Zitat von serpentarii:
Hallo
wie siehts eigentlich mit einer motorisierten scharfstellung aus? (ab wann)is die nötig/praktisch
Hi!
Ich muss sagen, dass ich noch nie mit Motorfokussierung gearbeitet habe (außer bei wirklich großen Teleskopen, wenn einige Kilo Spiegel zu bewegen waren); visuell ist sie daher in der Regel überflüssig (wenn auch netter Luxus). Fotografisch macht sie Sinn, wenn man das Bild in Echtzeit auf einem Monitor verfolgt, der ein gutes Stück vom Teleskop weg ist. Dann kannst Du dich vor den Monitor hocken und schauen, wann scharf ist, anstatt den Monitor quer über den Raum anzuvisieren.
Mit einer guten 1:10-Untersetzung kannst Du bezahlbare Amateurteleskope wohl genauso feinfühlig scharfstellen wie mit einer feingängigen Motorfokussierung.
Zitat von serpentarii:
beim CPC 1100 hab ich die erfahrung gemacht, dass man ziemlich lange "kurbeln" muss um das bild scharf zu stellen?
hängt das von der brennweite ab oder?
Das hängt vor allem von der Brennweite und Fokuslage der Okulare ab (am Teleskop ändert sich ja nichts). Ich hab die Erfahrung gemacht, dass es je nach Bauart und Hersteller enorme Unterschiede macht, wo ein Okular bei gleicher Brennweite seine Fokuslage erreicht. Genormt ist da leider nichts, Linsen und Bildebene können wild im Gehäuse verteilt werden.
Zitat von serpentarii:
und noch was zu den okus:
ist ein zoom-oku besser als einzelne oder wird durch den zoom die qualität verschlechtert denn sonst währ sowas ja viel preiswerter als einzelne
Klares Jein... Einzelne Okulare können speziell für ihre Brennweite gerechnet werden und so über das gesamte Gesichtsfeld eine hohe Qualität liefern. Für eine bestimmte Brennweite ist ein Festbrennweitenokular dem Zoomokular in der Regel überlegen und ermöglicht vor allem größere Gesichtsfelder.
Die Frage ist nur, ob und wie stark einen das stört... Ein Zoomokular hat ein kleineres Gesichtsfeld und neigt eventuell bei bestimmten Brennweiten zum Tunnelblick. Beim Hyperion 8-24mm Zoom hab ich (zumindest am ED80/600) bei 24mm ein merklich kleineres Gesichtsfeld als mit ca. 20mm.
Sinnvoll ist ein Zoomokular vor allem, wenn Du Planeten beobachtest (und dich an dem Lichtverlust durch die vielen Linsen nicht störst) und mit den Brennweiten des Okulars im Bereich der Maximalvergrößerung arbeitest. So kann man bequem ausprobieren, was man an Vergrößerung rausholen kann und was zu viel des guten ist. Da stört auch das Nicht-Weitwinkel-Gesichtsfeld nicht. Als Okular für den mittleren Brennweitenbereich lohnt es sich dagegen nicht. Am ED80 benutz ich das Hyperion daher eher selten (25-75fache Vergößerung), am 150/2250-Refraktor der örtlichen Sternwarte (94-281fache Vergrößerung) macht's viel mehr Spaß - der wird aber auch vor allem für Sonnensystem und Doppelsterne genutzt, also eher kompakte Objekte.
Gruß,
Alex