Guter visueller Newton!

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Hallo Michael,

ja man müsste den Tubus des SW entsprechend verlängern. Ich hatte das auch eher so gemeit, dass Skywatcher die Option zur Modernisierung des 6" f/6,6 und des 5" f/6,9 locker ziehen könnte, weil alle Zutaten im Skywatcher Sortiment vorhanden sind.
Sie tun es aber nicht.

Nun wir hier aber schon wieder von "herabnlassend" und "Gemeinde" und "hochloben" geschwafelt, weil halt für manche Leute der Sprung von der Beschränkung auf 1,5° Feld zu locker ohne anderweitige Nachteile möglichen 2,6° nicht wichtig ist.

Ich denke, wir sind hier durch.

Gruß
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Michael,

für eine bessere Streulichtabschirmung empfiehlt sich eine ordentliche "nicht Überlänge" des Tubus vor dem Okularauszug. Als Selbstbauer kann man den Tubusdurchmesser durchaus so wählen, dass als "Faustmaß" ein Tubusdurchmesser Überstand vor der vorderen Kante des Okularauszugs sitzt. Das verbessert das Teleskop erheblich und ich werfe nur ein: Zutauen des Fangspiegels, Beobachterseeing, Abfluss von Tubus-Seeing. Darum rüsten viele Sternfreunde eine Taukappe aus Moosgummi nach. Der Witz dabei ist, dass die Taukappe am Newton noch am wenigsten wegen Tau gebraucht wird.

Nein, der eigentliche Grund für derartige Reduzierungen ist, dass man immer noch eine Montierungsklasse billiger anbieten möchte, und immer noch eine Lage mehr in den Container pressen muss. Und natürlich der Preis von einigen Gramm Blech - denkt man über den nötigen Zuwachs bei Zelle, Spinne und Abschlussringen nach, sind es nicht so wenige Gramm. Aber gewiss nicht zu viel für ein funktionierendes Teleskop.

Clear Skies
Sven
 
*entfernt*GMS: Mit dem 1,25" OAZ sind die Bohrungen für die Spinne etwa 7 cm vom Mittelpunkt des OAZ entfernt. Man könnte die Spinne also verkürzen und einen anderen OAZ ein Stück weiter nach vorne bauen, ohne den Tubus zu verlängern.

In dem Fall wäre eine Taukappe sinnvoll, aber das ist viel einfacher, als den Tubus zu verlängern.

Michael
 
Hallo Michael,

wenn Du selbst rangehst ist das sicher eine gute Idee.
Bei den üblichen zu kurzen Tuben mit 2" OAZ halte ich eine Tubusverlängerung hinten, z.B. mit einem Stück HP-Rohr für sinnvoller, weil man da die Fokuspositioin mit sehr großen Freiheitsgraden festlegen und bei Bedarf verändern kann.
Da Du ohnehin für den 2" OAZ vorne ran musst, kannst Du auch gleich das Loch bei der Erweiterung etwas nach vorne verlegen und die Spinne versetzen. Die Höhe und Fokuslage des bisherigen OAZ und die Höhe des neuen OAZ geben das Zielmaß vor. Eine Taukappe ist ja ohnehin Pflicht, der Tubusüberhang ist auch jetzt schon zu kurz.

Wenn Du das angehst und gut hinbekommst hast Du den 150/1000er m.E. perfekt modernisiert. :super:
Günstiger und einfacher, als Austausch gegen den neuen 150/900er GSO wird das auch, weil man da ja erst mal (wie es ausschaut) werksseitig vernichtete Leistung durch Ausschleifen/-fräsen der zu engen HS-Zelle holen muss. :mauer:
Heutzutage ist die Festlegung durchs Teleskop, wie beim Skywatcher nun mal gegeben, auf 32er/40er Plössl und Co in 1 1/4" als Speerspitze für die Übersicht doch wirklich nicht mehr haltbar, selbst als Einsteigerangebot nicht, zumal an f 6,6 ein ordentlich gebautes und gar nicht teures langbrennweitiges 2" Erfle schon sehr gut abbildet. Man muss also nicht gleich auf Nagler oder Ethos stehen, aber wer so was irgendwann mal einplant oder bereits hat, wird einen Bogen um Teleskope machen, die nur 1 1/4" Zubehör zulassen, auch wenn gerade dieser Newton ansonsten sehr günstige Eckdaten nicht nur für Mond- und Planetenbeobachtung aufweist.
In sofern ist die Entfernung aus dem Angebot. wie wohl bei TS geschehen (andere Händler führen ihn noch) zwar ein möglicher Weg, aber die für SW völlig problemlose Umrüstung auf einen passenden 2" OAZ wäre m.E. der bessere Weg.

Gruß
*entfernt*

 
Zuletzt bearbeitet:
Ok, also müsste ich einen 2" OAZ um so viel weiter nach vorne bauen, wie der Fokus tiefer liegen soll, und der Fokus sollte so tief liegen, wie es geht, um möglichst viel Licht zu bekommen, wobei eine partielle Ausleuchtung durchaus akzeptabel ist.

Grob geschätzt liegt der Fokus aktuell ca. 14 cm über dem Tubus. Beim Skywatcher 2" OAZ scheint er von 10-14 cm zu liegen, d.h. bei Auslegung auf die Mitte müsste der OAZ 2 cm nach vorne. Dafür müsste ich nicht mal die Spinne versetzen, sondern nur die Fangspiegelhalterung kürzen. Aber ist das sinnvoll? Wie berechnet sich die Ausleuchtung? Der OAZ selbst scheint ja recht billig zu sein und sieht der 1,25" Version ähnlich, mit der ich zufrieden bin.

Michael
 
Liebe Sternfreunde,

wir haben in unserer Technik mal stichprobenartig 3x GSN1509OTA aus unserem Lager kontrolliert und haben Folgendes festgestellt.

Bei allen 3 GSN1509OTA kann man den HS in der Fassung drehen und klappern lassen – jeweils im Originalzustand, frisch aus der Kiste.
Es geht da also bei dem angeführten Problem mit der Hauptspiegelfassung eher um eine Ausnahme.
Wir haben die HS-Halterungen für den 6“ GSO ja auch einzeln und können daher im Zweifelsfall sowohl austauschen als auch überarbeiten.
Sollte bei einem Sternfreund mal diesbezüglich ein Problem bestehen, bieten wir gern unsere Hilfe an.


TS-Team
 
Okay Leute,

Entwarnung und bei Bedarf Nachbesserungsangebot von TS für den 150/900er GSO, das ist doch eine Ansage.

Für Michael und andere, die mal nachschauen woollen ist sicher das Programm MyNewton (Google hilft) interessant, aber letztlich kann man sich den Strahlengang einen Newtons auch im Maßstab aufzeichnen und nachmessen.

Gruß
*entfernt*
 
Hallo Jörg,

so ganz erschließt sich mir der Sinn dieses Gerätes nicht.
Planetenbeobachter leiden in der Regel an Obstruktionsphobie, da passen die 30% Obstruktion nicht.

na ja es ist zumindest gegenüber dem vorgänger Modell mit gut und gerne 35% Obstruktion (50mm FS + Plastikfassung) ein spürbarer Fortschritt.
Da die Wirkung der Obstruktion an der Fläche hängt sich also mit dem Quadrat des Durchmessers verändert ist der Unterschied in der Wirkung hier schon recht deutlich.
Immerhin wurde hier die Obstruktion in ihrer Wirkung auf 0,72 des alten Modells gedrückt.

Klar könnte man sich noch weniger wünschen, ein 40mm FS wäre sicher auch mit dem jetzt verbauten OAZ mit Abstrichen bei der Ausleuchtung möglich.
Weniger dürfte aber an der Baulänge des OAZ scheitern.
Man würde dann einen besonders kurzbauenden OAZ wie den UNCN2 benötigen der ja Optional für diesen Newton erhältlich ist.
Das Problem ist halt nur das der UNCN2 allein genau so viel kostet wie der komplette 6“ f/6 Newton inklusive einfachem OAZ.

Mit dem Kurzbauenden UNCN2 und der besonders kleinen Obstruktion die dieser OAZ möglich machen würde wäre der Newton also wesentlich teurer.
Daher ist der jetzt von TS gewählte Kompromiss sicherlich ganz vernünftig auch wenn bezüglich Obstruktion noch nicht das Optimum erreicht wird.
Um das bei einem preiswerten Newton zu schaffen müsste eben auch ein preiswerter kurzbauender OAZ her.
Da sehe ich aber momentan leider nichts.

Auch die OAZ werden momentan leider nur auf Foto getrimmt.
Also enorme Zuladung von bis zu 8kg Ultra Stabil, keinerlei Verkippung
Das macht sie dann natürlich auch sehr sehr teuer.
Visuell bräuchte man das aber bei weitem nicht.
Der Planetenbeobachter mit seinem 50g Ortho benötigt keinen OAZ der 8000g bombenfest trägt.
Visuell wäre es völlig ausreichend wenn sagen wir mal 2kg mit akzeptabler Stabilität getragen werden.
Würde man hier bei den aktuellen sehr teuren OAZ mal etwas abrüsten könnte man sicherlich auch einen sehr kurzbauenden und trotzdem preiswerten OAZ verwirklichen.
Und als Bonus wäre dieser dann auch noch deutlich leichter

Grüße Gerd
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Gerd,

bezüglich eines preiswerten kurzbauenden OAZ wäre m.E. eine Rückkehr zum Prinzip Zahn-/und Trieb sehr sinnvoll, die billigen Crayfords haben doch schon langbauend Probleme.
Man macht das ja teilweise auch schon wieder erfolgreich bei den "Schwerlastauszügen".

Ich erinnere mich da an meinen alten Skywatcher Auszug vom Billigdobson der sogar, sehr passend für kurze Bauweise, (weniger Vignettierungsgefahr) teleskopseitig einen deutlich größeren Durchlass als 2", ich meine rund 2,25" hatte, nach Entsorgung der Wechseladaption vor 2" und 1 1/4" Zubehör nur noch rund 50 mm hoch baute und ausreichend Fokussierweg bot.
Ich musste ihm ein wenig das Shifting abgewöhnen, aber er fokussierte dann exakt , war gut einstellbar und rutschte auch bei schwerer Okularlast nie durch.

So was, mit heutigen Mitteln ein wenig exakter produziert und mit rund 40 mm Bauhöhe ist wirklich kein Hexenwerk und eigentlich würde das alte Teil, ein wenig aufgepeppt, schon locker reichen.

Im fernen Osten scheint es aber derzeit sehr wichtig zu sein, dass Bauteile und ihre Herstellungsmöglichkeiten schon verhanden, quasi am Lager sind.
GSO hat keinen kürzer bauenden 2" OAZ als den mit 71 mm Bauhöhe, hatte m.W. nie sowas im Programm, also gibt es auch von GSO so schnell keinen Kleinnewton mit so einem Teil dran un d bei Skywatcher fragt sich ob man weiß weiß oder wissen will dass man könnte....!
Da bringt man eine Blck-.Diamond Serie bei der ein 150/750er einen 2" oAZ hat, der 150/1000er hat nur einen 1 1/4" OAZ, obwohl die komplette Auslegung 2" locker zulässt.

Gruß
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Michael,

es ist auf jeden Fall machber.
Du musst halt schauen, ob es wirklich "nur" mit dem Kürzen der FS-Halterung getan ist oder ob Du die Spinne "nach vorne" versetzen musst.
Lässt Du das 2" Loch so viel nach vorne rücken, dass der 1 1/4" Ausschnitt genau an den hinteren Rand rückt, musst Du etwa mit dem FS etwa 10 mm nach vorne rücken können, um ihn exakt positionieren zu können. noch 2 mm für Ungenauigkeiten, Offset und Justage zugeben, dann bist Du auf der sicheren Seite.
Das wäre der Spielraum den du hast, wenn der 2" OAZ flacher baut als der 1 1/4" OAZ, größeren/kleinren Fokussierweg hat und/oder wenn Du auch ohne flachere Bauweise noch mit der Fokusverlagerung klar kommst.

Liegen Bauhöhe und Fokussierwege der OAZ nahe beieinander kannst Du auch sicherheitshalber das alte, kleine Loch mittig nehmen.

Lass uns bitte auf jeden Fall wissen, wie es ausgeht! :super:

Gruß
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Der 1,25" OAZ baut ziemlich hoch auf, darum rechne ich damit, dass der 2" OAZ weiter nach vorne muss, um wieder in den Fokus zu kommen. Ausserdem vestehe ich es so, dass ich um so weniger Licht verliere, je näher ich mit dem Fokus an den Fangspiegel komme. Verlängerungen wären also kontraproduktiv.

Die Löcher sind meine geringste Sorge, da wird sich eine optisch ansprechende Lösung finden.

Im Idealfall muss ich also so weit nach vorne, wie der OAZ flacher ist. Ohne Versetzen der Spinne gehen 25 mm, mit Verdrehen sind es 40 mm.

Bei 1,25" Okularen liegt der Fokus meist etwa am Ende der Okularhülse. Ist das bei 2" Okularen ähnlich?

Michael
 
Hallo Michael,

warte halt mal, bis Du den (wohl bereits ergatterten) 2" OAZ hast und vergleiche dann die Bauhöhen und Fokussierwege.
Daraus ergibt sich dann, was Du tun musst.

Wenn du den FS weiter in Richtung Fokus legst, verbessert sich die Ausleuchtung, nur im Extremfall (zu kleiner FS) verlierst Du Licht, aber es muss halt auch zur Bauhöhe des OAz passen.

Nur um mal die Relationen deutlich zu machen:
Gebe ich z.B. bei MyNewton, ohne genau Deinen Newton zu kennen, eine 08/15 Konfiguration für einen 150/1000er Newton bei 71 mm hohem OAZ vor, komme ich auf 6,16 mm (0,35°) ausgeleuchtetes Feld. Das ist visuell für 2" Zubehör noch wirklich okay.
Gehe ich auf einen 50 mm hohen OAZ, wobei der FS entsprechend weiter in Richtung Fokus rutscht, komme ich schon auf sehr komfortable 9,86 mm (o,57°).

Das passt bei Dir sicher nicht genau so, aber es zeigt die sehr passende Tendenz.

Gruß
*entfernt*
 
Hallo Günther,

bezüglich eines preiswerten kurzbauenden OAZ wäre m.E. eine Rückkehr zum Prinzip Zahn-/und Trieb sehr sinnvoll, die billigen Crayfords haben doch schon langbauend Probleme.
Man macht das ja teilweise auch schon wieder erfolgreich bei den "Schwerlastauszügen".

ja ein OAZ mit Zahnstange wäre hier wohl sinnvoller.
Vernünftig ausgeführt kann so ein OAZ durchaus recht gut sein.
Und er könnte auch weniger massiv ausgeführt werden weil man hier ja nicht den großen Anpressdruck der Crayford-Welle hat der ja bei Crayfords nötig ist damit das Ding nicht durchrutscht.


Ich erinnere mich da an meinen alten Skywatcher Auszug vom Billigdobson der sogar, sehr passend für kurze Bauweise, (weniger Vignettierungsgefahr) teleskopseitig einen deutlich größeren Durchlass als 2", ich meine rund 2,25" hatte, nach Entsorgung der Wechseladaption vor 2" und 1 1/4" Zubehör nur noch rund 50 mm hoch baute und ausreichend Fokussierweg bot.
Ich musste ihm ein wenig das Shifting abgewöhnen, aber er fokussierte dann exakt , war gut einstellbar und rutschte auch bei schwerer Okularlast nie durch.

So was, mit heutigen Mitteln ein wenig exakter produziert und mit rund 40 mm Bauhöhe ist wirklich kein Hexenwerk und eigentlich würde das alte Teil, ein wenig aufgepeppt, schon locker reichen.
Ja eben ich denke auch das man sowas mit 40 bis 50mm Baulänge durchaus in brauchbarer Qualität auch recht preiswert hinbekommen könnte wenn man nur wollte.

Im fernen Osten scheint es aber derzeit sehr wichtig zu sein, dass Bauteile und ihre Herstellungsmöglichkeiten schon verhanden, quasi am Lager sind.
GSO hat keinen kürzer bauenden 2" OAZ als den mit 71 mm Bauhöhe, hatte m.W. nie sowas im Programm, also gibt es auch von GSO so schnell keinen Kleinnewton mit so einem Teil dran
Genau das ist der springende Punkt, von GSO gibt es an preisgünstigen OAZ halt nur das bekannte Modell das eben leider relativ lang baut.
Von daher wird man momentan aus der Ecke eben leider zumindest im unteren Preissegment nichts anders erwarten dürfen auch wenn wir es und Wolfi gerne hätten.

un d bei Skywatcher fragt sich ob man weiß weiß oder wissen will dass man könnte....!
Da bringt man eine Blck-.Diamond Serie bei der ein 150/750er einen 2" oAZ hat, der 150/1000er hat nur einen 1 1/4" OAZ, obwohl die komplette Auslegung 2" locker zulässt.

Na ja Skywatcher hätte den hier im Preogramm.

http://www.teleskop-express.de/shop...-1-10-Untersetzung-fuer-Newton-Teleskope.html

57mm Bauhöhe aber auch noch 170€ teuer.
Das ist der preisgünstigste etwas kürzer bauende den ich kenne.
Ohne 1/10 Untersetzung wäre sowas sicherlich auch für gut 100€ machbar wenn man nur wollte.

Das es prinzipiell noch deutlich kürzer geht beweist ja Starlight Instruments mit 40mm Bauhöhe inklusive Adapterplatte.
Nur leider ist der Preis hier natürlich in einer völlig anderen Region angesiedelt.

Grüße Gerd
 
Wenn man nur normale Okulare oder eine leichte MFT Kamera draufpackt, muss ein Crayford nicht schwer sein, um dem Druck standzuhalten. Ein Freund von mir hat den OAZ hier nachgebaut, um den Helical bei einem Heritage 130 auszutauschen:

http://members.ziggo.nl/jhm.vangastel/Astronomy/tridob/tridob.htm

Funktioniert sehr gut, läuft dabei sehr leicht und baut extrem flach. Durch die dünne Achse braucht man keinen Knopfautomaten und keine Feststellung. Eine absolut plane Lauffläche ist allerdings Vorraussetzung.

Michael
 
Hallo Michael Günther,

mal ein paar grundsätzliche Dinge zu der von euch gerade diskutierten Problematik.
Ich finde Eure Herangehensweise etwas unstrukturiert.
Ich würde nicht vom alten OAZ als Bezug ausgehen das verwirrt nur.

Der Bezug sollte immer die Lage des Fokus über dem Tubus sein.
Wenn der GSO OAZ wie Günther schreibt 71mm hoch baut und der Fokus wie in der Beschreibung zum 6“ f/6 zu lesen ist knapp 50mm darüber liegt haben wir bei diesem Newton also eine Fokuslage über Tubus von 71mm +50mm = 121mm.
Gegebenenfalls einfach noch mal nachmessen.
Um zu wissen wie weit der neue OAZ versetzt werden muss benötigst du nun die neue Fokuslage über Tubus.
Dazu benötigst du die Bauhöhe des neuen OAZ und du musst dir Gedanken darüber machen was du an Backfokus brauchst.
Beachte auch das ein einfacher 2“ zu 1,25“ Adapter noch mal etwa 10mm Weg benötigt.
Hat der neue OAZ also 50mm Bauhöhe bis zur 2“ Hülse kommen noch die 10mm für den Adapter auf 1,25“ hinzu denn du möchtest ja sicherlich auch mit 1,25“ Okularen noch in den Fokus kommen.
Es gibt aber auch OAZ mit einem wesentlich kürzer bauenden 1,25“ Adapter.

Aber gehen wir mal von der Standartvariante aus.
Also 50mm für den OAZ + 10mm für den 1,25“ Adapter + gewünschter Backfokus.
Als Backfokus wäre 20mm ein guter Wert.
Dann kommt man also auf eine Fokuslage über Tubus von 50mm+10mm+20mm = 80mm.
Original liegt der Fokus 121mm über Tubus du musst den OAZ und damit natürlich auch den FS also um 121mm-80mm = 41mm weiter nach vorn setzen.

Aber überprüfe erst mal oben angenommene Maße.
Liegt der originale Fokus 121mm über Tubus?
Baut der OAZ exakt 50mm bis zur 2“ Steckhülse?
Adapterplatte für den Tubus mit einberechnen!
Wie lang baut der Adapter 2“ auf 1,25“?
Passen die von mir vorgeschlagenen 20mm Backfokus für dich?

Zur Berechnung des ausgeleuchteten Feldes bzw. der erforderlichen FS Größe.
Das geht überschlagsmäßig ganz einfach und erfordert keinen Computer.
Man benötigt lediglich den Abstand des FS vom Fokus und das Öffnungsverhältnis.
Der Abstand FS -Fokus errechnet sich aus
Radius des Tubus + Fokuslage über Tubus.
Gehen wir bei dem 6“ von 180mm Tubusdurchmesser als 90mm Radius aus dann ergeben sich folgende Abstände FS- Fokus.
Original
90mm +121mm = 211mm
optimiert
90mm +80mm = 170mm

Diese Maße muss man nur noch durch das Öffnungsverhältnis teilen dann erhält man den Durchmesser des FS der nötig ist um die Achse auszuleuchten.
Also
Original
211mm/6 = 35,2mm
optimiert
170mm/6 = 28,3mm

Der Durchmesser des FS ergibt sich nun aus der Summe der gerade errechneten Mindestwerte und des gewünschten zu 100% ausgeleuchteten Feldes.
Oder anders rum das zu 100% ausgeleuchtete Feld ergibt sich aus der Differenz des FS Durchmessers und des Mindestdurchmessers

Wie man sieht hat das Original mit 45mm FS also ein zu 100% Ausgeleuchtetes Feld von 45mm- 35,2mm also rund 10mm
Mit 40mm FS währen es noch 5mm.
Darum sind bei dieser Konfiguration 40mm das kleinste das man machen sollte.

Optimiert käme man bei einem 40mm FS noch auf satte 40-28,3mm = 11,7mm zu 100% ausgeleuchtetes Feld.
Hier könnte man auch mit einem 35mm FS arbeiten und käme dann auf 6,7mm zu 100% ausgeleuchtetes Feld.

Mit der gerade gezeigten vereinfachten Rechnung erhält man immer ein etwas kleineres zu 100% ausgeleuchtetes Feld als nach der exakten Rechnung.
Dafür ist die von mir gerade gezeigte Herangehensweise wirklich ausgesprochen einfach und für die Praxis völlig ausreichend.
So kann das Jeder schnell und simpel auch ganz ohne Computer nachvollziehen.

Grüße Gerd
 
Hallo Gerd,

Du schmeißt da ein paar Dinge durcheinander.
Michael hat nicht den GSO 6" f6 sondern den Skywatcher 6" f6,6 und ich weiß nichts über die Höhe des dort verbauten 1 1/4" OAZ noch weiß ich was über die genauen Maße des neuen OAZ.
Daher habe ich empfohlen zu warten, bis man beide Teile vergleichen kann, dann ergeben sich daraus die zu treffenden Maßnahmen.
Von dem Skywatcher gibt es wohl mindestens drei Varianten und die letzte davon ist diese:

http://www.teleskop-austria.at/index.php?produkt=SWN15010#m

Auf die beziehe ich mich, wenn ich schreibe, dass da der schlichte werksseitige Austausch des 1 1/4" Modells gegen einen 2" OAZ schon funktionieren sollte/dürfte(!), aber jedenfalls unschädlich wäre.
Bezüglich des 2" OAZ denke ich, dass das alte Zahn-/Trieb Modell mit dem 2,25" Durchlass fernrohrseitig sicher noch produzierbar wäre, allerdings müsste man schon ein wenig bessere Passgenauigkeit der Bauteile erreichen und ganz ehrlich weiß ich auch nicht mehr sicher, ob das ohne die lästigen Wechseladapteraufsätze mit 50 mm Bauhöhe oder mit etwas mehr hinkommt.

Der 150/900er GSO ist halt so wie er ist, mit 2" OAZ und mit der Aussicht, dass die zu enge Spiegelzelle ein Einzelfall war bzw im Eventuelfall nachgebessert wird, durchaus okay, zumal man ja auch auf 40er FS umrüsten kann.
Da jetzt noch mit einem flacheren OAZ und passenden Umbauten auf einen 36er FS zu gehen, ist sicher möglich, aber doch eher den Spezialisten vorbehalten, muss also bei einem Seriengerät m.E. nicht zwingend sein.

Gruß
*entfernt*
 
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Hallo Günther,

Michael hat nicht den GSO 6" f6 sondern den Skywatcher 6 f6,6 und ich weiß nichts über die Höhe des dort verbauten 1 1/4" OAZ

ach so er hat den Skywatcher,
na da kann ich zufällig genaues zu dem 1,25“ OAZ sagen, hatte mir mal den 6“ f/8 gekauft, der hatte den gleichen OAZ.
Das Ding baut voll eingefahren bis Oberkante 1,25“ Hülse beachtliche 110mm lang.
Bis zum Ende OAZ Rohr sind es aber nur 70mm, der Rest geht auf das Konto einer nicht gerade durchdachten Adaption die unnötig Weg kostet.

Auf die beziehe ich mich, wenn ich schreibe, dass da der schlichte werksseitige Austausch des 1 1/4" Modells gegen einen 2" OAZ schon funktionieren sollte/dürfte(!), aber jedenfalls unschädlich wäre.

Na ja klar funktioniert das, warum sollte das auch nicht gehen.
Allerdings.

@Michael

Grob geschätzt liegt der Fokus aktuell ca. 14 cm über dem Tubus. Beim Skywatcher 2" OAZ scheint er von 10-14 cm zu liegen,

Da meist du also den einfachen 2“ Skyswatcher.

http://www.teleskop-austria.at/index.php?produkt=CRj#m

Das Ding hat die gleiche unsinnige viel Weg verschlingende Adaption wie der 1,25“ OAZ.
Du schreibst etwas von 100mm Bauhöhe im eingefahrenen Zustand.
Damit ist das Ding lediglich 10mm kürzer als der 1,25“ den ich selber habe.
Hast du den schon?
Sonst würde ich aber die 10 € drauflegen und den GSO mit 71mm Bauhöhe kaufen wenn es was preiswertes sein soll.
Wobei beim GSO wohl noch die Adapterplatte zum Tubus und die 2“ auf 1,25“ Reduktion zu den 71mm dazukommen dürften.
Also schätzungsweise alles in allem 71+10+5 = 86mm

Da wäre der schon erwähnte kurzbauende 2“ Skywatcher durchaus eine Überlegung wert.

http://www.teleskop-express.de/shop...-1-10-Untersetzung-fuer-Newton-Teleskope.html

Der ist inklusive Adapterplatte lediglich 57mm hoch.
Das klingt doch wesentlich besser als die 100mm die der langbauende Skywatcher verschlingt.

@Günther

Bezüglich des 2" OAZ denke ich, dass das alte Zahn-/Trieb Modell mit dem 2,25" Durchlass fernrohrseitig sicher noch produzierbar wäre, allerdings müsste man schon ein wenig bessere Passgenauigkeit der Bauteile erreichen und ganz ehrlich weiß ich auch nicht mehr sicher, ob das ohne die lästigen Wechseladapteraufsätze mit 50 mm Bauhöhe oder mit etwas mehr hinkommt.

Na ja selbst wenn es inklusive Adaptern etwas mehr wäre.
Gegenüber den 100mm des langbauenden Skywatcher und den schätzungsweise 86mm des GSO inklusive Adapterplatte und 1,25“ Reduktion wäre das trotzdem ein spürbarer Fortschritt.

Der 150/900er GSO ist halt so wie er ist, mit 2" OAZ und mit der Aussicht, dass die zu enge Spiegelzelle ein Einzelfall war bzw im Eventuelfall nachgebessert wird, durchaus okay, zumal man ja auch auf 40er FS umrüsten kann.
Da jetzt noch mit einem flacheren OAZ und passenden Umbauten auf einen 36er FS zu gehen, ist sicher möglich, aber doch eher den Spezialisten vorbehalten, muss also bei einem Seriengerät m.E. nicht zwingend sein.

Na ja bei einem 40mm FS also 5mm zu 100% ausgeleuchtetem Feld hat man dann aber schon ziemlich auf Kante genäht.
Es sind ja 2 Punkte die noch nicht ganz optimal sind.
Punkt 1
Man konnte sich nun eben doch wieder nicht von der Fotooption verabschieden.
Die 50mm Backfokus ab 2“ bzw. die 40mm inklusive 1,25“ Reduktion hätten rein visuell nämlich nicht sein müssen.
Da hätten 20mm weniger auch genügt.
Punkt 2
Ein kurzbauender OAZ mit kurzbauender 1,25“ Reduktion so wie beim UNCN2 würde auch noch mal so um die 30mm Einsparung bringen.

Das macht in der Summe immerhin 50mm.
Das sind dann bei f/6 immerhin 50mm/6 = 8,3mm die der FS bei gleicher Ausleuchtung gegenüber der jetzigen Variante kleiner ausfallen könnte.
Oder mal etwas Praxisbezogener man hätte dann mit einem 35mm FS lediglich 1,7mm weniger zu 100% ausgeleuchtetes Feld gehabt wie jetzt mit dem 45mm FS.
Aber gut man kann es natürlich nicht jedem recht machen.
Kompromisse muss man halt immer machen und da ist der 6“ f/6 GSO mit dem 45mm FS durchaus etwas mit dem ich ganz gut leben kann.

Grüße Gerd
 
Hallo zusammen,

fragt doch mal Wolfi / TS oder einen anderen Astro-Vertrieb (z.B. ICS - oder noch besser: Ein Gemeinschaftsprojekt von z.B. TS, ICS und APM - das wäre doch mal etwas!) ob sie daran interessiert wären, einen solchen von euch entwickelten und ausgeklügelten Newton bauen zu lassen. Mehr als nein sagen können sie ja nicht ...

Großer Vorteil: Wenn ihr das ehrenamtlich macht, halten sich die Entwicklungskosten in Grenzen und man kann die Kosten des Produktes gerade zum Produktstart begrenzen.

Klar ist, dass hier zwei Parteien zwei unterschiedliche Interessen haben: Der Astroladen muss Geld verdienen und wir als Konsumenten möchten ein preiswertes Top-Produkt. Wenn man das unter einen Hut bringen könnte, wäre es doch perfekt!

Ich finde es auch sehr schade, dass nur noch billige und unausgereifte Massenware zu bekommen ist. Aber so lange sich damit das meiste Geld verdienen lässt, wird sich daran auch nichts ändern. Eine Neuentwicklung bewirkt für den Entwickler große Risiken, weil man nicht weiß, ob sich das Produkt nachher auch tatsächlich so gut verkauft, dass man Gewinn damit machen kann. Von daher wird sich daran auch kaum jemand herantrauen. Diesbezüglich habe ich übrigens großen Respekt vor dem akuellen Projekt von Markus Ludes - die großen Binos. Aber das ist vermutlich nur seinem großen Mut und Selbstvetrauen zu verdanken ...

Zu Anfang müssten man erst mal eine Art Pflichtenheft erstellen. Was soll das Produkt alles können bzw. leisten. Und dann natürlich die Abschätzung der Kosten in der Massenproduktion unter Einhaltung der hohen Fertigungsqualität mit entsprechend geringen Fertigungstoleranzen. Bei den Spiegeln scheint man das in Fernost ja mittlerweile ganz gut hinzubekommen. Warum also nicht auch bei den im Gegensatz dazu technisch eher einfachen Teilprodukten wie Tubus, Halterungen für Haupt- und Fangspiegel und OAZ? Das sind doch alles keine hochkomplexen Produkte!

Grüße
Michael

#Volksnewton (Teil 2 - Teil 1 gabs ja schon vor vielen, vielen Jahren ...)


 
Hallo Michael,

es geht doch erst mal gar nicht um aufwendige „Entwicklungsarbeit“ sondern eher um Sachen die eigentlich relativ einfach sind.
Und es geht speziell bei der Auslegung eben auch um Fragen bei der es unterschiedliche Meinungen gibt.
Vor allem was die Fotooption anbelangt.
Das hat dann eigentlich Garnichts mehr mit Entwicklung zu tun sondern mit individuellen Vorstellungen.
Und da ist es nun mal so das man es eben nicht allen recht machen kann.

Die Händler versuchen hier immer einen möglichst großen Spagat hinzubekommen und es eben doch irgendwie jedem rechtmachen zu wollen.
Ergo an der Fotooption wird halt beharrlich festgehalten, auch bei Teleskopen die eigentlich fürs visuelle gedacht sind.
Denn der Händler weiß früher oder später kommt garantiehrt einer der sich dann beschwert wenn Foto nicht geht.
Dem beugt man dann halt vor.
Es ist eben der Wunsch nach der berühmten eierlegenden Wollmilchsau den man da zu erfüllen versucht.
Der Preis für diesen Spagat ist aber ein Produkt das zwar irgendwie alles kann aber alles eben nicht optimal.

Darum gibt es dann bei solchen Produkten immer deutlich Optimierungspotential wenn man es dann doch mal speziell auf einen Einsatzzweck hin auslegt.
Das ist letztlich bei dem hier diskutierten 6“ f/6 nicht anders.

Und der zweite Punkt ist das ein einzelner Händler halt nicht die Stückzahlen abnehmen kann die den Hersteller dazu bewegen würden einzelne Komponenten nach unseren Wünschen zu fertigen.
Siehe Spiegelzelle mit der Anordnung der Schrauben oder eben einen preisgünstigen kurzbauenden OAZ.
Da können wir hier in DE entwickeln wie wir wollen, umgesetzt wird das nicht weil der deutsche Mart offenbar einfach zu klein ist damit der Hersteller darauf reagiert.

Das heißt wir müssen halt mit den Komponenten auskommen die in Fernost verfügbar sind und das Beste daraus machen.
Genau das hat TS mit dem hier diskutierten Newton getan.
Einzig über die Fotooption kann man geteilter Meinung sein.
Mit Fotooption hat TS einfach das Beste aus der Situation gemacht.
Ohne Fotooption hätte man noch etwas optimieren können.
Insofern will ich da nicht meckern.
Mir ist da der Spatz in der Hand sprich der jetzt bei TS käufliche 6“ f/6 so wie er ist lieber als die Taube auch dem Dach sprich der weiter optimierte aber eben nur als Wunschtraum existierende Newton.

Grüße Gerd
 
Hallo Michael,

ganz ehrlich......nein danke.
Hättest du meinen Einstiegsbeitrag zum Thread gelesen, wäre Dir klar, dass der jetzt neu herausgebrachte 6" f6 GSO so ganz allmählich in die Nähe dessen kommt, was z.B. in diesem Thread:

http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/ubbthreads.php/topics/492939/7

im Jahr 2008 und auch schon zuvor immer wieder Thema war, was das Gerät welches damals dann später tatsächlich auf diesem und anderen diesbezüglichen Threads basierend, auf den Markt kam, bei WEITEM nicht bot und da gehts mal nur um einen Newton einer bestimmten Größe.
In diesen Thread und auch in den Links im Ersten Beitrag dieses Threads kritischen Leuten wie mir auch immer wieder der Gegenwind von Händlern und Forenusern ins Gesicht.

Du sprichst vom Volksnewton, nun frage ich dich, was ist das.

Ich sehe in diesem 6" f6 und auch in dem SW 6" f6,6 wenn er denn einen 2" OAZ hätte (den manche schon wieder für absolut überflüssig halten) eine visuell gut nutzbaren Newton.
Ich weiß und Gerd rechnet es ja vor, dass man da immer noch viel Potenzial zur visuellen Optimierung hat.
Ich verlange das aber gar nicht so stark spezialisiert vom Fernost-Hersteller, denn der Nächste findet den Begriff Volksnewton sicher nur dann passend, wenn man auch astrein damit fotografieren kann.

Man kann inzwischen bei mehreren Händlern Newtons mit ganz speziellen, eigenen Spezifikationen bestellen. Das muss man halt auch bezahlen wollen/können.

Teil zwei titelt für mich nicht Volksnewton, sondern eher bezahlbarer, brauchbarer Einsteigernewton unter Bezugnahme auf meine derzeitig Fußzeile.

Gruß
*entfernt*
 
Inzwischen habe ich hier den sehr günstigen gebrauchten 2" Crayford von Skywatcher liegen.

Ich weiß jetzt, warum der so billig war. Die plane Lauffläche am Tubus ist nicht plan, sondern hat eine erhöhte Kante, wie man an den Laufspuren und im Gegenlicht sieht. Außerdem ist sie lackiert. Die Achse ist dafür poliert. Das kann nicht gut arbeiten. Der Vorbesitzer probierte die Schrauben anzuknallen und nahm Klebeband, aber das bringt beides nichts. Ich werde mal zusehen, die Lauffläche planfräsen zu lassen und die Achse mattieren. Dann müsste er gut arbeiten, denn ansonsten ist der Aufbau solide.

Zu solide, denn ist er viel zu schwer und zu groß: Der 1,25" OAZ ist in Tubusrichtung 68 mm breit, der 2" OAZ ganze 116 mm. Der 1,25" OAZ endet 110-170 mm über dem Tubus, der 2" OAZ 70-108 mm. Da er aber so unglaublich breit ist, kommt man auf keinen Fall ohne Tubusverlängerung in den Fokus, denn ich kann mit dem Fangspiegel nur 30 mm nach vorne und mit der Kante vom OAZ nur 45 mm.

Erstmal setze ich den OAZ instand. Derweil überlege ich mir, ob ich den Tubus verlängere oder selbst einen schmaleren und leichteren 2" OAZ baue und das Monster wieder verkaufe.

Michael
 
Hallo Michael,

das Thema sollten wir eventuell in den Selbstbau auslagern, in diesem Board führt das ein wenig zu weit, denn es wäre anzudenken, den Tubus auszutauschen.
Nur so viel:
So einen OAZ mit diesem "Schadensbild" hatte ich auch als unbrauchbar rumliegen, als ich ihn endlich wegwerfen wollte bin ich doch noch mal mit der Handfeile rangegangen, jetzt läuft er recht gut, knarzt nur an einer Stelle vernehmlich.

Für einen sehr guten Tubus bietet sich KG-Rohr (ja...Abwasserrohr....sehr brauchbar) an oder eine HP-Röhre, z.B. von Gerd Neumann, wenn es etwas edler aber auch deutlich teurer sein darf.
In beiden Fällen kannst du Deinen Newton frei planen. Es macht nur Sinn, wenn die Optik gut ist und die Monti das stabil trägt. Dann macht es aber vom Bauen bis zum Durchgucken richtig viel Spass.

Gruß
*entfernt*
 
Wenn ich den Skywatcher umbaue, gibt's einen neuen Thread. Ich denke aber, es wurde klar, warum Skywatcher das 150/1000 nicht einfach mit ihrem flacheren 2" OAZ (statt dem höheren mit Zahn und Trieb) ausstattet: Es würde erheblich schwerer und der Tubus müsste länger sein. Der hohe OAZ hätte zu wenig Ausleuchtung für 2".

Der GSO 150/900 hat mit dem 2" OAZ also deutliche Vorteile.

Michael
 
Hallo Michael,

damit sind wir am Beginn der Erörterung dieses Skywatcher-Newtons in diesem Thread und bei meiner Feststellung:

Zitat von *entfernt*GMS:
ja man müsste den Tubus des SW entsprechend verlängern. Ich hatte das auch eher so gemeit, dass Skywatcher die Option zur Modernisierung des 6" f/6,6 und des 5" f/6,9 locker ziehen könnte, weil alle Zutaten im Skywatcher Sortiment vorhanden sind.
Sie tun es aber nicht.

So wie Du die Maße der 1 1/4" ausführung ab Werk angibst ist die Ausleuchtung, die komplette Konfiguration, nicht nur für visuelle Anwendung dramatisch schlechter als mit dem gleichen FS aber mit dem von Dir genannten 2" OAZ (von dem es ja mehrheitlich Exemplare gibt die funktionieren).

In der Serienproduktion bedeutet es keinen Mehraufwand, wie bei anderen Fernrohren dieser Öffnung und aus dieser Produktion 2" OAZ-Löcher in diese Tuben zu bohren, die Löcher für die FS-Spinnen dazu passend zusetzen und den Tubus einige Zentimeter länger zu machen.

Für Dich hier, im Rahmen von Nachbesserung, bedeutet das einen Aufwand den Du eventuell leisten kannst, aber längst nicht Jeder kann das und Du überlegst dir dennoch gut ., ob du das angehst.
Das kann und will nicht Jeder leisten und Du bist schon einer der Wenigen, die einen Bedarf überhaupt erkennen und einen Nutzen anerkennen.
Daher funktioniert nicht nur Masse günstig immer noch prächtig, sondern es funktioniert sogar Masse mit eingebauten, absolut vermeidbaren, leistungsvernichtenden Fehlern.

Diesbezüglich haben wir mit dem 6" f/6 GSO mal eine erwähnenswerte Ausnahme im günstigen Fernostsegment, die schon ab Werk, im Rahmen der Möglichkeiten des Herstellers, gutes Potenzial zeigt und durchdacht ist.

Dass findige Leute weiteres Potenzial für verschiedenste Spezialisierungen freisetzen können ist IMMER das Los von Serienprodukten.

Gruß
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
*entfernt*GMS: Skywatcher müsste nicht nur einen anderen Tubus bauen, sondern auch den OAZ leichter und schmaler machen, damit das Gerät nicht schwerer wird. Das bedeutet Rüstkosten, Modellwechselkosten und teilweise Neuentwicklung, d.h. das macht man nicht mal eben so. Die Frage war ja: Warum nehmen sie nicht den vorhandenen OAZ, um mit GSO gleichzuziehen? Das wissen wir nun.

GSO hat halt vorher nachgedacht oder auf Kundenwünsche gehört und darum nun das bessere Gerät am Markt.

War's das beim Skywatcher 150/1000? Ich glaube, mit Nachdenken findet sich auch da eine Lösung ohne neuen oder verlängerten Tubus. Es ist nur nicht offensichtlich, aber ich bleibe dran.

Michael
 
Hallo Michael,

Da er aber so unglaublich breit ist, kommt man auf keinen Fall ohne Tubusverlängerung in den Fokus, denn ich kann mit dem Fangspiegel nur 30 mm nach vorne und mit der Kante vom OAZ nur 45 mm.

selbstverständlich käme man auch ohne Tubusverlängerrung in den Fokus.
Man kann dann halt nur nicht den Vorteil der kürzerren Bauweise des neuen OAZ nutzen und müsste die Fokuslage dort lassen wo sie auch beim 1,25“ war.
Sprich der 2“ OAZ kommt halt genau dorthin wo auch der 1,25“ war und das sollte doch kein Problem sein.
Natürlich braucht es in dem Fall dann noch eine entsprechende Verlängerungshülse.

Der Nachteil ist natürlich das die Ausleuchtung kleiner ist als sie bei optimierter Fokuslage wäre.
Da muss man eben abwägen ob man das so akzeptiert oder den Aufwand mit dem neuen Tubus treibt.
Das muss dann jeder selber wissen aber möglich sind prinzipiell beide Optionen um von 1,25“ auf 2“ zu kommen.
Hilfreich wäre hier natürlich auch wenn man mal konkrete Eckdaten hat.
FS Durchmesser und Abstand FS vom Fokus (Fokushöhe über Tubus+ Tubusradius).
Dann könnte man mal ausrechnen wie groß das 100% ausgeleuchtete Feld bei jetziger Fokuslage ist und so beurteilen ob das ausreichend ist oder ob man besser optimiert.
Oder ob man sich vielleicht wenn man schon den Aufwand mit dem neuen Tubus treibt um die Fokuslage zu optimieren lieber für einen kleineren FS entscheidet anstatt eines größeren zu 100% ausgeleuchteten Feldes.
Dafür müssen aber nun mal Daten her.
Nur so kann man hier eine vernünftige Entscheidung treffen!

@Günther
Für einen sehr guten Tubus bietet sich KG-Rohr (ja...Abwasserrohr....sehr brauchbar) an

Na ja im Prinzip schon nur gibt es denn KG Rohre mit 180mm Durchmesser?
Klar könnte man auch ein 200mm nehmen aber das ist nicht nur deutlich schwerer und unhandlicher sondern man braucht dann auch neue Rohrschellen und der Abstand FS-Fokus verlängert sich bei gleicher Fokuslage über Tubus um 10mm.
Damit reißt man dann zumindest einen Teil dessen was man aufgebaut hat mit den Hintern wieder ein.
Sin und Zweck des neuen Tubus war ja schließlich den Abstand FS- Fokus zu verkürzen.

Grüße Gerd
 
Hallo Michael,

Skywatcher müsste nicht nur einen anderen Tubus bauen, sondern auch den OAZ leichter und schmaler machen, damit das Gerät nicht schwerer wird. Das bedeutet Rüstkosten, Modellwechselkosten und teilweise Neuentwicklung, d.h. das macht man nicht mal eben so. Die Frage war ja: Warum nehmen sie nicht den vorhandenen OAZ, um mit GSO gleichzuziehen? Das wissen wir nun.

nein das wissen wir nicht denn der 2“ OAZ von GSO ist gewiss nicht schmaler und leichter wie der 2“ OAZ von Skywatcher.
Und wenn der Skywatcher OAZ an einem 130 f/5 passt dann sollte er ja wohl für einen 150 f/6,6 nicht zu breit sein.

http://www.teleskop-express.de/shop...---130mm-f-5-Newton---2--Crayford-Auszug.html

Gewicht ja da ist bei vielen 2“ Modellen noch Luft nach oben äh in diesem Fall ja nach unten.
Aber die lieben Fotografen wollen ja unbedingt super Stabil und zig kg Zuladung.
Dann wird halt auch der OAZ sehr schwer.

Grüße Gerd
 
Hallo Michael,

sie sind in der Lage einen/den 2" OAZ an einen 150/1200er Tubus zu bauen, der dann als Dobson montiert und verkauft wird.
Mach da mal beim 150/1000er Tubus kein Problem draus, 200 oder 500 Gramm mehr oder oder weniger haben SW diesbezüglich auch nie gestört, das sind DEINE Überlegungen und die kennt man dort nicht, meine überigens wohl auch nicht.

Das war es nicht unbedingt zum 150/1000er, ja nicht mal zum 150/900er, wir wissen wie es gehen könnte, ja wir haben es teilweise schon getan, sogar öfter und wir sind ja nicht die Einzigen die sich Gedanken machen.
Ohne Tubusverlängerung sehe ich aber eher wenig Nutzen und die ist halt nicht mal eben nebenbei erledingt.

Gruß
*entfernt*
 
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