Erstteleskop Beratung :)

Noch ein Beispiel zu den Kosten, die auf dich zukommen. Ein gutes Okular OMEGON SWA kostet ca. 100- 120 EUR, meist wird davon ausgegangen dass man 2-3 davon braucht.
 
Aber ich denke für den Anfang wird es ein Dobson 8 Zoll Öffnung und um die 1200mm Brennweite tuen. Und dann kann man bei Bedarf ja immer noch aufstocken ?
 
Aber ich denke für den Anfang wird es ein Dobson 8 Zoll Öffnung und um die 1200mm Brennweite tuen. Und dann kann man bei Bedarf ja immer noch aufstocken ?
genauso siehts aus :y:.
Meist sind, je nach Anbieter/Hersteller, ein bis drei Okulare dabei. OK, die sind meist nicht so der Knaller, aber für den Start allemal tauglich. Du kannst was sehen und beobachten.
Mit der Zeit, wenn etwas Beobachtungspraxis vorhanden ist, kannst Du, wie Du ja schreibst, aufstocken.
Okulare bitte nicht als Zubehör betrachten. Die brauchst Du einfach.

Wie Wolfgang @Wolfgang Glück schon schreib, für den Start reichen erstmal 3 Stück.
- 1x Übersicht, 30 bis 35mm
- 1x mittlere Vergrößerung, 17 bis 24mm
- 1x höhere Vergrößerung, 4 bis 10mm
die mm können natürlich abweichen. Grobe Richtung halt.
Wenn man mit der Zeit feststellt das einem was fehlt, die Lücken auffüllen.
 
Hier mal in etwa ein Größenvergleich.
Zollstock ist bei ca. 135 cm.
20250305_121119.jpg
 
Hallo Daniel

Ein Teleskop ist die eine Sache aber dazu gehören auch vernünftige Okulare. Man sollte das schon vorab mit einplanen. Ein 8-Zoller mag ja sehr attraktiv sein aber ohne Okulare oder nur mit den Beipackokularen bleibt das nur Stückwerk. Wenn das Budget schon so eng begrenzt ist dann kann es durchaus sinnvoller sein den Dobson mit 6" eine Nummer kleiner zu nehmen und das dann noch mit zwei, drei Okularen zu ergänzen. Da sehe ich zu erst ein Übersichtsokular als notwendig an welches ein möglichst großes Gesichtsfeld bietet und zur Planetenbeobachtung das Svbony SV 215 Zoom-Okular. Wie Du siehst wird das dann mit dem Budget schon ganz schön eng. Denk mal darüber nach.

viel Glück
Peter

 
Hallo,

ich habe mir damals diese typischen Beilagenokulare in 10mm & 20mm als Set zugelegt und ich finde die gar nicht so schlecht.
Klar, mir fehlt der Vergleich zu einem teuren Spitzenokular aber ist ja nicht so, dass mit den Low Budget Okularen das ganze Hobby vermiest wird.

Mindestens zum Reinschnuppern sollten die doch gehen und wenn es Daniel dann richtig erwischt, kann er ja auch später noch gezielt nachlegen.
Dann hat er aber schon mal selbst Praxiserfahrung gesammelt.

Gruß,
Holger
 
Guten Abend in die Runde,

ich denke auch, man kann ruhig erstmal mit den Beilagenokularen loslegen. Ich finde z.B. die „Super“ Okulare, die bei Skywatcher mitgeliefert werden, durchaus brauchbar. Und es ist doch schön, wenn man dann beim Anschaffen von guten Okularen den Vergleich hat und weiß, wofür man sein Geld ausgegeben hat, wo der Mehrwert liegt. Die Augen und das Gehirn müssen sich ja sowieso erstmal auf das Sehen am Okular eingrooven und es wird ohnehin eine Weile dauern überhaupt alle Details wahrzunehmen, die mit den günstigen Okularen herauszuholen sind.

Grüße,
Felix
 
Hallo Freunde

Klar, man kann diese "Super"-Okulare für den Anfang mal verwenden. Aber was bringt das?
Bei GSO ist nur ein 25er dabei und da kostet der 8er Dobson mit Porto um die 500€.
Bei Skywatcher sind mit einem 10er und 25er zwei Okulare dabei und das kostet mit Porto so um die 443€ und große Sprünge sind mit dem Restbetrag dann auch nicht mehr zu machen.
Und was bringen diese Okulare? Das 25er hat eine Feldblende von ca. 21mm das reicht gerade mal für ein maximales Feld von 1° am Himmel. Und das 10er Okular reicht gerade mal für eine Vergrößerung von 120 fach. Zum Planeten anschauen, wie gewünscht, ist das dann doch noch sehr, sehr mager.
Ohne zusätzliche Okulare ist die ganze Sache weder Fisch noch Fleisch und alleine das Svbony SV 215 zu 114€ sprengt den vorgegebenen Finanzrahmen von 500€ schon recht deutlich.
Ich sehe einen 8"-Dobson nur dann in Reichweite, wenn einer gebraucht zu einem günstigen Preis angeboten wird.
Also, Augen aufhalten! vielleicht findet sich was!

Gruß Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
HI,
Einige werden es fast nicht glauben, oder vom Glauben abfallen, aber ich hab seit meinem Beginn mit Astronomie noch nie ein hochwertiges/teures Okular gekauft. Hab so einige Okulare mit verschiedenen Vergrößerungen, die entweder als Beilagenokulare bei waren, oder beim Kauf eines gebrauchten Teleskops als Beifang dabei waren.
Ihr glaubts nicht, aber ich (sogar Brillenträger) bin begeistert und sehe das, was ich sehen will.
Ich komme nicht auf die Idee, mir zusätzlich hochwertige Okulare zu kaufen.

Daher empfehle ich immer einem Einsteiger, erstmal das zu nutzen, was er hat. Später kann man immer ausbauen/erweitern.
 
Die Kommentare verunsichern mich nun ein bisschen.
Aber wie es scheint scheinen die Okulare doch ganz wichtig zu sein.
Ich werde mir jetzt erstmal zwei Bücher aus den ganz oben genannten Büchern raussuchen und bestellen. Dazu noch die drehbare Sternkarte.
Wenn ich das dann durch gelesen habe.
Werde ich mir wie die meisten hier vorgeschlagen haben ein Dobson 8" kaufen.
Und dann damit erstmal "spielen" mich mit dem Gerät vertraut machen.
Und dann kann ich immer noch Okulare kaufen das sieht man dann ja. Aber ich brauche halt erstmal was womit ich anfangen kann :D
Geht nicht alles auf einmal aber so nach und nach dann halt :)
 
N'abend zusammen,

Das 25er hat eine Feldblende von ca. 21mm das reicht gerade mal für ein maximales Feld von 1° am Himmel. Und das 10er Okular gerade mal für eine Vergrößerung von 120 fach. Zum Planeten anschauen, wie gewünscht, ist das dann doch noch sehr, sehr mager.
ich denke das man als langjähriger Beobachter nicht die gleichen Maßstäbe für einen Anfänger/Einsteiger ansetzen darf wie für sich selbst.
Da hilft es meist sich daran zu erinnern wie der eigene erste Blick durch ein Teleskop/Okular war.
Zumindest war es so bei mir.
Pure Begeisterung beim ersten Saturn und Jupiter. Da hat mich weder die Austrittspupille, noch das Feld interessiert, geschweige denn das ich nur annähernd wusste was das ist.
Da war das Erlebnis das Ausschlaggebende, Jupiter juchuuuu, Saturn wow... ... ...

Die Erfahrung fehlt, die Praxis fehlt.
Später weiß man den Unterschied zwischen 75,- und 250,- € Okularen zu würdigen.
 
Werde ich mir wie die meisten hier vorgeschlagen haben ein Dobson 8" kaufen.
Und dann damit erstmal "spielen" mich mit dem Gerät vertraut machen und dann im Folgemonat 1-2 neue Okulare kaufen.

Mach das so aber der Wunsch nach weiteren Okularen wird sehr, sehr schnell aufkommen.
Okulare sind immer die zweite Hälfte der Optik und damit unentbehrlich für das Seherlebnis.
Als erstes wird wohl das Svbony SV 215 am Planeten laut aufschreien "will haben"!

Peter
 
Hallo Daniel,

einige werden es fast nicht glauben, oder vom Glauben abfallen, aber mancher Mitforist macht für etwas bessere Okulare einen charmant guten Preis oder verschenkt diese glatt an Neueinsteiger...

Viele Grüsse

Markus
 
Zuletzt bearbeitet:
Aber wie es scheint scheinen die Okulare doch ganz wichtig zu sein.
Ich werde mir jetzt erstmal zwei Bücher aus den ganz oben genannten Büchern raussuchen und bestellen. Dazu noch die drehbare Sternkarte.
Wenn ich das dann durch gelesen habe.
Werde ich mir wie die meisten hier vorgeschlagen haben ein Dobson 8" kaufen.
Und dann damit erstmal "spielen" mich mit dem Gerät vertraut machen.
Und dann kann ich immer noch Okulare kaufen das sieht man dann ja. Aber ich brauche halt erstmal was womit ich anfangen kann :D
Geht nicht alles auf einmal aber so nach und nach dann halt :)
Hi
Okulare sind elementar, denn ohne siehst Du mit dem Teleskop nichts.
Am Ende siehst Du ja nur das Licht vom Objekt abzgl. aller Verluste. Verluste gibt es immer. Linsen lassen keine 100 % durch und Spiegel reflektieren auch keine 100%. Deshalb wird man mit der Zeit in den meisten Fällen die Beigabeokulare austauschen und durch bessere ersetzten.

Genau wie Du sagst, kann man das ja in Etappen machen, eben so wie es zum eigenen Portemonnaie paßt.
So machen dass die meisten, ich auch, vor allem, wenn es um höherwertigeres geht. In Summe wird man mit mittelguten Okularen und Filtern am Ende durchaus das doppelte des Teleskoppreises ausgegeben haben. Das darf einen nicht verwundern.
CS
 
Stell bitte das Thema Astrofotografie ganz weit hinten an.
Du musst, wenn du selbst erkunden willst, erstmal mit den Grundkenntnissen auseinandersetzen. Lerne, wie welches Teleskop funktioniert, was man mit welchem Teleskop machen kann. Reflektor, Refraktor, Öffnung, Nachführung, Montierung usw.
In diesem Hobby kannst du ganz schnell aus Unwissenheit sehr viel Geld verbrennen.
Bester Tipp ever:
Besuche eine Sternwarte in deiner Nähe, die beissen nicht und zeigen/erklären alles in der Praxis.
Mal kurz noch zurück zu nem Punkt viel weiter oben im Thread:
Dem zitierten Beitrag kann ich nur SEHR EINGESCHRÄNKT beipflichten!!! Ich bin zum Beispiel direkt in die Astrofotografie eingestiegen! Das einzige Thema mit dem ich mich relativ schnell beschäftigt habe, weil ich wusste, dass es nötig ist, war die Nachführung. Der nächste Schritt war dann weg von meiner normalen Sony DSLM hin zu einer gebrauchten modifizierten Sony. Erst dann kamen nach und nach ein Teleskop (RedCat51), ne bessere Nachführung, irgendwann ne echte AstroCam, AsiAir usw. usw….. So bin ich da schrittweise mit viel Freude an den Bildern reingewachsen. Das reine in den Himmel schauen hat mich hingegen NULL gereizt… deswegen auch keine Sternenkarten oder so bei mir! Ich sehe im Internet ein schönes Objekt, dann schau ich in Stellarium oder SkySafari, ob und wann man es bei uns sehen kann, und ob es Sinn macht, es mit meinem (inzwischen doch recht hochwertigen Equipment) abzulichten, da ich nach wie vor nicht allzuviel Brennweite hab.
Sternwarten mögen ja nett sein, aber ich war ein einziges Mal in einer, und die Leute dort waren allesamt altbacken, engstirnig und gegen alles was neu ist! Selbst eine ASIair war denen nur ein Schmunzeln wert!
Was ich sagen will: Jeder muss/darf seinen eigenen Weg gehen!! Wenn der TE nur beobachten, und mal nen Schnappschuss machen will, dann ist sicherlich ein AZ-montiertes Teleskop zu fairem Preis das richtige (mit einer Handyhalterung)! Wenn es schnell und unkompliziert - aber auch indirekt sein darf, das muss man wissen - dann wäre ein Dwarf III oder eine Seestar vielleicht auch eine Idee! Sollte evtl. die Fotografie doch wichtiger als gedacht sein, dann sollte man erstmal schauen, was man hat und wie es davon ausgehend am besten weiter geht…
 
Die Kommentare verunsichern mich nun ein bisschen.

Lass dich nicht verunsichern, die 2 wesentlichen Fehler die du als Einsteiger vermeiden solltest, die top-2 Hobbykiller:
1) Eine Montierung die nicht stabil genung für das Teleskop ist (fällt beim Dobson weg).
2) Eine Ausrüstung die für den Anfang zu groß/schwer ist (nicht passend zu den Lebensumständen, Transportmöglichkeiten, innerer Schweinhu...)

Deshalb: das 1. Teleskop (od. ein fast baugleiches) vor dem Kauf ansehen, hochheben/umstellen.
Entweder Sternwarte, Amateurverein, Bekannte,...) oder wenn nicht möglich, beim Händler od. privat.
Hat mich damals am Anfang vor Fehler Nr. 2 bewahrt.


Genau, Basisausrüstung holen, in einer Form und Größe die man oft und gerne benützt, und möglichst viel Felderfahrung sammeln.

Viel Spaß sobald du wieder fit bist
Martin
 
Hallo,

beim z.B. Skywatcher Dobson sind zwar keine hochwertigen Okulare dabei aber zumindest sinnvolle Brennweiten (10mm & 25mm)
Und mein Super10 & 20mm Set ist gar nicht so schlecht, damit lässt sich durchaus starten, ohne Frust.

Anders sieht das bei diesen typischen Kaufhaus Teleskopen aus. Da wird meist unsinniges Zubehör dazugepackt um mit großen Vergrößerungen zu werben.
z.B. 4mm Billig-Okular und schlechte 2 oder 3fach Barlow. Die Montierungen sind auch häufig überfordert.
Da kann man dann als Einsteiger sehr viel falsch machen und das kann einem dann schon das Hobby vermiesen.

Gruß,
Holger
 
Guten Morgen Daniel,

vielen Dank für Deinen leidenschaftlichen Anschi$$; schön, dass Du bei uns mit an Bord bist!

Meine Replik war ein Insider-Witz und in keiner Weise gegen Dich gerichtet. Solltest Du das in den falschen Hals gekriegt haben, dann tut mir das aufrichtig leid!

In der Sache sieht es so aus, dass jeden Monat zwischen zwei und vier Anfragen von Anfängern mit immer derselben Fragestellung hier im Forum eintrudeln. Die Parameter sind immer dieselben: kein Plan von der Materie, kleines Budget, einfach Handhabung und natürlich beeindruckende Ergebnisse erwünscht.
Und Mantra-artig folgt dann die Kaufempfehlung aus „dem“ Forum: „Kaufe einen 8-Zoll Dobson von Sky Watcher oder Omegon“. Und alles ist gut!
Tenor: Neu gefertigt in Fernost, große Öffnung für kleines Geld bei maximal mittelmäßiger Verarbeitungsqualität – Es gibt genug Leute, die mit so etwas völlig glücklich werden. Genauso glücklich, wie mit einem VW Golf oder einer Pauschalreise nach Malle – prinzipiell ist das cool, jeder soll, wie er möchte.

Ich finde diese Antwort aber nicht immer zielführend, weil sie alles andere, was es sonst noch so gibt, konsequent ausblendet.
Zum Beispiel die Möglichkeit (die Option, ein Vorschlag zum drüber Nachdenken, nichts mehr und nicht weniger!) ein gebrauchtes Teleskop anzuschaffen; oder gar ein Linsenfernrohr.
Wenn man in diesen Beiträgen Letzteres, also den sogenannten „Refraktor“, erwähnt, geht sofort die unsägliche Diskussion über den irrwitzigen Farbfehler der Refraktoren ganz allgemein los (der Dir momentan vermutlich nicht einmal auffallen würde), um dann direkt im Anschluss seitenlang über die passenden Okulare zu räsonieren.
So, lieber Daniel, läuft es hier praktisch jedes einzelne Mal. Such‘ doch spaßhalber mal ein paar alte Beiträge raus, Du wirst staunen!
Die Gräben sind tief.

Dennoch möchte ich Dir meinen persönlichen Vorschlag dazu nicht vorenthalten:
Schaffe Dir einen gebrauchten, sehr hochwertigen Refraktor eines alten Markenherstellers an, dazu – ebenfalls gebraucht – einen Satz sehr hochwertiger älterer Okulare (die regelmäßig mehr kosten, als das Fernrohr). Also beispielsweise ein Teleskop mit roundabout 80 Millimeter Öffnung (zwischen 75 und 102) und 1000 Millimeter Brennweite (unter 200 Euro, teilweise unter 150). Dazu einen Satz anständiger Okulare in (als Beispiel +/-) 40, 26, 17, 12, 10, 8 und 5 Millimeter Brennweite an (30 – 50 Euro pro Stück für echte alte Schätzchen. Stichwort: Okulare kauft man fürs Leben, Teleskope kommen und gehen).

Dann hast Du Qualität in Verarbeitung und Optik, die es heute in diesem Preissegment nicht mehr gibt.
Natürlich sind auch diese alten Systeme nicht perfekt (welches könnte das überhaupt sein?), die Stative der alten Klassiker sind beispielsweise oft wackelig. Doch es ist ein super Einstieg für kleine Dollars. Und das alte Zeug wird, sofern man nicht zu viel dafür bezahlt, seinen Wert erst einmal relativ konstant halten. (Verkauf‘ nach zwei Jahren mal einen neu erworbenen Dobson und sieh‘ selbst wo Du dabei rauskommst).

Ach ja, fast vergessen: dann kommt natürlich noch das Thema „Gewährleistung“ und „Garantie“ auf den Tisch!

Uuuhhh … man sollte es nicht glauben - ich habe tatsächlich kein einziges Instrument in meinem Fundus mit einer Garantie (die meisten sind vor einem knappen halben Jahrhundert abgelaufen). Aber die brauche ich auch nicht - im Gegensatz zu den Schlaumeiern, die sich irgendwelchen Low-Cost-Quatsch direkt in China bestellen, und regelmäßig damit Schiffbruch erleiden; „Aber es war sooo billig, ich konnte gar nicht anders!“
Bravo!

Investiere lieber in Qualität anstatt in Garantieversprechen irgendwelcher Fernost-Hersteller mit komischen Namen.

Falls Du ernsthaftes Interesse an alten Refraktoren hast und/oder ich Dich überzeugen konnte und Du mal einen ausprobieren möchtest, dann schreib‘ mir eine PM und ich leihe Dir ein Teleskop mit passenden Okularen über den Sommer (für umme natürlich). Das wäre mir die Bekehrung eines astronomischen Heiden wert, bevor wir ihn an die Dobsons verlieren ... :LOL:

Schöne Grüße,
Urs
 
Hi Urs,

da sehe ich das ein oder andere auch so, nehme aber auch diverse Dinge ganz anders wahr.

Das sich die Anfragen der Neulinge gleichen beobachte ich auch. Und das nicht nur hier. sondern auch bei anderen Informationsquellen. Dort sogar noch mehr als hier.

Die von Dir zitierte Mantra-artige Dobson-Empfehlung sehe und bewerte ich anders.
Wenn die gleiche Ausgangssituation besteht, ist es doch nicht verwerflich, sondern logisch, wenn die Antwort darauf immer gleich oder zumindest sehr ähnlich lautet.

Du findest das nicht zielführend und begründest es mit dem Ausblenden von Optionen, die es sonst noch gibt.

Ich denke es ist nicht zielführend Optionen zu besprechen, nur weil es sie gibt. So was kann man vllt. noch im gewissen Rahmen machen, wenn man 1 zu 1 zusammen auf dem Acker steht und stundenlang Zeit hat. Aber selbst dann, sehe ich es in keinem Fall als zwingend nötig.
Würde ich zum Gebrauchtwagenhändler gehen und ein optisch sportliches Auto das mind. 230 fährt anfragen, möchte ich nix vom SUV hören, dem bei 190 die Luft ausgeht - nur weil es das auch gibt. Wenn der VK damit kommt, ist er falsch...
Es sei denn ich frage ausdrücklich danach.

Den Vorschlag Gebrauchtkauf kann man natürlich aufgreifen, aber m.E: erst dann, wenn man weiß, was man will. So lange es noch offen ist und der Fragesteller geschriebenes weder in Theorie, geschweige in der Praxis für sich einordnen kann, sehe ich eine erhebliche Fehlkaufgefahr, angesichts der vielen Schrottangebote am Markt.

Die zitierten tiefen Gräben sehe bei vielen Astros nicht wirklich. Ich sehe sie, vergleichen mit den wilden Debatten vor 20 Jahren hier, inzwischen eher selten und wenn, dann meist dort, wo Leute Ihre Geräte z.T. verbissen verteidigen und Ihre Kaufentscheidung rechtfertigen wollen/müssen.
Wozu? Und wieso muss irgendwer hier irgendwen überzeugen? Welchen Gewinn bringt das?

Es geht um Beratung - keinen Beratungs- oder Überzeugungswettbewerb- und Hilfe/Begleitung zu Fragestellungen zum Astronomieeinstieg eines Beginners. Anders ist es bei feststehenden weil z.B: physikalischen Eigenschaften. Nur dort gibt es richtig und falsch.

Mal erscheint ein kleiner Achromat die Lösung, mal der Mak, mal der xy Apo und der Newton/Dobson etc... Der kommt öfter raus, wofür Du das Argument selbst im Beitrag lieferst: Viele werden und wurden damit glücklich. Das kommt nicht von ungefähr. Die Gründe sind hinlänglich bekannt...
Und wenn der neue Sternfreund am Ende glücklich mit dem neuen Gerät im neuen Hobby ist, ist alles perfekt.
Es ist keine Niederlage, wenn er sich anders entscheidet als die eigene Idee, die man dazu eingebracht hat.
Das zu erkennen ist der größte Gewinn für den "Berater"
CS
 
Zuletzt bearbeitet:
Falls Du ernsthaftes Interesse an alten Refraktoren hast und/oder ich Dich überzeugen konnte und Du mal einen ausprobieren möchtest, dann schreib‘ mir eine PM und ich leihe Dir ein Teleskop mit passenden Okularen über den Sommer (für umme natürlich). Das wäre mir die Bekehrung eines astronomischen Heiden wert, bevor wir ihn an die Dobsons verlieren ... :LOL:
Des ist doch mal ein Angebot! Ich muss aber schon sagen, dass bei mir auch so ein Dobson rumsteht und mir der aktuell völlig ausreicht. :D

Ich möcht mich jetzt aber auch nicht unbedingt als Verfechter des 8er Dobsons hinstellen und den als Heilsbringer hochloben, aber es ist halt einfach so, dass man für wenig Geld viel Optik kriegt. Klar, Gebrauchtkauf ist durchaus auch eine nicht zu verachtende Option, die man definitv in Betracht ziehen sollte. Aber was soll man sich denn Gebraucht kaufen, wenn man gar nicht weiß, was man will bzw wo die Reise denn hingeht. Zumal man einen neuen Artikel theoretisch wieder zurückgeben könnte, was bei einem Gebrauchtkauf ja meistens nicht möglich ist. Am besten wär tatsächlich, wenn man das Teleskop seiner Begierde irgendwo anschauen kann.

Ich kann ja mal grob meinen Werdegang schildern, da ich ja auch mal Anfänger war, so wie wir alle, und man die ein oder andere Sache durchlebt hab :D

Erstes Teleskop war tatsächlich ein Linsenteleskop, welches tatsächlich noch bei mir rumliegt. Marke weiß ich grad nicht und die Öffnung dürfte so 80mm mit 800mm Brennweite sein. Montierung war ein Alt/AZ Holzwackeldackel, der eher wenig Spaß gemacht hat. Bekommen hab ich das Teil mit ca. 10 Jahren und keine Ahnung vom Kosmos, außer das ich den Mond und die Sonne gerade so identifizieren konnte. Was hab ich also angeschaut, weil auch einfach zu finden? Mond. Dann hat das Interesse daran langsam nachgelassen. Erst viele Jahre später am Ende meiner 20er, als ich eine Wohnung mit Terrasse bezogen hab, hab ich mir gedacht "jop... Teleskop wär nett" und hab den alten Wackeldackel wieder aktiviert. Jupiter mit Monden geht, Saturn mit Ringen war auch drin. Schwupp.. war ich wieder richtig angefixt.

Dann ist ein Fernglas hinzugekommen, war auch nett, aber der Wunsch nach mehr war doch irgendwie da. Später dann ist mir der berüchtigte Dobson geschenkt worden und das war dann tatsächlich ein Wow-Effekt. Jupiter mit Strukturen, Mars, Saturn, Mond sowieso und DeepSky war plötzlich auch drin. Was da tatsächlich vom Stadtrand möglich ist, verwundert mich doch immer wieder.

Mittlerweile ist mehr die Fotografie ins Zentrum gerückt und somit läuft aktuell draußen eine EQ6R mit 6" Newton und eine NEQ5 mit 72/420 Apochromat. Ab und an hol ich aber doch den Dobson wieder raus und schau hoch.

Vorteile vom 8" Dobson sind mMn:
- viel Optik fürs Geld
- stabile Montierung
- einfache Handhabung
- wird nicht schnell langweilig, weil viele Objekte - sei es nun Sonnensystem oder DeepSky - möglich sind
- ist schnell aufgebaut

Nachteile:
- kann je nach Wohnsituation nervig sein bzgl. Größe und Gewicht
- keine automatische Nachführung (kann aber gekauft oder gebaut werden)
- wenn man keine passende Sitzmöglichkeit hat, ist der Einblick etwas zu tief
- kein GoTo

Wobei die letzten drei Punkte nicht unbedingt kriegsentscheidend sind und ein Teleskop ohne GoTo tatsächlich auch seinen Reiz hat, weil man sich mal wieder mehr mit dem Himmel beschäftigen muss. DeepSky-Atlas und Telrad regelt das aber auch.

Der Vollständigkeit halber, weil das Thema Fotografie angesprochen wurde:
Mit einer kleinen Astrocam kann man schon mal Planeten, Mond, Sonne (nur mit Filter!) machen, natürlich angenehmer mit autom. Nachführung. Mit dem Handy ein Schnappschuss durchs Okular geht Mond und Sonne, Planet ist dann eher unspektakulär. Filmen hab ich mit Handy und Halterung schnell aufgegeben, war mir zu nervig. Was tatsächlich funktioniert hat, war ein DeepSky-Foto mit Hilfe von Okularhalter und Nachführung vom Orionnebel. Da gibts ne kostenlose App (DeepSky-Camera Free), mit der man DeepSky-Fotos mit dem Smartphone machen kann. Foto vom Orionnebel hab ich mal angehängt.

Und ja... man kann in dem Hobby richtig Geld verbraten :D wenn das Geld aber dann auch richtig investiert wird, dann machts auch richtig Spaß. Egal mit welchem Teleskop ;)

Viele Grüße
Mathias

Edit: zu meinem ersten Teleskop wollte ich noch dazuschreiben, dass da auch die tollen 0,96" Okulare dabei waren :D
 

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Vielen Dank das ihr soviel schreibt und mir helft bei meiner Entscheidung.
Mir tut es leid wenn ich nicht auf alles eingehen kann da es viel Feedback für mich ist und nebenher muss ich immer wieder eure Fachbegriffe nachschauen was diese bedeuten :D
Dennoch lese ich jeden einzelnen Beitrag von euch und bin dankbar das Ihr mir überhaupt die Chance hier gebt als Anfänger. Und euch die Finger wund tippt :)
Danke dafür.
 
Hallo Daniel

Lass dich mal nicht irre machen ,
Ich habe mehr wie 3 Jahre mit 200/1200mm nur mit 1.25" Okularen beobachtet, klar ist das Suchen bisschen schwerer.
Aber einfache Okulare gut gemacht sind besser als aufwendige hingehudelt.
Es langt zum Anfang ganz gut, da wird man Anfängerobjekte beobachten, wenn du die leicht zu beobachtenden durch hast und es an größere Nebel soll kostet nicht nur das Okular 200€ aufwärts da kommt noch mal schnell 200€ für ein Filter dazu.
Das ist ein Hobby da kann man immer mal Geld ausgeben.
Aber was wenn du lieber offene Sternhaufen gucken willst, da wäre das Filter umsonst. Es muss einfach nur die Möglichkeit da sein sich ab und an was zu gönnen wenn man weiß was fehlt.

Gruß Frank
 
Hallo,

ich will hier auch noch mal meinen Senf dazugeben. Das hier ist keine Gruppe von Dobson-Fans. Ich bin es auch nicht. Auch mir wurde am Anfang dazu geraten, mich hat das Ding aber abgeschreckt und ich wollte ein Teleskop, das ich auch gerne anschaue und gerne benutze. Ich mag das Handling von Refraktoren lieber. Allerdings sehe ich auch ein, dass ein Dobson nun mal Preis / Leistungssieger ist, wenn ein Anfänger ein Budget von 500 Euro nennt. Auch das habe ich vor 3 Jahren geäußert. Klar, dass mir zum Dobson geraten wurde. Ich hab es dann trotzdem anders gemacht. Es war viel teurer, aber ich hab es nicht bereut.

Dennoch halte ich den Dobson für das geeignete Instrument für den Threadersteller. Außerdem bleibe ich dabei, dass wir hier raten können, was wir wollen, jeder muss seine Erfahrungen selbst machen. Ich selbst bin recht schnell von Astrofotografie angefixt worden, daher hab ich mich schnell auf EQ-Montierung und kleinem APO festgelegt, zum Preis, dass ich visuell starke Abstriche machen musste, was für mich aber genau das richtige war. Das muss aber jeder für sich entscheiden.

LG Olaf
 
Guten Morgen Daniel,
guten Morgen zusammen,

Dennoch lese ich jeden einzelnen Beitrag von euch und bin dankbar das Ihr mir überhaupt die Chance hier gebt als Anfänger. Und euch die Finger wund tippt :)
Danke dafür.
nun ja, ich sag mal so, das ganze ist auch nicht ganz uneigennützig.
Im Gegensatz zu manchen anderen Branchen kümmern wir uns um Nachwuchsfachkräfte, um nicht in die selbe Falle zu tappen, dass in Zukunft Fachkräftemangel herrscht, ;) :affemund:.

Trotz gelegentlich auftretende Meinungsunterschiede in der Herangehensweise, des unterschiedlich präferierten Instrumentarium, wollen wir ja alle das Gleiche.
Jemanden mit dem gleichen Vogel, den wir alle haben, auszustatten, um spät Abends und der Nacht im Winter bei eisiger Kälte sein Teleskop Richtung Himmel zu richten. Im Sommer schwitzend unter Tüchern mit passendem Equipment die Sonne beobachten. Sich immer mal wieder mit den Tücken der elektronischen Helferlein rum streiten. Über sich selber ärgern, trotz aller Erfahrung, weil man irgendeine Torheit begangen hat und die Beobachtungsnacht frühzeitig endet.
Sich aber auch freuen wenn alles wie am Schnürchen klappt und zu dem gelangt, was man sich mehr oder weniger vorgenommen hat.
Auch mal ein großes Selbstlob aussprechen, keine Panik, wir sind meist draußen und da verfliegt der Geruch schnell ;), wenn man es mal wieder geschafft hat Windows zu überlisten. Erinnerungen über das Beobachtete auf der biologischen Festplatte oder auch der physikalischen dauerhaft zu speichern.
Sich zum 538 mal über eine tolle Sicht auf den Saturn freuen. Zum 94 male M42 abgelichtet zu haben.

Tja, was soll ich sagen, jemanden einfach für dieses prima Hobby zu begeistern und auch dabei zu bleiben.

In diesem Sinne ran an den Speck.
 
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