HILFE, Tal 250k gekauft und kann ncith fokusieren

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Re: re TAL 250K

Hallo Franz

Das freut mich, je öffter du die Justage machst um so einfacher
wird sie, und wenn scharf dann auf Jahre.
Irgendwie frisst mich der Neid ob den tollen Gerät,ich muss eben
kleinere Bröttchen backen, wie einen neuen TAL-75R/600
Refraktor, für schnell mal beobachten.
Sag, bei Alan-Gee-Reducer gibt es am Rand Verzerrungen od.
Vignettierung, das ist für mich noch Neuland.
Würde mich auch auf einen Beobachtungsbericht freuen,
in diesen Sinne
 
Re: re TAL 250K

Hallo Franz!
Wenn richtig justiert, sollte es keine Farbe und keine Coma geben. So wie du es beschreibst, bist du zwar nah dran, aber nicht perfekt. Den Hauptspiegel kannst du im Zimmer mit Laser justieren, dan Fangspiegel musst du am Stern, oder an einem Wassertropfen etc mit Sonnenreflex den letzten Schliff geben. Dann wirst du das TAL geniessen.

Laser in Auszug, Abdeckkappe von sekundärspiegel nehmen. Laserpunkt auf weissem Papier und Projektionsbild desselben vom Hauptspiegel in doppelter Brennweite zur Deckung bringen, dann hast du den Hauptspiegel justiert. Sekundärspiegel ist übliche Prozedur wie bei SC-s.

Nicht lockerlassen, alles aus der Optik ausreizen!

cs Herwig
 
Re: re TAL 250K

Hallo Franz,
was kannst du uns Gutes über dein 250k berichten ?

Konntest du inzwischen ein paar Tests und Vergleiche anstellen ?

Währe echt cool wenn du uns mal den Mund wässrig machen könntest. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/tongue.gif" alt="" />
 
Re: HILFE, Tal 250k gekauft und kann ncit

Dies ist mein erster Beitrag hier im Forum, deshalb:

Hallo Ihr ! :huhu:

Ich wärme diesen Thread wieder auf da mein aktuelles Problem
aus einem der Lösungsvorschläge hier resultiert.

Bin seit kurzem Besitzer eines TAL 200K dessen OAZ ich gleich
durch einen Crayford ersetzt habe. Bin die erwähnten 3 Umdrehungen der Korrektoreinheit herausgegangen um mit 2"
fokussieren zu können, das funktioniert auch soweit.


Dabei geschieht aber folgendes: Vorne in der Korrektoreinheit
ist in der Mitte eine Mutter verschraubt, diese drückt in der Originaleinstellung von hinten gegen den Spiegel (oder eine Linse?), genauer gesagt drückt sie gegen eine Art kleine "Blechscheibe" die zischen der Mutter und dem Spiegel liegt.

Bilder:
http://www.pictureupload.de/pictures/260707162939_Korrektor.bmp
http://www.pictureupload.de/pictures/260707162819_Korr.jpg

Nachdem ich die drei Umdrehungen herausgegangen bin hat sich
logischerweise die Distanz Mutter - Spiegel vergrössert, die Mutter übt nun keinen Druck mehr aus und die besagte "Blechscheibe" rutscht beim schwenken des Tubus lose herum.


Nun habe ich (in der englischen Kollimations-Anleitung von Yuri Klevtsov) folgenden Auszug über diese Schraubmutter gelesen:

[...]Telescope can be collimated if corrector was not disassembled and inner screw-nut was not rotated. This screw-nut can be seen in spherical hinge 6 (Fig. 2) when corrector cover is removed. This screw-nut sets against membrane supporting corrector reflecting lens. Tension is calibrated during corrector assembling and factory collimation and therefore it is not allowed to loosen or tighten this screw-nut.[...]

Was soviel heisst wie die Mutter sollte weder gelockert noch
mehr festgezogen werden, da der richtige Druck den sie auf die Linse ausübt in der Originaleinstellung vom Hersteller vorgegeben ist (bzw war ^^).


Habe dann vorsichtshalber noch die Finger davon gelassen und
wollte mal nachfragen was die TAL-user hier denn gemacht haben :gutefrage:

 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Re: HILFE, Tal 250k gekauft und kann ncit

Hallo

Nun das ist nicht weiter schlimm, es handelt sich um eine
Blechblende die in der Mitte ein kleines Loch hat.
Die brauchst du wenn du eine komlette Justage mit Laser
machst.
Wenn alles stimmt lass es, wenns dich stört so schraube
die Korrektoreinheit
herunter, leg die Blende genau mittig u. mach mit einen
Kleber 2 kleine Klebepunkte seitlich, dann hasst du ewig
ruhe.
Jetzt wieder alles raufschrauben u. jetzt muss natürlich
am Korrektor neu justiert werden.
Wenn die Justage fertig ist mit der kleinen Madenschraube
wieder fixiren, wenn du später den Fokus wieder verstellen
willst so mache immer eine ganze Umdrehung des Korrektors
somit veränderst du nur den Fokus u. nicht die Justierung.

Hoffe dir geholfen zu haben
 
Re: HILFE, Tal 250k gekauft und kann ncit

hallo!

danke für die tipps, da bin ich ja froh.
werd mich dann gleich mal ans werk machen.

wofür ist die schraubmutter dann eigentlich gut ?
nur zum fixieren der blechblende ?
und wofür die hinterste linse ? rein interessehalber :)
 
Re: HILFE, Tal 250k gekauft und kann ncit

Hallo Angmar

Diese Mutter hält die Grundplatte der Korrektoreinheit,
lass die in Ruhe.
Die hinteste Linse ist der Seconderspiegel, die vordere
Linse ist der Korrektor.
Sende mir deine Mail-Adresse dann kann ich dir Deteil-
Fotos zusenden wo du siehst wie es innen aussieht.
 
Re: HILFE, Tal 250k gekauft und kann ncit

super, hab dir meine mail-addresse als nachricht geschickt
 
Re: HILFE, Tal 250k gekauft und kann ncit

Hallo

Deine Nachricht ist bei mir noch nicht eingetroffen?

Geh in mein Profil u. sende an meine Mail-Adresse, dann
wirds klappen.
 
Re: HILFE, Tal 250k gekauft und kann ncit

Hallo zusammen,

ich wärm das nochmal auf wegen dem Zitat.

[...]Telescope can be collimated if corrector was not disassembled and inner screw-nut was not rotated. This screw-nut can be seen in spherical hinge 6 (Fig. 2) when corrector cover is removed. This screw-nut sets against membrane supporting corrector reflecting lens. Tension is calibrated during corrector assembling and factory collimation and therefore it is not allowed to loosen or tighten this screw-nut.[...]

Meine Frage ist wo steht eine solche Justageanleitung von Juri Klevtzov und kann mir die auch jemand zukommen lassen?

Auf der Seite von Telescopes.ru unter Manuals kann ich sowas nicht finden und auch im Bedienerhandbuch meines
250 K steht sowas nicht drin.

Grüße
Hans
 
Re: HILFE, Tal 250k gekauft und kann ncit

Hallo zusammen,

hat denn niemand eine Idee wo diese englische Bedienanleitung herzukriegen ist.

Angmar antwortet nicht auf PM.

Der Hintergrund weshalb ich das wissen möchte ist daß ich bei meinem TAL den Fokus nach hinten verlegen möchte um ein Bino benutzen zu können. Ich möchte die Fokusiereinheit nicht willenlos verdrehen und hätte halt gern etwas mehr Info.

Gruß
Hans

 
Re: HILFE, Tal 250k gekauft und kann ncit

Hallo Hans

Ich könnte dir nur mit der TAL200K Justieranleitung aushelfen.
Die im Grunde das gleiche macht wie fürs 250er.
Wenn du mehr Backfokus brauchst, versuch die Madenschraube
am Korrektor etwas zu lockern, mach eine Makierung bei einer
Strebe und dreh den Korrektor immer eine ganze Umdrehung
bis zur Makierung, somit bleibt die Justage erhalten, nur
der Fokus wandert zurück.
Es kann natürlich sein das dabei die innenliegende Blende
locker wird, was nichts ausmacht nur lästig ist, kannst aber
abhelfen indem du den ganzen Korrektor herunterdrehst, die
Blechblende mit 2 kleinen Klebepunkte seitlich befestigst
dann hasst du für die Ewigkeit Ruhe.
Jetzt muss aber der Korrektor neu justiert werden.
 
Re: HILFE, Tal 250k gekauft und kann ncit

Hallo zusammen,

gestern hab ich nun versucht mein TAL 250 K durch verändern des Backfocus wie weiter oben im Thread schon beschrieben Binotauglich zu machen.
Dabei habe ich folgendes festgestellt:

1. Das Gewinde auf dem das Korrektorgehäuse sitzt hat eine
Steigung von 1mm. Eine Umdrehung des Korrektors bringt
genau 30mm mehr Backfocus.

2. Um mein mit 1,7 fach Glaswegkorrektor bestücktes Bino in
den Fokus zu Bringen musste ich 3 Umdrehungen machen bzw
3mm verstellen.

3. Da das Gewinde auf dem Das Korrektorgehäuse sitzt nur ca.
4mm breit ist lassen sich nach dem verstellen die beiden
Sicherungsschräubchen nicht mehr feststellen.

4. Das im Thread bisher als "Blende" bezeichnete Blech sieht
zwar aus wie eine Blende, ist aber keine. Dieses Blech
sitzt in einem Ring und wird von der im englischen Text
als srew-nut bezeichneten Mutter belastet. Es hält die
Meniskuslinse und den Manginspiegel in der Fassung. Wenn
man genau hinschaut kann man dies auch auf der Zeichnung
der Korrektoreinheit erkennen.

5. Bleibt die Blechmembrane nach dem verstellen der
Korrektoreinheit unbelastet so können sich die Spiegel/
Linsenelemente axial bewegen, zb wenn das Teleskop direkt
in den Zenith zeigt.

6. Mein Fazit ist also daß wenn man den Backfocus verstellt
und die Membrane locker wird, die Mutter um denselben Weg
nachzustellen ist um die vom Werk eingestellte Belastung
wieder zu erreichen.

Ich für meinen Teil hab die Finger davon gelassen und alles wieder in den Orginalzustand versetzt und anschließend am Stern justiert und hab wieder die schöne Abbildungsleistung wie vorher. Für mich bleibt der Korrektor jetzt Tabu, auch wenn es schade ist daß Bino nicht geht. Das Bino mit einem stärkeren Glaswegkorrektor bestücken will ich ob der langen
Teleskopbrennweite nicht und wenn ich den Fokus 90mm nach hinten verlege reicht der Auszug dann nicht mehr um mit Kamera geradsichtig in den Fokus zu kommen und das gebastel mit Verlängerungshülsen will ich mir ersparen.

Der Hinweis in der Justieranleitung von Juri Klevtzov, salopp gesagt die Finger von der Korrektoreinheit zu lassen hat also durchaus seine Berechtigung.

Hoffe etwas zur Aufklärung über die Korrektoreinheit beim TAL 250 K beigetragen zu haben.

Grüße
Hans
 
Re: HILFE, Tal 250k gekauft und kann ncit

Hallo Hans!

Ich hatte das TAL200k und habe an ihm viel herumprobiert.
Das Verstellen des Korrektors gibt großen Spielraum beim Backfocus, die Blechblende war sehr locker, ohne dass das irgendeinen nachteiligen Effekt gehabt hätte.
Wenn jedoch die Rotation der Secundäreinheit nicht 360 Grad war, war auch die Kollimation im Eimer und bedürfte Korrektur, nicht ganz einfach.
Das problem der Madenschrauben habe ich durch einen kleine Papierstreifen im Gewinde oder auch Isolierband gelöst, damit verstellte sich nichts mehr.
1xkollimiert, immer kollimiert!!

Ich habe auch die angesprochene Beischreibung natürlich gelesen. Nach meinem Eindruck hat sich durch lockern des Blechplättchens nichts!! am Korrektor geändert. Die Qualität war nach exakter Justierung 1a!!

Das soll keine Empfehlung zu Experimenten sein, ich kann natürlich auch keinerlei Garantie geben, dass nicht Probleme möglich wären. Nur so viel, ich hatte keine negativen Auswirkungen durch verändern des Backfocus und habe über Bino, extreme Brennweitenverkürzung usw. alles mögliche angewendet.

Wichtig ist nur, jeweils 360 Grad zu rotieren! Oder neu zu justieren.

cs
Herwig
 
Re: HILFE, Tal 250k gekauft und kann ncit

Hallo Hans

Also ich kenne nur meinen TAL200K-Korrektor, u. wie du aus
den gesendeten Bildern entnehmen konntest ist die Blech-
Blende ausschliesslich zur späteren justage am HS zuständig.
Den sonst bekommst du mit dem Laser keinen kleinen Punkt,
es würde durch den Manginspiegel zerdtreut.
Es drückt nirgend wo drauf da der Manginspiegel in einer eigenen
Fassung steckt, so bei meinen TAL, sollte das beim 250er
nicht so sein würde es mich wundern.
Das man die Korretoreinheit nicht verstellen soll ist nicht
richtig, zudem wurde sie konstruiert, das man ca´150mm
Fokusweg hat um alle Belange abzudecken.
Das du nur 3 Umdrehungen herausgehen konntest wundert mich ebenfalls.
Meine Schraubfassung hat eine Gesamtgewindebreite von 22mm.
Ich könnte theoretisch noch weiter raus nur komme ich dann
in den Vignetierungsbereich.
Vielleicht kannst du von deiner Korrektoreinheit ein Bild
reinstellen wie das bei dir so aussieht.
 
Re: HILFE, Tal 250k gekauft und kann ncit

Hallo Martin,

zunächst noch mal schönen Dank für die Bilder und die Anleitung. Komme gerade vom beobachten rein weil Wolken aufgezogen sind, aber die Optik ist wirklich klasse.

Also, der Korrektor am 250 er ist wohl genau wie beim 200er, er stimmt jedenfalls genau mit der Zeichnung überein. Bilder hab ich blöderweise keine gemacht, aber es sieht alles so aus wie auf Deinen. Jetzt, nachdem alles wieder eingestellt ist will ichs auch nicht mehr auseinandernehmen.

Ich glaube aber daß wir ein bischen aneinander vorbeireden.

Ob die "Blende" tatsächlich einen Laserstrahl wieder in Form bringen soll weiß ich nicht, aber mit einem 6mm Loch in der Mitte kann ich das nicht glauben.

Ich behaupte auch nicht daß man den Korrektor nicht verstellen soll oder darf, nur sollte man dann besagte
Mutter, die eigentlich eine Hohlschraube ist um den gleichen Betrag nachsetzen, dann ist das Federblech wieder unter Spannung. Dies wäre meiner Meinung nach der korrekte Weg, auch wenn das natürlich nicht in der Bedienanleitung steht.

Ich hab auch nicht geschrieben daß ich nur 3mm herausgehen
konnte, sondern daß nach 3mm die Sicherungsschrauben ins leere gehen.

Es ist schon richtig daß die Fassung ein sehr breites Gewinde hat, jedoch ist das Gewinde auf welches die Fassung
geschraubt wird sehr schmal. Dies ist nämlich der Scheibenförmige Teil der dem HS zugewandten Kugelkalotte in welchen auch die Justierschrauben eingeschraubt sind und in dem auch besagte Screw-Nut ist. Dieses Gewinde könnte beim 250er tatsächlich etwas schmäler sein als auf der Zeichnung die ja das 200er darstellt.

Auf der Zeichnung, die weiter oben im Thread auch verlinkt ist, ist klar zu sehen daß die "Linsen", ich nenne das jetzt einfach mal so, auf der dem HS zugewandten Seite der Fassung am Rand aufliegen. Dann sind sie seitlich fixiert mit irgendwelchen Ringen, vieleicht aus Gummi die im Bereich der äuseren Gummiarmierung des Korrektors liegen.
Hinten, oder besser gesagt auf der Lichteinfallseite des Teleskops liegt ein Ring in der Fassung und auf der Rückseite de Manginspiegels. Dieser Ring ist leicht eingedreht und darin liegt die Blechscheibe.
Die Blechscheibe drückt die "Linsen" über den Ring nach vorne gegen den Rand der Fassung.
Sonst giebt es nichts was die Glasteile hält. Wenn sie bei gelockertem Federblech trotzdem nicht verrutschen liegt das wahrscheinlich an den Ringen die sie seitlich im Umfang fassen oder der Ring in dem die Blechscheibe liegt ist etwas fest in der Fassung. Bei mir war er lose und konnte mit der Blechscheibe bei abgebautem Korrektor entnommen werden.

Auch wenn also wohl meistens nichts passiert, sehe ich hier trotzdem die Möglichkeit daß sich die "Linsen" axial verschieben können.

Und zu guter Letzt, warum ist die Blechscheibe wohl bei allen TAL`s ab Werk unter Spannung bzw. eingestellt?

Grüße und immer klaren Himmel!

Hans







 
Re: HILFE, Tal 250k gekauft und kann ncit

Hallo,

Hans hat meines Erachtens den Aufbau und die Funktionsweise des Korrektors sehr genau beschrieben.
Korrektorlinse und Manginspiegel werden durch die gelochte Blechplatte mit Hilfe der Mutter ins Gehäuse eingedrückt. Der werksseitig eingestellte Druck ist dabei bestimmt nicht unwesentlich. Das der Korrektor auch nach dem Herausdrehen, bei lockerem Halteblech, noch korrekt arbeitet, hat was mit der Befestigung der Linsenelemente im Korrektorgehäuse zu tun. Wenn man den äusseren Gummiring abnimmt, sieht man die Halte/Justierschrauben des Korrektors. Wenn man unbedingt mehr Backfokus braucht, sollte man die Mutter nachdrehen, um den Haltedruck wieder aufzubauen.
Mein Vorschlag wäre ein Anderer.
Den gesamten Korrektor über das Gewinde im Haltekreuz weiter nach innen drehen. Dabei müssen allerdings alle 6 Halteschrauben raus und nach erfolgten Umdrehungen wieder eingeschraubt werden.
Dabei wird am eigentlichen Korrektor nichts verstellt.
Scheint mir die sicherere Variante.
Hoffe ich habe den Korrektoraufbau richtig interpretiert und konnte der Diskussion etwas weiterhelfen.

Grüsse Leo


 
Re: HILFE, Tal 250k gekauft und kann ncit

Hallo Leo,

danke für das Lob. Das was Du vorschlägst würde auch gehen und ich hatte es sogar in Erwägung gezogen.
Es könnte dann allerdings notwendig werden die Einstellschrauben durch geringfügig längere zu ersetzen damit nicht nur ein paar wenige Gewindegänge tragen.
Das Gewinde ist übrigens M4.

Trotzdem werd ich mein Gerät erstmal so lassen wie es ist.
Ich hab einen 2 Zoll Zenithspiegel und komme ohne Probleme auch mit 2 Zoll Okus in den Fokus. Das Bino mit einem stärkeren Glaswegkorrektor ausrüsten will ich nicht und wenn ich die besagten 3 Umdrehungen rausgehe damit das Bino in den Fokus kommt, muß ich ohne Bino den OAZ bis fast ans Ende rausdrehen, das will ich auch nicht.

Auf derselben Montierung sitzt noch der 125er TAL Refraktor,
den hab ich 60mm gekürzt, und der ist Binotauglich mit und ohne Glaswegkorrektor. Das Klevtzov soll später sowieso mehr zum fotografieren eingesetzt werden, hätte man doch bloß mehr Zeit für die ganzen Basteleien.

Grüße
Hans
 
Korrektoreinheit am TAL 250-K

Hallo liebe LeserInnen und Leser und liebe TAL-Klevtsov Nutzer!

Ich hole den alten Thread nochmal aus der Versenkung weil es da um die Verstellung der Korrektoreinheit geht. Ich habe mir einmal die Mühe gemacht die Korrektoreinheit farbig darzustellen. Der User "Optikbastler" - hier in A.de - hat mich beim Verständnis, Aufbau und Funktionsweise des Korrektors super unterstützt. Bei den Farben, die ich gleich nenne, beziehe ich mich auf meine farbige Schnittzeichnung unten. Ich poste das, weil meiner Meinung nach eine oft propagierte Methode zu Verstellung des HS-FS Abstandes am TAL-Klevtsov nicht geeignet ist, bzw. Risiken bergen kann. Aber dazu muss man etwas weiter ausholen.

Der Korrektor "zerfällt" in zwei Teile:
Den grünen Justageteil und den gelb-braunen Linsenteil. Das Gelenk zwischen den beiden Teilen bildet der rosafarbene (positive) Teil der Kugelkalotte. Dieser steckt eigentlich mittig in dem gelben Teil und passt mit seinem Kopf genau in das dunkelgrüne Gegenstück, eine auf der Unterseite entsprechend geformte Hohlschraube.
In dieser (rosafarbenen) Kugelkalotte ist innenseitig nochmals eine (hier orange gezeichnete) kleine Hohlschraube eingedreht, die auf ein (hier dunkelblaues) Federblech drückt (in der englischen Beschreibung "Diaphram" genannt). Diese Anpresskraft wird am Rand (über den dunkelblauen Ring) auf die Linsen weitergegeben und hält offenbar die Linsengruppe zusammen.
Eine Verbindung zwischen den beiden Grundteilen des Korrektors wird durch die roten Justageschrauben erreicht, die die Linseneinheit mit der Justageeinheit (beweglich) verbinden.

Soll nun der Abstand Korrektor-HS verändert werden, muss (wenn der beschriebene Aufbau zutreffend ist) folgendermaßen vorgegangen werden.
ACHTUNG: Abbau im liegenden OTA, idealerweise ist die HS-Seite leicht erhöht (Schutz des Spiegels vor hineinfallenden Teilen!)

1) Entfernen der sechs roten Justageschrauben.
ACHTUNG: Die Linseneinheit ist nun lose (!) kann aber auch nicht herausgenommen werden, da der Bereich zwischen den FS-Streben zu klein ist. Die Orientierung der Einheit auf jeden Fall merken oder vorher markieren (Schaube - Loch)

2) Tiefer- oder Höherschrauben der dunkelgrünen Hohlschraube mit einem passenden Werkzeug. Das Gewinde scheint ein metrisches Gewinde mit der Steigung 1 zu sein. Eine 360-Drehung der Hohlschraube (Originalposition markieren!) bewirkt eine Positionsveränderung von 1mm, 180 Grad = 0,5mm, 90 Grad = 0,25mm usw. So kann stufenlos und sehr genau der Abstand zum HS verändert werden.

3) Wiederansetzen und "Anpressen" der Linseneinheit mit Hilfe der Justageschrauben.

Desöfteren ist die Veränderung des HS-FS Abstands durch ein Rotieren des braunen Teils der Linseneinheit beschrieben. Dazu sollen die Madenschrauben seitlich (kleine rote Stifte in der Zeichnung) gelöst werden und die braune Einheit wird auf dem Gewinde (ebenfalls metrisch, Steigung 1) um 360 Grad gedreht. Wenn die obigen Annahmen zum konstruktiven Aufbau zutreffen, dann ist davon abzuraten:

1) Eine Verstellung ist nur in 1mm Schritten möglich, da immer um 360 Grad rotiert werden muss um die Orientierung HS-FS zu erhalten.

2) Es besteht die Gefahr, dass die Madenschrauben nach den Rotationen nicht mehr in die vorgesehene Nut greifen, sondern auf das Gewinde drücken und dieses zerstören.

3) Nach Yuri Klevtsov ist die "corrector displacement range [ ] equal to plus/minus 2mm" (für ein TAL 200-K). Nach der Rotationsmethode sind also nur zwei Einstellungspositionen (pro Richtung) gegeben.

4) Das schwerwiegendste Argument gegen ein Rotieren besteht allerdings in der Funktion und Aufgabe der inneren (orangen) Hohlschraube. Diese ist für den korrekten Anpressdruck der "reflecting lens" und der "Meniscus lens" zuständig. Durch das Rotieren wird die braune Linseneinheit von dem dunkelblauen Federblech + Ring entfernt (1mm pro Drehung). Diese Teile sollen aber einen werksseitig eingestellten Druck auf die Linsen ausüben um diese in ihrer korrekten Position zu fixieren. Yuri Klevtsov schreibt dazu: "This screw-nut sets against membrane supportig corrector reflecting lens. Tension is calibrated during corrector assembling and factory collimation and therefore it is not allowed to loosen or tighten this screw-nut".

Mit anderen Worten: Es besteht zumindest eine erhöhte Wahrscheinlichkeit, dass ohne diesen Anpressdruck mindestens die "reflecting lens" (im Laufe der Zeit oder bei stärkeren Erschütterungen) ihre Lage verändern kann und damit der Korrektor optische Leistung einbüßt. Allenfalls könnte man die innere Hohlraube ebenfalls um 360Grad rotieren um wieder einen Anpressdruck aufzubauen.

Nach eingehender Überlegung und Verständnishilfe bin ich aber der Überzeugung, dass ein Rotieren des Korrektors nicht die geeignete Vorgehensweise bei der Verstellung des FS-HS Abstandes darstellt, sondern dass dies ausschließlich über die stufenlose Verstellung der äußeren Hohlschraube nach dem Entfernen der Linsenheit erfolgen sollte.

Wie immer gilt aber natürlich: Wer seine Korrektoreinheit nach diesen Hinweisen verändert, tut dies ausschließlich auf eigenes Risiko und eigene Gefahr!

Zur besseren Übersichtlichkeit jetzt noch die Original-Schnittzeichnung aus der englischsprachigen Anleitung (TAL 200-K, war allerdings einem 250-K beigelegt und meine farbige Interpretation mit den schematisch eingezeichnen Gewinden)

CS, Andreas
 

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Re: Korrektoreinheit am TAL 250-K

Hallo Andreas,

das hast Du super beschrieben!
Eine Anmerkung möchte ich aber noch machen. Es ist eigentlich gar nicht nötig zum verstellen die Korrektoreinheit komplett abzuschrauben. Es reicht die 6 Einstellschrauben zu lösen, dann die große Hohlschraube nachzudrehen und die Einstellschrauben wieder festzuziehen bzw damit zu kollimieren.

Wo wir hier schon mal dabei sind möchte ich noch kurz mitteilen wie ich dann doch noch das Maxbright Bino zum Einsatz gebracht habe. Es ist eine Kombination aus 3 Maßnahmen.

Den Korrektor hab ich wie von Andreas beschrieben mit der großen Hohlschraube 1mm nach innen verstellt, das hat ziemlich genau 30mm Weg gebracht. Dem Bino wurde ein 1,7 fach Glaswegkorrektor spendiert und das Bino ist direkt mit einem 1 1/4 Zoll 90° Zenitprisma verschraubt. Das Prisma wiederum ist ultrakurz mit selbst angefertigter Überwurfmutter direkt mit dem Auszugrohr verschraubt, Gewinde M 56 x 1.

Wenn scharfgestellt ist ist der Auszug gerade mal 4mm ausgefahren, nicht viel, aber es langt. Mit 25mm Plössl Okularen kann ich zb. h & chi Persei voll überschauen, ein grandioser Anblick.

Grüße
Hans
 
Re: Korrektoreinheit am TAL 250-K

Hallo!
Ich kann die recht problemlose Verstellbarkeit des Korrektors nun auch aus der Praxis bestätigen. Die große Hohlschraube ist leichtgängig und gut verstellbar. Wenn man die Justageschrauben um eine vordefinierte Größe löst (z.B. 1x 360 Grad Drehung), danach den Korrektor tiefer setzt und dann die Justageschrauben wieder Druck aufnehmen lässt, ist anschließend sogar die Justage nicht völlig im Eimer.
Die letzten Nächte ging´s mir aber erst mal nur um die Technik an sich. Demnächst werde ich aber versuchen (müssen) mit einer Veränderung des FS-HS Abstands die doch deutliche sphärische Aberration die mein 250-K zeigt in den Griff zu bekommen. Hoffentlich bringt das was ...
Netter Nebenebeffekt - dann käme ich auch mit einem 2" ZS in den Fokus. Da reicht der Weg auch noch nicht. Zumindest mit dem TAL-Crayford.
CS, Andreas
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Re: Korrektoreinheit am TAL 250-K

Hallo Andreas,
ich habe nun auch ein TAL 250K bekommen und das Gerät auf der optischen Bank justiert und auch geprüft.
Ab Werk lag der Backfokus bei 110mm und reicht nicht für 2" Zenitspiegel + die meißten 2" Okulare aus.
Eine Umdrehung der Korrektoreinheit macht beim 250K 2cm Backfokus aus.
Zum Test machten wir 2 Umdrehungen, also 150mm Backfokus und die sphärische Korrektur änderte sich dabei nicht. Also weder besser noch schlechter. Der TAL wurde auf 130mm Backfokus eingestellt und kommt nun mit allen 2" Okularen in den Fokus.
Zum Glück ist die sphärische Abberation bei meinem Exemplar gering und die Sternabbild erscheint recht hart.
Für perfekte Abbildung im Feld sollte auch der Hauptspiegel zum Tubus justiert werden und anschließend erst der Korrektor zum Auszug bzw. bis die Sternabbilung optimal erscheint.

Viele Grüße
Ralf
 
Re: Hauptspiegellagerung am TAL 250-K

Hallo liebe TAL-Klevtsov-Nutzer!
Um die Sache noch abzuschließen, habe ich mir jetzt mit Hilfe eines TAL 200-K Besitzers den Aufbau der HS-Einheit des TAL-Klevtsov angesehen. Mein Dank gilt Martin V., der mir aus seiner praktischen Erfahrung mit dem Umbau eines TAL-200K wichtige Hinweise geben hat! Auch hier habe ich mal den Farbeimer auf die Schnittzeichnung geworfen, weil es sich damit leichter erklärt.

Der HS ist an seiner Bohrung mit einer (braunen) Metallhülse/Federring oder etwas ähnlichem gefasst. Diese besitzt ein Innengewinde. Das Gegenstück dazu ist die grüne zapfenförmige Hülse mit dem dazu passenden Außengewinde. Auf diese (grüne) Hülse wird der HS aufgeschraubt und mit zwei Madenschrauben gegen Lockerung gesichert. Diese grüne Hülse wird von dem violetten Ring an die Rückwand des OTA gepresst.
Die Unterkante der Hülse und (gelbe) OTA-Kante sind dabei (wie am Korrektor Kugelkalotte und Hohlschraube) als gewölbte positiv-negativ Flächen ausgeführt. Mit den inneren (roten) Justageschrauben wird der Druck über den im OTA liegenden Ring (violett) auf die Hülse übertragen. So erreicht man eine Verkippung, bzw. die Fixierung des HS mit dem Blendrohr.
Die passende Orientierung zwischen HS und Korrektor spielt bei der Erstmontage wohl keine Rolle, sondern wird später über die Rotation des Korrektors eingestellt.

Neben der Veränderung der Korrektorlage ergibt sich damit noch eine weitere Möglichkeit den Abstand zwischen HS und FS zu verändern.

@Verkürzen:
Die geschieht durch eine schrittweise Höherlagerung des HS. Dazu muss auf das Gewinde der grünen Hülse ein Distanzstück in der Höhe einer (oder eines Vielfachen der Gewindesteigung) aufgelegt (aufgeschraubt) werden. Anschließend wird der HS wieder aufgeschraubt und gesichert. Es muss allerdings immer die Höhe einer kompletten Steigung ausgeglichen werden, damit die Orientierung des HS zum FS erhalten bleibt!

@Verlängern:
Eine (theoretische) Möglichkeit den Abstand zwischen HS und FS zu verlängern müsste laut Schnittzeichnung auch funktionieren. Dazu muss zwischen der OTA-Rückwand (mit Spiegel) und dem umlaufenden Rohr etwas Abstand geschaffen werden. Nach dem Abschrauben der Rückwand müssten auf die äußeren (roten) Verbindungsschrauben dünne Distanzstücke (Scheibchen mit passenden Innen- und Außendurchmesser) aufgesteckt und die Rückwand dann wieder angeschraubt werden. Die Scheibchen zwischen Rohr und Rückwand sorgen dafür, dass der HS und der ganze Rest um die Scheibchendicke vom FS wegrückt. Da sich dies im Bereich von 0-2mm bewegt (= 0-40mm Backfokus, mehr sollte nach J. Klevtsov nicht verändert werden), dürfte dies ohne Stabilitätsverlust machbar sein.

Wie immer gilt aber: Wer daran herum schraubt tut dies natürlich auf eigene Gefahr.

Viele Grüße, Andreas
 

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