Immer teurer und teurer...

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Du weisst aber schon, dass 420,- auf 700,- in 12J. eine Preissteigerung von 5.6% pro Jahr sind? Findest du das in Ordnung?
von 420 NP auf 829 NP muss es lauten, satte 97% Preistreiberei!

Das gemeine daran ist, dass die Gebrauchtpreise einfach so mit ziehen mit den NP.

Du weißt aber schon, das 12 Jahre nicht gerade vorgestern war?
Ja, das war denke ich vor 12 Jahren und nicht vorgstern oder?

Gruß
Lothar
 
Das gemeine daran ist, dass die Gebrauchtpreise einfach so mit ziehen mit den NP.

Hallo Lothar,
was ist denn daran gemein?
Warum sollten denn auf dem Gebrauchtmarkt andere Gesetze gelten, als im normalen Handel?

Angebot und Nachfrage sind immer noch die Hauptfaktoren für die Preisbildung.

Wie würde das denn aussehen, wenn Du Dein Okular, das Du einst für € 420 erstanden hast, verkaufen würdest?
Würdest Du es heute für die nach 12 Jahren üblichen 60% hergeben? Also für rund € 250 ?
Obwohl Du genau weißt, dass Interessenten Schlange stehen, die Dir sofort das Doppelte geben würden? Oder mehr?

Niemand ist gemein, nur weil er die Marktsituation kennt.
Niemand ist gemein, wenn er das verlangt, was aktuell bezahlt wird.
Niemand ist gemein, wenn er einen Vorteil, der sich bietet, auch nutzt.

OK, die aktuelle Preisentwicklung ist alles andere als schön.
Aber sie ist, wie sie ist.
Ob wir uns darüber aufregen, oder nicht.


CS

Dietmar
 
Hallo!
Man hört in letzter Zeit häufiger Zweifel an der Höhe der Inflationsratenangabe, wie wir sie aus den Nachrichten kennen. Die Berechnung ist auch durchaus nicht so einfach und dann auch noch sicher zu stellen, dass die angegebene Rate mit der vorherigen auch vergleichbar ist, ist in einer Zeit, in der sich alles so schnell ändert bestimmt eine echte Herausforderung.
Wie man ja weiß ist die Grundlage der Berechnung ein standardisierter Warenkorb in den das Statistische Bundesamt eine Reihe von Produkten legt, die für den Bevölkerungsdurchschnitt als bedeutsam angenommen werden. Dabei werden die Waren und Dienstleistungen in Kategorien eingeteilt, die dann nochmals nach ihrer angenommenen Wichtigkeit gewichtet werden. Manche Einzelpreise oder Kategorien stechen da schon mal heraus, während man andere, die preisstabil geblieben sind, gar nicht so wahr nimmt - oder umgekehrt. Über diese Zusammensetzung kann man natürlich trefflich streiten. Wer Photovoltaik und Erdwärme nutzt, wird von den Energiepreisen nicht so sehr getroffen. Wer auf dem Lande lebt und täglich mit dem Auto zur Arbeit fahren muss, dem geht die Gewichtung des Kraftstoffpreises nicht weit genug um seine Lebenswirklichkeit abzubilden.
Man kann sich den Warenkorb in seiner Zusammensetzung und der aktuellen Bewertung im Preis-Kaleidoskop des Statistischen Bundesamtes ansehen und findet dort auch weiterführende Informationen. Vielleicht möchte der eine oder andere aber die Sache doch einmal selbst nachlesen, bevor man sich hier einer Verschwörungstheorie anschließt.

Den Astromarkt empfand ich schon immer als besonders unberechenbar. Ich habe das immer darauf geschoben, dass die Hersteller nur relativ geringe Mengen absetzen können. Der Markt ist eher klein und hat man in diesem Jahr noch eine günstige Quelle für spezielle Materialien oder Teilprodukte gefunden, kann das im nächsten Jahr schon ganz anders aussehen. Große Industrien wie der Fahrzeugbau können diesen Umstände viel leichter kontrollieren.
Wenn die Welt also verrückt spielt, dann drehen die Astro-Preise umgehend mit durch. Und derzeit einen einzigen Schuldigen dafür verantwortlich machen zu wollen ist doch unmöglich. Rohstoff-, Transport- und Energiepreise spielen doch mindestens durch Pandemie und Krieg verrückt. Da muss man nun durch und im Extremfall eben ein Vielfaches eines historischen Preises zahlen, wenn man denn nun gar nicht drauf verzichten kann.
Und dass die Gebrauchtwarenpreise dem dann folgen ist doch auch klar. Hochwertige Astro-Produkte (wie Okulare) werden mit der Zeit kaum schlechter und wenn der Neupreis dann so heftig steigt, dann steigen auch sie im Wert, weil es den Nachfragern ja fast egal ist, ob sie Neu- oder Gebrauchtwaren bekommen. Dabei ist keiner der Marktteilnehmer ja irgendwie böse oder niederträchtig. Man muss das einfach etwas nüchterner sehen, finde ich.

Gruß
Sebastian
 
Wenn auf Grund hoher Preise zu viele das Hobby aufgeben, merken die Hersteller/Händler das dann natürlich irgendwann auch und werden (hoffentlich) entsprechende Anpassungen vornehmen.
Nein so funktioniert das nicht :D
Die Händler erhöhen ja nicht die Preise aus Spass oder Habgier. Im Gegenteil, würden sie es lieber vermeiden die Preise zu erhöhen, da sie dann Kunden verlieren. Sie sind gezwungen die Preise zu erhöhen, um noch wirtschaftlich zu sein. Wie sollen sie sonst Ihre eigenen gestiegenen Mietkosten, Strompreise etc. bezahlen? Ausserdem steigen auch die Rohstoffpreise. Allein das genügt damit die Endproduktpreise steigen.

LG, Daniel
 
Zuletzt bearbeitet:
Man hört in letzter Zeit häufiger Zweifel an der Höhe der Inflationsratenangabe, wie wir sie aus den Nachrichten kennen. Die Berechnung ist auch durchaus nicht so einfach
Das interessiert doch niemanden. Die "Berechnung". Weil es niemand glaubt, bis ein paar hoffnungslos staatsgläubige die in ihrer Utopie leben.

Glaube nur der Statistik die du selber gefälscht hast.. ;)

CS
 
Das interessiert doch niemanden. Die "Berechnung". Weil es niemand glaubt, bis ein paar hoffnungslos staatsgläubige die in ihrer Utopie leben.

Also ich glaub dem schon...

Was ich allerdings bezweifele ist, das eine Preisteigerung von 420Euro auf 700 Euro in 12 Jahren einer (durchschnittlichen) jährlichen Preissteigerung von ca. 5,6% entspricht.

Nichts für ungut.
Gruß Horst
 
Die Händler erhöhen ja nicht die Preise aus Spass oder Habgier. Im Gegenteil, würden sie es lieber vermeiden die Preise zu erhöhen, da sie dann Kunden verlieren. Sie sind gezwungen die Preise zu erhöhen, um noch wirtschaftlich zu sein. Wie sollen sie sonst Ihre eigenen gestiegenen Mietkosten, Strompreise etc. bezahlen? Ausserdem steigen auch die Rohstoffpreise. Allein das genügt damit die Endproduktpreise steigen.
Naja - es mehren sich die Anzeichen das in vielen Branchen nicht nur die Preissteigerungen weitergegeben werden. Die Unternehmen nutzen die Gelegenheit um mit der Begründung "Inflation/Rohstoffpreise/Energiekosten" auch "echte" Preiserhöhungen (und damit Gewinnsteigerungen) durchzusetzen.
Und gerade (und leider nicht nur) im Astrobereich gibt es ja aktuell außerdem noch erhebliche Lieferprobleme/-zeiten. Mit höheren Preisen verliert man aktuell kaum Kunden - weil die Hälfte des Sortiments eh nicht lieferbar ist. Man kann also durchaus höhere Preise verlangen ohne den "Durchsatz" an Produkten zu beeinträchtigen.
Und natürlich müssen die Händler auch anders kalkulieren. Wenn Produkte mit denen üblicherweise ein hoher Umsatz (und Gewinn) gemacht wird über Monate nicht lieferbar sind muss dieser Umsatzausfall halt durch andere Produkte (und/oder höhere Preise) kompensiert werden. Außerdem sind die Händler keine Hobbyisten sondern Unternehmen die durchaus gewinnorientiert arbeiten. Hohe Nachfrage (auch durch die Corona-Situation und die damit verbundene Wiedererstarkung "häuslicher" Hobbies), geringe Produktverfügbarkeit... Das ist eine gute Möglichkeit die Preise zu erhöhen und den Gewinn zu "optimieren". Insbesondere in einem Markt in dem sich nur wenige Anbieter tummeln und der Wettbewerb bei den Preisen überschaubar ist. Gelegentlich kann man auch den mangelnden Lagerbestand des Wettbewerbs nutzen um höhere Preise durchzusetzen.... Völlig normal und nachvollziehbar und in unserem Wirtschafts- und Gesellschaftssystem auch moralisch durchaus vertretbar.

Ciao, Udo
 
Naja - es mehren sich die Anzeichen das in vielen Branchen nicht nur die Preissteigerungen weitergegeben werden. Die Unternehmen nutzen die Gelegenheit um mit der Begründung "Inflation/Rohstoffpreise/Energiekosten" auch "echte" Preiserhöhungen (und damit Gewinnsteigerungen) durchzusetzen.
Eine Aussage in diesem Forum ist meistens pauschal, sonst würde es doch sehr ausarten. Ausnahmen und schwarze Schafe wird es immer geben. Davon sprechen wir nicht. Eine Preiserhöhung über dem Marktdurchschnitt muss man sich erst einmal leisten können..

Das ist eine gute Möglichkeit die Preise zu erhöhen und den Gewinn zu "optimieren".
Wie gesagt, die Händler haben auch höhere Kosten. Steigende Mieten, Energiekosten, Einkaufspreise etc. Da ist kein "Gewinn optimieren".
Ich glaube nicht, dass die bekannten Astrohändler seit ein paar Monaten (plötzlich) satte Gewinne einfahren. Das entbehrt jeglicher Grundlage.
(..ausser die Mineralölkonzerne und ein paar wenige Kriesengewinner wie Rüstungsindustrie, Kohlekraftwerke usw.)

Wie hier bereits richtig bemerkt wurde sind Astronomieartikel Luxusgüter. Letztere werden in Kriesenzeiten + Inflation von Endverbraucher-Einkaufslisten zuerst gestrichen.

LG, Daniel
 
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Mein Beileid..

Was ich allerdings bezweifele ist, das eine Preisteigerung von 420Euro auf 700 Euro in 12 Jahren einer (durchschnittlichen) jährlichen Preissteigerung von ca. 5,6% entspricht.
Habe ich mich verrechnet? 420,- bis 700,- Eur. ergibt auf meinem Taschenrechner eine Erhöhung um 67%
67% / 12Jahre = 5,583% (pro Jahr)

(Vom Zinseszins abgesehen. Und wahrscheinlich ist der Zinssatz nicht jedes Jahr der selbe. Aber wir wollen hier keine Haare spalten Herr Professor..)

Nichts für ungut..

CS, Daniel
 
Hm. Ok. Rechnet man jedes Jahr vom jeweils erhöhten Betrag 5,6% dazu sollte folgendes rauskommen:

Bildschirmfoto 2022-06-26 um 20.37.56.png


Was aber für einen weiterhin vergnüglichen Abend völlig unerheblich ist... :D

lg
Niki
 
Hm. Ok. Rechnet man jedes Jahr vom jeweils erhöhten Betrag 5,6% dazu sollte folgendes rauskommen
Ich hatte geschrieben, dass der Zinsbetrag wahrscheinlich nicht jedes Jahr der selbe ist. Hast du wahrscheinlich überlesen.
Wahrscheinlich sind die 5,6% nur der Durchschnittliche Zinssatz. Ich hole deswegen jetzt nicht das Mathebuch heraus.
Ausserdem hast du den Zinseszins berücksichtigt..
Ich könnte genauso gut fragen wer seit 2010 bis heute eine Gehaltserhöhung um 67% hatte.
Das Fazit ist jedenfalls, dass die Löhne mit der Inflation nicht mithalten. Sonst hätte niemand ein Problem mit der Inflation..

Viel Spass noch mit Excel :coffee:

LG, Daniel
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich hatte geschrieben, dass der Zinsbetrag wahrscheinlich nicht jedes Jahr der selbe ist. Hast du wahrscheinlich überlesen.
Nö. Aber ich habe ihn trotzdem zum Rechnen so gelassen, um zu sehen was rauskommt.

Heißt am Mac übrigens "Numbers". ;)
Musst aber nicht sarkastisch werden, nur weil ich etwas ausrechne.

lg
Niki
 
Hm. Ok. Rechnet man jedes Jahr vom jeweils erhöhten Betrag 5,6% dazu sollte folgendes rauskommen:

[IMG width="266px" alt="Bildschirmfoto 2022-06-26 um 20.37.56.png"]https://forum.astronomie.de/attachments/bildschirmfoto-2022-06-26-um-20-37-56-png.265438/[/IMG]
Hallo Niki,

Deine Rechnung (mit Zinseszins) ist richtig. Allerdings hast Du 13 Jahre gerechnet. Nach 12 Jahren sind es 807,64 €. Wenn man den durschmittlichen Zins p.a. berechnen möchte, muss man auch den Zinseszins berücksichtigen. Die Inflation wid auch jährlich berechnet und die berechneten Preise über mehrere Jahre beinhalten somit auch den Zinseszins.

Wenn man den jährlichen Zins (mit Zinseszinsen) für das genannte Beispiel (420 -> 700 in 12 Jahren) berechnet, kommt man auf 4,35 % p.a. Unterschiedliche Zinssätze pro Jahr können das Ergebnis in die eine oder in die andere Richtung beeinflussen. Allerdings war das hier nicht die Frage, es ging ja um EINEN Durchschnittszins.

Freundliche Grüße
Christian
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich hoffe ausserdem das sich die genannten Hersteller auch mal Zeit nehmen in dieses Forum zu schauen und sich einen Überblick verschaffen was die Sternenfreunde, von denen sie nämlich abhängig sind , von dieser stetigen mysteriösen Preistreiberei halten...es ist richtig das man seinen Unmut darüber ab und zu Luft verschafft..nur so wird man erhört werden...Gruß Olaf

Sind Sie abhängig?
 
Wie ein Junkie von der Nadel sicherlich nicht..für wen wenn nicht wir wird das ganze Astrogedöns denn hergestellt ? Grüße Olaf
 
Die visuellen Sternfreunde werden wohl Astronomische Beobachtungsgenossenschaften bilden, angesichts der Preisspirale.
Sind eigentlich die Kosten für das Mieten eines Remote-Teleskop in den letzten Monaten auch signifikant gestiegen?
Und wieso sinken die Preise auf dem Schwarzmarkt nicht, wenn der Sternen-Stoff doch mit Starlink gestreckt ist?
 
Ich könnte genauso gut fragen wer seit 2010 bis heute eine Gehaltserhöhung um 67% hatte.
Ich. Wobei das nicht ganz stimmt: es war mehr.

Soviel zu allgemeinen Angaben, Vorstellungen, Unterstellungen. Was beweist das Beispiel? Nichts. Genausowenig wie der Großteil der vorgebrachten "Ich-muß-jetzt-aber-jammern"-Beiträge. Merke: Die Wahrheit ist konkret.

Schönen Gruß

Hans
 
Hi,
Na, das hat dir doch bestimmt grosse Freude bereitet, uns allen das hier mitzuteilen :)

Und es erinnert mich grad an was:

(Leider gilt auch hierfür, entfernt wegen fehlender Urheberrechte)

Aufgenommen während d. Wahlkampfes 2013.
Für die Moderation: Bild habe ich geschossen. Aber die eigentliche kreativen Rechte liegen natürlich bei dem unbekannten Sprayer :cool:

:LOL::LOL:

-cb
 
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