Hallo Sven,
es ist ja schön, daß Du instrumententechnisch ausführlich und theoretisch fundiert die Forumsteilnehmer gerne an Deinem Wissen partizipieren läßt. ABER!
Ich darf zitieren?
Der 10" Dobson hat wieviel Brennweite??? 1250mm.
Der 6" f/8 hat wieviel Brennweite (Du schreibst es)? 1200mm.
Jetzt soll der Refraktor bei niedrigen Vergrößerungen genutzt werden? WAS soll der da zeigen, was der Dobs nicht besser zeigt??? Denn bei niedriger Vergrößerung kann man von vergrößerter Sternabbildung beim Dobs kaum sprechen, nur ein gutes Okular muss drin stecken, das einen dann mit entsprechend besserer AP bei der Deepsky-Beobachtung belohnt.
Ich kann Dir genau sagen, was das soll, ich hab nämlich auch nen 10" Newton und nen 6" FH, beide mit etwa 1200mm Brennweite: Als normaler Beobachter, der nicht den theoretisch dunklen Namibiahimmel, sondern durchschnittlichen, gut bürgerlichen Kleinsatdthimmel über Deutschland (denn soll's tatsächlich geben) sein beobachterisches Terrain nennen muß, dem wird bei den mit dem 10"-Eimer auftretenden Austrittspupillen kotzübel ob der grauen Himmelssuppe, die da aus dem Okular quillt!
Das ganze schaut im Sechszöller, bei nurmehr gut halber AP deutlich ästhetischer aus. Abgesehen davon, daß ich an meinem 6" f/8 mit 2"-Okularen und 70° Gesichtsfeld operieren kann, die im 10er mit schnellem Öffnungsverhältnis untragbar wären.
Sowas nennt man pragmatische Entscheidung, die trotz mancher immer wieder - auch von Dir - nur allzugern beanspruchten Dogmen, oftmals eine durchaus nachvollziehbare Entscheidung sein kann.
Vielleicht solltest Du öfter weniger instrumentenverliebt auch die reale Beobachtung würdigen; dazu gäbe es in diversen Beobachtungs- und Fotografie boards hier ja auch ausreichende Gelegenheit. Nur so als kleine Anregung
Ciao
Markus
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Markus A. R. Langlotz
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