Einsteiger sucht Teleskop für Skyguider Pro

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tpfun1

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Hallo, bin neu hier sowie in der Astrofotografie und bräuchte mal Entscheidungshilfe. Hab erste Erfahrungen mit Skyguider Pro/ Canon 700D/ Standard Canon EF 75-300 Objektiv/ Siri gemacht. Macht Spass und jetzt soll ein Teleskop an die Canon. DeepSky ist natürlich das Ziel. Visuell habe ich schon länger einen Optolyth mit Vixen NP und Baader Hyperion Zoom an 1 1/4 Zoll. Meist beobachte ich im Garten bei Bortel 4 mit Süd/Südost Ausrichtung. Das Teleskop sollte z Zt auch lieferbar sein (mit Flattener)
Dachte an Folgende, da mir die Fotos auf AstroBin gefallen und ich den Skyguider nicht überladen möchte:


oder


oder


Was meint ihr?

LG und schonmal Danke! JB
 
Hallo JB,

ich habe vor zwei Jahren mit dem Skyguider Pro und dem 60er Photoline + Nikon D5600 angefangen (nach den ersten Tests ohne sowie mit Nachführung und normalen Objektiven).
Der 60er APO ist meiner Meinung nach schon etwas grenzwertig auf der kleinen Montierung aber mit Übung machbar.
Wir reden hier von einer Minute Belichtungszeit mit wenig Ausschuss oder zwei Minuten mit teilweise 50 % Ausschuss. Setzt aber auch eine gute Polausrichtung voraus.

Ein zweites Gegengewicht kann da auch durchaus hilfreich sein.

Solltest du dann noch mehr wollen, kann man über Autoguiding nachdenken. Damit habe ich auch über 4 Minuten mit kaum Ausschuss belichten können.
Das erhöht aber natürlich den technischen Aufwand und man schleppt zusätzlich noch Geraffel mit.

So ein 51er RedCat kann die Angelegenheit natürlich etwas entspannen, aber damit habe ich noch keine Erfahrung gesammelt.
Den 72er APO würde ich mir auf dem kleinen Ding nicht antun wollen.

Zusätzlich noch die kleine Warnung: Das Ganze kann durchaus Lust nach mehr und größer auslösen und erhebliche Folgekosten nach sich ziehen (große Montierung, großer APO/Newton/SC/etc.... ich rede da aus Erfahrung).


Viele Grüße
Alexander
 
Ganz lieben Dank Alexander,

findest du den 72er mit gut 2 Kilo schon zu schwer? Oder lässt der sich nicht mehr gut ausbalancieren? Siehst du evtl. bessere Alternativen (lieferbar)?

Ah, hier redet man sich mit Vornamen an, bin der Jürgen.
 
Also an einem optimistischen Tag wird man so ein Setup auch mit dem 72er APO betreiben können (dann aber definitiv mit zwei Gegengewichten und Autoguiding und sehr stabilen Stativ).

Eventuell war mein Stativ auch etwas zu schwach (Rollei C50i) und das ganze System hat ein Weilchen zum Ausschwingen benötigt.
Ich stand damals auch zwischen der Entscheidung 60er/72er APO mit dem Zusatz, dass alles in einen Rucksack passen muss. War schon häufiger froh, den 60er gewählt zu haben.

Eine starke Empfehlung zur Auswahl der Optik ist natürlich die Software Stellarium. Dort kann man seine Sensoren/Kameras und Optiken einpflegen und sich die entsprechenden Bildfelder an den gewünschten Objekten am Himmel anschauen.
Leider neige ich auch dazu, dass ich immer mehr Brennweite bevorzuge.

Ich sage mal so, je größer die Optiken werden und je länger die Brennweite, desto aufwändiger wird die ganze Aktion. Zudem will man sich ja lieber über hübsche Bilder freuen und weniger in die Nacht fluchen.
Das Aufsuchen und Finden der Wunschobjekte war auch eine lehrreiche Phase aber die Arbeitshöhe mit dem Skyguider und meinem Stativ war häufiger ein Krampf (kniend im Dreck mit verrenkten Hals Starhopping durchführen ... ich würde zu Beginn weniger Ziele im Zenit suchen).
 
Ok, dann schwanke ich nur noch zwischen dem TS 60 und dem RedCat. Stativ hab ich Rollei C6i carbon und fahr es fast voll aus, ohne das Mittelteil natürlich. In Stellarium hab ich auch schon alles eingegeben, sollte so passen. Probiere erstmal ohne Guiding. Später vielleicht mit MGen3.

Zum TS gibt es mind. 3 Flattener:

TS Optics Flattener PhotoLine 1,0x (aber nicht lieferbar)

Omegon Field Flattener 2'' (2 Zoll)

TS Optics Flattener/Reducer 0.8x M54/M48 (mit Reducer)

Mit Reducer wäre dann für mich ja am Sinnvollsten, oder?


Beim Redcat gibt es wohl mehrere Versionen. Habe schon von 1, 1.5 und Vers. 2 gelesen. Sehe da aber keinen Unterschied und möchte sicher gehen. mind. Vers. 2 zu bekommen. TiPP?
 
Hallo Jürgen,

ich schließe mich der Meinung von Alexander an. Der 72er auf dem Skyguider ist möglich, aber am oder gar leicht über das Limit hinaus.
Es ist ja nicht nur das reine Gewicht des Apos. Dazu kommt das Gewicht des Flatteners, der Kamera, ggf. Leuchtpunktsucher, Sucherschuh, Rohrschellen und Prismenschiene. Das ein oder andere Kabel hast Du auch noch. Wenn Du später ggf. auf Guiding upgraden willst kommt noch ein Guidescope mit entsprechenden Montageteilen, Guidecamera und mehr Kabel dazu. Vielleicht auch ein AsiAir oder aber eben nur Kabel zu einem Laptop. All dies geht mit in die Belastung ein.

Die von Alexander angesprochene Ausschussrate ist definitiv zu berücksichtigen. Je mehr Ausschuss man hat, desto größer ist der Frust. Es bietet sich an lieber den kleineren 60er Apo zu nehmen und ein möglichst kompaktes und gut ausbalanciertes Ensemble zu basteln.

Das Stativ ist ausgesprochen wichtig. Du schreibst C6i carbon ohne das Mittelteil. Das ist schon mal sehr gut. Diese auskurbelbaren Mittelsäulen schaffen immer Wackel-Potenzial, selbst wenn sie ganz eingefahren sind. Die Füße/ Beine des Stativs sollten aber nach Möglichkeit nicht ausgefahren werden. Aber das wirst Du schon ausprobieren :) Je stabiler das ganze Setup, desto kürzer die Ausschwingzeit nach dem Anfassen - und leider muss man an einem Setup ohne GoTo immer anfassen.

Zum Redcat kann ich nicht viel sagen, da ich selber keine Erfahrung damit habe, jedoch gibt es eine Menge gute Reviews dazu. Manchmal wird der Fokuser etwas bemängelt. Die Abbildungsqualität soll jedoch gut sein.

Der oder die Redcat ist ein flatfiel Apo, d.h. der Flattener ist bereits fest verbaut. Du brauchst also keinen zusätzlichen Flattener, wie die, die Du zum TS60 verlinkt hast. Jedoch bedeutet dies auch, dass du am Redcat keine Möglichkeit hast bspw. zwischen 1,0 Flattener und 0,x Reducer-Flattener zu wechseln.
Beim TS60 hast du sehr wohl die Wahl und kannst so mit dem 1,0x bei f=360mm fotografieren und mit dem 0,8x bei f~~280mm fotografieren. So kannst du mit dem TS60 auch sehr sehr nah am Redcat Gesichtsfeld (gleiche Kamera vorausgesetzt) arbeiten.

Der Omegon-Flattener ist ein allgemeiner Flattener, der nicht speziell für ein bestimmtes Teleskop gerechnet und gebaut ist. Die Erfahrungen hier im Forum legen nahe, dass man glücklicher wird mit einem Flattener, der zum Teleskop passt. Jedoch plappere ich hier nur Informationen nach, die ich nur gelesen und nicht selber erlebt habe.

Es ist sicher ratsam die Lieferbarkeit leider außer Acht zu lassen und Ausrüstung zu wählen die stimmiger ist - auch wenn der WHV (willhabenvirus) sehr stark ist.
Sieh es so: Kaufst Du jetzt Zeug mit sofortiger Lieferbarkeit, um den WHV zu befriedigen, dann wird bis zur Lieferbarkeit des besser passenden Zeugs der Himmelbewölkt sein. Wartest Du, dann wird der Himmel jeden Abend klar sein :ROFLMAO:

Ich selber habe mich auch schon dazu hinreißen lassen Dinge zu kaufen die eigentlich nicht so gut sind, aber lieferbar, weil ich zu ungeduldig war und bereue es nun im Nachgang ein wenig.

Gruß und gutes Gelingen,
Moritz
 
Danke lieber Moritz!

Dem willhabenvirus ist meine Flattener-Überlegung eher nicht geschuldet. Ich möchte das Teleskop aber gleich testen und ggf zurücksenden können, falls ich ne Gurke erwische. Und ich möchte dem Ding nicht hinterherlaufen, bei den Lieferproblemen zZt. Mein erstes Astro-Gerät, der Skywatcher Star Adventurer, funktionierte trotz Updates und tausend Versuchen nur wenn ER wollte und musste gleich zurück. Also ohne passenden Flattener oder mit Petzval-Design kaufe ich lieber nichts. Bin schon froh, wenn das Wetter dann passt zum testen am Stern und hoffe auch, Verkippung, Koma usw halten sich in Grenzen.

Wegen dem Stativ muss ich aber sagen, dass ich die Beine schon ausfahre. Die untere Verlängerung allerdings nicht ganz, sonst ist ein Einnorden ja garnicht möglich. Mit ner kleinen Wasserwaage von Stabilus klappt das dann sehr gut und wackelt auch nicht arg. Bei Wind schau ich nur durchs Fernglas, macht auch Spaß.

Muss aber was berichtigen: Ich beobachte meist NORD/NORDWEST und hab immer Sicht auf Polaris. Mein erster Post war definitiv zur spät in der Nacht! Sorry!
 
Beim Redcat gibt es wohl mehrere Versionen. Habe schon von 1, 1.5 und Vers. 2 gelesen. Sehe da aber keinen Unterschied und möchte sicher gehen. mind. Vers. 2 zu bekommen. TiPP?

Version 1.5 kannte ich auch noch nicht :LOL:

Auf der Hersteller-Seite findest du ein paar Bilder von Version 1: Trevor Jones von Astrobackyard (YT) hat z.B. Version 1. (Kleine Prismenschiene)

Die Version 2 hat eine relativ lange (20cm?) Schiene, welche du als Vixen oder ArcaSwiss nutzen kannst.
Der hintere Teil hat eine 360°Rotation mit Skala und einen Tilt-Adapter (Version 1 hatte das glaub ich nicht).

Von den Bildern her, bietet Astroshop die Version 2 an.

Der Fokusser des Redcat ist eher wie ein Helical Auszug. Die Optik ist ein Petzval Design , so dass du hinten nicht auf den zehntel Millimeter den Abstand von z.B. 55mm einhalten musst; du stellst einfach scharf und gut is (auch bei 55.5mm).

Es bildet natürlich besser ab, als dein 70-300, aber das Feld bleibt groß. Wenn du "näher ran" willst, brauchst du definitiv eine größere Montierung. Deswegen Finger weg vom 72/432 in der 5Kg Tragkraft-Klasse.

Ich nutze die SpaceCat:cool: öfters mal auf dem Skyguider Pro oder der AZ Gti mit der Canon600D oder einer ZWO Cam. Es gibt tolle 3D-Druck Adapter für einen Motorfokus mit Zahnriemen und ein kleines Guiderohr (30/120mm) passt auch noch dran. Das sind dann zwar mehr als 50% Zuladung, aber es funktioniert mit entsprechenden Gegengewichten sehr gut. Damit hat man auch alle Spielereien dran, welche bei größeren Montierungen/Teleskopen dann relevanter werden. Sieht dann etwa so aus.
 
Beim Redcat gibt es wohl mehrere Versionen. Habe schon von 1, 1.5 und Vers. 2 gelesen. Sehe da aber keinen Unterschied und möchte sicher gehen. mind. Vers. 2 zu bekommen. TiPP?
Hallo Jürgen,
bei APM Telescopes haben die zumindest Version 2 in der Artikelbeschreibung stehen. Allerdings habe ich keine Ahnung von den Unterschieden zwischen 1.5 und 2 :unsure:. Ich habe aber mit allen Redcats schon gute (und auch schlechte) Fotos gesehen.

Zu den Korrektoren:
Definitiv die für den APO gerechneten Flattener/Reducer der 60er Photoline soll da wirklich wählerisch sein.
In der Verwandtschaft wird der 60er Photoline erfolgreich mit dem 0,8x Reducer verwendet, ich habe auch aufgrund meiner Vollformatkamera (Nikon Z 6) bisher nur den Flattener benutzt.
Allerdings muss ich auch zugeben, dass die Korrektur des Flatteners nicht so 100%ig passt. Falls du da mal Rohdaten sehen willst, ich habe genug :ROFLMAO:
 
Von Peter Zelenka bin ich auch ein Fan. Seine Videos helfen wirklich weiter.

@Alexander: Eine Vollformat-Kamera werd ich mir später nicht zulegen, eher ne Astrocam. Reicht der 0,8x Reducer denn schon für den APS-C meiner Canon für runde Sterne in den Ecken? Astrocam wäre ja noch unkritischer, da noch kleinerer Sensor.
 
Von der Ausleuchtung, insbesondere mit der Korrektur durch Flats sollte der 0,8x Reducer für APS-C ausreichen.
Wie rund die Sterne werden kann ich nicht exkat sagen, da ich davon aktuell keine Rohdaten habe. Allerdings gab es hier im Forum auch die eine oder andere Diskussion zu dem Reducer (z.B. hier).

Es ist auch immer eine Frage, wie hoch die eigenen Ansprüche sind. Ich war mit meinen ersten Bildern am Anfang doch wirklich glücklich nur jetzt muss ich da nicht unbedingt die Abbildung auf Pixelebene anschauen.

Beispiel APS-C
2020_06_26_Mondsichelnebel_104min_LDBF_DSS_siril_gimp-1.jpg

Beispiel Vollformat
2021_05_31_Nordamerikanebel_360mmFF_110min_Siril_Gimp.jpg


Beides mit dem 60er Photoline und Flattener. Zu dem Zeitpunkt waren die Kameras auch noch unmodifiziert.
Durch das Stacken werden die Sterne auch gerne etwas runder.
 
Für mich sehen beide Beispiele topp aus! Vollformat hat wohl etwas Vignettierung, was aber eher leicht bearbeitbar ist. Also von daher wär ich zufrieden. Bei meinem Equipment und in dem finanziellen Rahmen wär das wohl schon das Optimum, oder? Danach wird's doch viel schwerer und teurer und kaum mehr so mobil.

Musstest du denn noch viel basteln, um den Reducer/ Flattener so gut zu integrieren? Welchen Adapter hast du benutzt? Diesen:


Kommt man damit schon in den Fokus?
 
Mit dem Flattener und dem Kameraadapter habe ich direkt den richtigen Abstand (vom Korrektor zum Sensor) und muss nur noch Fokussieren.
Zum Fokussieren nehme ich gerne eine passende Bahtinov Maske.

Von diesen Adaptern habe ich hier ein paar ausprobiert und finde die Qualität der "normalen" von William Optics am besten.
Ob das den aktuellen Preisunterschied rechtfertigt, kann ich nicht sagen. Habe damals 35 € bezahlt.

Schön mobil ist so ein Setup. Man macht zwar Abstriche bei Komfort und Stabilität, hat es mit etwas Übung aber schnell hingestellt.
Aktuell bin ich mit einer EQ6-r mobil unterwegs, da wird einem beim Beladen des Autos schon warm :ROFLMAO:.
 
Ja, das wäre der. Ob dir eine besser Oberflächenqualität und Passung diesen Aufpreis wert ist, überlasse ich aber dir ;-).

Visuell mit Zenitspiegel macht der kleine APO durchaus spaß aber man sollte sich auch bewusst sein dass bei 60 mm Öffnung keine Wunder zu erwarten sind.
Das Baader Zoom habe ich auch, ist akzeptabel bringt aber etwas Farbfehler in die Abbildung.
 
OK. Die Adapterqualität scheint schon sehr wichtig und da spare ich lieber nicht. Farbfehler beim Visuellen könnten verschmerzbar sein, stören mich beim Fernglas auch nicht. Super, dass du das gleiche Zoom verwendest! Welche Aufnahme am APO brauche ich denn dann, um mit dem 1 1/2 Zoll-Spiegel in den Fokus zu kommen? Wie hast du das gelöst?
 
Funktioniert der?


Der Flatterner muss natürlich immer vorher raus. Ist das hier die 2" Lösung?

d0gbuttn5eo81.jpg



Würde auch gern mit Clipfiltern in der Kamera arbeiten wg Streulicht zBsp. Ist das evtl auch ne Lösung für Nebel?
 
Der 60er Photoline sollte schon mit dem passenden Adapter im Lieferumfang kommen.
Daher brauchst du dafür kein zusätzliches Zubehör.

Je nach Aufnahme deiner Montierung willst du aber noch eine Vixen-Schiene haben.
 
Anschluss könnte wie auf dem Foto passen, sonst klar mit Schiene. Mit Nebel meine ich natürlich DS-Objekte. Wie integriere ich am Besten die Filter?
 
Mit deinem Zenitspiegel sollte es bei dir genauso aussehen wie im Bild, dort ist ja auch ein 1,25" Zenitspiegel.

Das Thema Filter würde ich vorerst großzügig nach hinten verschieben und erstmal ohne versuchen.
Meine beiden Beispiele oben sind auch ohne Filter aufgenommen, das erste auch in Stadtnähe bei Bortle 5+.

Nach ein paar Versuchen kannst du dann gerne mit den Clip-In Filtern experimentieren.
 
Super, meine Fragen sind dann erstmal geklärt und das echt flott! Dir, Moritz und Dennis ganz lieben Dank, ihr hab mir bei der Entscheidung sehr geholfen! Tolles Forum hier, bin sehr begeistert und werde jetzt alles ordern und dann gern berichten wie es klappt.
Wenn jemand natürlich noch weitere Tipps hat, würd ich mich drüber freuen. Mir ist aber auch klar, dass ich erstmal loslegen muss und dann die konkreten Fragen erst wieder kommen. Hab da übrigens noch ein Handycap, mache alles mit dem Mac aber klappt bisher ganz gut.

CS euch und bis bald!

Jürgen
 
Kennst das Video von Frank schon, ich glaub das passt gut.

Clear skies Felix
 
Hab´s mir angeschaut, danke für den Tipp. Schade finde ich nur, wenn jemand Sachen empfiehlt, die er selbst noch nichtmal in den Händen hatte. Berichte aus der Praxis, also der Handhabung sind mir wichtig, weniger die Verkaufshows. Finde seine empfohlene Ausrüstung zum EINSTIEG auch schon sehr komplex. Aber passt natürlich zum Infos sammeln bei meinem Thema.

Wünsche dir auch viele CS!
 
Frank ist ein Absoluter experte vor allem im Bereich Bildbearbeitung, seine Videos helfen vielen Astrofotografen auch wenn er ein Gerät nicht selbst besitzt, kennt er die Geräte die er empfiehlt und hat sie im Einsatz erlebt. Ein Gefühl von Verkaufshow hatte ich da noch nie.

Clear Skies Felix
 
Das ist ja auch ok und der macht ja auch viele Praxisvideos. Inspiriert mich dann auch. Gut finde ich auch solch ein Video (Teleskop ist da sogar das Gleiche), weil er genau damit arbeitet. Obwohl mir auch das als Anfänger zu komplex und teuer wär:


oder auch die von Nico Carver oder Peter Zelenka bspw.

Mir ist wichtiger, dass ich fotografisch langsam da rein wachse und nicht gleich alles automatisch am Himmel erledige. Daher ganz klar erst mal nur ein Skyguider.

Aber danke für den Input und CS!
 
Hallo Jürgen,
ich möchte Deine Euphorie nicht dämpfen, Teleskope kann man nie genug haben. Aber bedenke, dass Du mit der Skyguider Pro nur in der RA-Achse nachführen kannst. Wenn Frank Sackenheim in seinem Video sagt, dass bei ca. 200mm für ihn Schluss ist, dann würde ich es nicht mit mehr Brennweite auf der Skyguider Pro probieren. Frank sagt das nicht ohne Grund...
Ich würde ab 200mm nur noch auf Montierungen arbeiten, die in beiden Achsen nachführen und würde immer Autoguiding einsetzen.
VG
Wolfgang
 
Hi Wolfgang,

Autoguiding könnte ich mir ja noch zusätzlich als nächste Anschaffung überlegen, weil ich das MGen ja auf jede größere Montierung mitnehmen kann und wäre weiterhin noch recht mobil. Hatte mich mit den Kombinationsmöglichkeiten an 300mm Erfahrungen mit meinem Canon-Objektiv und AstroBin orientiert (das Canon ist natürlich viel leichter). Aber dann könnte ich ja höchstens mit einer kleinen Fotolinse arbeiten und kann praktisch erstmal bei meinem Standard-Zoom bleiben. Das Handling ist aber mit dem Kugelkopf und ohne Schiene zum besseren Balancieren schlecht. Da wollte ich jetzt nicht weiter rein investieren.

Muss ich nochmal überdenken.

Mein Sternchen im Profil ist Capella bei ca 30 Bildern/ 30 Sek Belichtung ca 300mm Brennweite (evtl weniger) glaube ich. Halbmond war direkt daneben und sonst nix zu sehen in meiner Beobachtungsrichtung. Dachte dann geht ja auch viel mehr. Das hat mich wohl zu optimistisch gemacht. Das RedCat scheidet dann ja auch aus.

Capella_result 2.jpg
 
Probiere doch etwas intensiver mit Deinem 300er-Zoom von Canon, ob Du das wirklich hinkriegst, bevor Du Dir ein Teleskop mit ähnlicher Brennweite kaufst.

Und überlege Dir nochmal, warum Du wirklich ein Teleskop mit ähnlicher Brennweite wie Dein Canon-Zoom kaufen willst. Der einzige große Unterschied wird sein, dass Du schönere Stern-Abbildungen bekommst, denn die Blenden in den Foto-Objektiven erzeugen relativ harte (und viele) Strahlen.

Bevor Du mehr Brennweite kaufst, würde ich mir zuerst eine kompakte Montierung zulegen, die auf beiden Achsen nachführt - Skywatcher EQM-35 beispielsweise.

Einen MGEN brauchst Du übrigens nicht zwingend zum Guiden. Dessen größter Vorteil ist, dass Du komplett ohne Rechner o.ä. arbeiten kannst. Aber eine ASI-120 mini kostet nur nen Bruchteil, dazu noch ein altes Notebook, ein 10x50er Sucherfernrohr und fertig ist die Guiding (und Astrofotografie-) Lösung.
 
Ich hoffe da nicht zu viel versprochen zu haben, mit dem 60er APO und dem Skyguider kann man definitv Freude aber auch etwas Frust haben.
Die Polausrichtung sollte das schon stimmen und der Gesamtaufbau soll überdacht sein.

Wenn Jürgen da mit 300 mm akzeptable Ergebnisse erreicht, sehe ich den Sprung zum 60er Photoline aber nicht mehr als so groß an.

Bei mir hat das über viele Nächte immer noch die Lust nach mehr geweckt.

Habe nochmal in den Rohdaten gestöbert und ein Extrembeispiel rausgesucht.
Vorab:
Das Setup bestand aus dem Skyguider auf einem Rollei Rock Solid Gamma Mark II
Aufnahmekamera war die Nikon Z 6 (astromodifiziert) mit Astronomik UHC Clip-In Filter
Zwei Gegengewichte, Autoguiding über ein 32/120 Guidescope mit ASI 120 mm-s
Gesteuert von einer ASI Air
Zudem wurde die Prozedur zur Polausrichtung zweimal durchgeführt, auch voll beladen.

10 Minuten Einzelbild (nur in Siril den Hintergrund neutralisiert) leicht verkleinert.

Herz_Seele_10min.jpg

100 % Crop vom Herznebel
Herz_Seele_10min-1.jpg


Natürlich verdeckt die Z 6 mit ihren knapp 6 µm großen Pixeln einen Teil der Nachführfehler aber das Ergebnis hat mich selbst etwas überrascht.

Nachbemerkung:
Natürlich widerspricht dieser ganze Aufwand dem Prinzip eines Kameratrackers, der mal eben schnell für hübsche Bilder benutzt wird. Aber ich mag gewisse technische Herausforderungen und das ganze Setup passt immer noch in meinen Rucksack.

CS
Alexander
 
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