Explore Scientific Okulare

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Sproggy

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Einen schönen Sonntag und Muttertag euch allen.

Für den kommenden Herbst hab ich mir vorgenommen meine Okulare etwas aufzuwerten. Dabei bin auf die Okulare von Explore Scientific gestoßen. Optisch schauen sie den Nagler sehr ähnlich. Sie liegen aber preislich unterhalb denen. Was haltet ihr von den Explore Scientific Okularen? Sind sie für das mittlere Preissegment gute Okulare oder welche würdet ihr mir empfehlen?

Und welche Stückelung würdet ihr empfehlen? Ziel ist der Mond, die Planeten, Deep Sky, usw. Also alles was am Himmel ist. Ich hätte mir folgende Stückelung gedacht: 30mm, 24mm, 14mm, 9mm, 6,7mm.

Passt das? Macht statt dem 24mm das 20mm Sinn? Oder soll ich beim 24mm bleiben und dafür noch ein 18mm zwischen dem 24 und 14mm nehmen?

Bisher hab ich das Seben Zoom Okular und das GSO 30mm SWW, eine 2x-Barlow und ein billiges 18mm Plössel, welches beim Teleskop dabei war.

Schönen Abend noch.

Gruß
 
Hallo,

mit den Explore Scientific Okularen machst Du definitiv nichts falsch. Ich würde Dir folgende Staffelung empfehlen:
30mm/82°, 20mm/100°, 14mm/100°, 9mm/100° und unten:
- entweder 6,7mm/82° + 4,7mm/82° (Vorteil: 2 Vergrößerungen)
- oder 5,5mm/100° (Vorteil: alle Okulare in 2")

Viele Grüße,
Eddi
 
Zitat von Eddi_Bear:
Hallo,

mit den Explore Scientific Okularen machst Du definitiv nichts falsch. Ich würde Dir folgende Staffelung empfehlen:
30mm/82°, 20mm/100°, 14mm/100°, 9mm/100° und unten:
- entweder 6,7mm/82° + 4,7mm/82° (Vorteil: 2 Vergrößerungen)
- oder 5,5mm/100° (Vorteil: alle Okulare in 2")

Viele Grüße,
Eddi

Hallo Eddi,

welchen Sinn macht es das 30mm/82° UND das 20mm/100° zu empfehlen?
Beide zeigen praktisch den gleichen Ausschnitt am Himmel. Der Unterschied ist lediglich die AP.
Die übrigen Abstufungen würde auch so nennen.

Gruß Dirk
 
Hallo Dirk,

Du sagtest es: die AP... 5mm oder 3,33mm - ist ein großer Unterschied. Theoretisch wäre auch was im Bereich 35mm-40mm denkbar (allerdings dann kleineres GF), aber erstens, es wurden ES-Okulare angefragt, zweitens, so ein 30mm/82° ist eine zukunftsorientierte Investition, falls später auf größere Öffnungen umgestiegen wird, da fast bis f/4 gut einsetzbar (35mm-40mm bei f/4 kannst schon vergessen).

Ist übrigens meine persönliche Meinung und ist selbstverständlich nicht verbindlich..))

Grüße,
Eddi
 
Hallo,

ich bin sehr ein Befürworter der Denkweise in AP. Die Okularstaffelung sollte sich primär an der AP orientieren und nicht an dem wahren Gesichtsfeld.

Ich finde den Vorschlag von Eddi sehr vernünftig.
Mit der Reihe 30/20/14/9 für DeepSky ergibt sich eine AP von 5/3.3/2.3/1.5
Mit 9/6.7/4.7 für Mond/Planeten ergibt sich eine AP von 1.5/1.1/0.8, oder mit 9/5.5 eine AP von 1.5/0.9

Das 14mm und 9mm würde ich zuerst besetzten. Ein 30mm ist schon vorhanden und kann später getauscht werden. Das 20mm zum Lücke schließen zuletzt.
Zwischendrin für die hohen Vergrößerungen ein 6.7mm oder 5.5mm, zuletzt evtl. noch das 4.7mm.

Viele Grüße,
Andreas
 
Hallo Eddi,

im Bereich 35-40mm gäbe es noch die ES 34mm 68° und 35mm 68°
Okulare mit einer AP von 6,6 und 5,6mm.
Der Gewinn des 40mm 68° ist gegenüber dem 30mm 82° mit etwa 13´ eher gering, daher würde ich in Anbetracht der großen AP und des geringen Gewinns an Sehfeld auch das 30mm 82° nehmen.

Viele Grüße
 
Super. Danke für eure Antworten. Damit kann ich was anfangen. Hab aber noch eine Frage. Warum sollte ich zuerst das 14mm holen? Ist es als gute Zwischenlösung für deep sky und Planeten geeignet?
 
Also bei einem 200mm f6 muß natürlich die Frage erlaubt sein, ob ein kompletter Luxus-Okularkoffer im richtigen Verhältnis steht.

Ich an Deiner Stelle würde mir die ES-Sammlung mal kommen lassen und parallel dazu die 6, 10 und 18mm Classic Ortho von Baader. Letztere sind tadellose Okulare - zugegeben mit kleinerem Gesichtsfeld - aber dann kannst Du direkt vergleichen, was an Deinem Teleskop schöner ist.

Gruß, Stephan
 
Hallo Sproggy,

wieder die 2/3 Staffelung die Dir angeraten wird. ;-)

Orthos sind am Dobson sehr speziell, vor lauter Nachschieben bleibt Dir wenig Zeit das Objekt in Ruhe zu beobachten. Spass macht sowas nur den wenigstens Leuten...

Gruß Becky
 
14mm sehe ich nicht als Kompromiss für DS und P!aneten, sondern als gefragtesten Allrounder für DS. Ebenso sehe ich 6,7mm als häufigst genutze Brennweite für Planeten ( und planetarische Nebel.

9mm ist da eher die Zwischengrösse zwischen beiden. 4,7mm braucht schon gute Bedingungen um gewinnbringend eingesetzt zu werden, ziehe ich dann aber aufgrund der höheren Vergrößerung dem 6,7mm vor.

Wenn möglich vor Kauf die Okulare mal ausprobieren, was dem einen gefällt, kann für den Nächsten schon Murks sein....

Gruß Becky
 
Noch was: Bevor mein Budget für einen Komplettsatz Okulare draufgeht, würde ich lieber Lücken lassen und das Geld für einen OIII und/oder UHC 2" Premiumfilter ausgeben....

Gruß Becky
 
Hmmm... Sproggy schreibt nichts über seinen Himmel, aber ob man in Kapstadt überhaupt Filter braucht?

 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Ja Fürstenfeldbruck stimmt. Kapstadt war für ein paar Jahre meine zweite Heimat. Aber aktuell bin ich im Raum Fürstenfeldbruck. :smiley47:

Ich wollte mir erst ein Okular holen und nach und nach weitere. Ein komplettsatz wäre natürlich super, aber leider finanziell nicht drin.

Wenn ich mir jetzt erstmal eins hole, dann wäre das 14mm die erste Wahl,und das 6,7mm wird dann das zweite.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Ggfs. auch Gebrauchtokulare in Betracht ziehen. Ich habe einen
Großteil als Gebrauchtokulare erworben ( vielen Dank nochmal an Eddy Bear) und bin damit genauso gut gefahren, als hätte ich Neuware gekauft...

Gruß Becky
 
Hallo Sproggy,

ich habe selber das 30mm 82°, hatte das 14mm 82° und für eine längere Testreihe hatte ich den Rest der 82°-"Bande" bei mir.
(alles an einem 12" Skywatcher Goto)
Meiner Beobachtungserfahrung nach haben diese Okulare eine hohe Qualität, längere Brennweiten gefühlt einen Tacken besser als die kürzeren. Es gibt zum Teil schon Unterschiede zu Nagler/Ethos (vom Gesichtsfeld abgesehen), aber der sog. abnehmende Grenznutzen muss dann von jedem selber bewertetet werden.

Aber vor allem für das Preisniveau find ich diese Okulare gut.

Meine Empfehlung aus den letzten paar Jahren Beobachten zur Stückelung:

30mm 82° als schönes Übersichtsokular und für große Objekte
(z.B. Nordamerikanebel mit Filter, Rosettennebel, etc. je nach Himmelshelligkeit)

14mm 82° als Deep Sky Allround Okular
(oft passiert es mir, das ich ein 14 oder 13mm Okluar fast den ganzen Abend drinnen hab, vor allem derzeit, wenns unendlich viele Galaxien zu sehen gibt)

6,7mm 82° für hohe Vergrösserung
(die Erfahrung hat gezeigt, das diese Brennweite öfters sinnvolle Verwendung findet als das 4,7mm).

Diese drei halte ich persönlich für die wichtigsten Brennweiten, eventuelle Lücken fallen dir dann beim Beobachten selber auf und diese kannst du ja dann alle nach und nach füllen.

Zum Thema Gesichtsfeld halte ich es so:

82° reichen absolut aus vor allem im hochvergrössernden Bereich, 100° sind nicht notwendig, wenn man es hat, gibt man es allerdings nicht mehr her...... :-)

Das ganze Thema ist bestimmt nicht der Weisheit letzter Schluss, aber für mich hat sich das im Laufe der letzten Jahre so ergeben. Ich nutze die Okulare auch an einem 80/600 ED-Refraktor

CS

Bogix


 
Hallo Stephan,

grundsätzlich steht ein Koffer hochwertiger Okulare zu jedem sauber abbildenden Teleskop im richtigen Verhältnis! Ein 8" f/6 Dobson ist ein optisch kerngesundes Teleskop und es macht gar keinen Sinn, sich Leistungsbeschränkungen zu unterwerfen, nur weil das Teleskop zu billig erscheint. Es gibt wesentlich teurere Teleskope, die allein öffnungsbedingt bei weitem nicht an die Fähigkeiten dieses Teleskops heranreichen können - sollte mit dieser Argumentation nur derartig teuren Teleskopen die Verwendung hochwertiger Okulare zustehen?

Diese Sichtweise halte ich also für schwer begründbar. Wenn man also umfassend gesprochen "mag", kann man völlig problemlos ein 120° Okular für 999,- Listenpreis einsetzen, ohne in irgendeinen Argumentationsnotstand zu geraten. Natürlich ist es wahrscheinlicher, dass sich der Besitzer eins 200/1200 eher in anderen Preisklassen umsieht und den Gebrauchtmarkt im Auge behält, aber für all das gibt es mehr Gründe als nur den Umfang des Porte­mon­naies. Mal so hingeworfen kann ein 200/1200 ja als wesentlich mobiler empfunden oder auch gezielt gebaut werden, als teurere und eben größere Geräte.
Ich würde auch empfehlen, sich die beiden Richtungen "maximale Bildästhetik" und "maximale Bildwiedergabe" durchaus einmal praktisch nutzbar zu machen. Nicht mit Spitzenreitern der Preistabelle, sondern indem man durchaus einmal das vergleichsweise günstige Classic Ortho gegen ein optisch gut performantes 82° Weitwinkel antreten lässt.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sproggy,

ein 14mm Okular ist deshalb so sinnvoll, da eine AP von 2 bis 2.5 für viele Objekte geeignet ist: Für Galaxien ideal, für Kugelsternhaufen und Planetarische Nebel beginnen hiermit Details.

Noch was zum Thema "Großes Gesichtsfeld damit man den Dobson nicht so oft nachschubsen muss":
Für Deepsky noch okay, aber für Planetenbeobachtung nicht empfehlenswert. Damit verschenkst du die gute Abbildungsleistung, die ein Newton eben nur exakt in der Bildfeldmitte erreicht. Selbst dein gutmütiger Newton mit f/6 hätte mit perfektem Hauptspiegel nur einen beugungsbegrenzten Felddurchmesser von 4.8mm. Zum Vergleich hat die Feldblende des 6.7mm/82° 9.5mm Durchmesser und an dessen Feldrand hast du einen Strehl von nur noch 40%.

Vielleicht solltest du auch einen Komakorrektor in deine Überlegungen einbeziehen?

Viele Grüße,
Andreas
 
Naja eben, da sind wir ja der gleichen Meinung. Ich wollte ja gerade den praktischen Vergleich dringend empfehlen. Danach "sieht man klarer".

Aloha, Stephan
 
Erstmal danke für eure Antworten.

Zitat von Andreas_L:
Vielleicht solltest du auch einen Komakorrektor in deine Überlegungen einbeziehen?

Viele Grüße,
Andreas

Der steht auch schon irgendwo auf meiner Einkaufsliste. Muss die langsam mal nach Priorität sortieren.

Zitat von bogix:
Hallo Sproggy,

ich habe selber das 30mm 82°, hatte das 14mm 82° und für eine längere Testreihe hatte ich den Rest der 82°-"Bande" bei mir.
(alles an einem 12" Skywatcher Goto)
Meiner Beobachtungserfahrung nach haben diese Okulare eine hohe Qualität, längere Brennweiten gefühlt einen Tacken besser als die kürzeren. Es gibt zum Teil schon Unterschiede zu Nagler/Ethos (vom Gesichtsfeld abgesehen), aber der sog. abnehmende Grenznutzen muss dann von jedem selber bewertetet werden.

Aber vor allem für das Preisniveau find ich diese Okulare gut.

Danke, den letzten Satz wollte ich hören :super:

So ein Nagler oder Ehtos wäre mit Sicherheit super, aber das kann bzw. will ich mir nicht leisten. Dafür sind die Prioritäten mit Kind und Haus anders verteilt.

Zitat von Becky:
Ggfs. auch Gebrauchtokulare in Betracht ziehen. Ich habe einen
Großteil als Gebrauchtokulare erworben ( vielen Dank nochmal an Eddy Bear) und bin damit genauso gut gefahren, als hätte ich Neuware gekauft...

Gruß Becky

Hab das Teleskop auch gebraucht gekauft. Von daher hab ich den Gebrauchtmarkt im Blick. Leider hab ich bislang recht wenig ES Okulare gebraucht gefunden.

Zitat von Sven_Wienstein:
Hallo Stephan,

grundsätzlich steht ein Koffer hochwertiger Okulare zu jedem sauber abbildenden Teleskop im richtigen Verhältnis! Ein 8" f/6 Dobson ist ein optisch kerngesundes Teleskop und es macht gar keinen Sinn, sich Leistungsbeschränkungen zu unterwerfen, nur weil das Teleskop zu billig erscheint. Es gibt wesentlich teurere Teleskope, die allein öffnungsbedingt bei weitem nicht an die Fähigkeiten dieses Teleskops heranreichen können - sollte mit dieser Argumentation nur derartig teuren Teleskopen die Verwendung hochwertiger Okulare zustehen?

Diese Sichtweise halte ich also für schwer begründbar. Wenn man also umfassend gesprochen "mag", kann man völlig problemlos ein 120° Okular für 999,- Listenpreis einsetzen, ohne in irgendeinen Argumentationsnotstand zu geraten. Natürlich ist es wahrscheinlicher, dass sich der Besitzer eins 200/1200 eher in anderen Preisklassen umsieht und den Gebrauchtmarkt im Auge behält, aber für all das gibt es mehr Gründe als nur den Umfang des Porte­mon­naies. Mal so hingeworfen kann ein 200/1200 ja als wesentlich mobiler empfunden oder auch gezielt gebaut werden, als teurere und eben größere Geräte.
Ich würde auch empfehlen, sich die beiden Richtungen "maximale Bildästhetik" und "maximale Bildwiedergabe" durchaus einmal praktisch nutzbar zu machen. Nicht mit Spitzenreitern der Preistabelle, sondern indem man durchaus einmal das vergleichsweise günstige Classic Ortho gegen ein optisch gut performantes 82° Weitwinkel antreten lässt.

Clear Skies
Sven

Ich habe mir die Preisklasse der ES Okulare ausgesucht, weil ich denke das sie auch für "bessere" Teleskope geeignet sind. Evtl. will ich ja in ein paar Jahren zum Dobson ein anderes, hochwertigeres Teleskop zulegen. Ich finde die Preisklasse von ES für mich einen guten Mittelweg von Preis/Leistung, Qualität und Nutzung bei Teleskopupgrade.

Zitat von astrobembel:
Naja eben, da sind wir ja der gleichen Meinung. Ich wollte ja gerade den praktischen Vergleich dringend empfehlen. Danach "sieht man klarer".

Aloha, Stephan

Ich hab das 30mm von ES an meinen Dobson von einem Bekannten testen und mit meinem GSO 30mm vergleichen können. Dadurch bin ich u.a. auch auf ES gekommen. Leider hat der Bekannte nur das eine ES Okular und sonst das Baader Hyperion Zoom. Aber bei dem Vergleich konnte ich den Unterschied deutlich sehen, wobei mein 30mm nur 68° hat.
 
Hallo Sproggy,

gut, wenn ein Komakorrektor schon auf deiner Liste steht.

Für rein visuell sehe ich da nur den TV-Paracorr oder ES-HR als Alternativen. Damit hast du eine Brennweitenverlängerung von 15% bzw. 6%, also dein Teleskop effektiv f/6.9 bzw. f/6.4. Berücksichtige das in deiner Okularwahl.
Die viele kurz bauenden Komakorrektoren ohne Verlängerung haben Einschränkungen für die Abbildung auf der Achse und sind deshalb weniger empfehlenswert.
Für die Fotografie gibt es weitere gute Komakorrektoren, allerdings meistens sehr groß mit 2.5" oder 3" Steckmaß.

Ich habe einen alten TV Paracorr Universal, noch ohne "tunable top". Da meine Okularreihe annähernd parfokal ist, habe ich am Korrektor einfach eine in der Länge passende Okularsteckhülse. Achtung, bei 1 1/4"-Okularen noch den Reduzieradapter berücksichtigen.
Falls du das noch nicht kennst, findest du hier eine Tabelle mit den Spezifikationen der ES-Okulare.

Gruß,
Andreas
 
Danke für den Link. Da ich erst seit Dezember mich mit Teleskopen beschaffe ist vieles noch Neuland für mich. Muss mich da noch viel einlesen. Habe bezüglich Komakorrektur noch überhaupt keine Ahnung, nur schon öfters den Tipp gelesen sich einen anzuschaffen.

Fotografie ist zunächst kein Thema für mich. Vielleicht in ein paar Jahren. Aber jetzt will ich mich erstmal auf die reine Beobachtung konzentrieren.
 
Hallo zusammen,

ein Komakorrektor ist nicht der einzige Weg, gerade an f/6 kann man ihn sicher noch für entbehrlich halten.
Von daher ist weiteres Einlesen und Informieren bevor man riesege Summen investiert, sicher ein guter Weg.
Knackpunkt auch schon an F/6 sind sicherlich die hohen Vergrößerungen, z.B. Detals an Planeten und Mond.
Da ist eine Vergrößerung des beugungsbegrenzten Feldes durch Komakorrektur sehr hilfreich, egal ob am Ortho oder mit einem 100° Okular.

Ich kopiere mal einen Ausschnitt aus einem anderen Thread

http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/ubbthreads.php/topics/1279842/3

rein. Wenn das intersessant erscheint, lohnt es eventuell, den Thread zu lesen.

Zitat von *entfernt*GMS:
.......
Eine sinnvolle endgültige/komplette Okularreihe für den 8" f/6 würde also ....

42 - 30 - 20 - 14 - 9 - 6 - 4,5

Brennweite umfassen.

Was Du unter den nun bekannten Bedingungen nach meiner Erfahrung und nach Abgleich mit vielen anderen Beobachtern vorrangig brauchst um gut einzusteigen habe ich mal grün markiert.

Was man m.E. am f/6 Newton nicht von Anfang an braucht ist eine Komakorrektur. F/6 ist so eine Grenze, manche sagen auch, dass sie bei f/5 noch prima ohne auskommen, aber spätestens darunter muss man schon Abstriche machen.
Natürlich wäre eine komakorrigierende Düring Barlow eine zukunftssichere Sache aber bedenke auch, dass sie 100-120 mm Lichtweg, also eine entsprechend lange Adaption braucht und dann beispielsweise mit einem ebenfalls langen und recht schweren 100° Okular einen recht kräftigen Hebel am OAZ darstellt und das ist eben bei Dir eher eine günstige Fernostkurbel und kein Schwerlast-Präzisionsgerät.
Sicher ist das 20er Lunt ein ziemlich geniales Okular (ich habs), ich hätte es Dir unter 4-4,5er Himnel auch sofort empfohlen, aber unter Deinen Bedingungen setze ich andere Prioritäten (die Du nicht teilen musst).

Okay, kommen wir mal zu den Okularen die ich konkret empfehlen würde:

Das 30 mm Beipack-Erfle würde ich zunächst genau so lassen und schauen, wie es Dir passt.......
Es gibt Besseres, aber an f/6 kann man in die Übersicht und Aufsuche durchaus damit starten und so selbst erfahren, was einen eventuell stört oder wo man höhere Ansprüche entwickelt.
Ein 31er Nagler oder ES UWA z.B. ist sicher deutlich besser, aber was ist, wenn Du bemerkst, dass Deine Ansprüche oder Dein Himmel sich eher in Richtung eines guten Okulars um 4 mm AP entwickeln und Dir das 30er Erfle zunächst mal locker reicht.

Die 20 mm würde ich aus allen schon genannten und noch folgenden Gründen also verschieben, bis eigene Erfahrungen und Wünsche einen Kauf begründen. So weitwinklig wie möglich kann dann aber schon eine gute Idee sein.

Um 14 mm Brennweite brennt es nun wirklich, denn das ist immer und an vielen Objekten ein wichtiger Bereich.
Weil das so ist, weil das sogar wenn es knifflig wird, mal Aufsuchvergrößerung sein kann, aber auch, weil es aber auch um Ausvergrößerungen stattlicher Objekte geht die mit etwas Feld drumherum einfach besser wirken, würde ich auch zu einem möglichst weitwinkligen Okular raten, so wie Du das schon andenkst.
Da gibt es auch die 100° Klasse mit Telvue-Ethos als Spitzenreiter in jeder Beziehung, aber die 82° von Nagler, Speers Waler, ES UWA und Co sind auch schon sehr ordentlich und dazu würde ich auch raten.
Die ES 82° Okulare sind wohl recht günstig und von der Bauform her so auch geeignet, mal mit einer zusätzlichen Barlow davor ausprobiert zu werden.
Wenn man das tut, käme man mit der 2,7fach Düring, die Du ja andenkst, von 14 mm auf 5,2 mm Brennweite und mit etwas kürzeren Adaptionen der Barlow geht das mindestens bis 7 mm Brennweite hoch.
Es muss aber am f/6 auch nicht unbedingt die langbauende komakorrigierende Barlow sein, zumal die Adaptionen dann nochmal Geld kosten eine normale 2fach oder die 2,2fache Baader-Hyperion Barlow tut es auch, dann halt mit anderen Werten.
Schaden tut die Komakorrektur aber keinesfalls, das beugungsbegrenzte Feld vergrößert sich, was z.B. bei Planerenbeobachtung ein Vorteil ist.

Also wäre mit so einer Barlow-Spielerei schon annähernd die grün markierte Einsteigergrundausstattung erfüllt.

Irgendwann wirst du eventuell lieber Festbrennweiten oder andere Kombinationen haben, aber das macht man dann anhand eingener Erfahrungen und Wünsche und nicht weil andere Leute meinen...!
Das könnte dann z.B. auch und gerade am Dobson eine Kombi aus Düring-Barlow und Orthos (z.B. 12 mm) sein, auch wenn manche Leute das nicht verstehen wollen.
Daran, dass das beugungsbegrenzte Feld bei damit resultierender Brennweite immer noch größer ist als mit einem 100° WW-Okular der Spitzenklasse bei gleicher Brennweite, ändert das kleine Eigengesichtsfeld des Orthos z.B. gar nichts.

6mm Okularbrennweite ohne die Barlowvariante würde ich auch noch weitwinklig besetzen, also ähnlich 14 mm.

So weit erst mal, und vergiss die Justierhilfe (Concenter) einen Peilucher (Rigel), Kartenmaterial, Rotlichtlampe pp nicht in der Kalkulation.
Bei mir kamen vor den Top-Okularen erst mal Top-Filter und da als erstes ein guter O III in 2". Ich habe nach Jahren immer noch durch ein 30er und ein 38er Erfle geschaut, hatte aber schon 4 Nebelfilter. :erschreck:
Die verschiedensten Möglichkeiten für eine 8" f/6 Dobs sinnvoll Geld auszugeben sind sehr vielfältig und verführerisch.
Ich plädiere für langsames, zielorientiertes Vorgehen.....

Gruß
*entfernt*
 
Kleiner Tipp für reduzierte ES-Okulare: Schau mal im Forum "Preise und Markt" nach einem Eintrag von mir (29.4.). Hab eben geschaut, vieles ist schon weg, einiges aber noch zu haben. Die MaxVision sind zwar nur 68° statt 82°, ich bin mit meinem (sehr wahrscheinlich baugleichen) 34mm Ar 68° aber sehr zufrieden. (Ausser, dass es mir in erschreckender Deutlichkeit aufzeigt, wie aufgehellt der Zürcher Himmel wirklich ist, selbst im Zürcher Oberland... die 6mm AP rächen sich :D )
 
Also ich bin mit den ES 82er Okularen auch sehr zufrieden.

Habe das 30 mm, 14 mm, 6,7 mm, 4,7 mm. Bisher am 12" f/5 Dobson. Demnächst mit einen 8" f/6.

Bilden alle sehr gut ab und machen einen qualitativ hochwertigen Eindruck. Das Einblickverhalten ist sehr angenehm. Ich komme damit sehr gut zurecht.

Die anderen Brennweiten (habe noch 18 und 25 wegen Bino + ein 9 mm) habe ich mit anderen Marken/Okularen abgedeckt.

Die Stückelung wurde ja bereits mehrfach vorgeschlagen. Das macht jeder etwas anders und natürlich vom Geld abhängig. Da muss man selber etwas testen....

VG und CS
Oliver
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Danke euch für eure Antworten. Nach dem Urlaub wird das 14mm bestellt. Evtl. wird gleich das 6,7mm mitbestellt, oder es wird zum Geburtstag im Herbst gekauft.

Und bezüglich Filter, Komakorrektor bin ich noch fleißig am einlesen.
 
Bei Filtern solltest du dir auf jedenfall einen Astronomik 2" OIII Filter anschauen. Der kostet zwar 199 Schleifen, ist aber wohl einer der wenigen die wirklich auch nur das filtern, was sie sollen.....die günstigen Filter taugen laut meiner Recherche nichts. Ich hab mir das Selbsttesten aber gespart, auf die Foren und das Internet vertraut und direkt den anständigen Astronomik genommen.

Beim UHC habe ich auch zu einem Astronomik gegriffen.

Zum Komakorrektor kann ich leider nichts beitragen :-)

VG Oliver
 
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