Fangspiegelheizung für 12“ Volltubusnewton

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Hallo Sven,

völlig falsch gedacht an der Stelle. Bedenke mal, daß es auch evtl. noch weiteres elektronisches Equipment am Teleskop geben kann. Und da hat man es mit Übersprechen zu tun. Das zeigt aber, daß Du von der Materie keine Ahnung hast :-)

Es gibt Beobachter, die fallen beim Sturz von der Leiter in die eigene ausgedellte Grube ;-) Wie n Stein! Weiter so!

CS
 
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Hallo Zusammen,

eventuell interessiert dieser praktische Unfug ja noch jemanden, wo man sich doch gerade gegenseitig so herzig und wichtig verstromt. :smiley63:

Ich stelle mal den Testaufbau und die ersten Zwischenergebnisse vor:

Testaufbau bei -3 Grad und durchgängig über den dauerhaft sonnigen Tag bereiften Hausdächern und Wiesen im Schatten, an der sonnenabgewandten Nordseite.

Um 17.15 Uhr wurde auf der Gartenterrasse bei -3 Grad und klarem Himmel in senkrechter Stellung der Tuben aufgebaut:

1. ein 160 mm langes Tubusstück aus Hartpapier mit 180 mm Durchmesser wurde mit einem 200er (8-Zoll) Spiegel frei und mit Luftdurchlass unterlegt auf einem Stativ positioniert und mit zwei eingehängten FS im 45° Winkel bestückt.
a - FS 40 mm, Rückseite einlagig mit Alufolie kaschiert, leichter Metallhalter (Winkel)
b - FS 33 mm, Rückseite schwarz lackiert, massiver, runder Metallhalter (Vollmaterial) mittig

2. mein 114/660er mit ISO-Tubus, sehr offener HS-Zelle, 31mm FS ohne Fassung, Kanten und Rückseite schwarz lackiert, leichter Winkelhalter, keine Lüftung
3. mein 150/900er im ISO-Tubus mit offener HS-Zelle, 36 mm FS Rückseite klar und unbehandelt, unlackiert und ohne Fassung, leichte Winkelhalter, keine Lüftung

18.00 Uhr - alle FS und HS frei.
18.45 Uhr - FS von 1a, 1b und 2 leicht angetaut; Tubus 3 FS frei; alle HS frei, Tuben alle leicht angereift. Temperatur auf -6 Grad gefallen
19.15 Uhr - starker Taubefall in Tubus 1 und 2; FS und HS in Tubus 3 frei, starker Reif an den Tubus Aussenseiten.... beide FS aus Tubus 1 werden aufgewärmt
20.00 Uhr - alles unverändert frei bei Tubus 3
20.00 Uhr - Tubus von 2 wird geschlossen, verspiegelte Seite des FS zeigt Eiskristalle
20.00Uhr - Fangspiegel 1 a hat nun Velourskaschierung auf der Rückseite; Fangspiegel 1b hat Alukaschierung; auch um den massiven FS-Halter herum als dicke, knitternde Wicklung
20.15 Uhr - Fangspiegel 1a und 1b frei; Eiskristalle im Tubus 2 schwinden; Tubus 3 unverändert alles frei
20.35 Uhr - Fangspiegel 1a leicht angetaut; 1 b frei; Fangspiegel im geschlossenen Tubus 2 nur noch leicht betaut; im Tubus 3 nach wie vor alles frei. Reif auch innen am Velours im oberen Tubusbereich
Inzwischen –8 Grad
21.00 Uhr – Fangspiegel 1a zugetaut; 1b leicht betaut (Mitte); Spiegel im geschlossenen Tubus 2 sind frei; im Tubus 3 nach wie vor alle Spiegel frei, Tubus innen wie außen stark bereift
21.30 Uhr – FS 1a hat dreifache Lage Velours als Iso-Schicht auf der Rückseite erhalten
21.30 Uhr - FS 1b frei; Spiegel im wieder geöffneten Tubus 2 sind frei, FS hat am äußersten Rand einen Kranz von Eiskristallen; Tubus 3 innen und außen inzwischen stark vereist, beide Spiegel nach wie vor absolut frei
22.00 Uhr - FS 1a und 1b frei; der FS im Tubus 2 hat auch in der Mitte ein einsames Eiskristall, der Kristallrand am Rand ist unverändert, der Tubus wurde in 45° Stellung geneigt, Deckel wird 15 Minuten geschlossen; Tubus 3 unverändert mit klaren Spiegeln. ...-10 Grad
22.15 Uhr - FS 1a mit leichtem flächigen Taubeschlag; FS 1b mittiger Taubeschlag; FS im Tubus 2 ohne Tau, nach wie vor mit Eiskristallen am Rand und einem in der Mitte; Tubus 3 unverändert im eispanzer aber mit klarer Optik

Fortsetzung folgt....aber es hängt schon mehr als nur ein Zeigerchen dran.

Gruß
*entfernt*
 
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Hallo Günther,

danke für den Aufwand. Das sollte doch jetzt Klärung bringen.
Bin gespannt auf Dein Fazit.

LG
 
Weiter gehts:

22.45 Uhr - Tau am FS 1 a wird stärker, Eiskristalle an der abdeckschicht aus Veloursfolie; FS 1b konstant nur mittg ein größerer Tau/Eisfleck; Tubus 2 mit konstanten Eiskristallen, noch beobachtungsfähig; Tubus 3 in Reif und Eis erstarrt, aber mit blitzblanker Optik

23.30 Uhr - FS 1a und 1b nun beinahe dicht, auch der HS darunter ist zugetaut; Tubus 2 nun mit leichten Tauanflug auf der kompletten Fläche des FS zwischen den immer noch vorhandenen Eiskristallen, der HS erscheint noch tau und eisfrei; Tubus 3 vollbereift, Optik nach wie vor absolut perfekt frei.

Das Experiment wird nunmehr abgebrochen, da Tubus 3 eindeutig nicht zu schlagen ist und Stand 23.50 Uhr immer noch eine freie Optik hat.
Der ISO-Tubus (Wandisolierung vorne und hinten offen, also sehr offene HS-Spiegelzelle) und ein an der Rückseite "unbehandelter" FS auf leichter, massearmer Halterung machen offensichtlich den Unterschied.
Die Belüftung hatte ich bezüglich ihrer Auswirkung auf Tau-/Eisvermeidung offensichtlich überschätzt, sie lief heute nicht.

Ich werde versuchen, morgen das Experiment mit FS 1a und 1b (Rückseite geschwärzt, ungeschwärzt und alukaschiert mit HS darunter um die tubuslose Variante zu erweitern.
Dann dürften alle Eventualitäten erfasst sein.

Gruß
*entfernt*
 
Heute beobachtet, von ca. 20 Uhr bis 2 Uhr.

Offener Gitterrohrtubus, außen und innen komplett vereist,
Fangspiegelspinne vereist, Fangspiegelhalter vereist,
Hauptspiegelzelle vereist.

Die Spiegel waren alle frei, ich hatte eine erfolgreiche
Nacht...

 
Hallo Gerd,

wie ist Dein FS (Rückseite, Kanten geschwärzt oder blank pp) und der Halter (offen, FS geklebt, oder Fassung, eventuell mit Luftpolster hinter dem FS pp) beschaffen?

Eine ähnliche Meldung von dir hatten wir doch bereits als es um die Versuche ging, Beweise für den behaupteten Vorteil völliger Tubuslosigkeit zu finden und deren fehlende Begründung zu suchen.
Auch damals war das deutlich komplexer als es manche Leute gerne hätten.

Gruß
*entfernt*
 
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Hallo,

Ein größeres Foto vom Fangspiegel habe ich derzeit nicht:

Link zur Grafik: http://www.corcaroli.de/Bilder/Newton_300_1200/Fangspiegel_02.jpg

Der Halter überdeckt fast den gesamten Fangspiegel, es schaut
nur ein kleiner Teil heraus.
Die Kanten vom Fangspiegel habe ich geschwärzt, aber weniger
wegen dem Wärmeverlust, sondern wegen dem Streulicht, die
eine ungeschwärzte Kante verursacht.

Ich weiß aber im Moment nicht, wie die Rückseite vom
Fangspiegel aussieht. Das Teleskop liegt noch im Auto,
eventuell schreibe ich später etwas dazu.

Viele Grüße
*entfernt*
 
Hallo Gerd,

danke schon mal, die Konstruktion kenne ich vermutlich.
Unter der lackierten Metallplatte mit den Schrauben dürfte eine großflächige (schräge) Grundplatte aus Metall sein auf die der FS mit drei Blops aus Silikon die minimalen Abstand zwiwschen Platte und FS-Rückseite schaffen aufgeklebt ist.
Die Rückseite des FS kreigt, bis auf einen gaaaanz schmalen Rand, keinen Himmel und damit auch kaum "Strahlung" zu sehen.
Sie hat aber Abstand genug, um z.B. von der schwarzen Platte mit den Schrauben, die voll in der "Strahlung" liegt und von der Grundplatte auf der sie klebt "entkoppelt" zu sein.

Gruß
*entfernt*

 
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Hallo,

Der Newton ist aus dem Auto ausgeladen, ich konnte nachsehen
wie meine Fangspiegelhalterung aufgebaut ist:

Sie ist zweigeteilt.
Ein innerer abgeschrägter Kunstoffzylinder, auf dem der
Fangspiegel aufgeklebt ist.
Eine äußere runde Kunststoffgrundplatte, durch die von der
zentralen Befestigungsschraube gehalten wird.

Zwischen den inneren Zylinder und der äußeren Platte sind die
Druckfedern, dadurch entsteht ein Spalt zwischen diesen
beiden Bauteilen, die durch die durch die Federn laufenden
Justierschrauben zusammengehalten werden.

Viele Grüße
*entfernt*

 
Schön wie sich der Thread entwickelt,mir aber immer weniger weiterhilft....

Tatsache ist, bei schwierigen Bedingungen habe ich ein Tauproblem auf meinem Fangspiegel. Geklärt ist, dass wenn ich eine Heizung besorge, diese mit angeklebten Heizwiderständen am Fangspiegel realisiert wird und nicht mit einem um die Spiegelhalterung gelegtem Heizband.
Nicht geklärt ist, ob mir ein simples Stück Alufolie auch schon helfen könnte ( ohne dabei z.B. als Streulichtverursacher zu schaden).

CS Horst
 
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Hallo Horst,

Das simple Alufolienstück hilft Dir nicht.

FS 1a aus meinem Versuchsaufbau war rückseitig, einlagig mit Alufolie kaschiert und taute genau so schnell zu wie die schwarz lackierte Variante.

Wer am bestehenden Newton Probleme mit Tau am FS hat ist mit einer schwachen Heizung über Widerständes sehr gut beraten.

Einen Newton so umzubauen, dass keine Probleme mehr auftreten ist aufwändiger.
Das ist gesicherter, vorläufiger Zwischenstand. Weiteres folgt noch.

Gruß
*entfernt*
 
Hallo zusammen,

die Spinne verbaut Dieter Martini auch und ich kann aus eigener Erfahrung berichten, dass, wenn es nur kalt und feucht genug ist, der FS auch zueist. Und das, egal ob der Tubus mit oder ohne Socke betrieben wird. Ich lege ihn in Beobachtungspausen waagerecht, dann gibt es sich meist.

Ganz gefeit ist er also nicht.
Grüße. Olaf
 
Zitat von *entfernt*GMS:
mit Alufolie kaschiert ... taute genau so schnell zu wie die schwarz lackierte Variante
Hallo miteinander,

zur strahlungsbedingten Unterkühlung von blanken und lackierten Oberflächen hatte ich im Zusammenhang mit meinem offenen Spiegel schon vor Jahren einen ganz einfachen Versuch unternommen, siehe dortige Eingabe #787927 - 2011-01-30 22:36:39, den jeder bei der gegenwärtigen Witterung selbst nachvollziehen kann.

Gruß, Jan
 
Hi Günther,

danke fürs Testen und Teilen deiner Ergebnisse. Aufgrund der riesigen Anzahl an Einflussfaktoren sind Vergleiche & Übertragbarkeit aber so gut wie unmöglich. Die wichtigste Fragestellung hast du aber offensichtlich beantwortet: Ist die Alu-Methode grundsätzlich ausreichend zur Tauvermeidung ? Das ist scheinbar nicht der Fall. Aktiver Tauschutz ist dann unumgänglich.

Es könnte aber gut sein, dass die Alufolie bei den Bedingung von Horst ausreichend ist. Müsste man ausprobieren. Z.B. hatte ich auf dem Balkon in meiner alten Wohnung nie Probleme mit Tau & Eis....in der neuen Wohnung entstehen die ersten Tautropfen schon kurz nach Sonnenuntergang.

Hast du vielleicht noch ein Foto von deinem Versuchsaufbau ? Weißt du noch, ob sich auf der Alufolie Tau oder Eis gebildet hat ?

Grüße
Benny
 
Hallo,

Aufgrund der riesigen Anzahl an Einflussfaktoren sind Vergleiche & Übertragbarkeit aber so gut wie unmöglich.

Das sehe ich auch so...
Ich habe schon in Nächten beobachtet, an dem wirklich alles
am Teleskop dick zugefroren war, und die Spiegel trotzdem frei
blieben.
Ich kann mich an Nächten erinnern, an denen ich innerhalb
weniger Minuten am Teleskop nichts mehr sehen konnte, da der
Haupt- und der Fangspiegel innerhalb weniger Minuten zugetaut
waren.

An meinem Schiefspiegler ist der Fangspiegel im
Fangspiegeltubus wirklich dick eingebaut, und dennoch gibt
es auch hier das gleiche Phänomen:
Immer mal wieder sind Nächte dabei, wo der plötzlich
beschlägt, während wiederum in anderen Nächten, an dem am
Teleskop das Wasser herunterläuft oder alles vereist ist, die
Spiegel alle frei bleiben.

Die Bedingungen und Umstände die ein zutauen oder freibleiben
der Optik beeinflussen, sind so vielfältig, so das man
eigentlich ständig die Bedingungen in der jeweiligen Nacht
(Wind, Temperatur, Luftfeuchte etc.) aufzeichnen müsste, um
hier die Zusammenhänge richtig zu erforschen.

Weiter müssten auch die Parameter der Optik erfasst werden:
Ein frisch aus der Wohnung geholtes Teleskop mit noch warmen
Spiegeln taut meiner Erfahrung viel weniger zu als ein schon
stundenlang ausgekühltes Teleskop.

Viele Grüße
*entfernt*
 
Hallo Leute,

na dann bin ich ja nicht mehr so ganz alleine damit:

Zitat von *entfernt*GMS:
Hallo Jan,

"gut ist", dass DEIN HS nicht zutaut. :super:
Gut ist auch, dass meine HS und meine FS nicht zutauen. :cool:

Das beweist Einzelfälle unter unseren besonderen Umständen.

Gruß
*entfernt*

Und nur das will ich ja auch beweissen, weil ja der völlige Tubusverzicht oder auch ein Stück Alufolie immer wieder als Allheilmittel angeführt werden.

Nun gut, mein zweiter Testaufbau steht.

Drei Fs hängen seit 17.15 über dem 8" f/6 Spiegel der senkrecht in den Himmel zeigt und frei auf einem Stativ ruht. Sie hängen alle im vorgesehenen Neigungswinkel und innerhalb des Strahlenganges des hauptspiegels.

FS 1 - Rückseite einlagig alufolienkaschiert, leichter Winkelhalter geklebt
FS 2 - Rückseite und Kanten geschwärzt, schwerer Vollmaterialhalter geklebt
FS 3 - rückseite und kanten blank, leichter Winkelhalter geklebt.

Außer Konkurrenz läuft mein 114/660er wie im ersten Test, dieses Mal mit Lüftung im Dauerbetrieb.

Zusätzlich habe ich noch (danke für den Hinweis Jan) die Keksdose auf die bereifte Wiese geworfen.
Deckel mit dem Lack nach oben, Dose mit der blanken Innenseite nach oben.
Mal schauen, wie und ob sich Keksdosen auf der Wiese von Teleskopspiegeln unter Einsatzbedingungen unterscheiden.

17.45 Uhr - kein Tau, kein Reif

Gruß
*entfernt*
 
Fortsetzung Test 2,

17.45 Uhr - kein Tau, kein Reif

18.15 Uhr - kein Tau, kein Reif

18.45 Uhr - inzwischen -8 Grad, kein Tau, kein Reif auf den Spiegeln; Der lackierte Deckel der Keksdose zeigt großflächig Reifansatz

19.25 Uhr - alle Spiegel frei; Reif auf Alukaschierung des FS 1; Newtontubus außen mit größeren Reifflecken; stärkerer flächiger Reifansatz auf dem Deckel der Keksdose

20.10 Uhr - nun -10 Grad, alle drei frei hängenden Spiegel frei, Rückseiten und Ränder mit leichten Eiskristallbesatz; Tubus 114er stark bereift auch innen auf dem Velours beginnende Bereifung, Fanspiegel und Hauptspiegel frei; Keksdosendeckel beisseitig (also auch die auf dem Boden (Gras) liegende Unterseite bereift, Keksdose innen sauber, Unterseite ebenfalls bereift

20.45 Uhr - FS 2 mit leichtem Taubefall in der Mitte der Spiegelfläche, sonst alles unverändert

Fortsetzung folgt...

Gruß
*entfernt*
 
Fortsetzung und Ende Test 2,

21.20 Uhr - FS 2 etwas mehr Tau in der Mitte; FS 1 leichter Tau an mehreren Stellen in der Spiegelmitte; FS 3 Eiskristalle auf der Fase zur Spiegelfläche, auch am Rand und auf der Rückseitenfläche des FS

22.00 Uhr - inzwischen -10 Grad, FS 1,2,3 keine wesentlichen Veränderungen; Nerwton alles vereist, HS und FS frei

22.30 Uhr - FS 1 fast flächig ganz leicht betaut, einige Eiskristalle am Rand und in der Mitte der verspiegelten Fläche, viele Eiskristalle an der Rückseite; FS 2 Tau und Eiskristalle etwas stärker als FS 1; FS 3 viele Eiskristalle an Rückseite und Rand (Fase zur verspiegelten Fläche umlaufend mit Eiskristallen besetzt, 2 Kristalle auf der Fläche;
Newton alle Spiegel frei, Keksdose himmelwärts frei von Reif und Tau, Dosenrückseite und Deckel extrem bereift

23.00 Uhr - keine Änderungen Abbau.

-Der völlig frei liegende HS im Aufbau mit den drei Fangspiegeln zeigte bis zum Schluss zu keiner Zeit und an keiner Stelle Tau oder Reifbefall.
-Der Isotubus des 114er Newtons wurde im Gegensatz zum gestrigen Aufbau durchgängig belüftet (saugend von hinten mit geringem Luftdurchsatz). Der am Rand und rückseitig schwarz lackierte FS taute mit Lüftung nicht zu sondern blieb, wie der HS, bis zum Testende tau- und eisfrei.

Gruß
*entfernt*
 
Hallo Günther,

Zitat von *entfernt*GMS:
Das deutet darauf hin, dass der Fangspiegel von der Aufhängung thermisch nicht entkoppelt ist, so wie in dem weiter oben von Dir beschriebenen Fall, und er einfach durch unmittelbaren Wärmekontakt mit der Aufhängung heruntergekühlt wird. Da bringt die Alukaschierung natürlich nichts.

Zitat von *entfernt*GMS:
Keksdosendeckel beisseitig (also auch die auf dem Boden (Gras) liegende Unterseite bereift, Keksdose innen sauber
Da kommst Du also zu demselben Ergebnis wie ich damals.

Zitat von *entfernt*GMS:
Der völlig frei liegende HS im Aufbau mit den drei Fangspiegeln zeigte bis zum Schluss zu keiner Zeit und an keiner Stelle Tau oder Reifbefall
Tatsächlich also wie auch bei meinem offenen Spiegel und der Keksdose.

Gruß, Jan
 
Zitat von Jan_Fremerey:
Zitat von *entfernt*GMS:
... deutet darauf hin, dass der Fangspiegel von der Aufhängung thermisch nicht entkoppelt ist ... und er einfach durch unmittelbaren Wärmekontakt mit der Aufhängung heruntergekühlt wird.
Nachdem wir jetzt offenbar auch experimentell geklärt haben, dass eine blanke Metallfläche vor Kälte schützt, komme ich auf meinen ursprünglichen Vorschlag zurück, dass man nämlich die Spinnenbaugruppe selbst mittels Alufolie gegen den kalten Himmel abschirmt. Etwas ansprechender könnte man die Abschirmung vielleicht gestalten durch den Einsatz einer blanken metallischen Blende, die die gesamte Baugruppe einschließlich der Spinnenarme bündig abdeckt.

Gruß, Jan
 
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Vielleicht habe ich irgendwas nicht verstanden oder überlesen, aber ich komme zum Schluss, wenn der FS thermisch vom Spiegelhalter entkoppelt ist, brauchts auch keine Alufolienkaschierung, und ist der FS nicht entkoppelt hilft eine Alufolienkaschierung höchstens marginal.
Ich besorg eine Heizung und bin damit auf der sicheren Seite...

Korrigiert mich wenn ich daneben liege.

CS Horst
 
Hallo Jan,

ein recht bemerkenswertes Fazit.
Der völlig unbehandelte FS ist mit und ohne Tubus besser.
Wofür also den Aufriss?
Warum sich einen Streulicht und Störlichtwerfer in den Strahlengang setzen?

Dann doch wohl eher Störlichtvermeidung konsequente Schwärzung plus Lüftung.

Gruß
*entfernt*
 
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Hallo,

eine spiegelnde, blanke Fläche nimmt nur sehr wenig am Strahlungsaustausch teil - das war ja schon vorher bekannt.

Die Frage im Experiment war ja aber eine andere (oder ?): Reicht es aus, die FS-Halterung einfach nur mit Alufolie zu versehen, um Tau restlos zu vermeiden ? Und die Antwort ist: Nein, nicht unbedingt, bzw. nicht ohne weiteres.

Grüße
Benny
 
Hallo Horst,

Zitat von Grafzahl66:
wenn der FS thermisch vom Spiegelhalter entkoppelt ist, brauchts auch keine Alufolienkaschierung ...
Das erscheint jedenfalls nachvollziehbar und entspricht offenbar dem obigen Bericht #1255481 vom Günther.

Zitat von Grafzahl66:
... und ist der FS nicht entkoppelt hilft eine Alufolienkaschierung höchstens marginal.
Die Alukaschierung muss in diesem Fall nur vor die Spiegelhalterung gesetzt werden, um diese vor Unterkühlung zu schützen. Das ist vermutlich mit weniger Aufwand verbunden als die nachträgliche Schaffung eines Luftspalts zwischen Spiegelhalterung und Spiegel, wo eine Wärmeentkopplung dieser Art nicht bereits werksseitig installiert ist, und auch weniger aufwändig als die Anbringung einer Heizvorrichtung.

Gruß, Jan
 
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Hallo Jahn, Günther

@Jan: Deine hilfreichen Hinweise in Ehren. Aber das mit der Versiegelung der Fangspiegelstreben himmelwärts bei 0,5 mm Fangspiegeldicke kann doch so viel nicht ausmachen. Eine passive Lösung, wie Du sie vorschlägst wäre aber zu begrüßen. Zumindest werde ich den Tauschutzdeckel entsprechend mit einer spiegelnden Folie versehen.

Bezüglich er Versiegelung der FS-Halterung (himmelseitig) kann man gewiss noch mit einer entsprechenden Pfanne (sie seitlich abblendet) arbeiten.

Aber: Die Versiegelung der Fangspiegelrückseite würde zusätzliches Streulicht verursachen und das geht auch zu lasten des Kontrasts. Hier muß schon im Tubus entsprechend mit Antireflexfarbe / Velours vorgesorgt werden.

@Günther: Erstmal vielen, vielen Dank für Deine Mühen. Wie ist denn dazu Deine Einschätzung auf die Übertragbarkeit auf andere Witterungsverhältnisse. In unserer Region war es ja noch recht trocken die letzten Tage.

Z.B. hat bei meinem 18er ausgereicht, wenn ich die Spiegel 1 h vor der Beobachtung enteise. Fazit: Erst in den Morgenstunden setzten sich die Spiegel wieder zu (waren zugefroren). Heute Nacht um 2:30 waren sie jedoch frei von Taubeschlag und Eis. Und wir hatten -8°C.

Beim ACF konnte ich das auch schon so feststellen. Ist es besonders trocken. Die optischen Flächen sauber, hat man kaum mit Taubeschlag oder Eis zu kämpfen.
Nimmt aber die Luftfeuchtigkeit zu, hat man den Salat. Deswegen Föne ich die Flächen ab. D.h. habe auch wenig Ansatzpunkte für Verunreinigungen an denen sich gerne Eiskristalle entlang ziehen (z.B. Spinnweben).

Langfristig werde ich auf Lüfter setzen. Aber Jans Lösungsvorschlag wird bei meinem 18er ebenso im Bereich des Tauschutzdeckels umgesetzt.

Grüße,
Gerrit
 
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Ich hatte dieses WE auch keine Probleme, war allerdings auch nur jeweils eine gute Stunde drsussen ( Teleskop ca.30Minuten länger)
 
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