Einstieg in die Astrofotografie

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Mir fällt gerade wieder ein, dass die Zoomobjektive auch eine ziemlich brutale Verzerrung haben und die chromatische Aberration da ganz schön schlimm ist. Da ist das Zoomobjektiv echt herausgeworfenes Geld... ^^'
Also wird es doch eine Festbrennweite.
Danke für den Tipp, Ulrike. Das steht jetzt auf jeden Fall auf der Liste.
Habt ihr da einen Tipp mit welchem Objektiv ich da jetzt am besten einsteige?
Ich würde ganz gerne mit meiner 600D Milchstraßenaufnahmen und die großen Nebel realisieren, für die mein Skywatcher mit seinen 750mm zu lang ist.
Das wäre zum Beispiel ein Nordamerika-Nebel... :P
Sollte ich mir da lieber erst einmal versuchen, an ein 135er Samyang zu kommen? Die kleinere Brennweite macht ja nur für die Milchstraße und große Widefields Sinn... Und eine größere Brennweite löse ich dann später wohl auch lieber über ein kleines Teleskop mit circa 300mm, nehme ich an...
So könnte ich zunächst den Herznebel schön im Ganzen aufs Bild bekommen und meine ersten Mosaik-Versuche mit der Milchstraße wagen und dann mal noch ein kleines Objektiv aufrüsten. Sollte ich da lieber 35mm, ~24mm oder ~14mm nehmen? 35mm dürften ja die Größenverhältnisse bei meiner Kamera ziemlich genau darstellen. Bei 24 und 14mm hätte ich dann ja die Motivverzerrung, nehme ich an, oder? Da wären 35mm und dann einfach Mosaiks, wenn der Ausschnitt nicht reicht, eventuell ganz klug, oder?
Sorry, dass ich da gerade wieder so viele Fragen stelle und mich blöd anstelle. Mein Browser stirbt schon, so viele Tabs habe ich gerade offen mit Objektivangeboten... -.-
 
Sorry, dass ich da gerade wieder so viele Fragen stelle und mich blöd anstelle. Mein Browser stirbt schon, so viele Tabs habe ich gerade offen mit Objektivangeboten... -.-
Wer nicht fragt, der lernt nichts :-) Um ehrlich zu sein, halte ich von den Zoomobjektiven auch nicht so viel, aber das ist wieder mehr ein persönliches Gefühl und nichts, womit ich konkrete Erfahrungen hätte.
Ich würde ganz gerne mit meiner 600D Milchstraßenaufnahmen und die großen Nebel realisieren, für die mein Skywatcher mit seinen 750mm zu lang ist.
Das wäre zum Beispiel ein Nordamerika-Nebel... :p
Sollte ich mir da lieber erst einmal versuchen, an ein 135er Samyang zu kommen? Die kleinere Brennweite macht ja nur für die Milchstraße und große Widefields Sinn... Und eine größere Brennweite löse ich dann später wohl auch lieber über ein kleines Teleskop mit circa 300mm, nehme ich an...
So habe ich angefangen. Ich hab zunächst mit einem Samyang mit 135 mm Brennweite auf der Star Adventurer angefangen und später ein Teleskop mit mittlerer Brennweite (in meinem Fall 432 mm) gekauft. Das Samyang ist gut für Widefields und wird in unserem Verein gerne und häufig genutzt, gerade weil es auch sehr lichtstark ist. Den Nordamerika-Nebel kannst du damit sicher gut ablichten.

Zu Mosaiken kann ich dir nichts sagen; hab ich selbst noch nicht gemacht.
 
Hallo alle zusammen!
Jetzt sind Abitur- und Aufnahmeprüfungen erst einmal geschafft und ich habe endlich wieder die Zeit, mal wieder hier zu schreiben.
Der Tipp mit Samyang-Objektiv war wirklich großartig, danke Ulrike! Es war zwar etwas teuer, aber seinen Preis vollkommen wert.
Da konnte ich auch schon echt nette Anfängerbilder vom Nordamerikanebel und der Sadr-Region machen.
Ich habe mich inzwischen auch endlich mit dem Guiding angefreundet und kann jetzt auch endlich schön lange belichten. Da wollte ich heute Abend mich mal mit dem Samyang auf die Lauer legen und mal versuchen, den Nebelkomplex um Rho Ophiuchi herum zu fotografieren. Zugegeben, das Ganze ist ziemlich knapp über dem Horizont, da weiß ich nicht, inwieweit ich Erfolg haben werde, aber Probieren geht über Studieren! :D
Ich habe mich auch mal an ein Mosaik vom Herznebel gewagt. Der Ablauf hat super funktioniert, nur ist nicht viel dabei rausgekommen da ich Doofdödel nicht abwarten konnte und bei Mondlicht den zu der Zeit noch ziemlich niedrig stehenden Herznebel unbedingt ablichten wollte... -.-
Aber so langsam sind meine Bilder doch relativ akzeptabel, denke ich.
Zumindest auf mein Bild vom Adlernebel bin ich doch schon ganz stolz. :')
AdlerC.jpg

Ich habe da um die 3 Stunden Belichtungszeit sammeln können. Das waren 36 Lights zu je 5 Minuten, glaube ich. Alles mit Calibration Frames gemacht und dann durch Graxpert und Gimp gejagt. Rauschreduktion habe ich über Lightroom auf dem Handy gemacht, ja ich weiß, es klingt absurd...
Vielleicht habt Ihr erfahrenen Astrofotografen noch ein paar Tipps für mich, was da noch so geht. Ich denke, in der Nachbearbeitung kann ich noch eine ganze Menge rausholen... Da versuche ich gerade, mich etwas mit der Thematik Masken auseinanderzusetzen.
Die Thematik Monokamera wird da ja in der näheren Zukunft auch eine Rolle spielen, besonders da ich ab Oktober zum Studium aus meinem schönen ländlichen Nachthimmel unter den Dresdner Himmel ziehe. Das ganze Equipment dafür ist aber auch so furchtbar teuer... :/
Irgendwie möchte ich ja bis dahin erst einmal alles aus meinem derzeitigen Equipment herausholen und nicht schon wieder Geld für tolles neues Zeugs ausgeben.
Bis Oktober ist aber noch etwas Zeit, denke ich... :P
An die Planetenfotografie habe ich mich im Lichte der astronomischen Ereignisse in letzter Zeit übrigens auch mal gewagt. Ich habe mir die ganze Thematik ja irgendwie schlimmer vorgestellt. Aber ich denke, bis auf den Mond, Jupiter und Saturn werde ich da mit meinem "kurzen" Newton nichts versuchen brauchen. Das wird für mich wohl eher so ein Randgebiet bleiben, bis ich irgendwann mal genug verdiene um mir ein Mak zu leisten... :'D

Soweit erst einmal die Neuigkeiten von mir, irgendwie konnte ich ja trotz des Abiturs und der Aufnahmeprüfungen echt ganz nette Fortschritte machen. Ich bin da echt mal auf die Meinungen und Tipps für den Adlernebel gespannt. Jetzt stelle ich mich mal ganz mutig der Kritik der "alten Hasen"... >.<
 
Hi Stefan,

das sieht doch schon prima aus! Wenn meine ersten Bilder so ausgesehen hätten, wäre ich froh gewesen :). Dein Vorhaben, erstmal alles aus dem bestehenden Equipment rauszuholen, kann ich nur unterstützen. Als ich "Blut geleckt" hatte, wollte ich auch alles auf einmal und ruckzuck hat man dann zu viel Zeugs rumstehen, was man dann nicht nutzt oder nutzen kann.

Rho Ophiuchi: Ich weiß nicht genau, wo du wohnst, aber das wird hier in Deutschland tatsächlich recht schwer. Da würde ich nicht soviel erwarten. Ich hab es auch mal probiert und sämtliche Aufnahmen wanderten nach der Sichtung direkt in die Tonne. Ich würde es trotzdem probieren und sei es nur für den Lerneffekt :cool:

Zu deinem Adlernebel: Du hast das Bild mit dem Samyang gemacht? In den Ecken sind die Sterne etwas verzogen (v. a. rechts oben und unten). Im Hintergrund sehe ich ein Walking Noise, wenn ich nicht irre. Dagegen hilft nur dithern. Normalerweise passiert das beim Guiding mehr oder weniger automatisch (wenn man es einstellt). Wie genau guidest du? Außerdem ist dein Histogramm links abgeschnitten; ich nehme an, du hast den Schwarzpunkt zu weit nach rechts gezogen. Da würde ich aufpassen, denn so schneidest du dir Bildinformationen ab. Der Nebel ist gut herausgearbeitet.

Das sind die Sachen, die mir ad hoc auffallen. Für den Anfang finde ich das Bild sehr gut gelungen. Klar geht da immer noch mehr, aber immer schön step by step. Die Lernkurve ist gerade zu Beginn sehr steil.

CS,
Ulrike
 
Rauschreduktion habe ich über Lightroom auf dem Handy gemacht, ja ich weiß, es klingt absurd...
Zur Rauschentfernung, nicht Reduktion ;) auf Knopfdruck würde ich dir unbedingt den NoiseXTerminator empfehlen.
Geht aber nur in PixInsight oder als Photoshop Plugin auch unter Affinity Photo.

Die Thematik Monokamera wird da ja in der näheren Zukunft auch eine Rolle spielen, besonders da ich ab Oktober zum Studium aus meinem schönen ländlichen Nachthimmel unter den Dresdner Himmel ziehe. Das ganze Equipment dafür ist aber auch so furchtbar teuer... :/
Diese Thematik würde ich mir nicht antun. ;)
Nimm doch eine normale OSC und einen starken Duo-Narrowband Filter wie zB den Optolong L-eXtreme. Ist fast genauso effektiv, aber mit viel weniger Aufwand.

Ich bin da echt mal auf die Meinungen und Tipps für den Adlernebel gespannt. Jetzt stelle ich mich mal ganz mutig der Kritik der "alten Hasen"... >.<
Sieht doch gut aus. ;)

Gruß
Peter
 
Vielen Dank Euch beiden!
Das Bild vom Adlernebel habe ich mit meinem Skywatcher Newton gemacht. Ich habe ihn zwar erst wieder mit einem Justierlaser versucht, nachzujustieren, aber ganz perfekt habe ich das offenbar noch nicht hinbekommen. Dahingehend muss ich mich wirklich noch etwas schlau machen. Ich wollte das Bild nicht so weit zusammencroppen, also habe ich da einfach in den sauren Apfel gebissen.
Jetzt wo du das gerade mit dem Dithern ansprichst... Ich bin mir gerade gar nicht sicher, ob ich überhaupt Darks drin hatte... -.-'
Ich mache die ganze Steuerung inzwischen über NINA, mit Dithern habe ich bisher eigentlich bisher noch nicht gearbeitet. Das hatte ich bisher noch gar nicht auf dem Schirm, dass es auch das Dithering gibt... Aber die Darks hätte ich mal machen sollen, ich habe echt keinen Schimmer was mich da geritten hat, die rauszulassen. Das muss ich später nochmal hinzufügen und mir dann mal ansehen.
Das mit dem Histogramm ist mir leider auch immer ein Dorn im Auge. Ich habe irgendwie immer das Problem, dass ich beim Stretchen einen sehr hellen Himmelshintergrund bekomme oder wenn ich ganz faul den Nebel mit dem GIMP-Plugin, das hier im Thread schon einmal empfohlen wurde, etwas hervorheben möchte, das Histogramm abgeschnipselt wird...
Ich probiere das nachher gleich unter den Gesichtspunkten mal aus, nach zuarbeiten.
Vielen Dank auf jeden Fall für die Tipps!
 
Vielen Dank Euch beiden!
Das Bild vom Adlernebel habe ich mit meinem Skywatcher Newton gemacht. Ich habe ihn zwar erst wieder mit einem Justierlaser versucht, nachzujustieren, aber ganz perfekt habe ich das offenbar noch nicht hinbekommen. Dahingehend muss ich mich wirklich noch etwas schlau machen. Ich wollte das Bild nicht so weit zusammencroppen, also habe ich da einfach in den sauren Apfel gebissen.
Jetzt wo du das gerade mit dem Dithern ansprichst... Ich bin mir gerade gar nicht sicher, ob ich überhaupt Darks drin hatte... -.-'
Ich mache die ganze Steuerung inzwischen über NINA, mit Dithern habe ich bisher eigentlich bisher noch nicht gearbeitet. Das hatte ich bisher noch gar nicht auf dem Schirm, dass es auch das Dithering gibt... Aber die Darks hätte ich mal machen sollen, ich habe echt keinen Schimmer was mich da geritten hat, die rauszulassen. Das muss ich später nochmal hinzufügen und mir dann mal ansehen.
Das mit dem Histogramm ist mir leider auch immer ein Dorn im Auge. Ich habe irgendwie immer das Problem, dass ich beim Stretchen einen sehr hellen Himmelshintergrund bekomme oder wenn ich ganz faul den Nebel mit dem GIMP-Plugin, das hier im Thread schon einmal empfohlen wurde, etwas hervorheben möchte, das Histogramm abgeschnipselt wird...
Ich probiere das nachher gleich unter den Gesichtspunkten mal aus, nach zuarbeiten.
Vielen Dank auf jeden Fall für die Tipps!
Hast du mit einer DSLR/M fotografiert? Dann würde ich keine Darks machen. Da diese temperaturabhängig sind, bekommst du auch nur "gute" Darks, wenn du die Temperatur entsprechend reproduzieren kannst, also bei gekühlten Astrokameras. Mach Bias und Flats und gut ist für den Anfang. Statt dessen mehr Wert auf das Dithering legen.

Zur Bildbearbeitung mit Gimp kann ich dir leider nicht weiterhelfen. Ich nutze vorrangig PixInsight und Photoshop.
 
Moin,

wenn Darks, dann unmittelbar nach den Lights wegen der Temperatur, sonst macht das keinen Sinn, es sei denn Du hast nen Klimaschrank...

CS Jörg
 
Hallo alle zusammen.
Nach sechs Wochen urlaubs- und waldbrandbedingter Zwangspause kann ich mich jetzt auch wieder meinem Teleskop zuwenden, daher könnte das jetzt extrem lang werden. Ich entschuldige mich schon einmal im Voraus!

Ich habe mich jetzt auch mit dem Dithern auseinandergesetzt, konnte es aber noch nicht ausprobieren. Sobald ich da Erfahrungen gesammelt habe, werde ich mich nochmal melden. Aber soweit ich mich damit befasst habe scheint Dithern ja schon fast eine Art "Heiliger Gral" zu sein... xD
Da bin ich mal gespannt auf die ersten Daten.

Ich hatte gerade auch mal die Idee mich mit dem Thema Hintergrundlimitierung zu befassen. Es ist zwar schon etwas spät, aber ich habe dennoch mal versucht, die Rechnungen zu machen. Ich habe dafür mal Daten von einer Aufnahme mit 5 Minuten Subframes bei einer ISO von 800 hergenommen.
Entschuldigt bitte, wenn ich da jetzt Nonsens erzähle oder dumme Fragen stelle... ^^'
Eigentlich müsste ich da laut den Rechnungen bei einem relativ dunklen Landnebel locker in der Hintergrundlimitierung sein. das ist allerdings das erste Mal, dass ich die Rechnungen angesetzt habe, daher kann es auch gut sein, dass ich irgendwas völlig falsch verstanden habe und einfach total daneben liege.
Auf der Webseite, bei der ich mir das durchgelesen habe wurde mal eine Beispielrechnung von 900 Sekunden-Subframes und einer dedizierten Astrokamera gemacht. Dort wurde die Hintergrundlimitierung aber nicht erreicht. Liegt das einfach am unterschiedlichen Rauschverhalten von der dedizierten Kamera und meiner alten Canon 600D?
Es könnte sonst auch sein, dass ich mich dumm angestellt habe, da muss ich morgen mit ausgeruhtem Geist nochmal probieren.

Heute habe ich wieder eine ganze Menge, da schlägt der Astrohype nach dem Zwangsentzug wieder zu... xD
Meinen Bearbeitungsprozess habe ich jetzt auch etwas verfeinert. Ich habe endlich kapiert wie das bei Gimp mit den Masken funktioniert und wie wertvoll es ist, auch in den einzelnen Farbkanälen bestimmte Änderungen vorzunehmen. Und ich benutze jetzt Siril. Da muss ich aber noch etwas tiefer eintauchen.
Ich habe mich da auch mal an Übungsdaten von Astrobackyard versucht. Er hat da mal ein paar Aufnahmedaten veröffentlicht, an denen man mal üben konnte. So für einen ersten Versuch mit dem neuen Workflow finde ich mein Ergebnis schon ganz nett. Da ist zwar noch mächtig Luft nach oben, aber im Vergleich zu meinem Adlernebel ist das bearbeitungstechnisch schon einmal ein kleiner Schritt nach vorne, hoffe ich.
ABY_IC_1396_TAKE1.jpg

Hier habe ich im Grunde nur das bereits gestackte Bild genutzt und die Daten in Siril erst einmal "gesäubert". Also: Gradienten entfernen, die Farbbalance ordnen, etwas Stretching und noch ein paar Kleinigkeiten. Dann habe ich das Bild in Gimp und Starnet eingeworfen und mit der sternlosen Variante die Sterne und den Hintergrund separiert. Ab da habe ich eigentlich nur noch das Reststretching im Hintergrund gemacht und so lange mit Masken gewerkelt bis mir die Details gefallen haben.

Und jetzt noch zu meinen letzten Angelegenheiten: Ich denke, ich könnte mit meinem Guiding bestimmt noch etwas mehr Details in meinen eigenen Daten rausholen. Ich habe da teilweise noch Abweichungen von über 5 Bodensekunden. Mein Graph mutet da auch eher wie die Schweizer Alpen an...
Mein Teleskop dürfte auf 0,9 Bogensekunden genau auflösen. Wäre es da nicht ideal wenn meine Gesamtabweichung im Guiding unter diesen 0,9 Bogensekunden liegen würde, damit ich alles raushole? Oder muss ich da eher auf den Abbildungsmaßstab achten? Der wäre mit meinem Setup bei 1,18"/Pixel. Ich habe mich da gerade in den Begriffen etwas verheddert...
An sich ist es doch so (vorausgesetzt ich verstehe das jetzt richtig...): Bei dem Abbildungsmaßstab fallen 1,18 Bogensekunden auf einen Pixel. Das bedeutet doch, dass dann das was an Details kleiner als 1,18" ist nicht mehr von der Kamera differenziert wird, oder?
Dann würde es doch reichen, mein Guiding auf diese Genauigkeit zu bringen. Bei 5" Abweichung würde mir ja ein Stern dann in jede Richtung gleich mal gut 4 Pixel abhauen und andere Details müssten dann auch verwischen, oder interpretiere ich da gerade zu viel falsches Zeug rein?
Sonst würde ich nochmal mit meinen Guidingeinstellungen rumtüfteln und in PHD2 mal den Nachführassistenten anwerfen und auch mal ein PC-gestütztes Polaralignment durchführen... Würde ein PEC-Training hier auch Sinn machen? Die meisten sagen, dass es sowieso vom Guiding ausgeglichen wird, aber ich habe auch schon gelesen, dass andere darauf schwören. Ich könnte damit ja den Schneckenfehler ganz gut ausgleichen und so die dafür nötigen Guidingimpulse im besten Fall reduzieren.

So. Das war jetzt echt eine ganze Menge... Und bestimmt auch eine ganze Menge unsinniges Anfängergebrabbel, von der vermutlich nicht einmal die Hälfte korrekt ist... :/
Falls jemand die Muse hat, sich das alles durchzulesen und mir eventuell etwas auf die Sprünge zu helfen wäre das wirklich super! :)
Ich werde dann morgen früh nochmal das Internetz wälzen und dort mal weiterlesen und versuchen, die angesprochenen Themen besser zu verstehen...

Liebe Grüße!
Stefan
 
Kurzer Nachtrag zur Hintergrundlimitierung: (Es lässt mich einfach nicht los...)
Von der Hintergrundlimitierung sprechen wir ja, wenn das Hintergrundrauschen des Himmels größer als das Kamerarauschen ist. So weit so gut, eigentlich. Das Ganze lässt sich ja dann dadurch ermitteln, dass wir aus einem Einzeldark das Masterdark abziehen und die Standardabweichung mit 3 multiplizieren und danach quadrieren. (Hier habe ich übrigens in meiner vorhergehenden Rechnung auch einen Fehler gemacht... Ich habe mich vertippt und nicht quadriert sondern lediglich mit zwei multipliziert... So komme ich übrigens auch nicht ansatzweise in die Hintergrundlimitierung rein. Das verwundert mich nur noch mehr... Nach fünf Minuten bei einer Iso von 800 muss man doch irgendwo mal hintergrundlimitiert sein, oder irre ich mich da?)
Danach müsste man ja nur noch ein Lightframe nehmen, da den Masterdark abziehen und den Mittelwert dann mit dem System-Gain-Faktor verrechnen. Da konnte ich glücklicherweise auf Daten von einem Nutzer in einem englischsprachigen Forum zurückgreifen. Sonst wäre das mit DSLR's ja auch schwierig...
Jetzt müsste die Astrokamera also auch eher in die Hintergrundlimitierung kommen, da das Kamerarauschen da niedriger ist. Mit den neuen Zahlen stimmt das auch.
Es verwundert mich aber doch sehr, dass ich mit meiner DSLR unter einem Bortle 4 Himmel nach 5 Minuten immer noch nicht hintergrundlimitiert sein soll...
Ich habe nicht einmal Filter eingesetzt.
Entweder muss irgendwo in meiner Rechnung etwas ganz und gar nicht stimmen oder ich unterschätze mein Kamerarauschen völlig...

Ich muss mir da die Videos von Frank dazu morgen unbedingt nochmal ansehen...
 
Zuletzt bearbeitet:
Ein Hoch auf die Bearbeitungszeiträume... -.-
Entschuldigt bitte den Spam!
Bei mir rattert das im Kopf aber gerade auf Hochtouren. Ich bekomme da keine Ruhe rein. :,)
Was mir gerade noch beim Guiding aufgefallen ist: Das Seeing spielt dabei ja auch eine nicht zu vernachlässigende Rolle... Macht da die ganze Diskussion zum Guiding überhaupt noch Sinn?
Wenn das Seeing ohnehin 99% der Zeit größer als mein Abbildungsverhältnis ist, dann dürfte mir ja ein "bogensekundengenaues" Guiding ohnehin nicht den erhofften Effekt liefern. Bei uns in Deutschland sprechen wir da ja meist von ungefähr 2 Bogensekunden... Ob die Luft oder das Teleskop den Stern auf dem Sensor zum Zittern bringt dürfte dann ja egal sein...
Aber Frank hat ja da auch in seinem Video angesprochen, dass man für eine well-sampled Aufnahme da ja eine Aufnahme der doppelten "Abtastrate" braucht. Damit wäre ja dann doch das Guiding mit Bogensekundengenauigkeit sogar zwingend nötig....
Sinn macht also ein genaues Guiding dennoch, denke ich. So langsam scheint der Nebel sich zu lichten, glaube ich...
Da muss ich so oder so für bessere Details wohl im Astrobiscuit-Stil mehr Wert auf das Hinzufügen von Daten durch Lucky Imaging legen, nehme ich an...

Das war es jetzt aber wirklich von mir für heute...
 
Zuletzt bearbeitet:
Nicht ganz ;-) Erstens ist das Seeing tatsächlich manchmal besser. Und zweitens belichtest Du ja relativ lange. Die Sterne "wobbeln" in dieser Zeit munter hin und her. Darum sind sie selbst bei einer (theoretischen) perfekten Optik über mehrere Pixel verstreut. Das Seeing ist dabei relativ zufällig - die Sterne werden also relativ gleichmäßig über den Sensor verteilt. Das ergibt dann auch runde Sterne.

Wenn Dein Guiding nun z.B. mehr oder weniger regelmäßig "schwingt" oder z.B. durch Überkorrektur (Aggresivität) eine Schwingung entsteht, dann wird diese zufällige Verteilung mit einem weniger zufälligen Guidingfehler überlagert. Meist sieht man ja auch im Target-Plot (oder wie immer das je nach Guide-Software heißt) eine Ungleichgewichtung weil das Polar-Align ein paar Sekunden vom Ideal abweicht. Dort kann man dann eigentlich auch sehr schön "erahnen" wie die Sterne später aussehen. Bei gutem Guiding ist die "Punktwolke" in PHD2 schön gleichmäßig um die Mitte verteilt. Bei schlechtem Guiding und/oder schlechtem Polar Alignment oder Problemen mit Backlash bekommt man ein weniger "schönes" Bild - und genau so sehen die Sterne dann später auch aus. Es hilft dabei in PHD2 die maximale Aufzeichnung-/Anzeigelänge einzustellen.

Wie fast Alles bei der Astrofotografie ist das reine Statistik ;-) Die Form der Sterne (bei ansonsten guter Optik, keine Verkippung, keine Randverzerrung) zeigt quasi 1:1 die Verteilung der "Treffer" beim Guiding.

Ciao, Udo
 
Hi Udo!
Stimmt, das habe ich ganz vergessen. Bei Langzeitbelichtungen bekomme ich ja einfach schon wegen der "Zufälligkeit" der Luftunruhe etwas dickere Sterne. Das "Wobbeln" ist ja nicht immer an der selben Stelle.
Ich hatte jetzt gerade die Wellenmetapher bei Kurzzeitbelichtungen im Kopf... -.-
Bei kurzen Belichtungszeiten aka Lucky Imaging kann man das Seeing ja mehr oder weniger einfrieren und herauscanceln. Bei langen Belichtungszeiten verschmiert das Seeing dann die Details etwas. Ist ja wie wenn man Wasserwellen mit der Kamera fotografiert. Soweit dürfte das ja dennoch stimmen, oder?
Dann wäre ja ideal eine Kombi aus Lucky Imaging und Langzeitbelichtungen.
Da brauche ich mir aber mit dem Guiding gar nicht so absurd einen Ast abbrechen. Wenn ich es hinbekomme kann ich natürlich so genau guiden wie mein Teleskop abbildet, für den seltenen Fall, dass ich mal entsprechend gutes Seeing habe, aber ansonsten muss ich mir da gar nicht so große Sorgen machen. 2" wären da sicherlich auch noch akzeptabel....
Sofern das "Wackeln" des Guidings nicht größer als das seeingbedingte Wackeln des Sterns ist, dann sollte das ja passen. Und dann wird es ja auch wenig Sinn machen, genauer als das Seeing versuchen nachzuführen, oder?
Meine bisherigen Abweichungen von 5" sind dann dennoch zu viel. Mir sehen meine Sterne immer viel zu plump in den Rohdaten aus.
Wenn ich meine Rohdaten mit anderen Vergleiche, dann sind meine Sterne mitunter viel zu aufgebläht. Entsprechend gehen mir dann auch sicherlich viele Details flöten, nehme ich an...
An sich sind meine Sterne ja relativ rund, ich muss nur mal zusehen, dass ich eine genauere Justagemethode für meinen Newton finde. Justierlaser sind schön und gut, aber ich habe das Gefühl, dass ich mitunter dennoch etwas daneben liege und am Rand wieder ein Koma bekomme.
Das nächste Ziel ist aber dann erst einmal die Verbesserung des Guidings. :D
 
Hi,

ich bin der Meinung, aber ich habe auch noch nicht so viel Erfahrung, dass das Guiding bei heutigen Astrocams mit sehr geringen Rauschen, nicht DSLR/M, überbewertet ist.
Einfach kurze Belichtungen machen und zB gleich Live-Stacking machen. Haben ja auch Aufnahmen von @DocHighCo gezeigt.
Dem Sensor ist egal ob er durch viele kurze Aufnahmen oder eine lange summiert.

Ausser man will so "Wahnsinns" Aufnahmen wie von Frank @frasax erreichen. Da reden wir aber auch von einem super Himmel und Belichtungszeiten von mehreren Stunden.

Gruß
Peter
 
Hi Peter!
Ja gut, eine Astrocam habe ich mir noch nicht geleistet. Da wollte ich erstmal aus meiner Canon alles rausholen was geht.
Und dann kommt wahrscheinlich der Umstieg auf Mono. Irgendwie gefällt mir die Thematik Monokamera unglaublich. Ich finde das mega reizvoll. Vor allem, da mir dann auch Narrowbandfilter zur Verfügung stehen. :,)
Natürlich geht auch die Kombi Canon plus Optolong L-extreme/L-enhance. Das wird vermutlich nochmal eine Zwischenstufe werden...
Aber für den Moment muss ich erst einmal lernen, jedes Quäntchen aus meiner bestehenden Technik herauszuholen.
Und da muss ich unbedingt mal die Herangehensweise Lucky Imaging und Langzeitbelichtungen kombinieren.
Davon verspreche ich mir zusätzlich zu den Verbesserungen im Guiding und allem anderen eben auch mehr Details.
Durch die Langzeitbelichtungen kann ich relativ schwache Nebel herausarbeiten und relativ einfach auf ein super SNR kommen.
Wenn ich jetzt aber den DocHighCo auf extrem mache und Lucky Imaging nutze, kann ich noch viel mehr schwache Details rausholen. Ich habe da mal eine Arbeit gelesen, in der berechnet wurde, wie man fotografisch das Seeing herauscanceln könnte. Dazu hat Astrobiscuit mal ein Video gemacht.
Praktisch müsste man also mit Belichtunsgzeiten von 1 bis 3 Sekunden arbeiten um den Seeingeinfluss weit genug zu verringern und trotzdem noch etwas auf dem Bild zu sehen.
Ob ich das mit meiner Kamera in der Praxis hinbekomme bleibt abzuwarten. Gerade ist das Wetter hier alles andere als optimal...
Wenn ich in den nächsten Wochen mein Setup entsprechend eingestellt habe und erst Erfahrungen und Ergebnisse zeigen kann, stelle ich das auf jeden Fall mal mit rein.

Hat eigentlich noch durch Zufall jemand ein paar Ideen für die anderen Fragen von mir? ^^'
 
Moin,

so lange Du einen mechanischen Verschluß hast kannst Du Lucky Imaging knicken, eher geht der Verschluß kaputt. Dann mußt Du auf eine Kamera umsteigen, die einen elektronischen Verschluß bietet, der nicht verschleißt. Rechne Dir mal aus wie viele Aufnahmen Du machen musst damit Deine Logik aufgeht, die an sich nicht zu beanstanden ist - nur eben an den mech. Limits der Kamera kratzt.

CS
Jörg
 
Hi Jörg.
Stimmt, darüber habe ich gar nicht nachgedacht... Da hast du Recht.
Damit würde ich wohl in kurzer Zeit meine Kamera grillen... ^^'
Dann also erst einmal doch konventionell und irgendwie in nächster Zeit mal in eine Astrocam investieren wenn der ganze andere Rest sicher steht. Da werde ich wohl doch nicht drumherum kommen.
Da werde ich aber wohl oder übel einen Zwischenschritt mit einer Farbkamera machen. Sonst würde ich mit vier Einzelkanälen ja wahnsinnig beim Lucky Imaging werden...
Habt Ihr eventuell Vorschläge, was es so an "günstigen" Kameras in die Richtung gäbe?
Günstig ist lustig, ich weiß... Dedizierte Astrocams sind schon ganz schön teuer. Aber ihr versteht sicherlich was ich meine... xD
 
...

kann Deine 600D keine Videos aufzeichnen?

ML gibt's doch auch dafür, da müßte doch mehr möglich sein...

CS
Jörg
 
Oh stimmt! Natürlich, Video ist das Schlüsselwort. Da probiere ich das einfach wie bei der Planetenfotografie. An sich steuere ich die Kamera ja sowieso über NINA. Da könnte ich doch einfach im Aufnahmenreiter ein Video erstellen...
Da muss ich dann nur mal ausprobieren ob das mit der Belichtung noch funktioniert. Ich befürchte, dass mir bei 25 Bildern pro Sekunde nicht viel Licht in den Aufnahmen ankommt...
Ich kann mir nicht so wirklich vorstellen, dass mir die Ergebnisse bei 1/25 Sekunde pro Bild bei einer ISO von 400 überhaupt von Nutzen sein werden.
Was meinst Du eigentlich mit ML, Jörg?
 
Das muss ich mir unbedingt mal ansehen. Das klingt ja echt super praktisch. Da setze ich mich die nächsten Tage gleich mal mit auseinander.
Danke Dir für den Tipp!
 
Moin,

allein der integrierte Timer ist unbezahlbar, und eine Menge anderer schnuckeliger Sachen auch. Lies Dir das mal in Ruhe durch, ich habe es gerade auf meiner "M" im Dauereinsatz.

CS
Jörg
 
Lucky Imaging macht nur Sinn, wenn man die Bilder gut kalibrieren kann oder wenn die Kamera "keine" Sensorfehler hat. An der Kalibrierung scheitert man aber mit einer DSLR, weil man z.B. keine Darks bei reproduzierbaren Bedingungen machen kann. Der Sensor heizt sich während einer Aufnahmesession auf und wenn man irgendwann die Darks macht sind die Temperaturen völlig anders. Deshalb bleibt ein "Restfehler".
Außerdem muss eine Kamera für Lucky Imaging ein möglichst geringes Ausleserauschen haben.

Problem bei den kurzen Belichtungszeiten ist halt, dass die ADU-Werte des Nutzsignals (Nebel, Sterne) zwangsweise sehr niedrig bleiben. Das heißt man hat ein schlechtes SNR bezogen auf Sensorrauschen, thermischem Rauschen, Ausleserauschen etc. Da kommt man mit einer DSLR einfach nicht weiter.

Es muss aber nicht zwingend eine gekühlte Kamera sein für Lucky Imaging. Mittlerweile sind einige Planetenkameras so gut, dass thermisches Rauschen praktisch keine Rolle mehr spielt. Wenn dann noch der Sensor "flach" belichtet, ohne Banding und Ampglow, kommt man ohne Darks aus. Diese Kameras sind zwar auch nicht wirklich billig, aber halt deutlich günstiger als vergleichbare gekühlte Kameras.

Ciao, Udo
 
Danke für die Hinweise, Udo! Also ist Lucky Imaging mit einer DSLR doch sinnlos. Habe ich schon fast befürchtet. Das hätte ich mir bei dem Rauschverhalten aber auch nur schwer vorstellen können.
Dann schiebe ich das Lucky Imaging noch auf und fange damit dann an, wenn ich mir mal eine gekühlte Astrokamera leiste. Bis dahin muss ich sowieso noch den restlichen Sand aus dem Getriebe kehren. Ich habe ja weiter oben eine ganze Menge aufgelistet...
Hast Du vorab eventuell schon einen Tipp auf welche Kamera ich sparen sollte? Dann weiß ich wenigstens wie lange ich ungefähr sparen muss... xD
 
Moin,

wenn ich mir die Bilder, die Du gepostet hast, ansehe, ist der Leidensdruck auch nicht wirklich hoch, das sieht alles sehr achtbar aus und hat Luft nach oben, auch mit der vorhandenen Methodik.
Daran weiterarbeiten macht auf jeden Fall Sinn. Und dann hast Du auch Zeit dich in Ruhe mit Alternativen zu befassen. Da Du noch nicht unmittelbar vor dem Renteneintritt stehst hast Du da jede Menge Zeit...

CS
Jörg
 
Vielen Dank, Dir! Ich mache mir da auch keinen Stress mit etwaigen Anschaffungen. Ich möchte eigentlich immer erst einmal alles aus dem vorhandenen Equipment rausholen. So kann ich mir aber vorab immer erstmal Gedanken machen wie es weitergeht um Pausen zu vermeiden. Man braucht ja immer auch eine gute Roadmap. :D
Also haben wir das Thema Lucky Imaging schon einmal soweit abgehakt, denke ich. ^^
Das Dithern muss ich dann in der nächsten Nacht einfach ausprobieren, da gibt es ja nicht viel Diskussionsbedarf. Da kann ich allmählich mal wieder versuchen, den Plejaden einen erneuten Besuch nach bald einem Jahr abzustatten. Da könnte ich in meinen Daten schon einmal das Walking Pattern Rauschen loswerden können, hoffe ich.
Und dann muss ich noch mein Guiding etwas aufbessern. Empfohlen wird ja, einen kleineren Guidingfehler als Abbildungsmaßstab am abbildenden Teleskop zu haben. Da muss ich dann auf ungefähr 1" als Gesamtfehler kommen. Da habe ich ja genug Stellschrauben. Genaueres Polaralignment über Driftalignment, PEC-Training, Backlashreduktion und und und... Da kann ich erstmal ein paar Nächte allein am Guiding tüfteln. Da schlägt das Herz direkt etwas höher. :')
(Jedenfalls bis zu dem Punkt wo ich im Dunkeln draußen hocke und fluche weil ich mich vor Fehlermeldungen wieder nicht retten kann und nichts funktioniert... xD)
Wenn ich dann mein Guiding besser im Griff habe, dann kommen auch so ohnehin ein paar mehr Details zum Vorschein. Wenn mir der Stern nicht mehr immer in jede Richtung um 5 Bogensekunden abhaut, dann geben meine Daten auch bestimmt etwas mehr her.
Und beim Bearbeiten wird es einfach ein bisschen Erfahrung und Zeit brauchen. Ich stelle da einfach immer mal von Zeit zu Zeit etwas rein. Da könnt Ihr, die Ihr schon ein paar Jährchen länger dabei seid, bestimmt sicher mal ein paar Hinweise und Tipps geben, hoffe ich... ^^'
 
Update: Ich konnte gerade eben zum ersten Mal wieder mein Setup draußen aufstellen und mal ein Teil des Besprochenen in die Tat umsetzen.

Mein Guiding läuft jetzt immerhin schon einmal in der Regel bis auf Maximalausschläge von 3" genau. Das ist schon ganz okay, wenn man beachtet, dass ich heute zum ersten Mal ein PC-gestütztes Polaralignment probiert habe. Mitunter konnte ich aber durchaus dem Graphen ganz entspannt im Bereich von einer Bogensekunde zusehen.
Ich habe auch zum ersten Mal gedithert und prompt gemerkt, dass die Einstellung für das Timeout nach dem Dithern zu kurz eingestellt war... Das habe ich auch gleich behoben.
Was mir allerdings auch aufgefallen ist: Die Deklinationsachse macht gerne mal eine schön stark ausladende Kurve mit bis zu 5" Abweichung. Da das ziemlich regelmäßig kommt vermute ich mal, dass da der Schneckenfehler dahinter steckt. PHD2 gleicht das auf jeden Fall erst beim Spitzenwert von 5" aus. Bis dahin interessiert sich das Programm gar nicht dafür.
Ich werde da mal in der nächsten klaren Nacht probieren, ob es eine Einstellungsfrage bei PHD2 ist oder sonst mache ich einfach mal ein PEC-Training mit der Monti. Dann dürfte das ja auch passen.
Oder hat da jemand noch einen anderen Verdacht?

Unabhängig davon bin ich aber mit meinem Erfolg für diese Nacht echt zufrieden. Die Details im Cirrusnebel und die Sterne sehen schon im Einzelframe deutlich schöner aus als vorher. Jetzt sieht das alles nicht mehr so plump aus. Ich hätte gerne noch mehr von dieser Nacht genutzt, aber leider habe ich feststellen müssen, dass sich 95% Luftfeuchtigkeit und 11° Außentemperatur nicht mit meinem Fangspiegel vertragen...
Ich war erst verwundert, warum mein Cirrusnebel immer schwächer zu sehen ist und habe dann gemerkt, dass mein Fangspiegel eine schöne Tauschicht abbekommen hat...
Im Endeffekt habe ich vielleicht zwei verwertbare Lights sammeln können, nachdem ich mit der Tüftelei durch war und anfangen konnte.

Jetzt muss ich mir eben etwas wegen des Taus auf dem Hauptspiegel einfallen lassen. Was ist Eure Meinung? Reicht eine Taukappe um den Fangspiegel vor Tau zu schützen oder sollte ich doch über eine Fangspiegelheizung nachdenken?

Und dann kommt bei mir gerade nochmal die Frage nach der Justierung auf... Ich mache das zwar mit meinem Justierlaser wie es vorgesehen ist, jedoch habe ich dann immer noch ein relativ starkes Koma. Habt Ihr da noch bessere Justagevarianten für meinen Newton, die im besten Fall auch im Feld umsetzbar sind? Man kann es ja auch anhand der Sterne machen, habe ich gelesen, aber da muss ich mich auch nochmal einarbeiten...

Das sind gerade die aktuellen Baustellen. Ich gehe jetzt aber erstmal ins Bett...
Liebe Grüße!
Stefan
 
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