Idealer Einstieg in Astrophotographie

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Hi Sven,

das Problem bei den Planetnkameras ist, daß die recht wenig Pixelfläche haben. Die für Planeten taugliche DMK´s haben entweder 640x480 (DMK21...) oder 1024x768 (DMK31...) Pixel auf einer Fläche von ca. 3x4,5 mm.

Das sind winzige Gesichtsfelder. Es gibt diese Kameras mit Beyermaske (= bunt) und IR-Sperrfilter, oder auch nur in s/w.

Dann kamen ein paar Jahre später die DMK´s mit dem neuen 618er Chip. Die waren/sind auch in s/w oder bunt zu haben. Sie sind etwas empfindlicher, dadurch konnten die Planeten mit kürzeren Belichtungszeiten aufgenommen werden. Diese Kameras sind etwa so empfindlich wie die neuere ALCCD5L-IIc, aber wenn man die mal 4 oder 8 Sekunden belicht, kriegt man "Augenkrebs". Echt gruslige Bilder. Für Deepsky nicht wirklich prickelnd.

Die "normalen" DMK´s dagegen können durchaus für Deepsk hergenommen werden. Zumindest für Objekte die heller als 10 mag sind. Sie sind halt ungekühlt...

Wenn Du Dich mit diesen Kameras mal theoretisch beschäftigen möchtest, bitteschön, hier der Link zum Sortiment:
http://www.astronomycameras.com/products/usb/

Die werden ab und an gebraucht im Biete-Board angeboten. Ich hab mit den s/w Versionen viele Jahre lang Planeten mit Farbfiltern aufgenommen. Funktioniert einwandfrei. Ist halt aufwändiger als mit ner Farbkamera und die tauglichen Filter samt Filterrad sind teuer!

Aber Achtung, es werden auch DFK´s angeboten. Wie Sauerbier. Die haben Firewireanschluß. Und moderne Rechner haben keinen Firewireeingang mehr. Das ist ein aussterbendes Format!

Meine derzeitigen Astro-Rechner haben entweder einen eigenen Firewireeingang, oder können per Expresscard mit Firewire "umgehen". Wenn die mal hinüber sind, hab ich 2 Kameras und keinen Rechner, mit dem ich sie bedienen kann. 1000 Euro in den Sand gesetzt...

Bei Planetenkameras kannst mittlerweile von ner "Halbwertszeit" von 4-5 Jahren ausgehen... Dann gibt es entweder keine Treiber für zukünftige Betriebssysteme oder keine passenden Schnittstellen mehr... :(

Derzeit sind Kameras mit USB Anschluß am "sichersten". USB wird es voraussichtlich noch lange geben...

Für Deepsky kannst problemlos mit ner ungekühlten Digitalkamera einsteigen und erste Schritte machen. Und in ein paar Jahren, wenn Du rausgefunden hast, welche Objekte es Dir am meisten angetan haben, dann legst Dir genau die zur Objektklasse passende gekühlte Kamera zu. Oder Du bleibst bei der Digitalkamera. :)

Wie viel Zeit und Geld Du schlußendlich investierst, hängt von vielen Faktoren ab. Ob Du überhaupt dabeibleibst, wie Deine Bedingungen sind, ob Du regelmäßig fotografierst oder eher nur ab und zu mal "knipsen" tust...

Irgendwann mußt halt mal ne Entscheidung treffen und anfangen. Wie ich weiter oben geschrieben hab, die Planetenfotografie ist ein günstiger Einstieg mit relativ schnellem Erfolg. Deepsky und Planeten gleichzeitig ist aus meiner Sicht zum Einstieg eine Baustelle zu viel...
 
Moin Sven

Zitat von svenni:
Bleibt nur die Frage welcher 6" Newton. Denke tendenziell (wenn das Budget dafür reicht) schadet es nicht ein wenig mehr in Qualität zu investieren.

Ich würde sogar sagen, dass es nicht nur schadet, sondern sehr sehr wichtig ist! Zum einen muss der Tubus ausreichend stabil sein (solange du nicht per OAG guidest), damit er sich nicht während einer Aufnahmeserie verbiegen kann (temperatur-/lagebedingt). Des Weiteren sollte die Spiegelzelle eben diesen stabil in seiner Position halten, damit er nicht verkippt, wenn sich die Lage des Teleskops ändert.
Das gilt im Übrigen auch für den OAZ, der sollte auch sehr stabil sein und auch schweres Zubehör ohne Verkippung tragen und eine 1:10 (manche OAZ haben auch 1:11) Feinverstellung haben.

Neben diesen mechanischen Aspekten ist eine feine Fangspiegelspinne von Vorteil, da die von ihr erzeugten Spikes gefälliger sind, als diejenigen der breiten. Wenn du es noch weiter treiben willst, bestell´ die gleich Veloursklebefolie und kleide damit den Newton aus, das erhöht den Kontrast bei den Bildern ein wenig.


Zitat von svenni:
Was die AZ-EQ6 angeht: damit ich die direkt mit dem Computer ansteuern kann (aus Bequemlichkeit aus Programm heute und für Guiding später) brauche ich noch diverse Adapter, oder? Verwendest Du so was?

Sofern du nicht noch einen alten Rechenknecht mit RS232-Schnittstelle hast, brauchst du einen Adapter von USB auf RS232. Alles andere an Kabeln lag meiner Montierung bei! Lediglich in Sachen Stromversorgung musst du auch direkt was mitbestellen, denn der AZ-EQ6 liegt (wie vielen anderen Montierungen) auch keinerlei Netzteil bei!


Zitat von svenni:
Und vielleicht auch die DSLR einsparen und lieber dann später gleich ne Monochrom AstroCam. Dachte ich könnte die DSLR auch "so" im Alltag noch gebrauchen, aber das ist nach reiflicher Überlegung nicht sicher...


Du kannst eine modifizierte DSLR (APS-C-Sensor) auch im Alltag nutzen, allerdings dann nicht mehr mit EF-S-Objektiven, sondern nur noch mit EF-Objektiven und entsprechendem Clipfilter, den du in das Gehäuse "clippst"... Meine 600D(a) hängt aber eigentlich immer am Teleskop und im Alltag nutze ich ne 2. Kamera.
 
Zitat von Sodiac:
Moin Sven

Zitat von svenni:
Bleibt nur die Frage welcher 6" Newton. Denke tendenziell (wenn das Budget dafür reicht) schadet es nicht ein wenig mehr in Qualität zu investieren.

Ich würde sogar sagen, dass es nicht nur schadet, sondern sehr sehr wichtig ist! Zum einen muss der Tubus ausreichend stabil sein (solange du nicht per OAG guidest), damit er sich nicht während einer Aufnahmeserie verbiegen kann (temperatur-/lagebedingt). Des Weiteren sollte die Spiegelzelle eben diesen stabil in seiner Position halten, damit er nicht verkippt, wenn sich die Lage des Teleskops ändert.
Das gilt im Übrigen auch für den OAZ, der sollte auch sehr stabil sein und auch schweres Zubehör ohne Verkippung tragen und eine 1:10 (manche OAZ haben auch 1:11) Feinverstellung haben.

Neben diesen mechanischen Aspekten ist eine feine Fangspiegelspinne von Vorteil, da die von ihr erzeugten Spikes gefälliger sind, als diejenigen der breiten. Wenn du es noch weiter treiben willst, bestell´ die gleich Veloursklebefolie und kleide damit den Newton aus, das erhöht den Kontrast bei den Bildern ein wenig.

Ja, deswegen war ich auch so überrascht vom Vorschlag von Fee, die ja eher ein Entry Modell von ca. 250 EUR empfohlen hat, ist immerhin nur 1/3 dessen, was dieses Gerät hier kostet (750 EUR):
UNC 150mm Newton f/4

Das Gerät war eigentlich auch der Rat eines Astrophotografen, um "länger Freude" daran zu haben.

Zitat von Sodiac:
Zitat von svenni:
Was die AZ-EQ6 angeht: damit ich die direkt mit dem Computer ansteuern kann (aus Bequemlichkeit aus Programm heute und für Guiding später) brauche ich noch diverse Adapter, oder? Verwendest Du so was?

Sofern du nicht noch einen alten Rechenknecht mit RS232-Schnittstelle hast, brauchst du einen Adapter von USB auf RS232. Alles andere an Kabeln lag meiner Montierung bei! Lediglich in Sachen Stromversorgung musst du auch direkt was mitbestellen, denn der AZ-EQ6 liegt (wie vielen anderen Montierungen) auch keinerlei Netzteil bei!

Ok, super, danke für die Info. Kannst Du da einen Adapter empfehlen, der bei Dir funktioniert?
(Also statt handsteuerbox wird die monti dann an den computer gesteckt?)

Zitat von Sodiac:
Zitat von svenni:
Und vielleicht auch die DSLR einsparen und lieber dann später gleich ne Monochrom AstroCam. Dachte ich könnte die DSLR auch "so" im Alltag noch gebrauchen, aber das ist nach reiflicher Überlegung nicht sicher...


Du kannst eine modifizierte DSLR (APS-C-Sensor) auch im Alltag nutzen, allerdings dann nicht mehr mit EF-S-Objektiven, sondern nur noch mit EF-Objektiven und entsprechendem Clipfilter, den du in das Gehäuse "clippst"... Meine 600D(a) hängt aber eigentlich immer am Teleskop und im Alltag nutze ich ne 2. Kamera.

Sorry, da habe ich mich falsch ausgedrückt. Ich bin zum Schluss gekommen, dass unsere derzeitige DigiCam erstmal für den Alltag mit den Kindern ausreicht (man macht einfach tendenziell viel weniger Bilder wenn sie größer werden ;-). D.h. wir "brauchen" keine DSLR mehr für den Familienalltag. Deshalb die Frage, ob es dann nicht sinnvoll ist gleich eine optimierte Astrocamera zu kaufen.
=> Aber wenn eine DSLR auch für Astro einen guten Planeten/DSO-Kompromiss darstellt, dann halt "trotzdem" eine modifzierte DSLR...

Vielen Dank und LG
Sven
 
Zitat von Sternenfee123:
Hi Sven,

das Problem bei den Planetnkameras ist, daß die recht wenig Pixelfläche haben. Die für Planeten taugliche DMK´s haben entweder 640x480 (DMK21...) oder 1024x768 (DMK31...) Pixel auf einer Fläche von ca. 3x4,5 mm.

Das sind winzige Gesichtsfelder. Es gibt diese Kameras mit Beyermaske (= bunt) und IR-Sperrfilter, oder auch nur in s/w.

Dann kamen ein paar Jahre später die DMK´s mit dem neuen 618er Chip. Die waren/sind auch in s/w oder bunt zu haben. Sie sind etwas empfindlicher, dadurch konnten die Planeten mit kürzeren Belichtungszeiten aufgenommen werden. Diese Kameras sind etwa so empfindlich wie die neuere ALCCD5L-IIc, aber wenn man die mal 4 oder 8 Sekunden belicht, kriegt man "Augenkrebs". Echt gruslige Bilder. Für Deepsky nicht wirklich prickelnd.

Die "normalen" DMK´s dagegen können durchaus für Deepsk hergenommen werden. Zumindest für Objekte die heller als 10 mag sind. Sie sind halt ungekühlt...

Wenn Du Dich mit diesen Kameras mal theoretisch beschäftigen möchtest, bitteschön, hier der Link zum Sortiment:
http://www.astronomycameras.com/products/usb/

Die werden ab und an gebraucht im Biete-Board angeboten. Ich hab mit den s/w Versionen viele Jahre lang Planeten mit Farbfiltern aufgenommen. Funktioniert einwandfrei. Ist halt aufwändiger als mit ner Farbkamera und die tauglichen Filter samt Filterrad sind teuer!

Aber Achtung, es werden auch DFK´s angeboten. Wie Sauerbier. Die haben Firewireanschluß. Und moderne Rechner haben keinen Firewireeingang mehr. Das ist ein aussterbendes Format!

Meine derzeitigen Astro-Rechner haben entweder einen eigenen Firewireeingang, oder können per Expresscard mit Firewire "umgehen". Wenn die mal hinüber sind, hab ich 2 Kameras und keinen Rechner, mit dem ich sie bedienen kann. 1000 Euro in den Sand gesetzt...

Bei Planetenkameras kannst mittlerweile von ner "Halbwertszeit" von 4-5 Jahren ausgehen... Dann gibt es entweder keine Treiber für zukünftige Betriebssysteme oder keine passenden Schnittstellen mehr... :(

Derzeit sind Kameras mit USB Anschluß am "sichersten". USB wird es voraussichtlich noch lange geben...

Für Deepsky kannst problemlos mit ner ungekühlten Digitalkamera einsteigen und erste Schritte machen. Und in ein paar Jahren, wenn Du rausgefunden hast, welche Objekte es Dir am meisten angetan haben, dann legst Dir genau die zur Objektklasse passende gekühlte Kamera zu. Oder Du bleibst bei der Digitalkamera. :)

Wie viel Zeit und Geld Du schlußendlich investierst, hängt von vielen Faktoren ab. Ob Du überhaupt dabeibleibst, wie Deine Bedingungen sind, ob Du regelmäßig fotografierst oder eher nur ab und zu mal "knipsen" tust...

Irgendwann mußt halt mal ne Entscheidung treffen und anfangen. Wie ich weiter oben geschrieben hab, die Planetenfotografie ist ein günstiger Einstieg mit relativ schnellem Erfolg. Deepsky und Planeten gleichzeitig ist aus meiner Sicht zum Einstieg eine Baustelle zu viel...

Danke herzlich für die ganzen Detailinfos!

Es gibt einfach zu viele Optionen ;-)

Wahrscheinlich könnte man dann gerade bei Firewire-Cameras noch "Schnäppchen" machen, man kann sich doch auch gleich 2-3 der FireWire-Express-Cards auf Halde/Reserve legen. Und alte Betriebssysteme wäre jetzt (eigentlich) auch nicht das Problem, dann virtualisiert man halt seine "Astro-Photo-Monti-Capture-Umgebung" in ein sog. virtuelles Image (z.B. unter VirtualBox). Dann kann man trotz Win8 noch beliebige Sachen unter Win7/Vista/WinXP (huahh) laufen lassen. Ob allerdings FireWire auch erfolgreich virtualisiert werden kann, wäre dann zu schon zu checken... ;-)

LG
Sven
 
Hallo Sven,

Zitat von svenni:
... ist immerhin nur 1/3 dessen, was dieses Gerät hier kostet (750 EUR):
UNC 150mm Newton f/4

Das Gerät war eigentlich auch der Rat eines Astrophotografen, um "länger Freude" daran zu haben.

Fee hat dir vor allem einen f/5 Newton empfohlen. Der von dir verlinkte ist ein f/4 Newton, der schon mal ne ganze Ecke genauer Kollimiert werden will und auch bei der Korrektur des Feldes (egal ob visuell oder fotografisch) anspruchsvoller ist, allerdings bekommst du auch etwas mehr Licht auf den Sensor dank des schnelleren Öffnungsverhältnises.

Zitat von svenni:
Ok, super, danke für die Info. Kannst Du da einen Adapter empfehlen, der bei Dir funktioniert?
(Also statt handsteuerbox wird die monti dann an den computer gesteckt?)

Wenn du die Handbox nciht einsetzen willst, sondern die Montierung direkt per Laptop steuern, dann würde ich mir nen Poseidon-Adapter besorgen. Der hat direkt nen USB-Anschluss und wird auch direkt mit der Montierung verbunden, ohne die Handbox dazwischen.

Zitat von svenni:
Sorry, da habe ich mich falsch ausgedrückt. Ich bin zum Schluss gekommen, dass unsere derzeitige DigiCam erstmal für den Alltag mit den Kindern ausreicht (man macht einfach tendenziell viel weniger Bilder wenn sie größer werden ;-). D.h. wir "brauchen" keine DSLR mehr für den Familienalltag. Deshalb die Frage, ob es dann nicht sinnvoll ist gleich eine optimierte Astrocamera zu kaufen.
=> Aber wenn eine DSLR auch für Astro einen guten Planeten/DSO-Kompromiss darstellt, dann halt "trotzdem" eine modifzierte DSLR...

Eine Astromodifizierte DSLR stellt keinen guten Kompromiss dar, da sie für Planetenvideos nachzu untauglich ist. Wenn du Planeten Videografieren willst, hilft nur ein hochauflösender kleiner Sensor und kein "riesen DSLR-Sensor". Das gilt im übrigen auch für CCDs! Kleiner Chip mit kleinen Pixeln -> Planeten, während großer Chip mit großen Pixeln bei DSO bevorzugt wird.

Wenn du beides fotografieren willst, kommst du meiner Meinung nach nicht um 2 verschiedene Teleskope und 2 entprechende Kameras herum (bei der Montierung langt eine ;) ).
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Sven,

ich finde du bist hier schon sehr gut beraten worden, deshalb nur zwei kurze Anmerkungen von mir:

1. Ich würde mir vor der Anschaffung nochmal genau überlegen wie weit ich das Zeug, das ich kaufen werde, schleppen muss (Treppenhaus etc), und mir ehrlich die Frage stellen wie oft ich das machen werde. Am Anfang ist man natürlich motiviert und das alles ist kein Problem, aber mit zunehmender Zeit kommt doch der innere Schweinehund dazu, und gerade bei einer Montierung wie der EQ6 (welche Version auch immer) können Größe und Gewicht mit der Zeit schon sehr abschrecken..
Für die Zukunft gerüstet zu sein klingt zwar verlockend, aber ich möchte keine EQ6 rausschleppen nur um dann nen 420er Apo mit 2,5kg draufzusetzen.

2. Solltest du wie bereits gesagt Deepsky und Planetenfotografie trennen. Es gibt keine Kamera die beides gut kann, und je nach Disziplin würde ich ein jeweils anderes Teleskop wählen.
Aber bedenke: Es gibt nur 8 Planeten, davon sind nur 4 fotografisch interessant, nur 3 zeigen Strukturen, und nur einer davon ist mit dem von dir angedachten Equipment ist momentan "wirklich gut" zu fotografieren.
Im Bereich Deepsky gibt es 1000ende Objekte, und zu jeder Jahreszeit einige die auch für Einsteiger lohnend sind.

Beides kann super Spaß machen, aber man muss sich dessen bewusst sein.

Deshalb würde ich dir erstmal zur DSLR raten, gerne auch unmodifiziert für den Anfang, da gibt es genug abzulichten!


Viele Grüße,

Jan
 
Ok, ich gebe mich geschlagen ;-)

Wie Jan es ja gut auf den Punkt gebracht hat ist und war ja von vorneherein DSO mein Schwerpunkt.

Ok, also DSLR. Beim 6"-Newton bleibt noch die Modellfrage.

Ok, ich habs verstanden f/4 ist gegenüber f/5 nochmal eine zusätzliche Herausforderung. Aber wenn es gar nicht klappen will kann ich das Teil ja immer noch wieder verscherbeln. (und auf ein höheres f/ umsteigen)

Denn die qualitative gleichwertige Alternative zum genannten f/4 ist dieser f/6 hier:
http://www.teleskop-express.de/shop...eskop---Carbon-Tubus---optimierter-Fokus.html
(Option 1 übrigens)

der zu meiner Verwunderung ja schon wieder als "Planeten-Newton" beworben wird. Und das nur weil er f/6 statt f/4 hat. Das kann ich mit aktuellem Wissensstand nicht ganz nachvollziehen.

Zumal nach meinem Wissenstand ja eben so ein C8 oder C10 ein Planetenteleskop ist. (und auch vom Hersteller selbst so beworben wird) Und eben kein "Newton". Sollte dieser f/6 Newton jetzt die gesuchte "Eiermilchlegende Wollmilchsau" sein? Wohl kaum!

Aber da ja jetzt klar ist, dass DSO Priorität haben soll (wenn es "mal" - in viel schlechterer Qualität ohne jeden Anspruch - ein Planet sein darf soll ja auch eine WebCam für ein paar Euronen schon was aufzeichnen können) kann dar Newton dann auch wieder nicht der "richtige" sein?

VG und nochmals danke an alle für Ihre Beiträge!
Sven

PS: Die ideale Wahl gibt es nicht, das ist mir sehr bewusst.

PS2: Ein Astrophotograph meinte das viele Amateurastronomen etwas "speziell" sind - da scheint das Forum hier ja definitiv eine rühmliche Ausnahme zu sein ;-)



 
Hi Sven,

1 Kamera für Planeten und Deepsky geht nicht. Das liegt an den Größenverhältnissen der unterschiedlichen Objekte und an den dafür nötigen Brennweiten.

Hier mal ein paar Simulationen von Gesichtsfeldern:

Nordamerika- und Pelikannebel mit 300 mm Brennweite (Teleobjektiv) an einer 450D:

Link zur Grafik: http://www.bilder-upload.eu/upload/297ec1-1392137601.jpg

Rosa ist das Gesichtsfeld des Kamerachips bei dieser Brennweite, rot sind die "Telradkreise". Der innerste Kreis entspricht 30 Bogenminuten, dem Vollmonddurchmesser. So wie Du das Objekt bei Durchgucken durch den nicht vergrößernden Telrad sehen würdest.



Dieses Bild zeigt den Vollmond, wie er mit nem 750 mm Newton und ner EOS 450D auf den Chip käme:

Link zur Grafik: http://www.bilder-upload.eu/upload/16c390-1392137924.jpg



Nächstes Bild, M101 mit EOS 450D und dem 750 mm Newton:

Link zur Grafik: http://www.bilder-upload.eu/upload/1c6ea7-1392138073.jpg



Nächstes Bild, sooo winzig (fast sternförmig) kommt M57 mit EOS 450D und dem 750er Newton raus:

Link zur Grafik: http://www.bilder-upload.eu/upload/fe8b3a-1392138162.jpg

Für Motive in dieser Größenordnung (zwischen 1 und 12 Bogenminuten scheinbarem Durchmesser) brauchst entweder ne deutlich höhere Brennweite oder aber eine Kamera mit kleinerem Chip, die dann das Objekt mit einem größeren Abbildungsmaßstab darstellt...


Und zum Schluß noch die Ansicht von Jupiter bei Einsatz einer 2x Barlow am 6" Newton und mit der ALCCD5L-IIc:

Link zur Grafik: http://www.bilder-upload.eu/upload/6d98ff-1392138270.jpg

Verstehst Du jetzt, warum diese unterschiedlich großen Motive nicht mit 1 Kamera und 1 Teleskop bei immer gleicher Brennweite zu fotografieren sind?

Du kommst nicht drum rum, zu jeder Motivklasse das passende Teleskop mit entsprechender Brennweite und entsprechender Kamera zu wählen.

Daher sammeln sich im Laufe eines Fotografenlebens mehrere Kameras und mehrere Teleskope an.

Oder Du beschränkst Dich auf 1 Motivklasse und 1 Kamera...

Equippment für die Ewigkeit ist eigentlich nur die Montierung. Alles andere kommt und geht. ;)

 
Hi Sven,

Ok, also DSLR. Beim 6"-Newton bleibt noch die Modellfrage.

Ok, ich habs verstanden f/4 ist gegenüber f/5 nochmal eine zusätzliche Herausforderung. Aber wenn es gar nicht klappen will kann ich das Teil ja immer noch wieder verscherbeln. (und auf ein höheres f/ umsteigen)

Denn die qualitative gleichwertige Alternative zum genannten f/4 ist dieser f/6 hier:
http://www.teleskop-express.de/shop...eskop---Carbon-Tubus---optimierter-Fokus.html
(Option 1 übrigens)

dieses Model mit f=6 ist etwas "okularfreundlicher". Günstige Okulare verzeichnen bei f=6 nicht so stark am Rand. Und die Kollimation ist etwas einfacher. Dank Karbontubus ändert sich die Baulänge bei Temperaturänderung Nachts nicht so stark, Du mußt also nicht so oft nachfokussieren.

Variante 1 ist für Deine Zwecke suboptimal. Der Fangspiegel leuchtet eine DSLR nicht wirklich gut aus. Du bräuchtest für Fotografie einen größeren Fangspiegel. Also gleich mit größerem Fangspiegel bestellen!

Visuell hättest Du dann wegen der größeren Abschattung vom Hausptspiegel etwas weniger Kontrast. Aber da Fotografie im Vordergrund steht, würde ich das mit dem größeren Fangspiegel machen...

der zu meiner Verwunderung ja schon wieder als "Planeten-Newton" beworben wird. Und das nur weil er f/6 statt f/4 hat. Das kann ich mit aktuellem Wissensstand nicht ganz nachvollziehen.

na ja, f=4 bedeutet bei 6" Öffnung 600 mm Brennweite, f=6 eben 900 mm Brennweite. Mit der selben Barlow/Kamera wird ein Planet bei f=6 größer abgebildet. -> Planetennewton. Irgendwas müssen die Händler ja in ihre Werbung schreiben. ;)

Zumal nach meinem Wissenstand ja eben so ein C8 oder C10 ein Planetenteleskop ist. (und auch vom Hersteller selbst so beworben wird) Und eben kein "Newton". Sollte dieser f/6 Newton jetzt die gesuchte "Eiermilchlegende Wollmilchsau" sein? Wohl kaum!

mit diesen Geräten kannst nur noch wirklich kleine DS Objekte anschaun, weil sie von Haus aus schon sakrische Brennweiten (2 Meter und mehr) haben. Da passen viele andere, größere Objekte eben nicht mehr ins Gesichtsfeld vom Okular oder einer Kamera...

 
Zitat von Sternenfee123:
Hi Sven,

1 Kamera für Planeten und Deepsky geht nicht. Das liegt an den Größenverhältnissen der unterschiedlichen Objekte und an den dafür nötigen Brennweiten.

Hier mal ein paar Simulationen von Gesichtsfeldern:

Nordamerika- und Pelikannebel mit 300 mm Brennweite (Teleobjektiv) an einer 450D:

Link zur Grafik: http://www.bilder-upload.eu/upload/297ec1-1392137601.jpg

Rosa ist das Gesichtsfeld des Kamerachips bei dieser Brennweite, rot sind die "Telradkreise". Der innerste Kreis entspricht 30 Bogenminuten, dem Vollmonddurchmesser. So wie Du das Objekt bei Durchgucken durch den nicht vergrößernden Telrad sehen würdest.



Dieses Bild zeigt den Vollmond, wie er mit nem 750 mm Newton und ner EOS 450D auf den Chip käme:

Link zur Grafik: http://www.bilder-upload.eu/upload/16c390-1392137924.jpg



Nächstes Bild, M101 mit EOS 450D und dem 750 mm Newton:

Link zur Grafik: http://www.bilder-upload.eu/upload/1c6ea7-1392138073.jpg



Nächstes Bild, sooo winzig (fast sternförmig) kommt M57 mit EOS 450D und dem 750er Newton raus:

Link zur Grafik: http://www.bilder-upload.eu/upload/fe8b3a-1392138162.jpg

Für Motive in dieser Größenordnung (zwischen 1 und 12 Bogenminuten scheinbarem Durchmesser) brauchst entweder ne deutlich höhere Brennweite oder aber eine Kamera mit kleinerem Chip, die dann das Objekt mit einem größeren Abbildungsmaßstab darstellt...


Und zum Schluß noch die Ansicht von Jupiter bei Einsatz einer 2x Barlow am 6" Newton und mit der ALCCD5L-IIc:

Link zur Grafik: http://www.bilder-upload.eu/upload/6d98ff-1392138270.jpg

Verstehst Du jetzt, warum diese unterschiedlich großen Motive nicht mit 1 Kamera und 1 Teleskop bei immer gleicher Brennweite zu fotografieren sind?

Du kommst nicht drum rum, zu jeder Motivklasse das passende Teleskop mit entsprechender Brennweite und entsprechender Kamera zu wählen.

Daher sammeln sich im Laufe eines Fotografenlebens mehrere Kameras und mehrere Teleskope an.

Oder Du beschränkst Dich auf 1 Motivklasse und 1 Kamera...

Equippment für die Ewigkeit ist eigentlich nur die Montierung. Alles andere kommt und geht. ;)

Hihi, danke nochmal für die ausführlichen Erklärungen!

Ich wollte Dich schon fragen, wieso sich so viele Teleskope in Deiner Signatur ansammeln konnten... Hast die Antwort schon vorweggenommen ;-)

LG
Sven
 
Zitat von Sternenfee123:
Hi Sven,

1 Kamera für Planeten und Deepsky geht nicht. Das liegt an den Größenverhältnissen der unterschiedlichen Objekte und an den dafür nötigen Brennweiten.

Hier mal ein paar Simulationen von Gesichtsfeldern:

Nordamerika- und Pelikannebel mit 300 mm Brennweite (Teleobjektiv) an einer 450D:

Link zur Grafik: http://www.bilder-upload.eu/upload/297ec1-1392137601.jpg

Rosa ist das Gesichtsfeld des Kamerachips bei dieser Brennweite, rot sind die "Telradkreise". Der innerste Kreis entspricht 30 Bogenminuten, dem Vollmonddurchmesser. So wie Du das Objekt bei Durchgucken durch den nicht vergrößernden Telrad sehen würdest.



Dieses Bild zeigt den Vollmond, wie er mit nem 750 mm Newton und ner EOS 450D auf den Chip käme:

Link zur Grafik: http://www.bilder-upload.eu/upload/16c390-1392137924.jpg



Nächstes Bild, M101 mit EOS 450D und dem 750 mm Newton:

Link zur Grafik: http://www.bilder-upload.eu/upload/1c6ea7-1392138073.jpg



Nächstes Bild, sooo winzig (fast sternförmig) kommt M57 mit EOS 450D und dem 750er Newton raus:

Link zur Grafik: http://www.bilder-upload.eu/upload/fe8b3a-1392138162.jpg

Für Motive in dieser Größenordnung (zwischen 1 und 12 Bogenminuten scheinbarem Durchmesser) brauchst entweder ne deutlich höhere Brennweite oder aber eine Kamera mit kleinerem Chip, die dann das Objekt mit einem größeren Abbildungsmaßstab darstellt...


Und zum Schluß noch die Ansicht von Jupiter bei Einsatz einer 2x Barlow am 6" Newton und mit der ALCCD5L-IIc:

Link zur Grafik: http://www.bilder-upload.eu/upload/6d98ff-1392138270.jpg

Verstehst Du jetzt, warum diese unterschiedlich großen Motive nicht mit 1 Kamera und 1 Teleskop bei immer gleicher Brennweite zu fotografieren sind?

Du kommst nicht drum rum, zu jeder Motivklasse das passende Teleskop mit entsprechender Brennweite und entsprechender Kamera zu wählen.

Daher sammeln sich im Laufe eines Fotografenlebens mehrere Kameras und mehrere Teleskope an.

Oder Du beschränkst Dich auf 1 Motivklasse und 1 Kamera...

Equippment für die Ewigkeit ist eigentlich nur die Montierung. Alles andere kommt und geht. ;)

So langsam kommen wir doch in die Zielgerade...

Also der f/6 150/900mm ist leichter zu handhaben weil f/6 und nicht f/4. Gleichzeitig geht er etwas mehr in der "Vergrößerung" (laienhaft ausgedrückt) hoch (900mm im Gegensatz zu 600mm).
Für DSO nehmen wir die DSLR, für Planeten (nebensächlich) wie schon von mir angemerkt - eine einfache WebCam.

Also wäre das Gerät doch irgendwie ein "Einsteigerkompromiss"? (mit Schwerpunkt Richtung DSO)

Jetzt bleibt noch die Sache mit der Fokuspositions-Option.

2) kommt nicht in Frage, weil der ASAKorrektor nochmal so viel wie das Teleskop selbst kostet.

3) kommt nicht in Frage, da ich ja eben *nicht* hauptsächlich visuell beobachten will.

=> Also bleibt doch nur Option 1) z.B. mit einem Baader-Korrektor. Wobei der ja das Nutproblem haben soll, der TS Korrektur nicht taugen soll aber dafür gibts ja noch den GPU Korrektor:
http://www.teleskop-express.de/shop...or-4-element-fuer-Newton-Teleskope-ab-F4.html

Wenn ich Dich richtig verstehe, dann würde man *zusätzlich* idealweise noch einen größeren Fangspiegel ordern? (für noch bessere Ausleuchtung der DSLR? Oder erübrigt sich das wieder durch den Korrektor?)

Puhh, Zielgerade...

CS + LG
Sven

PS: War gerade draußen unter dem Sternenhimmel in der Dämmerung auf neu entdecktem Aussichtsplateau in der Nähe meines Wohnortes... Jetzt langsam anfangen ich will... (ok Mond ist gerade etwas hell ;-)
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi Sven,

So langsam kommen wir doch in die Zielgerade...

Also der f/6 150/900mm ist leichter zu handhaben weil f/6 und nicht f/4. Gleichzeitig geht er etwas mehr in der "Vergrößerung" (laienhaft ausgedrückt) hoch (900mm im Gegensatz zu 600mm).
Für DSO nehmen wir die DSLR, für Planeten (nebensächlich) wie schon von mir angemerkt - eine einfache WebCam.

ja. f=6 bedeutet aber auch daß Du länger als bei f=4 oder f=5 belichten mußt, damit das Motiv die selbe Helligkeit erreicht.

Also wäre das Gerät doch irgendwie ein "Einsteigerkompromiss"? (mit Schwerpunkt Richtung DSO)

ja. "Irgendwie". :) Denn bei 900 mm Brennweite kannst ohne Autoguiding nicht viele Motive ablichten. Da macht sich nach wenigen Sekunden bereits der Schneckenfahler und auch ein leichter Einnordungsfehler bemerkbar. Darum rate ich blutigen Anfängern ja zu kürzeren Brennweiten (Teleobjektiv oder kleiner Refraktor).

Wenn Du wirklich mit 750 mm Brennweite und DSLR anfangen möchtest, ist sofort Autoguiding + Komakorrektor fällig... Also nicht "billig", aber immernoch "günstig" zu realisieren...

Jetzt bleibt noch die Sache mit der Fokuspositions-Option.

=> Also bleibt doch nur Option 1) z.B. mit einem Baader-Korrektor. Wobei der ja das Nutproblem haben soll, der TS Korrektur nicht taugen soll aber dafür gibts ja noch den GPU Korrektor:
http://www.teleskop-express.de/shop...or-4-element-fuer-Newton-Teleskope-ab-F4.html

Achtung, der ist 10 cm lang. Wenn Du den komplett im Okularauszug versenkst, guckt er 5 cm in den Strahlengang des Teleskoptubus rein. Das macht nen zusätzlichen schwachen Spike und mindert den Kontrast.

Alles nicht so einfach. Du kannst das "Nutproblem" des Baader Komakorrektors durch 2 Tuningmaßnahmen unterbinden:

- 2" Stoppring auf den Komakorrektor schieben und dadurch die Nut auf einen anderen Punkt im OAZ abseits der Klemmung verfrachten
- Nut mit Tesafilm oder selbstklebender Alufolie auffüttern

:D

Wenn ich Dich richtig verstehe, dann würde man *zusätzlich* idealweise noch einen größeren Fangspiegel ordern? (für noch bessere Ausleuchtung der DSLR? Oder erübrigt sich das wieder durch den Korrektor?)

der Komakorrektor verändert die Ausleuchtung nicht. Er verbessert nur die Sternabbildung am Gesichtsfeldrand. Also brauchst für bessere Ausleuchtung den größeren Fangspiegel. Wie groß, hängt von den Abmessungen des Kamerachips ab. Da muß Dich dann jemand anderst beraten, wenn Du die konkreten Abmessungen Deines Kamerachips hast...


jepp, :super:

ich hab das vor 12 Jahren noch alles selber rausfinden müssen, per Try & error, weil es viel weniger Fotografen als heute gab und die Foren erst am Aufkommen waren...

 
Zitat von Sternenfee123:
Hi Sven,

jepp, :super:

ich hab das vor 12 Jahren noch alles selber rausfinden müssen, per Try & error, weil es viel weniger Fotografen als heute gab und die Foren erst am Aufkommen waren...
Oh, 12 Jahre, das ist ne ordentliche Zeit,
wie alt warst denn da (bin jetzt "knapp" 40+ ;-)

PS: Wobei alle Astroforen irgendwie immer noch den 1995er Internet-Look haben ;-)
 
Zitat von Sternenfee123:
Hi Sven,

So langsam kommen wir doch in die Zielgerade...

Jetzt bleibt noch die Sache mit der Fokuspositions-Option.

=> Also bleibt doch nur Option 1) z.B. mit einem Baader-Korrektor. Wobei der ja das Nutproblem haben soll, der TS Korrektur nicht taugen soll aber dafür gibts ja noch den GPU Korrektor:
http://www.teleskop-express.de/shop...or-4-element-fuer-Newton-Teleskope-ab-F4.html

Achtung, der ist 10 cm lang. Wenn Du den komplett im Okularauszug versenkst, guckt er 5 cm in den Strahlengang des Teleskoptubus rein. Das macht nen zusätzlichen schwachen Spike und mindert den Kontrast.

Alles nicht so einfach. Du kannst das "Nutproblem" des Baader Komakorrektors durch 2 Tuningmaßnahmen unterbinden:

- 2" Stoppring auf den Komakorrektor schieben und dadurch die Nut auf einen anderen Punkt im OAZ abseits der Klemmung verfrachten
- Nut mit Tesafilm oder selbstklebender Alufolie auffüttern

Eine allerletzte Bemerkung: aber wenn ich diese Beschreibung hier richtig verstehe, dann liegt die Fokusposition bei Option 1) doch so weit außerhalb, dass der Korrektor doch gar nicht ganz versenkt wird?

"Option 1. Astrofotografie mit Standard Koma Korrektoren - 65mm über der 2" Steckhülse ... Diese Version ist optimal für alle Standard Koma Korrektoren wie z.B der Baader MPCC Korrektor, der TS Koma Korrektor oder der ASA Quattro Korrektor. Für die visuelle Beobachtung benötigen Sie eine 2" Verlängerung - Art.Nr. TSV235."
 
Hallo Sven,

ich habe lange überlegt, ob ich nochmal von der Seitenlinie winken soll oder nicht... (Böse Zungen könnten das auch als Verwirrung stiften deklarieren)

Deine Schlüsse bezüglich des Newtons sind richtig, im Endeffekt landest du dann aber bei einem fotooptimierten Newton mit 900mm Brennweite, der "einfacher" zu kollimieren ist als ein schneller Newton, recht stabil hinsichtlich der Fokallage und nebenbei mit entsprechendem Komakorrektor gute 1.000 € kostet.

900mm als Einsteiger zu guiden sind schon sehr sportlich und wenn du dir mal Fee´s ausführliche Vergleiche der Bildwinkel im Bezug auf einen APS-C-Sensor anschaust, wirst du unweigerlich feststellen, dass du damit einige der Paradeobjekte gar nicht ganz auf den Sensor bekommst. Nordamerikanebel, Andromedagalxie, Plejaden, Rosettennebel, Markarian´s Kette... sind für 900mm Brennweite schon zu groß. Ein wenig vom Rand wegschneiden, weil man zu wenig Brennweite hatte ist meist einfacher, als ein Mosaik zu basteln, weil man das Objekt nicht ganz auf den Sensor bekommen hat. Für einige Galaxien und Kugelsternhaufen sind 900mm hingegen sehr gut...

Bevor du dich für das (erste) Teleskop entscheidest, schau doch mal auf Astrobin.com nach den Objekten, die dich interessieren und schau dann gezielt auf Brennweite und Kamera. Gegebenenfalls müsstest du dir dann die Sensordiagonale der Kameras heraussuchen und umrechnen auf einen APS-C-Sensor.
Alternativ könntest du auch eine Planetariumssoftware (wie Fee auch) nutzen um zu schauen, was von deinem Zielobjekt auf dem Sensor landet. Das beste Teleskop bringt nichts, wenn die Brennweite nicht passt (gerade bei der Fotografie). Visuell ist das nicht ganz soooooo wichtig, da du mit der Okularbrennweite die Vergrößerung bestimmst (abhängig von der Brennweite).

Ich hoffe ich habe dir jetzt keine schlaflose Nacht bereitet...


P.S.: Ich habe auch so einiges an Brennweiten/Teleskopen durchprobiert, weil ich am Anfang keinen Überblick darüber hatte, welches DSO eigentlich wie groß/klein ist (daher habe ich auch schon 2 Teleskope wieder verkauft). Nimm dir die Zeit das herauszufinden! Wie schon gesagt, du wirst dich vermutlich ziemlich ärgern nen Tausender für ein Teleskop ausgegeben zu haben, das dir nicht die Bilder liefert, die du gern hättest.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi Svenn,

Oh, 12 Jahre, das ist ne ordentliche Zeit,
wie alt warst denn da (bin jetzt "knapp" 40+ ;-)

ich war damals 42 Lenze jung :)

aber wenn ich diese Beschreibung hier richtig verstehe, dann liegt die Fokusposition bei Option 1) doch so weit außerhalb, dass der Korrektor doch gar nicht ganz versenkt wird?

doch, der wird komplett versenkt. Die 65 mm brauchst, weil das Gehäuse der Kamera und der eventuell vorgeschaltete Off-Axis-Guider ja auch Platz brauchen.

Das Auflagenmaß (Abstand Chipoberfläche - Außenkannte Kameragehäuse) der Canons ist 44 mm. + 9 mm OAZ + 10 mm zum Scharfstellen bei unterschiedlichen Temperaturen... :)

 
Zitat von Sodiac:
Hallo Sven,

ich habe lange überlegt, ob ich nochmal von der Seitenlinie winken soll oder nicht... (Böse Zungen könnten das auch als Verwirrung stiften deklarieren)

Deine Schlüsse bezüglich des Newtons sind richtig, im Endeffekt landest du dann aber bei einem fotooptimierten Newton mit 900mm Brennweite, der "einfacher" zu kollimieren ist als ein schneller Newton, recht stabil hinsichtlich der Fokallage und nebenbei mit entsprechendem Komakorrektor gute 1.000 € kostet.

900mm als Einsteiger zu guiden sind schon sehr sportlich und wenn du dir mal Fee´s ausführliche Vergleiche der Bildwinkel im Bezug auf einen APS-C-Sensor anschaust, wirst du unweigerlich feststellen, dass du damit einige der Paradeobjekte gar nicht ganz auf den Sensor bekommst. Nordamerikanebel, Andromedagalxie, Plejaden, Rosettennebel, Markarian´s Kette... sind für 900mm Brennweite schon zu groß. Ein wenig vom Rand wegschneiden, weil man zu wenig Brennweite hatte ist meist einfacher, als ein Mosaik zu basteln, weil man das Objekt nicht ganz auf den Sensor bekommen hat. Für einige Galaxien und Kugelsternhaufen sind 900mm hingegen sehr gut...

Bevor du dich für das (erste) Teleskop entscheidest, schau doch mal auf Astrobin.com nach den Objekten, die dich interessieren und schau dann gezielt auf Brennweite und Kamera. Gegebenenfalls müsstest du dir dann die Sensordiagonale der Kameras heraussuchen und umrechnen auf einen APS-C-Sensor.
Alternativ könntest du auch eine Planetariumssoftware (wie Fee auch) nutzen um zu schauen, was von deinem Zielobjekt auf dem Sensor landet. Das beste Teleskop bringt nichts, wenn die Brennweite nicht passt (gerade bei der Fotografie). Visuell ist das nicht ganz soooooo wichtig, da du mit der Okularbrennweite die Vergrößerung bestimmst (abhängig von der Brennweite).

Ich hoffe ich habe dir jetzt keine schlaflose Nacht bereitet...


P.S.: Ich habe auch so einiges an Brennweiten/Teleskopen durchprobiert, weil ich am Anfang keinen Überblick darüber hatte, welches DSO eigentlich wie groß/klein ist (daher habe ich auch schon 2 Teleskope wieder verkauft). Nimm dir die Zeit das herauszufinden! Wie schon gesagt, du wirst dich vermutlich ziemlich ärgern nen Tausender für ein Teleskop ausgegeben zu haben, das dir nicht die Bilder liefert, die du gern hättest.


Ganz lieben Dank Markus für Deinen Beitrag!!!

Nein, im Bezug bestätigst Du damit nämlich, dass 900mm für mich schon "das Richtige" sind. Die "Übersichtsaufnahmen" der genannten DSO-Objekte gibt es ja zu abertausenden im Netz. Was mich aber schon immer besonders daran gereizt hat sind Ausschnitte davon. Die hatte ich jetzt schon gedanklich "erst mal abgehakt", weil ja nicht erreichbar zwecks einfachem Einstieg, möglist viel Übersicht usw.
Mich interessiert also tatsächlich zuerst der Ausschnitt (und wie Du sagst kann ich immer noch ein Mosaik basteln, wenn es auch die Übersicht sein soll).

Denke die 900mm sind dann tatsächlich der passende "Kompromiss". Vielleicht "eigentlich etwas zu sportlich" für den Anfang, aber das wird dann schon werden ;-)

Vom Budget her wäre jetzt natürlich dann die geduldige Herausforderung wenigstens so einen Newton gebraucht aufzutreiben. Bis das klappt könnte ich mich ja dann schon mal die ersten Vorübungen mit DSLR "direkt auf Montierung" machen, denn die Monti ist ja so neu, dass es die sicher nicht gebraucht geben wird ;-)

Nochmals vielen Dank für die zusätzliche Klärung!

LG u. CS
Sven
 
Zitat von Sternenfee123:
Hi Svenn,

Oh, 12 Jahre, das ist ne ordentliche Zeit,
wie alt warst denn da (bin jetzt "knapp" 40+ ;-)

ich war damals 42 Lenze jung :)

aber wenn ich diese Beschreibung hier richtig verstehe, dann liegt die Fokusposition bei Option 1) doch so weit außerhalb, dass der Korrektor doch gar nicht ganz versenkt wird?

Hihi, genauso alt wie ich heute ;-)

Ziemlich Off-Topic so eine Bemerkung... Soll auch die Letzte in der Art gewesen sein.

LG u. CS
Sven

PS: Eine Homepage hast Du nicht zufällig? Alleine von (Deinen) den Beiträgen hier in dieser Diskussion könntest Du dort schon mind. zwei Blogposts schreiben. (ganz abgesehen von den "Bildern") Am "Hosting" bräuchte es übrigens nicht zu liegen, da könnte ich aushelfen (ist ja mein Job ;-), ne nette Domain (sternenfreunde.net) hätte ich ja auch schon.

Wenn Markus seine Beiträge noch dazupacken würde, hätte man schon fast ein Einsteiger-Teleskopauswahl-Tutorial...
 
Hi Sven,

Vom Budget her wäre jetzt natürlich dann die geduldige Herausforderung wenigstens so einen Newton gebraucht aufzutreiben. Bis das klappt könnte ich mich ja dann schon mal die ersten Vorübungen mit DSLR "direkt auf Montierung " machen, denn die Monti ist ja so neu, dass es die sicher nicht gebraucht geben wird ;-)

der angepeilte Carbon-Newton ist eine Neuentwicklung, den wirst voraussichtlich nicht auf dem Gebrauchtmarkt finden. Und ne EQ6 auch eher selten. ;)

Eine Homepage hast Du nicht zufällig? Alleine von (Deinen) den Beiträgen hier in dieser Diskussion könntest Du dort schon mind. zwei Blogposts schreiben.

Für nen Blog fehlt mir der "Bock" auf tägliches Moderieren... Ich antworte lieber auf konkrete Fragen, sofern ich grad Zeit hab...
 
Hallo,

nochmal ich. Krass wie lange so eine Beratung jetzt dauert und wie viele verschiedene Kombinationen jetzt empfohlen worden sind.

@Fee: alles was du schreibst hat Hand und Fuss und deine Argumente sind schlüssig, aber:
Ich mag eigentlich diese Zwischenlösung eines 6" F/6 Newtons nicht so. Die Argumentation ist klar, aber eigentlich ist diese Brennweite doch für die Deepskyfotografie irgendwie Niemandsland. Richtig spannend wird es meiner Meinung nach entweder im langbrennweitigen Bereich ab 1000mm aufwärts oder im Widefieldbereich <= 500mm.
Viele Grosse Objekte sind eigentlich bei 650-800mm zu gross, und viele Deepskyobjekte (Galaxien, PNs etc) viel zu klein.

Drum würde ich Anfängern immer zu einem Widefieldsetup raten, zum einen weil man diese günstig und gut bekommen kann und man einem Anfänger aus bekannten Gründen zu keinem langbrennweitiges Setup raten kann.

Apropos Wind: Ich hatte im August eine Nacht auf Teneriffa 100% Ausschuss wegen Wind. Das ganze mit einem 80mm APO auf einer Losmandy G11:-) Dagegen hilft natürlich einfach ein sehr guter Windschutz:-) Gut hat aber auch ordentlich gepustet.

CS Frank

 
Hi Frank,

alles was du schreibst hat Hand und Fuss und deine Argumente sind schlüssig, aber:
Ich mag eigentlich diese Zwischenlösung eines 6" F/6 Newtons nicht so. Die Argumentation ist klar, aber eigentlich ist diese Brennweite doch für die Deepskyfotografie irgendwie Niemandsland.

ui, Niemandsland. :D So hat mir bislang noch keiner die Brennweite beschrieben. :D

Ist das hier:

Link zur Grafik: http://www.bilder-upload.eu/upload/9908cb-1392161054.png

Niemandsland? Das ist mit meiner Atik 314L+ und Schmalbandfiltern am 6"er auf meinem Balkon in Ludwigsburg entstanden. War mein erstes Schmalbandfoto. Klar sieht man da noch diverse Fehler, aber es war das allererste Bild...

Ich mag dieses "Niemandsland" eigentlich sehr gerne. ;) Aber es ist definitiv nicht meine erste Empfehlung für einen Neueinsteiger. Nachzulesen in Post #1071044, weil der schon sooo weit oben steht, hier nochmal meine Empfehlungen:

Da Du mit der DSLR anfangen möchtest, sollte 75 % des vorhandenen Budgets in die Montierung und die Steuerung samt Autoguiderport und Guidingcam fließen. Aus meiner Sicht also ne EQ-6. Die ist grad noch transportierbar, hat genügend Reserve (Tragkraft) für fotografische Anwendung mit nem 6" Newton und es gibt genügend Erfahrungsberichte wenn mal Probleme auftreten.

Für großflächige Nebel (Andromedagalaxie, Nordamerikanebel, Californianebel, Cirrusnebel) sind sogar noch kürzere Brennweiten (300er Teleobjektiv oder 420 mm Refraktor) sinnvoll. :laugh:

Meine Empfehlung ist daher: die EQ6 und den 6" Newton für Planeten, für Deepsky erstmal nur mit Teleobjektiv oder kleinem Röhrle (65 mm Öffnung)... Und wenn Du etwas Erfahrung mit dem Autoguiding hast, dann besorg Dir nen passenden Komakorrektor für den Newton und geh auf kleinflächigere Deepsky-Objekte. Gleich mit 750 mm Brennweite Autoguiding zu lernen ist sehr frustrierend. Denn Dir fehlt momentan die Erfahrung, die einzelnen Fehlerquellen überhaupt zu identifizieren... Das mußt Dir erstmal im Lauf von 1-2 Jahren erarbeiten...

Mit geeignetter Kameraauswahl ist mit einem 6" Newton sehr viel machbar. Kugelsternhaufen, Objekte mit 1-2 Grad Ausdehnung, kleinere Objekte bis hin zu Planeten. Meine Montierung muß dank des geringen Gewichtes des 6"ers nicht so kräftig ausfallen, der Newton selber ist auch leichter draufzusetzen wie ein größeres/schwereres Teleskop und mit geeignetten (Schmalband)filtern geht selbst aus der Großstadt raus sehr viel mehr als rein visuell...
 
Hallo Fee,

nicht falsch verstehen. Kein schlechtes Bild, aber ich würde trotzdem anders anfangen bzw. anders dazu raten.

Dein Bild ist gut, aber es zielt klar auf Details im Zentrum ab. Schmalband kommt hinzu, das ganze mit einer DSLR sähe ja bei weitem nicht so aus. Gut ist dein erstes Bild schreibst du, klar ist das gut. Aber du bist auch einen anderen weg gegangen oder? Du hast mit dem gearbeitet was du hast und sagst nun: Schau das geht. warum aber nicht gleich was anderes empfehlen. Die geeignete Kamerawahl die du ansprichst ist ja auch so eine Sache. Ich würde immer zuerst zur DSLR raten, nicht das es anders nicht geht aber das ist doch das einfachste erstmal.

M16 sieht doch prima aus mit 500mm und einer DSLR. Gibt unzählige Aufnahmen in der Kombi.

Mit einem 65 oder 80mm APO auf relativ kleiner Monti kommt man doch schnell zum Erfolg. Ist sehr mobil und hat nicht so hohe Ansprüche an die Nachführung.

Schaut man sich hier im Bilderforum oder auch auf Astrobin um, wird man eher wenig Bilder mit einem 6" Newton finden.

Es ist nur meine Meinung und nicht der Weisheit letzter Schluss. Gehen tut irgendwie alles. Aber womit kommt man am schnellsten zu einem sehr guten Astrofoto?

CS Frank






 
Hi Frank,

Ich würde immer zuerst zur DSLR raten, nicht das es anders nicht geht aber das ist doch das einfachste erstmal.

genau das habe ich doch gemacht!
Zitat von Sternenfee123:
für Deepsky erstmal nur mit Teleobjektiv oder kleinem Röhrle (65 mm Öffnung)...

Sven wollte aber unbedingt sofort durch "was großes" fotografieren. Und da erscheint mir auf Grund meiner Erfahrungen 600 oder 750 mm eher beherrschbar zu sein als 900 mm oder noch mehr Brennweite...

Aber du bist auch einen anderen weg gegangen oder? Du hast mit dem gearbeitet was du hast und sagst nun: Schau das geht.

ja. "Haben" hatte ich 3 Teleskope, 5 M42 Fotooptiken, 2 Montierungen und mehrere Kameras.

Ich hab mir überlegt, wie ich am wenigsten Geld ausgeben muß und wie ich mit vorhandenem Geraffel autoguiden kann. Welche Objekte mit welcher Kamera/Brennweite unter Großstadtbedingungen am ehesten zu "knacken" sind.

Nach ein bissy Recherche war klar:

- Kugelsternhaufen mit unmodifizierter EOS im 6"er
- H-Alpha Nebel (groß) mit Clipfilter in der 450Da und 300 mm Teleobjektiv oder kleinere im 6"er

Da mich persöhnlich Kugelsternhaufen nicht sooo sehr reizen, hab ich beschlossen, in den Umbau der 450D und nen h-Alpha Clipfilter zu investieren. Die Kosten dafür waren sehr übersichtlich :D und notfalls verschmerzbar, falls mir die BB bei Deepsky zu kompliziert erscheinen würde. ;)

Damit ich dann auch die notwendigen Langzeitbelichtungen realisieren konnte, hab ich noch ne 30 cm lange 2" Prismenschine gekauft, nen Sucherschuh drauf montiert und am anderen Ende eine Prismenklemme, um das sauschwere 4/300 Orestegor Teleobjektiv an seiner Stativschelle auf ner kurzen Prismenschine zu befestigen. Als Guidingcam hab ich ne vorhandene Planetencam "zweckentfremdet" und in einen Sucher gestopft...

Und mit dieser Kombi ne Weile lang Erfahrungen gesammelt. Sowol was Guiding als auch die BB betrifft. Vorher hatte ich ja ein Jahrzehnt lang Planeten gefilmt. Deepsky war für mich was völlig neues...

Nachdem klar war, daß ich mich in die BB einarbeiten kann und es mir sehr viel Spaß macht, hab ich mir ne gebrauchte s/w CCD-Kamera (gekühlt!) geholt, nen Komakorrektor für den Newton und jetzt nutz ich für Deepsky von 50 mm (Fotoobjektiv) bis hin zum 6"er alle Optiken/Kameras, die ich hab... Ich deck damit ein riesen Brennweitengebiet ab und so viele Motive, wie es da insgesamt gibt, kann ich im Rest meines Lebens garnet abfotografieren... :D

 
Moin zusammen,

Zitat von frasax:
@Fee: alles was du schreibst hat Hand und Fuss und deine Argumente sind schlüssig, aber:
Ich mag eigentlich diese Zwischenlösung eines 6" F/6 Newtons nicht so.
Drum würde ich Anfängern immer zu einem Widefieldsetup raten

Sehe ich eigentlich absolut genau so, aber hast du auch gelesen was so 2-5 Antworten über deinem Tip steht?

Zitat von Sodiac:
...
900mm als Einsteiger zu guiden sind schon sehr sportlich und wenn du dir mal Fee´s ausführliche Vergleiche der Bildwinkel im Bezug auf einen APS-C-Sensor anschaust, wirst du unweigerlich feststellen, dass du damit einige der Paradeobjekte gar nicht ganz auf den Sensor bekommst. Nordamerikanebel, Andromedagalxie, Plejaden, Rosettennebel, Markarian´s Kette... sind für 900mm Brennweite schon zu groß. Ein wenig vom Rand wegschneiden, weil man zu wenig Brennweite hatte ist meist einfacher, als ein Mosaik zu basteln, weil man das Objekt nicht ganz auf den Sensor bekommen hat.

bzw.:

Zitat von svenni:
Nein, im Bezug bestätigst Du damit nämlich, dass 900mm für mich schon "das Richtige" sind. Die "Übersichtsaufnahmen" der genannten DSO-Objekte gibt es ja zu abertausenden im Netz. Was mich aber schon immer besonders daran gereizt hat sind Ausschnitte davon.

Ich denke da wird jegliche weitere Brennweitendiskussion obsolet...
 
Zitat von Sodiac:
Moin zusammen,

Zitat von frasax:
@Fee: alles was du schreibst hat Hand und Fuss und deine Argumente sind schlüssig, aber:
Ich mag eigentlich diese Zwischenlösung eines 6" F/6 Newtons nicht so.
Drum würde ich Anfängern immer zu einem Widefieldsetup raten

Sehe ich eigentlich absolut genau so, aber hast du auch gelesen was so 2-5 Antworten über deinem Tip steht?

Zitat von Sodiac:
...
900mm als Einsteiger zu guiden sind schon sehr sportlich und wenn du dir mal Fee´s ausführliche Vergleiche der Bildwinkel im Bezug auf einen APS-C-Sensor anschaust, wirst du unweigerlich feststellen, dass du damit einige der Paradeobjekte gar nicht ganz auf den Sensor bekommst. Nordamerikanebel, Andromedagalxie, Plejaden, Rosettennebel, Markarian´s Kette... sind für 900mm Brennweite schon zu groß. Ein wenig vom Rand wegschneiden, weil man zu wenig Brennweite hatte ist meist einfacher, als ein Mosaik zu basteln, weil man das Objekt nicht ganz auf den Sensor bekommen hat.

bzw.:

Zitat von svenni:
Nein, im Bezug bestätigst Du damit nämlich, dass 900mm für mich schon "das Richtige" sind. Die "Übersichtsaufnahmen" der genannten DSO-Objekte gibt es ja zu abertausenden im Netz. Was mich aber schon immer besonders daran gereizt hat sind Ausschnitte davon.

Ich denke da wird jegliche weitere Brennweitendiskussion obsolet...


Wow - was für eine Dynamik hier in diesem Thread!
Ich bin ganz hin- und weg von Eurem Engagement!

Naja ganz obsolet wird die Diskussion nicht. Fee sprach ja eben von f/5 150/750mm.
Problem ist jetzt, dass es von dem "Premium"-Teil (ok, der Preis für Tuben - wie für alles in der Astronomie - ist nach oben offen, aber relativ zu dem was so in einem normalen Shop an Newtons angeboten wird ist es schon Oberklasse) nur entweder
f/4 600mm
oder
f/6 900mm
gibt. Der f/4er ist von der Lichtstärke/Präzision der Kolmination zu "sportlich", der f/6er von der Brennweite.

=> Also sollte es doch einen f/5er dazwischen geben, nicht?

Also doch dieser hier:
http://www.teleskop-express.de/shop...skop---2--Crayford-1-10---Koma-Korrektor.html

Der hat f/5 750mm würde also genau in die "Mitte" passen. Und beim Anschaffungspreis sind es eben keine 1000 EUR sondern 400 EUR (inkl. Korrektor) was schon einen Unterschied macht. Klappt es damit gar nicht (worst case), kann ich immer noch einen APO65 für 600 EUR dazukaufen ;-)

=> Würde von daher nicht dieses Modell doch auch "für den Einstieg" reichen? (Fangspiegel ist auch schon größer)
Fee hat doch auch ein ähnliches Gerät? (wenn ich Ihre Angaben richtig verstanden habe)

Nochmals vielen Dank,
LG und CS
Sven


PS: Über den hier (f/4 und sowieso 8") wird nach Aussage eines Astrophotografen hier im forum "nur geschumpfen", aber ich konnte den Thread bisher nicht finden:
http://www.astroshop.de/orion-teleskop-n-203-790-astrograph-ota/p,25385
Soweit ich gesehen habe, gibts das Modell aber eh nicht in 6".
 
Zitat von Sternenfee123:
- H-Alpha Nebel (groß) mit Clipfilter in der 450Da und 300 mm Teleobjektiv oder kleinere im 6"er

Da mich persöhnlich Kugelsternhaufen nicht sooo sehr reizen, hab ich beschlossen, in den Umbau der 450D und nen h-Alpha Clipfilter zu investieren. Die Kosten dafür waren sehr übersichtlich :D und notfalls verschmerzbar, falls mir die BB bei Deepsky zu kompliziert erscheinen würde. ;)

Was die Kugelsternhaufen angeht bin ich ganz Deiner Meinung ;-)

Verräst Du mir noch wo Du den h-alpha-Clipfilter gekauft und die Astromodifikation der DSLR hast machen lassen?

Danke und CS
Sven
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Frank,

der "klassische Anfänger" schaut doch idR. nach einem 8" Newton auf EQ5 und will damit auch direkt Langzeitbelichtungen mit DSLR machen.
Genau dieser Illusion hat Sven sich ja schon im Eingangspost entzogen. Einen 6" f/4 Newton auf CGEM mit OAG finde ich pers. jetzt nicht überzogen oder ungeeignet.

Ok, aus dem 6" f/4 ist ein 6" f/6 geworden und bei der Montierung wohl eher die AZ-EQ6, aber das ist doch immer noch eine Größenordnung die beherrschbar ist (auch für einen Einsteiger). Natürlich sind 900mm in Sachen Nachführung schon sportlich weil sich kleine Fehler direkt bemerkbar machen, bei 500mm dauerts halt nur etwas länger, bis sich diese Fehler bemerkbar machen, aber sonst?

Ich finde, solange Sven hier Wünsche und Vorstellungen zum Besten gibt die nicht völlig realitätsfern sind, sollte man sehr wohl auf diese WÜnsche eingehen und kein Setup empfehlen, welches vermeintlich einfacher zu handeln ist, aber früher oder später durch etwas anderes ersetzt wird, weil es eben nicht dem entspricht, was man sich vorgestellt hat. Zumal hier auch niemand vor Begeisterung durch die Decke geschossen ist, bei der Idee mit dem 6" f/6, ganz im Gegenteil es wurde doch nicht nur einmal auf die spezifischen Schwächen hingewiesen...

Ich bin kein Freund von Newtons, ich bin kein Freund von OAGs und ich finde die Brennweite von 900mm auch alles andere als ideal, aber darum geht es hier nun mal nicht!
 
Hallo Sven und andere,

Also doch dieser hier:
http://www.teleskop-express.de/shop/prod...-Korrektor.html

Der hat f/5 750mm würde also genau in die "Mitte" passen. Und beim Anschaffungspreis sind es eben keine 1000 EUR sondern 400 EUR (inkl. Korrektor) was schon einen Unterschied macht. Klappt es damit gar nicht (worst case), kann ich immer noch einen APO65 für 600 EUR dazukaufen ;-)

Ich sags jetzt mal so deutlich wie es geht: Das ist Quatsch! Das ist ein billig Newton, an dem du nur rum basteln wirst! Und dann sagen, wenn es nicht klappt kaufe ich doch den kleinen APO. Sorry, aber wer nicht hören will muss fühlen.

Ich habe selber lange mit GSO 8" F/4 gearbeitet ich weiss also wovon ich spreche. Bilder dazu in meiner Galerie.


CS Frank
 
Hallo Sven,

damit:

Zitat von svenni:
Der hat f/5 750mm würde also genau in die "Mitte" passen. Und beim Anschaffungspreis sind es eben keine 1000 EUR sondern 400 EUR (inkl. Korrektor) was schon einen Unterschied macht. Klappt es damit gar nicht (worst case), kann ich immer noch einen APO65 für 600 EUR dazukaufen ;-)

machst du genau das, was ich eigentlich mit meinem Rat, dass du dir der Brennweite bewusst werden sollst, verhindern wollte! Was genau willst du nun? 420mm beim 65Q sind kein 600mm eines 6"f/4, sind keine 750mm eines 6"f/5 und erst recht keine 900mm eines 6"f/6...

Willst du große Felder und große DSO ablichten, brauchst du ein Teleskop mit recht wenig Brennweite, also so etwas wie den 65Q. Willst du (wie du weiter oben geschrieben hast) eher Ausschnitte/Details, dann brauchst du eben mehr Brennweite wie z.B. beim 6" f/6 Newton. Natürlich steigen mit zunehmender Brennweite und größe des Teleskops/Hebels auch die Anforderungen an Montierung und Guiding. Bei 900mm als Einstieg werden die ersten "großen Erfolge" zwar etwas länger auf sich warten lassen als bei einem 65Q, aber das war´s auch schon! Mit Geduld und Spucke bekommst du das schon in den Griff, vor allem wenn du Astrofotografen in der Nähe hast, die du fragen kannst.

Aber nochmal, mach dir klar, welchen Einfluss die Brennweite auf deine machbaren Bilder hat!!

Und ganz nebenbei, das Gebastel, das Frank anspricht ist einer der Gründe, warum ich keinen Newton nutze!
 
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