Enttäuschender Black Friday

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Der Tag für alle, die einen Preis und nicht ein Produkt kaufen wollen.
Ich habe Jahrzehnte im (hochpreisigen) UE-Handel gearbeitet und hatte irgendwann die Nase so voll, von Kunden, die immer nach dem niedrigsten Preis gelechzt haben. Ich habe mir geschworen niemals auf das Niveau dieser dressierten Affen ("Schnäppchenjäger") abzusinken. Deswegen sind mir solche Aktionen wie "Black Friday" regelmäßig am A.... vorbei gegangen.
Ich kaufe ein Produkt dann, wenn ich gerade Bock darauf habe oder es gerade wirklich brauche. Der Preis ist mir dann sowas von egal. Und wenn mir dann einer erzählt, er habe wieder traumhaft Prozente oder Nachlass bekommen, habe ich dafür nur ein gelangweiltes Gähnen übrig.

VG
Günter
 
Ich hatte mich so sehr darauf verlassen, dass ich einen Takahashi-Fluorit-Apo mit 80% Rabatt bekomme. Und was kommt von den Händlern? Nichts.

Sad. Der ganze Black Friday ist einfach nur Fake News. ;)
 
Wenn irgendwann mal meine Frau Widerspruch zu meinen Investitionen in meine zahlreichen Hobbies einlegt bringe ich eure Sprüche mal an....:ROFLMAO:
Bis jetzt gilt: kaufe, was du für richtig hältst :y:

VG
Günter
 
Hallo zusammen

Soviel ich weiß ist der Black Friday eine Erfindung der Händlerschaft. Ich sehe es als Werbegag, wir werden so erzogen. Was heutzutage gesagt oder geschrieben steht, darf man nicht alles glauben, im welchen Fach- Lebensbereich auch immer.

Das meiste ist Marketing in fast allen Lebensbereichen - oftmals ohne jeden Wahrheitsgehalt. Das ist unsere Welt. Auch in der Politik gibt es Fake news. Es wird uns von allen Seiten (eben auch von oben) vorgelebt, vieles ist nicht so wie es scheint.
Der Mensch wird zum Produkt seiner Umwelt (erzogen), man soll sich bitte nicht wundern.

Der Händler muss seine Angestellten bezahlen und Profit generieren hat Kosten und hat kein Geld um hinterher drauf zu zahlen , muss sich also etwas überlegen, wie er das Geschäft ankurbelt und den Laden am laufen hält.

Man sollte kein größeres Ding aus dem Black Friday machen. Wenn man etwas günstig schnappen kann ist das doch schön für den einen oder anderen von uns. Man hat auch schon oft etwas teuer eingekauft und es dann vielleicht später bereut.

Die Wohlhabenderen juckt es nicht und auch das ist gut so. Man sollte alles als eine große Mischkalkulation ansehen. Manchmal bekommt man etwas günstiger und oft bezahlt man mehr als nötig, weil man einfach keine Zeit hat sich
im Vorfeld zu informieren.

Nicht das Ihr das nicht alles selber wisst und noch viel besser als ich . Wollte nur einmal auch was zum Thema schreiben,
wem es nicht passt einfach ignorieren/überlesen, danke.

Und zum Schluss, geben ist doch seliger als nehmen, also bitte….:D

VG u CS Michael
 
und oft bezahlt man mehr als nötig, weil man einfach keine Zeit sich im Vorfeld sich zu informieren.

Und dann war da der gewissenhafte Konsument
der sich vor seinem ersten, große Kauf
acht Jahre lang in drei Foren informierte
und sämtliche Artikel im Internet las

der alle Grundlagen der Astronomie erforschte
siebenundzwanzig Bücher anschaffte und auch las
über sieben Jahre hitzige Kaufberatungs-Threads erschuf
und das Ganze dann weitere fünf Jahre überschlief

dasselbe tat er die nächsten Jahre danach nochmals
weil es bereits wieder neue Kameras und Glassorten
neue Teleskope und Okulare
und neue Tests und tausende neue Fotos auf astrobin gab
und er wollte ganz sicher nichts falsch machen, diesmal

so machte er sich schließlich viele Jahre später
und um möglichst am letzten Stand der Technik zu sein
jauchzend und jubelnd auf
um das beste Teleskop
die besten Okulare
die beste Montierung
das beste Stativ
die beste Stromversorgung
und die beste Kamera zu kaufen
die es in diesen Sekunden am Markt gab

Und so besaß er nach all den Jahrzehnten
das wohl beste, neueste und durchdachteste Equipment
an jenem schwarzen Freitag so günstig wie möglich erstanden
einen Tag, bevor er mit 87 verschied. :sick:

lg
Niki
 
Ja genau so ist das mit dem Black Friday :cool: ich spar an dem Tag immer 100% und bin damit glücklich. Von mir aus könnte es viel mehr Black Days geben.

Gruß Gunter
 
Ich bin dafür, ein BLACK YEAR einzuführen, mit einem einzigen Ausnahmetag, der dann rabatt- und einkaufsfrei ist. :y:
 
Ein guter Computer kostet 3000 Euro hieß es - und in 5 Jahren kostet ein guter Computer immer noch 3000 Euro. Warten auf den Preisverfall lohnt sich einfach nicht.

... übrigens hatte mein Schwiegervater einen Leitspruch zu diesen ganzen Sparrabatten: :cool: Spare nie mehr, als du dir leisten kannst.

70%-Grüße
Helmut
 
Hallo zusammen,
das war genauso Nepp. Als ich von zuhause auszog, mußte ich mir erst mal alles kaufen. Also eine schöne Bettwäsche gekauft. 3 Monate später war sie im selben Geschäft im Schaufenster mit großem SSV Schild zu genau dem gleichen Preis.
Bei einem WSV in einem Sportgeschäft nach Winterhandschuhen geschaut und gefragt, warum die jetzt nicht billiger sind. Ehrliche Antwort der Verkäuferin : "jetzt braucht man sie doch".
Seitdem ist das Thema für mich durch.

Gruß Uwe
 
Einem anderen einfach eins auf die Mütze zu geben, ist natürlich heutzutage nicht mehr so normkonform, aber zu sagen Ätsch, ich mir hab was für 10 [Geld] gekrallt, während du 30 [Geld] dafür abgelatzt hast, ist eben die etwas sanftere, moderne akzeptierte Variante
Naja, das funktioniert aber auch nur so lange der finanzielle Hintergrund unberücksichtigt bleibt. Wenn die 10 [Geld] z.B. 10% und die 30 [Geld] 0,00...01% der zur Verfügung stehenden Kohle darstellen, dann ist doch der, der die 30 [Geld] ausgegeben hat, immer noch besser dran. Aus Gründen der sozialen Gerechtigkeit ist die Methode "eins auf die Mütze" eigentlich zu bevorzugen ;).

Gruß
Achim
 
Hallo!
Ja, in diesem Jahr hat der Black Friday nicht gut funktioniert. Die Verbandsaktionen, wo viele Märkte größere Posten abgenommen haben, um günstigere Preise machen zu können blieben - was ich so gehört habe - fast 100%ig aus. Es gibt schlicht keine Ware.
Es ist echt schlimm. Ich habe schon für zwei unabhängige Geschäfte Offene-Posten-Verwaltungen gescripted, weil man auch für normale Haushalts-Markengeräte mittlerweile Lieferzeiten wie für Autos hat und das mit dem Kunden tatsächlich planen muss. So hat es das noch nicht gegeben.
Es liegt also nicht unbedingt an den bösen Händlern, die denken, dass sowieso alles auch zu hohen Preisen gekauft wird. Die hätten gerne günstigere Preise realisiert und auch die Kunden bedient, die - aus welchen Gründen auch immer - den Black Friday nutzen wollten.
Ich finde solche Aktionen auch nicht so fürchterlich verwerflich. Manche haben Spaß an der Schnäppchenjagd, viele nehmen den etwas günstigeren Preis als Anlass und erfüllen sich Wünsche. Na ja.
Sind das Ideen, die aus Kapitalistenhirnen stammen? Ja, natürlich. Gönnt ihnen doch auch mal was. ;)
Gruß
Sebastian
 
Also eine schöne Bettwäsche gekauft. 3 Monate später war sie im selben Geschäft im Schaufenster mit großem SSV Schild zu genau dem gleichen Preis.
Du hast wahrscheinlich im Hauswirtschaftslehre-Kurs nicht aufgepasst. Oder nicht auf die guten Ratschläge deiner Mutter gehört :) :) Bettwäsche ist halt keine Saisonware, den geschlafen wird immer.

Übrigens kann ich mich manchen Vorrednern/Postern anschliessen, persönlich bringt mir der BF nix, aber das ist jetzt auch nicht der Untergang des Abendlandes. Halt einfach eine von vielen möglichen Marketingformen. Man darf auch nicht vergessen, dass ein System langfristig nur funktioniert, wenn alle Beteiligten etwas von haben. Dass also Händler mit Red, Green od. Pink Tuesday, Black Friday etc. auch eigenen Benefit für ihr Geschäft erhoffen, ist schlichtweg legitim.

Was wohl mehr wurmt, ist, dass es halt schon wiiiiiieeder so'n Hype aus Ohhh-Ass-Ey ist, wie Halloween od. Valentinstag, oben steht noch was von Singles Day, etc etc etc ...gähn. Manchmal wünsche ich mir den guten alten Anti-Amerikanismus aus den 70ern bis 80ern (ab da hab ich die letzten Ausläufer davon bewusst mitbekommen) wieder zurück :)
 
Hallo!

Manchmal wünsche ich mir den guten alten Anti-Amerikanismus aus den 70ern bis 80ern (ab da hab ich die letzten Ausläufer davon bewusst mitbekommen) wieder zurück :)

Genau: „Yankee go home!“ Was war das neulich für ein Geschrei, als Trump angekündigt hat, einen großen Teil der US Soldaten aus Deutschland abzuziehen. Genau dafür sind wir als Studenten auf die Straße gegangen... und jetzt soll das auf auf einmal schlecht sein? Und auf noch mehr Amerikanische Kommerztage (der Muttertag fehlt noch in Deiner Liste!) kann ich richtig gut verzichten.

Ansonsten hat es hier einige Interessante Statements zum Thema Schnäppchen gegeben, über die man durchaus nachdenken kann. Dem füge ich jetzt noch meine (naja) Philosophie hinzu:
Dinge, die ich kaufen muß, kaufe ich in bester (für mich bezahlbarer) Qualität und bei einem Anbieter, der mir sympatisch und zuverlässig erscheint. Wenn ich dafür paar mehr Euro ausgebe, als es beim günstigsten Anbieter im Internet gewesen wären, dann werde ich das nie erfahren, weil ich den Preis weder vorher noch nachher vergleiche. (Ich lese auch keine Testberichte über irgendwelche Sachen, die ich bereits gekauft habe...) Unseren Strom kaufe ich von den Stadtwerken und zahle sogar freiwillig ein paar Cent extra pro Kilowattstunde für CO2 Neutralität, auch wenn ich weiß, dass das Augenwischerei ist, denn für meine 100% Ökostrom bekommt jemand anders 100% Braunkohlestrom denn es werden nunmal nur 50% des Stroms aus erneuerbaren Quellen erzeugt.

Aber Dinge, die ich nicht haben muß, wie z.B. Sachen für Hobbies, muss ich nicht unbedingt beim teuersten Anbieter gekauft haben... Ich kann meine Pferdejacke von vor 15 Jahren noch tragen, immerhin geht der Reißverschluss noch bis zur Mitte zu. Aber wenn mich jetzt ein Händler mit einem Black-Friday-Schild in seinen Laden lockt und mir eine neue Jacke (mit einem Reißverschluß, den man ganz zumachen kann, was in dieser Jahreszeit an manchen Tagen ganz nützlich ist) zu einem Preis anbietet, der mir auch noch Geld für ein paar Handschuhe ohne Löcher lässt, dann sage ich nicht aus Prinzip „nein!“ dazu ;) Bloß weil ich Amerikanische Kommerztage eigentlich nicht mag.

Grüße
Maximilian
 
Rabatte wirken im Gehirn wie Drogen, Sie aktivieren das Belohnungssystem… Da schlägt man zu… Das rationale Denken wird deutlich vermindert…Die entsprechenden HirnRegionen sind nicht mehr so aktiv ... Der Handel weiß das… Der Mensch kann also leider nichts dafür, es liegt an seiner Hirnstruktur... Da hilft nur Willenskraft...
 
Habe vergeblich nach meiner Wunsch-Kamera und weiteren Astroartikeln geschaut. Keines der von mir beobachteten Artikel wurde auch nur einen Cent günstiger als die Wochen zuvor.
100% gespart und das ist gut so.
 
für meine 100% Ökostrom bekommt jemand anders 100% Braunkohlestrom denn es werden nunmal nur 50% des Stroms aus erneuerbaren Quellen erzeugt.
Ich beziehe auch Ökostrom. Klar bekomme ich meinen Strom auch von den Stadtwerken, aber es ist ein Unterschied, ob mein Geld bei den Stadtwerken landet oder bei einem Anbieter, der sich für Ökostrom einsetzt und damit beispielsweise Windräder baut. So ziemlich jeder Stromanbieter wirbt mit Ökostrom, aber nur 3 betreiben tatsächlich zu 100% Ökostrom.

Ansonsten stimme ich deiner "(naja)" Philosophie zu 100% zu, lieber @maximilian. Wirklich gespart hat man nur dann, wenn man etwa günstiger findet, wenn man wirklich etwas braucht und sowieso gekauft hätte.

Eigentlich dürfte das alles ziemlich durchschaubar sein, denn so ziemlich überall ist irgendetwas reduziert und alles kostet "nur" so und so viel [Geld]. Und spätestens, wenn man doch mal das eine oder andere Angebot hinterfragt oder verglichen hat, stellt man fast immer fest, dass das Augenwischerei ist. Trotzdem werden wir davon immer wieder verleitet. Warum....!?

Mein Papa sagt immer "Schenken tut dir niemand was".

Ich hatte mal mit einer Kaffeemaschine in einem bekannten Küchenladen geliebäugelt. Die war angeblich drastisch reduziert und auch die Verkäuferin meinte, das Angebot könne jederzeit vorbei sein. Sie wisse selber nicht einmal, wann. Ach ja, und zufällig habe sie genau die selbe zu Hause und sie sei ja soooo toll. Kurzer Preisvergleich: Online war sie für NOCH weniger zu haben. Gut, im Laden zu kaufen hat auch Vorteile, aber nicht einmal diese wurden angeboten (Maschine vorgeführt, Kaffeeverkostung....). Heute, ein halbes Jahr später, kostet sie immernoch genauso viel. Dasselbe mit Glaskaraffen: Angeblich nur noch eine vorhanden; kann jeden Moment weg sein und sie ginge ja soooo gut weg.... Auch diese gibt es heute, über 1,5 Jahre später, immernoch zu diesem Preis. So kann man seine Kunden auch vergraulen. Kann nicht wenigstens der Einzelhandel zu seinen Kunden ehrlich sein und das ausspielen, das sie ihren Online-Konkurrenten voraus haben!?

Eine Freundin meinte mal beim Shoppen "Cool, wieder Geld gespart"; ich dachte nur genervt "Ohne diese Käufe hättest du NOCH mehr gespart". Sie hat es irgendwie nicht verstanden, warum ich fast nie etwas gekauft habe.

Warum machen Leute das? Irgendwann muss man doch mal dahinter kommen, dass dieses Glücksgefühl einen nicht langfristig befriedigt. Und am Ende haben sie dann so viel Kram, dass sie die Hälfte wegschmeißen. Warum rennt man diesem Belohnungsgefühl dauerhaft so hinterher!? Das ist wie mit diesem sozialen Netzwerk mit dem blauen "f". Da muss man doch auch irgendwann checken, dass einem diese Likes langfristig nicht weiter bringen; geschweige denn befriedigen. Diese kurzfristigen "Belohnungen" und den "Zwang", irgendetwas kaufen zu müssen, weil es angeblich gerade - und nur jetzt und heute - so billig ist, finde ich eher anstrengend und frustriertend.

Ich persönlich finde es viel entspannter, auf Dinge zu verzichten oder etwas zu kaufen, woran ich mich auch noch einige Zeit später erfreue. Und es gibt eine einfache Faustregel: Wenn man dieses Produkt am nächsten Tag / in einer Woche / in einem Monat.... immernoch schön findet, lohnt sich ein Kauf. Und auch dann wird es das zu dem Preis noch geben.

Ich muss zugeben, dass ich da auch manchmal mit hinein gezogen werde, aber da gibt es meistens noch eine große Hürde zum Reinfall. Die nennt sich "kaufen = Geld ausgeben". Da gehe ich nochmal in mich. "Brauche ich das wirklich?" Und mein Geist wird wieder klar. Niemals spart man noch mehr, als wenn man darauf verzichtet.

Am Ende ist ALLES Augenwischerei! Der große Teil der Rabatte, künstlichen Verknappung, ablaufenden Zeit.... Aber das scheint alles legal zu sein....
 
Ja, Black Friday, Black November etc. waren wieder entäuschend: Gute Zigarren, hochwertige Spirituosen und schöne Dessous wurden nicht günstiger. Sauerei...! ;)
 
Niemals spart man noch mehr, als wenn man darauf verzichtet.
Immer nur Sparen und asketischer Verzicht ist aber auch nicht sexy. Irgendwann hopst man in die Kiste, und dann verprassen die anderen das Geld, was man hinterlassen hat … z.B. für hochwertige (oder -prozentige) Spirituosen, Dessous, oder dem Programm, was in selbigen Angeboten wird, oder ….
 
Naja, das jährliche, obligatorische Anfixen des im Moment auf Tiefpreis gezüchteten Norm-Konsumenten durch kalendarisch verordnete Kaufrausch-Epedemien ist halt auch nur eine weitere Erfindung des Marktwirtschafts-Trainingscamps namens Erde. So, wie wir stets gut trainiert vor Erregung bebend auf unsere Black Fridays, Schnäppchen, Aus- und Abverkaufs-Wochen und wohlverdienten Rabatt-Schlachten warten, wird uns offenbar kaum ein anderes Ereignis auf der Welt in Verzücken und Lust versetzen können... :coffee:

lg
Niki

Das ist nur die eine Seite; der BF dient auch dazu, Anschaffungen vorzuziehen, die man ansonsten vielleicht erst später tätigen würde. Ich habe z.B. 2 Emma Matratzen gekauft, Normalpreis 200, jezt 159,20 pro Stück. Die Anschaffung war sowieso fällig und die Rabattaktion hat eben den letzten Anstoß gegeben.

Wer die soziale Marktwirtschaft (bitte unser System korrekt bennenen) kritisiert, sollte sich gerechterweise an Zeiten unkontrollierter Martwirtschaft (schwarzer Freitag) oder, anderes Extrem, die Ergebnisse der Planwirtschaft vor Augen führen. Kritik ist immer gut und sinnvoll, es sollte aber auch immer ein Lösungsansatz präsentiert werden, wenn man einen hat. Ich denke, wir leben fast alle ganz gut in diesem System, da sollte man mit Änderungen vorsichtig sein.

Schöne Woche!
Andreas
 
Das ist nur die eine Seite; der BF dient auch dazu, Anschaffungen vorzuziehen, die man ansonsten vielleicht erst später tätigen würde.
Guter Punkt. Das war bei dem einen Kauf (neuer Videostativ-Kopf) von dem ich gesprochen habe eben auch der Fall. Ich habe einen der einwandfrei funktioniert. Der neue ist halt praktischer und mit ein paar Features ausgestattet. Da hab ich eben auf eine Gelegenheit gewartet, ansonsten hätte ich den auch erst im Frühjahr oder so gekauft. Der alte geht jetzt als Gebraucht-Angebot weg.
 
Hallo Andreas!

Kritik ist immer gut und sinnvoll, es sollte aber auch immer ein Lösungsansatz präsentiert werden, wenn man einen hat.

Diese Aussage entspricht eher dem reflexartigen "Ich-will-nichts-hören-Reaktionsschema" der vorangegangenen Generation. Hat mit Logik oder Philosophie oder einer echten Suche nach systematischen Verbesserungen nichts zu tun, es soll nur eben schnell mal die für neunmalklug gehaltenen Kritiker zum Schweigen bringen. Aber nicht mal das schafft dieser Leitgedanke, wie man sieht. Denn die Kritik bleibt, weil ja auch die Probleme bleiben, trotzdem die Welt bereits tausende Verbesserungsvorschläge in ihren Schubladen liegen hat.

"Hallo, wir ruinieren das Weltklima!"
"Halt den Mund oder präsentiere einen Lösungsansatz."

Absurd, oder? Wie Du weißt, werden viele hervorragende Ideen nicht umgesetzt, die bereit liegen, weil jemand sagt: "das können wir doch unmöglich tun, da greifen wir ja in unser heiliges, bestehendes System ein... :eek:"

"Ich habe Bauchschmerzen!"
"Schweig, oder hast Du etwa auch eine Lösung dafür?"

"Die Polkappen schmelzen!"
"Halt den Mund, oder willst Du etwa zurück zur Planwirtschaft!"

"Das Artensterben ist beängstigend!"
"In unserer soziale Marktwirtschaft leben wir alle doch ganz gut, also was soll diese Kritik?"

_affeaugen:
Absurd.
Natürlich.
Die Verursacher wären wohl für die Lösung der von ihnen geschaffenen Probleme verantwortlich, nicht die Kritiker.

Ich denke, wir leben fast alle ganz gut in diesem System, da sollte man mit Änderungen vorsichtig sein.
Genau deshalb steuern wir auf eine Katastrophe zu, weil alle Angst davor haben, die nötigen Änderungen vorzunehmen.

Wer die soziale Marktwirtschaft (bitte unser System korrekt bennenen) kritisiert
Ich glaube, es ist egal, wie man es nennt. Wenn Du denkst, durch eine Benennung haben wir schon alle Probleme im Griff... :coffee:

lg
Niki
 
Hallo Niki,

als ich das mit der Kritik und den Lösungsansätzen gelesen habe, wollte ich zuerst auch gleich loskrähen.
Ich bin davon überzeugt, dass man Kritik üben darf, auch wenn man keine Lösung weiß. Es wäre außerordentlich undemokratisch, wenn das Üben von Kritik denjenigen vorbehalten bliebe, die den notwendigen Intellekt/Überblick haben. Das kann hier nicht wirklich gemeint sein.
Und Andreas schreibt ja dann
Ich verstehe das so, dass er dir ganz persönlich offenbar eine Lösung zutraut und die gerne gehört hätte. ;)

Abgesehen davon neige ich allerdings auch dazu, unsere Perspektiven nicht so schwarz zu sehen. Die Sache funktioniert (trotz Black Friday) ganz gut. Einen Blick auf systematische Auswüchse sollte man sicherlich trotzdem haben.

Gruß
Sebastian
 
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