Hallo,
drei Antriebskonzepte (Schrittmotore, Servomotoren und Direktantrieb):
- Mit dem Direktantrieb habe ich mich bis heute noch nicht befasst. "Kann" also eine gute Lösung sein. Ist für mich wie ein E-Auto: "Warten wirs ab".
- Servoantrieb, also mit Hilfe von Motor-encodern nachgemessene und kontrollierter Antrieb: Tolle Idee, aber die Zwischengetriebe zwischen Motor und Schneckenwelle sind Produzenten von Pendelbewegungen, wenn man eben KEINE RA-Achsen-Encoder verwendet. Ein Leid für viele CGX-(L) Benutzer, siehe viele Beschwerden auf den englischsprachigen Foren. Richtig teure Motorkonzepte mögen (Konjunktiv) eine Lösung darstellen, da man diese Zwischengetriebe aich richtig gut bauen kann. Gerade bei gossen Montierungen ist der eigentliche Antrieb kostenmässig nicht mehr so auffällig, aber bei Grössen wie EQ6/8 vielleicht doch noch.
- Schrittmotoren: Das gelungene Konzept für kostengünstige Antriebe. Aber auch diese Motoren sind natürlich Ungenauigkeiten bei der Herstellung unterworfen. Lösung: Hochauflösende Encoder an der/den Achse(n).
Ich denke, dass viele Sternfreunde einen möglichst hohen Nutzen/Kosten Faktor geniessen wollen. Anderen spielt es keine Rolle was es kostet - Hauptsache es läuft gut. Wieder andere gucken nur visuell oder erfreuen sich der selbstgebauten Technik. Aus meinen Erfahrunge kann ich nennen: Wer mit kleinem Geschirr fotografiert wird mit einer EQ6R am besten/effektivsten fahren, da sehr zuverlässig und fast kein Aussschuss bei den Aufnahmen. Ich kenne inzwischen 6 Nutzer, die mit genau dieser Montierung mehr als zufrieden sind, auch wenn sie äusserrlich so aussieht, als hätte man sie in einen Topf weisser Farbe getaucht. Sie tut, was sie soll. Wer mit grossem Geraffel "unterwegs" ist, braucht was "tragbaraes" und wer eine feste Sternwarte und die finanziellen Mittel hat, soll möglichst etwas überdimensioniertes und gleichzeitig bewährtes Gerät kaufen was den Unterbau (Montierung, Stativ...) angeht. Viele haben auch etwas Gebrauchtes bekommen oder haben aus früheren Zeiten noch etwas herumstehen, auf das sie aufbauen. In meinem Heimstudio steht ein Atari ST. Würde sich heute auch keiner mehr kaufen aber ich kenne das Teil und benutze den noch.
Als ich mit der Astrofotografie begann, habe ich Stunden gebraucht bis das erste Bild gemacht werden konnte und es gab einen sehr hohen Ausschuss dabei. Sehr oft sind ganze Filme nach der Entwicklung gleich in die Tonne gegangen. Die letzten Jahre kamen einige tolle Zeitsparer und Produkte, die dazu führen, weniger Ausschuss zu haben. Einige aus dem Bereich "technisches Geraffel" möchte ich hier mal nennen:
Montierungen, welche in RA extrem genau laufen, dank Encodern an der Achse, sind Klasse. Ich nehme an, dass das hier die Entwicklng noch nicht zuende ist... Schauen wir mal, was die Direktantriebe so bringen.
Tom.