conehead
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Hallo Zusammen,
letzte Woche kam der neue 150er Astrograph bei mir an. Hierbei handelt es sich um einen Newton mit 420mm Brennweite und der Lichtstärke 2.8. Korrektor bis Vollformat ist hierbei schon verbaut. Die ersten Tests waren sehr ernüchternd. Das lag vor allem daran das ich keine Möglichkeit hatte das Gerät zu justieren. Mit meinem 2" Concenter komme ich da nicht weit, da es keine 2" Adaption gibt. Ich habe mich einen Tag später an den Rechner gesetzt und mir ein 1.25" Justierokular gezeichnet. Das ganze dann gedruckt und auf der Drehbank die Kingel auf die Scheibe gemacht. Das Teil sieht dann so aus:
Damit konnte ich dann die Justage überprüfen und auch korrigieren. Der Fangspiegel war nicht sonderlich gut auf den Hauptspiegel ausgerichtet. Für die Justage muß aber der Korrektor ausgebaut werden, da man sonst kaum was sieht.
Anfangen wollte ich eigentlich mit meiner gekühlten 6Da, aber da hatte es nach zwei Bildern den Verschluß zerlegt. Also hab ich die gekühlte mono 600D ran gemacht und mit dem 6nm Schmalbandfilter ein paar Aufnahmen von NGC700 gemacht. Bei 300 Sekunden und ISO 1600 kommt da schon was auf den Sensor. 40 x 300 Sekunden sind es am Ende geworden. Ich habe das Bild bewusst sehr weit gestreckt damit man auch was (vor allem die Fehler) sieht:
7000 groß, stark bearbeitet
7000 nur gestreckt und minimal entrauscht
Am nächsten Tag hab ich dann den Verschluß meiner 6D getauscht. Keine große Sache, aber mit der angebauten Kühlung doch etwas mehr arbeit. Auch hier machte sich schnell Ernüchterung breit. Der große Sensor will penibel justiert sein. Mit meiner angebauten Kühlung ist das leider nicht mehr so einfach, aber ich habe es dann doch noch einigermaßen hin bekommen. Zufrieden bin ich damit noch nicht, aber für den ersten Test ist das schon brauchbar für mich. 35 x 120 Sekunden bei ISO 400:
7000 rgb volles Feld
Und so sieht das Gerät aus:
Das Teleskop ist sehr hochwertig verarbeitet. Die Spinne sehr massiv aufgebaut. Einmal justiert sollte sich da nicht mehr verstellen, selbst wenn man wie ich mobil unterwegs ist. Den Auszug sehe ich problematisch. Denn aus meiner Sicht gibt es da keine Möglichkeit diesen zu justieren. So wie ich das sehe wird durch die zentrale Druckschraube der ganze Tubus nur gegen Reibflächen auf der Gegenüberliegenden Seite gedrückt. Ich vermute hier Teflon oder eine ähnliches Material. Und genau hier liegt auch die Schwäche: egal wie fest man die Druckschraube dreht, der Auszug kippelt beim fokusieren was man schön am wandernden Stern sehen kann. Das ist für mich in dieser Preisklasse nicht akzeptabel. Ich bin hier schon am Klären mit TS.
Mein Fazit: ein schönes Gerät um in kurzer Zeit was auf den Sensor zu bringen. Sehr empfindlich was die Verkippung angeht.
Gruß Markus
letzte Woche kam der neue 150er Astrograph bei mir an. Hierbei handelt es sich um einen Newton mit 420mm Brennweite und der Lichtstärke 2.8. Korrektor bis Vollformat ist hierbei schon verbaut. Die ersten Tests waren sehr ernüchternd. Das lag vor allem daran das ich keine Möglichkeit hatte das Gerät zu justieren. Mit meinem 2" Concenter komme ich da nicht weit, da es keine 2" Adaption gibt. Ich habe mich einen Tag später an den Rechner gesetzt und mir ein 1.25" Justierokular gezeichnet. Das ganze dann gedruckt und auf der Drehbank die Kingel auf die Scheibe gemacht. Das Teil sieht dann so aus:
Damit konnte ich dann die Justage überprüfen und auch korrigieren. Der Fangspiegel war nicht sonderlich gut auf den Hauptspiegel ausgerichtet. Für die Justage muß aber der Korrektor ausgebaut werden, da man sonst kaum was sieht.
Anfangen wollte ich eigentlich mit meiner gekühlten 6Da, aber da hatte es nach zwei Bildern den Verschluß zerlegt. Also hab ich die gekühlte mono 600D ran gemacht und mit dem 6nm Schmalbandfilter ein paar Aufnahmen von NGC700 gemacht. Bei 300 Sekunden und ISO 1600 kommt da schon was auf den Sensor. 40 x 300 Sekunden sind es am Ende geworden. Ich habe das Bild bewusst sehr weit gestreckt damit man auch was (vor allem die Fehler) sieht:
7000 groß, stark bearbeitet
7000 nur gestreckt und minimal entrauscht
Am nächsten Tag hab ich dann den Verschluß meiner 6D getauscht. Keine große Sache, aber mit der angebauten Kühlung doch etwas mehr arbeit. Auch hier machte sich schnell Ernüchterung breit. Der große Sensor will penibel justiert sein. Mit meiner angebauten Kühlung ist das leider nicht mehr so einfach, aber ich habe es dann doch noch einigermaßen hin bekommen. Zufrieden bin ich damit noch nicht, aber für den ersten Test ist das schon brauchbar für mich. 35 x 120 Sekunden bei ISO 400:
7000 rgb volles Feld
Und so sieht das Gerät aus:
Das Teleskop ist sehr hochwertig verarbeitet. Die Spinne sehr massiv aufgebaut. Einmal justiert sollte sich da nicht mehr verstellen, selbst wenn man wie ich mobil unterwegs ist. Den Auszug sehe ich problematisch. Denn aus meiner Sicht gibt es da keine Möglichkeit diesen zu justieren. So wie ich das sehe wird durch die zentrale Druckschraube der ganze Tubus nur gegen Reibflächen auf der Gegenüberliegenden Seite gedrückt. Ich vermute hier Teflon oder eine ähnliches Material. Und genau hier liegt auch die Schwäche: egal wie fest man die Druckschraube dreht, der Auszug kippelt beim fokusieren was man schön am wandernden Stern sehen kann. Das ist für mich in dieser Preisklasse nicht akzeptabel. Ich bin hier schon am Klären mit TS.
Mein Fazit: ein schönes Gerät um in kurzer Zeit was auf den Sensor zu bringen. Sehr empfindlich was die Verkippung angeht.
Gruß Markus