Gutes 10" Dobson

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Celestron78

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Hallo Sternenfreunde.
Ich möchte mir demnächst einen schönen 10" Dobson zulegen, weiss aber nicht welches Modell. Er soll nur visuell für Mond und Planeten verwendet werden, oder eben mal schnell, wenn was eigenartiges am Himmel umherfliegt :) Deepsky war noch nie so mein Thema. Deswegen kommt wohl ein 10" mit hoher Brennweite in Betracht. Nun sah ich, dass es bei Orion UK auch 10" Dobsons mit mehr als nur 1250 mm Brennweite gibt, wie von Skywatcher usw. Also wenn ihr Erfahrungen mit einem Dobson habt und ein spezielles Gerät empfehlen könnt, wäre ich über jede Antwort erfreut.

PS: Oft liest man, dass man mit etwas Übung einen Dob auch mit maximaler Vergrößerung nachführen kann. Stimmt das? Durch das Seeing ist ja die max. Vergr. eh auf 200-250 fach begrenzt oder?
 
Hi,

ein 10" Dobs lebt von seiner Öffnung und seiner flexiblen Dobsonmontierung. Ich glaube Planeten sind nicht sein Hauptgebiet, obwohl natürlich möglich.
Sicherlich kommen hier noch ein paar Tips, aber die könnten auch Alternativen bei so klaren Vorstellungen enthalten.

Viel Erfolg,
Stefan
 
Hallo,

also für Planeten sind die langen natürlich sehr gut, weilsie einen kleinen Fangspiegel haben und somit eine geringere Obstruktion. Ein 10" ist da schone ein riesen "Teil", sowas nur für Planeten zu "nutzen" wär eigentlich nicht klug. Da siehtman Deepsky mäßig schon soo viel. Wenndu das erste mal mit so einem Gerät M13 bis in feinste Einzelsterne auflöst wirst es mögen ;)

Das mit der Vergrößerung stimmt so nicht, es gibt nächte da kannman auf 400x gehen, vielleicht manchmal sogar nen bisschen mehr. Je nach Übung und mechanischer beschaffendheit des Dobsons geht das noch gut bis sehr gut. Wichtig ist da dasman weitwinkelokulare hat, gibt einem mehr zeit.

Wenndu den Dobson nicht transportieren musst wär der orion UK 250/1600 sicher nen sehr gutes Teil dass deinen Anforderungen entspricht. Ist aber viel Holz was du da ausgibst um dann nur nebenbei ein bisschen Planeten und so zu schaun. Kennst du dich mit Geräten dieser größe aus? 1,6Meter Volltubus kriegt man nicht mehr ohne Probleme in ein Auto...

Grüße

Daniel
 
Hallo,

das mit der Seeingbegrenzung ist so schon richtig, aber wenn man "thermisch geeignet Gebiete aufsucht" sprich: Aufn Acker fährt - dann geht an etlichen Tagen des Jahres schon mehr. Durch einen 10" GSO Dobson (allerdings mit Orion UK Fangspiegel nachgerüstet und die üblichen Tuningmaßnahmen) eines Kollegen sah ich meinen bisher knackigsten Saturn... bei 357x :/

Alle diese Geräte bedürfen Optimiertung (Veloursfolie (20€), Lüfter (20€), ROllenlager raus stattdessen Teflon und Ebony rein (20€)) dann kann man mit etwas Übung auch bei Höchstvergrösserung gut nachführen und beobachten, dazu noch Weitwinkelokulare und der Planet läuft auch bei 300x nicht gar so schnell aus dem Bild bevor man eben wieder paar cm nachstellt.

Ich würde aber an deiner Stelle in jedem Fall mal Kontakte knüpfen und mir die Geräte live anschauen, nur das bringt dich wirklich weiter in Sachen richtige Entscheidung.

Planeten mögen so wie sie da stehen nicht ihr Hauptgebiet sein, aber wenn ich Planetenfan wäre, würd ich schauen ein solches Gerät dahingehend zu optimieren und zu montieren (oder EQ Plattform) ;)

Viele Grüße Benny
 
ich habe bisher ein 150/1200 Skywatcher EQ-3-2. Und der macht schon was am hellen Planeten/Mond her. Deswegen dachte ich nun an was größeres. Sicher werde ich auch mal in den Deepsky Bereich schauen. Aber da sieht man ja eh nicht viel, ausser Sternenhaufen. Galaxien und Nebel sind doch visuell nur als Milchflecken zu sehen oder?
 
Hallo,

Aber da sieht man ja eh nicht viel, ausser Sternenhaufen. Galaxien und Nebel sind doch visuell nur als Milchflecken zu sehen oder?

www.astro-visuell.de

Da schaust mal nach den Zeichnungen mit 10" ;)

Was man braucht ist guter Himmel und Beobachtungserfahrung dann sind schon bei <10" schon längst eine ganze Reihe von Galaxien und Nebeln sehr viel mehr als Matschflecke ;)

viele Grüße Benny
 
Hallo "Celestron78"

rein optisch betrachtet ist dein 150/1200 ein sehr gutes Gerät für Planeten und den Mond. Der Fortschritt zum 10" wird rein optisch beim Mond nicht so spektakulär sein. Deine Montierung ist aber eher bescheiden, wenn man mit hohen Vergrösserungen beobachten will.

Deine Interessen finde ich eher unklar. Der Mond z.B. wird um so interessanter, je mehr man darüber liest. Und dann beschafft man sich eine gute Mond-Karte und kümmert sich um Details der Oberfläche. Der eigentliche Kick kommt durch das binokulare Beobachten. Das geht doch bei langen Brennweiten und hoher Vergrösserung gut. Dann müsste man sich über die geeigneten Okulare unterhalten. Ein 10" allein macht es hier nicht.
Solange deine Interessen nicht klar sind, kann man schlecht einen Rat geben.

Ich meine auch wie die anderen, du kannst dir über deine eigenen Interessen klarer werden, wenn du Kontakt zu aktiven Beobachtern aufnimmst. Und alles mal live siehst. Zumindest musst du dich etwas mehr informieren.

Wenn du dich für Einzelheiten auf den nahen Himmelskörpern interessierst, dann gehört die Sonne auch dazu. Die verlangt aber spezielle Beobachtungstechniken (und Geld). Wieder ein Grund, nicht den 10" als Allheilmittel zu betrachten.

Alles wird angenehmer, wenn du einen Namen angibst, unter dem du angeredet werden willst. Knackige Pseudonyme oder Künstlernamen gehen auch. Aber es ist ein Albtraum, dass wir uns irgendwann nur noch mit Nummern anreden.

Viel Erfolg bei der Gerätesuche,
mit Grüssen, Joachim
 
Hallo,

wenn Du bei Planeten und Mond bleiben möchtest, ist ein 10" Dobson vielleicht nicht die erste Wahl, erst recht nicht, wenn er ohne EQ-Plattform betrieben würde. Dir geht es ja um hohe Vergrößerungen und Detailerkennung. Öffnung alleine ist hier nicht alles.
Einen höheren Detailerkennungsgewinn bei hohen Vergrößerungen wirst Du eher erzielen, wenn das System automatisch nachgeführt ist und der Planet so im Okulargesichtsfeld still steht. Ich würde eine geschlossene Optik (4" oder 5" Refraktor oder Mak-Newton) und einen Binoansatz empfehlen. Geschlossene Optiken sind auch nicht so anfällig für Tubus-Seeing - beim Dobson wäre da ausser Lüftern noch eine entsprechende Tubus-Isolierung notwendig.

CS
Chris

 
Hallo Leute,

irgendwie ist mir das alles zu allgemein.

Am Mond, gerade in der Detailbeobachtung, ich nenne da immer gerne die Region um die Triesnecker-Rillen bemerke ich den Sprung von 6" auf 8" und wieder den Sprung auf 10" Öffnung sehr deutlich. Die Rillen werden einfach immer länger und verzweigter, es kommen kleinere Krater hinzu, die Detailfülle insgesamt steigt und zwar auch dann, wenn man nicht bis zur absoluten V.-Max. gehen kann.
Ähnlich, allerdings etwas subtiler, geht es am Planeten zu.

Geschlossene Systeme sind keineswegs seeingunanfälliger, allerdings hat ein Refraktor den Vorteil, meist kleiner und schon daher seeingunanfälliger zu sein und den weiteren Vorteil, dass der Strahlengang nur ein Mal durch den Tubus muss. Bei Spiegelsystemen mit Heckeinblick muss der Strahlengang drei Mal durch den Tubus und entsprechend turbulent geht das dann auch zu, was zu sehr langen Auskühlzeiten und der beinahe zwingenden Erfordernis einer Lüftung führt.
Ein Newton liegt da mit zweifachem Strahlengang im Tubus schön in der Mitte und kann thermisch recht einfach optimiert werden (Lüftung/Isolierung).

Lange Newtons F/8 haben sicher den Vorteil, dass man einen wesentlich kleineren Fangspiegel wählen kann, als bei F/5 und sind zudem okularunkritischer und verzeihen auch eine leichte Dejustierung besser.
Von der Stange fragt sich aber, ob der FS auch wirklich optimiert ist. Bei vielen Geräten von der Stange ist der FS so großzügig bemessen, dass visuelle Beobachtung und fotografische Anwendung problemlos sind, auch eine ordentliche Dezentrierung des FS noch vertragen wird.
Mein 8" F/6 kommt mit 50 mm FS, kann aber (zumindest visuell) durchaus auch einen exakt ausgerichteten 42 mm FS vertragen.

Das leitet über zu der Frage, ob es wirklich 10" F/8 sein muss, denn das ist nicht nur ein mächtig langes Rohr, man beschneidet sich auch das in der Übersicht erreichbare Feld
Ein guter Kompromiss liegt wieder bei F/6, wenn man die Frage stellen darf, ob ein 10er Rohr ausschließlich auf die Beobachtung von Mond und Planeten reduziert werden soll oder ob man nicht doch auch Gefallen an flächigeren Objekten und Nebeln finden könnte.

Gruß und CS
*entfernt*

 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Chris,

von meiner Seite kommt jede Menge Widespruch zu deinen Aussagen:

wenn Du bei Planeten und Mond bleiben möchtest, ist ein 10" Dobson vielleicht nicht die erste Wahl, erst recht nicht, wenn er ohne EQ-Plattform betrieben würde.

ein 10" Newton ist eine sehr gute Wahl wenn es um Planetenbeobachtung geht.
Auch als Dobson, was aber größere Anforderungen an die Feinmotorik
des Beobachters stellt. An der Stelle wird also Beobachtungsrfahrung
und eine gewisse Disposition des Beobachters gefragt.

Dir geht es ja um hohe Vergrößerungen und Detailerkennung. Öffnung alleine ist hier nicht alles.

Öffnung ist eine der wichtigen Faktoren. Daneben gibt es
noch eine ganze Latte weiterer Faktoren:
- Justage der Optik
- das Seeing (die Luftruhe)
- der Auskühlzustand des Teleskopes, der wirkt sich aus auf:
-> Tubusseeing
-> Spiegelform und Linsenform, damit also auf die Abbildungsqualität
- Optikqualität
- Okularqualität, und deren Eignung für das Teleskop

Einen höheren Detailerkennungsgewinn bei hohen Vergrößerungen wirst Du eher erzielen, wenn das System automatisch nachgeführt ist und der Planet so im Okulargesichtsfeld still steht.

Das gilt ganz sicher für die große Mehrzahl der Beobachter.

Ich würde eine geschlossene Optik (4" oder 5" Refraktor oder Mak-Newton) und einen Binoansatz empfehlen.

Binoviewer:
Ich kann ihn nicht empfehlen. Allerdings beobachte ich seit Jahrzehnten
ohne und bin deshalb das monokulare Beobachten gewohnt.
Der Binoansatz bringt jede Menge optisch wirksamer Oberflächen
in das System ein. Der Glasweg wirkt sich auf die Farbkorrektur
von Refraktoren aus (Sphärochromasie), bei Spiegelteleskopen
ist der Glasweg ebenfalls ein Problem.

Geschlossene Optiken sind auch nicht so anfällig für Tubus-Seeing - beim Dobson wäre da ausser Lüftern noch eine entsprechende Tubus-Isolierung notwendig.

Geschlossene Optiken sind am Anfang der Beobachtung weniger
vom Tubusseeing betroffen als offene Tuben, bei denen die leichte
Warmluft im Tubus vehement aufsteigt. Aber nach einer Weile
hat die Luft sehr viel Wärme abtrnsportiert und das Tubusseing
wird schwächer. Früher gab es Selbstbauer die Newtons mit dickeren
Tuben bauten als sie heutzutage von der Industrie gebaut werden.
Beispiel: ein 8" Newton kommt mit 230mm Tubusdurchmeser.
Ein Selbstbauer baute früher mit mindestens 250mm Tubus,
viele sogar mit 280mm Tubus.
Da steigt dann die Warmluft am oberen Rand des Tubus entlang
außerhalb des Strahlenganges auf.

DerMak-Newton ist neben dem Mak-Cassegrain ein Beispiel für
besonders ungünstiges Thermisches Verhalten.
Dort sitzt die "Heizplatte" (Hauptspiegel) unten und erwärmt
noch nach langer Zeit die luft über sich, die aufsteigt und
am Korrektor am verlasen des Tubus gehindert wird.
Der Mak wird seine Wärme schlecht los, das zeigt sich in je anch
Temperaturdifferenz noch nach Stunden sichtbaren Turbulenzen
im Tubus.

Beim Refraktor sieht das besser aus, denn da liegt die Heizplatte
(Linsen) oben, die erwärmte Luft im Tubus unterhalb der Linsen
bleibt stationär. Genau darin liegt der Vorteil eines Refraktors.

... beim Dobson wäre da ausser Lüftern noch eine entsprechende Tubus-Isolierung notwendig.

Das betrifft alle Teleskope. Die Tubusoberseite kühlt stärker ab
als die Tubusunterseite (Ungleichgewicht der Infrarotstrahlung
ist dafür verantwortlich), es bildet sich bei gut wärmeleitendem
Tubusmaterial innen kühle Luft die dann durch den Strahlengang
herunterfällt. Dagegen hilft eine Tubusisolierung.
Und genau das haben viele der alten Selbstbauer getan:
Sie haben ihren Newtontubus mit Kork ausgekleidet.

Was Celestron78 betrifft:
Ein 6"f/8 Newton kann schon sooo viel Detail auf dem Mond zeigen.
Ich würde vorschlagen daß du dich erst einmal mit anderen Leuten trifft,
dir zeigen läßt, wie du deinen Newton justieren kannst.
Dann klappt es auch mit den Planeten :)

MfG,Karsten
 
Hallo Günther,

man könnte noch ergänzen, dass die Obstruktion bei F5-Newtons in der Regel mit der Öffnung sinkt. Der Gso-Dobs z.B. hat nur noch 26% Obstruktion - ob das noch wesentliche Details verschluckt?

CS

Klaus
 
Tja Karsten, das waren geschätzte 60 Zeilen "Widerspruch" an mich und 4 Zeilen Pauschalratschlag an Celestron78. :totlach2:

Und jetzt kommen noch ein paar Zeilen Mecker von mir:
Das Einzige, was ich als Widerspruch sehe, ist das: "ein 10" Newton ist eine sehr gute Wahl wenn es um Planetenbeobachtung geht."
Die Begründung dafür hast Du nicht geliefert. Man hört auch so selten vom 10" Planetenkiller-Newton. ?)

Der Rest ist kein "Widerspruch", höchstens eine - ich formuliere es mal wohlwollend - Ergänzung.

@Celestron78:
Ich habe einen 12" Dob, der bei DeepSky und auch bei Planeten fantastische Eindrücke liefert. Und trotzdem: bei Planeten oder Mond bevorzuge ich meinen 4" F/11 Refraktor auf einer motorisierten ADM. So habe ich beide Hände frei zum Zeichnen und kann mich auf Details konzentrieren, die beim Lauf des Planeten oder Mondes durch das Gesichtsfeld schwer zu erfassen sind.
Meine Meinung wird sich wahrscheinlich erst ändern, wenn ich den 12"er parallaktisch montiert habe. :cool:
Also, wenn Du DeepSky (dir einreden lassen) willst, dann ist ein Dobson eine sehr gut Wahl. Dann würde ich aber nicht zum 10" Orion greifen, sondern zum 12" oder sogar 16" GSO. Optimieren muss man beide Marken.
 
Hi Watkin,

Celestron Nummer 78 soll machen was Er will. Es ist seine Kohle.
Wenn er Aufgrund seiner Unerfahenheit das Potential seines Teleskopes
nicht ausschöpfen kann wird ein anderes Teleskop mutmaßlich auch
keine wesentliche Besserung bringen.
In ganz schlimmen Fällen war ja sogar 14" noch zu wenig Teleskop
um ein gutes Seherlebnis zu erreichen und auch ein 6" Vollapo
hat den armen User noch nicht zufriedengetellt.

Also mein "Pauschalrat" an Celestron ist tatsächlich:
Sieh zu daß du Kontakt zu erfahrenen Usern findest.
Laß die dein Teleskop überprüfen und ggf justieren.
Nutze dein Teleskop. Schaue durch die Teleskope anderer leute.
Kaufe erst danach ein anderes Teleskop, wenn es denn sein muß.
Und hüte dich vor Ratschlägen die du in Internetforen von dir
unbekannten Usern bekommst. In Foren tummeln sich jede Menge
Schwätzer, Gutreder und sogar Händlerdoppelaccounts.
Je eher du real existierende User unter dem Himmel kennenlernst,
desto besser für dich. Die Teleskoptreffen des Frühjahres sind
eine gute Gelegenheit um Leute und Teleskope kennenzulernen!
Näheres findest du unter

http://www.teleskoptreffen.info/

Noch etwas zu Watkin:
Das Einzige, was ich als Widerspruch sehe, ist das: "ein 10" Newton ist eine sehr gute Wahl wenn es um Planetenbeobachtung geht."
Die Begründung dafür hast Du nicht geliefert. Man hört auch so selten vom 10" Planetenkiller-Newton.

Ja, das soll ich auch noch begründen? Es hat etwas mit den
beiden Begriffen "Auflösungsvermögen" und "Kontrastübertragungs-
vermögen" zu tun. Beide hängen unmittelbar von der Teleskopöffnung ab.
Die Kontrastübertragung wird verringert durch kontrastmindernde Beiträge.
Als da wären:
Dekollimation, Tubusseeing, Beobachterseeing, schlechte Optikqualität,
mangelde Streulichtunterdrückung, ungeeignete Okulare, schlechte Okulare,
zentrale Obstruktion, Fablängsfehler, Sphärochromasie.
Manche Fehler sind Teleskopsystembedingt, manche Fehler sind
Anwenderfehler,manche Fehler sind die Folge ungenügender Umsetzung
längst bekannter Praxiserfahrungen.

Man hört auch so selten vom 10" Planetenkiller-Newton.

Is wahr? Komisch, ich habe schon des öfteren mit einem superben
10" Planetenkiller-Newton beobachtet. Das ist der von Kurt Schreckling.
Um dir eine kleine Vorstellung von dessen Leistungsfähigkeit zu geben:
Dieser 10" f/6 Newton hat meinen 8"f/6 Newton im direkten Vergleich
an Jupiter deutlich hinter sich gelassen. Er zeigte Details
in den Jupiterbändern die in meinem 8" an der Grenze
der Wahrnehmbarkeit waren leicht erkennbar. Seeing 9-10 nach Pickering.
Mein 8"f/6 Newton konnte im direkten Vergleich zu einem 7"f/8 Apo
an Jupiter und M13 gleichviel Detail zeigen, meinte auch der
Besitzer des Apo. Seeing war in der Spitze 8-9 nach Pickering.

Der 10" selbstbau-Newton mußte sich in der gleiche Nacht
dem 12" Selbstbau-Cassegrain von Kurt geschlagen geben.
Der zeigte Detail die im 10" an der Grenze der Wahrnehmbarkeit
lagen leichter erkennbar.

Öffnung regiert, wenn das Seeing und das Drumherum auch stimmt.
Aber letzteres ist den den seltensten Fällen stimmig und so
verschenken viele Sternfreunde mal locker einen großen Teil
der Planetenleistung.

CS,Karsten
 
Hi Karsten,

"Auflösungsvermögen" und "Kontrastübertragungsvermögen" - sehe ich auch so, steht auch außer Zweifel.
Aber der ganze Rest gilt doch wohl für jedes Teleskop und spricht weder für noch gegen einen Newton oder einen Refraktor oder sonst was. Ich möchte nur darauf hinweisen, dass auch der Beobachtungskomfort besonders bei hoher Vergrößerung einen wesentlichen Beitrag zur Detailerkennung liefern kann. Und dazu zähle ich nun mal, dass ich beide Hände frei habe und das Objekt nicht binne Sekunden durchs GF wandert. Der Dobson (ohne EQ-Plattform) kann mir das nicht bieten.

Btw.: das ein getunter oder selbstgebauter 10"ers, erwartungsgemäß besser ist, als ein 8"er, ist trivial. Das wir Celestron78 nicht weiterhelfen. Er hat auch nicht den von Kurt Schreckling ins Auge gefaßt, sondern einen von der Stange.

Zitat von KaStern:
In ganz schlimmen Fällen war ja sogar 14" noch zu wenig Teleskop
um ein gutes Seherlebnis zu erreichen und auch ein 6" Vollapo
hat den armen User noch nicht zufriedengetellt.

Da klingelt es bei mir. Hieß der User zufällig Celestron14?
Dazu ein Zitat von Celestron78 aus diesem thread:
Zitat von Celestron78:
Selbst in meinem 8" Newton sieht man visuell den Orionnebel nur als milchigen Flecken.

Da wird man nachdenklich...
?) ?) ?)

CS
Chris

 
Nochmals hallo, Celestron78
Zitat von Celestron78:
ich habe bisher ein 150/1200 Skywatcher EQ-3-2. Und der macht schon was am hellen Planeten/Mond her.
Ich habe den Verdacht, dass wir in den einfachsten Dingen aneinander vorbeireden. Mit welchen Okularen hast du den Mond beobachtet?
Wenn man nur ein beigelegtes Plössl 10mm benutzt, dann kann man die Leistungsfähigkeit des 150/1200 nicht beurteilen. Schon ein Planetary 6mm würde eine andere Welt erschliessen.

Mit Gruss, Joachim
 
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