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Eine sinnvolle endgültige/komplette Okularreihe für den 8" f/6 würde also ....
42 - 30 - 20 - 14 - 9 - 6 - 4,5
Brennweite umfassen.
Was Du unter den nun bekannten Bedingungen nach meiner Erfahrung und nach Abgleich mit vielen anderen Beobachtern vorrangig brauchst um gut einzusteigen habe ich mal grün markiert.
Was man m.E. am f/6 Newton nicht von Anfang an braucht ist eine Komakorrektur. F/6 ist so eine Grenze, manche sagen auch, dass sie bei f/5 noch prima ohne auskommen, aber spätestens darunter muss man schon Abstriche machen.
Natürlich wäre eine komakorrigierende Düring Barlow eine zukunftssichere Sache aber bedenke auch, dass sie 100-120 mm Lichtweg, also eine entsprechend lange Adaption braucht und dann beispielsweise mit einem ebenfalls langen und recht schweren 100° Okular einen recht kräftigen Hebel am OAZ darstellt und das ist eben bei Dir eher eine günstige Fernostkurbel und kein Schwerlast-Präzisionsgerät.
Sicher ist das 20er Lunt ein ziemlich geniales Okular (ich habs), ich hätte es Dir unter 4-4,5er Himnel auch sofort empfohlen, aber unter Deinen Bedingungen setze ich andere Prioritäten (die Du nicht teilen musst).
Okay, kommen wir mal zu den Okularen die ich konkret empfehlen würde:
Das 30 mm Beipack-Erfle würde ich zunächst genau so lassen und schauen, wie es Dir passt.......
Es gibt Besseres, aber an f/6 kann man in die Übersicht und Aufsuche durchaus damit starten und so selbst erfahren, was einen eventuell stört oder wo man höhere Ansprüche entwickelt.
Ein 31er Nagler oder ES UWA z.B. ist sicher deutlich besser, aber was ist, wenn Du bemerkst, dass Deine Ansprüche oder Dein Himmel sich eher in Richtung eines guten Okulars um 4 mm AP entwickeln und Dir das 30er Erfle zunächst mal locker reicht.
Die 20 mm würde ich aus allen schon genannten und noch folgenden Gründen also verschieben, bis eigene Erfahrungen und Wünsche einen Kauf begründen. So weitwinklig wie möglich kann dann aber schon eine gute Idee sein.
Um 14 mm Brennweite brennt es nun wirklich, denn das ist immer und an vielen Objekten ein wichtiger Bereich.
Weil das so ist, weil das sogar wenn es knifflig wird, mal Aufsuchvergrößerung sein kann, aber auch, weil es aber auch um Ausvergrößerungen stattlicher Objekte geht die mit etwas Feld drumherum einfach besser wirken, würde ich auch zu einem möglichst weitwinkligen Okular raten, so wie Du das schon andenkst.
Da gibt es auch die 100° Klasse mit Telvue-Ethos als Spitzenreiter in jeder Beziehung, aber die 82° von Nagler, Speers Waler, ES UWA und Co sind auch schon sehr ordentlich und dazu würde ich auch raten.
Die ES 82° Okulare sind wohl recht günstig und von der Bauform her so auch geeignet, mal mit einer zusätzlichen Barlow davor ausprobiert zu werden.
Wenn man das tut, käme man mit der 2,7fach Düring, die Du ja andenkst, von 14 mm auf 5,2 mm Brennweite und mit etwas kürzeren Adaptionen der Barlow geht das mindestens bis 7 mm Brennweite hoch.
Es muss aber am f/6 auch nicht unbedingt die langbauende komakorrigierende Barlow sein, zumal die Adaptionen dann nochmal Geld kosten eine normale 2fach oder die 2,2fache Baader-Hyperion Barlow tut es auch, dann halt mit anderen Werten.
Schaden tut die Komakorrektur aber keinesfalls, das beugungsbegrenzte Feld vergrößert sich, was z.B. bei Planerenbeobachtung ein Vorteil ist.
Also wäre mit so einer Barlow-Spielerei schon annähernd die grün markierte Einsteigergrundausstattung erfüllt.
Irgendwann wirst du eventuell lieber Festbrennweiten oder andere Kombinationen haben, aber das macht man dann anhand eingener Erfahrungen und Wünsche und nicht weil andere Leute meinen...!
Das könnte dann z.B. auch und gerade am Dobson eine Kombi aus Düring-Barlow und Orthos (z.B. 12 mm) sein, auch wenn manche Leute das nicht verstehen wollen.
Daran, dass das beugungsbegrenzte Feld bei damit resultierender Brennweite immer noch größer ist als mit einem 100° WW-Okular der Spitzenklasse bei gleicher Brennweite, ändert das kleine Eigengesichtsfeld des Orthos z.B. gar nichts.
6mm Okularbrennweite ohne die Barlowvariante würde ich auch noch weitwinklig besetzen, also ähnlich 14 mm.
So weit erst mal, und vergiss die Justierhilfe (Concenter) einen Peilucher (Rigel), Kartenmaterial, Rotlichtlampe pp nicht in der Kalkulation.
Bei mir kamen vor den Top-Okularen erst mal Top-Filter und da als erstes ein guter O III in 2". Ich habe nach Jahren immer noch durch ein 30er und ein 38er Erfle geschaut, hatte aber schon 4 Nebelfilter. :erschreck:
Die verschiedensten Möglichkeiten für eine 8" f/6 Dobs sinnvoll Geld auszugeben sind sehr vielfältig und verführerisch.
Ich plädiere für langsames, zielorientiertes Vorgehen.....