Fachfrage: Ampereanzeige umlöten | Astronomie.de - Der Treffpunkt für Astronomie

Fachfrage: Ampereanzeige umlöten

SkyBob

Mitglied
Hallo zusammen.

Für eine geplante Powerbox mit regelbarem Anschluss für eine Heizmanschette, habe ich mir eine digitale Amperemeter Anzeige bestellt.
Ich wollte eine möglichst kleine haben.
Dabei habe ich nicht so 100% auf die Bilder geachtet.

Das Teil sieht so aus.
61mGr9V886L._AC_SL1000_.jpg


Soweit erst mal OK.
Was hier stört ist der Drahtbügel vor der Anzeige.
Er ist genauso hoch wie die Anzeige selbst.
Dadurch kann ich die Anzeige nicht bündig (lückenlos/spaltlos) in das Gehäuse intigrieren.

Ich bin hergegangen und habe mit einem Multimeter den Drahtbügel mal gemessen.
Direkter Durchgang nur bein anhalten (ohne Druck mit den Messspitzen). Somit wohl NICHT isoliert wie beispielsweise Wiederstandsdraht.
Danach habe ich den Wiederstand gemessen. Wiederstand gegen NULL. Also wohl eine normaler, dicker Leiterdraht.

Da die Anzeige mit einem Messbereich bis 10A angegeben ist, vermute ich mit meinem gefährlichen Halbwissen,
das dies wohl ein eingearbeiteter Shunt ist ?!

Hier nun meine Frage:
Da ich einen Maximalstrom von 2,4A hätte (Powerbankanschluss).
1. Kann ich den Draht quasie Tieferlegen (Also entlöten. weiter durch die Platine schieben. wieder anlöten) ?
oder was für mich bautechnisch noch besser wäre
2. Den Draht umdrehen (auslöten. unter die Platine setzen. wieder einlöten) ?

Löt und Entlötwerkzeug ist vorhanden.
Fähigkeiten liegen bei Anfänger bis leicht Vortgeschritten.

Die Anzeige kostet nicht die Welt, also wäre auch trail and Error möglich.
Aber evtl. kann schon jemand im Vorfeld was dazu sagen, um Kapitalfehler zu vermeiden.

Denn der Anfang einer jeden Katastrophe, ist eine besch...... Vermutung. :ROFLMAO:

Gruß
Markus
 

maximilian

Mitglied
Hallo!

Der „dicke Draht“ ist der Shunt (bzw. Meßwiderstand), mit dessen Hilfe der Strom gemessen wird. Seine Länge bestimmt den Widerstandswert. Wenn Du ihn so umlöten kannst, dass sich diese Länge dadurch nicht verändert, dann kannst Du ihn um 180° gedreht an die Unterseite der Platine löten. So würde ich es jedenfalls machen. Vorher mit einem Messer oder anderen spitzen Gegenstand markieren, wo die Lötstelle aufhört und der Draht anfängt und ihn dann unten genauso wieder anlöten.

Viel kaputtmachen kannst Du nicht, die Stomanzeige ist ohnehin nicht besonders präzise. Ich habe ein paar ähnliche Chinadinger, die sind mit 5-10% Genauigkeit angegeben und ähnliches habe ich auch selbst nachmessen können. Wenn Du ein Amperemeter hast, kannst Du diese Anzeige natürlich auch kalibrieren, indem du den Draht höher oder tiefer einlötest. Falls Du es so genau überhaupt wissen willst.

Grüße
Maximilian
 
Ich habe ein bauähnliches Amperemeter mit separatem Shunt für einen anderen Zweck gekauft. Das Ding war leider soweit weg vom "echten" Wert, gemessen mit einem Multimeter, dass es nicht zu gebrauchen war.
Bevor Du an den Umbau und Einbau gehst... bei Deiner Version hast Du einen maximalen Wert von 10A und du schätzst, dass der Strom nicht über 2,4A steigt. Damit liegt der genutzte Bereich sehr tief und ist insgesamt sehr gering. Ich würde da vor dem Einbau mal mit einem Multimeter (Amperemeter) und den geplanten Verbrauchern messen und dann mit dem China-Meter vergleichen. Könnte sein, dass da "irgendwas" angezeigt wird, nur nichts, was mit der Realität zu tun hat.

Auch wenns bei Weiten nicht so schick aussieht: Drehspulmessgerät 3A Der Messbereichsendwert sollte immer möglichst nahe am erwarteten maximalen Messwert liegen. Dann sind die Geräte viel genauer und und man nutzt die volle Skalenspreizung aus.

Ansonsten drück ich Daumen fürs Projekt. :y: :D

CS
Hartmut
 

SkyBob

Mitglied
bei Deiner Version hast Du einen maximalen Wert von 10A und du schätzst, dass der Strom nicht über 2,4A steigt
Der Strom kann nicht über 2,4A steigen, da es so von der Powerbank begrenzt ist.

Gemessen werden soll die Ampereleistung einer Heizmanschette im Bereich 300-800mA (geregelt durch ein PWM).
Der max. Strom der Manschette liegt bei ca. 1,6A.

Desweiteren soll interessehalber der Strom der Montierung Angezeigt werden (was ich ja nicht regeln kann)
und der Strom der Kamera.
(alles seperate Anzeigen).
Hier geht es mir um Erfahrungswerte im Stromverbrauch.

Aber wichtig sind die 2 geregelten Heizmanschetten.

Als generelle Versorgungsspannung habe ich auch nur die 5v der Powerbank (genauer 5,1-5,2v),
was die Auswahl der Messgeräte einschränkt ^^

Ich werde es einfach mal ausprobieren.
Ein Multimeter habe ich auch da, ja.

Mir ging es um die Größe der Anzeige, halt aus Platzgründen im Gehäuse.
Und darum das diese Anzeige in Rot(licht) ist und nicht im störenden Weis oder Blaulicht.
Das Gehäuse ist nicht fix (wird selbst gebaut).

Wenn alle stricke reißen, dann nehme ich halt doch eine Doppelanzeige Volt/Ampere.
Sind halt leider 3x so groß und die Ampere anzeige ist in nem kräftig leuchtenden Blau, was in der Dunkelheit nicht so toll ist.


Gruß
Markus
 

SkyBob

Mitglied
Wenn Du ein Amperemeter hast, kannst Du diese Anzeige natürlich auch kalibrieren, indem du den Draht höher oder tiefer einlötest. Falls Du es so genau überhaupt wissen willst.
Wenn ich das vor hätte, muss ich dann immer zwischen den beiden Messgeräten wechseln bis es passt, oder kann man die in Reihe oder Parallel zu einander schalten um sie gleichzeitig ablesen zu können?

Das in Reihe oder Parallel bezieht sich jetzt nur auf das gleichzeitige anschließen 2er Messgeräte.
Generell kommt ein Amperermeter in Reihe geschaltet. Das ist soweit klar.
 

Sagittarius_A*

Mitglied
Hallo Markus,

Grundsätzlich kannst du zwei Amperemeter in Serie schalten, allerdings erhöht sich dadurch die Messungenauigkeit.
Kommt natürlich auf die Schaltung und die Qualität der Messgeräte an.
Je geringer der Innenwiderstand des Amperemeters im Verhältnis zum Gesamtwiderstand desto weniger beeinflusst es die Messung.
I=U/R -> Stromstärke gleich Spannung geteilt durch Gesamtwiderstand.

Gruß,
Florian
 

SkyBob

Mitglied
Kommt natürlich auf die Schaltung und die Qualität der Messgeräte an.
Das eine wäre ein einfaches Digital Multimeter von BGS. Hobbygerät.
Das wäre das Messgerät auf das ich die Anzeige dann angleichen würde.

Der Draht ist übrigens gekerbt/gecrimpt so das man ihn NICHT weiter einschieben könnte.
In der Großansicht des Bildes sieht man die Kerben.
Unter der Platine, sind die Lötstellen fast eben, nur ganz leicht buckelig.
Somit bleibt nur auslöten und um 180° gedreht wieder unter der Platine einlöten.
 

MeisterDee

Mitglied
Hallo Markus,
lötest Du den Messwiderstand um, könntest Du Dir einen Messfehler einbauen. Der Widerstandswert ist sehr klein, und selbst minimalste Änderung an der wirksamen Länge bedeuten auch Änderung des Widerstandes.
Es geht hier um zweimal Platinenstärke zuzüglich der beiden unvermeidbaren Lotkegel. Klingt wenig, ist es aber nicht.

Wenn ich es richtig verstanden habe, ist Dir der Shunt lediglich beim bündigen Einbau der Anzeige im Wege.
Du könntest, ohne irgendetwas am Messverhalten zu ändern, den Shunt auslöten, unmittelbar nach der gecrimpten Stelle 90° umbiegen, und genau so wieder einlöten. Dann dürfte sich nix, bzw. sehr wenig am Messverhalten ändern.
Das wäre meine Empfehlung.

CS

Dietmar
 

SkyBob

Mitglied
Hat sich wohl erledigt.

Meine Lötkünste reichen dafür nicht aus.

Keine Ahnung wie die Chinamänner das fest bekommen haben.
Aber es handelt sich wohl doch um schlecht lötbaren Wiederstandsdraht mit 6 ohm/m .

Werde nun doch Red/Red Anzeigen bestellen und wenn die Lieferzeit zu lang ist erst mal die Red/Blue's einbauen.
Abmaße sind zum Glück die gleichen.

Gruß und danke für eure Mühen.
Markus
 
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