Einsteiger-Teleskop für 300-400€ (kein Dobson)

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Mobilster

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Hallo zusammen,

ich werde bald 25 Jahre jung, wohne etwas außerhalb von München und suche für meine Dachgeschoss-Wohnung (5. Stock ohne Aufzug) ein geeignetes Teleskop und Equipment v.a. zur Planetenbeobachtung.
Natürlich habe ich mich bereits etwas eingelesen, u.a. hier in Eurem Forum und bin von den hervorragenden Beiträgen echt beeindruckt, vielleicht könnt Ihr mir ebenfalls weiterhelfen.

Gegebenheiten:
  • Bei mir Zuhause gibt es Lichtverschmutzung auf der Bortle-Skala von ca. 6
  • Kleinwagen vorhanden, um sehr viel dunklere Orte zu erreichen innerhalb von 20-30 min.
  • Cabrio-Fenster (wie sehr kleiner Balkon) zur Nordseite, dort ist es auch möglich bis Zenit zu beobachten, ohne Fensterglas im weg (45/90 Grad Spiegel sinnvoll?)
  • 90 Grad öffenbare Fenster zur Nord- und Südseite raus (s. Bilder). Problem wahrscheinlich Luft-/Wärmestrom am Haus?
  • Mond, Saturn und Jupiter lassen sich zur Südseite raus gut beobachten
  • Nordseite ist sehr abgedunkelt - Alle Sternenbilder rund um den Polarstern lassen sich sehr gut mit bloßem Auge erkennen und mit Teleskop sicherlich auch M31
Präferenzen:
  • Budget: 300-400€ mit Teleskop und Zubehör
  • Fokus: Planetenbeobachtung und für's Rausfahren gerne auch hellere DOS-Objekte
  • Dobson fällt leider raus, da 5. Stock und zu sperrig für Cabrio-Fenster
  • Erste Astrofotografie mit DSLR (ohne Nachführung, da zu teuer) => Es sollte möglich sein einen T2 Adapter anzuschließen
  • GoTo nicht notwendig, Stellarium + manuelle Führung reicht mir
Vor diesem Hintergrund habe ich an ein MAK-Teleskop (100-145mm) gedacht, allerdings kommen sicherlich auch noch andere Teleskope in Frage?
Über konkrete Vorschläge für ein Teleskop mit Stativ und passendem Equipment freue ich mich sehr!

Beste Grüße
Maurice
 

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Hallo Maurice

ich frage mich gerade ob das mit den Cabrio-Fenstern gehen wird. Vielleicht kann man den Warmluftstrom etwas unterbinden, indem man so eine Art Vorhang-Barriere nach hinten zum Innenraum installiert. Jetzt im Sommer und auch später noch wenn's nicht so kalt ist könnte das was werden. Musst du halt ausprobieren. Ist natürlich sonst schade um die schöne Aussicht.

Vor diesem Hintergrund würde ich fast was empfehlen mit einem Langen Tubus (Rohr), sodass es weit über die Brüstung hinausragt. Ein Refraktor-Teleskop würde sich dazu anbieten. Für maximal 400 Euro inklusive Zubehör wird das natürlich schwer. Vor allen wenn's völlig farbfehlerfrei sein soll. Ich bin mal gespannt auf andere Vorschläge.


Grüße
Christian
 
Hallo Maurice,

beobachte nun seit Frühjahr aus dem AZ heraus (Westseite). Fenster muss man früh genug aufmachen (2h). Gut auskühlende Instrumente sind meine Refraktoren und der vorne offene Newton. C8 ist erst nach mehreren Stunden sinnvoll nutzbar.

Das würde gegen einen MAK sprechen, der ja auch den doppelten Lichtweg durch die Tubusturbulenzen nehmen muss. Newton scheidet bei Dir aus w/Einblick.

Refraktor Skywatcher 90/900 gibt es mit wackliger Monti (< 300 EUR). Den Skywatcher Evostar 120/1000 mit butterweich nachführbarer AZ4 Montierung auf stabilem Stahlstativ(!) für 650 EUR. Daran sollte es also m.E. nicht scheitern.

Ein MAK müsste dann schon 150mm Öffnung haben, um mit der Leistung des Evostar gleichzuziehen.

Mit nur 127/1500 hat er allerdings weniger effektive Öffnung als der Evostar, allerdings größere Brennweite, was die manuelle Nachführung erschwert. Mit AZ5 Montierung auf Fotostativ für ca. 550 EUR im Handel.

Mit dem jeweils mitgelieferten Zubehör kannst Du bereits viel Spaß haben.

Gruß,
Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Maurice,

willkommen hier im Forum.

Wie Christian schon schreibt, irgendwie die Wärmestrahlung des Hauses in den Griff bekommen, keine Ahnung wie.
Ich habs die Tage auch mal ausprobiert durchs Fenster (natürlich offen ;)) mit meinem C8 auf Alt/AZ zu beobachten.
Machbar, aber helle Freude kommt nicht auf. Schon ein schönes Gewabere.
Im Winter, da ist es dann wohl weniger die Dachfläche, sondern mehr die Wärme die vom Raum nach draußen an Deinem Teleskop vorbeizieht.

Wenn ich mir die Bilder deines Minibalkons und der Fenster anschaue, hmmm... ein Refraktor, sorry Christian, halte ich da eher für ungeeignet. Wenn der Refraktor durch eines der beiden Fenster schaut, hast Du halt nur eine "Beobachtungsfläche" in Fensterbreit. Kannst also keine größeren Schwenks machen.
Stellst Du den Refraktor auf den Minibalkon, dann könntest Du rein vom Balkon her größere Schwenks vollziehen. Der Tubus schaut ja über die Brüstung. Aber dann hast halt hinten, da dort der Einblick bei einem Refraktor ist, das gleiche Problem. Denn, so wie es auf dem Bild ausschaut sind dann die "Wände", links und rechts, das Limitierende für die Schwenks.

Da ist der angedachte Maksutow-Cassegrain (MC) sicher praktikabler.
Weil er eben kurz bauend und weder nach Vorne noch nach Hinten ausladend ist.
Das Ganze allerdings auf einer Alt/AZ Montierung. Parallaktisch wird eher problematisch werden.

Rein vom Budget kommt nur ein MC mit 100mm bis 127mm Brennweite in Frage.
Da bist Du dann aber auf Sets angewiesen und dort sind meist die Montierungen unterdimensoniert.
Einzelkauf, um eine stabile Montierung anzuschaffen, wird zu teuer.
Eine EQ3-2 kostet 245,-€. Die würde einen 127/1500 MC gut tragen. Der kostet aber als OTA 369,-€.
Ein 102/1300 käme auf 245,-€. Das wären dann mit der EQ3-2 490,-€, also "nur" 90,-€ über Deinem Budget.

MCs sind gut an Planeten und für hellere DeepSky Objekte im Detail schon ganz gut.
Astrofotografie ohne Nachführung wird nichts. An Planeten mit viel Geschick und Übung vielleicht machbar.
Planeten werden aber mit einer Planeten-/Astrokamera gefilmt.
DSLR kommt bei DeepSky zum Einsatz.

EDIT
Sorry habe da eine parallaktische Montierung ausgesucht. Da sind die von Peter genannten Alt/AZ Montierungen sicherlich besser für Deine Situation geeignet.
 
Hallo Maurice,

ca. 120 EUR lassen sich einsparen, wenn Du den AZ4 Monterungskopf alleine ohne Stativ anschaffst und eine Klemm-Montierung für die Brüstung/Fensterbank aus mehrfach verleimten Holz und so etwas wie Schreinerzangen konstruierst.

https://teleskop-austria.at/AZ4s#m
https://teleskop-austria.at/AZ4head#m

Wenn ich mir die Freiheitsgrade der Fensterschwenkbereiche so anschaue, bekomme ich allerdings mehr und mehr Zweifel, ob ein Teleskop dort überhaupt Sinn macht.

Gruß,
Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi Peter,

Mit nur 127/1500 hat er allerdings weniger effektive Öffnung als der Evostar, allerdings größere Brennweite, was die manuelle Nachführung erschwert.

warum wird die manuelle Nachführung durch eine längere Brennweite erschwert? Hierbei spielt doch nur die Vergrößerung eine Rolle. Wenn ich mit 200x nachführe, ist es doch egal, ob das Teleskop 500mm oder 1500mm Brennweite hat.

FG
Christian
 
Hallo Maurice,

in Deiner Lage sind die €400 rausgeworfenes Geld, es sei denn Du findest auf dem Gebrauchtmarkt etwas. Da würde ich einen kurzbauenden ED-Refraktor mit 70-80mm Öffnung auf einer wenig ausschwenkenden azimuthalen Montierung (SkyWatcher/TS AZ-5) vorschlagen. Das kann man in einem nicht zu unhandlichen Alukoffer unterbringen und das Stativ in die Hand nehmen (5. Stock, grab-and-go Teleskop). Ein solches Teleskop ist für Planeten und DeepSky geeignet.

Also besser noch etwas sparen und Geduld haben. Du brauchst auch noch Okulare und ein Zenithprisma. Hier ein paar Beispiele:


Gruß, Gerd
 
Hallo Gerd,

Refraktoren, die FHs hab ich aus Gründen des Farbfehlers an Planeten ausgelassen. Für Weitfeld gewiss prima.
Die EDs halt aus Gründen des Budgets.

Da ist eben noch etwas sparen angesagt.
 
Hallo Gerd,
Refraktoren, die FHs hab ich aus Gründen des Farbfehlers an Planeten ausgelassen. Für Weitfeld gewiss prima.
Die EDs halt aus Gründen des Budgets.
Da ist eben noch etwas sparen angesagt.

hat mit sparen eigentlich wenig zu tun. Die Lage am Dachfenster ist eben suboptimal. Ein wenig Bewegungsfreiheit sollte schon sein.
 
Ein wenig Bewegungsfreiheit sollte schon sein.
eigentlich der Hauptgrund warum ich gegen Christians Vorschlag des Refraktors im bezahlbaren Bereich gesprochen habe.
Die kürzeren (120/600) machen halt nicht so viel Spaß am Planeten, außer man kann für sich den Frabfehler ausblenden :cool:.
Planeten, so habe ich es zumindest heraus gelesen, wären aber wünschenswert.

Ich hatte bis jetzt leider noch nicht die Möglichkeit durch einen ED mit kürzerer Brennweite zu schauen.
Ich glaub ich werd mich zu Weihnachten etwas großzügiger selbst beschenken ;).
 
Wenn das Fenster ziemlich genau Richtung Süden steht kann man Planeten und den Mond schon für mindestens 2 Stunden über die Kulmination hinweg beobachten. Dazu sollte der Schwenkbereich ausreichen. Die Montierung muss halt möglichst nahe an die Fensterwand ran. Ich sehe somit für einen etwas längeren Refraktor nicht so das Problem. Man muss eben Abstriche machen und zeitlich flexibel sein. Die Abstriche muss man aber beim Beobachten aus dem Fenster sowieso machen. Ich denke die Tipps Richtung Azimutaler Montierung klingen gut. Jetzt muss nur ein bezahlbares brauchbares Teleskop her.

Grüße
 
ich hatte mal einen ED 66/400. Wunderbar gearbeitet. Aber optisch für nix zu gebrauchen. Ich denke ab 90mm Öffnung sollte sein. Ich will hier ja nicht schon wieder meinen 90er/1250 Mak empfehlen. :)

hier...ist ein Dobson. Für mich wäre das die einfachste und nutzbarste Variante. Auf den Boden stellen, Fenster auf und fertig.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi Peter,

ich habe noch eine Frage.

Das würde gegen einen MAK sprechen, der ja auch den doppelten Lichtweg durch die Tubusturbulenzen nehmen muss.

Beim Mak ist der Lichtweg im Tubus nicht doppelt, sondern sogar dreifach gegenüber dem Refraktor. Warum erhöht sich dadurch das Tubusseeing? Der Lichtweg im Mak kreuzt sich nicht und ist bei gleicher Brennweite genauso lang im Tubus unterwegs wie im deutlich längeren Refraktortubus.

Gehst Du davon aus, dass die Turbulenzen nur an einer bestimmten Stelle im Tubus sind?

FG
Christian
 
Hallo Christian,

3x ist richtig. Demnach kommt auch das Licht 3x durch einen Bereich in dem die Luft durch das Wabern einen anderen Brechungsindex aufweist.

Gruß,
Peter

Hi Peter,

ich habe noch eine Frage.

Beim Mak ist der Lichtweg im Tubus nicht doppelt, sondern sogar dreifach gegenüber dem Refraktor. Warum erhöht sich dadurch das Tubusseeing? Der Lichtweg im Mak kreuzt sich nicht und ist bei gleicher Brennweite genauso lang im Tubus unterwegs wie im deutlich längeren Refraktortubus.

Gehst Du davon aus, dass die Turbulenzen nur an einer bestimmten Stelle im Tubus sind?

FG
Christian
 
Hi Peter,

danke für die Antwort.

3x ist richtig. Demnach kommt auch das Licht 3x durch einen Bereich in dem die Luft durch das Wabern einen anderen Brechungsindex aufweist.

Klar ist es mir nicht. Ich hatte ja darauf hingwiesen, dass der Lichtweg durch die wabernde Tubusluft in beiden Fällen gleich lang ist. Auch beim geknickten Lichtweg geht das Licht nicht durch den selben Bereich, da ja keine Überschneidung des Lichtweges stattfindet.

Für mich würde es dann Sinn ergeben, wenn die Turbulenzen nur an einer begrenzten Stelle bzw. einem Teil des Tubus sind. Dann würde dieser kleine Teil im Refraktor nur einmal und kürzer durchlaufen.

FG
Christian

P.S.
Du hattest auch geschrieben, dass die manuelle Nachführung eines (kurzen) Maks wegen seiner längeren Brennweite schwieiger sei als bei einem (langen) Refraktor mit kürzerer Brennweite. Warum ist das so?
 
Bezüglich der manuellen Nachführung geht es um den Hebel.
Langer Hebel (langes Instrument) lässt sich besser nachführen als kurzer Hebel (kurzes Instrument).
Beim SC kommt dann noch die längere Brennweite mit dazu. Bei gleichem (!) Okular ist die Vergrößerung im langbrennweitigen dann höher, was zusätzlich die Nachführung erschwert.
 
Langer Hebel (langes Instrument) lässt sich besser nachführen als kurzer Hebel (kurzes Instrument).
Beim SC kommt dann noch die längere Brennweite mit dazu. Bei gleichem (!) Okular ist die Vergrößerung im langbrennweitigen dann höher, was zusätzlich die Nachführung erschwert.

Dass einl langer Hebel sich leichter nachführen lässt, hatte ich nicht gedacht. Ein langes Teleskop ist ja i.d.R. auch schwerer. Auf einer gleichen Montierung ist ein solches Teleskop aufgrund des höheren Gewichts und größeren Hebels auch wackeliger als ein kurzes Teleskop mit geringem Hebel. Zumindest ist das meine Erfahrung (90er Mak vs. 90er Refri, beide auf EQ 3-2).

Bei einem Teleskop mit langer Brennweite verwende ich natürlich Okulare mit anderer Brennweite. Insofern ist der Vergleich mit gleicher Okularbrennweite nicht sinnvoll. Es ging ja darum, dass ein Mak schlechter manuell nachgeführt werden kann als ein Refraktor. Mit beiden Geräten kann ich dieselbe Vergrößerung nutzen (abgesehen von sehr kleiner Vergrößerung). Also kann dieses Argument nicht gegen den Mak sprechen.

FG
Christian
 
Ich dachte wegen dem Begriff "manuelle Nachführung" an eine manuelle Alt/Az Montierung.
Da wäre der längere Hebel eher vorteilhaft.
Bei einer eher schwachen EQ3 natürlich nicht. Da ist der kürzere Tubus dann im Vorteil.
Sorry,
 
Das kommt dann wohl auf die Montierung an. Ich habe eine AZ-3, die mag keine langen Hebel. Selbst mein 80/400-Refri macht da Probleme (rutscht). Der kleine Mak dagegen läuft auf ihr super (wie auf jeder Montierung).

Der Mak braucht auch weniger Platz auf dem Balkon als ein längerer Refraktor. Daher meine Empfehlung für den winzigen Balkon.

FG
Christian
 
Nochmal an Martin,

Du meintest die Nachführung von Hand, also ohne Nachführwellen?
Ich meinte mit "manuell" ohne Motor...

Wenn man mit der Hand nachführt, hat man quasi mehr Zeit und Distanz für die gleiche Drehbewegung in Grad, wenn der Tubu länger ist. Insofern kann man dann feinfühliger agieren.

Ich verstehe jetzt, was Du meinst.

FG
Christian
 
Hallo Zusammen und Willkommen im Forum

an deiner Stelle würde ich eine Orden liches Teleskop Zusammen Sparen und mehrmals Laufen..... ok ist doof aber sicher besser als mit solchen Fenster ( ich habe lift der ist auch schon ausgefallen genau dann wen er gebraucht wird... das war ein Spass bei klaren Nächten! 30 kg in zwei teile runter in Garten getragen über die Treppe wohne 3 Stock! das war mal ein Celestron Nexstar Evolution 8 EHD im Profilbild ) wer sein Teleskop liebt der trägt es von A nach B...

neu seit 2020 sind es drei Teile die Runter in den Garten müssen.... noch immer zum glück +- 30 Kg alles zusammen gerechnet.

über lege dir gut ob das wirklich machen möchtest..... es gibt auch ev. Vereine oder andere Astronomen / innen in der Nähe versuch dein Glück im Forum oder bei deiner Kommune anzufragen....

der Tip mit dem Eigenbau ist eine Lösung die machbar ist, wenn du doch mal entscheidest in den Garten zu gehen ist ein Stativ ein Muss... also kauf das richtige gerät mit Stativ und lass dir die Basis Platte für dein Fenster anfertigen so muss das Stativ nicht auch noch umgebaut werden... um Montieren = Stativ - Fenster oder Fenster - Stativ da es nur eine Platte ist... als Tip.

grüsst *entfernt* aus der Schweiz
 
Hallo zusammen,

vielen Dank für den ganzen Input, die Tipps und Diskussionen.
Zum Thema Eigenbau muss ich mir nochmal Gedanken machen, inwiefern das umsetzbar ist.

Der Konsens ging jetzt Richtung Maksutov oder warten und sparen für höhere Preisklassen.
Was haltet ihr von folgendem MK 102/1300 f/12,7 mit möglichen azimutalem Betrieb und T2-Gewinde für 380€:
Skywatcher-Maksutov-Teleskop-SkyMax-102-auf-AZ-EQ-Avant-Montierung

Ansonsten dann doch vielleicht das klassische Dobson Skywatcher SkyLiner 200P 203mm/1200mm , mehr Rausfahren aufs Land und mit dem eingeschränkten Platz auf dem Balkon sowie Hochschleppen klar kommen, aber dafür ein unschlagbares Preis-/Leistungsverhältnis?

Falls das beides nicht taugt oder kein anderes Teleskop in Frage kommt werde ich mit dem Kauf noch ein paar Monate warten.

Schönen Abend und beste Grüße!
 
Hallo Maurice,

die Avant trägt nur 3kg. m.E. zu schwach für die Brennweite und gewichtsmäßig schon visuell an der Grenze. Abbildung der Gegengewichtmontage läßt auf schlechtes Ausschwingverhalten schließen (bei Fokussieren und/oder Okularwechsel).

Meine Empfehlung: Noch ein paar Monate sparen und ab Januar Winter- und Frühlingshimmel genießen.

Gruß,
Peter
 
Montierungen im Set sind stets mindestens eine Nummer zu klein. Mein 90er Mak steht auf einer GP, das wäre in etwa eine EQ 5. Es gibt aber einige Nutzer, die haben sowas auf einer EQ 3, wo es noch recht gut laufen soll. Deswegen würde ich mir die Teile immer nur einzeln zusammenstellen. Dazu kommt: das die EQ 3 dann wohl wiederum ein zu kleines Stativ hat, demnach sollte man auch hier auf eine passende Nummer größer gehen damit es wirklich schön stabil ist. Kosten ja in dem Bereich nicht die Welt.

Also: Montierung und Stativ einzeln zusammenstellen.
 
Hallo Maurice,

das was alles zu Dobson und großer Öffnung gesagt wird ist sicher richtig.
Dennoch kann ich aus eigener Erfahrung sagen, das die Beobachtunsgfrequenz in Deiner Situation m.E. sinken wird.
Ich selbst wohne in der dritten Etage (zum Glück nicht in der fünften), habe einen Dobson, mittlerweile kleine und große parallaktische Montierungen, ebenso mittlerweile langbauende und kurzbauende Teleskope.
Mit der Zeit ist das Rausfahren immer weniger geworden.
Ich habe mich immer mehr den Gegebenheiten auf meinem Balkon, der zum Glück wesentlich größer ist als Deiner, arrangiert und mein Equipment dementsprechend angepasst.
Jetzt stehen meine Setups mit denen ich mehr als zufrieden bin und das zu "sehen" bekomme was ich mir vorstelle. Da ist natürlich jeder anders gelagert. Und jetzt wird, wenn es die Zeit zu lässt, jede Möglichkeit genutzt zu beobachten.
Allein an der Anschaffungsfolge des Equipments erkennt man, dass ich sukzessive mein Equipment auf den Balkon zugeschnitten habe.

Die Beobachtunsgfrequenz auf dem Acker wird sich sicherlich wieder erhöhen, da ich umziehe.
Erste Etage, wieder ein großer Balkon und den Acker direkt vor der Nase mit passendem Feldweg.
Durch mein Balkonequipment bin ich auch sehr transportabel geworden, also stehen den 200, 300m zum Acker nichts mehr im Weg.
Auch denke ich, das mein Equipment, welches mir schon auf einem Balkon das liefert was ich gerne beobachten möchte, auf dem dunklen Acker erst recht das liefern wird.

Geh nochmal in Dich, überlege was Du erreichen willst.
Lies Dich in das Thema ein (Bücher).
Versuch Kontakte zu knüpfen.
Schau Dir die Instrumente an. Schau auch durch.
etc. usw.

Denke immer an einen soliden Unterbau (Montierung).
Auch SCs und MCs oder kurzbauende Refraktoren wollen stabil montiert sein.

Ich würde die "noch etwas sparen" Variante vorziehen.
 
hallo zusammen
Skywatcher-Maksutov-Teleskop-SkyMax-102-auf-AZ-EQ-Avant-Montierung
Dieses Teleskop finde ich eigentlich gar keinen schlechten Vorschlag. Zumindest stimmt die Richtung. Wobei der Vorschlag zum Einzelkauf von Montierung und Teleskop sicher mehr Sinn macht bzw. da kann man nochmal genau abwägen.

Nur mal ein Beispiel einer Zusammenstellung:


Ein 8 Zoll f/6 Dobson ist schon ein ganz schöner Klopper. Wenn's dann n paar Stockwerke runter geht, muss man schon zweimal laufen. Dann ab damit ins Auto, hinfahren ... etc. Also der beste Beobachtungsplatz ist immer noch der, den man einfach und schnell erreichen kann, denn man wird in häufig nutzten. Sparen klingt natürlich immer gut, aber es muss doch auch möglich sein, unter 500 Euro einen guten Einstieg machen zu können auch ohne Dobson. Wenn ich überlege dass ich mit einem 60mm Achromaten von Bresser angefangen habe dann sind das hier schon ganz andere Welten, selbst die ~400 Euro Komplettsets.

Wen's interessiert hier der 60mm Bresser den ich damals zur Verfügung hatte. Den bieten sie heute noch so wie damals an :) nur hier ist er angemalt und kein Holzstativ mehr.

Grüße
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Peter, Ollie, Mathias und Christian,

nochmals vielen Dank für Eure Beiträge und Meinungen, das hat mir sehr weitergeholfen.

@ Mathias: Ja da hast du sicherlich Recht, deswegen überlege ich mit dem Kauf noch 1-2 Jahre zu warten, bis ich wieder umziehen werde, um dann ein geeignetes Teleskop für's neue Heim zu kaufen.

@ Christian danke für die beispielhafte Zusammenstellung, werde ich nochmal abwägen.
Was wäre denn mit einem Teleskop für ~100€ für sporadische einfache Beobachtungen, wie das von dir vorgeschlagene 60mm Bresser, dass man auch in Zukunft mit besserem Equipment noch als Sucher bzw. Zweitteleskop nutzen kann? Hätte auch noch ein Kamerastativ für bis zu 3,5kg zur Verfügung.

Danke und beste Grüße
 
Moinmoin und willkommen,

ein Vorschlag: wenn Dobson (das wäre auch meine bevorzugte Wahl in dem Fall), könnte man mit ein paar Holzplatten vom Baumarkt schnell und günstig eine 2te Rockerbox bauen. Eine läßt man oben am Fenster stehen, die andere unten im Treppenhaus oder im Kofferraum. Dann läuft man nur 1x die 5 Stockwerke, um sich selber und das Rohr in den Garten oder ins Auto zu befördern. Okularköfferchen an den Gürtel hängen oder in einen kleinen Rucksack stopfen, den man sowieso braucht, man muß ja noch an Kekse, Gummibärchen, Schokolade und Thermoskanne denken...! ;)

Viele Grüße
Okke
 
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