Danke Peter. Das ist ein Tipp, den ich gern nachgehen werde.
Mit dem Verein oder hiesige Sternfreunde hab ich so meine Zweifel. Wohne in der Prignitz und ob es hier jemanden gibt...
Aber ich schau mal
Ein schön Abend
Theo
Ciao Theo,
Alles klar.
Um das
Planetenbild zu optimieren, beachte noch folgende Punkte:
1. (Newton)
Justieren mit dem Laser.
Kannst Du auch tagsüber machen, nur das Teleskop danach nicht mehr stark erschüttern ! oder eben nachts direkt vor Beobachtungsbeginn.
2. Teleskop (die Spiegel !) auf
Aussentemperatur vorkühlen.
Dies natürlich besonders wenn es kalt ist, also jetzt im Winter (im Sommer wenig kritisch).
Also beide Deckel ab und den offenen Tubus waagrecht draussen auf einen Tisch o.ä. legen, etwa 1-2h.
Vorsicht: NICHT in die Sonne (wieder Wärme) und nicht so dass die Sonne ggf. reinstrahlen kann !
3. Okulare bis
minimal 4mm sollten dann einigermassen gute Bilder machen (auf jeden Fall im Zentrum des Bildfeldes).
dabei jedoch NICHT über Wärmequellen hinüber beobachten (Schornsteine, offene Fenster, warmes Freibad o.ä.), das macht sonst Schlieren.
4. Okulare
zwischen 4mm und 2mm werden zunehmend unscharfe Bilder machen. Unter 2mm Brennweite ist völlig unsinnig, weil dann schon rein physikalisch aus dem Bild nichts mehr rauszuholen ist.
5. Es gibt wetter-abh. ruhige und weniger
ruhige Luft (hat nicht unbedingt was mit dem am Boden spürbaren Wind zu tun, das geschieht oft in grösserer Höhe).
D.h. das Bild wabert mehr oder weniger und auch mehr oder weniger
schnell. (Das Auskühlen oben macht man auch, damit die LUFT - diesmal im Rohr, nicht ausserhalb - ruhig steht).
Und noch:
Die
Barlows muss Du in die Okular-Brennweiten rein-dividieren. Also z.B.: Barlow 2x mit f=10mm Okular macht f=5mm.
Letztendlich bei V=400x ist bei Deinem Teleskop ohnehin völlig Schluss mit vergrössern ! (wegen Physik)
Bei v=200x dürfte meistens schon das Limit erreicht sein. (Luftunruhe, zu dunkles Bild etc.)
Auch die Luftunruhe selbst verschmiert das Bild (langsam oder schnell wabernd, je nachdem)
Weil Du immer die identische Lichtmenge vorne ins Teleskop reinbekommst, wird das Bild natürlich immer
dunkler, je mehr Du es okularseitig vergrösserst. Und zwar wenn Du 2x mehr vergrösserst, ist das Bild 4x schwächer, das ist reine Physik (das Auge kompensiert einen Teil davon durch seine Wahrnehmungs-Mechanismen, so dass es nicht ganz so krass aussieht, dennoch ist es so) . Das hat also nicht unbedingt was mit der Quali des Okulars zu tun.
UND:
Schau auch mal
was anderes als die Planeten an ! M45, NGC869, M27, M15
Da vergrössert man erstmal NICHT so stark... (ausser bei M15). Üblicherweise schaut man alle seine Vergrösserungen auf einem Objekt durch und schaut wo man was und wieviel sehen kann... Mehr als V=200x (f=4mm) würde ich dabei nicht vergrössern, meist deutlich weniger.
Je höher man vergrössert, desto kleiner wird das
Bildfeld. Grosse Objekte (M45) 'leiden' dann sozusagen. UND HIER ist einerder Gründe für Okulare mit grossem Gesichtsfeld (UWW Okulare mit z.B. 82° scheinbarem Feld, bei Brennweiten länger als 20mm haben die dann notwendig 2" Steck-Durchmesser) --> diese zeigen an sich
bauartbedingt (!) einfach grössere Bildfelder (UWW = Ultra-Weitwinkel). D.h. auch sie fühlen sich eher wie ein Fenster an, als ein Tunnel. Ein Zoom hat meist sehr kleine Bildfelder und wirkt oft tunnelartig. Für Planeten ist das kein grosses Problem, für grössere Objekte aber eben schon !!!
Das Bildfeld rechnet man mit der Vergrösserung V aus: wenn Du ein Okular mit sGF (Scheinbarem Gesichtsfeld) von sGF=60° hast und vergrösserst 30x, dann ist am Himmel das Bildfeld (Wahres Gesichtsfeld) wGF=2° gross. (Vollmond-Durchmesser = 0.5°).
Good luck,
Peter