Erfahrungen über Übersichtsokular(e)

Hallo Peter

Das ist interessant, bei meinen Plössl Okularen ist die Feld leider noch im Schwarzem Okularkörper und die Klemmhülse noch davor, eigentlich Feldblende an Auflagekante.
Wenn du behauptest es sind gegenüber normalem Plössl beim Hyperion nur 15mm anders bedeutet das nur das 32er Plössl hat die Feldblende auch schon nach vorn versetzt, ist nicht parfocal und muss auch schon weiter nach Außen focusiert werden.
Da ist man ja bei den einfachen Okularen vor nichts sicher.

Gruß Frank
 
Zum Schluß hatte ich noch gefunden, daß das Wunder-Okular Hyperion 31 bzw. 36 natürlich wegen des etwas größeren Feldes eine Randverdunkelung aufweist
Und , wie groß ist die Randabdunkelung? mehr als 10- maximal 20 % sind es nicht. Da bringt ein Maksutov oder ein SC mit ca. 30-35% bis zum Feldrand schon mehr an Randabdunkelung mit.
Und wieviel ist davon auffällig?
Peter
 
Ich hatte weiter oben den Link zu CN gepostet, wo das mit dem Hyperion berichtet wird.
Vielleicht läßt sich daruf noch jemand ein - ich hatte den ganzen Thread drüben nicht gelesen.
 
Hallo Thorsten,

die Idee mit dem, was du jetzt hast, erst mal weiter zu machen ist gut. Dass du die Plejaden im 7x50 Fernglas schöner siehst, ist ganz normal. Um schön auszusehen brauchen solche offenen Sternhaufen noch ein wenig Weltraum rund um das Objekt, mehr als 20fache Vergrößerung lässt den schönen Eindruck bei den Plejaden verschwinden.

Wenn du mit deinem Skymax beobachtest, kommt der dann direkt aus dem warmen nach draußen? Maksutov Cassegrain Teleskope (so was hast du) brauchen Zeit sich an die Außentemperatur anzupassen, selbst wenn sie verhältnismäßig klein sind wie deines. Wenn du z.B. vom Balkon aus beobachten willst, stelle die Ausrüstung oder wenigstens die Optik rechtzeitig (wenigstens 1/2 Stunde vorher) schon mal ins Freie, erst jetzt im Winter. Das macht einen Riesenunterschied bei der Bildqualität. Die Venus z.B. müsstest du problemlos und nicht nur unscharf sehen. Auf Jupiter müsstest du mindestens das nördliche und südliche Äquatorialband sehen können. Beides sah ich gestern im 80mm TAL Spiegelfernrohr, da konnte ich mit 21facher Vergrößerung auch die Plejaden schön in Gänze sehen.

Vielleicht läuft dir für größere Felder hier gebraucht doch ein mal günstig ein kleines Linsenfernrohr 70/500, 80/400 oder gar 102/500 zu. Die passen prima auch an deine Porta Montierung und machen zum spazieren sehen viel Spaß; für Mond, Planeten und Doppelsterne hast du dann ja deinen MAK.

Bleib dran, das wird schon.

CS Gerhard
 
Und , wie groß ist die Randabdunkelung? mehr als 10- maximal 20 % sind es nicht. Da bringt ein Maksutov oder ein SC mit ca. 30-35% bis zum Feldrand schon mehr an Randabdunkelung mit.
Und wieviel ist davon auffällig?
Peter
Man darf nicht vergessen da ist erst mal 25mm Klemmhülse vom Zenitspiegel welche nur 28mm Durchlass hatten kommt noch das Umlenkgehäuse va 40mm.

Müsste.der.Zenitspiegel weg, das visual Back weg
Dann von dem Mak Gewinde auf T2 und daran direkt ein Zenitspiegel mit Eingang T2, man kommt so dichter an den Tubus und mit mehr Durchlass. Problem Spiegel nicht rotierbar, kann nur mit Abstandsring ausgerichtet werden, so nur azimutal machbar.
Das ist Aufwand der kaum im Verhältnis steht,
Ein kurzen Refraktor zum nicht vergrößern gibt es preiswerter.
Das schöne ist bei dem Öffnungsverhältnis funktionieren auch einfache Okulare oder einen Refraktor der dir einfach 3x mehr Feld zeigt weil er nur 1/3 Brennweite hat.

Gruß Frank
 
> mehr als 20fache Vergrößerung lässt den schönen Eindruck bei den Plejaden verschwinden.

Naja, ein MAK ist mit seinen f/13 nun kein Richfielder. Aber die Plejaden gehen bei möglichen 1,3° tGF im 32er Plössl (40fach) gerade noch so formatfüllend ins Okular.
Daß man für jedes Objekt im Grunde das passende Telskop braucht, ist klar. Aber bis dahin muß man eben mit dem vorhandenen das beste draus machen.

Ein, zwei Richfielder sollte man schon in der Hinterhand haben, geht mir ganz genauso... ;) Die Dinger sind z.T. wirklich günstig zu bekommen. Ich hab' hier einen 70/400 und 90/600 - beide jeweils für locker UHU in der Bucht geschossen.
 
So, habe nun ein Baader Classic 32mm geordert.
Für 50 Euro, bin echt gespannt. Zum Glück kann ich ja dann vergleichen mit dem China Plössl.
 
Hallo

ich glaube wie so einfache Okulare gehen ist auch in China bekannt.
der Augenabstand ist meist auch automatisch groß,
so etwas wie verstellbare Augenmuschel sind dann nette extras.
interesanter ist wenn man bei kürzeren Brennweiten größeres Gesichtsfeld hat, was ja dann irgendwann bei kürzeren Brennweiten auch in 1,25" passt.
bei hohen Vergrößerungen an Planeten zeigen sich kleine Fehler auch stärker

gruß Frank
 
Hallo Frank

Ich denke, Du hast eine gute Entscheidung getroffen und wirst damit zu frieden sein.
Nur wenn ein 32er Plössl empfohlen wird bekomme ich auf Grund meiner Erfahrungen damit immer ein wenig Bauchschmerzen.
Warum das so ist kannst Du hier mal nachlesen.
Aber ich denke, Du wirst auch so zufrieden sein und wünsche Dir schöne Beobachtungserlebnisse!

Gruß
Peter
 
Hi Torsten, da der kleine Skymax auf 1,25" Zubehör limitiert ist bleibt nicht so viel Wahl im oberen Brennweitenbereich; große Austrittspupillen lassen sich nicht realisieren. Ein 32mm Plössl für 40,5x Vergrößerung und AP2,5mm kann ohne Vingnette verwendet werden, ein 40mm Plössl für 32,5x Vergrößerung mit Austrittspupille 3,18mm ist Ende der Fahnenstange bei 1,25" und vignettiert bereits.

Beste Grüße,

Ralf
Falls man dennoch die AP benötigt, lässt sich Vignettierung resp. kleines scheinbares Feld 'aushalten' : ich hab ein 40mm TV-Plössl, das hat als 1,25" natürlich ein fast mickriges scheinbares Feld von 40°, aber ich brauche die AP für's f5,9-Spektiv für die Uhu-Beobachtung. Man muss halt bedenken, dass die Größe der Feldblende durch die Steckhülse begrenzt ist, danach (also größeren Brennweiten) schränkt sich das scheinbare Feld ein, was wiederum das wahre Feld begrenzt. Mit 1300mm und 1,25" ist halt nur sehr bedingt großes wahres Feld zu erreichen. So ein 24mm mit 68°, gut abbildend wäre die Grenze, und liefert fast das gleiche Feld wie ein 32mm Plössl.

csm
 
Hallo Ralf

Die Werte die astronomy.tools da anzeigt sind teilweise ga-ga!
Das wahre Gesichtsfeld wird immer vom Bildkreis ( Feldblende )bestimmt den ein Okular erfassen kann und der Teleskopbrennweite!
Die Werte betragen für:
- 32er Baader-Plössl Ø 26mm oder 1,15° und nicht 1,23°
- 32er und 40er Televue-Plössl Ø 27mm oder 1,19° und nicht 1,32° ( gleich große wahre Gesichtsfelder )
- 31er und 36er Hyperion Ø 30mm oder 1,32° ( gleich große wahre Gesichtsfelder )

Peter
DIe wahren Felder der TV 32 und 40mm sind wohl gleich, aber die scheinbaren unterscheiden sich merklich, und die erreichte AP ist auch unterschiedlich. Allerdings halte ich das für das genannte 1300mm-Gerät eher für akademisch. Ich nehm das TV 40mm wg. der erreichbaren AP am Spektiv für späte Dämmerung. Die Abbildung ist sehr schön, eben ein TV-Plössl. (Mein Lieblingsplössl war bei meinem ersten Teleskop dabei - ein TAL König Plössl mit 25mm.)

csm
 
Hallo, Frank.

Die Plejaden sehen in meinem Jenoptem 7x50W irgendwie besser aus.
Ich denke ich muß halt viel noch lernen.

Wahrscheinlich sollte ich auch mal außerhalb der Stadt in den Himmel zu schauen.

Gruß, Torsten
Die Plejaden mögen halt auch 'Feld' um die sieben Schwestern herum: mit einem Plössl 32mm kommst du auf ein wahres Feld von etwa 1,8°, und das zeigt max. die Hauptsterne ohne weitere (Plejaden-)Sterne. Das ist dann kein schöner Anblick, zudem nicht richtig herum, sondern gespiegelt an der Vertikalen. Im 7x50 erkennst du auch alle sieben Sterne plus reichlich 'Fleisch' im weiteren wahren Feld. und natürlich in der aufrechten Abbildung. Nicht umsonst nannte Miyauchi sein kleines 15x60 'Pleiades' - weil es nämlich den Haufen mit 3,3° mit einem schönen Feld abbildet, - das ist ästhetisch ansprechend, obwohl die Okulare auch lediglich ein 50° scheinbares Feld liefern.

csm
 
> So, habe nun ein Baader Classic 32mm geordert.

Sehr gute Wahl! Meins ist heute schon angekommen.
Das Baader hat übrigens einen gesteckten Kunststoff-Aufsatz mit Gummi-Augenmuschel und klappbarem Blendschutz. Ich denke mal, damit geht der Einblick dann in Ordnung.
Wenn ich mich recht erinnere, hat das TS Super Plössl 32 auch eine recht guten Einblick. Meade Serie 4000 Plössl und TV Plössl gehen da gar nicht. Mein Eindruck.
 
Hi!
ich glaube wie so einfache Okulare gehen ist auch in China bekannt.
bekannt bestimmt – aber es gibt immer jemanden, der es etwas billiger und etwas schlechter macht. Ich habe hier ein Bresser 26mm Super Plössl (stammt vom 90/500 Bresser Messier), das eines der schlechtesten Okulare ist, die ich bislang hatte. Qualität kostet auch bei Made in China etwas.

Clear Skies,
Alex
 
Hallo,
meine einfachste Ges.-Feldbestimm. ist die des Mondes: komplett drin = 30 `Bogenmin, usw., sehr zufrieden bin ich mit dem Seben-Zoom (8-24 mm) aus Spaß auch mal gekoppelt mit einer 2fach Barlowlinse. Der Spielerei sind keine Grenzen gesetzt (verg. Sept. einmal das C 8, orangene Farbe bis 812x ausgereizt !!!)
Konnte noch gut damit Mondbeob. machen, also scharfstellen (M Ludes meinte einmal, Russentonne bis 400fach ausreizen: das tut man nicht, es war kein ! Farbwerfereffeckt sichtbar !!!!!)

Gruß Günther
 
Hallo Günther
meine einfachste Ges.-Feldbestimm. ist die des Mondes: komplett drin = 30 `Bogenmin
Die scheinbare größe von Sonne 31,6-32,7´ und Mond 29,43-33,5´variiert aber um 3,5% bei der Sonne und 13,8% beim Mond.
scheinbare Größe
Der Spielerei sind keine Grenzen gesetzt (verg. Sept. einmal das C 8, orangene Farbe bis 812x ausgereizt !!!
Klar, so eine Spielerei kann man mal machen. Es ist aber sehr sinnfrei denn bei einer 0,25er Austrittspupille zeigt sich auch bei eine absolut perfekten Optik mit Strehl 1,0 die Beugungsgrenze, selbst für einen Maulwurf, sehr überdeutlich und scharf ist das dann bei weitem nicht mehr und der Kontrast liegt im Bereich einer "bengalischen Warmwasserbeleuchtung". Selbst harte Konturen auf dem Mond zeigen sich dann nur noch "abgelutscht".
Bei feinsten Sternen zeigen sich die Airy-Scheibchen dann nur noch als diffuse, unscharfe runden Flecken.
Nadelfein ist da was ganz anderes.

Gruß Peter
 
Hallöchen Leute.
Ich möchte mal meine Erfahrung von heute Abend kundtun.
Vorab habe ich mir ein 40mm Plössl von dieser 500 Series besorgt um die Unterschiede mitzuteilen.
Habe den Mond natürlich ins Visier genommen. Geschätzt habe ich zum Okular 1-2 cm Abstand mit meinem Auge gehabt.
Beim 30mm Plössl hatte ich geschätzt 2-3mm umlaufend um den Mond noch Weltall zu sehen.
Beim 32mm Baader Classic waren es gute 8-10 mm umlaufend, wobei ich noch erwähnen möchte das ich das Okular ein wenig schärfer einstellen konnte.
Für meine "jungfräuliche" Astroerfahrung also kaum ein Unterschied.
Das 40mm Plössl hatte auch nur diese 8-10mm umlaufend um den Mond, geschätzt.
Das beweist das mehr als 40mm Okulare an meinem Mak unfug sind.


Am Jupiter kann ich die 2 Wolkenbänder mit dem 30'er Plössl und dem 32'er Baader gerade noch so einfangen.
Wenn ich aber mein 6,5mm Plössl (auch aus dieser 500 Series) nehme dann schaff ich nicht den Jupiter scharf zu stellen.
Ist das normal? Ist das Okular dann doch murks?
Auskühlzeit war über 1 Stunde....daran kann es nicht liegen.

Achja das 32mm Baader Classic hatte ich bei Fernrohrland für 50 Euro erstanden.

MfG Torsten
 
Hallo Thorsten

Beim 32mm Baader Classic waren es gute 8-10 mm umlaufend, wobei ich noch erwähnen möchte das ich das Okular ein wenig schärfer einstellen konnte.
Da siehst Du erstmals die Unterschiede. Das 30er erreicht nicht die selbe Schärfe und ist im Gesichtsfeld merklich kleiner, mit anderen Worten das Ding taugt nichts.
Da bewahrheitet sich wieder, wer billig kauft, der kauft zwei mal.
In Sachen wahres Gesichtsfeld geht da um die 10-12% schon noch mehr denn das 32er Plössl erfasst nur einen Bildkreis von 26mm. Aber lassen wir das. Das hatten wir ja schon.
Wenn ich aber mein 6,5mm Plössl (auch aus dieser 500 Series) nehme dann schaff ich nicht den Jupiter scharf zu stellen.
Mit dem 6,5er Plössl wirst Du kein richtig scharfes Bild mehr bekommen, denn erstens wird dieses Plössl der Serie 500 genau so wie das 30er nicht viel taugen und zweitens ist dieses Maksutov mit an die 40% Obstruktion (zentraler Abschattung) mit eine Austrittpupille von 0,5mm schon hoffnungslos überfordert da man in diesem Bereich die Beugungsgrenze schon deutlich wahr nimmt. Die Grenze für eine maximale Vergrößerung liegt hier eher bei eine Austrittspupille von ca. 0,7mm und damit bei F12,7 mit einem Okular von 9mm Brennweite.

Gruß
Peter
 
Das 30er erreicht nicht die selbe Schärfe und ist im Gesichtsfeld merklich kleiner, mit anderen Worten das Ding taugt nichts.
Ahoi Peter.

Ich würde nicht gleich sagen es taugt nichts... Ja es ist offensichtlich schlechter als das Baader. Aber dennoch kann ich vernünftig den Mond und seine Oberfläche damit begutachten.
Für den Preis ist es allemal gut.

Gruß, Torsten
 
Na Halleluja....
Da hab ich doch glatt eine Option erschnüffelt.
Teleskop Express bietet einen Adapter an sodass ich 2 Zoll Okulare benutzen kann.

Ermöglicht das nun wirklich mehr durchsicht? Laut dem Text bis zu 20% mehr Gesichtsfeld.


Grüße, Torsten
 
Hallo Torsten,

Der Adapter kostet fast einen Fuffi und die 2 Zoll Okulare auch vielleicht mindestens einen Hunderter wenn sie wirklich was taugen sollen. Dann guggst ja auch von hinten rein, da brauchst noch einen 2 Zoll Zenitspiegel. Da bist jedenfalls bei mehr Kosten wie bei einem kleinen Refraktor. Der muss auch nicht wirklich farbrein sein, bei kleiner Vergrößerung sieht man den sogenannten Farbfehler nicht.

Widefield geht aber schon mit dem Feldstecher gut. Ist eigentlich für Sternhaufen wie die Plejaden optimal. Und mit 2 Augen kann das Gehirn bessere Bildverarbeitung machen. Auch für die Andromedagalaxie, die ist 6 x so groß wie der Mond unter dunklem Himmel. Die passt normalerweise nur in ein Feldstechergesichtsfeld. Sonst Achromat mit mindestens 90 mm Öffnung, sonst zeigt Dein Feldstecher mehr.

Allerdings ist Dein Teleskop ja eigentlich ein Spezialist für hohe Vergrößerung, die Du leicht erreichen kannst ohne teure Okulare.

Da brauchst

1.) Erfahrung ist das Wichtigste. Hab lange mit einem 20 cm Schmidt Cassegrain beobachtet. Der ist Deinem Gerät nicht unähnlich nur halt viel größer. Hab mehrere Marsoppositionen beobachtet damit und nie außer den Polkappen was gesehen, einfach nur ein kleines zappeliges oranges Scheibchen. Gestern bei relativ kleinen Durchmesser am Mars mit 72 mm Öffnung und damit 3 cm weniger als Dein Skymax aber die Oberflächenstrukturen sehr deutlich.

2.) Auskühlen lassen. Kann sein, dass das Gerät 2 bis 3 Stunden braucht.

3.) Das sogenannte Seeing. Wenn die Luft wabbert, wie über einem heißen Kochtopf kann man nicht vergrößern. Es gibt Nächte da steht die Luft so wie bei mir gestern und alles ist gestochen scharf und manchmal sehe ich zum Beispiel auch auf Jupiter die Bänder kaum in einem viel größeren und teueren SD Refraktor.

Du müsstest schon so mindestens 120 Fach vergrößern können und das muss der Maksutov können und damit solltest Du Details auf Jupiter und Mars (noch) sehen können. Venus ist ein Spezialfall weil die so nahe am Horizont meistens ist und da wabbert es fast immer. Schaut bei gutem Seeing wie der Mond in klein aus momentan.

Ein 10 mm bis max. 8 mm Ortho wäre in Deinem Fall eher was ich mir zulegen würde. Das überfordert das Gerät wenig und ist scharf bei kleinem Gesichtsfeld. Ortho ist einfach ein super Okular wenn es günstig sein soll und scharf.

Empfehlenswert sind auch die TS NED, Artesky ED oder Starguider (Alle baugleich). Haben 60 Grad Gesichtsfeld und sind meistens unter 100 Euro zu haben neu.


LG
Franz
 
Zuletzt bearbeitet:
Vielen Dank, Franz.
Ich werde deine Tips beherzigen. Und einfach mit dem Equipment was ich jetzt habe erstmal Erfahrung sammeln.
Ein Fernglas für das "bessere Sehen" hab ich. Das ist ein Carl Zeiss Jena Jenoptem 7x50W.
Ebenso noch ein Jenoptem 10x50W, das ich aber verkaufen möchte.

Gruß, Torsten
 
Die Gläser sind top. 👍
Da braucht es schon einen sehr guten Richfilder das zu toppen.

Die Andromedagalaxie war mein erstes Deep Sky Objekt mit einem 10 x 50 er Feldstecher vor 40 Jahren ca. Je dunkler der Standort umso besser und den Feldstecher kannst überall mitnehmen. Dann gleich auch M33 die Dreiecksgalaxie, siehst auch besser als im Teleskop und vielleicht M82 und M81 im Frühjahr. Alles locker mit dem Feldstecher. Einen guten Sternatlas braucht man oder Stelllarium als App am Handy und zum Beispiel den Deep Sky Reiseführer. Da sind Zeichnungen drinnen und man sieht was man erwarten kann später, wenn man Erfahrung hat.

Hab dann mein erstes Teleskop bekommen, einen katadioptrischen Schmidt-Newton in bester damaliger Kaufhaus Qualität und schwindligem Korrektor im Auszug und 3 Zoll oder 76 mm Öffnung. Da hab ich sie gleich Mal nicht gefunden. 🤣. Hab das Teleskop trotzdem geliebt wie kein anderes, auch wenn ich rückwirkend betrachtet fast nix gesehen habe.

Der Skymax ist nicht schlecht im Vergleich super sogar und 4 Zoll da geht schon was (mit der Zeit) und für große Felder den Feldstecher.

Kann nachfühlen wie das am Anfang ist, man sieht außer am Mond echt wenig. Es wird aber sehr schnell mehr und irgendwann zeigst Deinen Freunden oder Bekannten was in Deinem Teleskop und kannst nicht verstehen, dass sie das alles einfach nicht sehen.

Und hier gibt es welche, die auf den Jupitermonden Details sehen. Hat mich aus den Socken gehauen. Dazu fehlt mir auch die Erfahrung und das Gerät. Sehe auch nur kleine Pünktchen (kleiner APO) oder winzige Scheibchen, gerade größer als Pünktchen (großer Apo). 🤣. Aber an Jupiter halt viel mehr als nur 2 Bänder. Das war nicht immer so.

Wichtig ist auch Gemütlichkeit. Entspannt sitzen und reinschauen, warme Kleidung. Das hilft ungemein. Dann Geduld. Es braucht manchmal ein bisschen. Wenn ich Jupiter gugge dann ein zwei Stunden lang. Das Seeing ändert sich und manchmal sind es ein paar Sekunden, wo man plötzlich wirklich was sieht. Kurz reinschauen und weiter war immer mein großer Fehler, warum ich wenig gesehen habe.

LG
Franz
 
> Teleskop Express bietet einen Adapter an sodass ich 2 Zoll Okulare benutzen kann.
> Ermöglicht das nun wirklich mehr durchsicht? Laut dem Text bis zu 20% mehr Gesichtsfeld.

hast du schon ma von hinten duch deinen Mak geluschert? Sind da hinten irgendwo 50 mm freie Durchsicht zu erkennen? Und was ist mit dem Blendrohr im Tubus - hat das 50 mm freie Öffnung? - Ich glaube, nicht. Was willst du dann mit 2"-Zubehör an so einer kleinen Optik, die nicht den erfoderlichen Durchlaß bietet?
Man kann ja viel an das Okularende eines Teleskops flanschen, aber manches ist wirklich nutzlos. Bei 2" handelst du dir bei mehr GF eher mehr Randverdunkelung ein, als es schon das oben genannte Hyperion-Wunderokular an so einer Optik mit sich bringt.

Man kann auch einem Mak keinen Richfielder machen - das hatte ich weiter oben schon geschrieben, meine ich.
Hol dir einen ordentlichen Satz 1,25"-Okus für dein Gerät abgestimmt und dann laß es gut sein!
 
Kann nachfühlen wie das am Anfang ist, man sieht außer am Mond echt wenig. Es wird aber sehr schnell mehr und irgendwann zeigst Deinen Freunden oder Bekannten was in Deinem Teleskop und kannst nicht verstehen, dass sie das alles einfach nicht sehen.
Hallo Franz,

Schön auf den Punkt gebracht!
Beobachten will gelernt (gekonnt) sein (Rolle der AP, Dunkeladaption, indirektes Sehen, kein Farbsehen, Seeing, Himmel, Horizontnähe, verschiedene Objektklassen, ...).
Viele haben eine falsche Erwartungshaltung und nicht jeder hat die Ausdauer dazu.
Ich nehme mich da gar nicht aus. Ich denke, das ist auch einer der Gründe warum viele zur Fotografie wechseln und zu EAA.
Ein weiterer Reflex ist - "ich sehe nichts/kaum was, ich brauche mehr/besseres Equipment".
Auf diese Weise lassen viele Astro-Interessente es entweder schnell sein oder es wird zur Amateuer-Astronomie.

BG&CS - Frank
 
Hallo zusammen,
hallo Torsten,

Beobachten will gelernt (gekonnt) sein (Rolle der AP, Dunkeladaption, indirektes Sehen, kein Farbsehen, Seeing, Himmel, Horizontnähe, verschiedene Objektklassen, ...).
Viele haben eine falsche Erwartungshaltung und nicht jeder hat die Ausdauer dazu.

ich kann mich da Frank und Franz nur anschließen.

Als ich vorhin diese Diskussion las, kam mir der Gedanke: Hier wird zwar die gestellte Frage beantwortet, aber eigentlich ist das zugrunde liegende Problem ein anderes. Vielleicht täusche ich mich, aber das Ganze erinnert mich an meine Anfangszeit:
  • Man ist vom Astro-Fieber gepackt, will "mehr" sehen, und kauft sich ein Teleskop.
  • Dann guckt man durchs Teleskop und sieht gar nicht so viel "mehr", wie man gedacht hatte.
  • Also fängt man an zu überlegen, ob das Ding nicht vielleicht doch zu klein ist und ob man das richtige Zubehör besitzt. Vielleicht liegt es ja daran, dass man das falsche Okular benutzt - es braucht wahrscheinlich eines, das besser vergrößert und "mehr" zeigt. Oder es fehlt noch irgendein Zwischenteil.
  • Man kauft dies und das und probiert herum, aber das Beobachtungsergebnis wird nicht besser.
  • Und dann kommt entweder der Moment der Ernüchterung und man wirft die Sache mit der Astronomie wieder hin, oder man holt tief Luft, überdenkt seine Erwartungen, schließt sein vorhandenes Equipment ins Herz und fängt an, damit zu entdecken, was geht. Und dann wird früher oder später der erste Moment kommen, an dem es einem die Sprache verschlägt, weil man ein Nebelchen oder eine Schattierung auf einem Planeten oder eine Rinne oder einen Schattenwurf am Mond erkennen kann, obwohl man das nicht mehr für möglich gehalten hätte.
Es ist ganz normal, dass die Planeten im Teleskop sehr klein erscheinen, dass es - gerade für einen ungeübten Beobachtungsneuling - schwierig ist, Details zu erkennen. Vor allem, wenn man noch gar nicht weiß, was man da eigentlich beobachten kann. Am Anfang hat man leider automatisch erst mal diese tollen, bunten, detailreichen Fotos im Kopf, die man auch hier im Forum zahlreich bewundern kann. Aber auch mit dem größten visuellen Amateurteleskop kann man diese Detailfülle an den Planeten oder dem Mond nicht erkennen. Das kapierte ich selbst erst, als ich mal die Gelegenheit bekam, durch ein super-megatolles Riesenteleskop Jupiter anzuschauen.

Du hast ja geschrieben, dass Du gern den Mond beobachten möchtest, das aber bis jetzt nur ein "Anschauen" ist. Ich vermute, dass Du noch gar nicht so genau weißt, was man am Mond eigentlich beobachten kann. Der Mond ist ein sehr interessantes Objekt, weil sich bei ihm jede Nacht einiges verändert. Man kann sogar mit etwas Geduld (ja, es lohnt sich, die zu üben ;)) dabei zusehen, wie sich innerhalb einer Stunde der Schattenwurf der Mondgebirge und Krater verändert.

Bei der Mondbeobachtung schaut man sich vor allem den Grenzbereich zwischen dem beleuchteten und dem dunklen Teil des Mondes an. Denn dort sieht man durch das Spiel von Licht und Schatten die Mondformationen am besten. Je nach Mondphase sind Krater, Gebirge oder Rillen mal gut, mal kaum zu erkennen. Auf der Seite der Mond gibt es eine Sightseeingtour, bei der schön anschaulich erklärt wird, was man je nach Mondalter gerade gut beobachten kann. Beobachte doch mal mit einer Mondkarte (am besten auf Papier und mit einer Rotlichtlampe, damit die Dunkelgewöhnung der Augen nicht gestört wird) ein Weilchen den Mond und schau, was Du alles finden kannst.

Ich wünsch Dir ganz viel Freude und Erfolg beim Hineinwachsen in unser schönes Hobby.

Herzliche Grüße und klaren Himmel
Sabine
 
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