ereignis (Photon) 1 ADU (1 Bit) bewirkt.
Das ganze Gain ist ja überbewertet, das verschiebt ja eigentlich und vereinfacht gesprochen nur den Arbeitspunkt, bzw Steigung der Analog Digital Wandlung.

Da hast Du eine nicht ganz korrekte Vorstellung. Es ist ja nicht so, dass man 60 Minuten lang nichts sieht und dann macht es wumms und die Galaxie ist da. Fast immer ist es so, wenn man z.B. eine Galaxie "Im Sensor" hat, dass man bereits beim ersten Bild weiß wo das gute Stück ist. Nach zwei, drei Minuten ist man sich sicher, das ist jetzt M51! Dann fange ich an Schwarz-, Mittel und Weiß-Punkt entsprechend einzustellen. Farben nachzukorrigieren ... und halt zuschauen. Irgend wann sieht man kleinere Details die interessant erscheinen. Dann probiere ich, wie sich das "visuell" auswirkt" wenn ich einen der drei Level verschiebe. Hier ein paar Bilder wie es sich entwickeln kann. Gestern war ganz überraschend klar bei uns und es passte für die Dreiecks-Galaxie M31.

M31 - 227 Aufnahmen, Gain 300, 4 Sekunden je Aufnahme, Gesamt 908 s ~ 15 Minuten
Sehr schön. Und dann macht es wumms. ;)
Aber deine erste Aufnahme hat ja schon 15 Minuten.
So viel Geduld habe ich nicht. Ich finde das was man nach 15 Minuten sieht, ist nicht viel anders/besser wie schon nach 1, 2 Minuten.
Klar wenn man's dann laufen lässt und nach einer Stunde speichert, das kann man dann in der EBV danach richtig aufhübschen.
Aber für den visuellen Live-Eindruck tun's mM auch eine oder ein paar Minuten.

Ende Banane! Viel Erfolg noch! MünchenBeiNacht - Ewald
So war's bei mir auch, aber ich habe nicht einmal zeigenswerte Aufnahmen. Aber immerhin die AZ-GTi mit dem Newton 150/750mm hat prinzipiell funktioniert. Sehr schön.

Hatte gar nicht gewusst, dass M33 so fluschig ist. ;) Sehr ungewöhnlich.

Gruß
Peter
 
Hallo Dietmar!
Du Hast Recht! ;)
Ewald, M31 ist die Andromedagalaxie da hättest du etwas höher halten sollen :)
Meine M33 ist aber auch noch nicht das gelbe vom Ei wie man unten sehen kann.
Autsch! :beobachten: 31? .... 33? Oh Mann! o_O So viele Sterne, da kann man schon mal durcheinander kommen .... den anderen dreißiger habe ich gestern da oder besser obwohl die 1,5x Barlow schon mal im OAZ war auch .....

alsooooo. .... die ein-und........ ähhhhhemmmm drei-und ...... ähhhhhemmmm 31 auch mal angeschaut. Hier jetzt die "richtige" M31, sollte ich nicht mit 975 mm Brennweite sondern besser mit 650 mm machen.

Stack_675frames_2700s_WithDisplayStretch.png

2.700 s, 45 Minuten, Gain 300, 675 Aufnahmen

M31, M33 Sind ja quasi wirklich nebeneinander!

Ich finde das was man nach 15 Minuten sieht, ist nicht viel anders/besser wie schon nach 1, 2 Minuten.
Klar wenn man's dann laufen lässt und nach einer Stunde speichert, das kann man dann in der EBV danach richtig aufhübschen.
Aber für den visuellen Live-Eindruck tun's mM auch eine oder ein paar Minuten.

Nur für's Protokoll! ;) Die Aufnahmen oben sind die direkten Bilder aus Sharpcap. 1zu1. Ohne Weiterbearbeitung. Wenn auch zugegeben sie jetzt bei M33 nicht dramatisch die Änderung über die Zeit zeigen. Es hängt sicher unter anderem von Objekt ab. Gerade bei Nebel wird es oft mit der Zeit dramatisch besser. Hat vermutlich auch mit dem Filter zu tun. Folgende Bilder von NGC7000 sind alle mit einem Altair 4-Band Filter, Gain 300, 8 Sekunden Einzelaufnahmen gemacht. Hier kommen die Bilder zwar auch direkt unbearbeitet aus Sharpcap, aber ich musste die PNGs für's Forum mit Irfan-View neu als JPG abspeichern, da ich sie sonst nicht ins Forum hochladen könnte. Aber ansonsten unbearbeitet.

52 Aufnahmen, 416s
NGC7000_Forum_Stack_52frames_416s_WithDisplayStretch.jpg


102 Aufnahmen, 816 s
NGC7000_Forum_Stack_102frames_816s_WithDisplayStretch.jpg


232 Aufnahmen, 1856 s
NGC7000_Forum_Stack_232frames_1856s_WithDisplayStretch.jpg


411 Aufnahmen, 3.288 s
NGC7000_Forum_Stack_411frames_3288s_WithDisplayStretch.jpg


676 Aufnahmen, 5408 s
NGC7000_ALL_Stack_676frames_5408s_WithDisplayStretch.jpg


Ich schaue da gerne zu. Andere schauen 90 Minuten lang Tatort an .... ich halt NGC7000. Außerdem war das Licht ca. 1.576.800.000 Minuten (~3.000 Jahre) unterwegs, was sind dazu im Vergleich 90 Minuten Geduld?

Geduldige Grüße - MünchenBeiNacht - Ewald
 
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