Einstieg in die Astronomie

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für interessante Emissionsnebel ist der Sommer gut. In der Schützenregion zB Adlernebel und Omeganebel. Im Schwan Cirrus, Nordamerika Nebel und Crescent. Ohne Filter sehe ich von denen aber auch unter Bortle 4 wenig bis nichts. Daher kann ich das Abraten vom Filter nicht nachvollziehen. Ich hab seinerzeit glaube ich 50 Euro für den gebrauchten Filter bezahlt. Mit dem entsprechenden Benzingeld käme ich von hier (nahe Köln) kaum so weit dass ich diese Nebel ohne Filter gescheit sähe.

Sind diese Nebel auch im Stadtgebiet erkennbar? Ansonsten würde ich es mit einer Beobachtung versuchen, sobald ich wieder weiter rausfahre. Die Filter würde ich gern verwenden, aber wie gesagt, das ginge nur mit einer Bastellösung.

Grüße von

Claus
 
Hi!

Bei allen Beobachtungstipps nicht vergessen: Wir reden von einem 80mm-Spektiv (kein Filtergewinde, bzw. kein Fokus mehr, wenn Filter drin sind) in Stadtnähe ohne Nachführung, mit Vergrößerung bis ca. 60x, und einem Einsteiger. Die ganzen Kugelsternhaufen, die von D aus sichtbar sind, zeigen da kaum Einzelsterne. Und vor allem: Beobachten ist Übungssache. In einem Jahr wirst du mehr an den selben Objekten erkennen als jetzt.

Für Nebel ist die Stadtnähe prinzipiell ungeeignet, ebenso wie Nächte mit Mond. In der Stadt (Heilbronn) sehe ich nicht mal den Schütze, der wird bei uns von Gefängnis und Landratsamt überstrahlt - geschweige denn die Nebel. Ausnahme: Orionnebel im Winter und evtl der Ringnebel M57, der 60x aber auch noch mehr Sternchen als Nebel ist. In den Alpen sähe das ganz anders aus.

Sinnvolle Objekte - auch in Stadtnähe - sind vor allem offene Sternhaufen und Doppelsterne. Kugelsternhaufen bleiben Wattebäusche. Galaxien sowie Nebel sind in Stadtnähe sportlich und Ziele, wenn man bereits Beobachtungserfahrung hat. Oder für einen Besuch auf der nächsten Sternwarte: Volkssternwarte Hannover e.V. | Astronomie in Hannover, aber erst ab September wieder. Die Sternwarten im Norden machen ja gerne wegen zu hellen Nächten Sommerpause.

Beste Grüße,
Alex
 
Hallo Claus,

der Alex ist bezüglich Fernglas, Spektiv und kleine Optiken allgemein wirklich Fachmann und Ratgeber durch und durch, da muss, kann und brauche ich eigentlich nichts weiter sagen.

Eines will ich aber bekräftigen und das gilt grundsätzlich für alle Fernoptiken.

Nutze die Stärken Deiner Optik, nimm sie grundsätzlich für das was sie gut kann und wofür sie gemacht ist. Dein Spektiv ist eigentlich nicht für Astro gemacht, hat aber durchaus auch für diese Anwendung nicht nur Schwächen, sondern auch ein paar Stärken.
Dann macht das Spass und Du entwickelst Dich in diesem schönen Hobby weiter.
Das wären hier Sternhaufen, Doppelsterne, farbige Sterne, helle Kugelsternhaufen (bleiben Wattebälllchen aber eben durchaus gut sichtbare Wattebällchen) und ganz wenige Gasnebel (auch planetarische Nebel) die Alex sogar in seinen verlinkten Fernglastipps drin hat.
Dazu Mond und Planeten sehr gut, und zwar im Rahmen gegebener Öffnung, Auflösung und Vergrößerung.

Versuchst Du mit Augenverbiegen die kleinsten Funzeln, schwache GX und Nebel, letztere auch noch ohne vernünftige Filter/Filteradaption, ist Frust unvermeidlich und wenn du es zu oft machst ein Dauergast der dir über kurz oder lang die Freude nehmen kann und wird.

Statte dich also, so rate ich, fürs FINDEN aus und beobachte die gut machbaren Objekte ausgiebig.

Wenn das klappt und langfristig(!!!!) Spaß macht reden wir irgendwann sicher mal über ein gutes (größeres) Teleskop für Dich.
Eine sehr teure und sehr gute Komponente dafür hast Du mit dem Zoomokular bereits.

Gruß
*entfernt*
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Also die erwähnten Ziele habe ich mit 80mm und UHC unter gerade mal so Bortle 4 gesehen. Außer Crescent. In der Stadt weiß ich nicht ob da was möglich ist. Faustregel: Milchstraße sollte zumindest etwas Struktur zeigen. So ganz weit raus muss man dafür idR nicht.

VG Klaus
 
Wenn ich die Milchstraße sehe, ist das schon recht gut, da muss ich hier im Südwesten mindestens eine halbe Stunde fahren. Das ist für mich keine Stadtnähe mehr:)

Ich glaube dir gerne, dass du das siehst, gerade mit Filter. Für einen Einsteiger ohne die Möglichkeit, einen Filter zu verwenden, würde ich das nicht empfehlen. (Mit eingeschraubtem Filter dürfte er am Spektiv nur noch auf 3-5 Meter weit entfernte Objekte fokussieren können, aber nicht auf unendlich. Ich weiß nicht, wie gut Interferenzfilter hinter dem Okular funktionieren, aber bei einem Brillenträger ist das noch kniffliger, wenn eine 8-10mm große Filterfassung aus Metall vor die Brille kommt.) Bei einem Teleskop wäre ich bei dir.

Versteh mich nicht falsch: Mit kleinen Geräten geht sehr viel, gerade mit Filtern oder an guten Standorten. In den Alpen ist mit meinem ED80 und Übersichtsokular Galaxienjagen schon fast unsportlich, weil ich nur grob in die Gegend peilen muss. Aber ich habe ein paar Jahre Übung und da einen guten Himmel. Ich sehe das wie Günther: Man kann gleich anfangen, die Faint Fuzzies zu jagen - aber es ist sinnvoller, mit Objekten anzufangen, bei denen man auch was sieht.

Der Nordamerikanebel z.B. ist im lichtstarken Fernglas unter dunklem Himmel einfach, wenn man mal weiß, wie riesig das Ding überhaupt ist und das Fernglas genug Bildfeld liefert; im Spektiv mit 25-50x wird es schon schwierig wegen der hohen Vergrößerung. Da fehlt dann der Kontrast zur Umgebung, und der Nebel ist rasch bildfüllend. Das kann man später probieren und hat vielleicht Erfolg, aber nicht zum Einstieg.

Beste Grüße,
Alex
 
Hallo Claus,

es freut mich sehr, dass Du den Herkuleshaufen gefunden hast. Damit kennst Du nun schon zwei Objekte am Himmel und kannst Dich damit weiter orientieren. Für die Auflösung einzelner Sterne muss man mehr vergrößern und dann wird die Öffnung schnell ein Thema. Aber Du hast jetzt mal was gesehen und darum geht es doch, und Du kannst nun besser beurteilen, welche Ausrüstung Dir hilft und was mit 80 mm so geht. Meine nächsten Tipps sind:

Albireo, ein farbiger Doppelstern. Du findest ihn am Ende des Sternbilds Schwan, was wie ein Kreuz am Himmel steht. Die Farbe ist etwas Glückssache, manchmal ist er recht bunt und manchmal nur schwach weissblau und weissgelb.

M57, ein planetarischer Nebel, der ziemlich genau zwischen den zwei helleren Sternen im Sternbild Leier steht. Mit 36x ist es nur ein unscharfer Stern, den es zu erkennen gilt. Mit 90x wirst Du ihn dann sehen. Beim ersten Mal wirklich nicht leicht zu finden, aber wenn Du den gefunden hast, weisst Du, wie planetarische Nebel aussehen. Von der Helligkeit her sollte es noch gehen, wenigstens sah ich ihn schon mit 70 mm Öffnung und ich glaube, sogar einmal mit 50 mm. Hier sind gut adaptierte Augen unverzichtbar.

Ich schaue beide Objekte immer wieder gerne an. Beide sind recht zenitnah, sorry. Aber es sind halt gute Einsteigerobjekte und Dir versperrt nichts die Sicht.

Das Sternbild Leier ist ein guter Test für den Himmel: Wenn man mühelos alle vier Sterne sieht, ist der Himmel gut. Sieht man nur zwei und muss die anderen beiden schon fast erraten, ist er nicht so toll. Sind auch die zwei Helleren schwach, hat die Sache wenig Sinn. Mit dem Anhaltspunkt kommt man als Einsteiger schon mal gut durch.

Michael
 
Ja ne halbe Stunde Fahrt sollte doch zu verkraften sein. Das machen doch so viele täglich zur Arbeit. Funktionieren tun die Filter auch hinterm Okular. Sie sollten glaube ich nicht zu stark verkippen. Hatten wir schon gefragt ob auch ohne Brille beobachtet werden kann? Heißt kein oder wenig Astigmatismus und Fokussierung auf Unendlich möglich?

Nasenfahrrad runter ist am Okular immer befreiend.

VG Klaus
 
Also den Ringnebel M57 habe ich als Kind selbst mit 50mm Öffnung als Ring sehen können. In Ermangelung anderer, unzerkratzter Okulare beobachtete ich damals allerdings stets mit 100x Vergrößerung.

VG Klau
 
Hallo Klaus,

die Vergrößerung ist das Stichwort. Das vorhandene Spektiv endet nunmal bei 50x. So ab 30-50x erkennt man langsam, dass M57 kein Stern ist. Auf alle Fälle eine gute Möglichkeit, um das Beobachten zu trainieren. (Ich hatte den vor Jahren mal erfolglos im Fernglas probiert, ohne Erfolg. Dann hatte ich mir ein C8 geschnappt, und ihn auf Anhieb gefunden. Der Versuch mit dem Fernglas war zwar frustrierend, aber dafür habe ich die Himmelsregion gut kennengelernt, sodass ich ihn dann auch mit dem lächerlichen 8x30-Sucher vom C8 einstellen konnte).

Kurz zu den Filtern: Farb- und Graufilter funktionieren hinter dem Okular im Prinzip problemlos. Insbesondere Schmalbandige Interferenzfilter dürfen aber nicht verkippen, da die Filterwirkung auch von dem Weg abhängt, den das Licht durch das Glas zurücklegt. Breitbandige UHC sind da gutmütiger als schmalbandige OIII. Wie gut das kappt, habe ich nie in der Praxis ausprobiert. Ein guter Sucher ist jedenfalls wichtiger als ein Filter.

Und jetzt übergebe ich wieder an Michael, seine Beobachtungstipps sind wesentlich wertvoller als unser Filtergeplänkel:-)

Clear Skies,
Alex
 
Bei allen Beobachtungstipps nicht vergessen: Wir reden von einem 80mm-Spektiv (kein Filtergewinde, bzw. kein Fokus mehr, wenn Filter drin sind) in Stadtnähe ohne Nachführung, mit Vergrößerung bis ca. 60x, und einem Einsteiger.

Hier bin ich mit meinem geringen optischen Wissen überfordert. Warum gibt es bei Verwendung eines Filters keinen Fokus mehr?

Die ganzen Kugelsternhaufen, die von D aus sichtbar sind, zeigen da kaum Einzelsterne. Und vor allem: Beobachten ist Übungssache. In einem Jahr wirst du mehr an den selben Objekten erkennen als jetzt.

Beim längeren Beobachten von M13 hatte ich den Eindruck, dass ich mal mehr, mal weniger Details erkenne. Mir war nicht klar, ob das eine Täuschung ist. Einzelsterne waren, wie gesagt, auch im Spektiv nicht zu erkennen.

Für Nebel ist die Stadtnähe prinzipiell ungeeignet, ebenso wie Nächte mit Mond. In der Stadt (Heilbronn) sehe ich nicht mal den Schütze, der wird bei uns von Gefängnis und Landratsamt überstrahlt - geschweige denn die Nebel. Ausnahme: Orionnebel im Winter und evtl der Ringnebel M57, der 60x aber auch noch mehr Sternchen als Nebel ist. In den Alpen sähe das ganz anders aus.

Der Ringnebel M57 wurde mir schon als Objekt empfohlen. Werde mal die Beobachtung an verschiedenen Standorten (Stadt/Land) probieren.

Sinnvolle Objekte - auch in Stadtnähe - sind vor allem offene Sternhaufen und Doppelsterne. Kugelsternhaufen bleiben Wattebäusche. Galaxien sowie Nebel sind in Stadtnähe sportlich und Ziele, wenn man bereits Beobachtungserfahrung hat.

Ich versuche, mir gezielt Objekte größerer Helligkeit rauszusuchen. Wenn ich einige Objekte kennengelernt habe, kann ich mich langsam steigern.

Grüße von

Claus
 
es freut mich sehr, dass Du den Herkuleshaufen gefunden hast.

Es war schon ein Erfolgserlebnis! Auch wenn die Sichtbedingungen nicht die besten waren, hat es doch Freude gemacht, das Objekt nach längerem Suchen anzuschauen.

Albireo, ein farbiger Doppelstern. Du findest ihn am Ende des Sternbilds Schwan, was wie ein Kreuz am Himmel steht. Die Farbe ist etwas Glückssache, manchmal ist er recht bunt und manchmal nur schwach weissblau und weissgelb. M57, ein planetarischer Nebel, der ziemlich genau zwischen den zwei helleren Sternen im Sternbild Leier steht. Mit 36x ist es nur ein unscharfer Stern, den es zu erkennen gilt. Mit 90x wirst Du ihn dann sehen. Beim ersten Mal wirklich nicht leicht zu finden, aber wenn Du den gefunden hast, weisst Du, wie planetarische Nebel aussehen.

Danke für die Tipps. Die beiden Objekte stehen jetzt auf der Wunschliste. Für den Nebel habe ich allerdings bislang max. 50x. Aber vielleicht kann ich ihn zumindest lokalisieren. Ich warte jetzt, bis wieder abnehmender Mond ist.

Grüße von

Claus
 
Hallo Klaus,

Funktionieren tun die Filter auch hinterm Okular. Sie sollten glaube ich nicht zu stark verkippen. Hatten wir schon gefragt ob auch ohne Brille beobachtet werden kann? Heißt kein oder wenig Astigmatismus und Fokussierung auf Unendlich möglich? Nasenfahrrad runter ist am Okular immer befreiend.

Wie kann ich denn den Filter hinter dem Okular befestigen? Gibt es entsprechende Filterfassungen oder Adapter? Notfalls könnte ich auch ohne Brille durchsehen. Die Optik müsste die Kurzsichtigkeit ja einigermaßen ausgleichen.

Grüße von

Claus
 
Sodele Jungs,

selbst schuld.;)
Weil es ja zum wiederholten Male auch beim Threadstarter Claus hoch kommt, zelebriere ich mal das Thema Filter am Spektiv und blähe damit ein absolutes Nebenthema mit m.E. geringem Nutzwert mal so richtig wichtig auf.
Dieses...."vom Hündchen aufs Stöckchen und vom Stöckchen aufs Flöhchen"...... kritisiere ich schon mal gerne weil es oft genug Threads total zerfleddert, aber nun denn::coffee:

Claus ist ja nicht der Einzige, der alles sofort und davon viel will, was ich hier anrate habe ich ja selbst missachtet um nun (ober)schlau Rat geben zu können.:rolleyes:

Wie Alex ausführt ist Einschrauben am Okular schwierig bis nicht machbar und der Fokus ist dann oft nicht mehr erreichbar. Da gibts wohl keine Lösung zu kaufen.

Es ist machbar, solche 1 1/4 Zoll Filter (Grau-/Linien-/Schmalband-/Farbfilter) mit der Fassung auf dieses Okular aufzulegen, also zwischen Okular und Auge zu nutzen.
Das verrutscht natürlich sehr leicht und ist so noch nicht praxistauglich.
Also braucht man eine Gummimanschette oder eine zufällig passende lange Augenmuschel die sicher (!), also mit gutem Halt auf das Okular gesteckt wird und in die man den Filter einschiebt.
Das mache ich z.B. bei verschiedenen Ferngläsern so, ich achte schon beim Kauf darauf, ob die Augenmuscheln das zulassen.
Wichtig ist diese lange (!) Augenmuschel auch, weil die Filter seitlich einfallendes Störlicht (auch kaum merkliches) extrem reflektieren und dann sieht man nicht mehr arg viel.
Die Filter müssen plan aufliegen und dürfen nicht verkippen, das schmälert die Leistung sofort und deutlich erkennbar.
Auch nimmt die Leistung zum Gesichtsfeldrand hin ab, weil die Filter nur optimal funktionieren, wenn das Licht annähernd senkrecht auftrifft, am Rand das Lichtbündel irgendwann so schräg kommt, dass die Leistung abnimmt, im Extremfall auf Null geht. Da herrschen vor dem Okular, also zwischen Teleskop und Okular genutzt, ganz andere, passendere Verhältnisse.
Da man einen größeren Augenabstand einnimmt (Filter + zusätzliche Augenmuschel) überblickt man meistens nicht mehr das komplette Gesichtsfeld, für Leute die Brille zwingend brauchen gaaaaanz schwierig bis aussichtslos.
Bei dem ganzen Gebastel und Gepfriemel (im Dunkeln) sollte man den Kontakt zwischen Filterfassungskante und Okularaugenlinse tunlichst vermeiden, aber die Gefahr ist immer da. Kratzer auf Augenlinsen von Okularen sind nicht nur wertmindernd sondern auch streulichtfördernd.
Fingerabdrücke auf Linsen und Filtergläsern sind dagegen noch kleine Probleme aber doch unschön und ständiges Putzen birgt auch Risiken.

Gruß
*entfernt*
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Da gibt es glaube ich nichts zu kaufen. Ich habe das aber hin und wieder einfach freihändig probiert und das macht vom Effekt her keinen Unterschied. Wie schon gesagt da muss man wohl basteln. Zu entdecken gibt es aber natürlich auch viele viele offene Sternhaufen und Doppelsterne die keinen Filter benötigen, das ist schon richtig. Von daher ist der Plan mit denen anzufangen, auch nicht schlecht. Es ist halt auch schlau erstmal zu sehen ob einen das Hobby längerfristig reizt, bevor man Geld investiert.

VG Klaus
 
Wer mit einem Spektiv und einem Videoneiger Spass hat, Objekte am Himmel zu finden, der ist eigentlich der ideale Kandidat für einen Dobson und wird sich vor Freude nicht mehr einkriegen, wenn alles heller und schärfer ist, was er schon kennt. Von daher würde ich nicht unbedingt Geld für teure Zusatzteile ausgeben, die nur am Spektiv verwendbar sind, sondern es so benutzen, wie es ist. Der Sommer bietet etliche helle Objekte und wunderbare laue Nächte, um sie zu suchen. Je nach Lust und Laune sieht man einen Sommer lang schöne Dinge zum ersten Mal durch das Spektiv oder schubst in 3 Monaten einen Lichteimer mit Peilsucher, optischem Sucher und Deepsky-Reiseatlas, weil der Wunsch nach mehr zu schnell zu stark wurde. :)

Für den Mond würde ich einfach einen billigen Graufilter für Fotokameras vor das Okular halten. Das kostet nicht viel und man muss keine Angst haben, einen guten Filter zu ruinieren. Geraten sage ich mal, sind 50-60% Transmission ok. Ansonsten halte ich bei 80 mm und einem Einsteiger nichts von Filtern. Es gibt genug ohne zu sehen. Alternativ blendet man das Spektiv für den Mond mit einer runden Pappblende etwas ab. Die geringere Auflösung kann man für einen Versuch verschmerzen.

Weitere Objekte aus meinen Notizen: M27, CR399, M92, M15, M35, Mel 111. Ich weiß aber nicht, welche davon man im Moment sehen kann. Apropos: Ich empfehle Notizen, zu welchem Datum man was mit welchem Gerät wie gut gesehen hat und mit welchen Bezugspunkten man es fand. Irgendwann bringt man sonst alles durcheinander.

Mein Tipp für neue Ideen: Projekt BAfK Beobachteratlas für Kurzentschlossene Man sucht sich eine Himmelsregion, die gut erreichbar ist, und schaut darin, was man dort finden könnte.

Michael
 
Hallo Claus,

entschuldige, diese Frage hatte ich zuvor übersehen

Heißt das, das Zoomokular ließe sich an beliebigen Teleskopen verwenden? Braucht man dazu einen Adapter?

Grüße von

Claus

Ja, es gibt diese 1 1/4 Zoll Adaption für dieses Okular In dem weiter vorne bereits gesetzten Link zum Okular bei APM ist diese Adaption zu sehen und z.B. dort auch separat, also einzeln zu erwerben.

Bei den Filtern ist es so, dass es zwar eventuell Adaptionsmöglichkeiten für die Verwendung zwischen Spektiv und Okular gibt, dass aber dann der Abstand nicht mehr stimmt (um die Adapterlänge größer wurde) und zusätzlich die Dicke des Glases auch noch zusätzlichen optischen Weg bringt.......und dann reicht letztlich der Fokussierweg nicht mehr um auch unendlich (also weit innen) scharf zu stellen.
Daher bleibt dann nur die Möglichkeit der Auflage zwischen Augenlinse des Okulars und Auge, so wie von mir zuvor beschrieben.
Danach wurde noch zwei mal zu Recht auf den finanziellen Aspekt hingewiesen.
Ich hatte für meinen damaligen 114/900er, der lediglich 1 1/4 Zoll Zubehör konnte, solche Filter angeschafft.
Dann kam das größere Teleskop mit 2 Zoll Steckmaß und das ist heute bei brauchbaren Teleskopen für Astro eh Standard.
Kaufst Du jetzt Filter fürs Spektiv in 1 1/4 Zoll, kaufst Du wenig später (wie ich auch) fürs Teleskop Filter in 2 Zoll.
Zwei Zoll weil viele der Paradeobjekte für solche Filter großflächig und/oder "im Raum schwebend" schöner, auch leichter aufzufinden sind (Cirrus komplett, Nordamerika, Rosette pp).
Man schraubt dann solche Filter entweder in 2 Zoll Okulare oder in 2 Zoll auf 1 1/4 Zoll Reduzierungen ein oder man nutzt Filterräder bzw Filterschieber.

1 1/4 Zoll Filter sind dann nicht wirklich sinnvoll und nur Notbehelfe, während man an Ferngläsern bis etwa 50 mm Öffnung aus 2 Zoll Filtern Objektiv-, also sehr gute Frontfilter........du ahnst es........BASTELN kann.

Gruß
*entfernt*
 
Hier bin ich mit meinem geringen optischen Wissen überfordert. Warum gibt es bei Verwendung eines Filters keinen Fokus mehr?
Da ist man mal einen Samstag auf Achse:-)

Noch kurz zum Nebenthema Spektiv: Fernrohre sind dafür ausgelegt, mit möglichst viel Zubehör zu funktionieren, das unterschiedlichste Fokuslagen hat. Ein Spektiv soll robust, wetterfest und kompakt sein und möglichst mit dem Zubehör vom Hersteller funktionieren, daher wird es als optische Einheit entworfen: Okular und Spektiv sind aufeinander abgestimmt. Wenn jetzt das bildaufrichtende Prisma möglichst nah am Okular ist, kann es kleiner ausfallen - das Okular kann ja im Prinzip auf der Fassung vom Prisma aufsitzen.

Daher können auch nicht alle astronomischen Okulare an Spektiven verwendet werden: Die Fokusebene ist nicht genormt, und wenn die Feldblende (Bildebene) tiefer im Okular sitzt, müsste man das Okular weiter reinschieben als mechanisch möglich ist, man kommt also nicht in den Fokus. Ich hatte auch schon Spektive in der Hand, bei denen der Klemmechanismus eine Mutter ist, die reingedreht wird, um das Okular zu klemmen – und man musste das Okular immer zusätzlich fest reindrücken; wenn es ein, zwei Millimeter über der eingedrehten Klemmung stand, war schon kein Fokus mehr möglich. Wenn du jetzt vor das Okular einen Filter schraubst, der in einer 6-8mm hohen Fassung sitzt, ist das Okular noch weiter draußen, und du kommst erst recht nicht mehr in den Fokus.

Okulare für höhere Vergrößerungen sind auch immer knifflig, weil eben nicht alles in den Fokus kommt, was mechanisch passt. Und viele bildaufrichtende Prismen sind nicht für Vergrößerungen jenseits von 60-100x gedacht. Leica dürfte schon was gutes verbauen, aber auch nicht mehr Qualität als nötig verbauen. Von daher kann es sein, dass dein Spektiv die Qualität für 120-160x hat, aber sicher ist es nicht.

Beim Thema 2" hat Günther recht – am Teleskop nutzt man Nebelfilter bei niedriger Vergrößerung, also am 2" Übersichtsokular. Deshalb gibt's im Gebrauchtmarkt auch fast nie gebrauchte 2"-Filter:-) Damit lieber warten, bis ein Teleskop spruchreif wird.

Der SkySurfer III Sucher ließe sich ebenfalls an einem künftigen Teleskop verwenden, ist aber auch nicht die große Investition.

Beste Grüße,
Alex
 
Wer mit einem Spektiv und einem Videoneiger Spass hat, Objekte am Himmel zu finden, der ist eigentlich der ideale Kandidat für einen Dobson und wird sich vor Freude nicht mehr einkriegen, wenn alles heller und schärfer ist, was er schon kennt. Von daher würde ich nicht unbedingt Geld für teure Zusatzteile ausgeben, die nur am Spektiv verwendbar sind, sondern es so benutzen, wie es ist.

Nach allem, was zum Filterthema gesagt wurde, möchte ich dem zustimmen. Ich möche Basteleien am Spektiv gern vermeiden, weil ich das Spektiv noch unverändert für die Naturbeobachtung brauche - nicht dass am Ende was kaputtgeht (z. B. das empfindliche Filtergewinde).

Ich habe mir die Dobson-Teleskope ein wenig im Internet angeschaut. Das Prinzip klingt recht einfach und unkompliziert, allerdings finde ich, dass die Rockerboxen etwas klobig aussehen.

Diese Modelle könnten schon die richtigen für mich sein. Ich will mir ja nicht gleich die Astronomie zur Hauptbeschäftigung machen. - 10 Beobachtungsnächte im Jahr, meine ich, sind realistisch, dazu die Lektüre von 1-2 Fachbüchern, vielleicht der Besuch der Sternwarte/eines Treffens. Fotografie ist zunächst nicht so wichtig, sondern die Orientierung am Himmel und das Auffinden möglichst interessanter Objekte.

Für den Mond würde ich einfach einen billigen Graufilter für Fotokameras vor das Okular halten. Das kostet nicht viel und man muss keine Angst haben, einen guten Filter zu ruinieren. Geraten sage ich mal, sind 50-60% Transmission ok.

Den Graufilter kann ich mir bestellen. Wird wahrscheinlich in Verbindung mit dem Brillenglas nicht viel bringen, aber Ausprobieren kann man's ja.

Weitere Objekte aus meinen Notizen: M27, CR399, M92, M15, M35, Mel 111. Ich weiß aber nicht, welche davon man im Moment sehen kann. Apropos: Ich empfehle Notizen, zu welchem Datum man was mit welchem Gerät wie gut gesehen hat und mit welchen Bezugspunkten man es fand. Irgendwann bringt man sonst alles durcheinander.

... sind für die Wunschliste notiert. Ich habe jetzt eine Excel-Tabelle für die Deep-Sky-Objekte angelegt, mit Spalten für Datum, Uhrzeit, Standort, Bezugspunkt, Beschreibung usw.

Grüße von

Claus
 
Loslegen ist eh immer das beste. A little less conversation a little more action please, wie der King es so schön besang. Ich schaue mir heute nacht jedenfalls trotz Mondlicht ein paar offene Sternhaufen an.

Ich bitte mein Plädoyer für Deep Sky Filter zu verzeihen, aber die Dinger können nunmal echte Wow-Erlebnisse generieren. Kann man sich allerdings auch für ein astronomisch ausgelegtes Teleskop aufsparen.

VG
Klaus
 
Hallo Günther,

Ja, es gibt diese 1 1/4 Zoll Adaption für dieses Okular In dem weiter vorne bereits gesetzten Link zum Okular bei APM ist diese Adaption zu sehen und z.B. dort auch separat, also einzeln zu erwerben.

Gut, das erweitert also meine Möglichkeiten beim bzw. nach dem Teleskopkauf - entweder ich kaufe günstiger ohne Okular, oder ich habe eine zweites zum Austauschen. Oder entfällt diese Option wegen dem von dir unten erwähnten 2-Zoll-Standard?

Dann kam das größere Teleskop mit 2 Zoll Steckmaß und das ist heute bei brauchbaren Teleskopen für Astro eh Standard.

Grüße von

Claus
 
Hallo Alex,

Okulare für höhere Vergrößerungen sind auch immer knifflig, weil eben nicht alles in den Fokus kommt, was mechanisch passt. Und viele bildaufrichtende Prismen sind nicht für Vergrößerungen jenseits von 60-100x gedacht. Leica dürfte schon was gutes verbauen, aber auch nicht mehr Qualität als nötig verbauen. Von daher kann es sein, dass dein Spektiv die Qualität für 120-160x hat, aber sicher ist es nicht.

Die Abbildungsleistung beim APO Televid ist schon bei 50x deutlich schlechter bzw. das Bild dunkler, was natürlich an der Konstruktion des Zooms liegen mag. Für das alte Televid 77 gab es zusätzlich eine Festbrennweite. Ich frage mich, ob/wann Leica noch ein Okular für das neue Televid rausbringt. Der Extender 1.8x für bis 90x war für mich eine Enttäuschung, wie ich bereits geschrieben habe.

Grüße von

Claus
 
Hallo Claus,

wenn Du irgendwo in der Nähe Sicht auf einen klaren Himmel in Richtung Südosthorizont hast, dann schnapp Dir Dein 8x42 und geh raus.
Vollmond und daneben, schon leicht unterhalb Jupiter als kleines Scheibchen, mit fortschreitender Dämmerung kommt das Spiel der galileischen Monde hinzu und noch ein paar helle Sterne rundum.

Dobson und Co können warten.

Gruß
*entfernt*
 
Sodele Claus,

nun hab ich mich erst mal satt gesehen.
Zum Vollmond fehlen noch ein paar Stunden und um den nahe stehenden, bunt flackernden Antares noch mit dazu ins Feld zu kriegen hätte mein 10x56 fast dreifach mehr Feld gebraucht, das wäre ein überaus genialer Anblick gewesen, aber man kann nicht alles haben.

Du hast viel zu lesen und kannst das alles gar nicht erfassen. Das ist kein Vorwurf, es zeigt nur, dass Du dabei bist einer gewissen "Reizüberflutung" zu erliegen was ich durchaus verstehe. Deine Frage wegen der 2 Zoll Adaption war schon knapp beantwortet, indem ich schrieb:
.......Man schraubt dann solche Filter entweder in 2 Zoll Okulare oder in 2 Zoll auf 1 1/4 Zoll Reduzierungen ein oder man nutzt Filterräder bzw Filterschieber.......

2" Steckmöglichkeit ist also heute bei Teleskopen i.D.R. Standard, für Adaption der 1 1/4 Zoll Okulare gibt es in/an den Okularauszügen entsprechende Adapter, denn für die Mehrzahl der Okulare braucht es keine 2" Auslegung.

Weil Du schon nach Dobson fragst, kannst Du eventuell mal bei mir unter
Zubehör zum 8 Zoll f/6 Dobson
nachlesen, aber bitte zuerst nur lesen.
Da steht dann was zum Übersichtsokular, auch z.B. warum das 2" Steck haben sollte, es steckt auch z.B.der Ansatz des Themas Austrittspupille drin und da steht auch, dass Du den kompletten mittleren Vergrößerungsbereich und den Einstieg in den höheren Bereich mit Deinem Leica-Zoom + 1 1/4 Zoll Astroadaption schon im Sack hast.
Dieses Okular ist, soweit es mit dem bei APM gezeigten und zu erwerbenden Teil identisch ist, (wenn es keinen Mangel hat) sehr hochwertig, scharf und transmissionsstark, zudem bietet es ein sehr weitwinkliges Feld. Dieses Zoom ist m.E. absolut nicht mit anderen Breitbandzooms auf dem Astromarkt in einen Sack zu stecken, auch wenn es transmissionstechnisch m.E. allein schon wegen der Linsenzahl nicht an hochwertige Orthos oder Monos heran kommen kann. Es gab hier mal einen recht heftigen Thread, da sahen Anwender in dem Fall Gleichstand.
Abbildungsmängel bei höheren Vergrößerungen liegen m.E. an der Ausstattung des Spektivs, z.B. am 45° Prisma.

Nun gut, ich schweife ab, da war doch was mit Hündchen und Stöckchen....!
Du kannst Dir einen Dobson vorstellen, ich habe mehrere.
Dennoch rate ich dringend, vor irgendwelchen diesbezüglichen Entscheidungen, das Spektiv ausgiebig zu nutzen.
Darüber hinaus zum Besuch eines Teleskoptreffens, das geht im August mit den länger werdenden Nächten wieder los, oder bei einem rührigen Verein, einer Sternwarte oder einer aktiven Beobachtergruppe.

Gruß
*entfernt*
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Günther,

Du hast viel zu lesen und kannst das alles gar nicht erfassen. Das ist kein Vorwurf, es zeigt nur, dass Du dabei bist einer gewissen "Reizüberflutung" zu erliegen was ich durchaus verstehe.

Das trifft es gut. Ich bin, vor allem was die Technik angeht, kompletter "Newbie".

Weil Du schon nach Dobson fragst, kannst Du eventuell mal bei mir unter Zubehör zum 8 Zoll f/6 Dobson nachlesen, aber bitte zuerst nur lesen. Da steht dann was zum Übersichtsokular, auch z.B. warum das 2" Steck haben sollte, es steckt auch z.B.der Ansatz des Themas Austrittspupille drin und da steht auch, dass Du den kompletten mittleren Vergrößerungsbereich und den Einstieg in den höheren Bereich mit Deinem Leica-Zoom + 1 1/4 Zoll Astroadaption schon im Sack hast. Dieses Okular ist, soweit es mit dem bei APM gezeigten und zu erwerbenden Teil identisch ist, (wenn es keinen Mangel hat) sehr hochwertig, scharf und transmissionsstark, zudem bietet es ein sehr weitwinkliges Feld.

Schön, dass ich bereits dieses hochwertige Zubehörteil besitze. Ich müsste also nur den Adapter dazukaufen.

Nun gut, ich schweife ab, da war doch was mit Hündchen und Stöckchen....! Du kannst Dir einen Dobson vorstellen, ich habe mehrere.

Ich habe, wie gesagt, vor vielem noch gar keine klare Vorstellung. Gestern ist mir erst klar geworden, dass die Dobson-Teleskope auf immer dem Boden stehen. Ich kann glauben, dass sie fürs Geld einiges an Leistung bieten, aber finde, dass die Bauart geschmacklich etwas danebenliegt. Persönlich finde ich die Montierung auf einem Stativ schöner. Was mache ich denn sonst, wenn ich keine geeignete Standfläche habe? Ich habe hier zwei hochwertige Fotostative, kann ich darauf nicht später ein Newton-Teleskop azimutal montieren?

Grüße von

Claus
 
Hallo,

APM bietet den passenden Adapter auch in 2" an.
Aus eigener Erfahrung kann ich sagen das diese Adapter zwar sehr gut funktionieren aber nicht unbedingt für einen häufigen Wechsel ausgelegt sind. Der Adapter wird mit 3 Kunststoff Madenschrauben am Okular befestigt, speziell bei mir war es so das sich das Okular im Adapter mitdrehte wenn ich die Zoomfunktion nutzte. Nicht viel, aber genug um mich zu beunruhigen. Im schlimmsten Fall hätte sich das Okular aus dem Adapter gelöst und wäre runtergefallen.
Ich schreibe das um Dir eine solche Erfahrung zu ersparen.
Gelöst habe ich das Problem indem ich handelsübliche Madenschrauben aus Metall verwende. Zusätzlich habe ich einen dünnen Messingstreifen zwischen Okularkörper und Bajonet ... gebastelt, auf diesen drücken die Madenschrauben und fixieren das Okular im Adapter. Diese Ringklemmung ist wichtig sonst drehst Du Dir ziemlich häßliche Klemmspuren in das Okular. Es funktioniert nun wie es soll, aber das ganze jedesmal demontieren um das Okular auch am Spektiv nutzen zu können? Langfristig wäre mir das ein bischen zu doof. Es gibt auch einen Adapter von Starlight Instruments, ob der das besser kann weiß ich allerdings nicht.

Ich hoffe ich konnte weiterhelfen.

Viele Grüße,
Björn
 
Wie heißt es so schön: Teleskope sind zum Durch- nicht zum Ansehen gedacht. Letzte Nacht habe ich bei voll aufgedrehter Säufersonne IC 4665, IC 4756 und NGC 6633 im Übersichtsokular meines 8 Zoll Dobsons gehabt. Die dürften auch was für kleinere Öffnungen sein. Der schon erwähnte M27 dreht sich auch allmählich in gute Position und ist einer der wenigen Planetaries die schön hell und recht groß sind. M 11, der Wildentenhaufen, hat eine eigentümliche Geometrie, die sich auch im kleinen Instrument schon erkennen lässt. Der kann aber auch etwas mehr Vergrößerung vertragen.

Die klobige Rockerbox des Skywatcher Modells mit dem Riesendrehteller fand ich auch immer nicht so prickelnd für den Transport. Ich würde da aber eher praktische Maßstäbe bei der Teleskop-Wahl anlegen. Das dann aber vielleicht in einem neuen Thread.

VG Klaus
 
APM bietet den passenden Adapter auch in 2" an.
Aus eigener Erfahrung kann ich sagen das diese Adapter zwar sehr gut funktionieren aber nicht unbedingt für einen häufigen Wechsel ausgelegt sind.

Danke, die Links habe ich für später gebookmarkt. Ich hatte schon befürchtet, dass der häufige Wechsel des Okulars zwischen Spektiv und Teleskop Schwierigkeiten machen könnte. Das Bajonett scheint auch nicht dafür gebaut zu sein, dass man ständig an- und abschraubt.

Grüße von

Claus
 
Wie heißt es so schön: Teleskope sind zum Durch- nicht zum Ansehen gedacht. [...] Die klobige Rockerbox des Skywatcher Modells mit dem Riesendrehteller fand ich auch immer nicht so prickelnd für den Transport. Ich würde da aber eher praktische Maßstäbe bei der Teleskop-Wahl anlegen. Das dann aber vielleicht in einem neuen Thread.

Ich bin schon jetzt im Zweifel, ob ich ein größeres Dobson-Modell gut transportieren und lagern könnte. Für den Transport müsste die Rückbank im Auto reichen, für die Lagerung evtl. die unbeheizte Garage.

Aber, wie du sagst: Ich eröffne besser einen neuen Thread, wenn es so weit ist.

Grüße von

Claus
 
Hallo Klaus,

ganz am Anfang steht schon

.....was Du hast ist auf alle Fälle zum Einstieg in die visuelle Hobbyastronomie erst mal und je nach weiterer Entwickling DEINER Neigungen durchaus längerfristig sehr gut ausreichend, zumal die Qualität deutlich im oberen Bereich liegt.
Da steckt dann auch gegebenenfalls ein (Qualitäts)Anspruch drin, den man in der Folge berücksichtien, oder zu großen Öffnungen hin eventuell etwas reduzieren muss, weil das sehr schnell sehr teuer werden kann.............

was nun klarer wird.
Du hast nicht nur einen Qualitätsanspruch an die Optik zum Durchsehen sondern auch eine entsprechende Vorstellung bezüglich des Aussehens der Optik.

Daher noch hier ein paar Hinweise vor dem Start eines möglichen neuen Teleskopthreads.

Du hast mal 500 Euro für den Start mit einem Teleskop in den Raum gestellt und Praktiker warnen inzwischen aus Erfahrung (die ich damit nicht habe )davor, das gute Zoom allzu sehr in die Teleskopüberlegungen einzubinden. Das ist ernst zu nehmen.

Für 500 Euro gibt es z.B. den schon mal genannten 8" f/6 Dobson mit Starterzubehör.
Es gibt auch einen 5" MAK auf nicht gerade üppiger EQ 3 oder 4"MAK auf GoTo Monti.
Auf GoTo gibts auch einen 130/750er Newton oder einen 102/500er achromatischen Refraktor.
Sparsam parallaktisch montiert sind achromatische Refraktoren bis 5" Öffnung drin.
Schon ein ED-Refraktor mit ähnlicher Öffnung wie dein Spektiv sprengt den Rahmen ohne Montierung oder gar Zubehör und Fotostative genügen in der Regel den Ansprüchen bei hohen Vergrößerungen nicht dauerhaft.

All das kommt aus günstiger, meist fernöstlicher Massenproduktion und hat bei Weitem nicht die für Dich gewohnte Qualität(sanmutung) in Aussehen, Funktion und Stabilität.
Einzig der Dobson könnte das für Dich m.E. mit purer Öffnung und entsprechendem Beobachtungsgewinn gegenüber dem Spektiv quasi.........erschlagen.

Also nimm Dir Zeit, nutze Dein Spektiv, informiere Dich über die Geräte, geh da hin wo Du sie anschauen, anfassen und wo Du auch durchschauen kannst.
Eine deutliche Erhöhung des Budgets, oder auch ein Umdenken in dem einen oder anderen Punkt könnte bei dieser "Vorsortierung" heraus kommen und vieles leichter machen.

Gruß
*entfernt*
 
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