Hilfe bei Teleskopangaben

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hab schon wieder ne frage: die vergrößerung ergibt sich durch Telebrennweite:okubrennweite

aber wie berechnet man die vergrößerung wenn mann fotos macht (ohne okular)?
 
Hallo Robert,

gar nicht! Bei der Fotografie spricht man vom Abbildungsmaßstab, bzw. aus der Brennweite ergibt sich, wie groß die Objekte auf dem Chip abgelichtet werden. Wie groß die Pixel dann sind ergibt im Zusammenhang mit der Brennweite schließlich, wieviel Bogensekunden ein Pixel repräsentiert.
Wieviel wahrer Himmel auf den Chip geht errechnet man über die Diagonale, und zwar so:
2*ATAN(d/(2*f)), in Worten Chipdiagonale (d) geteilt durch 2 und nochmals geteilt durch Brennweite (f) (oder einmal geteilt durch doppelte Brennweite), daraus den Arcustangens (TAN mit Inv-Häkchen im Windows-Rechner, bei wissenschaftlicher Einstellung) und das Ergebnis mal 2 gibt das Feld in Grad.
Setzt man statt der Chipdiagonale die Diagonale eines Pixels ein, bekommt man den Wert für ein Pixel, wobei man dann das Ergebnis mal 3600 nimmt, um aus Grad dann Bogensekunden zu erhalten.

Clear Skies
Sven
 
In sehr guter Näherung bekommt man "den wahren Himmel" auch mittels:

Feld(°) = 57*(d/f)

Thomas
 
Hi!

Dazu noch ein grober Richtwert, mit weniger Rechenarbeit: Pro Meter Brennweite bekommst ein etwa einen Zentimetter großes Bild von Sonne oder Mond auf Chip bzw. Film. Bis etwa zwei Meter Brennweite gehen also Sonne und Mond auf einen Diafilm (24x36mm); auf eine Digitale Spiegelreflex passt wegen dem kleineren Chip (ca. 23,7 x 15,6 mm, ist aber nicht genormt) bei zwei Meter nur noch der Halbmond drauf. Die eigentliche Vergrößerung anzugeben ist schon deshalb knifflig, weil die davon abhängt, wo Du sie anschaust, und aus welcher Entfernung... nicht deshalb der Abbildungsmaßstab, den Sven erwähnt hat. Größen am Himmel werden in Grad angegeben, und wie große dein Bild auf Beamer/Monitor erscheint, hängt von deinem Abstand zum Bild ab...

In der Mikroskopie wurde zumindest in analogen Zeiten für Nachvergrößerungen von Fotos gerne immer noch ein Bild von einem Lineal gemacht, um eine Orientierung zu haben. Für die Astronomie empfehle ich ein Bild vom Mond mit dem selben Aufbau zu machen, das ist ein Vergleich, den man sich vorstellen kann.

Gruß,
Alex
 
Hallo

wie siehts eigentlich mit einer motorisierten scharfstellung aus? (ab wann)is die nötig/praktisch

beim CPC 1100 hab ich die erfahrung gemacht, dass man ziemlich lange "kurbeln" muss um das bild scharf zu stellen?
hängt das von der brennweite ab oder?

und noch was zu den okus:

ist ein zoom-oku besser als einzelne oder wird durch den zoom die qualität verschlechtert denn sonst währ sowas ja viel preiswerter als einzelne
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Moin,
bei Zoom kann ich sagen, das Hyperion 8-24mm hat eine aktzeptable Schärfe, aber nicht die allerletzte, wie auch die einzelnen hyperion. Das gesichtsfeld ist bei 24mm bescheiden, vergrößert sich dann aber. Nicht homofokal, Du musst immer nachfokussieren.
Das Nagler Zoom 3-6mm ist hervorragend (auch der Preis), spielt auf Genuine Niveau. Durchgehend gleiches gesichtfeld, annähernd homofokal. Genial!
 
Zitat von serpentarii:
Hallo

wie siehts eigentlich mit einer motorisierten scharfstellung aus? (ab wann)is die nötig/praktisch

Hi!

Ich muss sagen, dass ich noch nie mit Motorfokussierung gearbeitet habe (außer bei wirklich großen Teleskopen, wenn einige Kilo Spiegel zu bewegen waren); visuell ist sie daher in der Regel überflüssig (wenn auch netter Luxus). Fotografisch macht sie Sinn, wenn man das Bild in Echtzeit auf einem Monitor verfolgt, der ein gutes Stück vom Teleskop weg ist. Dann kannst Du dich vor den Monitor hocken und schauen, wann scharf ist, anstatt den Monitor quer über den Raum anzuvisieren.
Mit einer guten 1:10-Untersetzung kannst Du bezahlbare Amateurteleskope wohl genauso feinfühlig scharfstellen wie mit einer feingängigen Motorfokussierung.

Zitat von serpentarii:
beim CPC 1100 hab ich die erfahrung gemacht, dass man ziemlich lange "kurbeln" muss um das bild scharf zu stellen?
hängt das von der brennweite ab oder?

Das hängt vor allem von der Brennweite und Fokuslage der Okulare ab (am Teleskop ändert sich ja nichts). Ich hab die Erfahrung gemacht, dass es je nach Bauart und Hersteller enorme Unterschiede macht, wo ein Okular bei gleicher Brennweite seine Fokuslage erreicht. Genormt ist da leider nichts, Linsen und Bildebene können wild im Gehäuse verteilt werden.

Zitat von serpentarii:
und noch was zu den okus:

ist ein zoom-oku besser als einzelne oder wird durch den zoom die qualität verschlechtert denn sonst währ sowas ja viel preiswerter als einzelne

Klares Jein... Einzelne Okulare können speziell für ihre Brennweite gerechnet werden und so über das gesamte Gesichtsfeld eine hohe Qualität liefern. Für eine bestimmte Brennweite ist ein Festbrennweitenokular dem Zoomokular in der Regel überlegen und ermöglicht vor allem größere Gesichtsfelder.
Die Frage ist nur, ob und wie stark einen das stört... Ein Zoomokular hat ein kleineres Gesichtsfeld und neigt eventuell bei bestimmten Brennweiten zum Tunnelblick. Beim Hyperion 8-24mm Zoom hab ich (zumindest am ED80/600) bei 24mm ein merklich kleineres Gesichtsfeld als mit ca. 20mm.
Sinnvoll ist ein Zoomokular vor allem, wenn Du Planeten beobachtest (und dich an dem Lichtverlust durch die vielen Linsen nicht störst) und mit den Brennweiten des Okulars im Bereich der Maximalvergrößerung arbeitest. So kann man bequem ausprobieren, was man an Vergrößerung rausholen kann und was zu viel des guten ist. Da stört auch das Nicht-Weitwinkel-Gesichtsfeld nicht. Als Okular für den mittleren Brennweitenbereich lohnt es sich dagegen nicht. Am ED80 benutz ich das Hyperion daher eher selten (25-75fache Vergößerung), am 150/2250-Refraktor der örtlichen Sternwarte (94-281fache Vergrößerung) macht's viel mehr Spaß - der wird aber auch vor allem für Sonnensystem und Doppelsterne genutzt, also eher kompakte Objekte.

Gruß,
Alex
 
was is eigentlich die max. sinnvolle barlowlinse (2x-5x)

denn bei einem 1200mm teleskop und 5mm okular währe das einen 1200 fache vergrößerung etwas unglaubwürdig oder?

hab mir jetz mal die zeit genommen und alle okulare aus dem TS-Okularkoffer einzeln zusammengesucht ergebniss:
Okularkoffer......149€
Einzelkauf........353€

genügen 222€ (nur die 4 okus+barlow) für den wert oder sollten es doch "teurere" sein (hochwertiger)
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Robert,

ich beobachte das nun schon wieder eine Weile und möchte einfach mal zurück zu diesem Beitrag von Dir.

Du fragtest: "ALLES" und ich möchte nochmal drauf hinweisen: ZUMINDEST MEHR!
Wenn Du wenigstens die grundlegenden Artikel über Okularwahl liest, verstehst und behältst, wirst Du nicht so eine unsinnige Frage stellen wie die nach der maximal sinnvollen Barlow.
Bitte, Du hast hier im Thread einen ganz ansehnlichen Beraterstab, aber zumindest mich wirst Du als Berater verlieren, wenn Du nicht selbst einen Teil Leistung bringst und Dir die Dinge durchliest und mitarbeitest.
Wenn Dir in einem Artikel etwas unklar bleibt, darfst Du gerne Rückfragen stellen, aber ich habe wirklich wenig Lust, auf ein Durcheinander auf Fragen einzugehen, die Dir offenbar beim durchwuseln durch tolle Teleskopangebote und Händler-Homepages so gekommen sind. "Ach, Barlow, muss ich bestimmt haben, mal fragen welchen Faktor."

CS
Sven
 
ich les jetzt zum 5. mal den teil optische leistung durch und versteh trozdem nicht, was sagt lambda aus ok etwas über die wildgenauigkeit aber was (bzw. was ist besser 1/6 oder 1/8)
z.B.:HIER

 
Zitat von serpentarii:
was is eigentlich die max. sinnvolle barlowlinse (2x-5x)

Das hängt vom Teleskop ab und von den Okularen, die Du hast. Ich benutze die Barlow nur für die Planetenfotografie mit der Webcam und greife lieber auf kurzbrennweitige Okulare zurück. Der einzige Vorteil einer Barlow gegenüber einem kurzbennweitigem Okular ist der angenehmere Augenabstand.

Zitat von serpentarii:
denn bei einem 1200mm teleskop und 5mm okular währe das einen 1200 fache vergrößerung etwas unglaubwürdig oder?

Nicht unglaubwürdig, nur sinnlos. Wenn Du höher als den etwa doppelten Objektivdurchmesser in Millimetern vergrößert, vergrößerst Du nur noch die Beugungsscheibchen, erkennst also nicht mehr Details. Außerdem wird das Bild so duster, dass Du eh nichts mehr siehst.

Zu Deinem letzten Post: Lambda ist die Wellenlänge vom Licht (ca. 400-800 Nanometer für sichtbares Licht); Lambda-Viertel etc gibt an, wie genau eine Oberfläche geschliffen wurde - in dem Beispiel auf ein Viertel der relevanten Wellenlänge, bei 600 nm (grünes Licht) also eine Ofl-Genauigkeit von 150 nm. Lamda/Sechstel ist genauer als Lambda/Viertel.

Kennst Du Fernrohrwahl für Einsteiger in 4 Schritten? Ist zwar auch wieder was zum Lesen, aber ganz gut gemacht, auch wenn zu den Okularen an sich eher wenig drin steht - aber genug, um schon eine Vorauswahl treffen zu können. Einen noch besseren Überblick über den Markt gibt Star Ware von Phil Harrington, allerdings primär für den US-Markt, so dass ein paar in Deutschland wichtige Marken vernachlässigt werden.

Gruß,
Alex
 
danke Alex

weil mit der verspiegelung immer so groß geworben wird; weis zufällig einer von euch wieviel % ungefähr ein normaler wandspiegel hat (nur so)
 
Hallo Robert,

lies doch nicht bei Händlern oder Herstellern, sondern erstmal bei den drei für Dich verlinkten Einsteigerecken. Einfach mal im Thread zurückblättern.

Das Lambda ist jetzt schon wieder ein neues, querbeet angefangenes Thema. Lambda Achtel sind besser als Lambda sechstel. Mindestmaß sind wohl 1/4 Lambda, und zwar alles Wavefront (nicht PTV). Sonst ist das Teleskop ne Gurke.

Clear Skies
Sven
 
Hallo

bei den okularsteckmasen hat sich bei mir eine frage aufgetan: wenn es ein 2" Crayford Auszug ist wie kann ich dann 1,25" okus da rein stecken die würden ja durchfallen oder?

 
Hallo,
ja, die Okulare fallen dann durch. Bei einem SC oder ACF kann das ja nicht passieren, die fallen bloß in Dein Auge. Bei einem Newton schlagen die dann auf den Hauptspiegel auf. Bei Lambda 1/8 ist das aber nicht so schlimm, da ja nur 1/8 der Kraft auftritt. Aber bei Wandspiegelverspiegelung gibts Probleme, der reflektiert ja nicht so viel Okularmasse.
 
hallo

mal eine etwas andere frage:

irgendwie funktioniert die suchen von zahlenwerten hier im forum bei manchen begriffen nicht zb: 2" obwohl es vor etwa 4 beiträgen erwähnt wurde?

jemand eiene lösung?
 
Halo

Ich hab eine frage zu den Öffnungsverhältnisen: ein 200/1600er ist eher ein Planetenteleskop da der sichtbare himmelsausschnitt klein ist, aber wie verhält es sich mit einem 250/1600er da die brennweite ja gleich ist, die öffnung aber größer;
Und
In wiefern gleichen sich teleskope mit gleichem Öffnungsverhältnis (z.B.: 250 f/6 , 200 f/6)

Clear Sky (hoffentlich bald :mauer: :( :mauer: )
 
Tut mir leid, in Deinen Augen kann ich eh nicht denken, mache alles falsch. Lauerst nur auf meine Beiträge, um irgenwas daran auszusetzten.
In Wirklichkeit habe ich auch keine Teleskope, schreibe hier nur, um was zu tun zu haben. Denn arbeiten tue ich auch nicht.

Das Gleiche ist nicht das Selbe.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo,

ich versuchs mal.

Teleskop 1: 200 / 1600 = f/8

Teleskop 2: 250 / 1600 = f/6,4

Okular z.B. 32mm mit 67° scheinbarem Gesichtsfeld

Vergrößerung bei Teleskop 1 = 50fach

Vergrößerung bei Teleskop 2 = 50fach

Tatsächliches Gesichtsfeld mit dem 32mm Okular bei Teleskop 1 = 1,34°

Tatsächliches Gesichtsfeld mit dem 32mm Okular bei Teleskop 2 = 1,34°

Austrittspupille bei Teleskop 1 = 4mm

Austrittspupille bei Teleskop 2 = 5mm

Fazit:

Gleiche Vergrößerung, gleiches Gesichtsfeld, mehr Licht! :biggrin:

Astronomische Grüße
Ulf

P.S. Sollte irgendwo ein Fehler sein Bitte aufzeigen, denn man lernt ja nie aus! ;)
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Torsten,

nee die wars:

Ich hab eine frage zu den Öffnungsverhältnisen: ein 200/1600er ist eher ein Planetenteleskop da der sichtbare himmelsausschnitt klein ist, aber wie verhält es sich mit einem 250/1600er da die brennweite ja gleich ist, die öffnung aber größer;

Dazu hat dann auch Stefan geantwortet!

Das hättest Du aber sehen müssen an meinen angaben. ;)

Astronomische Grüße
Ulf
 
hallo
danke für die antworten

kennt zufällig jemand links zu vergleichsfotos betreffend koma bei f/4-5 mit/ohne komakorrektor bzw. zu <f/6 ??

PS: demnächst werd ich mit meienem Lehrer nach münchen zu TS fahren und mir dort mal infos geben lassen bzw. teleskope ansehen

MfG. Robert
 
Hallo

hab nach einiger zeit wieder eine frage zu den okus:

was ist eigendlich der wensentliche unterschied zwischen diesen beiden okularen?

Brennweite, Gesichtsfeld, Augenabstand und Linsenanzahl sind gleich nur ein ander er preis?

Hyperion

Stratus
 
Hallo Robert,

die Brennweiten 21,17,13,8,5 und 3,5 sind optisch gleich aufgebaut. Wichtigster Unterschied ist der andere Gehäuseaufbau, die Hyperion haben 2 Anschlussgewinde für Kameras und noch ein paar kleine Details am Gehäuse. Den Stratus fehlte das bei Erscheinen und es scheint sich nicht geändert zu haben.
Mehr hier: http://www.svenwienstein.de/HTML/baader_hyperion.html

Clear Skies
Sven
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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