Sehr schönes Projekt, mit "einfach mal machen" Charakter. Gefällt mir! Viel Spaß bei der Nutzung des Spielzeugs
Hatte mir auch letztes Jahr den Traum erfüllt, im Garten das eigene Observatorium hinzupflanzen.
Habe mir über einen regionalen GaLa-Bauer eine Fundamentplatte 3mx3mx20cm samt Betonklotz in der Mitte mit den Maßen 1x1x1m für die Säule mit KG-Rohr 200mm gießen lassen. Bewehrung habe ich alles reingeworfen was ich Brauchbares gefunden habe. Rundstahl Riffelstäbe mit 6,8,10mm, also teils abgeflexte Reste vom Fundamentgießen. Für die Säule war auch noch was über.
Stromkabel und LAN habe ich gleich in ein 50er Leerrohr vom Haus zur Säule mitverlegen lassen, Entfernung Luftlinie zum Haus etwa 18m. Also mehr als 40cm war der Schacht auch nicht, der Bagger kratzte da paarmal rum und der Graben war fertig. Leerrohr mit den beiden Kabeln rein, Erde drauf, mit Bagger zum Verdichten drübergewalzt. Fertig. Ich allein mit dem Spaten...lassen wir das ;-)
Elektro über Keller an Abzweig angeschlossen, LAN ins Arbeitszimmer an der Hauswand in Kabelkanal entlang über Balkon n den Router.
Dann kam nach einiger Verzögerung der Bausatz der Sternwarte. Eine Rolldachhütte von DomeParts, Größe Medium mit 2,25*2,25m Innenmaß. Lichte Höhe bei geöffnetem Dach 2m. Gesamthöhe bis Dachspitze 2,77m. Wenn das Dach aufgeht, geht eine Giebelwand per Seilzug mit runter und umgekehrt. Man kommt dann an der heruntergefahrenen Wand auf eine Höhe auf 1,60m ab Fundament. Mit einem Bekannten an einem Tag aufgebaut mit mehr oder weniger Hindernissen weil die Anleitung nicht eindeutig war. Am 2. Wochenende kam ein weiterer Bekannter hinzu, um das Dach aufzusatteln, da es hier im Vorfeld noch einige Sachen mit der Firma wie Antrieb, Schäden etc. zu klären gab. Aber andere Geschichte...
Dach war drauf, dann kam die Eindeckung mit Schindeln in anthrazit, Regenrinnen mit Trichter führen das Wasser in die unterirdische Zisterne. Dann kam die Elektroinstallation mit paar Steckdosen, Dachantrieb mit Schaltkasten, FI-Schutzschalter, Beleuchtung rot/weiß separat schaltbar...falls ich mal visuell unterwegs bin. Der Fußboden kam erst vor ein paar Wochen rein in Form von einer 12cm hohen Holzkonstruktion + OSB-Platten + Reste von altem Korklaminat. Je höher desto besser.
Warum?
Meine Hütte ist wegen baulicher Gegebenheiten nicht optimal ausgerichtet ist, das Dach geht leider nach SW auf, anstatt nach Norden. Um den Dachgiebel, der nun in SW-Richtung stört etwas zu kompensieren, musste ich die Säule etwas höher bauen. Ich brauche für alle Arbeiten am Teleskop eine Leiter, das macht das Auf- und Absatteln beim Teleskopwechsel immer wieder zum Abenteuer. Aber bisher funktioniert alles wie gewollt. Wenn das Teleskop in meiner definierten Homeposition steht, (RA um 90° geschwenkt, DEC soweit, dass das Teleskop waagerecht liegt), sind nur wenige cm Luft zum Dach / Dachsparren.
Aber alles gut soweit, Platz für einen Computertisch + Barhocker war so auch noch.
