Erstteleskop Beratung :)

Mit letzterem hast du extrem recht! Ich persönlich merke langsam nämlich, dass bei mir ein bisschen die Luft/Motivation raus ist. Das meiste, das ich mit meinem Equipment ablichten kann, hab ich „abgeklappert“. Nun kommen noch ein paar Sachen dran, die noch nicht geklappt haben, und ein bisschen was würde ich gern nochmal mit höherer Qualität (sprich: längerer BLZ) ablichten. Planeten machen für mich leider wenig Sinn, und auch für Galaxien bräuchte ich mehr Brennweite. Bin aber an dem Punkt, dass ich nicht NOCH MEHR Geld ausgeben mag. Mich dazu zu motivieren, ein Objekt, welches ich eh schon recht gut abgelichtet habe, nun NOCHMAL in Angriff zu nehmen sinkt gegen Null. Und so habe ich von den tollen klaren Nächten der letzten Tage tatsächlich auch nur eine einzige genutzt… Ich finde es selber sehr schade, aber muss zugeben, dass ich sogar an dem Punkt bin zu überlegen vielleicht alles zu verkaufen, und das Hobby abzuhaken - so nach dem Motto: Schön war’s, ich hab mein Ziel erreicht…
 
Die Motivation, Zielsetzung, warum man die beobachtende Astronomie, egal ob mit seinen Augen oder einem künstlichen Auge, betreibt, sind so verschieden wie die Meinungen über das eingesetzte Equipment. Gilt für Einsteiger wie auch den alten Hasen.
Das kann und mag ich nicht bewerten.
Das sind ureigene Entscheidungen.

Kann dadurch auch nur über meinen eigenen Antrieb Aussagen treffen
Der Anfang war, dass ich selbst mal das ganze Zeugs da oben mit eigenen Augen sehen wollte und nicht nur in teuren Bildbänden blättern.
Mit der Zeit kam dazu, dass ich über die gesehenen Objekte mehr erfahren wollte. Dann, zumindest versuchen, wie, was, warum da Oben so ist wie es ist. Zusammenhänge verstehen. Das Hobby Astronomie ist für mich nicht nur das Beobachten. Dazu gehört auch das lesen, ok, nicht immer verständlich für mich, von passender Literatur. Aber zumindest die grobe Richtung des Schreibers zu verstehen und nach zu vollziehen.

Bei mir bleibt auch schon mal der/die ein oder andere Abend/Nacht liegen.
So what, ums mal auf Plattdeutsch zu sagen ;).

OK, ich habe schon vor ein paar Jahren begonnen meine tägliche Arbeitszeit zu reduzieren und seit letztem Monat bin ich in Rente, 47 Jahre sind einfach genug ;). Für den arbeitenden Teil der Bevölkerung ist dann solch ein Hobby nicht immer so einfach zu bewerkstelligen :(.

Soll heißen, wenn nicht heute, dann Morgen oder ... ... ... eben auch nächstes oder übernächstes Jahr. Rein statistisch lebe ich ja noch 19 Jahre :ROFLMAO:.
Das Hobby, ist eben Hobby, ist für mich zur Entspannung, bis vor einem Monat noch nach der Arbeit. Jetzt eine schöne Beschäftigung, nein, nicht Freizeitbeschäftigung, habe 24/7/365 Freizeit :p.
Also, der ich nachgehe wenn ich Lust und Laune dazu habe. Kein gehechele mehr nach den passenden Abenden.
Ich muss auch keinen Messier-Marathon hinlegen, oder 85 Objekte am Abend mit EAA ablichten. Ebenso ist es mir Wurscht ob mein Setup in 15 Minuten oder erst in zwei Stunden (C8) bereit ist.
Meine Ablichtungen mittels EAA mögen dem ein oder anderen nicht gefallen, mir genügen sie und darum gehts. Mal davon abgesehen, dass ich einfach zu faul bin und keinerlei Talent für die EBV (Elektronische Bild Verarbeitung) habe.

Was ich durch das Hobby erlernt habe,
Ruhe und Geduld.
OK, kommt meinem mehr oder weniger ausgeprägten Phlegmatismus entgegen.

OK, das ganze, mit meiner vorherigen Antwort beginnend, ist etwas Off-Topic. Aber ich denke die grundsätzlichen Dinge sind Daniel vorher mitgeteilt worden.
Jetzt ist es an Ihm sich geistig, moralisch, theoretisch und letztendlich auch praktisch mit der Thematik auseinander zu setzen.
 
100%!!! Und auf jeden Fall sollte sich der Daniel aber darüber bewusst werden, dass er die Sachen am Himmel NIEMALS so sehen wird, wie auf den gemachten Fotos! Deswegen würde es auch JEDEN Fall Sinn machen, dass er sich wirklich INTENSIV Gedanken darüber macht, ob er seinen Fokus wirklich aufs visuelle setzen mag… Ich kenne einige Leute, die gesagt haben, dass sie nur schauen, und vielleicht einen Schnappschuss machen wollen. Diese sind dann aber recht schnell bei komplett anderem Equipment gelandet, weil sie dann doch lieber tolle Bilder schießen wollten. Andere wiederum sind wirklich glücklich im visuellen (und vielleicht mal Schnappschuss-) Bereich. Deswegen hatte ich ja auch den Dwarf III oder ein Seestar ins Spiel gebracht. Zum reinschnuppern sind dieser Geräte unter Umständen vielleicht gar nicht so übel! Man bekommt nette Bilder, lernt den Nachthimmel kennen, kann live Beobachten… und für sich selbst dann herausfinden, in welche Richtung man wirklich gehen will. Beide Geräte lassen sich mit sehr wenig Wertverlust dann wieder verkaufen - und man kann sich dann ein für sich selbst passendes Equipment aufbauen, welches einen dann die eigenen Ziele bestmöglich erreichen lässt…
Fände ich jedenfalls schlauer, als ein 08/15 Dobson mit diversen Okularen zu kaufen, um dann am Ende festzustellen, dass dies zwar für ANDERE genau das perfekte Gerät ist, aber für mich selbst dann doch irgendwie nicht….
 
dito :y:.

Hmmm... wäre vielleicht eine Überlegung wert, sich nicht gleich auf das Equipment stürzt wenn man Erstes Teleskop o.ä. liest. Schließe ich mich selbstverständlich ein.
Das Grundsätzliche klären, vor den Grundlagen des Beobachten.
Was man denn so erwartet zu sehen?
Was es bedeutet sich den A**** ab zufrieren im Winter?
Das das, was man mit eigenem Auge sieht, so gar nichts mit den tollen Bildern all über all zu tun hat.
Trotz der Unkenrufe, vermiese ihm doch nicht gleich das Hobby.

Da ist die Idee, der Verweis auf ein Smart-Teleskope vielleicht, auch wenn ich sie nicht mag, gar nicht so schlecht.

um dann am Ende festzustellen, dass dies zwar für ANDERE genau das perfekte Gerät ist, aber für mich selbst dann doch irgendwie nicht….
hatte ich weiter vorne auch schon drauf hingewiesen, das es natürlich vorkommen kann, dass man den Dobson so gar nicht mag. Aber, kann einem bei jedem anderen Setup auch passieren.
Einfach blöd.
Ich kenne die Vorteile, auch die Nachteile, eines Dobson, hier steht einer. Bin aber nie wirklich warm geworden damit.
Ebenso EQ-Montierungen. Die sind auch nicht meines. Egal ob klein oder groß. Bis auf eine, alle verkauft.
Alt/AZ und nur mit GoTo ist meines. Auch wenn die Gesichtsfelddrehung erbarmungslos bei EAA zu schlägt. OK, nicht ganz so wild ;).
Auch mag ich meine Refraktoren FH, aber für EAA nicht so der Bringer.

Es geht einfach nur, bei gegebenen Vorgaben, dieses oder jenes zu empfehlen. So neutral wie möglich. Vor- und Nachteile aufweisen.

Der Weg zum Setup, das man gern nutzt und mit dem man das erreicht was einem so vor schwebt, ist lang und kostet leider. Auch gebraucht.
 
Lustig: ich hab noch NIE anders als mit EQ gewerkelt. Alt/AZ find ich super seltsam, und EQ das einzig sinnvolle. LACH - weil ich halt natürlich fotografiere…
 
Mit letzterem hast du extrem recht! Ich persönlich merke langsam nämlich, dass bei mir ein bisschen die Luft/Motivation raus ist. Das meiste, das ich mit meinem Equipment ablichten kann, hab ich „abgeklappert“. Nun kommen noch ein paar Sachen dran, die noch nicht geklappt haben, und ein bisschen was würde ich gern nochmal mit höherer Qualität (sprich: längerer BLZ) ablichten. Planeten machen für mich leider wenig Sinn, und auch für Galaxien bräuchte ich mehr Brennweite. Bin aber an dem Punkt, dass ich nicht NOCH MEHR Geld ausgeben mag. Mich dazu zu motivieren, ein Objekt, welches ich eh schon recht gut abgelichtet habe, nun NOCHMAL in Angriff zu nehmen sinkt gegen Null. Und so habe ich von den tollen klaren Nächten der letzten Tage tatsächlich auch nur eine einzige genutzt… Ich finde es selber sehr schade, aber muss zugeben, dass ich sogar an dem Punkt bin zu überlegen vielleicht alles zu verkaufen, und das Hobby abzuhaken - so nach dem Motto: Schön war’s, ich hab mein Ziel erreicht…
Hallo Jörg,

hab schon registriert, dass Du nach anfänglicher Euphorie inzwischen kaum noch hier bist. Finde ich schade, kann ich allerdings ein wenig nachvollziehen. Allerdings bin ich der Meinung, dass weder Du noch ich, noch Leute, die 20 Jahre und mehr dabei sind, alles gesehen haben. Das kann in der einen Saison, in der Du richtig aktiv warst, gar nicht sein. Und wenn ich dann noch Deinen privilegierten Wohnort bedenke, dann wäre ich an Deiner Stelle aber jahrelang motiviert. Auch kleine Galaxien machen mit unserem Equipment Spaß, Du hast ja ähnliches Zeug wie ich. Die Asi 2600 war noch mal ein echter Quantensprung, was mit dem Bildfeld möglich ist, ist schon grandios und wenn man näher ran will, croppe ich das Bild und durch die Qualität der Kamera ist das Bild immer noch gut, da machen dann auch die Galaxien Spaß, auch mit kleinen Optiken. Ich finde auch Weitfeldaufnahmen mit kleinen Galaxien sehr schön. Und ja, ein Ziel ist schon, auch gewisse Objekte sehr lang zu belichten, am Anfang will man so viel wie möglich abgrasen, jetzt fange ich langsam an, Objekte noch mal aufzunehmen, dafür aber so lange wie möglich. Wenn es dann irgendwann nur noch zwei Objekte im Jahr sind, ist das für mich auch okay. Den Spaß am Hobby werde ich definitiv behalten, das wünsche ich auch dem Threadersteller. Sorry für den kleinen Sidekick hier, der mit dem Thema nur am Rande zu tun hat.

LG Olaf
 
Selbst ein Dobson ist, wenn man die Nachteile erst mal begriffen hat eine Fehlinvestition. Wenn das noch dazu ein Newton Teleskop ist, hat man schon die nächste Baustelle mit der Kollimation.
Sorry, aber das kann ich so nicht stehen lassen.

Sicherlich hat jeder andere Ansprüche an ein Teleskop, aber ein Dobson ist, meiner Meinung nach, ein einfach zu benutzendes Teleskop, welches gerade für Planeten genug Öffnung bietet um interessante Details zeigen zu können. Ein 5" SC wäre für mich da sicher nicht die erste Wahl. Die 8" Dobsons mit 1200mm Brennweite (wer hat von f4 gesprochen?) haben einen recht kleinen Fangspiegel und liefern daher einen recht guten Kontrast.

Die Justage eines Newtons ist sicher kein Hexenwerk und in fünf Minuten erledigt. Allerdings versteht man sie deutlich schneller, wenn man sie sich einmal zeigen lässt.

Mehr Budget geht immer, sicher. Höhere Investitionen sind notwendig, wenn der Dobson sehr transportabel sein soll/muss. Ein Volltubus ist nicht ganz so handlich, dafür aber auch schnell hingestellt. Wenn das Nachschubsen von Hand irgendwann stört, kann man eine EQ Plattform nachrüsten und das Ding da drauf stellen. Davon Einsteiger damit abzuschrecken, das da noch hohe Investitionen kommen werden halte ich nicht viel. Das kann durchaus so sein, aber ich kenne auch Leute, die seit Jahren mit ihrem Equipment beobachten und damit gut auskommen. Heutzutage bekommt man für 400€ eine prima Optik mit der man viel Spaß haben kann. Frustration entsteht da eher durch die Lichtverschmutzung und ungünstig platzierte Straßenlaternen.

Viele Grüße
Michael
 
100%!!! Und auf jeden Fall sollte sich der Daniel aber darüber bewusst werden, dass er die Sachen am Himmel NIEMALS so sehen wird, wie auf den gemachten Fotos! Deswegen würde es auch JEDEN Fall Sinn machen, dass er sich wirklich INTENSIV Gedanken darüber macht, ob er seinen Fokus wirklich aufs visuelle setzen mag…
Also das ist tatsächlich schon der Plan das ich aufs visuelle setzten will. Vllt später iwann Fotos knipsen aber aktuell bin ich doch sehr an dem Gedanken hängen geblieben das ich gerne visuell für mich den Nachthimmel erforschen mag. Nicht irgendwelche Bildchen machen.

Dennoch danke ich für deine. Beitrag den oder das Seestar :D hatte ich mir tatsächlich aber auch schonmal angeschaut.
 
Auch mag ich meine Refraktoren FH, aber für EAA nicht so der Bringer.

Es geht einfach nur, bei gegebenen Vorgaben, dieses oder jenes zu empfehlen. So neutral wie möglich. Vor- und Nachteile aufweisen.
Was meinst du mit FH und EAA ?:)

Tatsächlich finde ich es aber auch gut das es ein wenig "ausartet" und nichtmehr rein um das Setup geht das ich mit dem Budget kaufen kann.
Sondern jeder Beitrag mehr dazu beiträgt mir noch mehr wissen anzueignen und auch Meinungen und Erfahrungen hab dazu.

Wie gesagt danke das ihr Fleißig am schreiben seit :)
 
Hallo Daniel,

tschuldigung.
Ist sonst nicht so mein Ding Abkürzungen unerklärt in den Raum zu stellen. Dachte ich hätte vorher schon FH und EAA, dank an Olaf @Olaf M. und Mathias @kieslstoa , erwähnt.
 
Hallo Daniel

Gegen Olaf sein habe fertig hilft zB. Die Objekte selber finden statt goto und als Bremse hilft die Objekte zu zeichnen, interessant daran ist das es auch das Auge schult und man mehr wahrnimmt.
Die fotografiererei mit oft sehr handlichem Setup kann mit dem Anblick durch einen Dobson mit 1m Öffnung schwer mithalten, irgendwann musst du wählen zwischen Irre oder bekloppt was größe und Preis angeht, vernünftig ist drauf zu achten es auch transportieren zu können. Es kann leicht in 5stelligen Summen enden

Gruß Frank
 
Hallo Daniel

Gegen Olaf sein habe fertig hilft zB. Die Objekte selber finden statt goto und als Bremse hilft die Objekte zu zeichnen, interessant daran ist das es auch das Auge schult und man mehr wahrnimmt.
Die fotografiererei mit oft sehr handlichem Setup kann mit dem Anblick durch einen Dobson mit 1m Öffnung schwer mithalten, irgendwann musst du wählen zwischen Irre oder bekloppt was größe und Preis angeht, vernünftig ist drauf zu achten es auch transportieren zu können. Es kann leicht in 5stelligen Summen enden

Gruß Frank
Hallo Frank,

Jörg hat fertig, Olaf noch lange nicht! :LOL:

LG Olaf
 
Ich habe auch noch lange nicht fertig! Merke nur, dass es mich nachts weniger oft krampfweise rauszieht
 
dass es mich nachts weniger oft krampfweise rauszieht
macht ja nix.
Schöpferische Pausen wirken manchmal Wunder.

Ich habe fast 20 Jahre in der IT gearbeitet, in einem kleinen aber feinen Rechenzentrum. Bis dann in der Geschäftsführung einiges schief lief. Ok, was solls dachte ich, und bin im End-Consumer Bereich unter gekommen. Aber, puuuhh, End-Consumer, sorry wenn ich das so sagen muss, ein Graus. Trotz der geregelten Arbeitszeiten. Also Abschied von der IT. Selbst im privaten Bereich zum normal User mutiert ;). Nur noch PC einschalten, Standard-Programme nutzen und fertig.
War das schön :D!

Dann kam die Hobby-Astronomie. Die führte mich, nach zwei, drei Jahren visueller Beobachtung wieder zurück zum Computer gewurschtel.
Dennoch hat die Abstinenz gut getan und mir einen anderen Blick auf das teilweise doch notwendige Computer-Geraffel für die Hobby-Astronomie gegeben.

Mal aussetzen hilft entspannter mit Dingen um zu gehen.
Also keine Panik, 42 könnte evtl. auch helfen ;).
 
Übrigens...
Flasche noch gut voll.
 
Meine subjektive Meinung: wenn der Fragesteller schon so eindeutig schreibt was er will (visuelle Beobachtung des Sonnensystems, mobiles Teleskop) dann macht es nicht viel Sinn den armen Kerl mit Vorschlägen zu verwirren die damit nur bedingt zu tun haben.

Planeten erscheinen am Himmel als Objekte die man als „klein“ bezeichnen würde. Daher benötigt man eine große Öffnung für ein helles Bild mit hoher Auflösung, bei den nötigen Vergrößerungen. Große Öffnung, mobil einsetzbar (und für 500€) lässt sich nur mit einem Spiegelteleskop erfüllen.

Okulare für die Planetenbeobachtung brauchen weder unbedingt 100 Grad Gesichtsfeld, noch einen Komakorrektor. Was schon mal den Geldbeutel schont. Ich selber beobachte (mit 10“ Newton) bei Mond ausschließlich mit einem 25mm Plössl, einem 6mm Baader Ortho, und einem 4mm Vixen LV, einziges sonstiges Hilfsmittel ist ein ND Filter.
Die Okulare passen in die Hosentaschen und tatsächlich ist das beobachten sogar entspannter wenn das 9mm Nagler, das 14mm Delos und das 21mm Ethos in der warmen Stube bleiben. Bei letztgenannten muss man wegen dem Wert natürlich immer etwas aufpassen, und wehe wenn man im Dunklen versehentlich einen Fingerabdruck auf eine der großen Linsen bringt. Der Ärger über die bevorstehende nervenaufreibende Reinigungsprozedur kann einem dann schon etwas die Freude an der Beobachtung versauen.

Ich würde mich den ersten Empfehlungen daher anschließen. (Und will zur Vorsicht gleich noch anmerken das ich einen 8“ Dobson nicht empfehlen würde wenn das Ziel EAA oder Deep sky Fotografie wäre).

Übrigens empfinde ich das Dobson Prinzip in Verbindung mit einer EQ Plattform und der Starsense App sogar als das absolute Optimum was visuelle Beobachtung angeht. Es muss dafür auch nicht eine so aufwändige Plattform sein wie das was ich gebaut habe. Aber eine einfach EQ Plattform würde ich für die Zukunft auf die Wunschliste setzen.

Außerdem könnte sich ein Blick in die aktuellen Angebote immer lohnen. Sowas z.B. würde doch ganz gut passen, falls die Entfernung nicht zu groß ist: Dobson Teleskop 200mm f6 (ist nur der oberste Treffer, ich habe nichts mit dem Verkäufer zu tun)

Dazu nach vH
 
Hallo Simon,

vielen Dank für deine Antwort. Ich hab mir das eben mal mit den EQ Plattformen angeschaut. Sieht leicht zum Nachbauen aus. Ich verstehe nur nicht wie genau die Nachführung mit einer solchen Plattform gehen soll. Magst du oder jemand anders mir das bitte erklären?:)

Vielen Dank für den Tipp das man auch hier nach gebrauchten Teleskopen schauen kann :)
Aktuell bin ich leider für ca 4-5 Monate hier an eine Klinik gebunden wo ich leider nur schwer verlassen kann.
 
Hallo Daniel,

mit etwas Geschick kein Problem, geht sogar ohne, siehe meine Plattform::D
plattform-071124c.jpg

Ist aber nur manuell, mit dem Hebel ziehe ich die Plattform zur Seite und die Objekte bleiben im Gesichtsfeld.
Nutze die Plattform aber fotegrafisch.

Anleitungen gibt es reichlich im Internet, Stichwort: EQ-Plattform Selbstbau

Gruß,
Holger
 
Die Platform?
Die Drehachse muss auf Polaris zeigen.
Eine Seite hat ein ganz kleines Lagerrad....oder gar keins das andere ist so groß das die Achse den Polhöhenwinkel erreicht. Keiner brauchst so eine große Scheibe, es wird einfach nur das nötige Segment benutzt.
Der Schwerpunkt vom Dobson sollte mit der theoretischen Achse zusammenfallen.
Je nachdem was du lieber bastelst geht auch so was
https://onstep.groups.io/g/main/message/48434
Materialwert ca. 200€ dafür unbegrenzt nachführen und goto

Irgendwie Holzberarbeitung gegen 3D Druck

Gruß Frank
 
Hier wird das Recht umfangreich beschrieben: Dobsons bauen und Deep Sky, Reiner Vogel

Meine Plattform ist ein Eigenbau aus Stahl und Aluminium, mit Schrittmotoren und Arduino Steuerung. Mit Autoguider kann man mehrere Minuten belichten. Das ist aber für visuelle Nutzung und auch Planetenfotografie (bei der ein Video aufgekommen wird und die Einzelbilder verarbeitet werden) übertrieben. Da reicht eine einfachere Konstruktion bei der nur die Rektaszensionsachse angetrieben wird (motorisch oder manuell, wie Holger gezeigt hat)

Vielleicht ergibt sich ja mal was brauchbares in deiner Nähe, in den Anzeigen hier sind immer wieder mal solche Teleskope für wirklich kleines Geld zu haben.

Vor einiger Zeit war ein 8“ Dobson mit Spiegeln von Discovery Optics drin der für 100€ nicht weiter gegangen ist.

Ich denke am Anfang solltest du auskommen mit:

-8“ Dobson f/6 oder „langsamer“, für Planetenbeobachtung wie schon erwähnt wurde

-Telrad Sucher, damit findest du alle großen Objekte im Sonnensystem außer Uranus und Neptun direkt (also ohne „star hopping“)

-Concenter zum justieren, es gibt auch andere Systeme die ebenfalls funktionieren sollen

-ein Übersichtsokular, und zwei kurze Brennweiten für Details am Mond und Planeten.

Gebraucht oder teilweise gebraucht sollte das nicht die Welt kosten.

Wenn dann noch Geld übrig ist eine EQ Plattform. Oder eben selbst bauen, wenn du sowas gern machst und ein bisschen Bezug zu Technik hast.

Ein Tipp der auch oft gegeben wird und der bestimmt viel Sinn macht: nimm Kontakt zu einer Sternwarte oder einem Verein in der Nähe auf. Vermutlich findet sich auf diesem Weg schnell jemand der ein solches Teleskop hat (oder auch andere), sodass du mal austesten kannst wie dir das ganze liegt bevor du es kaufst.
 

Anhänge

  • IMG_1460.jpeg
    IMG_1460.jpeg
    861,1 KB · Aufrufe: 56
  • IMG_1608.jpeg
    IMG_1608.jpeg
    811 KB · Aufrufe: 51
  • IMG_1978.jpeg
    IMG_1978.jpeg
    696 KB · Aufrufe: 53
@Eukalyptusbonbon
Ich bin als absoluter Anfänger von einem Mini-Refraktor (Wundertüte) auf einen Newton gekommen, den ich bei Kleinanzeigen günstig gekauft habe.

Lies dir ruhig mal eine Justage Anleitung (hab ich aus einem anderen Fred hier "entliehen") durch Justage Newton
Da bin ich gerade, da der Newton bisher keine brauchbare Abbildung geliefert hat.

Wenn du dir beim lesen dieser Anleitung denkst "um Himmels Willen" dann hast du genau erfasst, was ich dir sagen will.
 
Die Justage sie man sich unbedingt zeigen lassen. Ich habe es auch lange mit den Anleitungen versucht. Eine kurze Vorführung hat mehr gebracht als alles probieren vorher. Inzwischen mache ich das in Minuten. Noch ein Grund mal einen Stammtisch, Verein oder Sternwarte aufzusuchen ;)

Viele Grüße
Michael
 
Ich hatte auch mal kurz einen 130/650 PDS Newton, den habe ich anhand einer YouTube-Anleitung binnen Minuten justiert. Das ist wirklich kein Hexenwerk. Da braucht man eigentlich keinen, der einen ans Händchen nimmt. Womit ich aber nicht den Sinn des Besuchs einer Gruppe von Sternfreunden in Abrede stellen will.
Schriftliche Anleitungen finde ich auch ermüdend, wie seitenlange Anleitungen bei Gesellschaftsspielen. Wenn ich für etwas erst mal ein komplettes Buch durchlesen muss, bevor es losgeht, bin ich raus. YouTube hat mir schon in vielen Dingen wertvolle Anleitungen gegeben, da machen viele einen großartigen Job, gerade in unserem Hobby.

Daniel, da kannst Du auch von Deiner Klinik aus bereits viele Infos bekommen, schnell und einfach erklärt.

LG Olaf
 
Eine astro-soziologische Randnotiz:

Heute Vormittag habe ich Daniel (m)ein VIXEN Halley (80/500, f/6,3) und ein VIXEN LV 8-24 mm Zoom Okular eingepackt und in die Klinik geschickt. Für alles andere war keine Zeit, da ich am Dienstag für 14 Tage in den Urlaub verschwinde.

Das ist ein ziemlich cooler Start für einen astronomischen Heiden, wenn Ihr mich fragt ... :cool:
Danach sehen wir weiter.

Fürs Protokoll:
Ja, es ist ein "Farbwerfer" mit f/6; ja er hat nur 80 mm Apertur. Ja die Vergütung ist über 40 Jahre alt und veraltet. Ja das Stativ ist nur eines für auf den Tisch.
Aber es ist ein vollwertiges Teleskop, das Daniel nutzen kann - ab nächsten Dienstag.

Schöne Grüße in die Expertenrunde,
Urs
 
Hallo Urs,

ganz großes Kino, bist ein toller Mensch und der 80er ist ein tolles Gerät. Bin auf Daniels Bericht gespannt!

LG Olaf
 
Dann melde ich mich auch mal zu Wort.

Ich weiß noch gar nicht was ich sagen dazu sagen soll mir fehlen immer noch die Worte. Beim Verfassen des Textes kullern mir die Tränen aus den Auge.

Ich hatte Urs schon ein bisschen von meinem Aufenthalt hier in der Klinik erzählt und warum ich dort bin. Gerade in meiner jetzigen Situation tut es richtig gut und es kam zum perfekten Moment.

Es tut gut zu wissen das es noch Menschen gibt wie Urs.

Und ja ich freu mich wie ein Kind das zu Weihnachten Geschenke aufmachen darf.

Ich werde Berichten :)
 
Zurück
Oben