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Einstieg (auf dem niedrigsten Level)

thludwig

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Hallo Markus.

20 Meinungen von 10 Leuten, die sich dann auch gerne mal leicht in die Haare kriegen...das war genau der Grund, warum ich mich vor meinem Kauf nicht hier angemeldet und grfagt habe ;-)
Als ich das erste Mal bei einem Kumpel, der meinte, er hätte sich ein Teleskop gekauft, ein Dobson gesehen habe (damals noch viel weniger Plan (Null) von Refraktor, Reflektor, Montierung etc.), hab ich gefragt..."und wo ist das Teleskop?" Letzten Endes ist es dann bei mir auch ein Dobson geworden, weil ich mich ein wenig informiert und mich dann dafür entschieden habe. Das ist das, was Peter meinte, dass der unbedarfte Neuling eine bestimmte Vorstellung von einem Teleskop hat und ein Dobson als solches gar nicht wahrnimmt.

Und ja, man muss sich von den Hochglanzbildern im Netz oder in anderen Medien verabschieden und sich darüber klar werden: die sehen nur so geil aus, weil sie teils Stunden lang belichtet und (meistens) noch nachbearbeitet sind. Meine Tochter ist auch der Meinung, man kann mit bloßem Auge durch ein Teleskop die Nebel und Galaxien in Farbe sehen....dabei muss man als Anfänger froh sein, wenn man sie überhaupt erst mal sieht...dieses Erlebnis steht mir hoffentlich noch bevor, ich freue mich zum ersten Mal, dass die Tage jetzt wieder kürzer werden ;) Dass tolle farbige Bilder durchaus auch für Otto Normal machbar sind, diese Fotografie aber einen immens hohen Aufwand (auch finanziell) im Vergleich zum visuellen Beobachten darstellt, habe ich - wie so vieles andere auch - erst hier im Forum gelernt.

Gruß
Thorsten
 

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Ich will mich gar nicht rechtfertigen, aber möchte noch auf ein paar Einwände eingehen. Ich hatte im Ausgangspost versucht mich sehr knapp zu halten und hole jetzt doch nochmal ein Stückchen aus.

Ich tänzel bereits seit Jahren um die Anschaffung eines Teleskops herum. Ich habe aktuell aber einfach nicht den Raum und auch nicht die Chance großer Mobilität (kein Pkw, kein Lastenrad). Vor Jahren hatte ich mich dem Thema von anderer Seite gewidmet. Ich hatte überlegt was ich sehen will und bin dann beim 8“ Dobson gelandet, was seitdem auf meiner „irgendwann-mal-kaufen-Wunschliste“ steht. Das hat bei mir also durchaus keinen schlechten Ruf, wie Thorsten es schreibt. Zumal diese Vorstellung „Teleskop = dünn und lang“ bei mir so gar nicht verankert ist.

Jetzt habe ich noch immer keinen Platz, keinen leicht zu erreichenden Garten und noch immer kein Auto. Der Wunsch etwas zu haben besteht aber weiterhin. Und aktuell spüre ich nun mal diesen Kauf-Impuls in mir. Deshalb bin ich jetzt anders an das Thema herangegangen (s. Ausgangstext).

Markus’ (SkyBobs) Einwände sind berechtigt und mir so auch klar. Ich weiß im Großen und Ganzen was mich bspw. bei einem 8“ Dobson erwarten würde, auch weil ich schon mal durch welche geschaut habe. Und kann auch ableiten, was ich von einem Tischteleskop erwarten kann und glaube auch eine grobe Vorstellung davon zu haben, was mich bei den vorgeschlagenen Produkten erwartet. Dazu zählen auch solche basics wie „grau in grau“.

Markus’ (markusd112) skizziert ja den Prozess des Hobbies ganz gut. Der Weg ist zu gewissem Maße das Ziel, man testet sich durch, hat - hoffentlich - eine Lernkurve und man freut sich mit jedem neuen Aha-Moment. Und ich bin da ganz bei Markus: es geht jetzt darum einfach mal anzufangen und pi mal Daumen wird jetzt die Richtung abgeschätzt.

Und jetzt zurück zur Hardware:
Das Heritage 150P wirkt auf mich erstmal sehr mobil aufgrund des FlexTube Tubus. Aber die etwa 8 kg sind dann doch schon eine Ansage, wenn ich damit 3 Etagen durch den Hausflur und einen abschüssigen Garten möchte.
Die rund 5 kg des Celestron StarSense 127AZ wirken auf mich da schon irgendwie ansprechender. Aber schaue ich mir die Modelle an, schrillen bei mir direkt die Alarmglocken: man will vermutlich lieber eines der DX-Modelle, oder?
 

AstroPZ

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..
Die rund 5 kg des Celestron StarSense 127AZ wirken auf mich da schon irgendwie ansprechender. Aber schaue ich mir die Modelle an, schrillen bei mir direkt die Alarmglocken: man will vermutlich lieber eines der DX-Modelle, oder?
bei mir nicht. ;)

Die DX Modelle sind für mich unattraktiv. Das sind 2 SC mit langer Brennweite und zu kleiner Öffnung.
OK, der Newton ist wenigstens ein echter Newton. Aber 670€ für 130mm Öffnung.
Da bekommst du ja schon einen PushTo Dobson mit 200mm Öffnung und ab 8"/200mm beginnt richtiges Deep Sky.

Gruß
Peter
 
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Okay, ich dachte nur, dass man die Feinjustierung gerne in beiden Achsen "haben will". Vielleicht habe ich aber auch einfach nur einen Denkfehler.
 

Rocknrollo

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Hallo Karl,

sobald sich aufgrund der Vorschläge dein Budget doch Richtung 300€ verschiebt habe ich diesen Vorschlag:


Das hat die tolle Starsense Technologie. Damit wirst du mit dem Smartphone am Teleskop zum gewünschten Objekt geführt.
Ich habe mir das obwohl ich einige deutlich grössere Teleskope habe auch gekauft.
Allerdings nur wegen dem Starsense System. Das bekommt man sonst nicht anders.

Das kleine Teleskop habe ich mal kurz ausprobiert und konnte damit sogar hellere Messier Galaxien deutlich beobachten. Vieles andere geht dann natürlich auch.
Ich war überrascht wie gut das ging. Also von mir eine Empfehlung, besonders halt wegen der Starsense Unterstützung.

Das ist auch in dem Preisbereich mM das beste Starsense Teleskop, da es die grösste Öffnung (nur das zählt, nicht Brennweite) hat.

Gruß
Peter
Das Celestron gibts gerade beim Mediamarkt für 245 Euro, gleiche Ausführung wie im Astroshop und noch 10 % Rabatt. Lieferung ist allerdings erst auf September avisiert. Habe ich mir auf deine Empfehlung gerade gekauft als Alternative zu meinem 90/900-er Refraktor.
 

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Das Celestron gibts gerade beim Mediamarkt für 245 Euro, gleiche Ausführung wie im Astroshop und noch 10 % Rabatt. Lieferung ist allerdings erst auf September avisiert. Habe ich mir auf deine Empfehlung gerade gekauft als Alternative zu meinem 90/900-er Refraktor.
Bin leider den ganzen Abend noch unterwegs: könntest du mir sagen, ob das Angebot auf heute beschränkt ist und gibt es die Möglichkeit einer kostenlosen Stornierung bei Media Markt? Dann würde ich es mir eventuell mal "reservieren". Bei der Ersparnis springt ja dann sogar noch Geld für ein okayes Okular raus.
 

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Okay, die Entscheidung ist nach Rücksprache mit meiner Frau gefallen. Auch weil sie selber was davon haben will, aber nicht gewillt ist Zeit hinein zu investieren, wird es das StarSense Explorer LT 127 AZ. Ausschlaggebend war v.a. das geringe Gewicht und der "gamification"-Faktor, der meine Frau auf Anhieb überzeugt hat (YouTube Videos).
Fernglas wird ebenfalls angeschafft. Hier läuft aber noch das Brainstorming bzgl. der Leistungsfähigkeit und dem Budget.

Ich habe aber leider direkt wieder Fragen:
1) Wo kauft man? Unterstützt man in dieser Szene aktiv bestimmte Shops, auch wenn sie einen recht hohen Preis haben? Oder ist es absolut legitim den günstigsten Preis zu wählen? Das hier müsste ja das korrekte Modell sein (bin um Vier-Augen-Prinzip dankbar)?! Zudem gibt es ja bei den größeren Shops längere Lieferzeiten. Hier wäre es direkt lieferbar.
2) Sind die beiliegenden Okulare für irgendwas zu gebrauchen, oder sollte ich mir direkt was dazu bestellen?
 

Ulrike2312

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Das ist immer eine Frage der persönlichen Befindlichkeiten. Bei einem Kauf so spezieller Dinge wie einem Teleskop würde ich grundsätzlich einen dedizierten Händler wählen, von denen es hier in Deutschland nur eine Handvoll gibt und deren Vertreter hier im Forum ebenfalls aktiv sind. Dort bekommst du neben dem eigentlichen Gerät auch noch den entsprechenden Service.

Okulare: Ohne zu wissen, welche dabei sind, könntet ihr diese erst einmal testen. Ein Upgrade geht immer :)

CS,
Ulrike
 

Lloyd69

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Warum solltest Du nicht bei diesem Händler bestellen, das ist sicherlich legitim und einen Ansprechpartner bei Problemen hast Du da sicher genauso wie bei den größeren Shops. Ist ja kein Kauf im Ausland. Wenn ich es richtig gelesen habe hat das Teleskop einen parabolischen Spiegel, das ist schon mal ein positives Kriterium. Denke für den Preis geht das ganze in Ordnung. Es wird auf dem Gestell etwas wackelig werden , gerade auch mit 1m Brennweite aber für die ersten Erfahrungen sicherlich noch ok. Wünsche Dir viel Spaß beim First Light und darüber hinaus.
CS
Dietmar
 

SkyBob

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Sehe ich eigentlich genauso.
Ist ein deutscher Shop und kein import laden.
Die Beigaben sind in der Regel Plössel Okulare. Damit kann man schon mal anfangen.
Ich würde eher dazu tendieren, da ja Mond in der Regel auch ins Beobachtungsraster fällt, einen "variablen Polfilter" mit zu bestellen.
Der kostet in 1 1/4" nicht die Welt.
Und spätestens ab Halbmond blendet dieser, je nach Vergrößerung, schon unangenehm.

Eingestellt wird der Filter durch einfache Drehbewegungen. So das man schnell die Helligkeit regulieren kann ( genauer gesagt, den Durchlass bestimmt).

Okulare sollten bei dem Öffnungsverhältnis unkritisch nachkaufbar sein.

Wahrscheinlich könnte man hier sogar zu einem vernünftigem Zoom greifen.
Aber mangels Expertise überlasse ich das Thema anderen, die sich besser auskennen.

Aber den erwähnten Polfilter oder einen Grünfilter für den Mond würde ich direkt mitnehmen.

Gruß Markus
 

Rocknrollo

Mitglied
Bin leider den ganzen Abend noch unterwegs: könntest du mir sagen, ob das Angebot auf heute beschränkt ist und gibt es die Möglichkeit einer kostenlosen Stornierung bei Media Markt? Dann würde ich es mir eventuell mal "reservieren". Bei der Ersparnis springt ja dann sogar noch Geld für ein okayes Okular raus.
Also ich habe vom Mediamarkt schon eine Versandbestätigung bekommen. Zurückgeben kannst du bei einem Kauf im Netz immer per Widerruf innerhalb der Fristen.
Lg
Roland
 

AstroPZ

Mitglied
Hi, ( @rockrollo , @Benutzername )

also, ob jetzt Blöd Markt oder Foto Erhard, ist doch egal.
Der Foto Erhard hat es lieferbar und zum gleichen Preis.

Zusätzliche gute Okulare würde ich dann aber nach den ersten Versuchen bei den Astroshops bestellen.

Übrigens hatte ich nicht erwähnt, die Montierung ist dem Preis geschuldet ziemlich einfach und wackelig.
Die Positionierung muss man ein bisschen üben:

Objekt in der App auswählen
Feststellung lösen
Objekt mit der App-Hilfe anfahren und zentrieren
Dann etwas über dem Objekt positionieren und die Feststellung anziehen.
Das Teleskop sackt dabei etwas nach unten weg
Danach mit der Feineinstellung das Objekt wieder zentrieren

Noch ein Hinweis:
Ich war etwas verblüfft über das Starsense System, da ich nur das nächtliche Alignment kannte.
Man sollte wirklich das Justieren des Systems mit dem Smartphone wie beschrieben am Tage an einem entfernten Objekt (Kirchturmspitze) durchführen.
Nachts geht nämlich praktisch kein Alignment, da man in der Live-View ausser Mond nichts sieht. Es ist auch nicht notwendig.
(Man kann aber noch mit der Smartphone Kamera tricksen, dann geht's doch ;) )

Gruss
Peter
 
Zuletzt bearbeitet:

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Hi, ( @rockrollo , @Benutzername )

also, ob jetzt Blöd Markt oder Foto Erhard, ist doch egal.
Der Foto Erhard hat es lieferbar und zum gleichen Preis.
Ja und nein. Mich haben einige miserable Bewertungen von Foto Erhardt abgehalten. Vermutlich tue ich dem Laden damit unrecht, aber bei einschlägigen Bewertungsportalen gibt es doch große Ungereimtheiten. Und woanders habe ich das Teleskop nicht für einen vergleichbaren Preis und verfügbar gefunden. Kenne aber auch die einschlägigen Shops nicht.

Und die Wackeligkeit des Stativs ist mir bewusst. Das lässt sich vermutlich aber auch mit bisschen Aufwand auch noch verbessern.
 

Rocknrollo

Mitglied
Das Problem mit dem Stativ scheint mir auch lösbar, evtll. ist da der Feinmechaniker gefragt und ein anderes Stativ. Muss man schauen, wenns da ist. Ich halte Dich auf dem laufenden. Gute Okulare kannst du dir nach und nach zukaufen, ein Muß für mich ist das Weitwinkel Super-Plössl 32 mm, bestens als Übersichtsokular geeignet, da stimmt m. E. auch das Preis-Leistungsverhältnis.
Lg
Roland#
 
Ich hatte mir seinerzeit das AC70/700 StarSense Explorer LT 70 AZ gekauft, jedoch nur wg. des StarSense Download-Codes und der StarSense Mechanik. Das ist alles an meinen SkyWatcher Newton gewandert.

Der Optik und dem Stativ habe ich aber ein Gnadenbrot gewährt und nutze es als Grab&Go. Allerdings ist in der Tat einiges an Aufwand notwendig, um es einigermaßen zu "entwackeln". Die Spreizer am Stativ sind leider im Lieferzustand kaum zu gebrauchen. Diese verschieben sich nach rechts und links und erlauben damit ein verdrehen des Stativs. Das kann man noch mit ein paar aufgesteckten U-Scheiben ausgleichen.

Nächste Baustelle ist die Okularablage, die als Stabilisator dienen soll. Da diese nur mit einer Schraube in der Mitte an dem Spreizer befestigt ist, reciht das nicht aus. Ich habe mir noch eine 22cm große Holzscheibe anstatt der Okularablage gebastelt und diese mit 3 weiteren Schrauben an den Spreizerarmen befestigt.
Das hält jetzt bombensicher. Leider taugt das aber nur, solange man nicht die unteren Beine mit ausfährt. Dann wird das ganze wieder total wackelig.
Bei einem Newton mit dem vorderen Einblick hilft eventuell ein kleines Höckerchen und man läßt die Beine des Stativs drinnen.

Ein weiteres Problem ist die zu gering bemessene Größe der Auflagen von Stativ und Gabelbefestigung. Wackelt man vorne am Tubus, so sieht man, wie sich der ganze Gabelkopf und Tubus bewegen. Da reicht es auch nicht aus, die mittlere Schraube sehr fest anzuziehen. Ist aber nicht sooo dramatisch und ich wüßte auch nicht, wie man das ohne völlige Neukonstruktion der Gabel und der Stativverbindung lösen könnte. Da bräuchte man schon eine bessere Werkstatt und da stellt aich auch die Frage nach dem Kosten - Nutzenverhältnis für ein Teleskop in dem Preissegment.

Richtig eklig wurde es bei mir mit dem relativ langen (700mm) Refraktor, sobald ich ein größeres (Hyperion) Okular eingesteckt habe. Dann halten nämlich die beiden Klemmschrauben an der Gabel das Gewicht nicht mehr und das Teleskop kippt nach hinten. Man muß es dann mit der seitlichen Feinstjugaestange klemmen.
Ich hoffe, dass passiert nur beim Refraktor und nicht beim Newton. Gelöst habe ich das, in dem ich mir meinen alten Skywatcher Sucher mit einer selbstgedruckten Schelle vorne auf den Tubus befstigt habe. Die Schelle läßt sich auf dem Tubus bewegen und so kommt das Rohr wieder in Balance. Nur aufgrund der Hebelwirkung mit den beiden Gewichten an den Enden des Tubus ist das insgesamt jetzt auch nicht sooo stabil.

Mit einem 24mm APM oder dem 17mm Hyperion fällt das wackeln insgesamt nicht so auf, aber mit Barlow oder meinem 8mm Hyperion macht das fokussieren keinen Spass mehr. Ich habe auch eine Canon EOS hinten drangehängt (Mond-Fotografie). Auslösen geht aber nur mit möglichst langem Timer, damit Zeit genug ist, um es ausschwingen zu lassen.

So, hoffe ich habe Dich nicht zu sehr verschreckt. Wie Du siehst, ist was machbar und ein Newton ist vermutlich nicht so anfällig in Bezug auf die von mir geschilderten Probleme.
Aber irgendwo muß man ja anfangen und damit lernt man dann auch in der Praxis die Schwachstellen kennen und weiß beim nächsten Kauf schon aus eigener Erfahrung, worauf man achten muß und versteht auch, warum es so eklatante Preisunterschiede bei den Montierungen, Teleskopen und Okularen gibt.

Grüße
Hartmut
 

Rocknrollo

Mitglied
Vielleicht kann man da auch ein stabiles Fotostativ unterbauen mit ein paar Modifikationen. Oder evtll.eine Schwalbenschwanzschiene zu Aufsetzen auf eine andere Montierung. Muss man sehen und dann entscheiden. Dass Thomas da eine Canon angehängt hat, ist erstmal kein schlechtes Zeichen. Er hat nur nicht mitgeteilt ob die Mondfotos scharf waren. Ich lass das mal auf mich zukommen und dann sieht man weiter. Ich wollte halt ein leichtes, kurzes Newton zum mitnehmen. da ich nicht mehr so schwer tragen kann.
LG
Roland
 

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Mitglied
Vielleicht kann man da auch ein stabiles Fotostativ unterbauen mit ein paar Modifikationen. Oder evtll.eine Schwalbenschwanzschiene zu Aufsetzen auf eine andere Montierung. Muss man sehen und dann entscheiden. Dass Thomas da eine Canon angehängt hat, ist erstmal kein schlechtes Zeichen. Er hat nur nicht mitgeteilt ob die Mondfotos scharf waren. Ich lass das mal auf mich zukommen und dann sieht man weiter. Ich wollte halt ein leichtes, kurzes Newton zum mitnehmen. da ich nicht mehr so schwer tragen kann.
LG
Roland
Sehe ich wie du. Ich sehe es auch als Bastelprojekt. Stative habe ich hier wegen Hobbyfotografie auch in paar Größen und Qualitäten. Wird schon.

Hartmut auf jeden Fall vielen Dank für den input.
 

AstroPZ

Mitglied
Hi,

meiner Meinung ist das Problem nicht das Stativ. Bei mir steht das relativ stabil für diese Preisklasse.
Das Problem ist diese einfache Alt/Az Montierung mit der Feststellung und Feineinstellung.
Wenn man die Feststellung löst oder festzieht, bleibt das Teleskop nicht in der Position.
Da ist einfach ein Spiel drin.

Die Feststellung benötigt man übrigens beim Newton definitiv, da er ohne nicht in der Waage bleibt.
Aber das Ganze hat schon Bastelpotential. ;)

Gruß
Peter
 
Wenn man die Feststellung löst oder festzieht, bleibt das Teleskop nicht in der Position.
Da ist einfach ein Spiel drin.

Die Feststellung benötigt man übrigens beim Newton definitiv, da er ohne nicht in der Waage bleibt.
Aber das Ganze hat schon Bastelpotential. ;)
Bei mir sieht das konkret so aus....

Ich habe die Feststellschraube der Feinjustierstange gelöst, damit ich das Teleskop auf das Zielobjekt in Höhe (und natürlich auch azimutal) ausrichten kann. Jetzt müßte beim loslassen des Teleskops aufgrund der Reibung der seitlichen Feststellschrauben das Teleskop in seiner Position verbleiben.
Das tut es zumindest beim Refraktor mit den Originalokularen.

Habe ich aber ein schweres Okular eingesteckt, dann kippt es beim loslassen nach hinten. Wenn ich den Tubus also nicht vorne mit einem Gewicht vorher ausbalanciere, dann ist die Handhabung total umständlich:

mit der linken Hand das Teleskop ausrichten und sobald ich das Ziel genau im Okular habe, nicht loslassen. Jetzt mit der rechten Hand suchend die Feststellschraube der Feintriebstange ergreifen und festziehen. Danach kann ich beide Hände vom Teleskop lassen. Das sackt aber trotzdem aufgrund von Spiel etwas ab. Nun mithilfe der Feinjustierstange bzw. dem Drehgriff das Objekt wieder in die richtige Höhe bringen. Das ging mir total auf den Keks. Daher habe ich vorne als Balast zum ausbalanzieren den Sucher aufgeschraubt.

Insgesamt müßte man (oder ich) den ganzen Gabelkopf übearbeiten und zusätzlich den Tubus an einer anderen Stelle befestigen, sodass er besser ausbalziert ist.
Einen Anfang habe ich gemacht. Habe noch 2 Tubusschellen gedruckt und mir eine lange Skywatcher Schwalbenschwanzschiene gekauft und damit befestigt.
Damit ist das Teil schon mal passend für meine EQ6-R. Wenn man jetzt noch den Gabelkopf umbaut auf Schwalbenschwanz und auch auch das ganze kräftiger ausführt und dann ein Berlebach... :unsure::ROFLMAO:

Aber da passt das Stativ dann preislich gar nicht mehr zum Teleskop und man kommt in ganz andere Regionen. Andererseits ist da der Bastelspaß und der Wille zum Sieg... Ich vs. Celestron Monti... ;) who will win...

Grüße
Hartmut
 

Rocknrollo

Mitglied
Bei mir sieht das konkret so aus....

Ich habe die Feststellschraube der Feinjustierstange gelöst, damit ich das Teleskop auf das Zielobjekt in Höhe (und natürlich auch azimutal) ausrichten kann. Jetzt müßte beim loslassen des Teleskops aufgrund der Reibung der seitlichen Feststellschrauben das Teleskop in seiner Position verbleiben.
Das tut es zumindest beim Refraktor mit den Originalokularen.

Habe ich aber ein schweres Okular eingesteckt, dann kippt es beim loslassen nach hinten. Wenn ich den Tubus also nicht vorne mit einem Gewicht vorher ausbalanciere, dann ist die Handhabung total umständlich:

mit der linken Hand das Teleskop ausrichten und sobald ich das Ziel genau im Okular habe, nicht loslassen. Jetzt mit der rechten Hand suchend die Feststellschraube der Feintriebstange ergreifen und festziehen. Danach kann ich beide Hände vom Teleskop lassen. Das sackt aber trotzdem aufgrund von Spiel etwas ab. Nun mithilfe der Feinjustierstange bzw. dem Drehgriff das Objekt wieder in die richtige Höhe bringen. Das ging mir total auf den Keks. Daher habe ich vorne als Balast zum ausbalanzieren den Sucher aufgeschraubt.

Insgesamt müßte man (oder ich) den ganzen Gabelkopf übearbeiten und zusätzlich den Tubus an einer anderen Stelle befestigen, sodass er besser ausbalziert ist.
Einen Anfang habe ich gemacht. Habe noch 2 Tubusschellen gedruckt und mir eine lange Skywatcher Schwalbenschwanzschiene gekauft und damit befestigt.
Damit ist das Teil schon mal passend für meine EQ6-R. Wenn man jetzt noch den Gabelkopf umbaut auf Schwalbenschwanz und auch auch das ganze kräftiger ausführt und dann ein Berlebach... :unsure::ROFLMAO:

Aber da passt das Stativ dann preislich gar nicht mehr zum Teleskop und man kommt in ganz andere Regionen. Andererseits ist da der Bastelspaß und der Wille zum Sieg... Ich vs. Celestron Monti... ;) who will win...

Grüße
Hartmut
Hallo Hatrmut,
das mit der Schiene war auch meine Idee, obwohl das Teil ja erst ankommt. Aber dann müsste man eigentlich erst mal einen neuen Gabelkopf bauen, der eine gedämpfte Grob- und Feinjustierung zulässt(sowas habee ich an einem Fotostativ) oder aber mit einer Tubusschelle vorne ein Gegengewicht anbringen so wie du das auch gemacht hast. Geht das Teleskop eigentlich auch auf ein Fotostativ?
Gruss
Roland
 

Alko Schurr

Mitglied
Hallo Karl,

der Einstieg nur so aus Freude klappt mit so einigen Geräten. Du kannst mit 70, 80 oder gar 90 mm Öffnung einsteigen. Die typischen Vertreter heißen dann 70/700, 80/800 oder 90/900 und sind Achromaten. Vom Spiegel würde ich erstmal die Finger lassen, da du ja ad hock neben dem Grillen auch mal schnell beobachten möchtest, ohne dich vorher ernsthaft mit Justage und Kollimation zu beschäftigen. Ansonsten würde ein Spiegel natürlich ebenso gehen.

Was können diese Geräte? 70 bis 90mm zeigen dir schon ganz nette Details an den helleren Planeten (Saturn und Jupiter). Der Mond wird Spaß machen, da du erstmal Krater sehen wirst und dich daran allgemein erfreuen wirst. Die Brennweite 700 - 900mm lässt mit den mitgelieferten Okularen noch einen Bildwinkel von maximal 1,3° bis 1,6° wahres Gesichtsfeld übrig. So kannst du auch alle typischen offenen Sternhaufen im Okular betrachten. Ein paar planetarische Nebel und die hellsten Galaxien werden auch zu sehen sein, aber ohne Details. Kugelsternhaufen sind die typische Grenze für diese kleinen Optiken und erscheinen als kleine neblige Fleckchen mit leicht krisseligem Charakter.

Beim Planeten siehst du beim 70er die beiden Hauptwolkenbänder des Jupiter. Beim Saturn wirst du den Ring sehen können. Beim Mars siehst du im 70er nur eine etwas rötliche Kugel. Beim 90er siehst du schon erste Farbunterschiede auf der Oberfläche. Mars ist aber nicht der Paradeplanet für kleine Öffnungen.

Alternativ gibt es die kleinen Öffnungen noch als f/5 - also mit halb so großer Brennweite. Das sind keine planetentauglichen Geräte, da der Farbfehler bei dem schnellen ÖV schon deutlicher ist. Sie zeigen dir aber doppelt soviel Bildfeld - eben wegen der halb so langen Brennweite. Für eine Pirsch durch Sternfelder bist du damit besser aufgestellt - allerdings zu Lasten der Planetentauglichkeit.

Sternklare Grüße - Alko
 

Schmitti

Mitglied
Hallo Alko,

da muss ich dir leider in 2 Punkten widersprechen.

1.) Halb so lange Brennweite ergibt 4faches Gesichtsfeld - doppelter Durchmesser des Gesichtsfeldes = 4fache Fläche

2.) Mit 70 mm Öffnung konnte ich bei der letzten Opposition sehr wohl Oberflächendetails auf Mars sehen. Allerdings ist der Achromat von Lichenknecker langbrennweitig und eine Spitzenoptik.

CS Gerhard
 

Alko Schurr

Mitglied
Hallo Gerhard,

zu 1.) Ja, auf die Fläche bezogen natürlich. Auf den Durchmesser bezogen ist es aber umgekehrt proportional.

zu 2.) Natürlich wirst du mit deinem Spitzengerät solche Details sehen. Aber im Einstiegsbereich handelt es sich um Massenware und da ist das noch was anderes. Ich habe im 70/700er den Mars betrachtet und sagen wir mal, ich habe erkannt, dass er es ist. Ich habe auch im 90/900 den Mars betrachtet und war erstaunt, dass deutliche Strukturen/Farbgebungen zu sehen waren. Beides waren Geräte aus der Einstiegsklasse.

Sternklare Grüße - Alko
 

Rocknrollo

Mitglied
Hallo Roland,

ich habe mir hier eine Montierung selbst gebaut:

Beitrag im Thema "Stativ und Montierung – einfältige Basteleien eines Anfängers" Stativ und Montierung – einfältige Basteleien eines Anfängers

Drunter ist ein Panoramateller, den ich in Amazonien bestellt hatte. Der Link müsste in dem Thread sein.

Das Ganze auf einem Berlebach Fotostativ. Funktioniert mit dem 4 kg schweren Gerät sehr gut.

CS.Oli
Hallo Oli,
ich baue mir jetzt die Halterung für den Newton auch selbst. GP- Klemme baue ich auf meine EQ 2, dazu eine Prismenschiene, auf die ich dann die Tubusschellen aufsetze, das probier ich dann mal aus. Dann hätte ich den Newton auf der parallaktischen Montierung. Wenn das klappt, mache ich dasselbe für meinen Refraktor und evtll. mit einer zweiten Klemme auf mein Linhof-Stativ, so daß ich beide Teleskope einsetzen kann und je nachdem, womit ich fotografiere, kann ich die Teleskope wechseln.
Dir weiterhin "Bonne Route", bis demnächst wieder.
Lg
Roland
 

Rocknrollo

Mitglied
Hallo zusammen,
hier mal die ersten Eindrücke vom Celestron 127 AZ: Montierung ist grausam, lässt sich wie ein Kollege schon beschrieben hat, kaum auf ein Ziel einstellen, weil das Teleskop beim festziehen immer durchsackt. Aber das war zu erwarten. Alternative wäre ein stabiles Fotostativ mit z. B. gutem 3-D-Neiger. Der Leuchtpunktsucher ist ok, das Teleskop auch, die Okulare sind brauchbar. Ich habe meine schon weggeschlossen (noch nicht entsorgt, falls mal was kaputt geht), benutze aber meine Super Plössl. Die Abbildungsqualität kann ich nicht beurteilen, kein Seeing.
Habe die GP-Klemme unten angefräst wg der Mutter auf der EQ, passt jetzt auf meine EQ-Montierung und die Tubusschellen meines Refraktors auf die GP-Schiene aufgeschraubt. Das funktioniert schon mal, jetzt brauch ich noch eine Schiene und die Tubusschellen für den Newton, dann hab ich ein Schnellwechselsystem für die Montierung und die beiden Teleskope.
CS Roland
 

AstroPZ

Mitglied
Hi Roland,
Hallo zusammen,
hier mal die ersten Eindrücke vom Celestron 127 AZ: Montierung ist grausam, lässt sich wie ein Kollege schon beschrieben hat, kaum auf ein Ziel einstellen, weil das Teleskop beim festziehen immer durchsackt. Aber das war zu erwarten. Alternative wäre ein stabiles Fotostativ mit z. B. gutem 3-D-Neiger. Der Leuchtpunktsucher ist ok, das Teleskop auch, die Okulare sind brauchbar. Ich habe meine schon weggeschlossen (noch nicht entsorgt, falls mal was kaputt geht), benutze aber meine Super Plössl. Die Abbildungsqualität kann ich nicht beurteilen, kein Seeing.
Habe die GP-Klemme unten angefräst wg der Mutter auf der EQ, passt jetzt auf meine EQ-Montierung und die Tubusschellen meines Refraktors auf die GP-Schiene aufgeschraubt. Das funktioniert schon mal, jetzt brauch ich noch eine Schiene und die Tubusschellen für den Newton, dann hab ich ein Schnellwechselsystem für die Montierung und die beiden Teleskope.
CS Roland
hast du das Smartsense System schon ausprobiert? Darum geht es ja.
Würde mich interessieren, da ich es öfter empfehle.

Also ich komme (kam) mit der durchsackenden Montierung zu recht. Man muss sie halt ein bisschen über dem Objekt festziehen. Hatte ich bald raus.

Gruß
Peter
 

Rocknrollo

Mitglied
Ich habe das Smartsense mal kalibriert, das sieht ganz gut aus, wir haben aber nur schlechtes Wetter und kein Seeing. Hab direkt die Montierung abgebaut und bau den Newton jetzt um, dann kann ich was dazu sagen. Dauert aber ein bißchen weil ich etwas sparen muss:cool:. Hab grad erst neu neue Kamera gekauft.
CS
Roland
 
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