Einstieg in die Hobbyastronomie: Welche Ausrüstung?

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Also sieht man dort dann wahrscheinlich wirklich nur Matschflecken?
Eigentlich schon, weshalb ich visuell Galaxien selten mag. Ich schaue sie mir an, weil es sie gibt und weil mir die Suche Spaß macht. Aber nicht weil sie mir gefallen.
Um aber ganz sicher zu sein, solltest Du erstmal durch ein Teleskop geschaut haben. Erst dann kannst Du einschätzen, ob Dir der Anblick gefällt.

Gruß
Ronald
 
Am dankbarsten sind immer noch Sonne, Mond und Planeten.
Diese sehen visuell je nach Teleskop und Zubehör genauso aus wie auf guten Fotos.
Auch sieht man hier die meisten Veränderungen und Details, wie Phasengestalt, abschmelzende Polkappen, Mondbedeckungen und Schattenereignisse, Ringstellungen, Flecken, Protuberanzen usw.
Also relativ abwechslungsreich und Dynamisch.
Ein weiterer großer Vorteil der Planetenbeobachtung, man kann das alles von zu Hause aus beobachten und die Himmelsqualität spielt bis auf das Seeing auch nicht so die große Rolle.
DeepSky macht meiner Meinung erst ab 16" und einigermaßen dunklem Himmel Spaß.

Gruß
CS
 
Zuletzt bearbeitet:
DeepSky macht meiner Meinung erst ab 16" und einigermaßen dunklem Himmel Spaß.

Man sollte dir deine Meinung lassen, aber ich finde, die Aussage ist für Paul als Einsteiger irreführend.

Viele Klassiker gehen auch schon bei durchschnittlichem Himmel, mit 6 bis 8 Zoll Öffnung am Newton oder auch mit geringerer Öffnung am Refraktor bzw. Fernglas. Das reicht m. E., um die visuelle Deep-Sky-Beobachtung kennenzulernen und jahrelang daran Freude zu haben.

Ein 16-Zöller ist schwer zu transportieren und umständlich aufzubauen - macht das einem Einsteiger unbedingt Spaß? M. E. sind solche Teleskop etwas für Fortgeschrittene, die sich schon an den "einfachen" Objekten satt gesehen haben und lichtschwächere Ziele erreichen wollen. Das setzt dann auch den dunkleren Himmel und gutes Seeing voraus - weite Anfahrten sind nötig, wenn man nicht in einer abgelegenen Gegend wohnt.

Mit einem 6 oder 8 Zoll Newton kann man auch schon unter Vorstadtbedingungen etwas anfangen - für die ersten DSOs sollte das allemal reichen.

Viele Grüße

Claus
 
Ich denke wenn man so gar nicht weiß, was man wie gut womit sieht, sollte man zuerst seine Erwartungshaltung mit der Realität abgleichen.
Der eine ist hin und weg wenn er das erste Mal mit einem 60mm "Röhrchen" beobachtet, der andere tief enttäuscht wie wenig er mit einem 16" Brummer sieht.

Die Empfehlung eines Besuchs einer Sternwarte bevor übers eigne Teleskop nachgedacht wird, kann ich daher auch nur unterstützen.
Danach kann man immer noch sehen, wie (und ob) man sein Budget am besten anlegt.

Gruß Horst
 
Hi!

Zur 16"-Diskussion ist vielleicht auch der aktuelle Bericht aus dem Nachbarforum interessant:
Mir machen mit Beobachtungserfahrung 80mm Spaß, und 8" auf jeden Fall ;)

Schönes Wochenende,
Alex
 
Ja, ein echter Klassiker, kleine Öffnung schlägt große Öffnung.
Waberndes und unscharfes Bild im größeren Newton...
Da wurde wieder zwar eine richtige Beobachtung gemacht, jedoch falsche Schlussfolgerungen gezogen.
Das mag dann die Quintessenz sein um mit kleineren Öffnungen zu beobachten, jedoch kann man solche Schlussfolgerungen nicht verallgemeinern.
Andere Sternfreunde sind durchaus in der Lage eine große Öffnung transportabel zu gestalten und diese schnell einsatzbereit zu machen, um dann mit Lüftern auch die optische Leistung abrufen zu können.
So können Meinungen eben ganz unterschiedlich ausfallen.
Und natürlich haben kleine Öffnungen und Brennweiten ihren Sinn und ihre Berechtigung. Ich habe auch meinen Spaß mit 3" und 6".

Gruß
CS
 
Man kann sich auch kleinere Öffnungen schön reden. ;)

Da wurde wieder zwar eine richtige Beobachtung gemacht, jedoch falsche Schlussfolgerungen gezogen.
Das mag dann die Quintessenz sein um mit kleineren Öffnungen zu beobachten, jedoch kann man solche Schlussfolgerungen nicht verallgemeinern.
Andere Sternfreunde sind durchaus in der Lage eine große Öffnung transportabel zu gestalten und diese schnell einsatzbereit zu machen, um dann mit Lüftern auch die optische Leistung abrufen zu können.
So können Meinungen eben ganz unterschiedlich ausfallen.
Und natürlich haben kleine Öffnungen und Brennweiten ihren Sinn und ihre Berechtigung. Ich habe auch meinen Spaß mit 3" und 6".
Genau meine Meinung.

Visuell ist es aus meiner Erfahrung mit 6, 8, 12, 20 Zoll Newtons völlig klar:
Grösste Öffnung mit noch (gut) handhabbarer Transportabilität wählen.

Fotografisch ist es dagegen definitiv nicht eindeutig!

Ganz grob:
Kleine Öffnung => schöne weite Felder für zB Nebelgebiete, Nachführung einfacher, APOs einsetzbar
Grosse Öffnung => höhere Auflösung, Nachführung schwieriger, viel besser für kleinere Objekte, wie zB Planeten, Galaxien, PNs

Belichtung hängt nur vom Öffnungsverhältnis ab.

Gruß
Peter
 
Hi!

Das für den Threadstarter interessanteste in dem verlinkten Thread sind auch die Beobachtungsbeschreibungen, was man mit 6" sieht. Dazu die typischen Erkenntnisse
  • Mindestens um die Hälfte größere Öffnung, damit einen Unterschied von einem Teleskop zum nächsten deutlich sieht
  • Benutzt wird die größte Öffnung, die man noch zu transportieren bereit ist
  • Und vor allem: Gönn dir vernünftige Okulare!
Es kann doch nicht sein, dass wir mittlerweile auf dem Level sind zu empfehlen, dass Deep-Sky erst ab 16" unter Alpenhimmel Spaß macht. Doppelsterne zeigen schon in kleinen Geräten Farbe, offene Sternhaufen wirken am schönsten, wenn sie bei niedriger Vergrößerung in die Umgebung eingebettet sind, und die großen Kugelsternhaufen sind auch im 6"er zumindest teilweise aufgelöst.

Der 80/600 ist für mich das endgültige Gerät, weil er schon viel zeigt – aber ich würde ihn keinem Einsteiger mehr empfehlen, weil er nicht genug an Hochvergrößerung bietet und etwas Beobachtungserfahrung verlangt. Aber er zeigt mehr als ein größerer, günstiger 114mm Einsteiger-Spiegel (gut: noch dazu ein Kat-Newton), erst recht mit den Beipack-Okularen.

8" sind die Grenze, ab der viele Objekte schön aufgelöst werden können, und passen als Volltubus-Dobson noch ins angepeilte Budget. 8-10" sind als Volltubus (egal ob Dobson oder Schmidt-Cassegrain) noch halbwegs transportabel, alles größere ist richtig aufwändig – entweder mechanisch, weil sinnvoll zerlegbar spürbar Aufpreis kostet, oder schon rein vom Volumen her, weil man wirklich am Beobachtungsplatz parken muss (und möglichst auch am Lagerplatz des Teleskops)

Größere Öffnungen passen eh nicht ins Budget, und sind nur zerlegbar sinnvoll transportabel. Und da empfehle ich dem Einsteiger lieber das fest aufgestellte Teleskop der nächsten Sternwarte als gleich einen eigenen großen Gitterrohrdobson. Der 16"-Volltubus-Dobson bei uns im Verein wurde praktisch nie benutzt, weil daneben ein C14 mit Goto fest aufgestellt stand.

Und dass Foto und visuell wegen der unterschiedlichen Ansprüche am besten getrennt werden, hatten wir ja schon.

Beste Grüße,
Alex
 
Am dankbarsten sind immer noch Sonne, Mond und Planeten.
Diese sehen visuell je nach Teleskop und Zubehör genauso aus wie auf guten Fotos.
Auch sieht man hier die meisten Veränderungen und Details, wie Phasengestalt, abschmelzende Polkappen, Mondbedeckungen und Schattenereignisse, Ringstellungen, Flecken, Protuberanzen usw.
Also relativ abwechslungsreich und Dynamisch.
Ein weiterer großer Vorteil der Planetenbeobachtung, man kann das alles von zu Hause aus beobachten und die Himmelsqualität spielt bis auf das Seeing auch nicht so die große Rolle.
DeepSky macht meiner Meinung erst ab 16" und einigermaßen dunklem Himmel Spaß.
Naja - Mond und Planeten sind schon eine arg begrenzte Zielgruppe. Zumal man in Sachen Planeten gelegentlich wirklich lange Durststrecken hat in denen man kaum beobachten kann auf Grund ungünstiger Stellung der Planeten.
Und es gibt eine Reihe von Deep-Sky-Objekten die man sehr gut auch mit kleineren Teleskopen beobachten kann. Viele Sternhaufen sind visuell sehr reizvoll. Einige hellere planetarische Nebel auch. Der Eskimonebel zum Beispiel zeigt in einem 8-10" Newton visuell schon erstaunlich viele Details.
Problem bei Deep-Sky dürfte für die meisten Menschen halt die Bequemlichkeit sein. Für viele Objekte ist dunkler Himmel wirklich essentiell - und damit eine Beobachtung aus dem Garten heraus meist kaum möglich.
Persönlich würde ich für den Einstieg visuell immer einen Dobson ab 8" empfehlen. Da reicht die Öffnung um auch dem eher ungeübten Auge eines Einsteigers viel zu bieten, die Brennweite ist hoch genug um auch an Planeten Spaß zu haben, Mond geht eh und das Preis-/Leistungsverhältnis ist so ziemlich unschlagbar.
Wenn das Budget es zulässt darf es auch gerne ein 10" Dobson sein (die 2" mehr machen es für den Einsteiger etwas einfacher weil man halt auch ohne indirektes sehen und ohne perfekte Dunkeladaption schon etwas mehr sieht als im 8er). Unter einigermaßen dunklem Himmel sind solche Newtons schon richtig gut für viele, viele erfolgreiche Beobachtungsnächte in denen man eigentlich jede Art von Deep-Sky-Objekten erfolgreich aufs Korn nehmen kann. Da sind hunderte von Objekten "in Reichweite".

Ciao, Udo
 
Naja - Mond und Planeten sind schon eine arg begrenzte Zielgruppe. Zumal man in Sachen Planeten gelegentlich wirklich lange Durststrecken hat
Vergiss die gute alte Sonne nicht. Die zeigt an Dynamik und Veränderung mehr als der ganze Rest zusammen.
Die Sonne als alleiniges Zeil nimmt seit Jahren mehr meiner Beobachtungszeit in Anspruch als Planeten, Mond und Deep Sky zusammen, aus guten Gründen.
Das war früher nicht so, aber wenn man erstmal Blut geleckt hat....
LG, Olli
 
Vorallem läßt sie sich zu "humanen" Zeiten und an lichtverschmutzten Orten beobachten...

Gruß Horst
 
Es kann doch nicht sein, dass wir mittlerweile auf dem Level sind zu empfehlen, dass Deep-Sky erst ab 16" unter Alpenhimmel Spaß macht.

Hallo Alex

So extrem würde ich jetzt mein kurzes Statement zu 16" nicht auslegen wollen und so war es auch nicht gemeint.
Es war vielmehr so gedacht, dass man mit größeren Öffnungen auch unter schlechteren Bedingungen und unter aufgehelltem Himmel mehr sehen kann, als mit kleineren Öffnungen.
Es gibt viel mehr Sterne die noch Farben zeigen, Kugelsternhaufen, Planetarische Nebel und auch andere Nebel, können noch sehr stark von der größeren Öffnung profitieren.
Viele Kugelsternhaufen können auch unter schlechteren Bedingungen noch aufgelöst werden und zeigen viele Sterne bis ins Zentrum, wo kleinere Öffnungen nur ein Nebelfleckchen zeigen, mit evtl. etwas gesprenkel am Rand.
PNs sind z.T. sehr klein und hell, so das sie hohe Vergrößerungen benötigen um Strukturen und Details zu zeigen.
Nebel und PNs zeigen mit Filtern, wie UHC und OIII, evtl. die gleichen bzw. mehr Details als kleine Öffnungen unter besseren Bedingungen.
Selbst Galaxien können in Zenit nähe, wo der Himmel z.T. noch dunkler ist, von der größeren Öffnung profitieren.
Das hätte ich vielleicht noch genauer ausführen sollen, daher mein Fehler.

Gruß
CS
 
16 Zoll ist aber halt auch schon etwas unhandlich, schwer, teuer... Zu viel Brennweite ist für den Einstieg auch eher kontraproduktiv, da halt mit steigender Brennweite auch der Bildausschnitt kleiner wird - entsprechend schwieriger wird es für den Anfänger die gesuchten Objekte zu finden und zentriert zu halten.
Klar: Mehr Öffnung ist in Sachen Beobachtungsqualität immer besser. Aber als Einstieg würde ich "klassisch" bei 8-10" bleiben. Das ist ein preisgünstiger Einstieg mit dem man wirklich viele Objekte erfolgreich beobachten kann. Und mit aktuellen Aufnahmetechniken/Kameras ist selbst mit einem 8" Dobson sogar erfolgreiche Astrofotografie möglich ohne Nachführung.
Und zum Thema Sonne: Klar kann man sich damit jahrelang beschäftigen. Ist aber sicher nicht das Richtige für Jeden. Mich zum Beispiel interessiert die Sonnenbeobachtung gar nicht ;-) Finde ich einfach nicht reizvoll - zumindest nicht auf Dauer. Aber das muss jeder für sich selbst herausfinden.

Ciao, Udo
 
Ich habe schon seit ewiger Zeit meinen 8 Zöller...obwohl ich immer noch das ein oder andere Okular oder allgemein Zubehör zum austesten kaufe, habe ich mich nie mehr mit dem Kauf eines größeren Teleskop befasst..lässt sich gut transportieren, aufbauen, bietet für mich genug Öffnung für jede Art von Beobachtungsobjekten. Natürlich habe ich bei TT schon durch 12 und 16 Zöller geschaut, trotzdem kommt der Wunsch nach mehr Öffnung einfach nicht auf..8 oder 10 Zoll Teleskope bieten soviel Gegenwert..Gruß Olaf
 
Hallo Alex

So extrem würde ich jetzt mein kurzes Statement zu 16" nicht auslegen wollen und so war es auch nicht gemeint.
Es war vielmehr so gedacht, dass man mit größeren Öffnungen auch unter schlechteren Bedingungen und unter aufgehelltem Himmel mehr sehen kann, als mit kleineren Öffnungen.
Es gibt viel mehr Sterne die noch Farben zeigen, Kugelsternhaufen, Planetarische Nebel und auch andere Nebel, können noch sehr stark von der größeren Öffnung profitieren.
Viele Kugelsternhaufen können auch unter schlechteren Bedingungen noch aufgelöst werden und zeigen viele Sterne bis ins Zentrum, wo kleinere Öffnungen nur ein Nebelfleckchen zeigen, mit evtl. etwas gesprenkel am Rand.
PNs sind z.T. sehr klein und hell, so das sie hohe Vergrößerungen benötigen um Strukturen und Details zu zeigen.
Nebel und PNs zeigen mit Filtern, wie UHC und OIII, evtl. die gleichen bzw. mehr Details als kleine Öffnungen unter besseren Bedingungen.
Selbst Galaxien können in Zenit nähe, wo der Himmel z.T. noch dunkler ist, von der größeren Öffnung profitieren.
Das hätte ich vielleicht noch genauer ausführen sollen, daher mein Fehler.

Gruß
CS
Iss alles richtig, was du beschreibst. Aber absolut unpassend für diesen Thread. Es geht ja um den Einstieg.

Zum Vergleich:
Da fragt jemand zu einem Anfänger-Kleinwagen zu Einstieg, und du machst ihn mit einem Sportwagen auf der Rennstrecke madig. ;)
 
Hallo Klaus,
Ich kenne Sternfreunde die mit großen Öffnungen eingestiegen sind.
Der Vorschlag sich vor dem Kauf erst einmal ein Bild zu verschaffen ist meiner Meinung nach der einzig Sinnvolle.
Denn ich kenne auch Leute die haben viel Geld ausgegeben bzw. auch viele nutzlose Sachen nach Fehlberatungen angeschafft und das Hobby nach kurzer Zeit wieder an den Nagel gehängt.
Die Gründe dafür waren ganz unterschiedlich.
Pauls Erwartungshaltung wirkt auf mich relativ hoch, Galaxien und schöne Bilder und wenn zu unspektakulär, doch lieber Fotografie?
Daher sehe ich darin keinen Fehler, ihm zu schreiben, dass wenn man tolle Bilder sehen will, dass er dafür Öffnung und einen guten Himmel braucht.
Das sowas dann nicht ins geplante Budget passt, liegt ja dann nicht an mir sondern an den falschen Vorstellungen des Fragestellers.
Es wäre ja auch mal legitim zu schreiben, das für den Betrag XY das gewünschte nicht machbar ist?

Gruß
CS
 
Hi,

ich sehe es auch so, wenn jemand wirklich Interesse an der beobachtenden Astronomie hat, dann kann er, muss aber nicht, auch gleich ein grösseres Teleskop kaufen. Gerade die Dobsons sind eigentlich alle gleich zu bedienen und aufzubauen. Ich habe ja auch einen 20 Zoll Dobson, den würde ich jetzt einem Einsteiger nicht unbedingt empfehlen ;) , aber ich weiss daher, dass ein leichter 16 Zoll Gitterrohrdobson noch handhabbar und transportierbar ist.

Mit Auto oder Rennwagen hat das nichts zu tun. ;)

Der 16 Zöller stellt mM der beste Kompromiss bzgl grösster Öffnung und noch Handhabbarkeit dar und der grosse Spiegel zahlt sich bezüglich dem Erkennen und Beobachten von Objekten immer aus.

Wir müssen allerdings die Einschätzung der Dauerhaftigkeit und Ernsthaftigkeit der eigenen Motivation dem potentiellen Einsteiger überlassen.

Gruß
Peter
 
Hallo

Ein weiterer großer Vorteil der Planetenbeobachtung, man kann das alles von zu Hause aus beobachten und die Himmelsqualität spielt bis auf das Seeing auch nicht so die große Rolle.
DeepSky macht meiner Meinung erst ab 16" und einigermaßen dunklem Himmel Spaß.
dem kann ich nur zustimmen.

Anfänger lassen sich durch die vielen schönen Bilder, die überall veröffentlicht werden, "verführen" und glauben wenn sie
nur das "richtige" Instrument sich kaufen, kann man die Objekte so sehen wie auf den Bildern. Dem ist aber nicht so.
Sein wir doch mal ehrlich,-> visuell gibt es eigentlich relativ wenige Objekte im DeepSky-Bereich die dem Amateur
zugänglich sind. d.h. wo man auch Strukturen erkennen kann.

M.M. geht es mehr die Faszination Galaxien, Nebel etc. aufzusuchen + auch zu finden.
Da wird mit einem Dobson per Starhopping das/die Objekt(e) gesucht und man freut sich "einen verwaschenen Fleck im Teleskop zu sehen".
Details sind aber meist nicht erkennbar.

Bei diesen objektiven Tatsachen muss man sich nicht wundern, wenn das neue Hobby schnell wieder aufgegeben wird.
Erwartungshaltung und Realität stimmen eben nicht überein. Hinzu kommt noch das Wetter die Lichtverschmutzung usw.

Mit einem kleinen /mittleren Instrument anfangen den Mond und Planeten zu "erforschen" finde ich da für den Anfang viel besser.

VG + CS Dieter
 
Sein wir doch mal ehrlich,-> visuell gibt es eigentlich relativ wenige Objekte im DeepSky-Bereich die dem Amateur
zugänglich sind. d.h. wo man auch Strukturen erkennen kann.
[...]
und man freut sich "einen verwaschenen Fleck im Teleskop zu sehen".
Details sind aber meist nicht erkennbar.
Das widerspricht meinen Beobachtungserfahrungen völlig, und ich habe "nur" handzame 10 Zoll.
Da geht viel mehr visuell.

LG, Olli
 
Hi,

meine persönliche repräsentative Statistik ergibt, dass meistens Leute die kein grösseres Teleskop haben mit der Argumentation kommen, dass sich das gar nicht lohnt. ;)

Gruß
Peter
 
Das widerspricht meinen Beobachtungserfahrungen völlig.
Ich hab "nur" handzahme 5" und 6".
ich hatte das angeführt, da in letuter Zeit...
Da kommt bestimmt gleich noch jemand mit "nur 16", oder "nur 20" usw.
Und ganz viele mit "nur 8".
genau das, es wird immer direkt mit 16" und mehr um sich geworfen, während 8 oder 10 Zoll noch sehr häufig vorkommen, quasi der Volksdobson im Kontrast zum Volksapo, um sich dieser Nomenklatur zu bedienen.
LG, Olli
 
Ihr könnt mit euren Lichtkanonen um euch schiessen wir ihr wollt...ich bin mit 8 Zoll super zufrieden..kein Neid oder sonst was..basta :cool:
 
Was haben Anfänger mit 20'' und mit 4 1/2'' gemeinsam ...

... ohne Vernünftige Begleitung beim Einstieg sehen beide ...






--- nix ---

Ich glaube gerade beim Anfang ist die Ausrüstung das Unwesentlichste, auch wenn ich dafür gesteinigt werde. Viel wichtiger ist erstmal auf Telekoptreffen, Messen und/oder/auch Vereins- und Volkssternwarten zu gehen, das ganze Equipment mal life zu sehen, Leute zu sprechen, sich ggf. Kontakte sichern, und NICHT ALLEIN EINKAUFEN GEHEN!

Dann wird's was, sonst wird's nur für den Händler was.

CS
Jörg
 
Meine Erfahrungen mit einen 10" Dobson waren auch durchaus positiv. Klar: Galaxien sind natürlich eher "enttäuschend". Außer bei den paar helleren Galaxien sind visuell kaum Details zu erkennen. Aber: Kugelsternhaufen und offene Sternhaufen sind auch mit 8" schon sehr beeindruckend. Doppel- und Mehrfachsterne. Mond, Jupiter, Saturn und Mars (und gelegentlich auch Kometen) auch - visuell sieht man da durchaus eine Menge Details in den "ruhigen Pausen der Luft". Oder planetarische Nebel (ggf. mit Filter). Der Eskimonebel oder M97 waren da für mich visuell durchaus beeindruckend. Und natürlich M42 oder die Regionen im Schwan - die machen visuell auch mit 10" durchaus schon Einiges her. Klar: Farbe ist (fast) nicht. Aber Strukturen sind durchaus schon eine Menge erkennbar. Ich habe auch schon durch größere Teleskope geschaut, aber das Verhältnis von (Transport- und Aufbau-)Aufwand, Kosten und Beobachtungserfolg hatte für mich keinen wirklichen Aha-Effekt. Dieses Aha kam erst mit der Astrofotografie - wenn auch mit deutlich höherem finanziellen Aufwand. Wobei ich da sicherlich durch meine eher "techniklastige Veranlagung" gewisse Vorteile habe. Es macht mir einfach Spaß mich mit der Technik zu beschäftigen. Und ich bin bequem.... Zu bequem um mit einem 16" Spiegel regelmäßig 50-60 km zu einem dunklen Beobachtungsplatz zu fahren. Außerdem sind meine Augen mit den Jahren nicht besser geworden... Alles Gründe warum ich persönlich jetzt nur fotografisch unterwegs bin. Obwohl ich auch visuell mit 10" durchaus sehr schöne Beobachtungsnächte hatte. 8" steht dem 10-Zöller nur relativ wenig nach und ist daher in meinen Augen der ideale Einstieg. Mit f/5 oder f/6 sind solche Geräte auch noch mit günstigen Okularen gut nutzbar, einfach zu justieren und die nicht allzu hohe Brennweite vereinfacht die Bedienung gerade beim Dobson.

Ciao, Udo

P.S.: Und nein Jörg: Eine sinnvoll zusammengestellte Ausrüstung ist auch für den Einsteiger "ohne Kontakte" sehr hilfreich. Man kann sich Alles auch ganz alleine erarbeiten. Und da hilft es ungemein, wenn man mit einer sinnvollen Ausrüstung startet und nicht mit einem wackeligen 8" auf einer EQ5....
 
P.S.: Und nein Jörg: Eine sinnvoll zusammengestellte Ausrüstung ist auch für den Einsteiger "ohne Kontakte" sehr hilfreich.
Nur, wenn die Ausrüstung auch kommentiert ist. Wir haben bei uns im Verein grad einen, der mit einer CGX unglücklich ist – weil er Dinge von ihr erwartet, die auch eine 10Micron nicht oder nur schwer liefern kann. Das ist die Sache, dass es eben kein Paket gibt, was für alle passt. Da muss man eigene Erfahrungen sammeln, sonst sind die Erwartungen unter Umständen zu groß – und die bunten Hubble-Bilder setzen die Erwartungen bei vielen viel zu hoch. Und viele denken, weil sie ein Tablet bedienen können, kommen sie auch auch Astro-Computern und -Handsteuerungen zurecht.

Deshalb, again and again: Wenn möglich, vor dem Kauf verschiedene Systeme live sehen (und sei es nur bei Tag) und bei einer öffentlichen Führung mal "probeschauen", was man im Okular so sieht. Sonst ist man im 16"-Dobson evtl. enttäuscht, weil die Sterne Spikes zeigen – oder vom Tak, weil er keine Spikes zeigt.

Beste Grüße,
Alex
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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