Einfuhrabgaben aus Großbritannien ?

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Hallo,

Was ich hier jetzt noch nicht verstanden habe, kommen die 19% denn nur auf den Warenwert, oder wird das Porto dadurch auch 19% teurer?

Gruß
Kalle
 
Moin,
da man als Ottonormalverbraucher nicht mehr im heimischen Baumarkt shoppen darf,
kaufe ich wieder mehr direkt beim Chinesen ein. Man muß halt 3-4 Wochen warten.
Habe aus Heizmatten für Lenkräder, einem 2A Regler, Moosgummitape, Alutape und Thermoleittape eine passende Heizmatteneinlage
für meine Taukappe zusammengeschustert. So was kostet hier sonst bis zu 80€. So waren es < 22€ = keine Zollkosten.
Ich kann auch Globalisierung !
 

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Hallo!
Kauft ihr etwa in den USA, in Norwegen oder in der Schweiz ein?
Manchmal schon. Wobei Norwegen - kann ich mich gerade an nichts erinnern. Wahrscheinlich ist aber ein Teil des Benzins in meinem Auto aus Norwegischem Nordseeöl gemacht.
Warum wird dann hier auf den Engländern rumgehackt?
Weil die in ihrer grenzenlosen Dummheit einem Volli dioten von Gruselclown hinterhergerannt sind wie die Lemminge, der sie mit ihren niedrigsten Instinkten wie Geiz und Fremdenfeindlichkeit verführt hat. Zufälligerweise war ich in London, als gerade die größte Demonstration in der Englischen Geschichte (fast eine Million Menschen gegen den Brexit) stattgefunden hat. Das waren - soweit ich das beurteilen kann - alles nette und vernünftige Menschen, von denen einige sich bei uns für ihre Landsleute entschuldigt haben. Um diese Minderheit (die in Wirklichkeit fast die halbe Bevölkerung ausmacht - die Abstimmung war ganz knapp) tut es mir wirklich leid, denn die werden in den nächsten Jahren unter den Folgen einer Dummheit leiden, die sie vergeblich zu verhindern versucht haben. Wegen diesen vielen guten Menschen werde ich Englische Produkte auch nicht boykottieren denn das haben diese Leute nicht verdient. Es wird auch so schlimm genug für sie werden.

Grüße
Maximilian
 
Es wird auch so schlimm genug für sie werden.
Für viele ist es schon die bittere Wahrheit, allein der Rückzug von vielen Speditionen von der Insel, weil tlw. die eigene britische Bürokratie dem Land selbst im Weg steht. Lohnt sich für viele nicht mehr, GB anzufahren. Wird noch spannend.
Ich hoffe inständig, dass dieses "Lernen durch Schmerzen" für viele ein Lehrbeispiel ist, dass es als "Einzelkämpfer" in der heutigen globalen Zeit nicht mehr geht.
 
Weil die in ihrer grenzenlosen Dummheit einem Volli dioten von Gruselclown hinterhergerannt sind wie die Lemminge, der sie mit ihren niedrigsten Instinkten wie Geiz und Fremdenfeindlichkeit verführt hat.
Wow so viel Hass. Das spricht für sich.

Zufälligerweise war ich in London, als gerade die größte Demonstration in der Englischen Geschichte (fast eine Million Menschen gegen den Brexit) stattgefunden hat.
Und man kommt nicht auf die Idee, daß umgekehrt die Brexit Befürworter demonstrieren würden, wenn die EU Sklaven und Jasager gewonnen hätten?

Und man findet es gut, dass eine faire Abstimmung des Volkes ein paar Monate später, durch eine erneute Abstimmung gegebenenfalls wieder rückgängig gemacht wird, nur weil einigen das Ergebnis nicht passte? Ist dies das Verständnis von Demokratie?
Na prima! Stimmen wir so lange ab bis es "passt". Dann gibt es Verhältnisse wie in den USA, wo alle vier Jahre - oder mit jedem neuen Präsidenten - die Gesetze wieder geändert oder rückgängig gemacht werden. Ob das so gut ist?

Das waren - soweit ich das beurteilen kann - alles nette und vernünftige Menschen
Nett bestimmt. Aber vernünftig? Brüssel Jahr für Jahr Millarden in den Rachen zu schieben für nichts und wieder nichts. Es geht nicht nur um Zollgebühren. Da haben die netten Leute wohl etwas nicht verstanden. Die Schweiz und Norwegen sind auch nicht in der EU und es geht ihnen trotz dem (oder gerade deswegen) sehr gut (um nur zwei Länder zu nennen)

Es wird auch so schlimm genug für sie werden.
Es würde nicht schlimm werden, wenn sie der EU damals erst gar nicht beigetreten wären. Diesen Fehler zu korrigieren ist jetzt natürlich übergangsweise schmerzlich, aber besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.
Viele standen den Engländern in der Vergangenheit relativ neutral gegenüber, aber seit dem sie mit dem Brexit Courage und Vernunft bewiesen haben, verdienen sie sehr viel Respekt.

Gruß
 
Weil die in ihrer grenzenlosen Dummheit einem Volli dioten von Gruselclown hinterhergerannt sind wie die Lemminge, der sie mit ihren niedrigsten Instinkten wie Geiz und Fremdenfeindlichkeit verführt hat.
Für deine politischen Beleidigungen habe ich
diesen Thread nicht geöffnet.
Und deine offentsichtliche geschichtliche Unkenntnis in Bezug auf Grűndung EWG>>>EU lasse ich da bei Seite.
Ende der Politik!!!!!
Gruß *entfernt*
 
Zum Thema: Neben dem Zoll können anscheinend noch weitere Kosten entstehen:


Ich habe früher nie erlebt, dass zum einen extra Gebühren fällig werden, man zum anderen aber nicht persönlich beim Zoll erscheinen muss. Allerdings bestellte ich die letzten Jahre eben deswegen nichts mehr, was verzollt werden muss, denn das ist bei uns eine längere Autofahrt. Ist die Abwicklung über DHL wie beschrieben inzwischen üblich?

Michael
 
Hallo Michael,

Ja, man wird in der Regel nur persönlich zum Zoll bestellt, wenn Unklarheiten oder Zweifel am angegeben Warenwert bestehen. Z. B. Wenn vom Versender nicht die passenden Papiere beigelegt sind.

Gruß Jonas
 
Hallo!
Ist die Abwicklung über DHL wie beschrieben inzwischen üblich?
Üblich würde ich nicht sagen. Ich habe schon viel aus dem nicht-EU-Ausland bestellt und wahrscheinlich alles erlebt: Von selbst abholen in irgendeinem Zollamt; Zoll, Einfurumsatzsteuer und Gebühren per Nachnahme beim Briefträger bezahlen (der nur genau passendes Bargeld annimmt!); Zoll, Einfurumsatzsteuer und Gebühren bei irgendeinem Paketdienst (nicht dem Zusteller, sondern deren 40km entfernten Verteilzentrum...) bezahlen; oder alles vorab bei irgendeinem darauf spezialisierten Dienstleister im Ursprungsland bezahlen. Die letzte Variante (wird inzwischen von eBay Verkäufern aus dem Ausland zunehmend häufig angeboten) ist die einfachste, dabei fallen allerdings ziemlich hohe Gbühren an - über den Daumen gepeilt nochmal soviel wie der ganze Rest zusammen. Wenn einem die eigene Zeit aber wertvoll ist (für mich dauert die Fahrt zum Zollamt und zurück mit der genzen Warterei zwischen zwei und drei Stunden!) dann kann das trotzdem die beste Option sein.

Grüße
Maximilian

PS: Zur Zeit sind zwei Päckchen von Aliexpress aus China unterwegs zu mir, mal sehen was mit denen wird.
 
Ich hab in letzter Zeit einiges aus China bestellt (Adapter, Heizmanschetten, ..). Kommt alles ohne Probleme zuhause an, Warenwert bei jeder Bestellung unter 100€. Es dauert nur 3-4 Wochen. Aber an der Qualität gibt es nicht zu meckern. Man kriegt sogar kostenlos das richtige zugeschickt, wenn man nachweist dass man das falsche erhalten hat, ohne das falsche zurückschicken zu müssen.
Aus GB habe ich eh schon nie etwas bestellt, mit EU-Austritt kann es nur komplizierter geworden sein.
 
Hallo!
Ich hab in letzter Zeit einiges aus China bestellt (Adapter, Heizmanschetten, ..). Kommt alles ohne Probleme zuhause an, Warenwert bei jeder Bestellung unter 100€.
Chinakram wird nach meiner bisherigen Erfahrung immer durchgewunken, selbst kleine Päckchen. Die Versender wissen aber offenbar, was sie auf den Zollaufkleber schreiben müssen, damit das so einfach geht.

Ganz anders ist es aber mit Sachen aus den USA. Da sind die Portokosten inzwischen so hoch (anders als bei China, das diesbezüglich ein Art Sonderstatus hat), dass diese alleine schon über der Freigrenze für Einfuhrabgaben liegen. Selbst in Adapterkäbelchen für 5$ in einem Briefumschlag kostst mit Porto 30$ und nimmt damit den Umweg über den Zoll. Mit England wird es genauso laufen, auch da sind die Portokosten kaum je unter 10 Euro für internationalen Versand, so dass bis zur Freigrenze nicht viel Warenwert bleibt.

Grüße
Maximilian
 
Das ist sehr schade mit den Zollgebühren. Habe eigentlich recht viel aus England bestellt, abseits der Astronomie. Jetzt werden vermeintlich günstige Anbote, da dass Porto mit eingerechnet wird auf den Verzollungswert, einfach zu teuer am Ende. Auf Anfrage bei einem englischen VK schrieb man mir, ich solle die Papiere selber besorgen für den Export und auch den Transport. Machen Sie nicht mehr. Paket bei 16Kilo, Warenwert 200, Versandkosten von dort 150Pfund. Dazu Verzollung, Zollstellung: Mehr Nebenkosten als Warenwert->Uninteressant! Die werden sich noch wundern. Nicht in 6-8 Wochen, aber Monaten, wenn niemand mehr vom Festland etwas kauft dort. Ich fange damit z.b. jetzt schon an.
 
So, heute morgen war ich beim Zollamt Pforzheim. Wurde fast hinter Panzerglas von einer freundlichen drei Sterne (Generalin :ROFLMAO:) empfangen. Mein Anliegen kundgetan.
Zollgebühren entfallen auf den Gesamtwert, incl. Versandkosten, wenn dieser 150€ überschreitet.
Soweit so gut.
Angesprochen auf die Einfuhrabgaben in einem Angebot, auf dem Handy gezeigt, war Sprachlosigkeit. Dann darauf hingewiesen, das der Verkäufer an dem Programm zum weltweiten Versand teilnimmt und mir dadurch keine weiteren Kosten entstehen, noch mehr Sprachlosigkeit! Die Generalin:"Sie können doch keine deutsche Umsatzsteuer (19%) beim Kauf in England bezahlen!! Darauf ich: Doch ich kann, wenn ich beim Kauf diese Einfuhrabgaben bezahle, kommt die Ware direkt bei mir an der Haustüre an. Generalin : Unmöglich.
Abgebrochen, ins Auto wieder nach Hause.
Hier noch ein Auszug zu diesem Programm des weltweiten Versandes:
"

Käufe bei Verkäufern, die das Programm zum weltweiten Versand nutzen​

Wenn Ihr Verkäufer den Artikel über das Programm zum weltweiten Versand verschickt, wird das GSP-Logo im Angebot angezeigt.

Vorteile des Programms zum weltweiten Versand für Käufer:

  • Sie zahlen alle Versandkosten, Steuern und Einfuhrgebühren (inkl. der Gebühren der internationalen Versandunternehmen) im Voraus und Sie müssen keine zusätzlichen Gebühren bezahlen, wenn Ihr Artikel zugestellt wird.
  • Für alle Artikel erhalten Sie Angaben zur Sendungsverfolgung, damit Sie Ihren Artikel direkt bis zu Ihrer Haustür verfolgen können.
  • Internationale Lieferungen über das Programm zum weltweiten Versand werden beim Zoll abgefertigt und Sie müssen keine weiteren Formulare ausfüllen.
Nachdem Sie den Artikel bezahlt haben, schickt der Verkäufer den Artikel an das weltweite Versandcenter. Von dort wird es direkt an Sie verschickt. Bei GSP-Artikeln müssen Sie über PayPal bezahlen und die Zahlung wird in zwei Transaktionen unterteilt:

  • Die erste Zahlung wird an den Verkäufer weitergeleitet und deckt den Artikelpreis und alle inländischen Versandkosten für den Versand an das weltweite Versandcenter ab.
  • Die zweite Zahlung umfasst die internationalen Versandkosten und gegebenenfalls alle Einfuhrabgaben.
Wenn Sie die Zahlung abgeschlossen haben, können Sie die Gesamtkosten und die einzelnen Beträge, die Sie an den Verkäufer und das globale Versandunternehmen gezahlt haben, unter Einzelheiten zum Kauf einsehen.

Jetzt würde ich mich freuen, wenn es hier jemand gäbe, der in UK was gekauft hat, das mit diesem Programm zum weltweiten Versand (Einfuhrabgaben) bei ihm zu Hause ohne Zollklimbim angekommen ist.
Jedenfalls der drei Sterne Generalin war das unbekannt und das auf einem Hauptzollamt.
Gruß *entfernt*
 
Die Versender wissen aber offenbar, was sie auf den Zollaufkleber schreiben müssen, damit das so einfach geht.
Nach meinem Wissen deklarieren die das als Geschenk und damit steigt der Zollwert auf 700€ und damit gehen sie vielen eventuellen Rücksendungen aus dem Weg??
Aber ganz genau weiß ich es nicht.
Portokosten inzwischen so hoch (anders als bei China, das diesbezüglich ein Art Sonderstatus hat)
Auch da habe ich mal gehört, das Versandkosten der Staat übernimmt, deshalb (noch) so günstig.
Aber bitte alles nur vom hören sagen.
Gruß *entfernt*
 
Hallo!
Nach meinem Wissen deklarieren die das als Geschenk und damit steigt der Zollwert auf 700€ und damit gehen sie vielen eventuellen Rücksendungen aus dem Weg??
Geschenke kosten genau gleich viel Zoll wie Handelswaren (sonst würde man sich im internationalen Warenverkehr ja nur noch Geschenke machen: Ich schenke Dir einen Umschlag voll Geld und dafür schenkst Du mir ein Teleskop...). Nein, die Chinesen kennen die Freigrenzen und auf dem Label steht dann eben: „Optical accessory, value 14,99$“. Aktuell ist für mich ein Päckchen auf dem Weg, das knapp über 100 Euro gekostet hat. Da bin ich schon gespannt, ob und wie das ankommt.

Auch da habe ich mal gehört, das Versandkosten der Staat übernimmt, deshalb (noch) so günstig.
Nein, der Chinesische Staat bezahlt das nicht. Das liegt am Weltpostverein (Weltpostverein – Wikipedia) der die Portokosten zwischen verschiedenen Ländern festlegt. Damit auch Entwicklungs- und allgemein ärmere Länder Chancen auf Versand und Exporte haben, werden deren Portogebühren sehr niedrig angesetzt. Beim Weltpostverein hat China immer noch den Status eines Entwicklungslandes, deswegen muss z.B. die Deutsche Post ein Päckchen aus China praktisch umsonst von der Grenze zu Dir nach Hause befördern. Und der Versand vom Händler bis zur Chinesischen Grenze scheint sehr günstig zu sein, möglicherweise tatsächlich vom Chinesischen Statt bezuschusst, aber das weiß man nicht wirklich.

Grüße
Maximilian

PS: Ich habe schon mehrfach aus den USA etwas über das Programm zum weltweiten Versand gekauft. Das wird dort von der Firma „Pitney Bowes“ abgewickelt. Man bekommt am Ende vom Briefträger ein (manchmal mehrfach umverpacktes und) wild mit Aufklebern versehenes Paket ausgehändigt, bei dem als Absender ein Pitney Bowes Verteilzentrum angegeben ist. Der Deutschen Zoll scheint denen zu vertrauen, denn das kommt dann ohne weitere Umstände direkt an die Haustür. Die Kosten sind halt etwas höher als bei Selbstverzollung, u.a. wegen des Versandumweges. Ich könnte mir vorstellen, dass diese Verfahren mit Großbritannien nach vier Wochen noch gar nicht richtig eingerichtet sind.
 
Hallo Maximilian
Danke für die Aufklärungen.

diese Verfahren mit Großbritannien nach vier Wochen noch gar nicht richtig eingerichtet sind.
Doch, die Verkäufer aus UK nutzen das schon. Wenn du mal einen Artikel aus ebay aufrufst und da tauchen die Einfuhrabgaben auf, dann wird das über den weltweiten Versand abgewickelt.
eben über Firma „Pitney Bowes“
Was mich heute verwundert hat, das der Zoll angeblich nichts weiß.
Gruß *entfernt*
 
Die werden sich noch wundern. Nicht in 6-8 Wochen, aber Monaten, wenn niemand mehr vom Festland etwas kauft dort.
Nein werden sie nicht.

1. Wissen die das bereits seit Monaten und Jahren
2. Ist der Anteil ausländischer Kunden verschwindend gering
und 3. werden neue Systeme etabliert (z.B. neue Freihandelsabkommen, Pitney Bowes Programm etc.)
VG
 
Viele Menschen, die sich mit sowas auskennen, sind da anderer Meinung:


Für mich und meine Kollegen wurden in den letzten 10 Jahren in England für Trainingskurse zwischen 10 und 20 Tausend Euro pro Kopf (und Jahr!) ausgegeben. Das entfällt in Zukunft genauso wie die dazugehörigen Hotelübernachtungen, Restaurantbesuche und Taxifahrten. Es ist jetzt wieder günstiger, dafür in die USA zu reisen. Und unsere ist nur eine Firma von ganz vielen.

Grüße
Maximilian
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn ihr Großbritanniens Zukunft so genau kennt, solltet ihr das entsprechend an der Börse traden, dann ist auch mal ein vielzölliger Apo drin. :) Aber nach der Erklärung zur Bestellung über Pitney Bowes ist mir klar, was da jüngst los war:


Das war, als die letzten Details zum Brexit klar waren. Gar nicht mal dumm. Die Konkurrenz wird sich nicht lumpen lassen, was dann wohl auch den Artikel zu DHL bei Focus erklärt. Es lohnt sich also, bei aktuellen Bestellungen im Ausland genauer aufzupassen, da sich die Bedingungen zum Jahreswechsel offenbar geändert haben.

Zum Thema Wissen und Unwissen des Zolls könnte ich etwas sagen, aber Kritik an der Politik ist unerwünscht.

Michael
 
:y:

Wissen und Unwissen des Zolls könnte ich etwas sagen
Ich habe es heute früh gemerkt.
Viele Menschen, die sich mit sowas auskennen, sind da anderer Meinung
So gut kenne ich mich nicht aus, muss ich auch nicht mehr. Nur die Schreibereien im ersten Link sind überwiegend im Konjunktiv geschrieben.
Da Aussagen im Konjunktiv häufig in den Bereich des Möglichen fallen, wird er auch als Möglichkeitsform bezeichnet.
Gruß *entfernt*
 
Gott, dieses politische Agitieren nervt einfach nur. Der Moderator hat doch schon ein paar Takte gesagt.
Ich scheue sicherlich nicht die Diskussion, aber ich bin froh, wenn ich mal nicht so schlimmes Geschwurbel lesen muss.
Desewegen bin ich auch von FB weg. Das war jenseits des erträglichen. Dieses Rückwärtsgewandte ist
mir zu eindimensional.
 
Hallo,

den Zoll interessiert in erster Linie, wo kommt die Ware her, was kostet sie und was hat es gekostet sie hierher zu bringen.
1.) Woher: EU oder Non- EU
2.) Geldbetrag, den der Einführer aufwenden musste um in Besitz der Ware zu gelangen
3.) Versand, Versicherung etc.
Der Warenwert ermittelt sich aus Kaufpreis+ Steuern im Herkunftsland+Versand+Versicherung.
So es eine Ware aus einem sogenannten Drittland ist, nun auch Großbritannien, ist sie zu verzollen und zu versteuern. Der Warenverkehr innerhalb der EU ist frei von Zöllen und Einfuhrabgaben. Waren müssen nicht beim Zoll angemeldet werden. Es können aber Verbrauchsteuern anfallen (bspw. Energiesteuer, Tabaksteuer, Biersteuer etc.), diese sind wiederum durch Versender beim Hauptzollamt anzumelden.
Der Zollsatz und die Höhe der Einfuhrumsatzsteuer richten sich nach dem Zolltarif. Zur Eintarifierung wird die Codenummer benötigt. Die möchte man als Einführer bei der Abfertigung, neben den Kauf- und Bezahlbelegen dabei haben. Zoll kann anfallen, Einfuhrumsatzsteuer (19%) ab derzeit 22 Euro Wert der Ware aufwärts. Ab 150 Euro Warenwert wird zudem ggf. der laut Tarif ausgewiesene Zoll berechnet. So es eine Zollpräferenz gibt, kann wirksam werden. Präferenzen werden kommerziellen Einführern gewährt, wenn die Ware bspw. im Herkunftsstaat überwiegend hergestellt wurde. Das regeln internationale Abkommen. Das ist entsprechend bereits im Ausfuhrstaat nachzuweisen.
Man kann den Warenwert mindern, wenn man den Händler vor allem bei hochpreisigen Waren dazu bewegt, die eigentlich in seinem Land anfallende Mehrwertsteuer (VAT) nicht einzurechnen. Die Ware geht ja aus seiner Sicht in die Ausfuhr (direkter Warenweg erforderlich). Exportgeschäfte werden weltweit so gefördert. So sind bspw. In manchen Ländern mal schnell mehr als 20% Kaufpreis gemindert. Bspw. haben wir eine ASA DDM-85 Montierung auf diese Weise von Österreich direkt nach Namibia exportieren lassen. Oder eine CCD-Kamera von DE nach NAM. Namibia hat 15%VAT.
Wenn man bspw. aus dem Drittausland eine Ware erhält und die beim Zollamt abholen soll und darauf keinen Bock hat, kann man die Abfertigung DHL übertragen. Kostet meines Wissens 28,50 Euro. Vor einigen Jahren war das noch kostenfrei. So ein Versender einen Frei-Haus-Service (das ist eine Lieferklausel) anbietet (das macht wohl jener Service), wird die Ware vorabgefertigt und passiert als sogenannte Sammelzollsendung die Warenabfertigung. D.h. der Service erledigt das beim Zoll, bspw. über eine Spedition. Gegen eine Gebühr, die sich im Kaufpreis niederschlägt. Die Dame beim Pforzheimer Zoll sieht diese Sendungen m.E. gar nicht und wird sie auch dort nicht abfertigen. Das geschieht in Frachtzentren durch den Zoll. Wer meint, dem Zoll ein Schnippchen zu schlagen, von wegen Geschenk vom chinesischen Kumpel, kann Glück haben oder aber mit einer Zollwertfeststellung zu tun bekommen, bei der durchaus der inländische Warenwert angenommen werden kann. Am Ende kann man ja in Widerspruch gehen. Jeder der jetzt den freien Warenverkehr innerhalb eines Wirtschaftsraumes schei... findet, sollte beginnen, seine Hausaufgaben zu machen. Im Übrigen nimmt Deutschland jedes Jahr nur etwa 5 Mrd. Euro an Zöllen ein. Ertragshoheit hat die EU! Zölle spielen gegenwärtig keine große Rolle mehr. Ach ja, wenn ich vor unserer Volkssternwarte „EU-Fördergelder raustreten“ rufen würde, wäre nicht mehr viel drin. Mal was zum Nachdenken.

Klaren Himmel
Guudo
 
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