Eure schönste visuelle Beobachtung ... ?

fotofreund

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Hallo liebes Forum ...
Jeder hat sicher eine, besondere Erinnerung zu einem Himmelsereignis oder
zur visuellen Beobachtung eines Himmelsobjekt's.
Ganz sicher wird jeder etwas am Himmel gesehen haben was ihn besonders nachhaltig
im Astronomiehobby bis heute beeindruckt hat.

Für mich war es vor ganz vielen Jahren " mein " erster Blick auf Saturn mit
meinem Revue Refraktor 60/910mm.

Was war es bei Euch ... ?

Gruss
Marco
 
Hallo,
Bei mir ist das schon ein paar Jahre her.
War da beim ITT auf der Emberger Alm in Kärnten zu gegen. Tolles Wetter und eine super klare und richtig dunkle Nacht. Und dann war da dieser Feldstecher: Ein Fujinon 25x150 EM SX oder so ähnlich, mit Schrägeinblick und auf einem massiven Stativ montiert. Die Nacht war kalt und die atmosphärische Transparenz sehr gut. M33 war mit freiem Auge gut sichtbar.
Und nun der Blick durch diesen Gucker, die Augen an die Dunkelheit optimal adaptiert. Ausgerichtet auf die Andromeda Galaxie. Diesen Anblick werde ich nie vergessen. Die Galaxie in Spiralstruktur mit dunklen Staubbändern dreidimensional im Raum schweben zu sehen, ein gigantischer Anblick, hat das Bildfeld des Fujinon fast ausgefüllt. Da kann kein Foto mithalten, nicht mal annähernd. Das muss man einfach live gesehen haben.

LG Walter
 
Hallo Marco,

DIE schönste Beobachtung gibt es nicht - es sind mehrere.

Die erste war mit meinem ersten Teleskop, einem 100/1400 Mak, vor etwa 6 Jahren die Beobachtung von Jupiter und Saturn. Das war ein richtiger WOW Effekt. Die Ringe des Saturn mit eigenen Augen sehen... und die Jupitermonde zu beobachten, wie sie sich um ihren Planeten bewegen - ich war total begeistert.

Das zweite war mit meinem CPC800 die Polkappen von Mars in einer sehr klaren Nacht mit sehr gutem Seeing. So gut habe ich den Mars nie wieder beobachten können.

Das dritte war die Beobachtung von M 31 in Südfrankreich in einer sehr klaren Nacht mit meinem Fraunhofer 120/600 und einem 2" Okular. Auch dies konnte ich seither nicht mehr so erleben.

Inzwischen betreibe ich aber fast nur noch EAA, da gibt es deutlich häufiger WOW Erlebnisse, vor allem, da ich unter Bortle 7 wohne.

CS.Oli
 
Hallo Marco,

die erste Saturn-Sichtung ist unbestreitbar ein Erlebnis, wir zeigten schon sehr vielen Charakteren dieses schöne Bild, mit verschiedensten Resultaten (nahezu unkontrollierte Euphorie gegenüber stillschweigender Demut)...

Hier ein LINK zu einem beeindruckenden Abend vor nicht zu langer Zeit, noch heute ganz klar erinnerlich... Nicht zu viel Astro, aber beeindruckend, so etwas visuell ohne optisches Instrument zu beobachten...

Viele Grüsse

Markus


Nachtrag: Abscliessend noch etwas Astro, auch der Komet C/2023 A3 war beeindruckend, da freiäugig ganz klar sichtbar LINK
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,

ich hatte ab letztem Jahr einen recht steilen Einstieg in die Astronomie, bzw. auch Astrofotografie.
Hatte einfach günstig ein Bresser Spica 130/1000 katadiopter Newton bei Kleinanzeigen organisiert und los.
Ohne große Ahnung wie man die EQ3 bedient einfach mal auf Saturn gehalten. War eine wackelige und auch verwaschene Angelegenheit.
Über die beiliegenden Plastikokulare braucht man nichts sagen.

Der Saturn war schon ein Wow-Effekt, ich habe relativ zeitig danach das Teleskop aufgerüstet, aber so richtig WOW war es noch nicht.

Meinen bisher größten WOW-Moment hatte ich diesen September auf Gran Canaria.
Dort eine Astrotour gebucht, ab in die Berge, mit einem, bzw. zwei 16" Dobson beobachten.

Da hatte ich dann meinen WOW-Effekt.
M13 - Herkuleshaufen im 8mm Ethos bei ~225x war so krass aufgelöst, fast wie mein Foto mit dem 150PDS, nur halt ohne Farbe.
Außerdem der Lagunennebel M8 mit Oiii Filter, ebenfalls gefühlt wie ein schwarz/weiß Bild.

Das hatte ich so nicht für möglich gehalten, zuhause war ich aber auch noch nicht wirklich unter gutem Himmel.
Außer dem Orionnebel konnte ich bis dahin mit dem 150PDS nicht einen einzigen Nebel überhaupt ausmachen.

Seit dem besitze ich einen 250P Flextube und warte auf gutes Wetter um ihn anständig nutzen zu können.
Schnelle Blicke auf M27 und auch M13 waren schon möglich, aber absolut nicht vergleichbar zu dem Erlebnis auf Gran Canaria.

Viele Grüße

Dennis
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,
mit die schönste und auch für mein weiteres Interesse an der Astronomie war eine Beobachtung von Chi u. H Perseii durch einen 20 cm-Newton auf dem Umgang der Kuppel der Volkssternwarte auf der IGA (jetzt EGA-Park) in Erfurt im Herbst 1982. Günther Loibl, der damalige Leiter der Sternwarte (vielleicht kennt ihn der eine oder die andere) hatte sich diesen 20 cm-Spiegel selbst geschliffen. Der Newton war noch ein rohes Holzgestell. Es war für mich als damals 18-jährigen ein tolles Erlebnis. Es hat sich bis heute eingeprägt und ist Ursache für meine Affinität zur visuellen Beobachtung.
Es ist aber auch nur eins von mehreren Beobachtungen aus dem „Best of…“.

Klaren Himmel wünscht
Guidz
 
Moin,

natürlich unvergesslich der erste Blick auf den Saturn mit meinem ersten Teleskp, einem Tasco66-T 50/600mm Refraktor und dem 20mm Huygens-Okular. Irgendwann späte 70er. Dann - um 2008 muss das gewesen sein ... eine Beobachtung der Mondsichel bei klasse Seeing aus Düsseldorf heraus ... mit einem phantastischen 200/1760 Selbstschliff Newton Vergrößerungen zwischen 250 und 1000fach. Wenn bei 500fach ein Stern über der unbeleuchteten aber schwach sichtbaren Seite des Mondes aufgeht, bleibt sowas im Kopf hängen. Oder eine Cassini-Teilung am Saturn (selber Abend) auch bei 500fach, durch die man einen LKW hätte durchschicken können und die knallscharf war ... schon unvergessen ...

Grüßles Hannes
 
Hallo liebe " Beobachter ".
Ich kann alle Eure Berichte sehr gut nachvollziehen. Keine Frage !
Natürlich hat jeder und auch sicher auch immer wieder Erinnerungen daran
welche dann den Spass an unserem Hobby " erneuert ".
Diese Freude anderer hier lesen und erkennen zu können ist prima.
Gruss Marco
ein visueller und auch " elektrischer " Beobachter
 
DAS Erlebnis?
In den 70ern der erste Blick auf Saturn und dessen Ring
:) durch ein 50/500 mm Tasco.

Mit dem 114/900 Quelle-Newton immer wieder die Ereignisse der Jupiter-Monde. Schatten von Mond auf Jupiter, Mond wird verdeckt von Jupiter,...
Heute staune ich, was ich mit dem Gerät alles beobachtet habe. Ich hatte am Ende so viel Routine mit dem Teil, dass ich einem Flugzeug, Satelliten oder Raumstation folgen konnte und für manche Objekte den Sucher nicht benötigte.

Mit dem C8 in den frühen 80ern war es die eine Nacht bei St. Christina (Norditalien). Den Tag über hatte es geregnet. Am Abend gab es noch entfernte Gewitter. Es hatte aufgeklart. Nur die Blitze in der Ferne. Sooo klar! Sooo dunkel! Das wurde noch dadurch verstärkt, dass durch die Gewitter der Strom in den entfernten Orten ausgefallen war. Ich stand an einer Passtraße - also richtig hoch. Ich bückte mich, um ein Okular aus dem Koffer zu nehmen. Was war das da oben? Ohne danach gesucht zu haben: Andromeda-Galaxie. Es folgten einige Objekte visuell mit tiefem Eindruck.

Hale-Bopp vom Wächtersberg bei Wildberg im Schwarzwald. Auch eine sehr dunkle Nacht...

Hyakutake mit meinem Sohn, der damals noch im Kindergartenalter war, eine Zeichnung des Kometen mit umliegenden Sternen fertigte, die mir deutlich zeigte, dass er mehr Sterne sah als ich. Auch hat er das Objekt korrekt beschriftet - sicher kein typisches Wort für Vorschulkinder ;-)

2025 mit einem meiner Enkel: dessen Freude über Saturn, auf den wir extra gewartet hatten, da er erst um Mitternacht aufgegangen war. Dazu in dieser Nacht viele Perseiden und, was uns beide auch sehr beeindruckt hat: M81&M82 im 70/700 Refraktor.

Was viele dieser Erlebnisse beinhalteten: Ehrfurcht vor unserem Schöpfer :-)
 
Hallo zusammen,

vor vier Jahren habe ich im Keller meiner Eltern den alten Newton 114/900 von Tchibo meines Bruders vor der Entsorgung gerettet.
Die Idee war, gemeinsam mit meinen Kindern erstmals einen Blick auf den Himmel zu werfen und das Ding dann zu entsorgen. Abends, mitten im Winter, auf dem Balkon: wackeliges Stativ, keine Nachführung, viel zu wenig Kleidung – egal.

Ich fokussierte einfach einen hellen Stern – und plötzlich: Jupiter mit seinen Monden! Meine Kinder haben nur kurz durchgeschaut, ich aber war gefesselt von diesem Anblick und hockte den ganzen Abend in orthopädisch fragwürdiger Haltung vor dem kleinen Newton.
Seit diesem Abend nutze ich jede Gelegenheit für Astronomie. Wer hätte gedacht, dass ein Tchibo-Newton an einem frostigen Winterabend so viel Begeisterung entfachen kann?

Es gab aber noch einen entscheiden zweiten Beobachtungsabend: Ich kaufte mir im Astrofieber mein erstes eigenes Instrument, einen 200f6 Dobson. Nach den ersten Nächten im Garten fuhr ich damit zum ersten Mal raus aufs Feld zur visuellen Beobachtung. Da hat mich zufällig und glücklicher Weise "mein" Astrostammtisch "gefunden und adoptiert". Die Begeisterung für das Hobby nun teilen zu können und aus langjähriger Erfahrung zu lernen, neue Freunde zu gewinnen...das war der "Turbo-Beschleuniger" für das Hobby!


CS

Stephan
 
Hallo zusammen,

da ich mein erstes Teleskop anno 1978 bekam, habe ich seit dem schon eine ganze Menge gesehen. Daher könnte ich nun eine lange Liste beeindruckender Beobachtungen aufzählen. Aber wenn ich mich auf ein Objekt beschränken müsste: die Große Magellansche Wolke mit dem Tarantelnebel in einem 24" Dobson unter stockfinsterem namibischen Himmel! Das ist Stoff für mehrere Abende. Und mir ist es nicht möglich, diesen kolossalen Anblick angemessen in Worte zu fassen.
 
Hallo zusammen,

auch ich habe da so einige schöne Beobachtungen hinter mir, welche sich fest eingebrannt haben. Da wäre zum Beispiel der Cirruskomplex mit meinem 14 Zoll Dobson in der Eifel in Verbindung mit einem UHC-S Filter von Baader, ist auch erst einige Monate her, toll. Des Weiteren die Milchstraße mit bloßem Auge in Namibia, oder der Omega Centauri Haufen im 24 Zoll Dobson. Aber als absolut Highlights haben sich der Tarantelnebel und ganz speziell der Homunkulus-Nebel im Eta-Carinae-Nebel bei mir ein Plätzchen im Langzeitgedächtnis gesichert. Da geht es mir ähnlich wie dem Thomas, man kann es nicht wirklich in Worte fassen.

Schönen Gruß und CS,
Karsten
 
Servus,

dann klink ich mich auch mal mit ein.

Schöne Beobachtungen gab es mehrere. Angefangen mit Hale-Bopp im zarten Alter von 6 oder 7 Jahren. Hab davon in irgendeinem Schulbüchlein gelesen und mir gedacht, dass ich dieses Schauspiel sehen muss. Teleskop oder Fernglas war damals nix vorhanden, aber es war auch so schon beeindruckend.

Dann natürlich die SoFi in Deutschland in der totalen Zone, auch ohne Teleskop, aber schön wars :)

Mit Teleskop dann die ersten Planetenbeobachtungen von Jupiter und Saturn, die sind auch jetzt nach Jahren immer noch schön. Und mit dem Merkurdurchgang 2019, der auch irgendwo ein schönes Erlebnis war, hat mich die Halpha-Beobachtung der Sonne angefixt. Danke hier an die Kollegen vom Astrotreff München Nord, die mit uns da am gleichen Platz waren. Ihr seid da ein bisschen an meinen Ausgaben mitschuldig :D

Grüße
Mathias
 
... es ist schön zu lesen wie vielfältig die astronomischen " Erinnerungen " sind !
Ich hatte / habe natürlich auch noch einige " andere " an welche ich gerne zurückdenke.
Gerne erinnere ich mich auch an die Sonnenfinsternis 1999, bei welchen ich die Umwelt ( zum ersten mal ) ganz neu erlebt habe.
Gruss an alle
Marco
 
Hallo zusammen,

mir geht es quasi genau gleich wie einige hier schon beschrieben haben.
Die Sonnenfinsternis 1999, da erinnere ich mich noch genau wo und wie ich es erlebt hatte.
Dann das erste Mal Jupiter mit vier Monden und Saturn mit Ringen Live bei nur 35 und 60-facher Vergrößerung, aber Binokular.
Klein aber fein. ;):)

Grüße, Dieter
 
Moin.

Meine schönste Beobachtung in rund 40 Jahren visueller Astronomie kann ich gar nicht festlegen. Am meisten im Gedächtnis geblieben ist mir aber folgende Begebenheit:

Ich war mit meinem 16“er und OIII-Filter in der Auriga unterwegs. Gesucht habe ich IC405, den Flaming Star Nebula im südlichen Bereich des Fuhrmanns, in der Nähe der markanten, als „Flying Minnow“ bekannten Sternformation. Ich hab gesucht und gesucht, aber nichts gefunden. Mittlerweile weiß ich auch warum: falscher Filter. Egal, ich rührte also mit dem Dobson in immer größeren Suchkreisen im Sternengewimmel herum. Mit einem mal bekam ich eine große, diffuse Nebelformation ins Gesichtsfeld. Strukturiert, hell, beeindruckend. Zuerst dachte ich, „Hurra, da ist er. Wooh.“ Ich beobachtete begeistert den Nebel, bis mir auf einmal auffiel, dass ich auf der falschen Seite der Flying Minnow war. :unsure:
Der gesuchte Nebel sollte auf der anderen Seite der Formation liegen. Ich konnte es nicht glauben, denn da war er ja, direkt vor meinen Augen. Hin und her überlegt, meine Orientierung am Himmel und die Drehung des Newton-Gesichtsfeldes infrage gestellt. Bis ich dann nach zehn oder so Minuten in den Atlas geschaut habe. Und da war er: IC410. Ich hatte den falschen Nebel „entdeckt“. Mir war nicht klar gewesen, dass da noch ein zweiter Emissionsnebel auf der Ecke herumhängt. :D

Ich war begeistert und bin es bis heute. Dass man Emissionsnebel einfach so beim herumschwenken finden kann, ohne gezielt danach zu suchen, fand ich großartig. IC410 ist aufgrund dieser Geschichte bis heute eines meiner absoluten Lieblingsobjekte am Sternhimmel. Er ist hell genug, um mit OIII mit allen Teleskopen gesehen zu werden. Ich habe ihn auch mit dem 6“-Newton und dem 5“-Apo gesehen und zweifle nicht daran, dass er unter entsprechenden Bedingungen auch mit dem 60mm Apo geht.
Definitiv eine der schönsten visuellen Beobachtungen meiner Astrokarriere.

Bis dann:
Marcus
 
Aber als absolut Highlights haben sich der Tarantelnebel und ganz speziell der Homunkulus-Nebel im Eta-Carinae-Nebel bei mir ein Plätzchen im Langzeitgedächtnis gesichert.
Hallo Karsten,

allerdings! Den Homunkulus konnten wir im 24" mit irgendeiner abenteuerlich hohen Vergrößerung bei gutem Seeing genießen. Diese hantelförmige Doppelblase zeigte eine scheckige Struktur wie auf der Hubble-Aufnahme, unglaublich. Durch die perspektivische Wirkung hatten wir einen dreidimensionalen Eindruck davon. Das war eine von DEN Beobachtungen, wo man staunt, dass man visuell so viele Details erkennen kann. Zwei andere Beispiele (auch in Namibia mit 24" gesehen) waren die Antennengalaxien NGC 4038/39 und der "Fornax Propeller" NGC 1365. Unglaubliche Detailfülle, wie auf Fotos, aber halt ohne Farben.
 
Betreffend Kometen, insbesondere 17P/Holmes:
Als dieser Komet gut sichtbar war, war ich in Osttirol zu gegen. Es war Winter, um Weihnachten herum und es war richtig kalt, das Wetter perfekt.
Bin dann mit dem Auto am Abend so um ca. 20:00 auf den Staller Sattel rauf gefahren, das ist ein Grenzübergang in Ost-West-Ausrichtung wo man nach Südtirol runter fahren kann, mit einer Seehöhe von etwa 2000m. Habe oben am Parkplatz neben dem zugefrorenen See das Stativ aufgebaut und die Kamera mit dem 200mm-Tele aufgebaut, um den Kometen abzulichten. Es war still, kein Mensch weit und breit, nur die Natur, die Dunkelheit und ich.
Dann später in der Nacht, ca. 22:00 Uhr herum, schaute ich in Richtung Osten: Ein sehr helles orange-farbenes Licht schien durch die weit entfernten Bäume in Horizontnähe. Was ist denn das, dachte ich mir. Wer leuchtet da mit einer Taschenlame zu mir rüber? Da ist doch niemand.... Habe dann die Kamera auf dieses orange Licht ausgerichtet und konnte das Licht identifizieren: Mars.
War ein wirklich interessanter Anblick, Mars zwischen den Bäumen quasi eben am Horizont im Osten aufgehen zu sehen und noch dazu mit einer sehr grßen Helligkeit. Auch so ein unvergesslicher Anblick, an den man sich gerne erinnert.
Zudem möchte ich noch anmerken: Wenn man in der finsternen Nacht irgendwo in der Pampas alleine zu gegen ist, wo ausser mir weit und breit niemand ist, sind die Sinne extrem geschärft. Jedes Rascheln, jedes Geräusch das zu Ohren kommt wird viel intensiver wahrgenommen als am Tag oder im Beisein von anderen Personen. Das ist ein einzigartiges Gefühl, manchmal auch ein wenig unheimlich ;-)
 
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Zwei andere Beispiele (auch in Namibia mit 24" gesehen) waren die Antennengalaxien NGC 4038/39 und der "Fornax Propeller" NGC 1365. Unglaubliche Detailfülle, wie auf Fotos, aber halt ohne Farben.
Hallo Thomas,

zu mindestens die Galaxien NGC 4038/39 habe ich mir für den nächsten Trip schon fett markiert. NGC 1365 muss ich mir wohl für ein anderes Mal aufsparen.

Schönen Gruß und CS,
Karsten
 
Hallo zusammen,
sicher gab es oft tolle Sichtungen aber das mit Abstand Beste:
2019 in Südafrika bei Hotti setzt mich Tim vor seinen 18Zöller und sagt "Schnall dich an - ich gebe dir mal eine Tour am Südhimmel". Und in seiner unnachahmlichen Art präsentiert er mir Neuling ein Highlight nach dem anderen. Ohne Atlas, nur mit Telrad, alles aus dem Gedächtnis. 🤩👍CS Ansgar
 
Heute Abend, Saturn in Kantenstellung mit Rhea in der Ring Ebene von Saturn und Titan oberhalb der Ringe. Im Laufe des Abends konnte man zuschauen, wie Titan parallel zu Ring Kante immer näher an Saturn heran wanderte. Sah wunderschön aus.
Den Durchgang von Titan vor Saturs konnte ich leider nicht beobachten, weil Nebel aufzog.
Meine Beobachtung macht dich mit dem Takahashi TSA 120 und einem Nagler Zoom 3-6 mm sowie einem Takashi TOE 2,8 mm Okular
Viele Grüße, Ulli
 
Hallo ihr Lieben,

da möchte ich euch an einem Erlebnis im Sommer 2003 mit meinen damaligen Schülern im Übergang von Jahrgang 10 zur Oberstufe teilhaben lassen: Damals spähten wohl alle hier aktiven Teilnehmer auf die Jahrzehntausend-Marsopposition. Sie ereignete sich mitten in den NRW-Sommerferien. Dessen ungeachtet hatten die Teilnehmer*In (nur ein Mädchen damals dabei) meinen ollen 125x1560er Lichtenknecker-FH in die Schrebergartenlaube der Eltern eines Schülers in Bochum-Laer verfrachtet, um bei geeignetem Wetter nach dem Mars zu spähen. Angefangen am Tage des Minimalabstandes zwischen Mars und Erde setzen wir die Beobachtungen fort, bis unsere (genauer meine) Zeichnungen einmal den ganzen Mars-Globus herum festgehalten hatten.

Am ersten Tage vermochten die ungeübten SuS. nicht wirklich etwas auf dem orangenen "Punkt" des Marses zu erkennen. Und damit sollte mein systematischeres Planeten-Dokumentieren mittels Papier und Bleistift beginnen. Ich kritzelte also meine Seheindrücke aufs Papier in der Hoffnung, dass die SuS. unter dem Eindruck der Zeichnung die erkennbaren Mars-Details besser nachvollziehen könnten. Doch kein Erfolg: Abgesehen von der für sie erkennbaren Polkappe war deren Reaktion: "Naja, Herr Rieger, sie haben aber viel Phantasie!"

Damals gab es ja noch keine Smartphones, mittels derer man "mal eben" sich eine aktuelle Mars-Ansicht hätte anzeigen lassen können. Das "Non-plus ultra" der Astronomie-Software hieß noch "Redshift", das auch noch keine Planeten-Ansichten präsentierte. Ob es Winjupos schon gab, weiß ich nicht, kannte ich jedenfalls nicht. So musste ich den Übermut der Halbwüchsigen zunächst noch ertragen.

Für den kommenden Abend hatten wir uns abermals wegen geeignetem Wetters zur Beobachtung im Schrebergarten verabredet. Nun hatte aber die NASA sich wohl zur Feier des Jahrzehntausends erlaubt, das Hubble-Space-Teleskop für ein "pretty picture" mal auf den Mars zu richten. Dieses fand ich am Morgen des Folgetages im Netz und ließ es mir (noch mangels Smartphones) farbig ausdrucken.

Nun hatte ich natürlich das Oberwasser: Ich hätte gestern nur viel Phanasie gehabt!?! Dann präsentierte ich nochmals meine Zeichnung vom Vortag und den Ausdruck des Hubble-Fotos. Ich habe euch meine damalige Zeichnung und besagtes Hubble-Foto mal im Video übereinander gelegt.




Die Flächengetreue zwischen beiden Abbildungen belegen, dass offenbar genau in den Minuten, während derer ich mit Zettel und Bleistift Mars gezeichnet hatte, bei der NASA irgendeiner auf den "Klick-Knopf" fürs Hubble-Teleskop gedrückt haben musste.

Ja, das könne man ja tatsächlich wiedererkennen, räumten mir nun die Halbwüchsigen ein, und da etwa 24 Stunden später Mars uns wiederum die ziemlich genau gleiche "Schokoladenseite" zuwandte, vermochten die SuS. die Details doch nochvollziehen. Wir haben im Abstand einiger Tage das fortgesetzt, bis die Zeichnungen einmal um den ganzen Mars reichten.

Viel Spaß beim Lesen und ich bin gespannt auf eure weiteren Beobachtungstriumphe,

CS.

Hubertus
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Hubertus,

vielen Dank für Deinen interessanten und lebendigen Bericht! Tolles Engagement für die Schülerin und Schüler - das ist trotz ihrer Erkennungsschwierigkeiten wahrscheinlich auch denen im Gedächtnis geblieben. Eine eigene Wahrnehmung ist mE schon wertvoller als tolle Bilder, deren Zustandekommen man je nachdem gar nicht nachvollziehen kann.

Die 2003er Marsopposition ist mir auch noch lebhaft in Erinnerung. Das war die erste Gelegenheit, wo ich mit einem Camcorder von Canon noch auf Bänder aufgenommen und am PC aufwändig - und nach heutigem Maßstab in abscheulich mieser Qualität - geschnitten habe. Immerhin hatte ich dann mein ganz persönliches Marsbild statt einer Zeichnung. Gezeichnet habe ich seinerzeit ab und zu, meistens dann aber den Jupiter weil da mehr zu sehen ist.

Damals gab es ja noch keine Smartphones, mittels derer man "mal eben" sich eine aktuelle Mars-Ansicht hätte anzeigen lassen können. Das "Non-plus ultra" der Astronomie-Software hieß noch "Redshift", das auch noch keine Planeten-Ansichten präsentierte.
In den 1990er Jahren hatte ich einen Atari MegaST2 und zu der Zeit waren Ataris auch bei Sternfreunden durchaus beliebt und verbreitet. Weil es das noch nicht gab, habe ich mir ein Programm namens MarsView geschrieben, das sehr grob (in 10*10 Grad großem Raster einer "Karte" mit nur wenigen Graustufen) einen der vorgegebenen Zeit entsprechenden Anblick des Mars darstellen konnte. Man musste da so ca. 10 Sekunden warten, bis der gemalt hatte. Rührend primitiv aus heutiger Sicht, aber damit konnten meine Astrokumpels und ich endlich nachvollziehen, welche Albedoformationen sie gesehen hatten.

Diese Form der Beschäftigung mit der Astronomie - Beobachten und Programmieren dazu/dafür - hat mir seinerzeit sehr viel Freude gemacht und war äußerst lehrreich. Danach wurde es dann Deep Sky und die Software "Eye&Telescope" - eine ganze andere Größenordnung.

Liebe Grüße
Tom
 
Hallo zusammen,
für mich war es die Marsopposition 1988, zum ersten Mal mit einem richtig guten, selbstgebauten Planetenfernrohr, da konnte ich Skizzen und Fotografien über viele Wochen hindurch machen und eine Karte erstellen.
CS Mike
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CS Mike
 
Bei mir war es 2004 ein Besuch in der damaligen noch sehr kleinen Sternwarte in Solingen. Dort wurde nach einem Vortrag in den Garten gebeten, wo ein großes SC-Teleskop stand (Maße kann ich nicht benennen aber es war groß, wahrscheinlich 16 oder 18 Zoll), durch das wir dann Saturn beobachten konnten. Davon war ich natürlich geflashed wie jeder andere hier. Das war der initiale Augenblick, seit dem für mich feststand, dass ich mal ein eigenes Teleskop haben möchte. Es wurde dann zunächst ein kleiner 90 mm MAK von Meade, mit dem ich aber nicht glücklich wurde, wegen der Wackelei des Stativs und weil das Goto klemmte. Ich hab dann die Lust daran verloren, aus verschiedenen Gründen. Es hat daher noch 18 Jahre gedauert, bis ich doch noch mal einen Anlauf mit der aktuellen Technik gemacht habe, und darüber bin ich jetzt sehr glücklich.

CS Olaf
 
Hallo und guten Morgen ...
in den vielen Beobachtungsberichten ist, wie auch von mir zu Beginn schon, oft vom Saturn zu lesen.:cool:
Ich beobachte ihn eigentlich jedes Jahr. Meine Freude ist noch immer sehr gross ihn zu sehen.
Mittlerweile ist es ,in all den Jahren, meine 2te " Kantenstellung " welche ich beobachte.
Selbst in " kleiner " Optik ist er ( zumindes für mich ) ein tolles Objekt, obwohl ich ihn auch schon
mit langer Brennweite im 14" SC sehen konnte.
Gruss
Marco
 
Hallo Walter 41, dein Beitrag vom Donnerstag 8.56 Uhr,
deine letzten Sätze, da gebe ich dir recht, ging mir auch so. Wenn ich zum Beob.Platz Oberharz/Torfhaus, nur 821 m ü. N.N. fahre, und man sieht nicht mehr die Hand vor Augen, achtet man auf jedes noch so kleine Geräusch, "Gänsehaut-Feeling". Trotzdem macht es Spaß, zu gucken. Reichweitengewinn + 1mag ggü. zu Hause auf 125 m ü. N.N.

Gruß Günther
 
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