Einstieg in Astrofotografie - Hilfe bei der Equipmentwahl erbeten

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Sowohl die AM5 als auch die ASIair (bei der ich übrigens NICHT die 256GB sondern die kleine plus ner SD-Karte nehmen würde, aus diversen Gründen), benötigen 12V. Ich hab zum Glück ne Bluetti Powerbank, die wir normalerweise in unserem Landy Defender als unabhängige Stromversorgung am Solarpanel nutzen. Die kann ich schnappen und wunderbar für meine ASIair und meine SA GTI nutzen.

Warum keine 256GB ASIair plus?!
1. die kleinere 32GB gibt’s im Set mit Guidecam und -scope - Geld gespart.
2. das Auslesen der Daten auf den PC aus der ASIair via USB-Kabel erfordert wieder eine Stromversorgung, was einfach nervt. Die Karte nehm ich raus und stecke sie daheim in meinen PC.
3. Der Speicher der ASIair ist lahm. Die Datenübertragung von ner SDKarte runter geht zigmal schneller.
 
Vorweg: DANKE für die vielen Nachrichten. Ich habe mir alle Empfehlungen in den letzten Tagen angesehen.

Zu meiner Teleskopsuche: Ich hab mich zu der empfohlenen Zwo AM-5 etwas mehr informiert. Ihr habt Recht, diese ist eigentlich keine günstige, aber eine leichte und zukunftssichere Montierung (sodern ich das als Rookie beurteilen kann). Jemand vom Forum hat mir zu folgenden Zwo Gerätschaften geraten:
Montierung AM5 Harmonic Equatorial Mount mit Karbonstativ (oder ein Berlebachstativ weil gedämpft)
ASIAIR PLUS (256GB) Astrofotografie-Computer
Electronic Automatic Focuser EAF Standard (5V)
Gegengewichtsstange für AM5 / AM3 und Gegengewicht 2x2kg falls ein Teleskop schwerer ist.
Dann würde ich alle Vorteile des Gerätes nutzen. Teuer, aber ich glaube das würde mir schon gefallen.

Zum Thema Kamera hat mir ein Teilnehmer die ASI 2600 MC DUO Color für Deep Sky (mit Autoguidingkamera eingebaut) und die ASI 385 MC Color für Planeten. Diese würde ich mir zeitnah anschaffen, wenn ich glaube, mich mit meiner R5 oder R7 & RF 600 4 und RF 800 5.6 etwas ausgetobt habe.

Zum Teleskop selbst:
Da habe ich einen ungewöhnlichen Tipp erhalten, mir einen Maksutov-Newton anzuschaffen. Entweder einen Skywatcher mit 1000mm Brennweite und 19cm Öffnung, oder den kleineren Explore-Scientific mit 730mm und 15cm Öffnung. Beide sind im www sehr gut bewertet. Die könnte ich rabattiert bekommen.

Alternativ würde ich noch das Teleskop deutlich günstiger bekommen: TS Photoline 130 mm f/7 EDT Triplet APO
Was haltet ihr davon? Eure Meinung dazu würde mich bitte interessieren!

Beim Thema Zubehör muss ich mich noch schlau machen, je nach dem, was ich nehme.
Beim Strom würde ein System mit USB-anschlüssen bevorzugt werden. Die Batterie alleine ist natürlich eine Lösung, aber dann brauche ich noch ein System mit dem ich die Energie verteile und auf USB-Niveau auch noch runtereglen kann.


Schöne Grüße & Danke
Erik
Hi Erik,

die AM5 kann ich aus eigener Erfahrung nur unterstützen. Ich bin sehr zufrieden und mag sie nicht mehr hergeben. Du um gehst damit auch "Stolpersteine" wie das Ausbalancieren des Equipments. Ebenso die ASIAIR. Sie vereinfacht den Einstieg in die Fotografie ungemein.

Gegengewichtsstange... ich hab sie bisher nicht gebraucht, aber das hängt letztlich davon ab, wieviel du drauf packen möchtest.

Teleskop hängt letztlich von deinen Bedürfnissen ab. Da wirst du - wenn du beim Hobby bleibst - sowieso mehrere im Schrank haben früher oder später. Ich tendiere für den Anfang eher zu etwas mit weniger Brennweite, denn man darf nicht die Anforderungen das Guiding mit steigender Brennweite unterschätzen. Wenn da nicht am Anfang alles quasi von selbst funktioniert (was auch bei der Kombi AM5 + ASIAIR vermutlich nicht der Fall sein wird), kommt sehr schnell Frust auf.

Viele Grüße,

Ulrike
 
Halö
Vorweg: DANKE für die vielen Nachrichten. Ich habe mir alle Empfehlungen in den letzten Tagen angesehen.

Zu meiner Teleskopsuche: Ich hab mich zu der empfohlenen Zwo AM-5 etwas mehr informiert. Ihr habt Recht, diese ist eigentlich keine günstige, aber eine leichte und zukunftssichere Montierung (sodern ich das als Rookie beurteilen kann). Jemand vom Forum hat mir zu folgenden Zwo Gerätschaften geraten:
Montierung AM5 Harmonic Equatorial Mount mit Karbonstativ (oder ein Berlebachstativ weil gedämpft)
ASIAIR PLUS (256GB) Astrofotografie-Computer
Electronic Automatic Focuser EAF Standard (5V)
Gegengewichtsstange für AM5 / AM3 und Gegengewicht 2x2kg falls ein Teleskop schwerer ist.
Dann würde ich alle Vorteile des Gerätes nutzen. Teuer, aber ich glaube das würde mir schon gefallen.

Zum Thema Kamera hat mir ein Teilnehmer die ASI 2600 MC DUO Color für Deep Sky (mit Autoguidingkamera eingebaut) und die ASI 385 MC Color für Planeten. Diese würde ich mir zeitnah anschaffen, wenn ich glaube, mich mit meiner R5 oder R7 & RF 600 4 und RF 800 5.6 etwas ausgetobt habe.

Zum Teleskop selbst:
Da habe ich einen ungewöhnlichen Tipp erhalten, mir einen Maksutov-Newton anzuschaffen. Entweder einen Skywatcher mit 1000mm Brennweite und 19cm Öffnung, oder den kleineren Explore-Scientific mit 730mm und 15cm Öffnung. Beide sind im www sehr gut bewertet. Die könnte ich rabattiert bekommen.

Alternativ würde ich noch das Teleskop deutlich günstiger bekommen: TS Photoline 130 mm f/7 EDT Triplet APO
Was haltet ihr davon? Eure Meinung dazu würde mich bitte interessieren!

Beim Thema Zubehör muss ich mich noch schlau machen, je nach dem, was ich nehme.
Beim Strom würde ein System mit USB-anschlüssen bevorzugt werden. Die Batterie alleine ist natürlich eine Lösung, aber dann brauche ich noch ein System mit dem ich die Energie verteile und auf USB-Niveau auch noch runtereglen kann.


Schöne Grüße & Danke
Erik
Hallo Erik, als bisher schweigender mitlesender (da du bis dato viele Gute Ratschläge erhalten hast) melde ich mich zu deiner oben genannten Auswahl jetzt kurz zu Wort:

AM5, in jedem Fall wahrscheinlich eine sehr komfortable und gute Wahl! Kommentar fertig. Wenn du es dir leisten kannst oder willst spricht da nichts dagegen.

ZWO Duo: Wäre ich Vorsichtig, da unflexibel und neue Technik. Außerdem kriegt die guiding cam bzw. Deren Sensor, wenn du mit schmalbandfiltern fotografierst nur noch echt wenig Licht ab, was schnell zu Problemen führen kann. Eine separate guidecam inkl. Off-Axis guider oder guidescope ist einfach auszutauschen, zu Wechseln ohne von deiner imaging cam abhängig zu sein.

Asiair plus ist eine Glaubensfrage, aber ich persönlich würde davon abraten und einen mini PC zur Steuerung mit Nina aufsetzen und zwar aus dem einfachen und einzigen Grund, dass du Produktoffen investieren kannst (auch auf dem Gebrauchtmarkt) und dadurch richtig viel Geld sparen kannst und auch die Vorzüge von Produkten nutzen kannst die keinen speziellen Stempel tragen...das ist auch der einzige Grund, denn ansonsten funktioniert das System vermutlich grandios.

Teleskop: und hier kommt jetzt das größte ?? Oder hmmm...ein Maksutov-Newton mir 1000 mm Brennweite ist ohne Frage ein großartiges Teleskop mit dem man Famose Bilder machen kann, aber es ist mit Sicherheit für den Start ein sehr komplexes System, das du dir absolut nur dann zumuten solltest, wenn du sicher bist, dass du dich mit hoher Frustrationstoleranz in das Hobby reinfuchsen willst! Ich habe selber mit einem 1000 mm Newton gestartet und bin jetzt nach 5 intensiven Hobby Jahren soweit, dass ich das Gefühl habe das Teleskop richtig zu "beherrschen"...und es ist nicht mein lieblings Teleskop...und wird es auch nie werden...die Brennweite, Größe und Anforderung an Justage macht es für den Start einfach unnötig komplex um saubere Bilder zu produzieren.
Ähnliches gilt für den 130er Apo...ein fantastisches Gerät...aber ein echter Brummer, der Windanfällig und schwer ist....
Egal wie du dich entscheidest wünsche ich dir einen magischen Start in eins der fantastischsten Hobbys der Welt...zumindest wenn man auf Herausforderungen steht, Frust erträgt und als Belohnung auf Bilder steht, die andere garantiert schon schöner gemacht haben ;) Spaß beiseite. Es gibt nichts tolleres als das erste eigene deepsky Foto, egal wie windschief es ist ;)
CS Ben
 
Hi Erik,

die AM5 kann ich aus eigener Erfahrung nur unterstützen. Ich bin sehr zufrieden und mag sie nicht mehr hergeben. Du um gehst damit auch "Stolpersteine" wie das Ausbalancieren des Equipments. Ebenso die ASIAIR. Sie vereinfacht den Einstieg in die Fotografie ungemein.

Gegengewichtsstange... ich hab sie bisher nicht gebraucht, aber das hängt letztlich davon ab, wieviel du drauf packen möchtest.

Teleskop hängt letztlich von deinen Bedürfnissen ab. Da wirst du - wenn du beim Hobby bleibst - sowieso mehrere im Schrank haben früher oder später. Ich tendiere für den Anfang eher zu etwas mit weniger Brennweite, denn man darf nicht die Anforderungen das Guiding mit steigender Brennweite unterschätzen. Wenn da nicht am Anfang alles quasi von selbst funktioniert (was auch bei der Kombi AM5 + ASIAIR vermutlich nicht der Fall sein wird), kommt sehr schnell Frust auf.

Viele Grüße,

Ulrike
Danke. Dann wird es eine AM-5.
Der Explore Scientific MN-152 f/4,8 Maksutov Newton wäre dann wohl die bessere Wahl. Den würd ich um -30% bekommen.
 
Nimm Dir besser für den Anfang einen Refraktor wie Askar FRA400, FRA500 oder FRA600, je nachdem, was für eine Brennweite gewünscht ist und man ausgeben will.
Mit einem FRA400 und ASI2600 mit ihrem APS-C Sensor passt z.B. die Andromeda Galaxie knapp voll drauf.
Und wenn schon AM5, würde ich auch den Rest von ZWO nehmen, auch wenn die Sachen etwas überteuert sind.
 
Halö

Hallo Erik, als bisher schweigender mitlesender (da du bis dato viele Gute Ratschläge erhalten hast) melde ich mich zu deiner oben genannten Auswahl jetzt kurz zu Wort:

AM5, in jedem Fall wahrscheinlich eine sehr komfortable und gute Wahl! Kommentar fertig. Wenn du es dir leisten kannst oder willst spricht da nichts dagegen.

ZWO Duo: Wäre ich Vorsichtig, da unflexibel und neue Technik. Außerdem kriegt die guiding cam bzw. Deren Sensor, wenn du mit schmalbandfiltern fotografierst nur noch echt wenig Licht ab, was schnell zu Problemen führen kann. Eine separate guidecam inkl. Off-Axis guider oder guidescope ist einfach auszutauschen, zu Wechseln ohne von deiner imaging cam abhängig zu sein.

Asiair plus ist eine Glaubensfrage, aber ich persönlich würde davon abraten und einen mini PC zur Steuerung mit Nina aufsetzen und zwar aus dem einfachen und einzigen Grund, dass du Produktoffen investieren kannst (auch auf dem Gebrauchtmarkt) und dadurch richtig viel Geld sparen kannst und auch die Vorzüge von Produkten nutzen kannst die keinen speziellen Stempel tragen...das ist auch der einzige Grund, denn ansonsten funktioniert das System vermutlich grandios.

Teleskop: und hier kommt jetzt das größte ?? Oder hmmm...ein Maksutov-Newton mir 1000 mm Brennweite ist ohne Frage ein großartiges Teleskop mit dem man Famose Bilder machen kann, aber es ist mit Sicherheit für den Start ein sehr komplexes System, das du dir absolut nur dann zumuten solltest, wenn du sicher bist, dass du dich mit hoher Frustrationstoleranz in das Hobby reinfuchsen willst! Ich habe selber mit einem 1000 mm Newton gestartet und bin jetzt nach 5 intensiven Hobby Jahren soweit, dass ich das Gefühl habe das Teleskop richtig zu "beherrschen"...und es ist nicht mein lieblings Teleskop...und wird es auch nie werden...die Brennweite, Größe und Anforderung an Justage macht es für den Start einfach unnötig komplex um saubere Bilder zu produzieren.
Ähnliches gilt für den 130er Apo...ein fantastisches Gerät...aber ein echter Brummer, der Windanfällig und schwer ist....
Egal wie du dich entscheidest wünsche ich dir einen magischen Start in eins der fantastischsten Hobbys der Welt...zumindest wenn man auf Herausforderungen steht, Frust erträgt und als Belohnung auf Bilder steht, die andere garantiert schon schöner gemacht haben ;) Spaß beiseite. Es gibt nichts tolleres als das erste eigene deepsky Foto, egal wie windschief es ist ;)
CS Ben
Danke.
Zwo Duo: Kritik angekommen und verstanden. Was wäre eine gute externe Lösung? (so was?: Guidescope Evoguide 50 EDSkywatcher)???
Welcher Mini-PC mit Nina (muss ich mich schlau machen darüber) wäre zu empfehlen? Bei dem ASiAir war mein Gedanke: ist alles fix und fertig, sprich "[zensiert]ensicher".

Zum Teleskop: Mir wurde erklärt, dass das Maksutov-Newton deutlich einfacher zu justieren ist, als ein normaler Newton. Dann bist Du davon nicht überzeugt?
 
Bei dem ASiAir war mein Gedanke: ist alles fix und fertig, sprich "[zensiert]ensicher".
So ungefähr. Natürlich ist die auch nicht über jeden Zweifel erhaben, aber zumindest für mich war es am Anfang ein ziemlicher Gamechanger. Um solche Dinge wie Polar Alignment und Fokussierung kommst du aber nicht drum herum.

Falls du die ASIAIR möchtest, musst du aber zwangsläufig auch Equipment von ZWO verwenden, sonst geht es nicht. Dh Guidingcam und Hauptkamera von ZWO. Fokusser auch, falls du den mal verwenden willst. Bei der Montierung spielt das aber keine Rolle.

Zur ZWO 2600 MC Duo: Die wollte ich mir auch zulegen, aber die Frage, die ich mir nicht ganz beantworten kann ist, ob der Imaging Circle meines Teleskops ausreicht. Habe ich noch nicht überprüft. Wenn der zu klein ist, nützt dir die Duo wenig. Dann tut es auch die "normale" 2600 MC Pro, weil du dann anderweitig guiden musst (z. B. Leitrohr). Bei der Teleskopwahl gehe ich mit @MK2007.
 
Wenn schon die ASI2600, würde ich unbedingt die DUO nehmen.
Den Nachführsensor muss man nicht zwingend nutzen, aber der wird wohl auch mit einem L-Ultimate funktionieren.
 
Genau letzteres (Schmalband) scheint wohl kritisch zu sein, wenn man diversen Reviews glauben mag…. Das bisschen separate Guidecam plus Kleines Leitscope macht den Kohl nicht fett…
 
Danke.
Zwo Duo: Kritik angekommen und verstanden. Was wäre eine gute externe Lösung? (so was?: Guidescope Evoguide 50 EDSkywatcher)???
Welcher Mini-PC mit Nina (muss ich mich schlau machen darüber) wäre zu empfehlen? Bei dem ASiAir war mein Gedanke: ist alles fix und fertig, sprich "[zensiert]ensicher".

Zum Teleskop: Mir wurde erklärt, dass das Maksutov-Newton deutlich einfacher zu justieren ist, als ein normaler Newton. Dann bist Du davon nicht überzeugt?
Hey Erik, bzgl. Zwo Duo gibt es ein Review von Nico Carver (Youtube Channel Nebula Photos) der recht deutlich die limitation aufzeigt. Jep externes guidescope (das skywatcher evoguide 50 ist top, könnte aber bei 1000 mm eng werden...da solltest du ggf. ein 60 mm guider nehmen). Andere Option, vor allem für große Brennweite ist ein off axis guider.
Als guidecam kommen viele in Frage. Grundsätzlich haben cams mit dem imx 290 einen guten Ruf. Ich guide mit ner asi 462 MC (welche ich immer mal alternativ als Planeten cam nutzen wollte, aber noch immer nicht wirklich hab...) oder ner sv bony sv905c...die ist sehe günstig und funktioniert für das Geld 1a. Keine Ahnung was asi Air zu guiding cams sagt, die nicht von asi kommen.
Bzgl. MiniPc tun es viele. Ich würde zu lüfterlos raten. Der MeleQuiter wird sehr viel eingesetzt. Ich habe einen von CSL. 8GB RAM würde ich jedoch mindestens empfehlen und genug USB 3 Schnittstellen (3-4 stk) und 12 V dc netzbetrieb.
Bzgl. Justage mag es sein, dass der Maksutov-Newton unauffälliger ist, da der Fangspiegel direkt in der Meniskuslinse verbaut ist, und nicht nur an vier Fangspiegel streben hängt. Justieren wirst du ihn trotzdem immerwieder müssen. Bei einem Maksutov-Newton kommt zudem die recht lange auskühlen dazu, da geschlossenes System...anfällig für Tubus seeing....und es bleiben 1000 mm Brennweite und die Wind auffangfläche der riesen Röhre. Die AM5 packt den bestimmt gut, aber bei mehr als 5-7 m/s Wind kannst du in jedem Fall vergessen da mit sauberen Frames raus zu gehen, außer du hast einen Windfang.
Viele Grüße Ben
 
Hallo Erik,
ich muss das jetzt einfach fragen: Du hast schon ein 5,6/800mm Objektiv für Vollformat und zwei etwas kürzere Objektive mit ebenfalls hoher Lichtstärke. Die kannst du nicht ausreizen und du verbesserst dich auch nicht mit einem Fernrohr ähnlicher Brennweite nicht wirklich. Erst für die Fotografie kleinerer Galaxien und planetarischer Nebel und natürlich Planeten reichen deine Objektive nicht mehr, da brauchst du dann aber Brennweiten, die deutlich länger sind und/oder eine Kamera mit kleinerem Sensor. Für ein deutlich größeres Fernrohr ist die AM5 dann wieder zu klein. Mein Tipp: Hol dir die AM5 und wenn du ernsthaft mit deinen Objektiven nicht mehr klar kommst, besorg dir einen Telekonverter.
CS Harald
 
Zum Teleskop: Mir wurde erklärt, dass das Maksutov-Newton deutlich einfacher zu justieren ist, als ein normaler Newton. Dann bist Du davon nicht überzeugt?
Das würde mich wundern. Der einfache Newton ist so ziemlich das am simpelsten zu justierende Teleskop, das mir einfällt. Was da am Maksutov Newton einfacher sein soll, erschließt sich mir nicht. Noch einfacher ist nur ein Refraktor. Den muss du gar nicht justieren.

Was mich persönlich am Maksutov stören würde, wäre das geschlossene System. Mein Maksutov braucht ewig zum Temperieren. Grad wenn man raus fahren muss, würde ich mir das nochmal überlegen. Ich habe zwar einen Cassegrain und kein Newton, aber vom Prinzip her wird sich das Auskühlverhalten nicht groß unterscheiden. Das dauert ewig. Am Anfang ist das Bild unbrauchbar. Das wird man auf Aufnahmen sehen.

Ein Apo ist am einfachsten. Einfach draufsetzen und fertig. Kein Justieren, kein Temperieren.

Ich würde es mir nochmal überlegen mit 1m Brennweite und der ASI2600 an den Start zu gehen. In 9 von 10 Nächten kann ich an meinem Standort die Auflösung des IMX571 mit der Brennweite nicht ausnutzen. Da braucht es schon einen extrem guten Standort und eine extrem saubere Nachführung. 700-800mm sind eher ein Bereich, der für diese Kamera sinnvoll ist. Da kann man sich die Bilder auch anschauen, wenns mal nicht so läuft.

Ob ich mich nun auf Gedeih und Verderb an das preislich in letzter Zeit doch schon stark zulegende ZWO binden würde, würde ich mir auch nochmal überlegen. Das sind kleine schlechten Sachen, aber mit der ASIAIR bauen sie sich ein Monopol auf, das ihnen die Option gibt sich das gut bezahlen zu lassen.

Es geht mich ja nichts an, ist auch nicht mein Geld...aber wo steht die Rechnung gerade? Das müssten doch mit allem drum und dran schon 7 oder 8K sein oder? Am Ende wird das sicher noch mehr. Denn da kommt dies und das noch dazu. Software wird auch noch dazu kommen. Mit Freeware geht zwar auch, aber hat man eine längere Lernkurve. Und schups bist du bei 10k. Wenn du raus fahren musst, machst du vielleicht 10 Bilder pro Jahr. Hast du dir das auch gut überlegt?
 
Sehe ich ganz ähnlich, zumindest hinsichtlich des Teleskops. Am Anfang mit so großen Brennweiten zu hantieren - da ist Frust vorprogrammiert. Von der Justage oder dem Auskühlverhalten reden wir da noch gar nicht.

Warum für den Anfang kein kleiner Apo, wie es dir schon mehrere Mal an's Herz gelegt wurde? Der macht im Zweifel am wenigsten Stress. Später, wenn die Erfahrung da ist, kann man immer noch mit größeren Brennweiten hantieren.
 
Ok,OK,OK... A bisserl gefrustet, stimme ich Euch schon zu.
Ich hab RF 800 5.6 und 600 4.0 von Canon. Natürlich könnt ich die nutzen, wäre die - so gesehen - günstigste Variante mit einer guten Montierung und einer Nachführung. Oder? Um zukunftsfit zu sein, eine Skywatcher Montierung (da zwischen der HEQ-5 und EQ6-R Pro SynScan GoTo) nur wenige huntert Euro liegen, würde ich die EQ6-R Pro SynScan GoTonehmen (20kg Tragekraft - also 10-12 kg für später nutzbar). Und dazu eine Guidingcamera und das ganze über einen Laptop oder einen Mini-PC laufen lassen. (Mal sehen ob ich das als Anfänger hinkriege. )
Dann hätte ich zwischen 400mm 2.8 und 800 mm 5.6 alles dabei.
Die Frage ist, ob ich eine der Kameras wo umbauen lassen soll (hab ich im www gelesen, dass das geht und in D angeboten wird.)

Wenn etwas eingearbeitet, dann kürzeren Refraktor mit Astrokamera kaufen. OK?


Mir ist der Preis, den ich zahle schon bewusst. Mein Libido, mir so ein Equipment anzuschaffen ist halt inzwischen einfach wirklich groß. Ähnlich dem, warum sich mancher einen Sportwagen leistet, obwohl man den in den wenigsten Gebieten ausfahren kann. Ist halt dzt. mein Traum sich da ein schönes setup zu kaufen, mit dem an halt auch schöne Bilder machen kann.

Danke Euch für die wertvollen Tipps und Hinweise!
 
Hallo Erik,

Deinem letzten Beitrag zufolge ist eine EQ-6R durchaus ersinnlich, vielleicht auch eine Losmandy oder ähnliches. Verzichte doch anfangs auf sämtliche digitalen Helferlein, einfach einnorden und mit dem etwas abgeblendeten 400er (chromatische/sphärische Aberration) auf die Plejaden halten... 60-, 80- oder 100-Sekunden-Frames sollten durchaus gelingen... Darks, Bias, Flats, dann die Bildverarbeitung.... Danach siehst Du, wohin die Reise geht... Vielleicht eine mittlerweile unkonventionelle Herangehensweise...

Dagegen spricht natürlich eine AM5, Asiair, Zwo2600, etc., etc...

Natürlich kannst Du bezüglich Astrofotografen auch in Deiner Umgebung recherchieren, möglicherweise ist in Deiner direkten Nachbarschaft ein Profi angesiedelt.....

Viele Grüsse, viel Erfolg!

Markus
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich hab RF 800 5.6 und 600 4.0 von Canon.
Ok...Geld ist bei dir offenbar nicht das Problem. Wenn's bei dir auf 10k nicht ankommt, kannst du im Prinzip auch gleich das volle Programm nehmen. Für die Teile brauchst du eh eine starke Montierung. Ob du dann noch ein Teleskop drauf setzt oder die Teleobjektive ist eigentlich egal. Mir persönlich wäre das TS 130mm Triplett lieber als der Maksutov Newton. Mit Reducer und Flattener hast du zwei Brennweiten. Mit Reducer passt die Brennweite auch gut zum IMX571.

Wenn es doch das kleine Besteck sein soll, bietet z.B. @conehead hier aus dem Forum Modifikationen an. Was für eine R hast du denn? Die ursprüngliche R mit den großen Pixeln schlägt die ASI2600MC um Längen. Außer vielleicht im Hochsommer bei 30°C. Aber ansonsten kommt die 2600 in Sachen Lichtsammelleistung nicht mit. Ich habe eine R und eine ASI533MC, die die gleiche Pixelcharakteristik hat wie die 2600. Die R braucht schon spürbar weniger Integrationszeit. Den Nachteil will ich aber auch nicht verschweigen. Das eine ist eine Astrokamera, die für den Zweck gemacht wurde. Die andere ist eine modifizierte Consumerkamera. Da ist die Treiberunterstützung und Stabilität nicht vergleichbar und man muss sich auch nicht mit Krücken, wie diesen billigen Dummy Akkus rumärgern. Montierung habe ich eine EQ6-R. Die tut den Job mit dem Triplett. Ist aber ein ganz schöner Klotz. Eine AM5 oder ähnliches tut den Job sicher auch. Es gibt aber auch Alternativen. Z.B. die Pegasus Nyx oder wenn Geld egal ist eine 10Micron.

Deepskyfotografie ist zwar keine Quantenmechanik, aber das ist doch etwas anderes als Tageslichtfotografie. Das Zeug ist deutlich schwerer, du machst alles im Dunkeln und eine Aufnahme dauert je nach Jahreszeit und Motiv mehrere Tage, Monate oder sogar Jahre. Wenn man sperrige Bauteile von 20kg ohne Probleme heben und aufbauen kann, dann heißt das nicht, dass man das morgens um 4 auch gerne wieder abbaut. Insgesamt kommst du bei deinen Vorstellungen auf ca. 50kg Equipment. Die restlichen 8 Stunden steht man daneben. Denn wenn das Zeug mal läuft, hast du eigentlich nichts mehr zu tun und wenn du wirklich das Equipment ausreizen willst, brauchst du die extremen Integrationszeiten. Eigentlich kannst du dir gleich noch ein zweites Teleskop zum parallelen visuellen beobachten kaufen. Dann kommst du zwar je nach dem auf 100kg Equipment, brauchst an dem Tag abe dafür keinen Sport mehr machen :)

Wenn ich das bei mir nicht im Garten machen könnte, hätte ich dieses Hobby definitiv nicht. Ich hab meine Betonsäule, setzte das Teleskop drauf und fertig. Direkte Lichteinstrahlung ist außer im Extremfall nicht so ein großes Problem wie man denkt. Mir strahlen 5 LED Straßenlampen direkt aufs Setup und das geht auch.
 
Danke für Eure Antworten.
Ja, eine Gartensternwarte wäre der Hit. Leider derzeit auf meinem Grund nicht verwirklichbar. Eventuell in ein paar Jahren... ein kleines Grundstück in einer abgeschiedenen Gegend.... mal sehen.

Ich hab bei den Spiegellosen R5, R7 und eine R3. Sony hätt ich noch 7RIV und V. Ich mach mich mal schlau, was die besseren Bilder macht.

Hab mir heute einen Refraktor mit knapp 500mm und 80mm Öffnung von williams Optics gekauft - gberaucht wohlgemerkt zum Beginnen.

Diese Pegasus Nyx wäre eine Alternative. 20-30kg Tragkraft - eine teurere alternative zur Zwo AM-5. Schau ich mir mal an. 10Micron ist dann schon zu teuer, brauche ja noch den ganzen Rest an Equipment.
Beim Gewicht bin ich schon abgehärtet, bin bis vor Kurzem noch mit 25kg auf den berg maschiert. Jetzt schaff ich das wohl noch aus dem Auto. Aber es stimmt, jünger wird man nicht. daher langfristig eine stationäre Einheit schaffen wäre absolut sinnvoll.
 
Hallo Erik,

bitte beachte auch, dass das Wetter in Deutschland nur grenzwertig zu bemerkenswerten Foto-Sessions einlädt. Selbstverständlich kannst Du ein Grundstück in einer abgeschiedenen Gegend andenken und entsprechend bestücken. Jedoch wäre es schade, sollten Dich Nebel, zuziehende Wolkenfelder oder ein zu oft auftauchender Mond irritieren..

Solltest Du glücklich wohnen, abseits jeglicher Wetterkapriole, dann kannst Du in sehr gutes Equipment investieren. Möglicherweise solltest Du das im Vorfeld überprüfen...

Viele Grüsse

Markus
 
Hallo

Ihr quatscht einen ja schwindlig, die AM5 würde ich der EQ6r vorziehen, ist doch robuster und trägt das selbe ohne Schneckenspiel, zudem gar Teisetaugnich und schon daher eher das Carbonstativ.
Hat Asiair nicht selbst Stromabgänge und USB?
Wenn man bedenkt das OAG meist auf F/8 Abblendlicht plus FS Schatten sollte die Duo bei voller Öffnung gehen.
Der kleine Mak ist ja dank verbautem Korrektor bestimmt einfach zu handeln. 130er Apo vielleicht mit Reducer auch nicht schlecht, das kostet aber extra und macht Probleme mit richtigem Abstand und Verkippung.
Problem bei den Harmonicdrive ... die wollen öfter mal einen Guidepuls, Pluspunkt sie folgen dem auch Backslashfrei.
Man ist bei 1s Belichtung Guidestern gut unterwegs, das kann ich dir nicht sagen ob die Duo das hinter Filter bringt, aber F/4,8 ist dann dem Apo vermutlich überlegen und zu den kleinen Kamerapixeln passt eine schnellere Öffnung auch besser.

Gruß Frank
 
Na ja man muss für sich selbst das beste raussuchen,
Die Am5 oder die Umi17 trägt bei Flugreisetauglich soviel wie die Eq6, trägt man samt Carbonstativ in Schultertasche problemlos umher, bis 13 kg braucht es kein Gegengewicht, es sei denn ist so ausladend das das Stativ wegen Ungleichgewicht zu kippen droht.
Man braucht sich zum Einnorden auch nicht den Hals verrenken.

Gruß Frank
 
Die Am5 oder die Umi17 trägt bei Flugreisetauglich soviel wie die Eq6
Natürlich ist eine Harmonic Drive Montierung reisetauglicher als eine EQ6 R, die alles zusammen 35kg auf die Wage bringt. Die AM5 kostet aber 40% mehr als eine EQ6 R. Immerhin findet man im Netz gute Bilder mit ordentlich Brennweite, die mit der AM5 gemacht wurden. Das selbe gilt für die Pegasus Nyx. Nur dass die halt noch mehr kostet.

Bei sowas wie die UMI 17 würde ich einem Anfänger empfehlen die Finger weg zu lassen. Die UMI 17 ist mehr oder weniger ein unbeschriebenes Blatt. Dazu findet man null Bilder im Web, die mit dieser Montierung bei hoher Brennweite gemacht wurden. Man findet generell wenig Bilder und die wenigen, die man findet, haben keine besonders gute Qualität. Selbst mit niedriger Brennweite.

Dazu muss man die bei AliExpress bestellen, was zumindest nicht meine Sache wäre. Bei Alixexpress kostet die UMI 17 fast so viel wie die EQ6 R und es kommt noch Zoll und Mwst dazu. D.h. auch die ist teuer. Kann sein, dass das gut geht, kann aber auch nicht sein.

Man braucht sich zum Einnorden auch nicht den Hals verrenken.
Muss das heutzutage noch jemand?
 
Die Eq6 wird eben schon 30Jahre benutzt,
Und da war man anfangs auch der Meinung eine Vixen GPDX ist die bessere Wahl, die Meinung wird von der Masse gemacht.

Gruß Frank
 
Interessant, dass du nicht auf die Nachteiles eines geringen Gewichts eingehst. Einen 8" Newton fühlt sich auf einer EQ6 sicher wohler als auf einer AM5 (auch wenn der im Moment nicht gefragt ist). "Flugreisetauglich" hört man gerne. Aber mal ehrlich: Wie viele Leute fliegen wirklich mit ihren Montierungen durch die Gegend? Der Fragesteller hat ja darauf hingewiesen, dass das Gewicht für ihn eher eine untergeordnete Rolle spielt.

Sowohl die AM5 als auch die EQ6 sind sicher beide keine schlechten Montierungen. Der Hauptvorteil der AM5 ist aus meiner Sicht das Gewicht. Das darf man dann aber auch gut bezahlen. Eine EQ6 ist schon noch einiges billiger als eine AM5. Exoten wie die UMI17 würde ich einem Anfänger auch nicht empfehlen, gerade mit bereits schlechten Erfahrungen in dem Bereich.

Insofern ist die Frage wohl: Wie viel ist dir das geringere Gewicht wert? Wenn das egal ist und ggf. später mal schwerere Kaliber drauf sollen, dann eher EQ6, ansonsten ist eine AM5 schon interessant.

CS, Daniel
 
Hallo Erik,


Das ist doch eigentlich nicht schlecht, vielleicht ist eine EQ6-R rein erfahrungsgemäss in Betracht zu ziehen...

Du besitzt bereits erhabene Festbrennweiten (#13), an Deiner Stelle würde ich mir lediglich eine stabile Montierung bestellen und einen dunklen Ort suchen. Aufbauen, einnorden und mit vorhandenen Kameras ohne digitale Helferlein loslegen, so einfach...

Lights, Darks, Bias, Flats, EBV (#49)...

Viele Grüsse, viel Erfolg!

Markus


PS.: Digitale Helferlein werden Dir die Astrofotografie mit Sicherheit vereinfachen, ob sie anfangs nicht eher hinderlich sind, musst Du entscheiden.
 
Die Eq6 wird eben schon 30Jahre benutzt,
Und da war man anfangs auch der Meinung eine Vixen GPDX ist die bessere Wahl, die Meinung wird von der Masse gemacht.

Gruß Frank
Da ist schon was Wahres dran. Ich kann mich noch erinnern, dass sich die UMI Käufer über die "Nachführfehler" der AM5 etwas lustig gemacht hatten, als über die Nachführgenauigkeit der Harmonic Drives fleißig diskutiert wurde. ZWO und UMI erwarte ich, was die Verarbeitung und Nachführgenauigkeit betrifft, eigentlich auf dem gleichen Level.
 
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