Farbverläufe in den Sternen - Chromatische Aberration? - Wie kann ich das entfernen?

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hallo,

immer wenn Licht durch Linsen geht, kann es oft vor allem offaxis zu Farbverschiebungen kommen
je schräger der Lichteinfall, desto mehr benehmen sich Linsen wie Prismen und der Designer hat alle Mühe das zu kompensieren
gibt es ein Spotdiagramm zur verwendeten Apo/Flattener Kombi kann man das dort meist schon beurteilen
vor allem bei hellen Sternen sieht man das, weil die genug Licht liefern um auch weiter vom Stern entferntes Streulicht zu zeigen
dann genügt es oft nicht, die RGB Bilder auf G zu alignen
heute ziehen viele den Sättigungsregler sehr auf, und dann wird die Farbseparation um so deutlicher

aus meinem EBV Nähkästchen:

Leider gibt es immer noch kein Programm, das Artefakt von Realität so treffsicher unterscheiden kann wie ein Mensch
jedes kleine Kind sieht sofort, dass da etwas nicht stimmt wenn der Stern zB innen Rot und aussen Blau gefärbt ist
aber kein (mir bekannter) Algorithmus ist dazu in der Lage

Wenn es nur kleine Flecken sind, kann man im Photoshop eine neue Ebene anlegen, auf Farbe stellen, und etwas weichzeichnen
das verschmiert die Farbkleckse. In der schwarzen Maske den Stern weiß herausmalen.
Weil Farbe weichzeichnen auch entsättigt, kann man mit einer Hilfsebene für diese Ebene sie Sättigung wieder etwas anheben.

Schwieriger sind Fälle, wo wirklich große Teile des Sternes komplementär gefärbt sind.
Hier hilft nur Farbumkehr oder gleich Färben (mit Farbton/Sättigung), und den abtrünnigen Teil des Sternes in der Maske herausretuschieren.
Weil es meist nicht so viele hellere Sterne sind, ist das nicht sonderlich aufwendig.
Man fragt sich dann manchmal, was eigentlich die richtige Farbe des Sternes ist - meist ist evident wie der Löwenanteil gefärbt ist
selten muss man den Spektraltyp nachschlagen

Rosafarben sind Sterne übrigens nie, da sollte man den Magentaanteil runterregeln oder ins Blaue transferieren - je nachdem.

lg Tommy

Anhang: als Beispiel das Sharpstar Askar FRA600 Spotdiagramm
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Hallo Tommy,

Leider gibt es immer noch kein Programm, das Artefakt von Realität so treffsicher unterscheiden kann wie ein Mensch
jedes kleine Kind sieht sofort, dass da etwas nicht stimmt wenn der Stern zB innen Rot und aussen Blau gefärbt ist
aber kein (mir bekannter) Algorithmus ist dazu in der Lage
leider kenne ich auch kein Programm mit dem das auf Knopfdruck möglich wäre, aber einen Kandidaten für den Algorithmus: wäre die Hough Transformation,
hier werden Pixel geprüft ob sie die parametrische Form einer z.B. Geradengleichung oder Kreisgleichung erfüllen, und findet so Geraden, Kreise oder anderes was sich parametrisch formulieren lässt.
Wenn man das einzeln auf die RGB Kanäle anwendet müsste man eigentlich die Offsets der Kreismittelpunkte bestimmen können. (Natürlich braucht man noch die Anpassung vom Kreis der ja den äußeren Rand bezeichnet und den Pixelabstand vom Mittelpunkt = t (Radius) hat zur Scheibe Pixelabstand <= r)

Grüße

Dietmar
 
Hallo zusammen,

nachträglich noch danke für die ganzen Antworten. Ich habe bis heute das Teleskop in die Ecke geworfen und wollte mich nicht mehr damit auseinandersetzen. Mich reißt so etwas immer in den Keller und da ist die Lust erst einmal weg. Ich habe die heutige klare und mondlose Nacht mal damit vergeudet, weitere Tests durchzuführen.

Ich habe mal den Abstand zum Flattener mal einen Millimeter nach hinten, und 2-3 Millimeter nach vorne verändert. Das hat nichts gebracht. Dann habe ich den Flattener ausgebaut, und einfach mal ohne aufgenommen.

Hier mit Flattener. Ganz Roh aus der Kamera im Fitsviewer abgescreenshotet. Auch wenn kaum Sättigung vorhanden ist, man sieht schon die blauen Bereiche oberhalb der Sterne.
1651094640325.png


Hier ohne Flattener:
1651094711290.png


Hier mal die gleiche Aufnahme ohne Flattener, aber weniger gestreckt, da kommt das besser zur Geltung, sonst auch wieder unbearbeitet:

1651094806512.png


Ich habe am Feather Touch noch an der oberen Schraube das bewegliche Rohr mehr geklemmt, so dass es noch zum fokussieren geht, wenn auch viel schwerer. Ich kann aber kein Spiel erkennen, was ich von so einem teuren Auszug auch erwarte.

Korrigiert mich, und schlagt mich gerne, wenn ich hier falsch liege. Aber bei einer Verkippung, müssten sich ja der Effekt auf einer Seite stärker ausprägen, oder schwächer. Ich habe diesen Effekt aber bei allen Ecken ziemlich identisch vorhanden.

Nebenbei, ohne Flattener sind die Sterne gar nicht so extrem elongiert wie ich erwartet hätte. Minimal schon, aber ich dachte das wird deutlich Sichtbar. Ist aber auch nur ein APS-C Sensor.

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@tommy_nawratil - Dein Tipp aus dem Nähkästchen ist wirklich Goldwert. Ich glaube, damit kann ich meine bisherigen Aufnahmen retten. Bei ganz großen Sternen klappt das nicht so ganz, da die Verschmierung wohl nicht ganz ausreicht. Aber da kann ich mit der normalen Retusche arbeiten. Danke!

Ich hab jetzt nach der Spielerei auch wieder keine Lust mehr, weiter herumzuexperimentieren. Ich werde da so beim Händler berichten, und erwarte hierzu eine Stellungnahme. Vielleicht ist das einfach die Abbildungsqualität von dem Apo, und es geht einfach nicht besser. Vielleicht sind meine Erwartungen einfach zu hoch für ein 5000€ Teleskop, und ich hätte besser ein 15000€ Takahashi, TEC, Astro-Physics oder auch nur 9000€ für ein APM - LZOS ausgeben sollen, dann hätte ich vielleicht Ruhe gehabt...
 

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Hallo Dane,

auch wenn es dein Teleskop nicht besser macht, ich fühle mit dir.

Mich erinnern die Bildchen ein wenig an meine Reise mit den Lanthan Doublets.
Mit einer OSC hatte ich die gleichen Erscheinungen an allen Sternen. Mit einer Mono Cam wurde es dann bei kleinen/normalen Sterngrößen besser; dicke Brummer behielten ihre CA.
Meine Lösung war recht simpel: Lanthan Murks verkaufen und einen, von Tommy optimierten, ESPRIT120 kaufen.
Jetzt ist Ruhe im Schacht und ich frag mich trotzdem immer wieder warum ich mir Newton und RC antue :unsure:
 
Hi Dennis,

die Erscheinungen habe ich leider auch an meiner Mono. Ob das dort weniger ausgeprägter ist, kann ich schwer vergleichen.

Mein letztes Newton wurde am Montag abgeholt. Wobei ich zukünftig nicht ganz spiegelfrei bin, da ein C11 bald Einzug hält. Ein Newton tue ich mir vorerst mal nicht so schnell wieder an, auch wenn ich mein ONTC1012 mit etwas schwerem Herzen verkauft habe. Gleich zweimal nicht da sein Ersatz, das hier erwähnte Apo, leider nicht zufriedenstellend abbildet.

Das blöde war ja auch noch, das ich das Apo vorher schon mal einsenden muss, weil ja die die Klemmen für eine Linse zu fest gespannt waren, und wenn ich das nun wieder einsenden muss, drehe ich echt durch. Zumal das in der Dimension echt Arbeit ist, zum anderen ist die Transportkiste schon verbeult, und der Karton der Transportkiste fällt nach zwei Sendungen schon fast auseinander.

Ich bin gespannt wie die Antwort vom Händler aussehen wird, und was es noch für Möglichkeiten gibt.
 
Ich bin gespannt wie die Antwort vom Händler aussehen wird, und was es noch für Möglichkeiten gibt.
Offenbar hattest Du auch viel Pech. Und wie Du schon sagtest: zahlt man mehr, sollte die Qualität sicherer sein. Man kann ja mal so reinlesen hier 120/840 Skywatcher Esprit

Tommy hat da eigentlich immer hervorragende Stücke beim Esprit, offenbar sind die Kunden auch zufrieden damit. Aber auch bei Deinem Lanthan-APO sollte der Stern nicht bunt sein, der muss einfach zurück zum Händler. Auch ein Linsenfernrohr gehört zentriert. Ich drück Dir die Daumen - Du wirst letztlich DEIN Fernrohr finden. Wer sonst, wenn nicht Du, denn Du hast hohe Ansprüche und bislang Pech gehabt, und das wird auch mal aufhören.

lg
Niki
 
Hi Niki,

danke für den Link. Ein Esprit war bei mir vorher auch in der Überlegung, nur wäre es eher ein 150er gewesen. Ich würde schon gerne was im Bereich von 150 haben wollen, am besten mit Brennweite 1200mm, welche mir sehr gut gefällt. Die 840mm sind jetzt doch etwas nach dran an meinen ca. 600mm von meinem 100er Apo.

Falls ich mit dem Händler doch irgendwie einige werde, das ich das Teleskop zurückgeben kann, wäre meine Überlegung, noch etwas zu sparen, und dann mit Draufgabe ein APM - LZOS Apo Refraktor 152/1200 zu kaufen. Mit Hoffnung noch etwas Prozente zu bekommen, könnte ich das noch zusammen bekommen.

Ja das mit dem Aufhören von Pech wäre echt mal eine schöne Sache. :)
 
Die 150er sind sicher nicht schlecht. 150/1050 Esprit - 4 samples

Man kann bei allem Glück haben oder eben nicht, aber in der Preisklasse ist es schon Sache des Händlers, dass das Ding dann die erwartete Qualität erreicht. Du kannst mit Tommy stundenlang über über das Zeug reden, welches Objektiv wieviel "Restfarbe" oder laterale Farbe hat oder welchen Längsfehler, es gibt kein Teleskop, das fehlerfrei ist, im Sinne des physikalisch Machbaren.

Das Erste, das mir für Dich zweifelsfrei einfällt, wäre ein TOA-130. Da ist viel schweres und teures Glas drinnen, dafür kann der optisch halt auch was. Siehe auch Takahashi TSA 120 VS TOA 130NS oder über die Suchfunktion...

Der 130er liegt in Preis und Öffnung über dem TSA-120 aber preislich unter einem TOA-150. Und zwar deutlich. TOAs werden genau für Perfektionisten wie Dich gebaut. Ganz ehrlich. Plan B ist natürlich LZOS. Das kann nur der Bauch entscheiden.

lg
Niki
 
Danke Niki. Was die Entscheidung vom Bauch angeht muss ich leider sagen, nein! Denn vorher entscheidet leider mein Geldbeutel. :-( Wenn es nach mir geht, hätte ich gleich direkt ein TOA-150 genommen, ganz ohne Kompromisse.
 
ESPRIT 150 LP 5.900,-
TOA-130 LP 8.800,-
LZOS 152 LP 9.800,-
LZOS 130 LP 6.500,-

Deshalb fiel mir der 130er ein, das ist ein Kompromiss. Billiger als ein 150er LZOS, besser als ein Esprit. Wenn man davon ausgeht, dass jeder Verkauf Verluste bringt, dann muss man sich so gut es geht möglichst früh das Endgerät der Träume nehmen. Schwierig.

Entweder kein 150er, oder kein Tak. :alien:
Oder lange sparen. Leider. :oops:

lg
Niki
 
Nur mal so fuer's Protokoll:
Also das Zertifikat gibt auf der Achse immerhin einen Strehl von 0.95 an. Das ist ja schon ein Indiz dafuer, dass der APO so gebaut wurde, wie der auch gerechnet ist.
Da wuerde mich jetzt doch wirklich mal der Farbquerfehler (also Spotgroesse nach Farbe im Feld) von dem CF-155 interessieren.
Weiterhin sollte ein extra dafuer gerechneter Reducer/ Flattener die Off-Axis Aberrationen (Feldkruemmung, Astigmatismus, Farbquerfehler) signifikannt verringern (?). Auch da wuerde ich mal die Optikrechnung mit Flattener interessieren.
Ist ein sehr schoenes Beispiel, dass bei einem Astrographen das Strehlgetoese bestenfalls due halbe Miete ist.

Davonmal mal abgesehen, mit einer Sache wirst Du dich grundsaetzlich anfreunden muessen. Die Pixel der Kameras werden immer kleiner, aber auch die Spotdiagramme eines Taks wie dem TOA werden abseits der Achse damit nicht immer besser.
Dir passiert hier einfach das, was dir in deinem anderen Hobby auch schon passiert ist: Die Mehrzahl analogen Optoken koennen die eskalierenden digitalen Aufloesungssteigerungen nicht mehr ausreizen.
Und die Optiken, die das koennen, die werden dann langsam unbezahlbar: Auch ein FSQ-130 als fuenflinsiger Petzval braucht noch mal einen vierlinsigen ED-Korrektor, um zur vollen Form auszulaufen (da sind wir dann schon bei neun optischen Elementen in vier Gruppen). Aber das ist dann eben auch ein Ding fuer 16000Euro, dass sich einfach nicht mehr in relevanten Mengen verkauft und somit ei gestellt wird...
Von daher waere mein dringender Rat sich mit den Spotdiagrammen im Feld im Verhaeltnis zur Pixelgroesse mal vorher zu beschaeftigen, den einen Farbquerfehler abseits der Achse wirst Du da auch finden.
Gruss & CS
 
Danke für deine Ausführung. Du hast vollkommen recht, ich muss mich tatsächlich mal mit dem Thema Spotdiagrammen auseinandersetzen. Jedenfalls mal rein zum Verständnis.

Das sich dieses Problem nicht vollständig aus der Welt schaffen lässt, und es wohl auch bei einem TOA vorhanden ist, glaube ich sofort. Aber ich gehe mal davon aus, das es nicht so ausgeprägt ist?

Einen extra für das CF-155 gerechneten Flattener gibt es nicht, weshalb ich ja den Riccardi Flattener nehmen musste bzw. mir der von TS empfohlen wurde. In der Billig-Preisklasse war das wohl nicht vorgesehen, dafür auch noch extra einen passend berechneten Flattener zu erstellen. :)

Mir ist durchaus bewusst das ich wohl eine gewisse Kompromissbereitschaft haben muss, das habe ich in den letzten Jahren der Astrofotografie schon ganz gut lernen müssen...

@Niki - Ja, ich bin schon am überlegen och nicht die nächsten 2 Jahre ohne auskomme, und spare, und dann gleich richtig zuschlage. Ich will den gedanken aber noch nicht so wahrhaben wollen! ;-)
 
Also das Zertifikat gibt auf der Achse immerhin einen Strehl von 0.95 an.
Falls das Blatt tatsächlich den gegenständlichen APO darstellt (Man darf ja noch fragen... :D)
However. Ich weiß von Tommy, wie diffizil das Thema Justage am APO ist. Tu das Ding auf die optische Bank und sieh Dir alle Parameter an, alles andere ist Theorie.

Die Mehrzahl analogen Optoken koennen die eskalierenden digitalen Aufloesungssteigerungen nicht mehr ausreizen.
Das sehe ich auch so. Schon Contax brachte vor Jahrzehnten (!) eine kleine Broschüre heraus mit dem Titel "Warum wir unsere Objektive nicht weiter verbessern". (:LOL:) Weil die Filmplanlage auf der Bühne einfach zehnfach schlechter war als die Abbildung der Objektive in der Bildebene.

Viel anders geht es uns auch nicht. Mein FSQ-85 braucht auch noch einen 1,01x Flattener extra, um einen Chip zu versorgen. Wir sind da also - wie Du richtig sagst - am Anschlag.

sich mit den Spotdiagrammen im Feld im Verhaeltnis zur Pixelgroesse mal vorher zu beschaeftigen,
yepp. :y:

Und die bunten Figürchen hat auch ein TOA-150... samt Flattener oder Reducer. Alles eine Frage des Anspruchs, aber wer mit einem LZOS oder Tak nicht zufrieden werden kann, der wäre dann nicht wirklich leicht zu bedienen...

lg
Niki
 
Ich will den gedanken aber noch nicht so wahrhaben wollen! ;-)
Klar. Und es garantiert Dir auch nicht das Glück auf Erden. Aber ich denke, Du musst die Idee aufgeben, dass man sich den Erfolg in der Astrofotografie kaufen kann. Letztlich muss man wissen was man tut und wie und warum, und auch Glück und Ausdauer haben.

Manch einer bastelt sein Leben lang an seinem Newton herum, der andere kauft sich einen 200er Refi in einer Baader-Kuppel. Und beide müssen ihr Zeug soweit beherrschen, dass es irgendwas brauchbares liefert. Der größe Anpassungsprozess ist wahrscheinlich die Anpassung der Erwartung an die Machbarkeit bei diesem oder jenem Teil, das man gerade auf der Montierung hat.

Ein altes Zitat von Howdii: "Ich möchte nur mehr wissen, was ein bestimmtes Teleskop unter einem bestimmten Himmel leisten kann, und nicht, was das beste Teleskop ist."

lg
Niki
 
Einiges hat sicher mit können bzw. wissen was man tut zu tun, und kann man sich nicht so einfach kaufen. In meinem Beispiel hier habe ich aber meiner Meinung nach nicht viel Einfluss mit meinem können. Auch wenn ich Spotdiagramme lesen könnte, so hätte ich für dieses CF-155 nicht einmal eines. Letzten Endes kommt es bei dem Problem hier wohl eher auf den Geldbeutel drauf an, bzw. wie locker das Geld sitzt. Hätte ich mit ein TOA für den riesen Betrag gekauft, hätte ich vielleicht auch auch das Problem festgestellt, aber in einem so einem minimalen Mass, das ich vielleicht sage - Ja, nicht perfekt, aber immer noch sehr gut. und dann noch mit der Einstellung das 15k€ nicht die Welt sind, wäre das auch eher zu verkraften. :)

Vielleicht wäre ich aber auch damit unzufrieden, besonders wenn ich die Summe im Hinterkopf habe - in aktueller Situation bei der ich eben alles andere behaupte, das 15k€ nicht die Welt sind. Da geht meine Denkweise auch etwas wie Markus es beschrieben hat. Was hier die Kompromissbereitschaft angeht, müsste ich für ein TOA noch tief in mich rein hören. Bei Hobby ist das Geldausgeben und die Relation zum Nutzen ja immer so eine Sache, das wissen wohl die meisten. Ich gebe als Hobbyfotograf auch viel Geld für Kameras und Objektive Drohnen aus, verdiene damit aber auch etwas Geld und habe ein breites Spektrum an Möglichkeiten. Bei einem 150er TOA für 15k€ ist das schon etwas eingeschränkter was die Motive angeht, welche andere Sternwarten oder Weltraumteleskope um ein vielfaches besser eingefangen haben. Hinzu kommt das dieses Equipment auch noch 90% vom Jahr gar nicht genutzt wird. Und wenn ich da dann auch noch leichte Farbsäume vorfinde, dann hat das für mich schon einen bitteren Nachgeschmack. Ich bin gerne jemand, der auch mal was teures kauft, und lebe auch nach dem Prinzip - Wer billig kauf, kauft zweimal. Aber dann muss das auch wirklich passen. Das bedeutet, es muss einwandfrei sein, und ich muss auch einen ausreichenden Nutzen davon haben. Das trifft mich halt bei einem einzelnen Teleskop leider beides nicht zu, selbst wenn das TOA zu 100% frei von Farbsäumen wäre.

Vielleicht muss ich ja doch eines Tages wieder zu den Spiegeln zurückkehren, und darf mich dann sogar noch grösseren Öfnungsvehältnissen erfreuen. ;-)

EDIT: Bezüglich dem Zitat: ich glaube aber nicht das der Himmel hier die Ursache für meinen Farbfehler ist. :-D
 
Ich bin noch nicht bereit für den nächsten Apo. :-D Ich muss die kahlen und ausgerissenen Stellen auf meinem Kopf erst wieder nachwachsen lassen, bevor ich für was neues bereit bin.

Ich muss jetzt sowieso erst mal einen ausreichend grossen Komposthaufen finden, auf dem ich mein CF-155 schmeissen kann. Und dann mal sehen....
 
Ich muss jetzt sowieso erst mal einen ausreichend grossen Komposthaufen finden, auf dem ich mein CF-155 schmeissen kann. Und dann mal sehen....
Mal langsam.
Dass das Stueck so viel Farbe wirft, das ist fuer mich immernoch sehr dubios. Vielleicht erst mal mit dem Haus Ransburg reden und in beidseitigem Einvernehmen das Teil zum Tommy zum justieren schicken.
Vielleicht brauchst Du kein anderes Fernrohr sondern erst mal eine kompetente Dienstleistung...
Ich kann mir vorstellen, dass es auch fuer TS von Interesse ist, Klarheit zu haben, wo es haengt.
Davon mal abgesehen, der Riccardi ist an sich sehr gut. Den wuerde Ich erst mal behalten, der kann sich zukuenftig eventuell noch bewaehrenCS
 
hallo,

ist die Farbverschiebung auch auf der Achse, also in der Bildmitte?
Hatten wir das schon besprochen?

Um das zu beurteilen, muss man auch die Lage des Bildfeldes am Himmel berücksichtigen, denn die Atmosphäre selbst
verursacht abseits vom Zenit auch diesen Effekt:

Um die Dispersion von einem Teleskopfehler zu unterscheiden, das ganze Teleskop+Kamera drehen und nochmal eine Aufnahme machen.
Bleibt die Farbverschiebung im Bild gleich orientiert, dann sitzt die Ursache im Teleskop.
Dreht sie mit den Sternen mit, ist es die Atmosphäre. Oder direkt im Zenit testen.

Bei einem Triplett lässt sich so eine Farbverschiebung durch Justage meist beeinflussen.
Man justiert mit weißem K-Stern auf Achse für Komafreiheit, und muss gleichzeitig darauf achten dass es keine Farbverschiebung gibt.
Gibt es einen zu starken Keilfehler beim Linsenabstand, dann kann man es nicht ganz auskorrigieren.
Das ist eine allgemeine Info, ich kenne die CFF Apos und wie die sich verhalten nicht.

lg Tommy
 
Hi Tommy,

das war bisher noch kein Thema. ich weiss das ich vom Händler aber diesbezüglich angefragt wurde, ob es sich auch um atmosphärische Dispersion handeln könnte. Da ich den Farbfehler auch bei Objekten hatte, welche oben über den Zenit sind, habe ich das für unwahrscheinlich gehalten. Und generell einfach aus dem Prinzip, da ich bisher damit nie Objekte nah am Horizont bzw. mit tiefen Stand aufgenommen habe. Hinzu kommt das ich auch ja vorher 2 Jahre mit einem 10" Newton mit identischer Brennweite gearbeitet habe, und dort nie solche Problem hatte, auch bei etwas tieferen Objekten. Ausser das Problem tritt bei Spiegelteleskopen nicht auf, nur bei Linsenteleskopen? Hinzu kommt, das ich mit dem 155er Apo mittlerweile mehrere Objekte aufgenommen habe, und den Fehler immer feststellen konnte.

Wenn sich aber mal Gelegenheit ergibt, kann ich das mit der Rotation der Kamera durchaus mal testen.

Danke für deine Erklärung.
 
Ach Dane, dir ist es aber auch alles irgendwie nicht gegönnt...

Es scheint wohl so, dass es bei dem Apo der Standard ist, weniger ein Fehler.
Für den deutlich günstigeren TS Lanthan APO oder einem APM152 wäre die Aussage für mich ok.

Der APM152 zeigt ein ähnliches Ergebnis mit einer ASI1600MC Pro. Aber da sprechen wir ja auch über FPL51/Lanthan und ~2k € weniger.
Leider gibt es das tolle Video dazu nicht mehr (YT Astro Vault Kanal = gelöscht).
 
Hi Dennis,

ja das Video von Astro Vault kenne ich. Damals war ich aber nicht sonderlich an einem so grossen Apo interessiert. Aber ich war damals recht erstaunt wie günstig das Teil war, das weiss ich noch. Damals dachte ich noch, so eine lichtschwache Tröte ist keine Option. So können sich die Meinungen ändern.

Auch wenn mir hier die Erfahrung zu anderen 150er Apos fehlt, für erwarte ich schon etwas weniger Farbe in den Sternen.
Ich habe TS jetzt mitgeteilt, das ich damit nicht zufrieden bin, und auch ob eine Serienstreuung hier auszuschliessen ist. Keine Ahnung wie die weiteren Optionen aussehen werden, aber zufrieden bin ich jedenfalls nicht, wenn ich an das ausgegebene Geld denke.

Bevor ich das Apo gekauft habe, recherchierte ich natürlich etwas. Leider gibt es hierzu kaum etwas. Aber ich bin unter anderem auf diesen Beitrag im Nachbarforum gestossen: TS APO 155 f8 - Astrotreff - Die Astronomie und Raumfahrt Community

Die Aussage "auch nicht den hauch von Farbfehlern, selbst bei Höchstvergrößerung nicht" - Kann ich nun mit Sicherheit nicht bestätigen. :)
 
Da ist was verkippt, denke ich, die Farbe ist ja kein Farblängsfehler mit einem gleichmäßigen Saum um die Sterne, sondern wie ein Farbquerfehler, allerdings über das ganze Bild in derselben Richtung. Rede mit Wolfi, ob er Dir einen Austausch schickt oder die Linsen justiert. :coffee:

lg
Niki
 
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