Fokusproblem Binokular am Dobson

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Ich habe den 1:2,6 Gwk wieder zurück geschickt gestern, weil der nicht funktioniert hat ...
Da macht es glaube ich mehr Sinn, ich hole mir die APM/Düring Komakorigierende Barlow mit 2.7x .
Kostet 189€, Lieferzeit 2 Tage, Komakorrektor ist drin, und ich gehe nicht so hoch mit der Vergrößerung/ Gesamtbrennweite,
wodurch das Bild dunkler wird. Ist das so richtig??? :unsure:
Christian,

der nominelle Vergrößerungsfaktor einer Barlow/GWK-Linse gilt immer nur für einen bestimmten Abstand dieser Linse vor dem originalen Fokus deines Teleskops.

Wenn du diesen Abstand vergrößerst, indem du diese Linse wie von Olli oben gezeigt in einer in den OAZ hineinragenden Verlängerungshülse vor dem Binokular montierst, dann verschiebt sich dadurch der sekundäre Fokus weiter nach hinten, was bei der Verwendung eines raumgreifenden Binokulars essentiell sein kann. Gleichzeitig erhöht sich damit aber auch der Vergrößerungsfaktor der Barlow.

Siehe Barlow Formalismus

Was die Verlegung vom Fokus und die Erhöhung der Vergrößerung betrifft, dürfte kein wesentlicher Unterschied zwischen dem 2,6x GWK und der 2,7x APM/Düring Barlow bestehen. Letztere ist jedoch zusätzlich noch komakorrigierend, und das sollte für deinen f/5-Newton ausschlaggebend sein. Vor einem Kauf sollte aber noch geklärt werden, ob sich diese APM/Düring Barlow ähnlich wie die GWKs im OAZ versenken lässt. (*)

Du musst dir allerdings über die Auswirkung eines so starken Barlow-Faktors im klaren sein. Das taugt dann im wesentlichen nur noch für sehr hohe Vergrößerung, wie man sie gerne für Planeten und Details bei der Mondbeobachtung einsetzt, nicht aber für lichtschwache Deep Sky Objekte.

Gruß, Peter

(*) Die Fassung der Linse hat einen 1,25" Außendurchmesser. Wenn man das im OAZ versenken will, sollte dieser also 2" aufnehmen können:

APM/Düring Barlow
 
Zuletzt bearbeitet:
Christian, um den verfügbaren Backfokus zu bestimmen, brauchst du gar kein Christian, um den verfügbaren Backfokus zu bestimmen, brauchst du gar kein Okular: du richtst dein Teleskop ohne Barlow, ohne Binokular, und ohne Okular auf den Mond und hälst eine Mattscheibe oder auch einfach ein Stück Papier hinter den voll eingefahrenen Okularauszug (OAZ). Du suchst dann den Abstand der Mattscheibe vom OAZ-Ausgang, wo der Mond ein scharfes Bild ergibt. Dieser Abstand ist der gesuchte Backfokus.
Wenn dieser Backfokus nicht ausreichend ist, wirst du mit raumgreifendem Zubehör wie Binokularansätzen Probleme haben. Ob eine bestimmte Barlow/GWK das Problem lösen kann, hängt dann sehr davon ab, wie knapp der Backfokus tatsächlich ist. Insofern ist es wichtig, diese essentielle Größe erst mal zu bestimmen.

Gruß, Peter
war grad kurz draußen, Wetter spielte halbwegs mit, war nur recht windig. Gemessen habe ich ca 3-maximal 3,5cm, kann das sein?
In Anbetracht dessen, was ich gemessen habe, was wäre die beste, verfügbare Lösung bis 300€, die an den T2 Anschluss vom Bino passt? :)
Es sollte jetzt auch nicht so rausklingen, als wären mir (Marken-)Namen wichtig. Was ich da hab, ist mir egal, Hauptsache es funktioniert.

Grüße

Christian
 
Du musst dir allerdings über die Auswirkung eines so starken Barlow-Faktors im klaren sein. Das taugt dann im wesentlichen nur noch für sehr hohe Vergrößerung, wie man sie gerne für Planeten und Details bei der Mondbeobachtung einsetzt, nicht aber für lichtschwache Deep Sky Objekte

Spätestens nach diesem "Erlebnis" war für mich das Thema Binoansatz am f4,5 Dobson erledigt; zumindest wenn ein stärker vergrößernder GWK ins Spiel kommen muß, um den Fokus zu erreichen...

Gruß Horst
 
Bei bekannter Brennweite der Barlow kann man mit dem bereits genannten Barlow-Formalismus den Vergrößerungsfaktor M und die Fokalverschiebung Δ für verschiedene Positionen der Linse berechnen:

a = [(M - 1) / M] f ........................ Abstand der Barlow vor dem originalen Teleskopfokus
b = (M - 1) f .................................. Abstand der Barlow vor dem verschobenen Fokus
M = b / a ........................................ Vergrößerungsfaktor
Δ = b - a ......................................... Fokaverschiebung

Mit f = -62,9 mm für die APM/Düring Barlow erhält man:

Code:
   M      a      b      Δ
        (mm)    (mm)   (mm)
  2,7   39,6   106,9   67,3  (nominelle Konfiguration)
  3,0   41,9   125,8   83,9
  3,25  43,5   141,5   98,0
  3,5   44,9   157,2  112,3
  3,75  46,1   173,0  126,9
  4,0   47,2   188,7  141,5

Also rein theoretisch kann man mit einer Barlow für den Preis einer stärkeren Vergrößerung auch größere Fokalverschiebungen erreichen. Dabei sollte man jedoch bedenken, dass die Abbildungsqualität mit zunehmendem Abstand von der nominellen Konfiguration, für die die Barlow gerechnet wurde, vermutlich nachlassen wird.

Gruß, Peter
 
Hallo Peter

Gerd gibt hier einen Bereich für f/4 von 2.1x bis 3.5x an.

Die Kombination als GWK fürs Bino kann ich ebenfalls sehr empfehlen.
Allerdings habe ich noch einen ADK dazwischen und nutze die Kombi entsprechend mehr für Planeten.

Universeller ist natürlich der 2" Glaswegkorrektor 1,7x für Newtons von Baader.
Damit erreich man auch noch größere Austrittspupillen.

Qualitativ finde ich den Sterntest in der Düring Barlow sogar noch besser.
Die Fresnellringe sehen nicht so verwaschen aus wie im Baader.
Im Fokus sieht man aber nix von.

Wie man die Düring Barlow an das Maxbright bekommt kann ich leider nicht sagen.

Gruß
CS
 
Wie man die Düring Barlow an das Maxbright bekommt kann ich leider nicht sagen.
Die Düring Barlow hat zwei T2 Gewinde, eines oben unter der Klemmung, und eines unten über dem 1,25" einsteckstutzen, an dem unten das eigentliche Barlowelement eingeschraubt wird.
Siehe hier

Das untere T2 Gewinde wäre also vin der Lieferausstattung das Mittel der Wahl, allerdings haben wir mit den 112mm des Binos schon einen Arbeitsabstand von 165mm, was einen Faktor von 3,58 ergibt, wenn wir für den Designfokus von 106,9mm 2,67x annehmen.
Wenn Gerd schon einen Toleranzbereich angibt, dann wohl aus gutem Grund, könnte also sein, dass wir die Barlow hier schon etwas überstrapazieren.
Mit diesem Adapter, der 28,5mm lang ist ab T2 Gewinde, kommen wir auf 140,5mm Arbeitsabstand und einen Faktor von 3,19x, der originale Fokus liegt also 44mm über der Barlow, wir brauchen so also noch 15,5mm Intrafokal ab Einsteckanschlag.
Mit diesem 24,5mm kurzen Adapter von Baader kommen wir auf 136,5mm Arbeitsabstand, also ein Faktor von 3,13x, in diesem Fall brauchen wir fast 20mm Intrafokal ab Steckanschlag.

LG
Olli
 
Hallo Freunde

Das ist so nicht ganz richtig. Der Adapter #2458105 von Baader hat ebenfalls eine Baulänge von 28mm. Siehe unterstes Bild Nr. 5 mit Bemaßung.

Ich, persönlich, halte von den kleinen Glaswegkorrektoren nicht viel. Wenn ich den angegeben 15mm Fokusssierweg Richtung Objektiv Glauben schenken darf, die 28mm vom Adapter und 10mm Baulänge von der Barlowlinse (Bild 7 von 10) dazu rechne, so führt man mit dieser Barlowlinse in den F5-Strahlengang rund 52,5mm vor der Primärbildebene eine 22mm Blende ein welche reichlich Ausleuchtung kostet.
Bei den Korrektoren von Baader 24mm , Siebertoptics 22mm und Televue zeigt sich ein ähnliches Bild.

Wenn ich die Bildhelligkeit sowohl mit dem 2,6er von Baader als auch mit dem 1,8er von Siebertoptics mit meiner F-20-Optik ohne Korrektor vergleiche so zeigt Die F20-Optik mit deutlichem Abstand das hellste Bild und das wohl gemerkt bei gleicher Austrittspupille!
Warum ist das so? Nun, das Großfelbino hat am Eingang, also 110mm vor der Bildebene, eine Öffnung von 28mm. Bei einer F20-Optik verjüngt sich das Strahlenbündel auf den 110mm bis zur Bildebene hin um gerade mal 5,5mm. Ich erreiche hiermit einen zu 100% ausgeleuchteten Bildkreis von 22,5mm Durchmesser.
Die kleinen Korrektoren haben aber nur eine Öffnung von gerade mal 22 / 24 und diese Blende liegt je nach Baumuster zwischen 50-90mm vor der Primärbildebene.
Entsprechend geringer ist deshalb auch die Ausleuchtung der Sekundärbildebene. Das wirkt genauso wie ein zu enger Okularauszug oder ein zu kleiner Fangspiegel.

Denkmeier hat daher genau aus diesem Grund für schelle Opiken den OCS-A45 entwickelt. Der gleicht die gesamten 110mm Lichtweg aus bei moderatem Verlängerungsfaktor. Die Feldlinse von diesem Korrektor liegt dabei ca. 80mm vor der Primärbildebene weist dafür aber eine Öffnung von satten 45mm auf.
Unterm Strich kommt damit deutlich mehr Licht zu Sekundärbildebene.
Denkmeier schreibt dazu, ich zitiere:
"Das OCS A45 wurde für schnelle Dobson-Teleskope entwickelt. Diese verfügen über sehr steil konvergierende Lichtkegel, welche vom Sekundärspiegel ausgehen. Da das OCS (Optical Corrector System) tief in den konvergierenden Lichtkegel eindringen muss (damit das Binotron 27 wieder im Fokus liegt), hat Denkmeier eine Optik gebaut, welche in Bezug auf die effektive Öffnung größer nicht sein könnte und trotzdem sicher in einer eloxierten Aluminiumzelle gehalten wird. Die Bilder sprechen für sich. In Verbindung mit dem "Binotron-27 Super System" erfasst diese Optik auch die äußersten Randbereiche, die das OCS A37 nicht erreicht, und erzeugt so ein lichtstärkeres Bild!"

Man sollte sich das mal in Ruhe durchlesen und zur Kenntnis nehmen!

Bei dem 1,7-Glaswegkorrektor für Newtonteleskope von Baader sieht die Sache folgender Maßen aus. Das "Trumm" steckt rund 80-85mm tief im Okularauszug. Dazu muß man noch die restlichen 30mm Lichtweg hinzu rechnen die dieser Korrektor nicht mehr ausgleichen kann. Die Feldlinse von diesem Korrektor liegt also hier rund satte 110-115mm vor der Primärbildebene und weist gegenüber dem OCS A45 nur eine Öffnung von 37mm auf.
Der OCS A45 dürfte also hier deutlich besser weg kommen und auch der lässt sich mit Sicherheit relativ einfach an die Baader-Binos adaptieren.

Also überlegt Euch das mal gut bevor Ihr euch für ein Produkt entscheidet.

Gruß Peter

 
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Hallo Namensvetter,

das Argument mit der Abschattung im f/5 Lichtkegel bei weit vor dem Binokukar stehender Barlow gibt natürlich zu denken. Du empfiehlst als Remedy diese OCS A45 von Denkmeier mit einer Apertur von 45 mm. Dafür wäre wie in allen anderen Fällen zu prüfen, ob sich die Linsenfassung hinreichend tief im OAZ versenken lässt. Billig ist diese Linse mit €299 ja nicht gerade. Der Baader 1,7x GWK für Newtons hat eine freie Öffnung von 37 mm hat und einen Steckdurchmesser von 2". Allerdings ist er wohl auf unbestimmte Zeit gar nicht lieferbar, so dass dies keine praktische Alternative darstellt.

Unter diesen Gesichtspunkten wäre dann wohl gleich die Anschaffung einer erschwinglichen 2" Barlow zu überlegen, wie etwa diese hier:

APM - Barlowlinse 2''

Die hat zwar ähnlich wie die von Baader "nur" eine freie Öffnung von 37 mm, aber das ist immer noch viel besser als die kleinen GWK-Linsen. Bei gewöhnlicher Nutzung von Okularen in der 2" Steckhülse soll sie einen Faktor von 2,5x liefern. Bei Verwendung eines Binokulars müsste man mit einem größeren Faktor und einer entsprechend größeren Fokalverschiebung arbeiten. Essentiell ist dafür allerdings, dass die Barlow-Linse tief genug in den OAZ eintauchen kann, wie oben in Post #35 beschrieben.

Diese Barlow hat im Unterschied zu der APM/Düring Barlow in 1,25" allerdings keine Komakorrektur. Dafür wäre sie mit €99 relativ preiswert.

Es gäbe wohl noch andere Optionen mit telezentrischen Barlows, wie diese oder jene, aber auch dafür müsste man die Randbedingungen prüfen, zumal die auch erheblich teurer sind.

Ich bin gespannt, ob bei all den guten Ratschlägen letztlich etwas Brauchbares und Erschwingliches für den Christian dabei heraus kommt.

Gruß, Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Namensvetter

Das mit der 2"-Barlowline klingt erst einmal verführerisch aber wie sieht das in der Praxis aus. Das ginge bestenfalls dann wenn die 2"-Steckhüle demontiert werden kann und man den Linsensatz so kurz wie möglich ans Bino Adaptieren kann aber, so wie ich das sehe reicht die hintere Linse der 2"-Barlowlinse bis dicht an die 2"-Steckhürse heran wo dann in der Praxis nur noch ein Lichtweg von ca. 45-50mm bis zum Okular verbleibt. Wir haben am Bino aber einen Lichtweg von 110mm zu überbrücken und wie ist dann der Verlängerungsfaktor von dieser Barlowlinse 3fach? 4-fach? ganz zu schweigen von der Abbildung da 110mm und nicht 45-50mm hinter der Barlowlinse übrig bleibt. Und wo die Feldlinse vor der Primärbildebene zu liegen kommt das wag ich noch gar nicht abzuschätzen.

Auch das mit der komakorrigierenden 2" telezentrischen Balowlinse klingt sehr verführerisch. Und mit genau dieser Barlowlinse habe ich das einmal an meinem 16er F4,5" Dobson durchprobiert. Ergebnis : Ich komme in Verbindung mit dem Bino bei weitem nicht in den Fokus, auch dann nicht als ich die lange 2"-Steckhülse entfernt habe und das Bino mit seinem 110mm Lichtweg mit einem Adapter ( Sonderanfertigung ) extrem dicht und so kurz wie möglich bis an den Linsensatz der Barlow heran gebracht habe. Mir fehlten da immer noch reichlich Stellweg am Okularauszug und das waren nicht nur ein Paar Millimeter sondern schätzungsweise reichlich 50-80mm. Ich habe es dann mit dem Ding drangegeben und die Barlow wieder verkauft. Man kann nun mal nicht mal schnell eben die Stangen am Dobson auswechseln nur um mit dem Bino zwischendurch mal in den Fokus zu kommen. Und das Teil ist auch nicht gerade billig. Das hat mich teures "Lehrgeld" gekostet.
Nun, man kann den ganzen Markt nach Möglichkeiten abklopfen aber ich habe da noch nichts Besseres als den OCS A45 für schnelle Optiken gefunden.

Gruß Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Vergesst das mit der Ausleuchtung wieder.
Ja, man führt 52,5mm vor dem Primarfokus eine 22mm Blende ein.
An dieser Stelle ist der F/5 Strahlenkegel 10,5mm breit. Bleiben 11,5mm "Bewegungsfreiheit" für eine 100% Ausleuchtung, was dann in der Primarfokusebene 12mm sind bei 1250mm Brennweite.

Fun Fact:
Mehr Ausleuchtung ermöglichen die meisten Newtons aufgrund des Fangspiegels ohnehin nicht, wenn überhaupt soviel ;)

Die Barlow hat bei dieser Einbauposition einen Faktor von 3,19x, sie zieht also diese 100% Ausleuchtung von 12mm auf 1250mm Brennweite im Resultat auf 3990mm Brennweite und entsprechend 38mm Ausleuchtung.
Es ist immernoch ein 1,25" Bino, richtig?

LG
Olli
 
Hallo Christian.
Weil's mich selber interessiert und weil ich eine 2 Zoll komakorrigierende APM 1,5 fach Barlow hier habe, hab ich das über einen T2 Adapter auch mal an meinen Binoansätzen probiert.
Fokuslage ist bei meinem 8 Zöller 32mm über der 2Zoll Hülse des OAZ, getestet hab ich mitv24er TV Panos.
Die Barlow war bis zum Anschlag versenkt (fotogafisch nur 1/3 der Hülse).
Der TV Binovue kam mit seinen 129mm opt. Weg knapp nicht in den Fokus!
Der BW-Optik hat ca. 10mm weniger Weg, der ging sich mit den Panos knapp aus (mit einigen mm Reserve intrafokalem Weg).
D.h. es bleibt auch da eine knappe Sache, abhängig vom opt. Weg den ein BinoAnsatz benötigt.
VG Hermann
 
Hallo Christian.
Weil's mich selber interessiert und weil ich eine 2 Zoll komakorrigierende APM 1,5 fach Barlow hier habe, hab ich das über einen T2 Adapter auch mal an meinen Binoansätzen probiert.
Fokuslage ist bei meinem 8 Zöller 32mm über der 2Zoll Hülse des OAZ, getestet hab ich mitv24er TV Panos.
Die Barlow war bis zum Anschlag versenkt (fotogafisch nur 1/3 der Hülse).
Der TV Binovue kam mit seinen 129mm opt. Weg knapp nicht in den Fokus!
Der BW-Optik hat ca. 10mm weniger Weg, der ging sich mit den Panos knapp aus (mit einigen mm Reserve intrafokalem Weg).
D.h. es bleibt auch da eine knappe Sache, abhängig vom opt. Weg den ein BinoAnsatz benötigt.
VG Hermann
Hallo Hermann,

Aber die 2,7er ( bzw. je nach Position eher >3,2) APM Düring sollte den Lichtweg ja mehr ausgleichen als die 1,5er, oder habe ich die letzten Posts falsch verstanden? :unsure:
Nach euren Posts würde ich davon ausgehen, das in meiner Situation die APM Düring am meisten Sinn macht?
Bei dem OCS A45 weiß ich nicht, ob es einen T2 Adapter dabei hat. Und es brauch glaube ich auch 3-5 Wochen Lieferzeit.
 
Servus Christian.
Die 2,7er hab ich nicht weil ich die orig. 2fach von Televue verwende, korrigiert zwar Koma nicht, aber bei den resultierenden nahezu f/10 hat es mich nicht sonderlich gestört. Beobachten tue ich da ohnehin nur Planeten, Doppelsterne usw. also eher kleine helle Objekte.
Für weitere Felder bzw. größere AP hab ich noch einen Siebert 1,3 fach GWK (der kompensiert ca. 120mm Glasweg) und 32mm TV Plössl ... da könnte ich die 1,5er APM wegen der Komakorrektur in Zukunft verwenden.
VG Hermann
 
Das wirkt genauso wie ein zu enger Okularauszug oder ein zu kleiner Fangspiegel.
Hallo Peter

Das stimmt leider nicht.
Ein zu enger Okularauszug oder ein zu kleiner Fangspiegel führt zu einer Abblendung der Öffnung bzw. reduziert diese.

Wie Olli schon geschrieben hat, bei Änderung des Primärfokusabstands der Barlow führt das zu einer geringeren Feldrandausleuchtung.
Die Ausleuchtung und Auflösung auf der Achse bleibt jedoch erst einmal erhalten.

Die Ausleuchtung kann ich jetzt nicht berechnen, diese wird bei der Düring Barlow im regulären Betrieb mit 36mm bei f/4 angegeben.
Somit glaube ich dass sich durch die geringe Fokusänderung da auch nicht viel ändert.
Für Planeten spielt das so oder so keine Rolle und das Auge ist im Randbereich auch nicht mehr so empfindlich.

Jedoch kann man über die Berechnung des Primärfokusabstand sehen, wann es zur Abschatung kommt.
Peter hat in seiner Tabelle denn Abstand der Barlow vor dem originalen Teleskopfokus mit ( a ) angegeben.
Dabei kannst du einfach die neue Fokuslage durch das Öffnungsverhältnis teilen.

a=52,5mm/5=10,5mm

Selbst bei f/4 käme es mit 13,1mm zu keiner Abschattung durch die kleine 22mm Linse.

Wobei zu Bedenken wäre, -52,5mm ist schon ein extremer Wert, wo kommt der überhaupt her?
Soweit muss man garnicht rein.
Es geht ja nur um den Glasweg des Bino und evtl. um ein paar mm Klemmung des Adapters.
Die Barlow hat ja schon 105mm Backfokus.

Die China Standardnewtons haben einen recht großen Backfokus.
Ich meine, dass ich an meinem Skywatcher die Düring Barlow direkt ins Bino geschraubt habe und bin damit in den Fokus gekommen?
Jedoch habe ich vor langer Zeit den Skywatcher umgebaut mit niedrigen OAZ, kleinen Fangspiegel und Tubusverlängerung.

Gruß
CS
 
Hallo allerseits,

ich habe mir die Sache mit der Ausleuchtung noch mal angeschaut und ich muss Olli rechtgeben, dass das hier keine Rolle spielt. Deshalb ist das Argument, dass man bei einem schnellen Öffnungsverhältnis wie f/5 mit einer kleinen Barlow keine vernünftige Ausleuchtung bekommt, wenn diese in einem Abstand von ca. 50 mm vor der primären Brennebene des Teleskops steht, unzutreffend.

Ich hatte an anderer Stelle mal den Effekt einer Blende im Strahlengang einer Refraktoroptik auf die Auleuchtung untersucht, bzw. den Effekt der Fangspiegelgröße beim Newton, was völlig analog ist: Ausleuchtung im Newton bzw. Refraktor

Dabei berechnet sich das zu 100% ausgeleuchtete Feld zu

d = [B - (f '/f) D] / (1 - f '/f)

wobei

D = Durchmesser der primären Optik
f = Brennweite der primären Optik
B = Apertur der Blende
f' = Ablage der Blende vor der primären Brennebene

Mit

D = 10" = 254 mm
f = 50" = 1270 mm
B = 22 mm

berechnet sich das zu 100% ausgeleuchtete Feld für verschiedene Ablagen f ' der Blende zu

Code:
   f'     d
 (mm)    (mm)
 
  40     14,5
  42,5   14,0
  45     13,5
  47,5   13,0
  50     12,5

Wenn man nun bedenkt, dass die APM/Düring Barlow entsprechend ihrem variablen Vergrößerungsfaktor dieses Feld um einen Faktor von mehr 2,7x aufbläht, so dass dieses zu 100% ausgeleuchtete Feld in der sekundären Brennebene sogar größer als die maximale Feldblende von 1,25" Okularen ist, dann wird klar, dass das Argument mit einer eingeschränkten Ausleuchtung nicht stichhaltig ist.

Die kleine APM/Düring Barlow sollte also auch bei den hier untersuchten Abständen vor dem Binokular ohne Einschränkung der Ausleuchtung funktionieren.

Gruß, Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Du musst dir allerdings über die Auswirkung eines so starken Barlow-Faktors im klaren sein. Das taugt dann im wesentlichen nur noch für sehr hohe Vergrößerung, wie man sie gerne für Planeten und Details bei der Mondbeobachtung einsetzt, nicht aber für lichtschwache Deep Sky Objekte.
Oder man verwendet einen Okularschlitten. Ich komme mit meinem Dobson sowohl mit als auch ohne Glaswegkorrektor in den Fokus. Das gibt's aber nicht zu kaufen. Um einen Selbstbau kommt man nicht rum.

Ich hatte aber auch vor dem Umbau auf den Schlitten eine Lösung um die optische Baulänge komplett auszugleichen. Der Korrektor saß relativ weit vor dem Bino und ich kam damit auf ca. Faktor 2,0, d.h. bei mir auf f/10. Da fängt es bei meinem 12"er bei ca. 100x Vergrößerung an. Das sind aber immer noch 3mm Austrittpupille. Damals habe ich direkt bei Baader angerufen und nach einer speziellen Lösung gefragt.
 
Ich hab mir jetzt die APM Düring Barlow bestellt, auch wegen fehlender bzw. nicht lieferbarer, guter Alternativen. Die bezahlbar sind ;) . Aber wenn das Ganze an Planeten und vielleicht hellen Deep Sky Objekten funktioniert, bin ich schon zufrieden. Für dunkle Sachen kann ich auch einfach nur in ein Okular schauen :)
Ich werde, sobald die Barlow ankommt und die Bedingungen zum beobachten passen, mein persönliches, kurzes Feedback abgeben, ob es passt oder nicht. Paar Alternativen sind da ja noch. Aber ein Paradebeispiel, wie toll das Forum hier ist! Ich als eigentlich blutiger Anfänger, kauft sich ein Dobson ( mit ach so tollem Backfocus ?, dazu ein Bino was eigentlich gar nicht passt, und einige Leute mit guten Ideen versuchen im Big Bang Theory Stil, es hinzubekommen, das es doch funktioniert! Einfach nur DANKE ☺️

Euch eine klare Sicht und angenehme Restwoche,

Gruß

Christian
 
Hallo Christian

Es reicht glaube ich nur das Barlowelement zu bestellen.

Mit so einem Adapter wie unten zu sehen kann man quasi eine Art Schiebetubus realisieren und sich denn besten Fokus einstellen.

Kann jedoch sein, dass die 1 1/4" Verlängerungshulse mit 25mm zu lang ist, evtl geht es auch ohne die?

Man sollte darauf achten dass das Barloelement Axial ausgerichtet ist, da man keine Winkelauflage hat, hat es etwas Spiel zum verkippen.



Gruß
CS
 
Hallo Christian

Es reicht glaube ich nur das Barlowelement zu bestellen.

Mit so einem Adapter wie unten zu sehen kann man quasi eine Art Schiebetubus realisieren und sich denn besten Fokus einstellen.

Kann jedoch sein, dass die 1 1/4" Verlängerungshulse mit 25mm zu lang ist, evtl geht es auch ohne die?

Man sollte darauf achten dass das Barloelement Axial ausgerichtet ist, da man keine Winkelauflage hat, hat es etwas Spiel zum verkippen.



Gruß
CS
Hey, ich hab jetzt einfach mal die komplette Barlow bestellt, selbst wenn ich 1-2 Teile davon nicht brauchen sollte, so hab ich was zum basteln für meinen Fundus, das kann man immer brauchen :)
Den 1. Adapter habe ich ja schon an meinem Okularauszug am Teleskop, den 2. genannten könnte ich mir bei Bedarf noch organisieren :)
 
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