Zitat von MikeS55:
Das Nikon 12x50 SE CF ist ohne Zweifel ein gutes Glas..
Es gibt jedoch Glaeser,die noch eine Klasse besser sind.Als Beispiel das Swarovski 12x50 Swarovision u das Leica 12x50 Ultravid HD..Meine Erfahrungen beziehen sich jedoch auf dem Bereich "Astronomie"..
Ein Swarowski-Glas habe ich zu meiner Schande noch nicht in den Händen gehabt, bzw. durchschauen können, ein Leica schon, es war das 10x50 Trinovid BN. Dazu im Top-Bereich eben das 10x42 FL von Zeiss. Das 12x50 Nikon SE hat mir am nächtlichen Himmel mehr gezeigt als diese Gläser (immer wieder miteinander verglichen). Auch gegenüber dem Zeiss Conquest 10x56 war das SE besser z.B. hat mir das SE einen schwachen Stern gezeigt, während er im 10x56 nicht sichtbar war (interessant wegen Verhältniss Vergrößerung/Öffnung), bzw. höchstens "psychisch" sichtbar war, weil man wußte da ist ein Stern! Und die Randschärfe war beeindruckend, hier kann man wirklich wörtlich sagen "randscharf", was aber jetzt für meine Beobachtungspraxis nicht sooooo wichtig ist!
Zitat von MikeS55:
Ich muss dir schon recht geben,der Preis fuer ein Swarovision ist schon "astronomisch" hoch..
Hast du aber mal den direkten Vergleich,dann "relativiert" sich der Preis..
leider kann ich keine weit mehr als 2000 Euro fuer ein Fernglas ausgeben,sonst wuerde ich wohl schwach werden..
Teilweise nur marginale Verbesserungen gegenüber anderen Spitzenfergläsern mit z.B. 1000,- mehr bezahlen, da muß ich sagen "Nein, Danke, das brauch ich nicht", muß aber jeder selbst wissen!
Zitat von MikeS55:
Was ich feststelle ist folgendes : Hat man ein oder mehrere male durch wirklich extrem gute Glaeser durchgeschaut,und diese mit "mittelmaessigen" Glaesern verglichen,dann faellt es schwer sich mit "mittelmaessigen" zufrieden zu geben..
Weißt Du was "witzig" ist?
Für das 12x50 Nikon SE habe ich mich von all den getesteten Ferngläsern zuerst als "mein" astronomisches Glas entschieden, und zwar deutlich! Ich habe dafür 775,- bezahlt vor 1 1/2 Jahren!
Da ich jemand bin, der auch mit großen Vergrößerungen freihändig gut zurecht kommt, wollte ich ausreizen, wie hoch meine persönliche Grenze in Sachen Vergrößerung freihändig ist. Ergebnis ist 15/16x!
Es mußte ein 15x oder 16x Fernglas her, wo ich das feststellen konnte! Da es für Astronomie sein sollte mußte das Verhältnis Vergrößerung/Öffnung passen. Für mich mindestens 4mm AP. Außerdem sollte es nicht so globig und schwer sein! Zugelegt für den Test dafür habe ich mir das TS 15x70LE für lächerliche 120,-, 4,7mm AP und ca. 1300g Gewicht, passt....!
Ergebnis:
Das 12x50 SE von Nikon habe ich nicht mehr, und das TS ist mein hauptsächliches Astroglas!
Grund:
Es zeigt mir einfach viel mehr als das 12x50 SE von Nikon. Der Anblick vom rötlichrn Halbmond nahe dem Horizont ist damit eine Pracht und man erkennt viel mehr Einzelheiten als beim 12x50 Nikon SE, es zeigt mehr Sterne, M81 und M42 sind beeindruckender mit mehr Einzelheiten als beim Nikon.
Fazit:
Mehr Öffnung im Zusammenhang durch dadurch größere sinnvolle Vergrößerung, auch wenn es keine Weltklasse-Optik ist, ist durch nichts zu ersetzen, auch durch Weltklasse-Optik nicht....!
Hier müßte man jetzt mal das Fujinon FMT-SX2 16x70 zum Vergleich herziehen, welches aber 6x soviel kostet und mit Sicherheit auch besser ist, aber ob diese Verbesserungen mir 6x soviel wert wären, wage ich mal heftig zu bezweifeln, dazu wäre es globiger und mit rund 2 Kg auch wesentlich schwerer....!
Gruß, Matthias