EQ-Plattform mit dem 3D-Drucker (Version 2)

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Annares

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Guten Morgen,
vor einiger Zeit habe ich mich ja schonmal daran gemacht eine EQ-Plattform zu erstellen, an der bis ich auf Bretter, Schrauben und zwei Lager nicht brauche bis auf das Zeug aus dem 3D-Drucker. Eine kleine Übersicht meiner doch sehr funktionalen Version hab ich hier: --> Selbstbau EQ-Plattform für einen 200/1200 Dobson

Ich hoffe ich kann noch andere für eine EQ-Plattform so begeistern, die zuvor durch den Aufwand zurückgeschreckt sind.

Diese hatte auch schon für den normalen Abend ausgereicht und soweit funktioniert, aber hatte auch noch das ein oder andere Problem, welches es zu lösen galt.
- Durch die Querbewegung, die durch die VN-Segmente entstanden, verzog sich das Plastik vom Nordsegment (ab und zu) und baute Spannung auf. In dem Moment wird die Plattform ungenauer und wenn sich die Spannung löst, dann ruckelte das Bild kurz.
- Die Welle, auf der die Plattform gelaufen ist, war etwas schwach auf der Brust. Die hat es schon zweimal in der Mitte geteilt. 8mm Plastikwelle halt :)

Damals haben wir auch um Thread etwas diskutiert, wie man dann Segment in der Hinsicht besser machen könnte und hatte auch selber Blut geleckt, die Plattform etwas zu verfeinern.
Nun habe ich die Wochen Zeit gefunden, um sie zu designen und zu testen.

Im ersten Schritt möchte ich euch die Plattform kurz vorstellen und etwas über die Einzelteile erzählen, im zweiten Schritt, zusätzliche Dinge, die mir das Leben erleichtern sollen und im dritten Schritt würde ich euch einen kleinen Einblick geben, wie man die Segmente in einem kostenfreien Programm "schnell" selber erstellen kann.

Ich würde im Übrigen ein oder anderen Tester/in suchen, der die Plattform mit einem 3D-Bausatz nachbauen würde. :)
Wenn alles wunderbar funktioniert, könnte man die ein oder andere Datenbank für 3D-Modelle für verschiedene Breitengrade und Größen bereitstellen.


Zur Plattform:
Es ist noch dieselben Platten, die ich für meine letzte Plattform benutzt habe und diese mussten wirklich für viele Experimente herhalten. Sobald ich mir sicher bin, dass alles dauerhaft funktioniert, werde ich mir die Platte vielleicht in schön nachbauen. Die Platte hat die passende Maße für mein 200/1200 Dobson. Man sieht ihr auch an, dass sie einiges mitmachen durfte. :D
Die Kosten sind wirklich Minimal, die Platten habe ich vom Sperrmüll und das verbrauchte Plastik, bewegt sich auch im niedrigen einstelligen Bereich.
Der Motor macht wahrscheinlich 70-80% der Kosten aus.
Als Motor benutze ich eine EQ-2 Motor. Die Nachführzeit beträgt ca. 1 Stunde.
Plattform 1.jpg


Die Nordlager und das Südlager:
Mit den Nordsegmenten auf Basis von VN-Segmenten habe ich mich wirklich gequält. Erstmal weil sie selber nicht kurvig sind und zweitens (auch nach der genauen Anleitung von Reiner Vogel) doch noch Fragen offen waren. Ich habe versucht den VN-Segmenten eine Rundung zu verschaffen, damit diese sauberer über die Welle laufen, ohne zu viel Spannung aufzubauen. Dies hat so weit auch geklappt leider stellte ich dann fest, dass das Verhältnis zwischen Rundung und Länge des Segmentes nicht passt. Bedeutet die Plattform drehte sich im Verhältnis zur Rundung des Segmentes zu schnell. Ich hab in Verdacht, dass dies durch die Streckung des Segmentes hervorgerufen wurde. Die Abweichung war wirklich nur gering. Ich denke bei einer normalen Beobachtung, würde dies auch nicht stören. Nach einigen versuchen (zu den auch andere Fehlschläge gehörten) baute sich doch langsam ein Segmentfriedhof auf.

IMG_20210308_015023.jpg


Nun da ich nicht wusste, wo genau der Fehler bei der Umrechnung des Kreises in ein VN-Segment lag oder ob es generell diese Abweichung gibt, musste eine neue Idee her, um den kleinen geweckten Perfektionist zu befriedigen. Also hab ich direkt aus dem aufgespannten Kegel das Segment ausgeschnitten. Somit musste ich nichts umrechnen und musste mir um die Rundung keine Sorgen mehr machen. Also wie eine CS-Plattform, nur dass ich die Auflagefläche wieder begradigt habe, damit ein einfaches horizontales Lager ausreicht. Natürlich ist durch die Vorgehensweise das Lager nun etwas unterhalb des Plattformtisches und nicht mehr direkt an der Seite.
Damit ich die Segmente ziel gesetzt anbringen kann, habe ich die Segmente auch direkt mit einem Abstandhalter versehen, der mit dem genauen Schnittpunkt zwischen Platte und Kreissegment anzeigt. Des Weiteren hab ich an der Mitte des Segmentes eine Markierung angebracht. Damit lassen sich später die Lager deutlich zielsicherer passend anbringen. Und beim Ausrichten der Plattform, vereinfach die Markierung auch einiges. Die Segmente sind mit feinem Schleifpapier überzogen. Falls jemand eine bessere Lösung hat, nur her damit.
Hab es mir auch nicht nehmen lassen meinen Usernamen und den Breitengrad einzugravieren.:ROFLMAO:
Die Wellen habe ich zur Vorgängerversion deutlich verstärkt. Die können nun nicht mehr durchbrechen (jedenfalls nicht mehr durch das Gewicht des Dobsons).

Als Südlager benutze ich weiterhin eine Schraube als Zapfenlager. Hat sich beim Testen sehr vorteilhaft erwiesen, damit die Höhe des Südlagers immer passend einstellen zu können. Zukünftig könnte ich auch mit der Schraube die Plattform an die geografische Breite etwas anpassen.

Nordsegment.jpg


Zusätzliches:

Bei der Benutzung der Plattform haben sich einige nervige Dinge ergeben. Ist hier nur mehr "quality of life".
Besonders das Finden des exakten Nordens hat mir schon damals irregemacht. Natürlich kann man die Plattform grob Richtung Norden aufstellen, aber wollte es doch etwas genauer. Ein Kompass zeigte sich als sehr unbrauchbar. Sobald der Kompass oder Handy auf der Platte lagen, zeigten sie eine deutliche Abweichung zum Polarstern. Sobald ich diese wieder in der Hand hatte, zeigte sie wieder grob in die Richtung des Polarsterns. Wirklich zum verrückt werden. Also habe ich mir einen für die Justierung eine Laserhalterung erstellt, die genau auf den Polarstern zeigen sollte, wenn die Plattform richtig aufgestellt ist. Funktioniert wunderbar und genauer als der Kompass. :)

Die Motorsteuerung am Motor ist mir mit dem Rad zu fummelig und ich hätte doch lieber eine Anzeige. Also hab ich mir mit Spannungswandler eine kleine Vorschaltung gebaut, an der ich die aktuelle Spannung sehen und einstellen kann. Aber mit der bin ich definitiv auch nicht zufrieden. Die Spannungsanzeige in 0,1 Schritten ist doch ziemlich ungenau und das einstellen wird doch mehr zur Geduldsprobe mit dem Spannungsmessgerät und der kleinen Schraube zum Einstellen. Hab mir nun ein kleines digitales Voltmeter bestellt, welches ich dazwischenschalten kann mit 0.01 Genauigkeit und einer Motorsteuerung mit einem dicken Rädchen. Hoffe damit bekomme ich im Dunkeln genauer meine Einstellung.

Laser und Steuerbox.jpg


Praxis:

Die Plattform läuft rund und sehr genau, es sind kaum Abweichungen erkennbar. Selbst bei 200facher Vergrößerung und deutlichen Zoom durch das Handy blieben Objekte sehr ruhig. Die Abweichungen, die jetzt noch erkennbar sind, kommen von meiner Unfähigkeit den Motor genauer einstellen zu können. Ich hoffe mit der neuen geplanten Lösung, gehört das Problem auch der Vergangenheit an.
Auf der Plattform findet nicht nur mein Dobson platz, sondern auch mein Fotostativ mit Kamera und das funktioniert auch wunderbar, kein durchrutschen. Der Motor muss hier nur etwas angepasst werden, da deutlich weniger Gewicht zu bewegen ist.
Mit der dem Dobson waren Belichtungszeiten von 5 Sekunden beim Orion möglich. (25mm)
Bei der Kamera waren beim Test auf der Terrasse bis zu 30 Sekunden Belichtungszeit drinnen. Sogar Richtung 40 Sekunden. Aber bei einer Brennweite von 135-210mm wird das Anpassen des Motors zu einer Geduldsprobe, da Abweichungen nicht so schnell auf dem Display zu sehen sind.

War gestern Abend auf einem Feld in der Nähe der Stadt und musste unbedingt mal die Plattform für eine Fotoaktion benutzen.
Mit dem Dobson, 25mm Okular und Handy konnte ich den Orion 5 Sekunden belichten und habe mal 135 Bilder geschossen. Meine Kamera wollte ich jetzt nicht mit den kurzen Verschlusszeiten am Teleskop quälen. ;)
Ich glaube die Handykamera hat auch keinen Filter und der Nebel kommt dadurch wahrscheinlich auch etwas mehr zu Geltung. (hab ich jetzt einfach mal so Radom gesagt)

Auf die Kamera hab ich dann ein 135 Objektiv gepackt und wollte den Orion in einen etwas größeren Ausschnitt belichten. Aber hier hat mir die Motorsteuerung der langen Belichtungszeit einen Strich durch die Rechnung gemacht. Bei der ****** Kälte war mir auch das Rumgespiele an der bescheidenen Motorsteuerung doch etwas zu viel und habe sichere 15 Sekunden Belichtungszeiten für die Aufnahmereihe gewählt. Dürften ungefähr 70 Bilder gewesen sein zum Stacken.
In Zukunft will ich aber die Belichtungszeiten um einiges steigern.

Ich denke für meine ersten richtigen Deepskybilder darf ich mich etwas freuen.

OrionLightroomHandy1 Hochspeyer KLein.jpg



OrionLightroomKamera Forumversion.jpg



Erstellung des Segmentes:

Möchte hier nur ganz kurz erläutern wie ich das Segment erstellt habe. Ist wirklich nur grob beschrieben und sollte nur eine Idee geben wie das Segment erstellt wird. Gerne kann ich später bei Bedarf Sachen genauer erläutern. Man sollte sich aber vorher schon bewusst sein wie die Plattform funktioniert, sonst wird man auch nicht wirklich verstehen was ich hier treibe.

Als Programm habe ich mich extra für eine kostenlose und einfaches Bearbeitungsprogramm entschieden---> Tinkercad | From mind to design in minutes. Ist kostenlos und man muss nichts herunterladen, die Bearbeitung erfolgt direkt im Browser. Einfach bedeutet aber auch wiederum, dass viele Sachen halt nicht einfach sind, da man umdenken muss, da das Programm viele der Funktionen die man brauch nicht unterstützt.
Weil viele Leute diesen Bauplan für ihre Plattform benutzen, werde ich es an den Maßen machen, die Reiner Vogel bereitgestellt hat.
Aber es wird kein VN-Segment am Schluss, sondern muss unten an der Plattform, wie bei mir, angebracht werden. Da ich leider nur 8 Bilder Pro Beitrag hochladen darf, werde ich ein Gesamtbild machen und passende Nummern vergeben. Ich werde mich auch einfach mal auf den Breitengrad 50° für die Vorführung setzen. Ich gebe mir Mühe keinen Fehler zu machen, falls ihr einen findet, es ist schon spät! und der Text hat doch länger als geplant gedauert. Also nicht verwirren lassen.

Mit STRG+Z könnt ihr eingaben rückgängig machen.

1. Zuerst muss man natürlich wissen wie groß der Kegel werden muss. Entweder hat man ein CAD Programm offen und kann es direkt abmessen oder man muss an dem Bauplan den Kegel berechnen. Und wir kennen ja alle noch die Formel von der Schule, wie man Dreiecke berechnet *hust*. Nein ich mag es auch nicht so sehr mit Cosinus und Sinus zu rechen. Aber gibt zum Glück Rechner, die das Erledigen. Damit ich hier nicht so viele Dreiecke Abbilden muss, um auf den genauen Kegel zu kommen, werde ich es Grafisch in einem CAD Programm lösen.
Wir nehmen dabei an, dass das Südlager wirklich am unteren Ende des Plattformtisches ist. In Wirklichkeit wird es wohl etwas weiter darunter liegen. Je nachdem wie man das Südlager plant.

2. Unser Kegel muss also 291,5mm groß sein und 427,8mm breit.
Wir erstellen nun diesen Kegel in TinkerCAD. Geben ihn eine Höhe von 291,5mm und eine Breite von 855,6mm (2x 427,8mm wegen Durchmesser und kein Radius hier)
Achtung TinkerCAD ist für solche Größen nicht ausgelegt, aber es funktioniert.

3. Nun drehen wir den Kegel um 90°. Nach dem Drehen müssen wir den Kegel erneut drehen und diesmal um unseren Breitengrad. Also hier 50°
Nun sehen wir schon den Kegel vor uns, den wir brauchen, aber leider müssen wir hier gleich ein paar Umwege gehen, da 64 Kanten viel zu wenig sind.

4. Wir wollen ja am Schluss horizontale Lager haben. Dafür müssen wir nun die Spitze des Kegels so weit verdicken, bis wir eine gleichmäßige Bodenfläche erlangen. Was ich genau meine sieht man vielleicht auf dem Bild. Dafür müssen wir nun den "oberen Radius" so weit anheben, bis der Kegel gleichmäßig den Boden berührt. Das ist bei mir bei 1.88 der Fall. Diese Zahl merken wir uns nun. Den nun müssen wir einen neuen Kegel erstellen, den 64 Kanten sind bei der Größe viel zu wenig. Den Kegel kann man erstmal löschen.

5. Wir erstellen einen neuen Kegel mit 64 Kanten und der eben gemerkten "oberen Radius" und klonen diesen mit Strg+C und Strg+V. Den erstellten Klon setzen wir genau in den anderen Kegel hinein und verdrehen den leicht. Anschließend drücken wir oben auf Vereinigen (vorher beide Markieren). Nun haben wir einen Kegel mit 124 Kanten. Das wiederholen wir nun bis wir mindestens 1000 Kanten haben. Also 4 Mal. Man kann es natürlich auch öfters machen, aber das Programm bestraft einen irgendwann mit langen Ladezeiten und Fehler. Es ist einfach nicht dafür ausgelegt, aber wenn es klappt, dann auch gerne 2000 oder mehr.

6. Nun geben wir die Werte aus Schritt zwei wieder ein und richten ihn wie bei Schritt 3 aus.

7. Nun fangen wir an alles wegzuschneiden, was wir nicht brauchen. Also alles, was über 5cm hoch ist können wir schonmal wegschneiden. Man erstellt hierfür einfach einen Quader und sagt dem Programm, dass es eine Bohrung ist, vergrößert ihn passend, setzt ihn 5cm hoch (Kegel sollte in dem fall genau auf dem Boden stehen) und vereinigt beide.
Nun hat man nur noch den wichtigen unteren Teil des Kegels. Nun schneiden wir es weiter zusammen.


Erstellung.jpg



8. Nun haben wir quasi schon das passende Nordsegment, welches so auch funktionieren würde. Der Rest ist dann nur noch Fleißarbeit. Man schneidet nun die passenden Stücke aus die man brauch. Kann Balken anbringen und so weiter. Hier muss man sich etwas ausprobieren und das Design ist jedem selbst überlassen. Jeden einzelnen Schritt zu zeigen wäre doch etwas viel.
Ich wollte nur für interessierte einen Anfang machen, damit man sich mal versuchen kann. Falls es auf großes Interesse stößt, kann ich gerne helfen oder auch mal eventuell ein Video dazu machen. Am Schluss könnte das Segment so aussehen.




Fertig.jpg



So war viel Text und ich hoffe, es hilft jemanden beim Bau und Planung weiter oder gibt ihm zumindest einen Ansatz zum Starten.
Falls ihr Fehler in der Planung sehen solltet, bitte darauf hinweisen :)

Viele Grüße
Jan
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi Jan,
super, du hast dir ja ganz viel Mühe gemacht das zu erklären, danke.
Bin kein CAD Experte, konnte auch nicht allem folgen, deswegen zur Sicherheit die Frage, die Segmente sind ja dann gebogen und nicht wie üblich gerade, korrekt?
Das hatten wir ja diskutiert und das halte ich für eine wichtige Verbesserung.

Wie genau ist dann in der Praxis die Rundung?
Verschiebt sich das Segment überhaupt nicht mehr auf der Achse?

Da ich keinen 3D Drucker habe (und auch nicht will) könnte ich doch einen fertigen Plan auch bei einem Anbieter ausdrucken lassen?

Gruß
Peter
 
Hey Peter,
dadurch dass die Segmente nun direkt aus dem Kegel geschnitten wurde, sind sie passend gebogen.
Wenn alles richtig gemacht wurde, sollte sich das Segment auf der Achse nicht verschieben (auf der Welle).

Wenn ich es richtig im Kopf habe, sind die Anbieter für den 3D-Druck nicht gerade günstig. Dafür bieten die deutlich mehr Materialien für den Druck an. Wenn der Preis keine Rolle spielt, können neben Plastikarten auch Metalle gedruckt werden.
Vorher würde ich das erstellte Segment definitiv mit Plastik testen.

Am besten du suchst dir eine private Person, die dir das kostengünstig Druckt.

Viele Grüße,
Jan
 
Hallo Jan,

ein großartiges Projekt und es juckt mich sehr Deinen Entwurf mal nach zu bauen. Ich habe einen 12“ Dobson und würde ihn gerne nachführen lassen. Mal sehen wann ich Zeit finde um das mal anzugehen. Auf jeden Fall werde ich hier interessiert mitlesen.

@Peter: Schau mal be8 eBay Kleinanzeigen unter ‚3D Druck‘. Dort finden sich viele kleine Anbieter die kostengünstig drucken. Ansonsten such doch mal nach FabLab oder Makerspace in Deiner Nähe. Auch dort kann man Sache drucken (lassen) und sich ggf. noch zeigen lassen wie es funktioniert.

Viele Grüße
Michael
 
Hi Jan @Annares und andere,

noch eine Verbesserung würde ich gerne anregen:

Für das Punkt-Nordlager auch Kreissegmente.

Das wäre für grössere Dobsons oder grosse Rockerboxen wichtig, wo der Schwerpunkt sehr hoch liegt.
Der Gesamt-Schwerpunkt des Teleskops auf der Plattform sollte ja auf der virtuellen Achse zu liegen kommen.
Das kann natürlich schwierig sein, wenn dieser relativ hoch liegt. Dann muss die Plattform bei Punkt-Nordlager unnötig gross gemacht werden.

Ich muss das mal mit meinem neuen 20 Zöller ausprobieren, wo da der Schwerpunkt liegt.
Aber ich vermute doch relativ hoch, vielleicht so 50cm.

Die Konstruktion müsste eigentlich identisch sein.
Der Kegel wird halt zusätzlich an einer zweiten Stelle "abgschnitten".
Wäre interessant, ob das in der Praxis einfach zu realisieren ist.

Gruß
Peter

PS:
Mist, vielleicht muss ich mir doch einen 3D Drucker kaufen. Man könnte das in einem verkleinerten Modell ausprobieren.
Aber meine Hobby-Zeit und Budget ist eigentlich begrenzt. ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Hey,
bin mir nicht wirklich sicher was du genau meinst mit "an zweiter Stelle "abgeschnitten"".

Was den Schwerpunkt angeht, hab ich jetzt die Erfahrung gemacht, dass dieser nicht ganz so wichtig ist. (aber nicht unwichtig)
Habe ja auf dieselbe Plattform mein Stativ mit Kamera gestellt. Das Gewicht und der Schwerpunkt sollte sich deutlich vom Dobson unterscheiden, aber funktionierte einwandfrei.
Die minimale Größe ist natürlich erstmal eine Größe, die die Plattform haben muss, dass überhaupt die Rockerbox darauf gestellt werden kann.
Der Schwerpunkt spielt dann mit zunehmender Höhe eine immer größere Rolle. Man will ja nichts wackeliges oder dass das Teleskop durch die Kippbewegung umkippt. Das Gewicht sollte zudem gleichmäßig auf die Lager verteilt sein, damit der Motor mit einer gleichmäßigen Auslastung arbeiten kann.
Ist jedenfalls mal eine gute Idee sich näherungsweise am Schwerpunkt zu orientieren.

Ich könnte dir anbieten, das Nordsegment zu erstellen und zu Drucken. Für das Thema würde ich aber eine private Unterhaltung vorschlagen, damit wir hier beim Thema bleiben.
Ein 3D-Drucker wie ich ihn habe kostet aktuell 120-130 Euro. Da muss man sich aber auch etwas einarbeiten und Zeit investieren. Auch den ein oder anderen Fehlschlag verkraften. War öfters davor das Ding mit einem Hammer zu zerlegen. ;)
Ist zwar nur wirklich basic, aber für meine Projekte ausreichend.

Viele Grüße
Jan
 
Hallo Jan,

das Ergebnis ist sehr überzeugend :y:
Wenn du nicht klar kommst mit der Motordrehzahl kann man evtl über einen Schrittmotor nachdenken ...
Da kann man mit einem uC extrem genau die Schrittgeschwindigkeit regeln ...
Schrittmotor mit Getriebe, uC Steuerung, Treiber-Modul kostet nicht die Welt ...

Gruß Martin
 
Zuletzt bearbeitet:
Ach der Martin erinnert mich, dass ich ja auch noch was zur Motor-Steuerung sagen wollte:

Es gibt auch so kleine PWM Motor-Steuerungsmodule:


oder mit Display:

Hat aber ein bisschen viel Ampere , schadet aber nicht, nur unnötig.

Sollte deutlich besser sein als nur die Spannung zu regeln.

Gruß
Peter
 
Hallo,

hier eine EQ Plattform ohne 3D Drucker, nach der Idee von R. Vogel, in Handarbeit realisiert. Der Zahnstangenantrieb wurde wegen Durchrutschen (Schlupf) nachträglich angebracht. Zum entkoppeln ist die Zahnstange verschiebbar konstruiert. Hier ein paar Bilder.

Gruß
Wilfried
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Hi Wilfried,

tolle selbst gebaute Plattform, Respekt.

2 Anmerkungen:

Du hast gerade Segmente benutzt. Dadurch muss sich das Segment auf der Achse seitlich bewegen können.
Das ist eine klare Schwäche bei diesem Design.
3D Druck hat den Vorteil, dass man Segmente, die entsprechend gebogen sind, herstellen kann.
Dadurch findet im Idealfall keine seitlich Bewegung mehr statt.

Ich bin der Meinung, dass, wenn der Antrieb durchrutscht, es auch daran liegt, dass der Schwerpunkt des darauf gestellten Teleskops nicht gut genug auf der virtuellen Achse liegt. Ich glaube das wird oft nicht berücksichtigt.
Bei ganz freier, leichter Bewegung der Plattform mit darauf gestelltem Teleskop, darf sich die Plattform nicht von alleine in eine Richtung bewegen.
Das Gesamtsystem muss in der Waage sein. Dadurch kann es durch eine ganz leichte Kraft bewegt werden.
Es ist so ähnlich wie das Austarieren bei der Äquatorial-Montierung mit Gegengewichten.
Auch da muss man dafür sorgen, dass das Teleskop von alleine in der Waage bleibt.

Gruß
Peter
 
Hi Peter,
es ist so, dass das Kreissegment plan ist und deshalb eine seitliche Bewegung machen muss. Wir wissen, dass das Kreissegment eine Punktauflage zur Lagerrolle hat. Bei der Bewegung der Plattform entsteht eine seitliche Bewegungdes Kreissegments auf der Rolle, das ist richtig. Den Ablauf dieser Bewegung kann als eine Spirale auf der Rolle beschreiben, also keine direkte Verschiebung auf der Rolle, der Auflagepunkt läuft spiralförmig nach außen weg. Der Idealfall wäre natürlich ein dem Radius entsprechend gebogenes Kreissegment, da hast Du vollkommen recht. Ich werde das, wenn ich mal wieder Langeweile habe machen, die Zahnstange hat den entsprechenden Radius, sonst lief das Ganze nämlich gar nicht.

Gruß
Wilfried
 
Deine Plattform sieht schonmal um einiges Professioneller aus als meine.
Die Verschiebung der Rolle sollte bei sehr stabilen Materialien kein Problem sein und sollte visuell auch keine Rolle spielen. Mit Plastik sah bei mir die Welt schon wieder etwas anders aus, durch die seitliche Bewegung hat sich das Plastik etwas mit verzogen und sich manchmal bei einem kleinen Erdbeben entspannt. Visuell natürlich wieder kein Problem, aber wenn man doch mal den Schnappschuss machen will oder Planetenaufnahme machen möchte, kann es lästig sein. Auch bei einem höheren Gewicht mit einem größeren Dobson weiß man halt nicht, ob es beim leichten Verziehen bleibt oder ob das Plastik doch irgendwann nachgibt.
Dieses Problem habe ich nun nicht mehr durch die gebogenen Segmente. Die Bewegung auf der Welle ist jedenfalls mit bloßem Auge nicht mehr sichtbar.

Schwerpunkt finde ich auch wichtig, aber würde mir nicht so den Kopf darum machen, wenn er etwas abweicht. Gibt so viele Faktoren, die den Schwerpunkt beeinflussen können (Okulare, ungleichmäßige Gewichtsverteilung der Rockerbox, Sucher, Form der Brettes), da kann man sich wirklich verrückt machen. Ich hab mich mit einem groben Richtwert zufrieden gegeben.

An einen Zahnstangenantrieb hab ich auch schon gedacht. Aber hab doch die Lösung mit sehr feinem Schleifpapier genommen. Der Greift auch gut, wenn der Schwerpunkt etwas abweicht. Weniger Arbeit bei der Modellierung und sollte auch sicher laufen.
Die Welle bin ich gerade dabei sie etwas aufzuwerten. Werde das Plastik mit einem Alurohr ummanteln, für mehr Stabilität und eine gleichmäßigere Rundung. 1 Meter Alurohr mit passendem Durchmesser ist für 2-3 Euro schon aus dem Baumarkt zu bekommen.

IMG_20210314_210620.jpg


Viele Grüße
Jan
 
Hallo Jan,
ich denke auch, dass die seitliche Bewegung auf Grund des stabilen Materials meiner Plattform keine wesentliche Rolle spielt, zumal die Zahnstange den Vortrieb garantiert. Trotzdem bin ich geneigt, die Kreissegmenten dem vorgegebenen Radius anzugleichen. Optimieren geht meistens und wenn man`s kann, sollte man es tun, allein für die Perfektion und gegen kritische Stimmen. Das eigentliche Problem sind nicht die Kreissegmente, sondern deren Halter, die müssen erneuert werden. Lösung parat. Bilder folgen dann.:)

Gruß an Alle
Wilfried
 
Hey,
ich hab nun mal für die Einstellungen am Motor einen PWM-Motordrehzahlregler ausprobiert. Und dazu noch eine Mini Digital Voltmeter für eine genauere Anzeige der Spannung.


Leider kam der Voltmeter nicht mit dem PWM Signal des Reglers klar und zeigte so ziemlich alle Werte um den richtigen Wert herum.
Ich musste eine Art Puffer dazwischenschalten. Dafür habe ich auch einfach wieder einen Step-Down Wandler genommen.

War so die erste Idee, die ich dazu hatte und es hat sich dadurch ein guter unerwarteter Zusatzeffekt ergeben. Wenn ich nun die Spannung über den Motordrehzahlregler versuche zu reduzieren, versucht der Step-Down-Wandler seine eingestellte Spannung erstmal zu halten. Die Spannung reduziert sich in sehr kleinen Schritten. Ab einem gewissen Punkt gelingt das aber nicht mehr. Dies hat zur Folge, dass bei einer 160-180° Drehung des Motordrehzahlreglers sich die Spannung nur um 0,2 verändert bevor sie komplett einbricht. Damit lässt sich der Motor wunderbar einstellen. Die grobe Einstellung kann nun über den Wandler gemacht werden und die feinere Einstellung lässt sich dann ohne viel Gefummel direkt am Motordrehzahlregler einstellen. Richtig angenehm bei kalten Finger. :D
Damit sollte ich wahrscheinlich an die Grenzen der Genauigkeit kommen, die der Motor hergeben kann. Für mehr bräuchte ich wohl einen Schrittmotor. Aber die Genauigkeit ist für mich vollkommend ausreichend.

Konnte ich vorgestern mal ausprobieren und dabei auch mal direkt meine Alurollen testen. Nach etwas anpassen bei 600facher Vergrößerung blieb der Stern fast stehen. Dabei hatte ich auch kein ruckeln mehr wie ab und zu mit den Plastikrollen/wellen. Ich sollte mir aber eine Alternative für das feine Schleifpapier überlegen. Das Frisst sich wahrscheinlich über die Zeit langsam durch das Alu. Vielleicht sollte ich mal ersatzweise mit einer Schicht Alufolie probieren.

Sieht mal wieder typisch unprofessionell aus, aber ich ja immer noch ein Prototyp zum Experimentieren, da muss es so aussehen! ;)

IMG_20210325_155004.jpg


Sobald es wärmer wird, werde ich mal schauen, was ich mit der Plattform so alles anstellen kann.

Viele Grüße
Jan
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo zusammen,

sehr schöne Projekte, und um andere zu inspirieren möchte ich auch meinen Entwurf einer gedruckten EQ-Plattform aus dem Corona-Lockdown nicht vorenthalten. Designziel war hier eine kleine Reiseplattform für den 5" Portabel Dobson mit Schrittmotorsteuerung.

Nordlager: um eine perfekt laufende Lagerfläche zu haben, ist diese als Senkrechter Schnitt eines Kegels konstruiert, das geht Dank CAD (hier Fusion 360) mit wenigen Schritten.
platt2.JPG


Südlager: Für das Gegenlager in der Polachse habe ich eine Standard Kugellager verwendet mit 3D gedrucktem Lagerzapfen.

Antrieb: Direktantrieb mit einem NEMA17 Schrittmotor und angeflanschtem 1:100 Getriebe, auf der Achse steckt ein gedrucktes Rad aus TPU um genügend Friktion mit der PLA Lagerfläche zu haben. Der zweite Kontaktpunkt ist wiederum ein Standard Kugellager. Das Getriebe ist bis zu einer Radiallast von 100 Nm spezifiziert, bei dem Leichtgewicht genügt das reichlich. bei schweren Teleskopen muss ggf. das Lager abgestützt werden, ausserdem sollte man mit zwei Motoren arbeiten um über den gesamten Bewegungsbereich präzise zu bleiben. Die Mehrkosten sind sicher gering, da die Ansteuerung ohne weiteres auch für zwei parallel geschaltete Motoren funktioniert.

Steuerung: ESP8266 (Wemos D1) mit TMC2209 Silent Stepper Treiber. Die Bedienung geschieht via WLAN Hotspot des Esp8266 auf einem Webinterface. Hier kann neben Laufrichtung auch eine Geschwindigkeitskorrketur vorgenommen werden und die Plattformposition zurück bzw. umgesetzt werden. Die Stromversorgung geschieht über zwei oder drei Lipo Zellen (Motor) und einen LDO Spannungsregler (Elektronik).

signal-2021-12-02-20-27-12-885~2.jpg


Hier das fertige Setup:

platt1.JPG

signal-2021-12-09-17-18-18-994.jpg
 
Hi @moeder und andere,

tolle Sache.
Ich bin gerade dabei, Schrittmotoren nutzen zu lernen.
Wie ist das bei dem Treiber TMC2209, konfigurierst du den über die UART Schnittstelle?
Oder ganz normal durch CFG Pins?

Mir ist das nicht klar, wenn man ein übliches Angebot bestellt, sind die TMC2209/08 dann standardmäßig auch ohne UART zu benutzen?
Kann man also Mikroschritte ganz normal über Pins aktivieren/einstellen?

Gruß
Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi Hartmut,

danke für die Hilfe.
Ich muss jetzt mal einen Driver mit angeschlossenem Stepper auf dem Breadboard aufbauen.
Dann wird es klar.

UART oder SPI will ich schon dann auch benutzen, aber das ist der 2. Schritt. Erstmal den Stepper nur mit CFG Pins betreiben.
Beim TMC2230 muss man wohl auch eine Brücke entlöten, damit SPI aktiv wird. Aber gemach.

Gruß
Peter
 
Ja, es geht in der Tat beides. Die Treiberboards gibt es für ca. 8€ Ich fand es persönlich einfacher direkt über UART zu gehen, da es schöne fertige TMC2209 Libraries gibt die sich schnell einbinden lassen. Der Code für die Steuerung ist dank der ganzen Libraries trotz Stepper, WLAN und Webinterface wirklich sehr kompakt.

Ein weiterer Vorteil ist, dass der Motorstrom auch UART eingestellt werden kann, es entfällt also das lästige Messen von Vref. Das war in der Entwicklungsphase ganz praktisch um für die gegebene (relativ niedrige) Versorgungsspannung einen geeigneten Motorstrom zu wählen. Schließlich soll der Motor sicher laufen, aber der Akku auch lange halten.

Gruß, Timo
 
Zuletzt bearbeitet:
Schönes Projekt!

Bei den Microcontroller muss man Bedenken, dass diese keine real time clock haben. Ohne laufen sie ungenau und auch Temperatur abhängig. Eine rtc gibt es als Modul mit Temperatursensor.
Oder man lässt Phd2 den Fehler korrigieren.
Über Bluetooth lässt sich der Controller als serielle Schnittstelle anbinden und man kann RA guiding betreiben.

Gruß,
Martin
 
Hi Timo,
ich habe wirklich recherchiert. Aber es ist als Anfänger etwas unübersichtlich.
Du deutest genau die Dinge an, die ich brauche, aber auch überhaupt noch keine Erfahrung habe.

...
Ich fand es persönlich einfacher direkt über UART zu gehen, da es schöne fertige TMC2209 Libraries gibt die sich schnell einbinden lassen.
...
Wo gibt es Libraries zur UART Einbindung? Für Arduino und RasPI? In welcher Sprache?

Gibt es auch Libraries für SPI? (TMC2130)

...
Der Code für die Steuerung ist dank der ganzen Libraries trotz Stepper, WLAN und Webinterface wirklich sehr kompakt.
...
Webinterface ist auch sehr interessant als UI.
So etwas wie Flask für Python?
Oder was meinst du?

Hast du ein Code Beispiel?

Webinterface geht auf dem RasPI. Gibt es sowas auch für Arduino?
Macht wahrscheinlich keinen Sinn, bzw wenn dann vielleicht auf dem Host Computer.

Gruß
Peter
 
Hi Martin,

nochmal tolle Hinweise für mich.

Bei den Microcontroller muss man Bedenken, dass diese keine real time clock haben. Ohne laufen sie ungenau und auch Temperatur abhängig. Eine rtc gibt es als Modul mit Temperatursensor.
Weil dann die einfachen sleeps/delays dann ungenau sind, korrekt?
Was ist das für ein Modul?

Über Bluetooth lässt sich der Controller als serielle Schnittstelle anbinden und man kann RA guiding betreiben.
Ich denke du meinst, dass der Controller sich über Bluetooth an einen Computer verbindet und sich dort an ein COM Protokoll eines Montierungs-Treibers dranhängt?

Gruß
Peter
 
Anstatt alles hochzuladen habe ich den Code mal öffentlich zugänglich gemacht:

Allerdings ist das alles noch sehr auf die schnelle zusammengezimmert, es gibt schon Pläne das aufzuräumen und zu verbessern, aber wie immer wenn es vom Prinzip läuft...

Da ich nicht die RTC verwende sondern nur micros() zwischen den Steps anschaue ist die Genauigkeit recht gut - wenn die IMX290 ankommt werde ich mal gucken wie genau ich wirklich bin.

Verwendete Libraries:
Interface: ESP-DASH Wiki: Introduction
Stepper: GitHub - teemuatlut/TMCStepper
 
Hi,

@moeder danke für den Code. Man kann mM immer sehr gut an Beispielen lernen.

Aber für mich wird's jetzt echt unübersichtlich. ;)
Noch ein Microprozessor, gleich mit Wlan, Arduino kompatibel, mit einfacher Web Programmierung (das ist klasse, das brauche ich).

Mein Ziel ist wenigstens klar:
Meine Dobsons (12 und 20 Zoll) auf EQ-Plattform (vorhanden) nachführen und die Alt/Az Achsen mit Schrittmotoren bewegen, zusätzlich noch ein Schrittmotor für den Fokus. Erstmal einfach nur ein Remote-Teleskop, das manuell gesteuert wird. Im Prinzip wäre ich damit fürs erste zufrieden.
Die Kür wäre danach diese Remote Steuerung entweder ASCOM (Windows, präferiert) oder INDI (Linux) kompatibel zu machen um Objekte besser unterstützt aus der Karte (Stellarium) anzufahren.

Schrittmotor Steuerung auf HW Ebene ist klar. Da werde ich eine der bekannten Treiber-Platinen (TMC...) einsetzen.

Aber folgende Fragen stellen sich:

Konfiguration der Treiber Platinen, einfach über CFG Pins, oder SPI oder UART?
Welchen Microprozessor/Computer? Arduino, RasPI oder doch einen anderen?
Wo und wie läuft die Oberfläche? Webbasiert?
Welche Programmiersprache?
Wie komme ich zu einem ASCOM kompatiblen System?

Aber das sprengt hier den Rahmen. ;)

Ich denke ich muss erstmal mein Übeprojekt Fokusser mit Schrittmotor Steuerung durchziehen. Danach wird manches vielleicht klarer.

Gruß
Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
In dem Fall würde ich dann direkt eine All-in-One Lösung anstreben und ein günstiges fertiges Board mit Steppertreibern Nehmen (z.B. aus dem 3D Drucker Bereich, die haben in der Regel 4 Stück). Und Firmwareseitig muss man auch nicht das Rad neu erfinden sondern kann auf OnStep (main@onstep.groups.io | Wiki) zurückgreifen, das sollte fast alles gewünschte abbilden können.
 
In dem Fall würde ich dann direkt eine All-in-One Lösung anstreben und ein günstiges fertiges Board mit Steppertreibern Nehmen (z.B. aus dem 3D Drucker Bereich, die haben in der Regel 4 Stück). Und Firmwareseitig muss man auch nicht das Rad neu erfinden sondern kann auf OnStep (main@onstep.groups.io | Wiki) zurückgreifen, das sollte fast alles gewünschte abbilden können.
ja, so ein fertiges CNC-Board habe ich sogar schon. ;)
Ich denke das werde ich erstmal benutzen, bzw erstmal mit einem Breadboard testen.
Das OnStep Projekt habe ich angeschaut. Verstehe das aber so, dass man die dedizierte HW/PCB dafür bauen und benutzen muss und das will ich nicht.

Gruß
Peter
 
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Weil dann die einfachen sleeps/delays dann ungenau sind, korrekt?
Was ist das für ein Modul?
DS3232 z.B. habe einen rumliegen, aber noch zu faul den zu verbauen.
Habe meine Montierung auch zu cg5 geschickt um erstmal die mechanischen Probleme zu beseitigen.
Versuch es erstmal ohne, aber behalte es im Hinterkopf. Habe von Abweichungen bis 2 Sekunden pro Minute gelesen.

Ich denke du meinst, dass der Controller sich über Bluetooth an einen Computer verbindet und sich dort an ein COM Protokoll eines Montierungs-Treibers dranhängt?
Genau. Ich habe bei mir das veraltete lx200 Protokoll implementiert. War das erste, was ich gefunden habe und ist sehr einfach. ASCOM Treiber dafür gibt es auch. Vermutlich gibt es besseres...
Für Phd2 braucht man nur eine Initialisierung. Die guiding Impulse sind nichts anderes als ein Star, Stop für die guiding Geschwindigkeit.
 
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