Einsteiger Setup - Ziel EAA

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Streulicht

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Hallo miteinander,

Danke für die Aufnahme im Forum.

Da es so ein Thema noch nicht gab (oder ich hab es einfach nicht gefunden) muss ich leider in der ““Welpen“ -Beratung“ ein neues Thema eröffnen.

Ich beschäftige mich seit Monaten mit der Frage was für ein Teleskop ich mir kaufen soll.
Da ich letzter Zeit sehr viele Beiträge rund um EAA gelesen habe, raucht mir der Kopf und ich weiß nicht mehr was der richtige weg ist...
Da ich nicht wie viele mit bestehenden Equipment zu EAA wechsel, sondern extra Equipment kaufen möchte um dies zu EAA aufzubauen bin ich derzeit ratlos.

Daher möchte ich nach eurer Erfahrung fragen was für mich und meinem vorhaben der beste Start wäre.

Möchte es in zwei schritten gestalten.

Erster Schritt, Visuelle Beobachtung:
Teleskop mit der Montierung bei der Visuelle Beobachtung von zuhause oder vom Feld in der nähe bei Bortle Klasse 7 (leider) kennenlernen.
Budget ca. 1.000€ (Preis kann auch höher sein, wen es sich Lohnt)

Wunsch:
Parallaktische Montierung
GoTo
Kompakt (Möchte es in einen Smart transportieren. (Da passt viel rein, solange kein Beifahrer dabei ist ;). ))

Zweiter Schritt, EAA:
So wie ich es häufig bereits gelesen haben ist Sharpcap oder Stellarmate die Software die gut funktionieren soll.
Als Kamera denke ich derzeit aufgrund der vielen Berichte an die Svbony sv 305 Pro oder die ZWO ASI 224 mc.
Beobachtungsziel: Planeten, Nebel und Sternenhaufen betrachten (soweit es halt geht)

Würde mich freuen wen ihr mir helfen könntet bei soviel Kombination Möglichkeit die passende zu finden.

Hier noch ein Link zu einem Beitrag wo ich recht passend finde was ich suche ;):LOL::
https://forum.astronomie.de/threads/eaa-setup-mit-skywatcher-130-pds.305639/#post-1572492
  • Vollautomatischen Platesolving EAA Lösung für € 1499: All-Inclusive: Sterne - DSO - Planeten (mit elektronischer 5x Barlow) und zugleich alles was er gesehen hat, kann er abspeichern, teilen, posten und in JPGs aufheben. :cool:

Falls es bereits einen Beitrag gibt der meinem ähnelt, bitte bescheid sagen.

Bin auch bereit gebrauchte Komponenten inbetracht zu ziehen wen der zustand passt und es dem Ziel nützt.

Vielen Dank im voraus für eure Hilfe.

Gruß
Patrick
 
Hallo Patrick,
bevor du etwas kaufst, solltest du unbedingt eine Volkssternwarte/Astroverein in deiner Umgebung aufsuchen. Dort triffst du Sternfreunde, die dein Stadium als Anfänger und die Fehler, die man als Anfänger macht, schon längst hinter sich haben. Die Menschen sind normalerweise sehr nett und geben gerne Auskunft. Du kannst dort auch durch verschiedene Fernrohre schauen und dich mit den verschiedenen Montierungskonzepten vertraut machen. Oft haben auch diese Sternfreunde oder die Sternwarte selbst gebrauchte Fernrohre/Montierungen zu verkaufen, die du vor dem Kauf ausprobieren kannst. Das ist ein Riesenvorteil. Darüber hinaus rate ich dir, auf Qualität zu achten. Glaube den Beschreibungen auf den Händlerseiten lieber nicht, sondern mach dich z.B. hier schlau. Ein preiswerter Refraktor (FH) wird dir nur so lange Freude bereiten, bis du durch einen hochwertigen Refraktor schaust (ED oder APO). Eine billige Montierung ist eben nicht stabil und kann die Freude am Hobby verderben. Ob es sinnvoll ist, gleich mit Goto anzufangen, darüber gehen hier die Meinungen auseinander, einig sind sich alle darin, dass eine Goto-Montierung nicht die Kenntnis des Sternenhimmels ersetzen kann.
Für dein Budget wirst du von befreundeten Astronomen oder hier im Forum schon etwas Ordentliches bekommen können. Allerdings ist gerade für dich als Anfänger Selbstabholung mit Ausprobieren und Zeigenlassen Pflicht, am besten zusammen mit einem erfahrenen Astrokollegen.
CS Harald
 
Hallo Patrick,

willkommen im Forum.

schon mal eine gute Herangehensweise.
Die Grundlagen erlernen und Erfahrungen sammeln.

Budget ca. 1.000€ (Preis kann auch höher sein, wen es sich Lohnt)
da lässt sich was finden, mit der Zielrichtung EAA.

Wunsch:
Parallaktische Montierung
GoTo
Kompakt (Möchte es in einen Smart transportieren. (Da passt viel rein, solange kein Beifahrer dabei ist ;). ))
parallaktisch braucht es nicht zwingend für EAA.

Ich selbst nutze eine Alt/AZ Pro GoTo von iOptron, die kostet leider mittlerweile ein Schw....geld.
Da sind, wenn man sie einzeln bekommt, die Celestron Einarm-GoTo Alt/AZ (EVO, SE, SLT) Montierungen etwas günstiger.
Teleskop-Express bietet die, so weit ich weiß, einzeln an.
Bei den anderen Händlern meist im Set. Da gibt es bei der SLT auch ein Set mit einem 130/650-er Newton.
Mehr würde ich aber auch nicht auf diese Art von Montierung packen.

GoTo mit der beinhaltenden Nachführung ist mittlerweile Standard.
GoTo macht eine Montierung natürlich teuer, dessen muss man sich bewusst sein.
Bei Deiner Transportmöglichkeit ist m.E. bei einer HEQ-5 (wenn es zwingend eine EQ-Montierung werden soll), auf Grund des Gewichtes und eben deiner Mobilität, Schluß.

Teleskop kannst Du Dich im "kleineren" Bereich orientieren.
Der schon erwähnte 130/650-er Newton oder die Nummer drüber der 150/750-er Newton. Das auch wiederum wegen deiner Transportmöglichkeit.
Bei mir kommt ein Sky Watcher 150/750-er PDS Newton auf der iOptron für EAA zum Einsatz. Der würde auch gut auf eine EQ5 passen.

Gelegentlich auch ein 120/1000-er Sky Watcher Refraktor FH (nach Fraunhofer).
Braucht dann aber minimum bei einer EQ-Montierung wohl auch eine EQ5.

Als Kamera denke ich derzeit aufgrund der vielen Berichte an die Svbony sv 305 Pro oder die ZWO ASI 224 mc.
was die Kamera angeht, da kommt es halt auch darauf an, welches Teleskop Du anschaffst.
Schau mal hier:
Astronomy-Tools
dort kannst Du verschiedene Teleskope in Kombination mit verschiedenen Kameras durch spielen und erfährst ungefähr was Dich erwartet.

Zu EAA noch folgendes:
EAA, Video-Astronomie, ...
oder hier
https://agenaastro.com/articles/mis...e-to-choosing-equipment-for-deep-sky-eaa.html

Viel Spaß beim Recherchieren und lesen.
 
Hallo Patrick,

Ich kann nicht viel beitragen, außer dass mich die Ergebnisse mit einer relativ günstigen Alccd QHY 5 II c am 80mm f/5 Refraktor unter Vorstadthimmel nicht gerade vom Hocker gerissen haben, so dass ich das wieder eingestellt habe. Ich weiß nicht, ob man nicht doch wenigstens Bortle 5 oder so für Nebel und Galaxien braucht. Dunkler Himmel war ja auch für Fotos noch nie ein Nachteil. Eventuell reichte aber auch mein Voodoo nicht oder ich war zu sehr von 12 Zoll und feinen Sternen verwöhnt.

Vielleicht können die EAA-Erfahrenen dazu etwas beitragen. Je nachdem muss man sich halt auf etwas Fahrerei einstellen.

VG Klaus
 
Bei apokalyptischen Bortle 7 würde ich zum Sonnensystem raten, inkl Sonne versteht sich.
Ein 102/1000 Achro ist dabei für die ersten Jahre ein wunderbarer Begleiter, und günstig in guter Qualität zu bekommen, sowie aufgrund seiner Häufigkeit und Verbreitung auch immer mal wieder im Forum im Biete zu finden.
Von Venusphasen über SoFis auf Jupiter bis zur H alpha Beobachtung von Protuberanzen ist der für alle Disziplinen geeignet.
Deep Sky hat da einfach keinen Sinn, außer, du bist bereit 300€ pro Filter in Ultra Schmalbandfilter zu investieren.

LG
Olli
 
Hi Patrick,

ich kenne deinen Himmel nicht. ;)

Wenn wirklich sehr lichtverschmutzt, dann ist definitiv ein Schmalbandfilter wie der Optolong L-eXtreme empfehlenswert.
Parallaktisch brauchst du nicht wirklich für EAA, macht's nur komplizierter. Guiding brauchst du auch nicht.

Klar, die 150/750mm Newtons sind schöne kleine Arbeitspferde. Aber dann brauchst du auch eher eine Kamera mit grösserem Sensor. Die SV305 ist dafür etwas zu klein, aber es geht schon. Besser wäre eine Kamera mit grösserem Sensor, typisch dem Sony IMX294. Günstiges Angebot ist mM im Moment folgendes:

Bei der SV305 wäre ein Teleskop mit kleinerer Brennweite (<=500mm) besser.

Als mM günstigste GoTo Montierung empfehle ich die Skywatcher AZ-GTi, am besten gleich mit Stativ:

Damit geht mit Kurzbelichtungen auch der 150/750mm Newton, hier mein Album genau mit dieser Kombination:
Im Moment teste ich die AZ-GTi sogar mit meinem Meade 8" SC. Sollte auch gehen, aber ich hatte bisher keine Möglichkeit zum richtig Testen.

Die AZ-GTi geht mit einer Polwiege auch parallaktisch, wenn man es unbedingt will.

Für visuelle Beobachtung brauchst du Öffnung und nicht Brennweite. Da ist mM der 150mm Newton der Anfang. Für grössere Newtons (>=200mm) brauchst du dann wieder eine grössere Montierung, was sofort teurer wird.

Oder halt der übliche grosse Dobson (>=200mm). EAA kann man mit dem mit einer EQ-Plattform (ca. 350€) machen. ZB den hier:

Vorsicht, Bresser wird etwas kritisch gesehen. Ich habe andere Optiken von Bresser und mM ist es OK für eine preiswerte Marke. Besser mit höherem Preis geht immer.

Das teure komplette Skywatcher Starsense-System mit Vollautomatik, braucht man mM bei EAA nicht unbedingt, da man ja sowieso EAA, zB am PC mit SharpCap macht und da kann man dann per Plate-Solving das Objekt auch relativ komfortabel vom PC aus anfahren.

Gruß
Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich bin zwar kein EAA Profi, aber Fan von ASIAIR (Steuerungscomputer + Software) und der AZ GTI.
Ich hatte mal zum Spaß ein EAA Setup zusammengebastelt und vom Wohnzimmer aus gesteuert.
Ein Skywatcher PDS130 ohne Komakorretor mit einer ASI178MC auf einer AZ GTI mit Polhöhenwiege (EQ Modus).

Mein Eindruck: Ohne Komakorrektor ist der Sensor von der 178 schon zu groß; die AZ GTI im EQ Modus war die richtige Wahl um einer Bildfeldrotation vorzubeugen;
die AZ GTI ist mit fast 5Kg Zuladung schon am Limit, was aber mit Gegengewicht noch recht gut funktionierte.

Halte den Gebrauchtmarkt im Auge! Hier angesprochene Teile sind da öfters vertreten.
 
Hi Klaus,
Kommt da bei den EAA-typisch kurzen Belichtungszeiten noch genug Licht an, um am Livestacking Freude zu haben? Ist dafür eine gewisse empfehlenswerte Qualitätsklasse der Kamera (bzw. Empfindlichkeit des Chips) erforderlich?
mM nach ist wegen hoher Lichtverschmutzung keine andere Kamera notwendig.
Aber natürlich ist eine bessere Astrocam besser. ;)

Das Licht der Objekte ist sozusagen in der Lichtverschmutzung versteckt aber vorhanden.
Beim Live-Stacking wird alles über die Zeit aufsummiert und es ist egal ob es kurze Belichtungen sind.
Wenn Photonen vom Objekt da sind, dann werden die auch registriert und summiert.

Gerade mit SharpCap ist es möglich den Gradienten der Lichtverschmutzung gleich beim Live-Stacking zu entfernen.
Dafür gibt es extra eine Option: Camera Control Panel -> Preprocessing -> Background Subtraction -> Gradient Removal
und aus meiner Erfahrung funktioniert das sehr gut und ist super praktisch.

Da braucht man auch kein Flat mehr, ausser für Staub Donuts.

Gruß
Peter
 
Kommt da bei den EAA-typisch kurzen Belichtungszeiten noch genug Licht an, um am Livestacking Freude zu haben? Ist dafür eine gewisse empfehlenswerte Qualitätsklasse der Kamera (bzw. Empfindlichkeit des Chips) erforderlich?
Mal abgesehen von Sternen, die natürlich deutlich abgeschwächt werden, kommt von den Nebeln das selbe an.
Ein (qualitativ ordentlicher) schmalbandiger Filter lässt genausoviel von der gewünschten Emissionslinie durch wie ein breitbandiger, nur eben weniger von dem ganzen Zeug daneben, wovon es bei Bortle 7 definitiv ohnehin zuviel gibt, also weg damit. Bei schwerer Lichtverschmutzung ist schmaler also besser.

Kleiner Tipp:
H beta liegt glücklicherweise im "Loch" von LED Licht.

Lesetipp:

LG
Olli
 
Hallo Patrick,
hallo zusammen,

puuuhhh... kaum ist man mal ein halbes Stündchen außer Haus, schon wird der arme Patrick als Anfänger/Einsteiger mit Informationen überrollt ;).
Aber wer nicht fragt bleibt dumm, dass zu 50 Jahre Krümelmonster, Oscar... ... :D.

Das was wohl am Meisten umgeht, ist Dein 7-er Himmel.
Nun ja, nicht grad der Knaller und unter solch einem habe ich noch nicht beobachtet, weder visuell noch EAA.
Ich selbst beobachte unter 4 bis 5.
Laternen, weißes Licht, direkt vor der Nase, rechts Mehrfachwohneinheit mit Bewegungsmelder und der übliche Kleinkram in der näheren Umgebung.
Würde ich auch nicht als optimal bezeichnen.

Bin da bei Peter / @AstroPZ unter #9:
.... .... ....
ich denke schon das was gehen wird.
Natürlich ist dunkler Himmel immer besser.
Denke aber auch, wie schon erwähnt wurde, das ein Optolong L-eXtreme Linderung schafft.
SharpCap ist einfach eine richtig, richtig gute Software, leider nur für Windows :sick: ;).

Die Anschaffung der Kamera würde ich von der Anschaffung des Teleskop abhängig machen, oder eben umgekehrt.
Also kaufe ich Teleskop A, nach einer Kamera asschau halten, die mir an diesem Teleskop das zu zeigen vermag, was ich mir vorstelle. Oder eben umgekehrt.
Da ja erst visuell beobachtet werden soll, also Teleskop zu erst, ist der erstere Weg m.E. der Weg der zu gehen ist.
Die Anschaffung einer parallaktischen Montierung würde ich mir auch, speziell für EAA, noch mal überlegen.
Auch die Anschaffung vom Star Sense Modul für Celestron Montierung oder für Sky Watcher Montierung würde ich Anfangs Abstand nehmen.
Auch den Remote-Zugriff auf das Equipment, auf später verschieben.
Ja, alles tolle und gute Dinge die man Anschaffen kann, schließe mich da nicht aus, remote, EAF... ... ...
aber das ganze Geraffel will auch beherrscht werden. Bis das alles mehr oder weniger rund läuft vergeht geraume Zeit.
 
Hallo Mathias,

falls dich das interessiert , ich habe mir letztes Jahr mal ein preisgünstiges Setup zusammen gestellt ( für meine Alternativ Location , weil ich nicht immer ds Equipment hin und her schleppen wollte) mit dem sowohl EAA wie auch Deepsky Aufnahmen mit langer Belichtung möglich sind. Mein kurzes review incl der Preise findest du hier

Mittlerweile hat sich das Setup bewährt. Lange Belichtungen über 10 ode 20 Min sind kein Problem.
EAA habe ich auch schon probiert über die Freeware Autostackert und Astrotoaster .
Allerdings nicht auf dem Angebauten PC ( der ist was zu schlapp) , sondern auf einem anderen PC , ich speichere die Bilder über NINA auf einem Folder auf einem klein server , der dann überwacht wird , und das aktuell zugefügte Bild wir dann immer hinzugefügt)

Mittlerweile ist noch ein Autofocus von Zwo dran gekommen.
Das ganze lässt sich remote , also bequem vom Schreibtisch aus steuern ( über NoMachine) , Platesolving, Autofocus , Polar Alignment läuft alles über NINA
 
Hallo Achim,


falls dich das interessiert , ich habe mir letztes Jahr mal ein preisgünstiges Setup zusammen gestellt
jep.
Das ist ja das schöne, dass man mit EAA kein bombast großes Equipment haben muss.
Die Threads, die ich so verfolge, ergeben für mich das Bild, dass gern so ein 130/650 Newton oder eben den 150/750 genommen wird, gelegentlich auch der 200/1000-er. Wenn etwas mehr Geld zur Verfügung steht, dann auch mal Apo's.
Montierungen ist dann wohl gemischt, von der Bauform her.

Ich habe halt eine iOptron Alt/AZ GoTo Pro.
Die ist damals aber nicht für EAA angeschafft worden.
Auch habe ich nichts mit der klassischen Astrofotografie am Hut.
Ich habe eine Montierung gesucht die leicht ist, und all meine damaligen Teleskope tragen würde.
Ob EQ oder Alt/AZ war sekundär.

Was die Kamera angeht, da muss man halt sorgfältig recherchieren.
Bei der Anschaffung der Kamera (ZWO Asi224 MC), war damals der Schwerpunkt Planetenvideos. Also auch noch keine Rede von EAA.

EAA kam so Stück für Stück zu mir.
Das das alles bei mir unter EAA einigermaßen passt, nicht zu 100%, eher 80 bis 90%, ist reiner Zufall oder einfach Glück gehabt.

Allerdings nicht auf dem Angebauten PC ( der ist was zu schlapp) ,
Der Rechner am Teleskop sollte schon was "wumms" haben, vielleicht sogar "doppelwumms" ;).
Der Raspberry ist zwar praktisch und schön klein, aber mir ist der zu "zappelig" in der Bedienung remote.
Zum Glück war noch ein älteres i3 Notebook vorhanden. SSD rein, was mehr RAM und fertig war die Laube.
Leider unter Windows (ich mags einfach nicht) wegen SharpCap.
Gesteuert wird mit Linux per RDP.
Würde gern alles unter Linux machen (aber SharpCap), da ich INDI für (wesentlich) stabiler halte als ASCOM.

Mittlerweile ist noch ein Autofocus von Zwo dran gekommen.
Der EAF von ZWO ist schon fest eingeplant bei mir, aber erst muss der PKW zum TÜV und da weiß man ja nie... ... ... .
 
N'abend zusammen,

nachdem sich heute Abend wieder erwarten die Wolken komplett verzogen haben, ging a weng was mit EAA.
Wen auch nur für knapp zwei Stunden.
Augenmerk auf M74 und M42.

Wenn man da noch diesen Thread im Hinterkopf hat, fällt einem doch glatt auf, dass so ein leichtes, Alt/AZ Newton System recht zügig aufgebaut ist und man loslegen kann.

OK, mein Beobachtungsort ist der Balkon, da geht's noch a Stückle zügiger.

Da würde ich auch gern die Frage an Patrick stellen, wo Du denn hauptsächlich vor hast zu beobachten?
Es wurde von Deiner Seite kurz erwähnt das raus fahren auch, zumindest, angedacht ist.
Aber da zu Hause wie auf dem Acker Bortle 7 herrscht, ist es dann eh wurscht.
Da würde ich dann Garten, Terrasse, Balkon... gleich vorziehen. Erspart einem das rein und raus Gepacke und Getrage zum Auto usw. usw. .
Da kann man dann solch auftauchende ein bis zwei Stunden Lücken ausnutzen.

Da ist der Kampf mit dem inneren Schweinehund auch nicht so groß, dass Geraffel aufzubauen.
Bei schwerem Equipment, deshalb bei mir auch der Wechsel von EQ6-R au iOptron Alt/AZ, ist der Angang da schon erschwert.
Auch ist so ein 130/650 oder 150/750 Newton da auch einfacher angepackt und auf die Montierung gepackt.
Große Newton, so ab 8" und 1200mm Brennweite, gehören für mich eh in eine Rockerbox, außer, ich habe einen stationären, geschützten Platz mit Säule.

So jetzt Schluß von meiner Seite mit massiven Informationsinput für Patrick.
Bin mal gespannt ob und wann er alles verarbeitet hat ;) .
 
Guten Abend und Danke für die bereits vielen Antworten / Hilfestellungen.

Wollte heute Mittag schon antworten aber beim verfassen vom Text kamen immer neue Antworten dazu...

Ich möchte die Beiträge mal zusammen fassen was ich daraus lese.

Entweder eine Celestron Alt/AZ Montierung (kostet ca. 400€ und kann 4 Kg tragen) (Evo, SE und SLT sind baugleich?) mit einem leichten Teleskop oder gleich das Celestron 130SLT (Neupreis 849€, Gebraucht in meiner nähe ca. 550€).
Würde auch Celestron 127 SLT (Neu: 706€, Gebraucht in meiner nähe ca. 550€) oder (vermute ist baugleich) das Skywatcher MC127/1500 SkyMax AZ-S GoTo (Neupreis: 629€, Gebraucht in meiner nähe ca. 500€) gehen?
Das MC127/1500 gibt es ja auch noch auf anderen Montierungen.... (127/1500 SkyMax AZ-Go2 für 509€)

Was würde den dann für eine Kamera in frage kommen?

Alternativ Montierung und Teleskop getrennt auswählen.
Hier dann vermutlich die EQ5 Pro SynScan GoTo (Neupreis 949€, Gebraucht in meiner nähe ca. 600€) aufgrund der hohen Tragfähigkeit für die Zukunft besser ausgelegt und ein Newton 130/650 (4Kg) oder 150/750 (5Kg). Hier würde ich eher Richtung dem 150/750 gehen da ich es schon häufiger gelesen habe und der Preisaufschlag nicht so gewaltig ist.
Dieses gibt es ja bereits als Komplettset neu für 1290€ (PDS Version).

Hierfür benötigt man dann jedoch später eine größere Kamera wie die vorgeschlagene TS 294CP für derzeit 1.000€.

Zu meinem Standort:
Klar ist Bortle 7 mit unter fast schon ein Grund mit dem Hobby gar nicht richtig anzufangen. Aber erstmals heißt es für mich kurze Wege, damit ich lerne mit dem Equipment zurecht zu kommen.
Ich bin mir dessen bewusst, das ich von zuhause aus nicht viele DeepSky Objekte sehen werde. Dafür möchte ich mir dann die Zeit nehmen und in bessere Beobachtungsregionen fahren.
Zuhause bedeutet bei mir, vor oder hinters Haus. Leider dichte Bebauung und Bäume. Daher ist nur ein teil vom Himmel zu sehen.
Bei mir im Gebiet ist Bortle 7 und 6 bund gemischt. Aber gehe lieber vom schlechteren wert aus. In grob 10 min Autofahrt (ca. 7km) bin ich bei Bortle 5.


Zur Montierung:
Parallaktisch ist nur ein Wunsch. Kein muss. Wenn ich mir jedoch die Tragfähigkeit einer AZ Montierung gegenüber einer Parallaktischen anschaue, muss man ja für ein höheres Teleskop Gewicht bereits zur Parallaktischen greifen.
Aus Erfahrung heraus habe ich immer gerne mehr Reserve wie dann später Probleme zu bekommen und komplett etwas neues zu kaufen.

GoTo:
Da ich ja in Richtung EAA möchte, ist ja eine Nachführung notwendig. Ich möchte aber nicht mit irgendwelchen Nachrüstsätze anfangen eine Manuelle Montierung umzubauen. Daher gleich von Anfang an eine elektrisch verstellbare Montierung die halt immer GoTo mit im Namen trägt (zumindest so wie ich es bisher immer gesehen habe).

Filter:
Filter und Okulare sind für mich bisher noch ein reisen Gebiet wo ich noch nicht so recht durchblicke.
Darüber würde ich mir gerne dann Gedanken machen, wen ich weiß was ich für ein Teleskop besitze. Aber schreibt es gerne, diesen Beitrag werde ich mir bestimmt noch häufiger durchlesen um immer mehr zu verstehen was empfohlen wird :-) .

Wenn ich etwas vergessen habe, vielleicht nochmal kurz schreiben.

Gruß
Patrick
 
Hallo Patrick!

Celestron Alt/AZ Montierung (kostet ca. 400€ und kann 4 Kg tragen) (Evo, SE und SLT sind baugleich?)
Nein! Es gibt riesige Unterschiede, besonders in der Tragfähigkeit. Die Nexstar Montierungen lassen sich äußerlich beim "Drauf-schauen" nur schwer unterscheiden. Das Modell mit 6 kg Traglast schaut oben, am Batteriefachdeckel etwas anders aus und hat einen zweiten Netzwerk-Stecker für das Autoguiding.
Ich würde nicht unter 5-6 kg Traglast gehen!

mit einem leichten Teleskop oder gleich das Celestron 130SLT (Neupreis 849€, Gebraucht in meiner nähe ca. 550€).
Nimm lieber einen Skywatcher 130PDS. Der OAZ am PDS hat einen Feintrieb und ist einfach eine andere, deutlich bessere Liga wie der OAZ am Celestron. Ansonsten sind die beiden Newton vom kleineren Fangspiegel beim Celestron abgesehen mehr oder weniger baugleich.


Würde auch Celestron 127 SLT (Neu: 706€, Gebraucht in meiner nähe ca. 550€) oder (vermute ist baugleich) das Skywatcher MC127/1500 SkyMax AZ-S GoTo (Neupreis: 629€, Gebraucht in meiner nähe ca. 500€) gehen?
Das sind keine Newtons sondern Maksutov Cassegrain Teleskope , 5" Spiegel mit großer Brennweite von 1.500 mm und kleiner Lichtstärke f/12. Diese Teleskope sind sehr gut für helle Objekte, also Planeten, Mond und vielleicht auch Sternhaufen geeignet. Es sind mehr "Spezialisten" als DSO-Allrounder. DeepSkyObjekte (=DSO) also Nebel und Galaxien sind oft großflächig und brauchen dann eine kurze Brennweite von 300, 400, 500 oder 600 mm. Es hängt dabei auch ab wie groß von der Fläche her der Kamerasensor ist. Aber mit 1.500mm ist man in jeden Fall weit weg von "kurz-brennweitig"! Deshalb nimmt man dann einen Reducer der mit einem Faktor von 0,65 dann eine Brennweite von 975 mm (1500*0,65) bei f/7,7 (975/127) erzeugt. Ich finde das macht es mit Hauptziel EAA unnötig kompliziert.

Für visuelle Beobachtung geben parallaktische Nachführungen für mich überhaupt keinen Sinn. Wichtig zu wissen ist, dass bei parallaktischer Nachführung sich das Teleskop auch über die Längsachse dreht. Das bedeutet, dass Du dann je nach beobachteten Objekt unter dem Teleskop am Boden liegst um überhaupt in das Okular sehen zu können. Man kann dann in so einem Fall den Tubus in den Schellen zurück rotieren, hat dann aber immer den Thrill dabei das zuvor mühsam eingerichtete Allignment zu zerstören und dann neu machen zu müssen. Für EAA und Astrofotografie macht es nichts aus, wenn die Kamera mal oben, mal seitlich und mal unten hängt. Aber der Grundaufwand fürs nötig Alignment und Polarausrichtung ist mit einer parallaktischen Montierung deutlich mehr und dauert länger als bei einer azimutalen Montierung und das jede Nacht wieder von Neuem, wenn Du keine feste Sternwarte hast.

Zuhause bedeutet bei mir, vor oder hinters Haus. Leider dichte Bebauung und Bäume. Daher ist nur ein teil vom Himmel zu sehen.
Bei mir im Gebiet ist Bortle 7 und 6 bund gemischt. Aber gehe lieber vom schlechteren wert aus. In grob 10 min Autofahrt (ca. 7km) bin ich bei Bortle 5.
Das kann eine Herausforderung sein, muss aber nicht. Hier auch wieder, eine parallaktische Nachführung macht fast zwingend notwendig, Blick auf Polaris zu haben. Wenn nicht dann eher schwierig. Lass Dir das unbedingt zeigen. Vor allem das devote Knien unter dem Polsucher!

Mein Beobachtungsplatz ist auch hinter dem Haus. Also 0,0 Sicht nach NO - O - SO durch das eigene Haus von dem ich 4m entfernt aufstellen muss. Im S habe ich in 10 m Entfernung 8m hohe Bäume im SW ein Nachbarhaus - W und NW geht halbwegs - N 12m hohen Baum neben einer Straßenleuchte.

GoTo:
Da ich ja in Richtung EAA möchte, ist ja eine Nachführung notwendig.
Völlig richtig! Nur wird oft der Aufwand unterschätzt den man für das 2-Sterne, besser 3-Sterne Alignement braucht. Einfach erzählt, geht man so vor. Montierung und Teleskop waagrecht aufstellen, Teleskop nach Norden ausgerichtet. Das Goto schlägt Dir eine auf die aktuelle Zeit und den Standort abgestimmte Liste mit "hellen" Sterne für's Alignement vor. Das Goto weiß natürlich nichts von Deinen Umgebungsbedingungen und deine Herausforderung wird sein, zu lernen die unmöglichen von den überhaupt möglichen Sternen in der Liste zu trennen. Je nach Standort und Umgebung, Lichtverschmutzung, Sicht blockierenden Objekten wie Bäume, Häuser etc. kann es die zuerst lang erscheinende Liste dann schnell zu ganz wenig möglichen Sternen eindampfen, die auch noch für das folgende 2-Sterne oder 3-Sterne Alignement von der Position möglichst weit auseinander sein sollten.

Du wählst also dann den ersten, möglichen Stern für das Alignement im Handkontroller (zwei, drei, vier Zeilen Display mit 15 bis 30 Buchstaben je Zeile) aus und die Montierung fährt dann zum ausgewählten Stern. Dabei geht die Montierung davon aus, dass das Teleskop eben waagrecht und nach Norden ausgerichtet war. Da dies nie genau stimmt wird das eigentliche Ziel nur "grob" gefunden. Und wenn man das erste Mal durch ein Okular, Sucher oder auch mit der Kamera in den Himmel schaut, schauen alle Sterne zuerst gleich aus. Es ist einfach ein Lerneffekt die hellen Alignement Sterne die Einem ein Loch in die Netzhaut brennen überhaupt zu finden. Unbedingt sich zeigen lassen, selber ausprobieren. Ich weiß von Einsteiger die mehrere Nächte verbraten haben, bis es überhaupt zum ersten mal geklappt hat. Von Bedienfehlern abgesehen wie falsch eingebende Standorte (O mit W verwechselt), falsche Uhrzeiten (PM / AM), verdrehtes Datum (ist 2022-09-06 mehr 6. September oder doch lieber 9. Juni o_O) Umstellung Sommer-/Winterzeit ....

Du musst dann mit dem Handkontroller das Teleskop auf diesen hellen Stern mittig ausrichten und am Handkontroller dann bestätigen, dass die Montierung jetzt perfekt auf diesen Stern steht. Dann geht es zum zweiten Alignement Stern.

Die gute Nachricht, ist der erste Alignement Stern gefunden, wird der zweite schon fast perfekt angefahren auch wenn man ihn durch Nachbars Baum doch (nicht) mehr sehen kann. _jungeschlagen: Mit Geduld, Ruhe und Übung bekommt man es in den Griff. Aber es ist nicht einschalten, Knopf drücken und los geht es! Außer man kauft sich das Celestron Starsense Autoalignement Modul, welches auch für Skywatcher Montierungen geht, dann ist das Alignement wirklich automatisiert und reproduzierbar ohne weitere Benutzer-Aktionen und Eingaben in weniger als zwei Minuten erledigt.

Wenn man alles mit Kamera, PC und Verbindung zur Montierung am Laufen hat, kann man sich für's Allignment auch per Platesolving mit Sharpcap helfen lassen und dann viel Zeit und Nerven sparen. Muss man aber auch alles erst mal lernen und beherrschen.

Was würde den dann für eine Kamera in frage kommen?
Ich würde keine gekühlte Kamera kaufen. Nimm entweder die ungekühlte ASI294MC oder die ungekühlte ASI533MC. Damit hast Du eine gute Grundlage für alles weiter. Alternativ von PlayerOne das Pendant zur ASI533 die Saturn-C. Die Kamera frisst viel Budget, aber es ist in jeden Fall gut investiertes Budget!

Servus - MünchenBeiNacht - Ewald
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Achim!
warum soll man denn noch ein 3 Star Alignment machen? Ist doch eine Kamera dran, also einfach Platesolving und fertig.
Das Platesolving hilft Dir den Stern zu finden! Korrekt und richtig! Nur ab da greift die Nachführung der Montierung die auf dem zuvor errechneten Pointing-Modell beruht, welches während des Alignments berechnet wird. Und je mehr Sterne zur Berechnung verwendet werden um so besser ist die Nachführung.

Theoretisch könnte ein Platesolving dem bereits berechneten Pointing Modell (Im Handkontroller) einen "weiteren" Stützpunkt hinzufügen und verbessern. Nur nach meiner Erfahrung mit meiner bisherigen Ausrüstungen geschieht dies per SYNC-Befehl und ASCOM über Sharpcap nicht. Warum auch immer. Anders soll es mit CPWI ausschauen. Mit der Celestron CPWI Planetariumssoftware habe ich aber bisher nicht gearbeitet. Diese Software übernimmt dabei sämtliche Steuerung und Rechenarbeit im angeschlossenen PC, der Handkontroller wird dann nur noch zur Kommunikation benötigt und durchgeschleift, da mag es anders funktioniern und vor allem genauer. CPWI geht aber nur mit Celestron Montierungen und es wird behauptet CPWI liefert das bestmögliche Pointing Modell. Ob und wie es die SynscanApp von Skywatcher macht und ob damit eine Verbesserung des Pointing Modells per Platesoving qualitativ funktioniert, kann ich nicht abschätzen. Verwende ich nicht. Als Starsense Anwender werde ich auch mit einer Skywatcher Montierung zusammen mit einem ähnlich guten Pointing Modell wie bei CPWI versorgt, welches aber auf dem internen Platesolving mit der Starsense Kamera und dem Starsense Handkontroller basiert.

Servus - MünchenBeiNacht - Ewald
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Ewald, für mich ist das sorry das so sagen zu müssen, völlig unnötiger Aufwand. Einrichten der Monti über NINA Polar Alignment, genaues Zentrieren des Objekts über Platesolving, und das genaue Nachführen übernimmt das Guiding. Das ganze automatisiert in Nina.Mit Pointing Modellen hane ich früher mal gearbeitet und auch mit CPWI... heutzutage sehe ich darin absolut keinen Sinn mehr, da die oben genannte Methode viel weniger Aufwand ist, und auch von den meisten praktiziert wird.
 
Moin Patrick,
moin, moin zusammen,

zu den erwähnten Maksutov-Cassegrain (MC) brauch ich nicht's mehr schreiben, das hat Ewald / @MünchenBeiNacht schon erledigt.
Zu den Celestron ebenso.

Wenn ich mir jedoch die Tragfähigkeit einer AZ Montierung gegenüber einer Parallaktischen anschaue,
jep, ist leider so.
Meine besagte iOptron mit 14 Kg Tragkraft (eher 12 Kg) war damals noch das "günstigste".

Aber wie hier schon erwähnt, für EAA brauchts kein bombast Equipment.
Da sind die von Ewald / @MünchenBeiNacht angesprochenen 5 bis 6 Kg ausreichend für 130/650 Newton.
150/750 Newton muss halt eine EQ5 her.
Ich brauche ja auch nicht das ganze Guiding-Geraffel.

Wo GoTo dran steht, ist auch GoTo mit Nachführung drin. Habe es noch nicht anders erlebt.

Wo ich Ewald recht geben muss, mit dem Alignment muss Du Dich auseinandersetzen. Egal bei welchem GoTo Montierungstyp.
Einfach aus dem Grund, da Du ja rein visuell anfangen willst und erst nach und nach zu EAA wechseln möchtest.
Das Grund-Equipment, Montierung und Teleskop, soll aber schon dahingehend ausgerichtet sein.

Das es viele elektronische Helferlein, Software, ..., ..., ...
gibt, ist unbestritten und das sich dann die Vorgehensweise ändert ist auch klar.

Für mich ist es, zum momentanen Zeitpunkt des rein visuellen Beobachtens wollen, erst mal unerheblich was später so alles möglich ist. Die Möglichkeiten verbaue ich mir ja nicht, wenn ich mir Gedanken über Montierung und Teleskop mache.
Wie Ewald recht eindringlich beschrieben hat, muss man sich erst mal mit den Fallstricken des GoTo, des Himmel kennenlernen, ..., ..., ...
auseinander setzen.

Dann, wenn das alles sitzt, kann man sich in das andere Zeugs einarbeiten.
Was einen aber nicht davon abhalten soll, sich in Schlechtwetterperioden schon mal theoretisch damit zu beschäftigen.
Wie man sich dann später entscheidet das alles anzugehen, so wie Ewald es beschreibt (Alignment und so vorab) oder wie Achim / @Astro_Achim über Software, ..., ..., ...
mei... ... ...

Wie schon gesagt, erst das rein visuelle auf die Reihe bekommen, mit Ruhe und Geduld, dann der nächste Schritt.
 
Der 127er MC von Skywatcher hat 40% Obstruktion und ist damit in meinen Augen für Planeten disqualifiziert.

LG
Olli
 
Hi,

kann man den Beginnern nur immer wieder eindringlich sagen, als Deep Sky/Allrounder Teleskop keinen Maksutov/Mak kaufen. Die haben viel zuviel Brennweite und Obstruktion. Die kauft man nur dann, wenn hohe Brennweite für Planeten und grosse Kompaktheit im Vordergrund stehen.

Ansonsten, man hat meistens zuviel Brennweite bzw. das Öffnungsverhältnis ist gross.
Im allgemeinen ein Öffnungsverhältnis von 1/4 (etwas problematisch) -1/5 anstreben.

Die Einarm-Montierungen (Celestron SLT) finde ich von der Konstruktion einfach nicht so gut wie Montierungen mit normalem Achsenkreuz.

Für EAA braucht man in der Praxis mit den aktuellen CMOS-Kameras keine Kühlung. Das Geld und die Komplexität kann man sich sparen.
Ich prognostiziere, dass man in ein paar Jahren wirklich überhaupt keine Kühlung mehr braucht.
Sieht man ja am aktuellen IMX571.

Gruß
Peter
 
Ja Peter, ich würde Beginnern immer ein 60er bis 90er Apo Refraktor als erstes Teleskop empfehlen ( je nach Budget) . Damit kann man sich die wenigsten Fehler einbauen. Und die geringere Brennweite ist wesentlich einfacher zu handhaben
 
Hallo Achim!
Hallo Ewald, für mich ist das sorry das so sagen zu müssen, völlig unnötiger Aufwand. Einrichten der Monti über NINA Polar Alignment, genaues Zentrieren des Objekts über Platesolving, und das genaue Nachführen übernimmt das Guiding. Das ganze automatisiert in Nina.Mit Pointing Modellen hane ich früher mal gearbeitet und auch mit CPWI... heutzutage sehe ich darin absolut keinen Sinn mehr, da die oben genannte Methode viel weniger Aufwand ist, und auch von den meisten praktiziert wird.
viele Wege führen nach Rom. Du hast sicher Recht unter den Voraussetzungen man hat eine EQ-Montierung, gönnt sich eine zweite Kamera und zusätzlich einen OAG (Off-Axis-Guider) oder "Sucher-Teleskop" und kann mit entsprechender für's Guiding nötiger Software umgehen. Für jemanden der schon tief in der Astrofotografie steckt und seine Ausrüstung bereits beherrscht, ist dies sicher kein Problem.

Ich mache ausschließlich EAA und deshalb sehe ich dabei andere Voraussetzungen und Anforderungen als für Astrofotografie. Von meinem Blickwinkel aus und das gilt ganz besonders auch für Anfänger ist man mit einer AltAZ-Montierung gut versorgt. Bei den EAA üblichen kurzen Belichtungszeiten von 2, 4 oder 8 Sekunden geht es sich mit einer leidlich eingestellten AltAZ-Montierung sehr gut aus, sogar wenn man 60 bis 90 Minuten stackt.

Wir haben hier in diesem Faden einen Anfänger/Einsteiger-Thread und der Thread-Starter Patrick fängt bei 0 an und will EAA machen und nicht Astro-Fotografie. Ich rate für den Einstieg zu möglichst einfachen und schnell beherrschbaren Ausrüstungen und Software.

Aber es ist sicher für Patrick wichtig und interessant alle Varianten und Möglichkeiten kennenzulernen. Anders und besser für seine eigenen Anforderungen und Bedürfnisse angepasst, kann man es später immer machen, wenn man dann endlich durchblickt.

Servus - MünchenBeiNacht - Ewald
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Achim!

viele Wege führen nach Rom. Du hast sicher Recht unter den Voraussetzungen man hat eine EQ-Montierung, gönnt sich eine zweite Kamera und zusätzlich einen OAG (Off-Axis-Guider) oder "Sucher-Teleskop" und mit entsprechender für's Guiding nötiger Software. Für jemanden der schon tief in der Astrofotografie steckt und seine Ausrüstung bereits beherrscht, ist dies sicher kein Problem.

Ich mache ausschließlich EAA und deshalb sehe ich dabei andere Voraussetzungen und Anforderungen als für Astrofotografie. Von meinem Blickwinkel aus und das gilt ganz besonders auch für Anfänger ist man mit einer AltAZ-Montierung gut versorgt. Bei den EAA üblichen kurzen Belichtungszeiten von 2, 4 oder 8 Sekunden geht es sich mit einer leidlich eingestellten AltAZ-Montierung sehr gut aus, sogar wenn man 60 bis 90 Minuten stackt.

Wir haben hier in diesem Faden einen Anfänger/Einsteiger-Thread und der Thread-Starter Patrick fängt bei 0 an und will EAA machen und nicht Astro-Fotografie. Ich rate für den Einstieg zu möglichst einfachen und schnell beherrschbaren Ausrüstungen und Software.

Aber es ist sicher für Patrick wichtig und interessant alle Varianten und Möglichkeiten kennenzulernen. Anders und besser für seine eigenen Anforderungen und Bedürfnisse angepasst, kann man es später immer machen, wenn man dann endlich durchblickt.

Servus - MünchenBeiNacht - Ewald
Hallo Ewald, sicher haben wir da irgendwo beide recht, und jeder spricht aus seinen Erfahrungen.
Ich muss für mich persönlich sagen, das mir das Hobby, seit es günstige Guiding und Platesolving Lösungen gibt ( die Software wie NINA und PHD2 ist ja frei, und eine gut funktionierende Guide Camera + Guiderohr bekommst du für unter 200 Euro ) , erheblich mehr Spass macht. Das unnötige mehr oder weniger genaue ( und nicht immer funktionierende ) 2 oder 3 Star Alignment fällt genau so weg, wie der Blick durch den Polsucher. Und gerade Anfänger haben oft das Problem, die richtigen Sterne zuzuordnen. In NINA mache ich ein 3 Star Polar Alignment, die Software sagt mir rauf -runter , b.z.w. west-ost bis alles stimmt. Dann gebe ich das Objekt der Begierde ein , und mache ein oder 2 Mausklicks . Und NINA fährt hin, macht ein Platesolving, korrigiert bis das Objekt zentriert ist, startet PHD2 mit Guiding, macht Autofocus ( und fokussiert gegeben falls automatisch nach) , wartet auf die eingestellt Sensortemperatur und und und , und wenn ich will, wärmt es beim Ende automatisch die Kamera und fährt die Monti zurück in Park Position.
Ich persönlich denke , das eine solche Vorgehensweise , nach einer kurzen und steilen Lernkurve , für Anfänger erheblich eher zu einem Erfolg führt. Aber wie gesagt, frag 10 Astronomen nach ihrer Meinung was das richtige ist, und du bekommst mindestens 12 Antworten. ;)
 
Ein Sequencer ist schon brutal in der Lernkurve, gerade für Anfänger.
Handcontroller + SharpCap stell ich mir bedeutend einfacher vor.

Aber die junge Generation steigt wahrscheinlich auch gerne mit Tablet und Platesolve ein.

Die Diskussion erst einmal den Himmel ohne GOTO kennenzulernen, versteinert ja auch (endlich) zusehends :affemund:
 
Moin zusammen!
Nein! Es gibt riesige Unterschiede, besonders in der Tragfähigkeit. Die Nexstar Montierungen lassen sich äußerlich beim "Drauf-schauen" nur schwer unterscheiden. Das Modell mit 6 kg Traglast schaut oben, am Batteriefachdeckel etwas anders aus und hat einen zweiten Netzwerk-Stecker für das Autoguiding.
Ich nutze eine "große" Nexstar SE als grab and go-Montierung mit einem C8, zusammen also praktisch ein Nexstar 8 SE, bloß, dass ich die Komponenten einzeln erworben habe. Die kleinen Nexstars haben keinen Autoguider-Anschluss aber den AUX-Port für WLAN und GPS-Modul. Was die aber haben, das ist eine integrierte Polhöhenwiege. Die größere Nexstar hat keine Wiege, die kann man extra erwerben. Dafür hat die den Autoguiderport.

Völlig richtig! Nur wird oft der Aufwand unterschätzt den man für das 2-Sterne, besser 3-Sterne Alignement braucht.
Bei Celestron mit Sky-Align völlig entspannt, dafür muss man noch nicht einmal die Namen der Sterne kennen. Einfach 3 möglichst weit auseinanderliegende Sterne anfahren, fertig:cool:

Was ich als Nachteil der SE-Montierungen empfinde ist, dass man bei längeren Geräten oder bei längerem Imagetrain mit Barlow, ADC, Filterrad, Kamera... bei zenitnahen Objekten irgendwann an die Montierungsbasis stößt. Setzt man dann das Teleskop in der Klemmung weiter vor, fängt die Rutschkupplung an, durchzurutschen und der Motor quält sich hörbar.

Beste Grüße,
Micha
 
Hallo zusammen,

Nein! Es gibt riesige Unterschiede, besonders in der Tragfähigkeit. Die Nexstar Montierungen lassen sich äußerlich beim "Drauf-schauen" nur schwer unterscheiden. Das Modell mit 6 kg Traglast schaut oben, am Batteriefachdeckel etwas anders aus und hat einen zweiten Netzwerk-Stecker für das Autoguiding.
Ich würde nicht unter 5-6 kg Traglast gehen!
Danke für die Erläuterung der Tragfähigkeit der Celestron Montierung. Hatte ich so noch nirgends gelesen.

Ich würde keine gekühlte Kamera kaufen. Nimm entweder die ungekühlte ASI294MC oder die ungekühlte ASI533MC. Damit hast Du eine gute Grundlage für alles weiter. Alternativ von PlayerOne das Pendant zur ASI533 die Saturn-C. Die Kamera frisst viel Budget, aber es ist in jeden Fall gut investiertes Budget!
Das habe ich mir auch gerade gedacht als ich die preise gesehen habe....

eine gut funktionierende Guide Camera + Guiderohr bekommst du für unter 200 Euro
Ich vermute mit den zwei komponenten ist es vergleichbar mit derm Celestron StarSense Modul?
Für später vielleicht auch interessant für mich. Was für komponenten wären dies dan?

ich würde Beginnern immer ein 60er bis 90er Apo Refraktor als erstes Teleskop empfehlen ( je nach Budget) .
Was für Apo Refraktor würde man den da speziell nehmen?
Scheinen ja auch Leichter zu sein (somit wieder Alt/AZ Montierung besser nutzbar). Für Visuelle Beobachtung reicht ein 90°Prismen Spiegel? und für EAA dan direkt die Kamera drauf? Ein Guiderrohr muss man dan denke ich mal seprat dazu kaufen/montieren?


Montierung:
Ich bin einer Alt/AZ Montierung gegenüber offen, bitte versteht mich da nicht falsch. GoTo halt wegen der Nachführung. Aber wen ich in Astro bedarf shops online nach den Alt/AZ Montierungen nachschaue, haben diese meist eine Tragkraft von max. 5 Kg (Außer Skywatcher AZ-GTiX WiFi von 6 Kg). Das Skywatcher Explorer 130PDS wiegt 4Kg. Das Skywatcher Explorer 150P wiegt schon 5,3 Kg. Entweder verstehe ich da etwas falsch oder ist man schon alleine aufgrund der Tragfähigkeit gezwungen auf eine Parallaktische Montierung zu gehen? Schließlich kommt zu dem Gewicht des Teleskop ja noch zusätzliche Bauteile wie Oukulare, Filter oder später die Kamera.


Noch eine vermutlich einfache frage (hab aber soweit mich noch nicht informiert). Egal welche montierung man auswählt, die kann man immer gut per USB an den PC anschliesen und steuern? Nicht das es da Treiber Probleme oder so mit den Ansteuerungen gibt...

Vielen dank für eure Hilfe auch wen ich (noch) nicht alles verstehe.

Gruß
Patrick
 
Hallo Patrick!

Ich vermute mit den zwei komponenten ist es vergleichbar mit derm Celestron StarSense Modul?
Für später vielleicht auch interessant für mich. Was für komponenten wären dies dan?
Nein, Guiding ist nicht vergleichbar mit dem Starsense Modul. Das sind völlig unterschiedliche Systeme und für unterschiedliche Verwendung konzipiert.

Hier ein paar Erklärungen dazu mit Links zu entsprechendem ZWO Zubehör, die nur als Illustration dienen sollen. Dieses Zubehör gibt es auch von vielen andere Anbietern und in verschiedensten Ausführungen.

Guiding
Für Guiding benötigst Du eine zweite Kamera. Diese Kamera kann in zwei unterschiedlichen Ausrüstungsvarianten eingesetzt werden:
  • In einem speziellen Sucherteleskop, wird anstatt eines Okulars die "Guiding-Kamera" eingebaut. Dieses "Guiding-Teleskop" wird dann anstatt oder zusätzlich zum Sucher an das Teleskop gebaut.

    oder

  • In einem OAG (=OffAxisGuider), der in den Lichtweg vor der eigentlichen Kamera eingebaut wird. Mit einem Prisma in diesem OAG wird einen Teil des eigentlichen Bildes in die zweite "Guiding-Kamera" umgelenkt.
Mit dieser Guiding Kamera wird laufend ein Bild aufgenommen. Manuell oder automatisch wird zunächst dabei ein einzelner Stern ausgewählt und der in der Folge über einen auswertende Software oder eine zusätzliche externe Kontrollerhardware überwacht wird. Wandert der Stern aus, was bedeutet, dass die Montierung nicht exakt genug nachführt, wird über entsprechende Steuerimpulse durch die Software oder den Kontroller die Position der Montierung entsprechend korrigiert. Mit einem gut funktionierenden Guiding können auf einer EQ Montierung Minutenlange Belichtungszeiten für ein einzelnes Bild realisiert werden ohne dass die Sterne dabei oval, länglich oder sogar als Striche abgebildet werden.

Starsense Autoalignement

Verfügt zwar auch über eine Kamera, ist aber dazu gedacht automatisiert ein Alignement durchzuführen. Eine Goto-Montierung weiß nicht wohin das Teleskop zeigt. Deshalb braucht es von Außen Hilfe. Deshalb wählt man während des Alignements zwei, drei Sterne aus. Da Du zuerst dem Goto Kontroller mitteilst wo sich das Teleskop befindet, also wie nahe es am Nordpol ist.
  • Nordpol 0°
  • Hamburg 53°
  • München 48°
  • Rom 42°
  • Äquator 90°
und zusätzlich über die Uhrzeit und Datum kann das Goto ausrechnen wo sich ein bestimmter Stern als Beispiel Vega theoretisch befindet. In dem der Benutzer das Teleskop exakt auf Vega mittig ausrichtet, wird quasi diese theoretische Sternposition mit der Stellung der Montierung abgeglichen. Das wiederholt man mit einem weiteren, anderen Stern. Dadurch kann der Goto Kontroller ein mathematisches Modell, Pointing Modell genannt ausrechnen mit dessen Hilfe er jeden anderen beliebigen Stern und Himmelskoordinate anfahren kann. Nur es braucht zuerst Dich als Mensch der hinter einem Okular sitzt und das Teleskop über die Montierung dabei auf den "vereinbarten" Stern, also im Beispiel Vega ausrichtet. Machst Du es falsch oder nicht genau genug. Dann Banane!

Starsense besteht aus einer Starsense Kamera und einem Starsense Handkontroller. Beides wird an der Montierung angeschlossen und die Kamera am Teleskop montiert. Im folgenden Bild ist die Starsense Kamera oben an meinem Teleskop zu sehen, mit Schutzkappe vor der Kamera.
20220610_210719.jpg
Startet man das automatisierte Alignement, fährt die Montierung an eine erste Position und macht vom Sternenhimmel mit der Starsense Kamera ein erstes Foto. Anhand des Fotos kann eine Software bestimmen welche Sterne auf dem Foto zu sehen sind. Es weiß also wohin das Teleskop ausgerichtet ist. Das nennt man Plate-Solving. Ähnlich wenn man als Mensch dem Goto mitteilt, dass das Teleskop jetzt auf Vega ausgerichtet ist, weil man Vega im Okluar genau mittig eingestellt hat. Über den Starsense Kontroller fährt das Teleskop danach automatisiert weitere Positionen an, macht jeweils ein Bild und bestimmt über Plate-Solving was es da sieht und errechnet damit dann das benötigte Pointing Modell. Nach ca. zwei Minuten ist das Auto-Starsense-Allignemnet abgeschlossen und Deine Goto Montierung findet zu jedem beliebigen Stern oder Himmelskoordinate.

Ähhemmm! Falsch! Wie gerade beschrieben nennt sich das zuvor beschriebene Goto. So nach dem Motto Goto Vega! Wenn Du den Stern Vega beobachten möchtest. Das hat aber nichts mit Nachführung zu tun.

Die Nachführung kommt nach dem Goto! Nachführung geht auch ohne Goto. Wenn die (EQ-) Montierung auf Vega angekommen ist, hält blöderweise die Erde nicht still und dreht sich weiter. Deshalb muss die Montierung nachführen. Ohne jetzt in alle Details zu gehen, die Erde dreht sich in einer Stunde um 15° ( 24 x 15° = 360°) also muss die Montierung diese Drehung von 15° je Stunde durch eine gegenläufige Drehung ausgleichen. Wenn die (EQ-) Montierung dies richtig macht, bleibt Vega stundenlang genau in der Mitte des Okulars oder der Kamera stehen. Je nach Qualität und Preisklasse der (EQ-) Montierung geht dies mehr oder weniger genau. Um diese Ungenauigkeiten auszugleichen, kann man eben mit Guiding (siehe oben) dies nötigenfalls korrigieren. Man könnte als auch ohne ein Goto arbeiten. Die Montierung auf das gewünschte Objekt ausrichten und dann per Guiding dafür sorgen, dass die (EQ-) Montierung exakt genug nachführt. Es gab und gibt Montierungen die ausschließlich mit einem Uhrwerk arbeiten um diese Gegenrotation auszuführen. Typ Eieruhr!

EQ Montierung
Ich habe im letzten Absatz immer von einer EQ Montierung geschrieben. Bei einer EQ Montierung ist und muss aber die Achse parallel zur Erdachse ausgerichtet sein, damit es wie beschrieben funktioniert. Dazu muss man bei einer EQ-Montierung als erstes ein Polaralignment machen.

AltAZ Montierung

Eine AltAZ Montierung braucht kein Polaraligment und sie hat keine Achse die parallel zur Erdachse ausgerichtet ist. Darum muss eine AltAZ Montierung nicht nur die Erddrehung ausgleichen, sondern über zwei Achsen arbeiten um den Effekt auszugleichen, dass die Sterne im Osten beginnend über den Horizont zu steigen, um im Laufe der Nacht immer höher zu kommen und dann in Richtung Westen wieder absteigend unter dem Horizont zu verschwinden.


Das Skywatcher Explorer 130PDS wiegt 4Kg.
Ich habe ein Jahr mit viel Spaß einen Skywtacher 130PDS auf einer Celestron Nexstar betrieben.

Nerina-oaz-01.jpg
Das Skywatcher Explorer 150P wiegt schon 5,3 Kg. Entweder verstehe ich da etwas falsch oder ist man schon alleine aufgrund der Tragfähigkeit gezwungen auf eine Parallaktische Montierung zu gehen? Schließlich kommt zu dem Gewicht des Teleskop ja noch zusätzliche Bauteile wie Oukulare, Filter oder später die Kamera.
Das Problem ist bei dem Skywatcher 150PDS nicht das Gewicht sondern, die Länge des Tubus der für so eine "Einarm-AltAz" Montierung schlicht weg zu lang ist. Das Teleskop steht dann unten am Fuß an. Diese Celestron Montierungen sind eigentlich für die Celestron Schmidt Cassegrain Teleskope gedacht und da sind fast alle Modelle maximal 60 cm lang. Es gibt durchaus AltAZ Montierungen die höhere Traglasten können. Z,B. Skywatcher AZ-EQ5, iOptron AZ-Mount mit ca. 15kg oder Skywatcher AZ-EQ6 mit mehr als 20 kg Traglast. Die AZ-EQ5 und AZ-EQ6 können sowohl als AltAZ als auch als EQ Montierung verwendet werden. Folgend ein Bild von meiner AZ-EQ5 mit Skywatcher 200PDS.


nerone-azeq5-04.jpg

Und ja Du hast Recht. Das Zubehör muss natürlich bei der Gewichtsbrechung mit berücksichtigt werden.

Servus - MünchenBeiNacht - Ewald
 
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