Hi Sven,
neben der ganzen Technik wurde bisher wenig zum Zeitaufwand und so gut wie nix zur Himmelsqualität geschrieben.
Aus Deinen spärlichen Angaben schließe ich jetzt mal, daß Du mobil sein wirst.
Also:
- Geraffel ins Auto tragen
- zum Beobachtungsplatz fahren
- Aufbauen, Einnorden, einscheinern
- Objekt aufsuchen und scharfstellen
bis hier sind je nach Anfahrt 1-2 Stunden verbraten
- mehrere Stunden für 1 Objekt belichten
- abbauen, Geraffel zurück ins Auto und heimfahren
nochmal ne Stunde Zeitbedarf
- Akku(s) laden nicht vergessen!!!
und das ganze mehrere Tage, bis Du die notwendige Belichtungszeit für das eine Motiv im Kasten hast. In den kurzen Sommernächten mußt mehrere Nächte für 1 Motiv einrechnen und die Mondphase beachten. Wie reagiert Dein Umfeld (Familie, Freundin, Arbeitgeber...) auf so ne Zeitplanung fürs neue Hobby? Und was machst, während die Kamera stundenlang vor sich hin belichtet? Der Kamera am Laptop beim Belichten zugucken ist nicht wirklich prickelnd...
Wie ist denn Dein Himmel am Beobachtungsplatz? Kannst Du in einer mondlosen Nacht die Milchstraße sehen? Ihre Teilung im Schwan, die Schildwolke, ist die Andromedagalaxie mit blosem Auge sichtbar?
Kennst Dich denn überhaupt schon am Sternhimmel aus? Sagen Dir die Helligkeitsbezeichnungen in mag etwas? Hast ein Planetariumsprogramm, mit dem Du die Position und scheinbare Größe der Objekte bei verschiedenen Brennweiten/Kamerasensoren simulieren kannst?
Und bist Du Dir bewußt, daß neben der Belichtung vom Motiv auch noch Darks/Flats/Bias gemacht werden müssen? Bei den Flats darfst die Kamera im OAZ nicht verstellt haben. Sonst passen die Fusseln/Staubkörner (die beim mobilen Einsatz sehr leicht ins System kommen

... ) nicht zu den Lights... Auf Darks kannst bei ner DSLR verzichten, wenn Du ne genügend hohe Anzahl von Lights gedithert hast. So als Faustregel: nach 16 x dithern verschwinden die Hotpixel und auch das farbige Hintergrundmuster, wenn der Ditherradius stimmt und Du in DSS "Median Kappa Sigma Clipping" einstellst...
Wenn Du z.B. 8 Stunden auf ein Motiv gehalten hast, kannst auch noch mal so viel Zeit für die Bildbearbeitung zu Hause einrechnen, manchmal auch das doppelte oder 3-fache...