Eure schönste visuelle Beobachtung ... ?

Meine "Zündung" für die Astronomie liegt bald 60 Jährchen zurück. Ich bekam das Schulfernrohr aus Pappe (das 50er Kosmos) mal mit nach Hause und konnte es abends an den Fensterrahmen halten, um auf die Plejaden zu zielen. Damit war es geschehen ;)
 
Meine Highlights:

Die erste Beobachtung von Jupiter und M57 in einem 70/700 Röhrchen. Das hat mich schwer beeindruckt und nachhaltig angefixt.

Die erste Beobachtung eines Mondschattenwurfs auf Jupiter mit einem 12" Dobson. Und das bei gutem Seeing in der Dämmerung.

Die erste gute Sichtung des Pferdekopfnebels mit dem 16" Dobson im heimischen Garten.
Konnte ich seither noch 2 mal bestätigen und immer wieder zeigte sich: Entscheidend für die Sichtung war in allererster Linie die Transparenz und nicht die absolute Dunkelheit des Himmels (Bei mir Randlage Bortle 4, Bortle 5)

Gruß Horst
 
Anfang der 70ger Jahre durchblätterte ich das Buch: "Unser Blauer Planet" von Heinz Haber und sah dort Aufnahmen vom Sternenhimmel. Ich war elektrisiert, denn bis zu meinem 12 Lebensjahr hatte ich noch nie einen Blick in den nächtlichen Sternenhimmel getan, weil brave deutsche Kinder ja punkt 7 mit dem Sandmann ins Bett mussten und bei Dunkelheit bloß nicht vor die Haustür. Nur bei meiner Omma durfte ich in den Ferien lange aufbleiben und da wurde das ARD bis Sendeschluss bei Chips und Lakritz ausgekostet bis die Augen zuklappten. Weil ich von Heinz Haber so angetan war, bekam ich mit 13 Jahren dann zu Weihnachten einen Quelle Weltblick Refraktor 60/700 und entdeckte damit diesen Matschhaufen Namens Plejaden am Himmel. Somit saß der Virus für alle Zeiten, ich werd ihn nicht mehr los. Unheilbar infiziert!!!
LG von Anette
 
Hallo,

irgendwann Ende 1985 oder Anfang 1986 kam mein Vater eines abends zu meinem Bruder und mir mit einem Fernglas und meinte, wir suchen jetzt den Kometen (Halley). Gefunden haben wir ihn nicht, aber es war für mich enorm faszinierend mit dem Fernglas den Sternenhimmel zu erkunden. Es dauerte aber noch über 10 Jahre, bis ich mein erstes Teleskop gekauft habe. Und da saß ich nun Ende Mai spät abends im Garten, die Leier war im Osten gerade so hoch, dass sie erreichbar war und suchte den Ringnebel, M 57. Ich rührte ziemlich lange zwischen Beta und Gamma Lyrae rum und plötzlich sah ich ihn und bekam Gänsehaut. Das erste Objekt, dass ich im eigenen Teleskop gefunden hatte. Seitdem besuche ich ihn immer wieder. Dazu ist mir auch noch sehr gut eine weitere Beobachtung in Erinnerung geblieben. Einmal erschien mir der Ringnebel strahlend hell, nicht so diffus wie sonst, jeweils ohne Filter. Allerdings hab ich keine Erinnerung mehr an die Wetterbedingungen an dem Abend und das so noch kein zweites Mal gesehen. Es war unter dunklem Landhimmel.

Gruß
Jan
 
Hallo an alle ...
viele interessante Berichte !
Oft hat alles wohl mit " kleiner " Optik begonnen, so wie es " damals " halt üblich war ... :)
... eine Erfahrung / Vorgehensweise welche sicher auch heute noch erfolgreich den Start
in's Hobby ermöglichen kann. Zumindest ich denke so. Manches mal ist ( zu Beginn ) weniger halt mehr.
Gruss
Marco
 
....... schöne Beobachtungserlebnisse gab es bisher einige, erinnere mich noch an den Anblick, als ich das erste Mal Jupiter sah, ohne zu wissen, dass er es war. Das Lexikon half mir, ............... dieses Gefühl um diese in einem Bruchteil von einer Sekunde bewusste Erkenntnis..............

Jedoch hatte ich in all den Jahren meine erste Erfahrung mit einem wirklich dunklen Himmel im Urlaub. Was ist die Steigerung von Demut + Sprachlosigkeit?
((30 Sek. mit Fish 1:1,8 ohne Nachführung und in EBV bin ich ein Greenhorn, auch heute noch))
 

Anhänge

  • Atacama 2019.jpg
    Atacama 2019.jpg
    970,4 KB · Aufrufe: 85
  • MilkiWay 09Dominique.jpg
    MilkiWay 09Dominique.jpg
    430,8 KB · Aufrufe: 85
Hallo Dominique (und natürlich alle anderen),
mir ging es tatsächlich genauso. Als blutiger Anfänger mit einem kleinen Newton den Himmel abgesucht, hängen geblieben, gewundert, aufgemalt, mit dem Lexikon und einem Astronomiebuch verglichen - es war Jupiter. Da fiel mir alles ein, was ich zu Jupiter wusste und was ich am Himmel wiedererkannte. Und ab diesem Tag verfügte ich über die Fähigkeit, Jupiter am Himmel suchen zu können und als Jupiter zu erkennen! Das war mein Schlüsselerlebnis!
CS

Stefan
 
1. h und chi Persei im 152 f/9 ED Apo mit 46x (Kokusai Kohki 30mm 84°)
(etwas besser als im LZOS 130/780, weil mehr Öffnung)

2. M5 im LZOS 130/780 Triplet bei 260x (Radian 3mm)
(bei dieser Vergrößerung wurde der 152 f/9 ED weich...)

3. Saturn im HCQ 115/1000 Öl-Triplet bei 333x (Radian 3mm) und seeing 10/10

(Alles sehr Apo-lastig, aber meine ehemaligen Spiegel, C8, C9.25 und 10" Newton, kamen da nicht ran...)
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Leute,

eine meiner schönsten Beobachtungen war vor etwa 15 Jahren mit einem alten umgebauten Flakglas das mit 15mm Hensoldt Okularen zum 23x80 wurde. In einer für hiesige Verhältnisse unnormal klaren Nacht habe ich damit im Fuhrmann die Haufen M36 M37 und M38 beobachtet und der von hier üblicherweise kaum sichtbare Nebel NGC1931 schwebte unübersehbar zwischen zahllosen Sternen.

...und immer wieder zeigte sich: Entscheidend für die Sichtung war in allererster Linie die Transparenz und nicht die absolute Dunkelheit des Himmels
Genau so ist die Situation hier auch, unabhängig vom Objekt es ist meistens die Durchsicht die einen ausbremst.


Einige Beobachtungen mit meinem Intes MN86 vor allem bei Kugelsternhaufen und im Sonnensystem waren ähnlich beeindruckend ich stelle aber seit Jahren fest daß der Himmel immer seltener mitspielt. Mir ist es mittlerweile völlig egal ob Apo oder Mak(Newton) oder sonstwas solange es nur richtig klar wird und das Potential der Optik sich wenigstens einigermaßen nutzen läßt.


Viele Grüße Felix
 
Oh-oh, da gäbe es aber sehr viel zu berichten... ;)

Los ging es 1975 mit Komet West. (WIKI) - später dann vieles andere...

Hier eine lange (und subjektiv immer noch unvollständige) Liste der grössten Highlights für mich - über die Jahre...
Wen's interessiert clickt auf folgende Links zu den Beobachtungs-Berichten:

- Milchstrassen-Untergang im Westen und bald darauf wieder Wieder-Aufgang im Osten, auf 2000m Berg in Südspanien, 1987

- ISS mit Sonnenpaneelen

- Geostationäre Astra-Satelliten

- GAIA visuell

- Mayall II = G1 Kugelsternhaufen von M31

- DDO154 - Foregound Dwarf am NGP

- Omega Cen von La Palma aus

- alpha Cen von La Palma aus

- M15

- Dracula's Chivito - protoplanetare Disk

- Polarlichter im Südschwarzwald (Time Lapse)

- mein bester Blick auf M101

- Virgo Chain of GX of the Far South

- Grüner Bolide

- Fall des Neuschwanstein-Metoriten 2002 (kein Bericht) (WIKI)

- Tidal Tails des Hyaden-Clusters (am Himmel verstreute Mitgliedersterne)

- Barnard's Pfeilstern

- 'ein paar Galaxien' im Virgo Cluster

- Virgo Cluster (Projekt)

- schnellen Asteroiden beim Fliegen zusehen

- Staubfilamente auf dem Bulge von M31

- Variabler Nebel von R Mon

- Einzelstern in M31: der LBV AE And

- Barnard's Galaxy

- Pillars of Creation

- Quasare wie 3C273


Alles weitere findet man hier:

lg, Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Moin. Da hab ich doch auch was: 2004 war das. Ich stand nur mit einem Glas von einem Schweißschirm vor den Augen mitten auf dem Firmenhof und habe fasziniert beobachtet, wie der winzige schwarzer Fleck der Venus langsam vor der Sonne vorbei zog. Die plattgedrückte Nase meines Chefs werde ich nicht mehr vergessen. Erst 20 Jahre später kaufte ich mir mein erstes Teleskop...
Schön Tag allen
Theo
 
Zurück
Oben