Einsteigerteleskop 130/650?

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

MegaChip

Mitglied
Hallo ihr Lieben,
Seit längerer Zeit hadere ich mit mir, etwas tiefer in die Astronomie einzusteigen. Momentan beobachte ich nur ab und zu mit Fernglas und dem Auge Sterne, habe daran aber grundsätzlich viel Spaß.
Problem ist, dass ich Student bin, daher wenig Geld zur Verfügung habe und außerdem kein Auto. Viele Gebrauchtkaufe fallen damit schon weg, von denen bin ich allerdings eh eher abgeneigt, weil ich einfach nicht die Erfahrung habe um beurteilen zu können, wie gut ein Produkt noch ist.

Mein Budget dürfte 200€ insgesamt also erstmal nicht übersteigen. Beim letzten mal hier, wurde mir da zu einem Skywatcher Dobson 130/650 Heritage geraten. Dieses ist momentan auch im Astroshop im Angebot (210€ auf 190€) Allerdings ist mir aufgefallen, dass dort auch das Meade Dobson 130/650 Lightbridge Mini im Angebot ist (270€ auf 180€). Von den Spezifikationen her scheint es mir gleich zu sein. Einziger Unterschied ist, dass das Meade ein Volltubus statt einen Gitterrohrtubus hat und über eine Prismenschiene/Schwalbenschwanz verbunden ist.

Gäbe es irgendwelche Gründe nicht zum Meade zu greifen? Auch das Gewicht ist gleich.

Gäbe es in diesem Preissegment irgendwelche besseren Alternativen, die nicht Gebrauchtkauf oder das Besuchen von Treffen vorraussetzen?

Und zuletzt, wenn auch nur zweitrangig relevant: Kann das Teleskop auch alternativ auf ein bestimmtes stativ o.ä. gesetzt werden? Ich möchte damit möglicherweise auch mal in die 10 Minuten zu Fuß entfernte Feldmark und dann immer noch Kisten o.ä. mitzuschleppen, damit die ganze Konstruktion hoch genug zum rein schauen ist scheint mir etwas umständlich. Außer jemand hat da andere Lösungsmöglichkeiten.

Schon mal vielen Dank im Vorraus.

Lg

David
 
oder sogar noch mehr Öffnung

Wie sehr lohnt sich denn der Unterschied zum vorherigen? Das wäre ja schon 40€ über dem was ich eigentlich angesetzt habe (auch wenn dafür ein Mondfilter und2x Barlow dabei ist) :). Bin vor allem was eBay angeht immer etwas skeptisch.
 
Hallo Foxi,

nachdem ich noch kein Alustativ dieser Bauart gesehen habe, das irgendwas stabil trägt: Hast du durch die Geräte schon mal durchgeschaut, die du hier empfiehlst? Wenn's nur wackelt (und die sind billiger als ein ordentliches Fotostativ), bringt auch ein Stativ statt schubsen nichts.

In der Preisklasse kenne ich nichts mit parallaktischer Montierung, was ich empfehlen würde.

Beste Grüße,
Alex
 
Hallo Foxi,

nachdem ich noch kein Alustativ dieser Bauart gesehen habe, das irgendwas stabil trägt: Hast du durch die Geräte schon mal durchgeschaut, die du hier empfiehlst? Wenn's nur wackelt (und die sind billiger als ein ordentliches Fotostativ), bringt auch ein Stativ statt schubsen nichts.

In der Preisklasse kenne ich nichts mit parallaktischer Montierung, was ich empfehlen würde.

Beste Grüße,
Alex

Kannst du denn vllt die anderen Fragen beantworten, die sich ja grundsätzlich nicht auf eine parallaktische Montierung beziehen, da es ja eig. um Dobsons ging :)?
 
Hallo David,

kann dem von Alex nur zustimmen.
Die vorgeschlagenen Teleskope mit Montierung sind alle samt ordentliche Wackeldackel.
Zudem scheinen es die Nachbauten der EQ3-1 zu sein und eben mit Alustativ.
Ein 150/750 Newton steht noch nicht mal wackelfrei auf einer EQ3-2 (original). Die Kombination von 150/750 Newton mit EQ3-2 ist schon sehr grenzwertig. Freude kommt da nicht wirklich auf.

Ich habe mal kurz geschaut, der Heritage wird wohl auch mit Prismenschiene montiert, wie der Mead, aber 100% kann ich das nicht bestätigen.
Nur Stativ wird Dir nicht reichen. Auf ein Stativ gehört immer ein Montierungskopf für das Teleskop, ob nun Alt/AZ oder parallaktisch.
Drunter gehört ein Stahstativ. Am besten 2".
Du wirst um das "geschleppe" nicht herum kommen.
Bei den Tischdobson eben zusätzlich einen Tisch.
Bei den anderen Montierungen eben Stativ und Montierungskopf. Dazu kommen evtl. noch Gegengewichte.

Wenn ich rauf auf's feld fahre sind dabei:
Stativ
Montierungskopf in einem Koffer, da auch noch Elektronik dazu gehört, weil ich GoTo habe
Tubus,
Tasche/Koffer für Okulare
Tasche für Kleinteile, Filter, Rotlicht, Reinigungszubehör, evtl. Gegengewichte, je nach Teleskop Taukappe
Campingtisch als Ablage für Okulare, SmartPhone, Karten etc.
Campingstuhl, der demnächst ausgetauscht wird gegen eine höhenverstellbare Sitzgelegenheit
Da ich einen eingebauten Akku für meine Montierung habe brauche ich keine externe Stromversorgung.
Montierungen die das nicht haben brauchen halt noch eine Stromversorgung, EQ-6 R z.B..

Mein Kofferraum ist also gut gefüllt :D.
Die Stromversorgung entfällt natürlich bei manueller Bedienung.
 
Hallo David,

dem von Foxi verlinkten 150/750 Gerät fehlt der entscheidende Hinweis, dass da ein Parabolspiegel verbaut wäre. Im Zweifelsfall ist das nicht so was dazu führt, dass hohe Vergrößerungen zu unübersehbaren Bildfehlern führen, es lässt sich nicht richtig scharf stellen. Auch das billig scheinende Zubehör schürt diese Skepsis.

Angesichts des Budgets würde ich in die Schnäppchen der großen Anbieter schauen. In den "Warehouse Deals" von Astroshop gäbe es zB diesen Schnapper:


Das dürfte mit das brauchbarste sein zu dem Preis in der Öffnungsklasse. Man kann das Gerät aber höchstens ein paar Meter ohne Hilfsmittel transportieren, sonst wird's doch krampfig.

Ansonsten ist der Heritage dort auch für 170 Euro zu haben und ein guter günstiger Einstieg. Kann man per Prismenschiene auf Stativ packen soweit ich weiß. Soll der Unterbau halbwegs ordentlich sein, geht's aber auch schnell über Budget.

VG
Klaus
 
Der Newton vom Ebay ist von TS und nur ein Beispiel! (Link)
denk nicht das der schlecht ist!
und Montierung hab ich ja gesagt ist nicht grade der Hammer...


und für 200euro oder drunter bekommst eben keine gscheite Montierung oder Teleskop
dafür kann ich aber nichts!
Trotzdem bin ich immer für eine Paralaktischen Montierung ,bloß das sprengt seinen Preis Rahmen!

mir Persönlich wird man nie einen Dobson aufschwatzen ....weil eben die Möglichkeiten stark begrenzt sind!
wummmsssssssssss
 
Hi!

Ich kenne keines der beiden Geräte aus eigener Anschauung, daher arbeite ich nur nach den Bildern und Beschreibungen. Meine letzte Erfahrung mit Meade ist 20 Jahre her – gute Optik, grauenhafte Mechanik, aber das muss für dieses Gerät ja nicht gelten.

Prinzipiell dürften die beiden sich nicht viel nehmen, in der Größe ist auch ein Volltubus gut transportabel und schneller einsatzbereit - das Gerät dürfte noch gut in einen größeren Rucksack passen. Eine Prismenschiene ist ein echter Vorteil, weil du das Teleskop dann später auch auf eine kleine Montierung schnallen kannst. Bei Meade wird sie erwähnt, bei Skywatcher vermutet (zur Not beim Händler anfragen). Beide haben einen Leuchtpunktsucher (gut), ähnliche Okularausstattung und -gewicht – ich würde wahrscheinlich das Meade nehmen, weil der Gitterrohrtubus da keinen großen Vorteil bringt.

Ich habe das kleinere Celestron Firstscope 76/300 im Schrank stehen, mit dem die Mini-Dobsons 2009 angefangen hatten. Bessere Okulare lohnen sich, und ich habe das immer als Fernglas (Richfield-Gerät) mit der Option, auch mal höher zu vergrößern angesehen. In dem Bewusstsein macht es Spaß, und die 130mm Öffnung zeigen schon deutlich mehr. Tipp für Objekte: Astronomie mit dem Fernglas / Astronomy on a Budget with Binoculars | Alexander Kerste

Plan mittelfristig noch ein paar weitere Okulare ein – gebrauchte Plössl (neu um die 50,-) z.B. dürften günstig zu kriegen sein und tauchen auch immer wieder im Bieteboard auf, 1,25"-Weitwinkel wären noch besser. Bald ist ja wieder Weihnachten ;)

Es gibt kleine Achsenkreuze wie die Giro Mini oder azimutale Montierungen wie die Vixen Porta (in meinem Profilbild), auf die das Teleskop über die Prismenschiene geschnallt werden kann. Die liegen zwar erstmal deutlich über dem Budget, aber wenn mal ein Job mit Einkommen da ist, hast du dann immer noch ein sehr nettes Reiseteleskop. Oder du findest ein günstiges stabileres Stativ und adaptierst eine flache Platte drauf, in die du die Dobson-Montierung (mit den drei Gummifüßen) mit drei Bohrlöchern einsetzt. Zugang zu einem 3D-Drucker ist da auch immer nett.

@Foxi: Ich bin auch kein Dobson-Fan, empfehle aber lieber keine parallaktische Montierung als eine unbrauchbare – bevor es statt einem Einsteigerteleskop ein Aussteigerteleskop wird... Als brauchbares Teleskop mit Stativ in der Preisklasse kenne ich eigentlich nur den azimutalen Celestron AstroMaster 70AZ, der zum reinschnuppern ins Hobby okay ist – aber die 70mm Öffnung sind deutlich weniger, und das größere Modell ist für die Montierung auch schon wieder zu schwer. Fällt hier also raus (auch wenn diese Montierung zum 130er Newton passen würde). Eine parallaktische Montierung lohnt sich meiner Meinung nach nur mit Motor; ob geschubst oder an einem Rad gedreht wird, nimmt sich nicht so viel. Aber das ist eine andere Diskussion und führt hier zu weit;)

Beste Grüße,
Alex
 
Hallo,

ich bin auch kein wirklicher Freund von einem Dobson, auch wenn einer bei mir rum steht ;).

Denke das die 200,-€ der Knackpunkt sind.
Da muss man ordentlich Kompromisse eingehen.
Parallaktisch (also das erwähnte "Kann das Teleskop auch alternativ auf ein bestimmtes stativ o.ä. gesetzt werden?") geht da m.E. bei dem Budget gar nichts.
Alt/AZ Montierungen die einen 130/650 oder 150/750 tragen gehe auch bei ca. 200,-€ los.

Da bleibt dann nicht viel.
Entweder noch etwas sparen.
Auf ein Schnäppchen warten.
Fernglas mit Stativ.
Oder eben halt einen Tisch mit "schleppen" wenn man auf den Acker will.

Zu den beiden angesprochenen Dobson, rein von den angegebenen Werten sind sie wohl identisch.
Den "Vorteil" den der Heritage wohl hat, ist das die Brennweite wohl variabel ist durch denn Gitterrohrtubus und somit wohl besser zu fokussieren ist.
Beim Volltubus kommt dann anscheinend das zum tragen was Klaus beschrieben hat.
Aber in wie weit beides stimmt :rolleyes: keine Ahnung.
Ich kenne keines der Teleskope aus eigener Ansicht.

Der von Klaus vorgeschlagene Dobson ist für mich eine gute Alternative (auch wenn ich Dobson nicht mag ;)).
Aber Tubus und RockerBox müssen halt auch transportiert werden.
Was da jetzt bequemer zu transportieren ist, "Mini-Dobson" mit Tisch oder "Groß-Dobson" muss jeder selbst entscheiden.

Grundsätzlich muss immer irgendwas sicher transportiert werden, egal für was ich mich entscheide.
 
@Kerste zu...
Ich bin auch kein Dobson-Fan, empfehle aber lieber keine parallaktische Montierung als eine unbrauchbare

ja da hast du Recht !
bloß bei 200euro kann man halt nicht viel erwarten ,und zum Mond oder Planeten gucken , wäre mir
diese "Paralaktische" weitaus lieber als Dobson zupfen......
hatte mal so eine sogar noch schlechter vor 30 Jahren, und ging halt auch irgendwie! und damals einen 60/900 Bresser drauf ,da hatte ich mein erstes Erlebnis mit Jupiter und heut denk ich , ich hab Jupiter noch nie so schön gesehn wie damals.....
und was hab ich mit der wackelpudding Montierung vergrößert........Unerfahren bis 600x aber obst es glaubst oder
nicht der Stern war Punktförmig und Beugungscheibchen vom feinsten! ein Quelle Refraktor!
blos der Stern hat fluchtartig das Okular verlassen :-)
 
Hallo zusammen,

bei dem genannten Budget wird es in der Tat schwierig, auch als Gebrauchtware ein adäquates Komplettset zu bekommen, das als Handgepäck (so lese ich die Anfrage) transportiert werden soll.

Zunächst möchte ich meine allgemeinen Erfahrungen zu 130mm Öffnung schildern:

Es sind vom Leistungsvermögen her durchaus hervorragende Geräte, die je nach Anspruch und Beobachtungsziel ein Leben lang Freude machen können. Mond und Planeten zeigen eine Fülle von Details, in vielen Fällen sogar seiingbegrenzt. Deep Sky ist zwar nicht in vollem Umfang, aber bei Nebeln, Sternhaufen und Doppelsternen sehr gut möglich. Die Qualitäten als Handgepäckgerät ergeben sich bei den Größen und Gewichten von selbst.

Sowohl das Heritage als auch der Lightbridge Mini haben eine Prismenschiene mit GP-Level. Zur Montierbarkeit an ein Fotostativ kann ich leider nichts sagen.

Was soll man David nun empfehlen? Mein Rat wäre, etwas länger zu sparen und etwas Vernünftiges mit größerer Öffnung zu kaufen, also mindestens die angesprochenen fünf oder sechs Zoll Öffnung.

Um 200 Euro fällt mir eigentlich nur ein handgepäcktaugliches Komplettgerät ein, das zumindest meiner Erfahrung nach wirklich gut und empfehlenswert ist: Der 90/1250er Mak auf EQ-1. Er ist hinreichend stabil und hat eine exzellente Bildqualität. Soll später ein größeres Teleskop angeschafft werden, hat man noch ein sehr gutes Handgepäck- und Reiseteleskop:


Es müssten allerdings nich zwei bis drei Okulare, Plössls bieten hier eine gute bis sehr gute Qualität, hinzugekauft werden. Das Teleskop ist zwar für hohe Vergrößerungen, also für Mond, Planeten und Doppelsterne, ausgelegt, aber helle Nebel und Sternhaufen gehen meiner Erfahrung nach auch sehr gut.
 
Hallo David,

ich kann zumindest zum Heritage was sagen. Ich habe den schon zigmal bei Sternführungen verwendet und auch schon selber diverse Male beobachtet.
Mal davon abgesehen, dass man einen Hocker (Barhocker eignet sich gut, drei Löcher für die Standbeine reinbohren und gut is), Tisch etc. braucht, kann ich das Gerät definitiv für einen Einstieg empfehlen. Habe dies auch schon bei verschiedensten "Beratungsgesprächen" als Einstiegsgerät empfohlen und noch nie eine schlechte Rückmeldung gehabt (glaube wir haben davon unter unseren Mitglieder 5 Stück oder mehr im Einsatz).
Natürlich ist der Heritage nicht das Ende der Fahnenstange (es gibt natürlich bessere Teleskope), doch ich habe noch kein anderes Gerät gefunden (vor allem in DER Preisklasse), dass für den Einstieg so gut geeignet ist. Einfach zu beherschen, es ist alle dabei das man sofort starten kann und man sieht die Krater am Mond, Wolkenbänder und roten Fleck am Jupiter (wenns passt), Cassini-Teilung am Saturn, wenn man ins wirklich Dunkle fährt kann man damit sich auf jeden Fall angenehm im Messier-Katalog austoben und gefühlt die Hälfte der Objekte schön beobachten. Ist fix aufgebaut, schnell ausgekühlt und startbereit.

Das soll jetzt kein Loblieb auf das Ding sein, ich habe weder einen Vertrag mit dem Hersteller, noch bin ich eigentlich Newton beobachter :-), aber ich habe halt schon Stunden über Stunden mit dem Ding beobachtet. Auch als Schnellspechtelgerät ist es gut geeignet. Verbesserungen durch Basteln (z.B. Sichtschutz ggü. dem Okularauszug) geht immer, gibts zig Anleitungen im Netz. Und falls man danach doch kein Interesse mehr hat, hats nicht viel Geld gekostet. Falls man danach Lust auf mehr hat, wird man den Hertiage trotzdem oft benutzen, wenns schnell gehen muss und der Kauf war sicher nicht umsonst.

CS

Matthias
 
Hallo nochmal,

da die Thematik für Einsteiger mit einem Hetritage oder vergleichbaren Teleskopen relevant ist, möchte ich meine Erfahrungen zur Justage von f/5-Newtons schildern, da bei f/5 die Genauigkeit der Justage noch wichtiger ist, als bei den weit verbreiteten f/6- bis f/8-Geräten.

Ich nutze einen Justierlaser zur Kollimation von Haupt- und Fangspiegel, wobei ich den Tubus so drehe, dass der OAZ nach oben zeigt. Den Laser klemme ich, da bei gelösten Klemmschrauben das minimale Spiel des Laser im OAZ ausreicht, um den Laserpunkt auf dem HS bei der kleinsten Berührung so stark wandern zu lassen, dass eine genaue FS-Kollimation unmöglich wird. Übe ich von oben etwas Druck auf den Laser aus und stelle gleichzeitig die Feststellschrauben fest, ist der Laserpunkt reproduzierbar stes an der gleichen Stelle des HS. So viel zur Vorbereitung.

Mit den Justageschrauben bringe ich den Laserpunkt so exakt wie möglich in die Mitte der Mittenmarkierung des HS und ziehe die Justageschrauben alternierend handwarm an.

Nun zur HS-Justage, die für die Bildschärfe entcheidend ist.

Es wird oft gesagt, dass mit einem Laser ein f/5-Newton nicht exakt genug kollimiert werden kann. Das entspricht jedoch nicht meiner Erfahrung und der von Bekannten von mir:

Das Loch, das der Laser bei der HS-Justage treffen muss, ist deutlich größer als der Laserpunkt. Es muss also die Mitte des Lochs getroffen werden. Bei allen mir bekannten Justierlasern bildet sich nach dem "Einlochen" ein Streulichthof auf der Zielscheibe um das Loch. Mit den HS-Justageschrauben muss der Laserpunkt innerhalb des Lochs so verschoben werden, dass dieser Lichthof um das Loch gleichmäßig symmetrisch und gleichmäßig hell ist.

Stelle ich jetzt einen Stern etwas unscharf, habe ich einen symmetrischen, konzentrischen Ring mit gleichmäßiger Helligkeit.
 
Hallo,

der Weg zum
das beste Teleskop dasjenige, das man am häufigsten Benutzt.
ist leider nicht ganz einfach.

Hm... ... wenn ich überlege wie ich vor gut zwei Jahren angefangen habe,
ein SkyWatcher 150/750 Newton auf EQ3-2 hat es mich einfach nur begeistert.
Ja, es hat gewackelt, aber das was ich gesehen habe, hat mich dafür mehr als entschädigt.
Klar, würde ich so nicht mehr auf bauen, der Anspruch ist halt gestiegen.
Aber ich denke das man am Anfang über das ein oder andere Manko hinwegsehen kann, wenn es sich nicht in Richtung Frust entwickelt.
Das kann aber nur jeder für sich entscheiden, wie "leidensfähig" man ist.

Bin mittlerweile bei Alt/AZ in GoTo mit entweder 120/1000 Refraktor FH oder Schmidt-Cassegrain C8 gelandet.
Meine beiden absoluten Favoriten. Je nach dem was ich beobachten möchte.

Newton parallaktisch oder als Dobson ist nicht's für mich, Maksutow-Cassegrain wird gelegentlich auch noch genutzt.

Um zu mindest grob entscheiden zu können was einem zu sagt und nicht Euros zu "verbrennen"
Gäbe es in diesem Preissegment irgendwelche besseren Alternativen, die nicht Gebrauchtkauf oder das Besuchen von Treffen vorraussetzen?
ist das mit dem nicht besuchen von Treffen m.E. der falsche Ansatz.
 
Hallo,

ich bin auch kein wirklicher Freund von einem Dobson, auch wenn einer bei mir rum steht ;).

Denke das die 200,-€ der Knackpunkt sind.
Da muss man ordentlich Kompromisse eingehen.
Parallaktisch (also das erwähnte "Kann das Teleskop auch alternativ auf ein bestimmtes stativ o.ä. gesetzt werden?") geht da m.E. bei dem Budget gar nichts.

Was ja auch eine akzeptable Antwort ist :)!

Der von Klaus vorgeschlagene Dobson ist für mich eine gute Alternative (auch wenn ich Dobson nicht mag ;)).
Aber Tubus und RockerBox müssen halt auch transportiert werden.
Was da jetzt bequemer zu transportieren ist, "Mini-Dobson" mit Tisch oder "Groß-Dobson" muss jeder selbst entscheiden.

Grundsätzlich muss immer irgendwas sicher transportiert werden, egal für was ich mich entscheide.

Genau. Der Vorschlag lächelt mich auch sehr an, aber 15kg sind dann leider nicht einfach in nem Rucksack mehr zu transportieren. Zwar ist nicht das Hauptaugenmerk, dass das ganze super transportabel ist, nur seh ich bei den kleineren etwas mehr potential. Falls ich in 1-2 Jahren wenn ich ein festes Einkommen habe doch Lust auf mehr habe, könnte das kleinere immer noch als z.B. Reiseteleskop genutzt werden. Das Geld was ich jetzt spare kann ich bis dahin ggf. in ordentliche Okulare stecken, die ich dann ggf. weiter benutzen kann, wenn ich mir dann ein besseres zugelegt hab :)

Vielen Dank für die vielen Antworten bisher.

Weil es schon mehrmals aufgetaucht ist: Hätte man beispielsweise eines der 130/650mm Teleskope, welche Okulare wären denn ggf. empfehlenswert zum sich dazukaufen. Natürlich mit geringem Geld und nicht super hohem Anspruch im Kopf, aber doch wenn möglich nicht absoluter Mist und auch vielleicht in weiterer Zukunft noch nutzbar.

Außerdem: Gibt es mehr oder weniger alternativlösungen zum justieren des Teleskops, die nicht einen 50€+ Laser benötigen? Denn je nachdem wie wichtig das ist, könnte man das ganze dann bei dem Budget von 200€ auch ganz lassen.

Lg

David
 
Hallo Matthias,

...
Um zu mindest grob entscheiden zu können was einem zu sagt und nicht Euros zu "verbrennen"

ist das mit dem nicht besuchen von Treffen m.E. der falsche Ansatz.

ich bin auch der Ansicht, dass man sich, sofern es irgendwie möglich ist, diverse Teleskopße selbst anschauen und ausprobieren sollte. Allerdings musste ich an mir selbst die (teure) Erfahrung machen, dass sich erst nach einer gewissen Zeit der Benutzung herausstellen kann, dass ein bestimmtes Teleskop doch nicht die richtige Wahl war.

Es macht einen Unterschied, ob man ein Teleskop nur mal ausprobiert oder regelmäßig damit beobachtet. Man sollte sich deshalb nach Möglichkeit einer Beobachtergruppe anschließen und mit den gleichen Teleskopen wenigstens ein paar mal mitbeobachten.
 
Hallo David,

befindet sich der Beobachtungsplatz "nur" zehn Minuten Fußweg von deiner Wohnung entfernt (Glückspilz!), dann könnte die Anschaffung einer Sackkarre eine Option sein. Damnit kannst du auch etwas größere Teleskope sicher und mit einem vergleichsweise geringen Kraftaufwand die kurze Strecke transportieren.

Zu den Okularen:

Bei f/5 tendiere ich als Einsteiger-Empfehlung zu den Planetary HR's von TS oder Plössls. Diese bieten bei f/5 noch eine brauchbare Bildqualität und sind preisgünstig. Die Vergrößerungen sollten die minimal sinnvolle Vergrößerung (ca. 1/7 der Öffnung in mm), die förderliche Vergrößerung (V = D in mm), die maximale sinnvolle Vergrößerung (V = 2D in mm) sowie einen Zwischenwert zwischen V = D und V = 2D abdecken. Das ist bei kleineren Geräten eine sinnvolle Grundausstattung.

Die Hintergründe habe ich hier erläutert:
 
Hallo David,

befindet sich der Beobachtungsplatz "nur" zehn Minuten Fußweg von deiner Wohnung entfernt (Glückspilz!), dann könnte die Anschaffung einer Sackkarre eine Option sein. Damnit kannst du auch etwas größere Teleskope sicher und mit einem vergleichsweise geringen Kraftaufwand die kurze Strecke transportieren.

Zu den Okularen:

Bei f/5 tendiere ich als Einsteiger-Empfehlung zu den Planetary HR's von TS oder Plössls. Diese bieten bei f/5 noch eine brauchbare Bildqualität und sind preisgünstig. Die Vergrößerungen sollten die minimal sinnvolle Vergrößerung (ca. 1/7 der Öffnung in mm), die förderliche Vergrößerung (V = D in mm), die maximale sinnvolle Vergrößerung (V = 2D in mm) sowie einen Zwischenwert zwischen V = D und V = 2D abdecken. Das ist bei kleineren Geräten eine sinnvolle Grundausstattung.

Die Hintergründe habe ich hier erläutert:

Ein möglicher Beobachtungsplatz wäre irgendwo auf dem Feld. Und das ist hier nur 5-15 Minuten entfernt. Sonst hab ich momentan auch einen Garten zur Verfügung. Ist halt ein Dorf in der Nähe einer Großstadt. Und genau aus dem Punkt würde ich das ganze vllt auch mal mit in den Harz o.ä. nehmen wollen, eben weil ich hier immer noch neben einer Großstadt bin :). Ne Sackkarre müsste ich sonst sogar hier noch irgendwo rumstehen haben!

Einen wirklichen guten Beobachtungspunkt rauszusuchen der immer optimale Bedingungen hat ist ohne Auto leider eher schwer.

Ich hatte außerdem meine letzte Antwort editiert, damit das nicht untergeht schreib ich die auch hier nochmal kurz rein.

"Gibt es mehr oder weniger alternativlösungen zum justieren des Teleskops, die nicht einen 50€+ Laser benötigen? Denn je nachdem wie wichtig das ist, könnte man das ganze dann bei dem Budget von 200€ auch ganz lassen."

Lg
 
Hi!

Da Student: In den meisten Uni-Städten gibt's Volkssternwarten, deren Ausrüstung man mitnutzen kann. So habe ich mir 10 Jahre lang den Teleskopkauf gespart, danach wurde es aber (verhältnismäßg) richtig teuer:-)

Finger weg von Huypens, Kellner und No-Name/Super. Plössl taugt für den Einstieg, bis auf die ganz kurzen Brennweite. Ggf. auf Augenabstand achten: Für Brillenträger sollten es 20mm oder mehr sein.

Orthos sind sehr gute, oft preiswerte Okulare, aber mit kleinem Gesichtsfeld und daher eher nichts für manuelle Nachführung.

Schau auf 50° Gesichtsfeld oder mehr, alles drunter macht keinen Spaß.

Beste Grüße,
Alex
 
Hallo David,

zur Justage kann auch ein Cheshire verwendet werden. Er ist zwar etwas weniger komfortabel als ein Laser, aber mindestens genauso präzise:


Er wird folgendermaßen benutzt:


Mit Brille würde ich auch zu 20mm Augenabstand raten, aber 16mm nutzbaren Augenabstand betrachte ich hier aus eigener Erfahrung als absolute Untergrenze. Der nominale Augenabstand kann auch eine Farce sein: Oft muss man zwei bis drei Millimeter abrechnen, da die Augenlinse etwas tiefer als der obere Rand des Okulars liegt. Hier sieht man es unten auf der Seite deutlich:


Dennoch sind die verlinkten SLV's mit Brille von den Okularen, die ich bisher nutzte, diejenigen mit dem bequemsten Einblickverhalten. Dafür nehme ich auch die geringen 50° Eigengesichtsfeld in Kauf, da ich starken Asti im Auge habe und ohne Brille am Teleskop nicht scharf sehen kann.
 
Hallo David,

befindet sich der Beobachtungsplatz "nur" zehn Minuten Fußweg von deiner Wohnung entfernt (Glückspilz!), dann könnte die Anschaffung einer Sackkarre eine Option sein. Damnit kannst du auch etwas größere Teleskope sicher und mit einem vergleichsweise geringen Kraftaufwand die kurze Strecke transportieren.

Zu den Okularen:

Bei f/5 tendiere ich als Einsteiger-Empfehlung zu den Planetary HR's von TS oder Plössls. Diese bieten bei f/5 noch eine brauchbare Bildqualität und sind preisgünstig. Die Vergrößerungen sollten die minimal sinnvolle Vergrößerung (ca. 1/7 der Öffnung in mm), die förderliche Vergrößerung (V = D in mm), die maximale sinnvolle Vergrößerung (V = 2D in mm) sowie einen Zwischenwert zwischen V = D und V = 2D abdecken. Das ist bei kleineren Geräten eine sinnvolle Grundausstattung.

Die Hintergründe habe ich hier erläutert:


Bei 130mm also 34mm, 5mm und 2,5mm?

Finger weg von Huypens, Kellner und No-Name/Super. Plössl taugt für den Einstieg, bis auf die ganz kurzen Brennweite.

[...]

Beste Grüße,
Alex

Wie kurz ist denn in diesem Fall "ganz kurz", also bis wohin ist es noch brauchbar :)?

Lg
 
Hallo David,

ja, in diesem Brennweitenbereich sollten sich die Okulare bewegen. Es sind jedoch Richtwerte, nicht jede Brennweite ist bei allen Okulartypen verfügbar.
 
Hallo David,

zur Justage kann auch ein Cheshire verwendet werden. Er ist zwar etwas weniger komfortabel als ein Laser, aber mindestens genauso präzise:


Er wird folgendermaßen benutzt:


Hm. Das ist natürlich schade, denn dann wäre man allein mit Teleskop bei 220€, Geld für weitere Okulare daher erstmal nicht drin.

Leider finde ich auch beispielsweise hier keine Angaben zum Augenabstand.

Lg
 
Hallo David,

die frage nach dem brauchbare Plössl-Brennweiten habe ich leider überlesen.

Es hängt natürlich davon ab, wie leidensfähig man ist bzw. wie stark man das Auge an das Okular drücken mag. Meine Erfahrung zeigt, dass neun Millimeter Plössl-Okuloare ohne Brille noch eine bequeme Beobachtung ermöglichen. Einige Beobachter gehen sogar bis sieben Millijmeter runter.

Unter neun bis sieben Millimeter wird es kritisch, da es einerseits unbequem wird und die Augenlinsen dann durch die Wimpern leicht einfetten. Hier setzen viele Sternfreunde lieber ein etwas längerbrennweitiges Plössl in Kombination mit einer Barlow-Linse ein.
 
Hallo nochmal,

Hm. Das ist natürlich schade, denn dann wäre man allein mit Teleskop bei 220€, Geld für weitere Okulare daher erstmal nicht drin.

Leider finde ich auch beispielsweise hier keine Angaben zum Augenabstand.

Lg

Das Cheshire ist doch wesentlich preiswerter als das von dir angegebene Limit für die Justierhilfe von 50€. Es geht auch ganz ohne:


Dann muss allerdings die Feinjustage am Stern gemacht werden.
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben