Flohmarktfund/Einsteiger

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Also, den Orionnebel siehst du ja schon bei einigermaßen dunklem Himmel mit dem bloßen Auge als kleinen Nebelfuddel. Mit deinem 76er siehst du auf jeden Fall deutlich mehr, das Zentrum mit den 4 Sternen, das sog. Trapez und das Nebelgebiet drumherum in hellgrau auf schwarz. Mit steigender "Seherfahrung" und bei richtig dunklem Himmel wirst du auch mehr und mehr Strukturen im Nebel erkennen können.

Das Auge muss auch gut an die Dunkelheit adaptiert sein, das dauert schon mal so 20 Minuten und sobald du auch nur kurz ein Licht einschaltest, ist alles wieder weg und du musst von vorne anfangen. Rotes Licht verhindert allerdings den Verlust der Dunkeladaption. Auch kannst du lernen, die Objekte im Teleskop indirekt zu beobachten, da unser Auge beim direkten Betrachten eine blinde Stelle auf der Netzhaut hat und mehr Helligkeit ankommt, wenn man ein klein wenig am Objekt vorbeischaut. Das erfordert aber etwas Übung.

Das wird schon

CS
Jochen
 
Hallo Steffen.

Deine Pupille öffnet sich bei Dunkelheit auf +-7mm. Da sind selbst die 76mm des Teleskops ja um einiges größer. Die Grenzgröße des Auges liegt bei etwa 6mag, wenn ich mich nicht irre. Mit dem kleinen Teleskop kommst du bereits auf 11mag. Und das sind ja schon einige Größenordnungen, da die Helligkeit logarithmisch angegeben wird.

Orion kann man aktuell noch gut sehen. So gegen 22 Uhr sollte es optimal sein. Suche dafür den Gürtel des Orion und etwas unterhalb davon wirst du einige Sterne in senkrechter Formation sehen. In der Mitte davon befindet sich der Orionnebel. Dazu solltest du die kleinste Vergrößerung wählen. Und nicht die Dunkeladaptation des Auges vergessen. Am besten 15-30 min vor dem Beobachten rausgehen und dann auch nicht mehr aufs Handy oder sonstige helle Lichtquellen schauen. Das macht einen gewaltigen Unterschied ;).

Der Orionnebel soll ja angeblich mit dem teleskop sichtbar sein.
Habe ihn vorgestern mit meinem 60mm Refraktor angeschaut. Jap, ist noch da :). Sehen konnte ich ihn auch bereits mit einem 8X21 Fernglas.

PS: Es gibt übrigens ein Programm, welches dir simulieren kann, welche Objekte du mit deiner Ausrüstung wie gut sehen kannst. Ist aber anfangs recht kompliziert. Sobald man sich aber dran gewöhnt hat, ist es sehr gut.


Gruß
Eugen.
 
Hallo Jochen,

mit dem indirekten Sehen hast du recht, nur die Begründung mit dem blinden Fleck auf der Netzhaut stimmt so nicht. Nimm dir doch mal ein Bio Buch für das 10. Schuljahr (z.B. Schmeil - der Mensch). Dort erfährst du etwas von Stäbchen und Zapfen mit ihrer unterschiedlichen Verteilung auf der Netzhaut und ihren spezifischen Stärken und Schwächen. Für moderne Menschen ohne Bücher tut es sicher auch Wikipedia.

CS Gerhard
 
Hallo Gerhard,

Mist, erwischt! Jetzt wollte ich mal mit meinem Halbwissen glänzen, wieder nix... und das trotz Bio LK vor 35 Jahren :beobachten:.

Aber du hast natürlich recht. Das hat irgendwas mit den farbsensitiven Zapfen und den helligkeitssensitiven Stäbchen (oder umgekehrt) zu tun. Ohne jetzt die Literatur zu bemühen, habe ich noch in Erinnerung, dass das Auge bei direktem Sehen nicht so helligkeitsempfindlich ist, dafür aber da mehr farbempfindlich, was ja nachts obsolet ist.

@Steffen: Sorry für die Falschinformation

Dunklen Himmel
Jochen
 
Guten Morgen,
Alles gut. ?.
Ich muss meinen Standort überdenken.
Orion ist immer über einer Straßenlaterne.
Und es strengt generell an.
In der anderen Richtung ist es dunkler mit dem großen Bär/Wagen über mir.
Auf ein Feld möchte ich jedoch noch nicht.
Und ich muss mir Mal jemand hier im Kreis Heinsberg suchen, als Vergleich.
Die jetzige Halterung ist besser, aber immer noch eine Krücke. Vertikal ist es soweit OK.
Aber horizontal ist es schon recht grob.

Gruß
Steffen
 
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