Gibt es Testberichte zu 150mm Binos mit Wechselokularen

Dobson_Gucker

Aktives Mitglied
Hallo,
wollte ins Forum meine Frage stellen: suche Test (nicht nur "Dreizeiler") zu einem Bino mit 150 mm Obj.Durchmesser und Wechselokulare. Weiß nicht, wo ich es reinsetzen soll, der Moderator möge es mir verzeihen, ja ?
Wer will sich dazu äußern ???

Gruß Günther

@Günther: Zeit und Geduld ist auch bei uns Moderatoren endlich. Bitte eigenständige Fragen einfach als neuen Thread einstellen.
Das ist für alle Beteiligten die sinnvollste und einfachste Lösung.

Für die Moderation
Gruß Horst
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Günther,

ja hier im Fernglas Forum, direkt die beiden letzten Beiträge zu Deinem neuen Thread



VG. Michael
 
Hallo,
nach all dem was ich hier lesen konnte, stellt sich mir die Frage eines ausführlichen Testes eines 150 mm BINO mit allem drum und dran ! Nicht nur 25 bzw. 40x150 sondern auch mit Wechselokus, bis, sagen wir 200fach !!!, wer äußert sich dazu ?

Gruß Günther
 
Lieber Günther,

ich habe Dir doch geantwortet.

In beiden Threads ,sh mein Post #2 sind 2 Links eingefügt, dass musst Du doch gesehen haben ?,

darin sind diverse Testberichte enthalten in den einzelnen Beiträgen ( in beiden Threads faßt 1.500 Beiträge zu diesem Glas inkl. Wechselokulare), über das 150er APM Fernglas mit sehr viel Mühe von den Verfassern
für alle ausführlich beschrieben. Sogar mit Fotos , auch vom Mond und dergleichen.
Da hast Du wochenlang neue Infos zum Glas zu lesen inkl allem drum und dran und auswerten, oder ??

Reicht Dir das noch nicht aus an Informationen ?????

Diese beiden Threads empfehle ich Dir , am besten von vorne bis hinten durchzulesen.

Aber durchlesen das musst Du schon selber machen.
Die Tests (sh oben meine Links) und deren Ergebnisse gibt es weder als Hörspielkassette, noch als Dokumentarfilm.

VG. Michael
 
Zuletzt bearbeitet:
Lieber Michael,
sorry, stehe im Moment auf dem Schlauch: Post Nr. 2 usw. habe ich nicht gesehen/gelesen (überlesen ???). Jedenfalls danke für den Hinweis !!!!!

Gruß Günther
 
Hallo Günther.

Im zweiten Link, "Es ist angerichtet", schreibt Jochen (portaball) ab Seite 14 (#395) etwas mehr über das Beobachten mit dem 150er APM.

Seine Okularpalette reicht von 3,5mm bis 32mm, jeweils zwei Stück....., und irgendwo erwähnt er, dass er hauptsächlich von 8mm Okularbrennweite (6mm seltener) aufwärts beobachtet.

Bedenken solltest du halt, dass die meisten Anwender von den Weiten Feldern schwärmen, Hochvergrösserungen eher weniger im Fokus stehen, aber hin und wieder wird schon 200fach erwähnt (Planeten, PN's usw. ....)

Wegen deiner Antwort im Faden "Reducer am C8, " eine Umrüstung auf 2Zoll Okulare und 2 Zoll Zenitspiegel sei zu kostspielig".... ,
bin ich nicht sicher, ob du die Kosten bzw. den Aufwand, den ein
150er-APM mit sich bringt richtig einschätzt.

Über weite Teile der Beiträge geht es aber um diese Aspekte, und von daher kann ich bei "echtem Interesse so ein Bino zu erwerben", nur empfehlen diese durchzulesen.

Ansonsten hilft eventuell Google:
https://www.google.com/search?q=apm...yLTEuOC4xyAeBAYAIAA&sclient=mobile-gws-wiz-hp

VG Hermann
 
Zuletzt bearbeitet:
Lieber Hermann,
danke für deine netten Zeilen. Habe eben mit meiner Frau gefrühstückt und checke die eingehenden maills. Wünsche dir ein schönes WE, hier ist es immer noch trübe, 9 cm Schneehöhe habe ich um 6.50 MEZ gemessen, amtl. Wetterstation vom DWD seit 1981.....

Gruß Günther
 
Ich warte immer noch auf die Bestätigung, dass irgendeines dieser Großbinos wirklich hochvergrößern kann, ohne dass man dauernd nachjustieren muss, und die passenden Montierungen dazu existieren. Jochen hat ja viel experimentiert und vermutlich die meiste Erfahrung mit Kurbelsäulen etc., und ist dann aufgrund der Mobilitätsfrage auf ein (tolles) Fernglas, Zeiss 20x60 Stabi, zurückgegangen, das ist mein letzter Stand, was dann wieder Weitfeld bedeutet. Was für mich auch am meisten Spaß macht mit Binos.

Wenn Hochvergrößerung dann sollten es schon 300fach bei 150 mm Apo Objektiven sein, sonst macht das mit den Wechselokularen und dem mechanischen Aufwand keinen Sinn. Immerhin mehr als doppeltes Gewicht im Vergleich zu einem Monorohr.

Oder habe ich in den vielen, vielen Seiten der verlinkten Fäden etwas überlesen?

Grüße
Andreas
 
Ich wollte nachschieben, weil es oft unterschätzt wird, dass man bei der Binobeobachtung eine sehr genaue Einblickposition haben muss. Es ist ein Unterschied, ob man mit einem Auge und leicht verrenktem Kopf in ein Okular schaut, oder beidäugig. Ein Zenitspiegel ist schnell mal im OAZ gedreht, das geht mit einem Bino nicht. Die komplette Körperposition muss passen, deswegen auch die zwingende Notwendigkeit einer stabilen Kurbelsäule, dann ist man schon fast wieder bei einer stationären Anlage.

Man kann den schrägen, unbequemen Einblick ganz gut mit einem Fernglas simulieren. Mal schräg aus dem Fenster noch oben zum Mond schauen.

Ich will niemandem sein Bino vermiesen, aber ob 150 Giganten wirklich Sinn machen??? Oder geht man lieber ein, zwei Stufen zurück, im Sinne der Praktikabilität?
 
Hallo Andreas,
ich selbst kann mir so ein 150er Bino nicht leisten, konnte aber schonmal mit einem Beobachten.
Maximale Vergrösserung waren ca 150x. Jupiter war schon sehr hübsch, aber eben auf 150mm Öffnung limitiert. Dass der 12“ Dobson daneben mehr zeigte ist, denke och, logisch.
Mir würde es gar nicht um Höchstvergrösserung gehen…2x150mm zeigen echt viel, bei 2-3mm AP bei Galaxien, beidäugig ist schon sehr ästhetisch.
Die Montierungsfrage kann sehr unterschiedlich gelöst werden. Das Bino, mit dem ich beobachten konnte, war es eine motorisierte Gabel eines SC…
Wirklich mobil ist ein so großes und schweres Glas ohnehin nicht…

Grüße Rainer
 
Mir würde es gar nicht um Höchstvergrösserung gehen…2x150mm zeigen echt viel, bei 2-3mm AP bei Galaxien, beidäugig ist schon sehr ästhetisch.
Meiner Meinung nach geht's bei dem 150'er Bino genau darum: maximale Ästhetik.
Alles Andere kann man bequemer, transportabler und günstiger haben...
Nicht umsonst der Spruch: Jedes Teleskop hat seinen Himmel...

Gruß Horst
 
> Wirklich mobil ist ein so großes und schweres Glas ohnehin nicht…

Wobei niemand einen hindert, an ein x-beliebiges, größeres Teleskop einen Bino-Ansatz dranzusetzen. Der opt. Effekt einer beidäugigen Beobachtung ist auch so gegeben und man kann die Vergrößerung beliebig gestalten. Nur muß man hier keine zweite Optik (die auch noch möglichst genau zur Ersten ausgerichtet sein sollte) herumwuchten.

Mit einer FG-Optik auf extreme Vergrößerungen zu gehen, ist im Grunde Unsinn. Dafür sind solche Optiken auch nicht gebaut.
 
Hallo,
habe vor einiger Zeit "Wolfi" gefragt, ob ein Bino mit 150 mm Öffnung auch ein Zoom von 3 - 8 mm verträgt! Über die Leistungssteigerung kann man sich ohne Probleme ein Bild machen, (Link im Internet), diese Spielereien sind schon sehr interessant. Wolfi antwortete mir, es kann leicht zu Doppelbildern kommen, hier ist Wellenform gefragt, die dann auf die eigene Person zugeschnitten, Sorry, bei den V.St.das Gerät "hinzaubern", damit es nicht zu Doppelbildern kommt, hat alles seinen Preis, sofern man es sich leisten kann !!!!! Bei Beob. an V.St. kommt es immer wieder mal auf die Max. Vergrößerung des Gerätes an, um den Stern entweder eindeutig zu identifizieren oder abhaken, weil das nicht eindeutig machbar ist.
So ist das eben mal bei diesem ausgefallenen Hobby. Vielleicht versteht der eine oder andere meinen heimlichen Wunsch, es einmal mit einer 1-m-Optik zu versuchen, die Karten dafür habe ich vorliegen. Alles ist bis jetzt ins Leere verlaufen, mit den sonderbarsten Ausreden.....

Wünsche ein schönes WE.

Gruß Günther
 
Hallo Günther,

als bekennender Binoholiker verstehe ich Dein Interesse an Großferngläsern. Das sind tolle Geräte und das Beobachten damit macht großen Spaß. Allerdings höre ich bei Dir immer wieder heraus, dass Du besonders hohe Vergrößerungen bevorzugst und es Dir gar nicht um die binokulare Summation zur Beobachtung schwacher Nebel und Galaxien oder großer wahrer Gesichtsfelder geht. Wenn das so ist, und Dich (schwache) Veränderliche Sterne besonders interessieren dann passt ein größeres Teleskop mit Binokularansatz für Deine Zwecke doch viel besser. Wenn der Binoansatz gut kollimiert ist, brauchst Du Dir um die Justage eines Großfernglases keine Gedanken machen, kannst immer so hoch vergrößern, wie Du willst und musst kein 20 Kg-Gerät aufs Stativ wuchten. Nimm Dein C8 und stöpsel da einen Binoansatz rein und Du hast Deinen Spaß, garantiert! Und wenn es Dich nach mehr Grenzgröße gelüstet: ein C11 wiegt immer noch deutlich weniger als ein 150 mm Großfernglas. Stell Dir mal vor, ein SVBony 3-8 mm in 3 mm Stellung bringen dann einfach so, ohne extra Barlow, schon 933x Vergrößerung. Was willst Du mehr?

Um es nochmal anders zu formulieren: ein 3 mm-Okular in einem 150er Großfernglas wird Dir "nur" 280x bringen. Was willst Du damit?

VG, Andreas
 
Hallo Günther.

Dein Wunsch "mit beiden Augen, und bei hoher Vergrösserung die Variablen Sterne beobachten zu können" ist schon verständlich.
Nur, unter diesen Parametern ist die genaue Justage der Achsen beider Objektive alleine nicht mehr ausreichend um Dpppelbilder zu vermeiden.
Hier kommen kleine Abweichungen der Augen (ihre Objektiv-Achsen) des Beobachters zum tragen..... sie werden bei hohen Vergrösserungen auffällig, und
müssten bei der Justage mit berücksichtigt (kompensiert) werden.
Eine aufwändige Justage, die natürlich Kosten verursacht.
Weitere Beobachter kämen mit dem so justierten Bino wahrscheinlich nicht so gut zurecht...

Die grossen Teleskope, egal ob bei einem Institut oder einem Verein sind in der Regel gut ausgelastet, von daher hätte ich schon Verständniss wenn sie auf deine Anfrage "recht zurückhaltend reagiert haben", und sie eventuell Bedenken haben das Anliegen nicht in ihren Veranstaltungen unter zu bringen....

Da würde ich eher persönlich bei einem Beobachtungsabend mit den Leuten reden...

Die Frage ist auch, ob diese riesen Optiken für dein Ziel notwendig sind, oder eventuell sogar zusätzliche Schwierigkeiten auf dem Weg mit einbringen...(grösserer Seeingeinfluss, höherer Anspruch an die Himmelsqualität, vollständige Dunkelheit.... ich konnte einige Male mit 80cm und 100cm RC's beobachten und diese Einflüsse feststellen).

Von daher würde ich grössere Chancen bei einem mittleren Teleskop mit 12- bis 18 Zoll sehen, mit Binoansatz und Glaswegkorrektor.

Meine eigenen Beobachtungen mach ich mit 14 Zoll Dobson auf EQ-Plattform, und einem grossen 24" Dobson mit ServoCat Nachführung im Verein.
Auch mit besagten Bino Ansätzen.

Für weite Felder kommen 5" Refraktor und APM Bino 100mm (bzw. 120mm) zum Einsatz.
Von daher glaube ich die Vergrösserungsfähigkeit der Systeme zu kennen, und würde deshalb die Lösungen mit Binoansatz vorziehen.

VG Hermann
 
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Reaktion: Dju
Hallo Andreas, hallo Hermann,

habe mich über eure nettene Zeilen sehr gefreut. Sehe ich doch, daß diese Gedanken nicht als immer wiederkehrende Spinnerei abgetan werden. Je größer die Öffnung, umso größer die Reichweite. Bekannt ist, daß ich im C 8 bei gutem Seeing mit 3 mm, mit Reducer, bis 420fach komme, und hier, leider nur bis 5mag Himmel mit bloßem Auge, bis 14.3mag erreiche. Lange vor 2000 im 25x100 und auch 30x80 BINO, bei einem Himmel hier bis 6.9mag bis 12.4mag gesehen. Ich weiß, wiederhole mich......
Binok. Beob. war schon immer eine Freude, angefangen mit einem 7x50, und ganz langsam weiter gesteigert. Sehr angesprochen hatte mich letztes Jahr in Essen/ATT der 20" von Bresser, Gitterrohrtubus. Hätte ihn am liebsten mitgenommen..... Den Volltbus Dobsaon mit 25 kg habe ich verkauft, war mir einfach zu schwer geworden.
Meine Frau sagt immer, sei mit dem zufrieden, was du hast. Nun hatte ich mit ihr letztes Jahr den Gedanken endlich wahrgemacht, nach Sonneberg zu fahren. Die Einladung bestand schon 10 Jahre ! Die Beob. im 60cm Cassegrain bei allerdings nur 125fach war einfach nur schön. M 13 zu bestaunen, "da fällt einem nichts mehr zu ein"...... Auch bekannt: Verdopp. Obj.Durchmesser ergibt Reichweitengewinn von + 1.5mag, und Beob. V. St. seit 1969, kaum Deepsky, was mir immer mal wieder vorgehalten wird, mit dem Argument "du mit deinen V. St."...... Aber jeder, so wie er es mag, oder ??
Es wird ein Binoansatz für das C 8 erwähnt. Typ ? Habe schon seit 25 J. TS als Händler..... Okulare, auch Zoom empfehlenswert ??
Sagt mir mal bitte "ganz ehrlich" eure Meinung dazu.

Wünsche einen schönen Sonntag !

Gruß Günther
 
Hi!

Ein Bino-Ansatz ist eine schöne Sache um entspannt zu beobachten. Zwischen meinem Baader MaxBright II und dem Zeiss Großfeldbino sehe ich keinen extrem großen Unterschied (zumindest keinen, der mir den Aufpreis wert wäre); je größer die Prismen im Bino, desto niedrigere Vergrößerungen sind möglich, ohne das Vignettierung stört – also umso größere Felder kannst du überblicken.

Bei rund f/10 ist ein Glaswegkorrektor (GWK) nicht zwingend notwendig, ich verwende zumindest den 1,25x am Schmidt-Cassegrain trotzdem gerne. Er verlagert den Brennpunkt nach außen und wirkt ähnlich brennweitenverlängernd wie eine Barlowlinse, ist aber leicht anders aufgebaut. Der GWK hat den Vorteil dass
  • du näher am normalen Fokuspunkt bist, also erst einmal an vielen Geräten überhaupt in den Fokus kommst
  • du näher am normalen Fokuspunkt bist, das C8 mit seiner Hauptspiegelfokussierung also näher an der idealen Optikkonfiguration ist und besser abbildet, da die Abstände besser stimmen – es gibt weniger Lichtverlust und Abbildungsfehler durch den verstellten Hauptspiegel
  • es an lichtstärkeren Geräten keine Vignettierung durch die kleinere Öffnung des Binoansatzes gibt
  • er an lichtstärkeren Geräten Farbfehler durch die Prismen vermeidet
Nachteile vom Bino:
  • Damit die Abstände passen, ist ein Bino, bei dem ein T-2-Prisma direkt angeschraubt wird, hilfreich – je weniger Platz für die Adaption draufgeht, desto eher kommst du in den Fokus und brauchst einen weniger starken GWK. Die normalen Okularklemmen der Standard-Zenitspiegel brauchen Platz, und sowohl die Klemmung am Teleskop als auch die am Zenitspiegel müssen das Gewicht abkönnen. Da ist eine Okularklemme mit Messingspannring, ein solider Schnellwechsler oder eine Verschraubung stabiler als ein kleines Klemmschräubchen, wie es am normalen Visual Back vom C8 ist.
  • An Kosten kommen also Bino, Glaswegkorrektor, ggf. Prisma plus Adapter und doppelter Okularsatz dazu.
Ein Zoom-Okular würde ich nur mit zuverlässiger, präziser Rastung empfehlen, und aus dem Bauch heraus eher für niedrige Vergrößerungen als für die Höchstvergrößerung – wenn du zwei Okulare mit leicht unterschiedlichen Brennweiten hast, macht das keinen Spaß. Früher galt auch der Hinweis, dass die Okulare aus der selben Produktionscharge stammen sollten, um die Serienstreuung auszuschließen. 100% perfekt sind die Brennweitenangaben ja seltenst, aber in einer Charge sollten sie zumindest identisch sein. Bei sagen wir 2500 mm Brennweite für ein C8 mit 1,25x GWK bist du bei 4mm Okularbrennweite bei 625x und bei 4,5 nur bei 555x. Wenn dein Zoom in der Rastung da ein bisschen Spiel hat, fällt das enorm auf.

Am Großfernglas mit viel kürzerer Brennweite und einem 8-24mm-Zoom klappt das schon besser, da hatte ich mit einem APM und einem Baader Zoom schon schöne Bilder gesehen, und die Rastfunktion war präzise genug. Bei den Vergrößerungen, die du regelmäßig anstrebst, bin ich skeptisch. Da ist es teilweise schon ratsam, die Okulare in der Okularklemme zu drehen um zu sehen, ob sie dann die optische Achse besser treffen.

Was ich aber nie probiert habe: Du verteilst das Licht ja auf beide Augen und hast durch das beidäugige Sehen den Eindruck einer etwas höheren Vergrößerung und ggf. besseren Detailwahrnehmung. Aber ich weiß nicht, ob das Bild dadurch tatsächlich etwas dunkler wird und du den entspannten Einblick mit Lichtverlust und somit weniger Grenzgröße bezahlst.

Ich nutze den Bino-Ansatz bevorzugt für Planeten und hellere Deep-Sky-Objekte, bin aber nicht auf der Jagd nach "Faint Fuzzies". Von daher kann ich zur Grenzgröße nichts sagen.

Beste Grüße,
Alex
 
Hallo Günther.

Alex hat die Verwendung eines Bino- Ansatzes schon sehr gut erklärt :y:.

Um die Helligkeit vergleichen zu könne nehme ich immer die Lichtsammelfläche her.

Z.b. bei einem 150mm Doppelteleskop (oder APM Bino) hat man je Auge 176 cm2.

Vergleicht man damit dein C8, hat man :
314 cm2
abzügl. Obstruierte Fläche 38 cm2
sind es ... 275 cm2

275 :2 = sind dann 137,5 cm2 je Auge.

Davon müsste man für den Strahlenteiler im Binoansatz nochmal 5-10% Lichtverlust abziehen.

D.h. das C8 wäre von der Lichtsammel- Leistung her eher nur einem 120 APM Bino mit 113 cm2 gleich zu setzen.

Wenn es aber um die Wahrnehmungs- Schwelle bei max. Vergrösserung geht, würde ich mindestens auf 10 oder 12 Zoll Öffnung gehen, weil bei hoher Vergrösserung (Austrittspupille im Bereich 0,5mm) eher das Licht ausgehen (das Objekt zu dunkel) wird.

Bei 10 Zoll würde man mit obiger Rechnung
netto 206 cm2 je Auge haben

Bei 12 Zoll 297 cm2

Bei 14 Zoll 405 cm2

Weil so ein Maxbriht II Binoansatz mit GWK, zweitem Okular, und eventuell einemT2 ZS
auch wieder bei ca. 600,- Euro liegen wird, empfehle ich das Ganze, wenn irgend möglich, vorher auszuprobieren.

Eine Sternwarte in der Nähe, oder Gleichgesinnte mit vorhandenem Binoansatz, wären halt notwendig.

Auch wenn deine Anfragen bisher nicht wie erwartet angekommen sind, glaube ich doch dass sich im persönlichen Gespräch dort Möglichkeiten ergeben können.

Bei uns im Verein waren einige Jahre nur mehr die öffentlichen Sternführungen besucht, und die Vereinsmitglieder haben für sich beobachtet / fotografiert.
Erst mit bewusst auf die Interessen der Mitglieder abgestimmten Themen und separaten Terminen sind wieder mehr aktiv dabei.
Will sagen, wenn du es schaffst mit deinem Thema Interesse zu wecken, werden sich auch Mitbeobachter mit Binoansatz finden.

Selber bin ich in Oberösterreich zu Hause, d.h. ausser Reichweite für ein Treffen.

Ich halte dir aber auf jeden Fall die Daumen.

VG Hermann
 
Lieber Hermann,
danke dir für deine ausführliche Schilderung der ganzen Angelegenheit, die ich mir erstmal durch den Kopf gehen lassen muß. Habe heute an TS geschrieben und angefragt, ob man einen Binoansatz zum ausprobieren bekommen kann. Muß ja nicht der für über 1000 EUR sein......

Viele Grüße
Günther
 
Hallo Günther,

ich habe in Deinen Threads die ich bislang durchgelesen habe, noch nie gesehen, dass Du bei noch so viel Unterstützung für Deine Person
(Du erinnerst Dich sicherlich),
oder bei Deinen technischen Fragen an die Userschaft, wo Dir dann von diversen Usern umfangreiche Informationen zur Verfügung gestellt wurden, ein Like als Dankeschön wert war.

Mal eine ganz allgemeine Frage an Dich: Hier in diesem Thread haben Dich z B „Kerste“ und „hermann57" um nur mal die letzten beiden Foristen zu nennen,
mit tieferen Kenntnissen über die von Dir abgefragte Materie recht ausführlich versorgt. Das kostet Zeit und Mühe, was die Herren sicher sehr gerne für Dich gemacht haben.

Wieso ist Dir das kein Like wert?

VG. Michael
 
Hallo Michael,
komme gerade vom Einkaufen zurück und lese deine netten Zeilen. (war ab 9.44 MEZ offline). Natürlich bedanke ich mich ganz herzlich für/über die gelesenen Informationen und Erkenntnisse. Aber ich frage mich (ganz heimlich): ist es nicht Ehrensache, daß man sich als Sternfreund unterstützt bzw. Infos weitergibt,wovon man sonst keine Reklame machen würde ?!? Also, sie seien hier noch einmal erwähnt: Danke an "Kerste" und "hermann57", für eure investierte Zeit, um "Aufklärungsarbeit" mir ggü. zu leisten !!

Viele Grüße
Günther
 
ist es nicht Ehrensache, daß man sich als Sternfreund unterstützt bzw. Infos weitergibt,wovon man sonst keine Reklame machen würde ?!?
Nun, es ist nochmal etwas mehr Aufwand, ob ich jetzt auf der Sternwarte oder bei Veranstaltungen mit Leuten rede, die da sind, oder mir hier Zeit nehme, statt einfach abzutauchen und was anderes zu machen ;)

Ein Danke erfreut jedenfalls immer, sei es im Test oder per Klick auf Like:y: Genau, wie bei anderen Threads es immer schön ist, wenn es später noch eine Rückmeldung gibt, ob die Tipps hilfreich waren – da gibt es viele (nicht du!), die nach der Frage einfach abtauchen.
 
Hallo,
"hermann57" hat zwar keine e-mail geschrieben, so wie es "Kerste" gemacht hat, nehme aber an, daß er meinen Dank gelesen hat.

Gruß Günther
(der sich freut, daß sich heute vormittag endlich mal wieder die Sonne gezeigt hat !!!)
 
@Dobson_Gucker

Hallo Günni!

Lass' Dich nicht treiben. Aber ein nettes Wort hier und da wirkt manchmal Wunder ... :giggle:

Noch ein Tipp am Rande, für den Fall, dass Du den noch nicht kennen solltest:



Was Michael mit dem "Like" meint, ist die Funktion hier im Programm, seine Zustimmung (oder Dankbarkeit oder was auch immer) zu einem Beitrag auszudrücken. Dazu klickst Du auf das gelbe "Daumen-hoch-Zeichen" neben dem unterstrichenen "Like", das rechts unter jedem Beitrag steht.

Sieht ungefähr so aus:

:y:Like

Wenn Du mit der Maus da drauf gehst, erscheinen ein paar Symbole: ein blaues "Daumen-hoch-Zeichen", eins was lacht, ein erstauntes, eines, dass den Beitrag liebt und ein trauriges. Nachdem Du auf eines der Symbole gedrückt hast, erscheint eben das zusammen mit Deinem Namen unter dem Beitrag, den Du so kommentiert hast und der andere weiß, wie Du seinen Beitrag findest - oder eben Dich bedankst.
Ganz einfach eigentlich.

Vielleicht willst Du das mal probieren. Like doch mal diesen Beitrag zum Zeichen, dass Du es verstanden hast.

Dann kannst Du künftig sofort reagieren (und Dich bedanken), ohne groß erst in die Tasten hauen zu müssen. ;)

Schöne Grüße,
Urs
 
Hallo.
Hab heute noch nicht ins Forum geschaut..., und bin jetzt doch ein wenig überrascht dass der Faden wieder eine "emotionale" Richtung eingeschlagen hat.

Also.... Günther hatte sich gestern für meinen Beitrag bedankt ( wie auch bei Früheren...), und gemeint "er lässt sich das erst mal durch den Kopf gehen"... also für mich alles in Ordnung.

Das mit den "Emojis" sehe ich wohl auf Grund meines Alters nicht besonders kritisch..., und würde sie nicht extra einfordern wollen.

Ich hab einerseits bemerkt, dass Günther mit seinen Themen es schwer hat sachliche Rückmeldung zu bekommen, andererseits aber Kritik magisch anzuziehen scheint.

Egal woran es liegt, hilfreich fände ich es schon, wenn man in solchen Situationen die sachlichen Beiträge zumindest bis zu einem Ergebnis laufen liesse, und die Kritik manchmal aussetzen könnte.

Wahrscheinlich bin ich selber auch nicht geübt im Umgang mit Likes und Smilies, von daher rechne ich auch damit manchmal ins Fettnäpchen zu treten, und währe dann froh wenn's nicht an die grosse Glocke gehängt wird ;).

Viele Grüsse
Hermann
 
Weise Worte, Herrmann, danke.
Das sehe ich ganz genauso.

Günni ist tatsächlich nochmal zehn Jahre älter als Du und manchmal vielleicht ein bisschen hartleibig in seiner Argumentation. Ist das schlimm?!
Aber er meint es sicher nie böse und es wäre nett, wenn man all dem ein bisschen mehr Rechnung tragen könnte.

Die echten "Bösen Buben", die Oberlehrer und Besserwisser _jungeschlagen: , die an allem und vor allem an jedem nur rumnörgeln :n: , sind eine eigene Fraktion :poop: .

Die habe ich komplett gesperrt habe für meinen Account und seither hat sich meine Lebensqualität erheblich verbessert. :giggle:


Freundliche Grüße in die Runde netter Menschen hier,
Urs
 
@Kusifu

Felix, Du magst das lustig finden, dass Günni nur eine beschränkte Ahnung von der Funktionalität der Forumswerkzeuge hat - als jemand, der deutlich unter 30 Jahre alt, und der mit diesem ganzen Zeugs aufgewachsen ist. Günni ist mehr als ein halbes Jahrhundert älter als Du.

Dafür weiß Günni aber beispielsweise noch, wann man Verben im Fließtext groß schreibt - eine zunehmend vergessene "Kunst", die früher übrigens unter dem Begriff Bildung angesiedelt war. Das ist nur eine der vielen Disziplinen, wo es bei einer erscheckend hohen Zahl von Leuten Deiner Generation schon mächtig hakt ..., oder?!

Ich frage mich gerade, was wohl wichtiger ist - gute Rechtschreibung oder die Verwendung von Emojis?


Schöne Grüße, ;)
Urs
 
Zuletzt bearbeitet:
Felix, Du magst das lustig finden, dass Günni nur eine beschränkte Ahnung von der Funktionalität der Forumswerkzeuge hat - als jemand, der deutlich unter 30 Jahre alt, und der mit diesem ganzen Zeugs aufgewachsen ist. Günni ist mehr als ein halbes Jahrhundert älter als Du.

Ich habe hier doch gar nichts geschrieben – wird jetzt schon aus Emojis Unmengen interpretiert?
Woher willst du wissen, dass es mir darum ging? Warte, ich lese es noch einmal und sage es dir.

Okay, jetzt weiß ich es. Das wird etwas länger zu erklären.
Es hat mehr als eine Ebene.

Ich fand es witzig – oder eher ein Spiegel der üblichen Annahme –, dass jemand in dem Fall du der Generation Babyboomer plötzlich Emojis erklärt, die stark für die Generation Z/Alpha stehen, also meine Generation.
(Ich kenne dich tatsächlich Urs, auch wenn du mich nicht kennst. Ich habe auf zwei Teleskoptreffen in den letzten Jahren kurz mit dir gesprochen und weiß daher, wie du aussiehst.)

Ich habe mich nicht darüber lustig gemacht, wie du interpretiert hast, dass Hermann Emojis nicht kennt.
Ehrlich gesagt lese ich das nicht einmal so – vielleicht mag er sie einfach nicht.

Es war auch eine Kritik daran: Da ich Like-Emojis für wenig sinnvoll halte.
Sie bieten keinen wirklichen Mehrwert, weil man keinerlei Einblick in die Gedanken der Person erhält. Man kann daraus nichts mitnehmen, sich nicht weiterentwickeln, und es ist für mich auch keine besonders respektvolle Geste

(Setzt man sich mit dem Begriff „Respekt“ etwas auseinander, kommt man schnell darauf, dass er ursprünglich vor allem Angst vor Bestrafung bedeutete.
Daher nutze ich lieber Begriffe wie Höflichkeit oder Freundlichkeit.)

– es erfordert keinen Aufwand und keine reflektierte Auseinandersetzung.
Deshalb lege ich keinen Wert auf ein Like-Emoji.

Dasselbe gilt für typische YouTube-Kommentare wie
„Tolles Video“, „Kommentar für den Algorithmus“, „Erster“, „Zweiter“ (zehnmal) und Ähnliches.
Diese Kommentare bieten keinen Mehrwert, verstopfen die Beiträge und sorgen dafür, dass interessante Kommentare mit tatsächlichem Inhalt schwerer zu finden sind und alles unübersichtlicher wird. Werden aber vom Algorithmus gepusht.

Da ich das nicht erklären wollte und es außerdem sehr weit vom eigentlichen Thema entfernt war, habe ich einfach den Lach-Emoji verwendet.
Dafür weiß Günni aber beispielsweise noch, wann man Verben im Fließtext groß schreibt - eine zunehmend vergessene "Kunst", die früher übrigens unter dem Begriff Bildung angesiedelt war. Das ist nur eine der vielen Disziplinen, wo es bei einer erscheckend hohen Zahl von Leuten Deiner Generation schon mächtig hakt ..., oder?!
Ich habe in diesem Thread nicht einmal etwas geschrieben.
Und ja, ich achte nicht immer penibel darauf – das muss ich auf der Arbeit und bei Hausarbeiten an der Uni schon genug. Im Privaten halte ich es lockerer, da man dort nicht für jede Kleinigkeit bewertet wird und nur für sich selbst verantwortlich ist.

Aber interessant: Hier speziell habe ich nichts geschrieben, und trotzdem hast du dir irgendeinen – relativ klischeebehafteten – Aspekt (meine Hypothese anhand deinem Kommentar) herausgenommen, um mich anzugreifen und oder herabzuwerten.
Hast du klasse gemacht.

clear skies
Felix
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo nochmal.

Ganz hab ich die Hoffnung noch nicht aufgegeben dass wir wieder zu Günthers Thema zurückfinden .....

Deshalb meine Frage an Günther.... du hattest oben angedeutet:
"Habe heute an TS geschrieben und angefragt, ob man einen Binoansatz zum ausprobieren bekommen kann" ...

Hast du da schon eine Rückmeldung?

Aus zwei Gründen scheint es mir wichtig dass du das mit deinen eigenen Augen ausprobierst:

Die erreichbare Grenzgrösse wird sich durch die Aufteilung des Lichts auf zwei Kanäle / Okulare verringern, und nur du selbst kannst beurteilen ob dir im Bereich der kleinen AP es hilft beide Augen zu benutzen.
Oder ob deine Objekte dadurch unter die Wahrnehmungsgrenze "abdunkeln".

Wenn ja, würde ich vom C8 weg, den Versuch z.B. auf einem 12 Zoll Dobson / Newton wiederholen und die Ergebnisse vergleichen.... da müsstest du mit der "Helligkeit / je Auge" höher sein als mit dem C8 monokular, wie du es bisher benutzt hast.

Daraus sollte sich eine erfolgversprechende Richtung abzeichnen.

Ein jeder Hobby Astronom steht irgendwann an der Schwelle wo er die Ziele alleine, mit der eigenen Ausrüstung, nicht mehr höher setzen kann.
Da finde ich dann den Anschluss an Gleichgesinnte, oder einen Verein zielführender.
Von daher wünsche ich dir auch in diese Richtung dass sich da Türen auftun.

Du hast auf jeden Fall meinen Respekt für deine Beobachtungen.

Ich bin zwar in der Lage viele Deepsky Objekte mit einem Peilsucher, oder einem Sucherfernrohr per "Sternhüpfen" aufzusuchen, bei den schwächeren Variablen Sternen und schwächeren Doppelsternen verirre ich mich gelegentlich :(.

Ich würde mich über Rückmeldungen freuen :y:.

Notfalls müssten wir eine andere Lösung für einen "Test- Binoansatz" suchen.

VG Hermann

Anfügen möchte ich auch noch einen allgemeinen Gedanken :
Es wäre doch schön, wenn sich eine Nutzung des "Binokularen Beobachtens" in bisher weniger beachteten Bereichen als neue Möglichkeit herausstellte...

Als ich vor 18 Jahren mit meinem BW-Otik Binoansatz von Herrn Langer-Voss begann, haben im Verein auch manche den Kopf geschüttelt, später kam der "Siebert Optics Glaswegkorrektor 1,3 fach" dazu, und hat durch die geringere Brennweitenverlängerung Deepsky mit dem 14 Zoll Dobson auch für etwas "grössere Felder" erschlossen.
Mitlerweile waren auch manche alten Hasen sprachlos wenn sie durchschauten.

In diesem Sinne halte ich noch vieles für Möglich.
 
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