Interstellarum wird eingestellt?

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Herzlichen Glückwunsch zu diesem Erfolg, ich hätte es wirklich nicht für möglich gehalten.

Mich würde primär interessieren, ob die versprochene Umfrage zu den Wünschen der Leser nun tatsächlich noch kommen wird, oder ob ihr eher eine Umfrage unter den Händlern und Herstellern plant, welche ja eure eigentlichen Retter sind.

Grüsse Jochen
 
Hallo Jochen,
eine richtige Umfrage zu erstellen kann sehr aufwendig sein. Am Samstag war ja erst das Ende der Aktion, gib den Jungs ein wenig Zeit.

CS
Stefan
 
Hi Klaus,
komm, wenn man das liest

"ganz herzlich bei all jenen Astronomie.de-Mitgliedern bedanken, die uns unterstützt haben und in den Foren verteidigt haben"

könnte man schon raushören, dass alle Kritiker, die sich über die Gründe Gedanken machten, da eher nicht bedankt werden, oder?

Gruß
Thorsten
 
hallo,

ich denk das ist einfach menschlich, das sehe ich überall in allen Bereichen, und schliesse mich dabei selber ein: Kaum unternimmt man was, kommen schon andere die wissen wie's besser geht. Auch die Astroszene ist ein Sack bunter Flöhe, die einen so und die anderen so, und man kann es niemals allen recht machen. Und wie erst, wenn Schiffbruch droht.

Interstellarum und Oculum fliegen jezt wie Phönix aus der Asche, ich denke dass Ronald&Co sehr wohl mit grossen Ohren mitgelesen und konstruktive Kritik aufgenommen haben, und ihre Schlüsse für die Zukunft ziehen. Es ist ein ungewisses Meer, und neben Geschick muss man eine Portion Glück haben damit man ankommt. Das wünsche ich nun von Herzen, für sehr viele - und besonders Neueinsteiger - sind die Arbeiten aus dem Oculum Verlag eine wesentliche Bereicherung. Schön dass es weitergeht!

lg Tommy
 
Self fullfilling prophecy.
Das ist etwas was sich erfüllt weil man er herbeiredet.
Viele machen sich nicht bewusst das Kritik nur bis zu einem bestimmten Punkt konstruktiv ist.
Dagegen zu sprechen gibt den Kritikern aber das Gefühl mundtot gemacht zu werden.
Schwieriges Thema.
Bin jedoch froh das nicht allzu viele auf den negativ Zug aufgesprungen sind.
Denn nur deshalb kann Interstellarum fortbestehen.
 
Hi Thorsten,

>
"ganz herzlich bei all jenen Astronomie.de-Mitgliedern bedanken, die uns unterstützt haben und in den Foren verteidigt haben"

könnte man schon raushören, dass alle Kritiker, die sich über die Gründe Gedanken machten, da eher nicht bedankt werden, oder?
>

Mir ist absolut schleierhaft, wie Du aus dem ersten Satz den zweiten folgern kannst. Wenn man sich bei "Verteidigern" bedankt hat man sich doch nicht automatisch bei allen Kritikern "nicht bedankt". Vielleicht ist hier der Unterschied zwischen hinreichender und notwendiger Bedingung nicht klar?

Für mich ist das ein super Beispiel für ne typisch negative Haltung: jede kleine Unstimmigkeit wird zum Nachteil ausgelegt ohne zu fragen was denn für Ursachen dahinter stecken oder einfach zu akzeptieren, dass manchmal was einfach nicht zu 100% funktioniert sondern nur zu 90%.

Es gibt nen schönen Spruch von Harald Kostial: wer was erreichen will sucht Lösungen, wer was verhindern will sucht Argumente.

Vielleicht ists auch einfach nur Wichtigtuerei. Vielleicht auch nur Unsympahtie Ronald Stoyan gegenüber. Im letzten Fall würde ich mir wünschen, dass gewisse Kollegen hier einfach ehrlich sagen: Interstellarum find ich Mist, kauf ich nicht - Ende. Und nicht andauernd mit an den Haaren herbeizogenen Argumenten und unbewiesenen Spekulationen ein Projekt und die Personen dahinter in Veruf bringen.

Naja, es hat sich ja glücklicherweise gezeigt, dass das Projekt auch ohne vereinzelte Stenkerer funktioniert. Die Realität ist einfach, das Interstellarum von vielen geschätzt und unterstützt wird, und nicht das, was sich Einzelne in Foren als Realität zurechtbiegen.

Grüßlis

Klaus
 
Hallo Klaus,

Dein Kommentar ist wieder mal ein typischen Beispiel für diese unerträgliche doktrienhafte Schwarz-Weiß-Malerei.
Sicher ist es immer einfacher, Argumente gegen eine Sache zu finden als nach Lösungen dafür zu suchen.
Interstellarum hat uns alle hier im Forum und anderswo um Hilfe gebeten, allerdings zu keiner Zeit ohne den gewissen Unterton "wir haben bis jetzt alles richtig gemacht und haben nicht wirklich vor, etwas zu ändern". Das hat viele hier, die helfen wollten und sicher auch mehr oder weniger konstruktive Kritik geäußert haben, sicherlich verärgert. Und jetzt werden sie von Dir als Wichtigtuer und Stänkerer hingestellt. Herzlichen Glückwunsch zu dieser Einschätzung.

Ich bin keiner von denen, die mit einer rosaroten Brille durchs Leben laufen und hinterfrage solche Hilfeanfragen gerne. Am Ende möchte ich nämlich nicht zu denen zu zählen, die sich nach dem neu abgeschlossenen Abo die Augen reiben und sich fragen: Wer bezahlt eigentlich meinen Gutschein, den ich mit dem Abo erworben habe? Haben die Händler und Hersteller ihre Zusagen vielleicht doch eher gegeben und versprochen gegen Ende der Vorstellung auf die Bühne zu springen, damit sich die Demutgemeinde hier weiter fleißig Abos abschließt. Das wäre doch clever, oder? Für mich wäre das ein bisschen zu "dreist clever" und deshalb kaufe ich mir die Zeitschrift in Zukunft lieber am Kiosk, wenn sie mir gefällt.

Lieber Tommy,
Deinen Kommentar fand ich sehr treffend, glaube nach den Dankesworten von Ronald Stoyan auf der Startnextseite aber nicht wirklich an die von dir angesprochene Kritikfähigkeit. Er hat sich seine Worte sehr wohl überlegt und das Wort "Verteidiger" ist ein dezidierter Seitenhieb gegen alle Kritiker. Natürlich wird das jede Seite wieder im ihrem eigenen Sinne interpretieren - wie man ja gut an den letzten Kommentaren sieht :/

Viele Grüße

Rene
 
hallo Rene,

ja, ich weiss was du meinst. Ich bin ein Verteidiger nicht weil ich alles gut heisse an Interstellarum, sondern weil ich es schlimm fände wenn es das und den Verlag gar nicht mehr gäbe. Pro und kontra abgewogen, ist das Pendel bei mir ganz stark auf der pro Seite. Jetzt haben sie ihre Chance, und ich hoffe sie nutzen diese und starten mach dem Bauchfleck mit neuem Input durch. Diese Chance kommt nicht wieder denke ich. Ich helfe mit Abo und nicht mit Kiosk Kauf, weil da bleibt ihnen mehr in der Kassa. Darum gings ja. Aber das wird jeder halten wie er will.

lg Tommy
PS: Unsere Firma unterstützt und wirbt auch in IS, aber das ist meine rein private Meinung. Tät ich genau so, wenn ich nicht bei Lajos wäre.
 
Hallo Rene,

ich möchte mal hinwerfen, dass die Danksagung schon eine interessante Sache ist. Irgendwie wird da der Dank an jene Abonnenten vergessen, die schon seit langer Zeit IS die Treue gehalten haben.
Dann gleich das Mahnwesen in eine Danksagung zu übernehmen und im Rundumschlag noch die erhaltenen Kündigungen zu brandmarken, halte ich für unpassend. (Bekommen wir noch eine Namensliste - Ich meine wenn unprofessionell, dann doch bitte konsequent unprofessionell!)
Dann schauen wir doch mal, wie viele von den Dankgesagten auch länger als ein Jahr dabei bleiben. Ich find's jedenfalls blöd, die Bestandskunden sichtbar zu schneiden.
Das mit der Kritik hatten wir schon. Verteidigen statt aufgreifen. Hm. Die machen's dem Bestandskunden schon schwer.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Tommy,

Du wärst ein guter Moderator und Deine Kommentare zu solchen Themen haben immer viel Gewicht (finde ich).
Ich glaube nicht, dass auch nur irgend jemand ansatzsweise dankt, Du könntest im Sinne Deines Arbeitgebers schreiben.
Mir ging diese Lagerbildung und die Versuche von beiden Seiten, die "Gegenseite" mundtot zu machen, ziemlich auf den Zünder. So gehen nämlich die wirklich konstruktiven Vorschläge unter.

Hallo Sven,
Zitat von Sven_Wienstein:
... dann gleich das Mahnwesen in eine Danksagung zu übernehmen und im Rundumschlag noch die erhaltenen Kündigungen zu brandmarken, halte ich für unpassend ... Ich find's jedenfalls blöd, die Bestandskunden sichtbar zu schneiden. ... Hm. Die machen's dem Bestandskunden schon schwer.
Das stimmt. Leider. Dieses Gefühl hatte ich seit Anbeginn dieser Aktion. Warum wurden wir Abonnenten zweimal angemahnt, unsere Beiträge auch für künftige Ausgaben eines Abonnements zu zahlen, das mit ungewissem Ausgang ausgesetzt ist? Wie sehr sollte uns das beruhigen, dass dabei beteuert wurde, dass der Verlag liquide genug ist. Das war sicher ein Grund für die benannten 130 Kündigungen und 200 Nichtzahler. Ich schätze, es hätten in dieser Situation deutlich weniger gekündigt, wenn Ronald Stoyan und Co. einfach die Abonnements ruhend gestellt hätten und nicht strikt auf die Bezahlung offener Beträge für künftige Ausgaben gedrungen hätten. Aber so ist es nun mal. Außerdem ist ja dank der deutlich höheren Neuabschlüsse alles gut gegangen. Die Zeitschrift wird es weiter geben und Vertrauen kann man zurück gewinnen. Es ist nur schade um die Chance, die dabei verspielt wurde. Vorne Bauen und mit dem Hintern einreißen ...

Beste Grüße

Rene
 
Genau das war für mich der Grund zu kündigen!!
Ich zahl dich nicht Geld an jemanden der offensichtlich pleite ist, auch wenn er sagt, dass man ggf sein Geld wieder bekäme.

Das ist so, als wenn sich mein Sohn Geld "leiht"... Das ist in der Regel auch eher ne Dauerleihgabe ;)

Wenn der Verlag wieder stabil ist, und ich ein paar Ausgaben am Kiosk erstanden und für "gut" befunden habe werde ich über ein neues Abo nachdenken.

Aber irgendwie ist das (vor allem auch öffentliche) Kundenmanagement so, wie ich das in meiner Firma NIE tolerieren würde.
Mir tun vor allem die betroffenen Mitarbeiter leid, außerhalb der Geschäftsführung.
Denen (!!) drücke ich die Daumen.

Gruß
Ernie
 
Die Neukunden von Heute sind die Bestandskunden von Morgen :-)

Da man ja leider nicht bereit ist Fehler einzugestehen um die ursächlichen Gründe für die Misere konstruktiv anzugehen sehe ich nach wie vor Schwarz.

Das Eigentliche Crowdfunding ist aus meiner Sicht klar gescheitert, mit der anvisierten Zielgruppe konnte man nur etwa 2/3 des benötigten Geldes zusammenbringen.

De Facto wurde IS nun von den Händlern und Herstellern aufgekauft und übernommen.
Die haben wahrscheinlich auch kein Problem damit weitere Gelder zuzuschiessen, sollten die Abozahlen wieder einbrechen.
Ein Werbeblättchen mit dem Touch einer freien unabhängigen Zeitschrift ist ja eigentlich auch unbezahlbar ;-)

Grüsse Jochen
 
Hi Sven,

Deinen Kritikpunkt mit den bisherigen Abonnenten kann ich verstehen.

Man kann das ganze aber auch so interpretieren:

>
Wir möchten uns heute sehr herzlich bei den 1163 Menschen bedanken, die dieses Ergebnis möglich gemacht haben:
>
Das heisst für mich dass an dieser Stelle denen gedankt wird die am Crowdfunding mitgemacht haben - rein logisch gesehen sind die bisherigen Abonnenten da einfach nicht dabei also wird an dieser Stelle auch keiner geschnitten.

OK, schöner wärs gewesen wenns so gelaufen wäre wie Du gesagt hast. Aber warum ist das jetzt so wichtig?

Mir fällt dazu dieser Vergleich ein:

Amerikanische Sichtweise:

"Ey super, Ihr habt die Kampagne geschafft, das Projekt läuft weiter - große Klasse. Wenn Ihr jetzt noch das und das und das macht (ich kann Euch meinen Post dazu gern nochmal zukommen lassen) isses Perfekt!"

Deutsche Sichtweise:

"Ey Mist, Ihr habt Euer Ziel zwar grundsätzlich erreicht, aber das und das und das fehlt noch. Hab ich schon 100 mal gesagt, und Ihr wollts einfach nicht kapieren. Ihr seid echte Looser"

>
(Bekommen wir noch eine Namensliste - Ich meine wenn unprofessionell, dann doch bitte konsequent unprofessionell!)
>

Und was ist an dieser Polemik professionell? ;)



Grüßlis

Klaus



 
Halllo Kai,

Zitat von Schlauchboot:
Gibt es ein Gen bei den Deutschen, das die Menschen veranlasst, zwanghaft an Allem rumzunörgeln
nein. Aber schönreden hat noch nie geholfen. Es gibt Menschen, die sind unbelehrbar, beratungsresistent und akzeptieren nur ein Meinung - ihre eigene. Ob Hr. Stoyan dazugehört weiß ich nicht, da ich ihn nicht kenne.

Die Sache ist so:

Zitat von Kerste:
Interstellarum hat laut Mediadaten (PDF) 3000 Abonnenten und 3500 Kioskkäufer
Die Abonnenten sind, laut RS, zufrieden. Logisch, sonst wären sie keine Abonnenten.

Kioskkäufer -wie ich- sind, wie man aus den Foren herauslesen kann, Gelegenheitskäufer. Wenn jeder von denen 2 Hefte pro Jahr kauft bedeutet das, daß 10000 Leser überwiegend unzufrieden sind.

Es MUSS sich also was ändern.

Und ja, ich habe ein Abo abgeschlossen, wegen des Gutscheins. Wenn mir aber weiterhin nur 2 Hefte von 6 (bzw.8) gefallen, werde ich der erste sein, der kündigt.

Gruß Uwe
 
Hallo Thorsten,

wenn man im Durchschnitt 3500 Hefte am Kiosk verkaufen will an Leute, die sich im Durchschnitt nur jedes 2. Heft kaufen, dann braucht man von solchen Leuten immerhin 7000. Wenn hingegen jeder Kiosk-Kunde jedes Heft doppelt kauft, dann kann man über nur 1750 Kiosk-Käufer monatlich 3500 Hefte absetzen.

Tatsache ist aber, dass es in eine Danksagung sicher nicht hinein gehört, sich über Kündigungen und säumige Zahler zu beschweren. Man sollte vielmehr bedauern, dass Kunden verunsichert wurden und die Hoffnung äußern, dass auch diese verlorenen Kunden ihr Vertrauen zurückgewinnen, wenn das neue Heft... naja, am Kiosk liegt, nicht wahr? Anders wird man diese Kunden nämlich kaum von den Qualitäten des Relaunch überzeugen können.

Ich finde da ist nichts polemisches dabei, wenn ich feststelle, dass dies mein Geschmacksempfinden stört. Da bin ich auch nur das Echo.
Und übrigens: Ich bin einer von denen, die nicht gekündigt haben und bei denen noch Heftlieferungen ausstehen. Ich habe da also ein Guthaben. Und meine Freude über einen Relaunch ist genau deshalb so verhalten, weil ich mir als Bestandskunde wie so eine Art Klotz am Bein für das Blatt vorkomme.

Clear Skies
Sven
 
Hallo

Für mich, der erst seit 2 Jahren Amateurastronom mit eigener Ausrüstung ist, war IS immer eine wichtige Informations- und Inspirationsquelle.
Ich freue mich das es weitergeht, und bin gespannt wie sich IS weiter entwickelt.

Zitat von y_Auriga:
Der Dank gilt bestimmt auch denen die mit konstruktiver Kritik geholfen haben aber bestimmt nicht denen die nur rumgenörgelt und ihre persönliche Abneigung gegen die Zeitung und deren Betreiber zum Ausdruck gebracht haben.
Nachdem ich dieses Thema, inkl. Formeln/Mutmaßungen und zig eigenen "Theorien", immer aufmerksam verfolgt habe, sehe ich das genau so.
So ist das eben in Internetforen. Ich bin sicher Herr Stoyan hat alles gelesen, sich aber richtigerweise nicht von allem beeindrucken lassen.

Gruß!
Michael
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Sven,

da stehst Du nicht allein da, geht mir genauso.

Mein Vorteil, mein Abo ging mit der Ausgabe 97 genau auf.

Gekündigt habe ich nicht. Das war mein (undankbarer) Beitrag zum Erhalt der Interstellarum (+10€ Aboerhöhung).

Und bzgl. säumiger Zahler, also ich bin froh, dass ich während der Crowdfunding-Aktion keine neue Beitragsrechnung bekommen habe, ich wäre auch unschlüssig gewesen, ob ich die vor Ablauf bezahlt hätte. Denn anders als die neuen Crowdfunding-Abos sind Bestandskunden nicht abgesichert gewesen, wenn der Rolladen runtergegangen wäre.

Nun hat das Interstellarum-Team ein Jahr Zeit mich vom neuen Konzept zu überzeugen.
In trockenen Tüchern ist das allerdings noch nicht, denn nur Tommy´s Beitrag bzgl. Erhaltung des Verlagsprogramms war damals der Hauptgrund warum ich nicht gekündigt habe.

CS
Volker
 
Hallo nochmal,

ich habe zuletzt von keinem gelesen, dass er sich nicht freut und denke nach wie vor, dass jeder Kommentar gerechtfertigt ist, der sachlich ist.

Die ewigen Schwarz-Weiß-Maler brauchen vielleicht eine Metapher. Ich versuche mich kurz zu fassen.
Drei Freunde - Bauarbeiter - nennen wir sie: Driver, Amigo und Stänkerer (damit wir gleich einmal Klauslis Weltbild hier einarbeiten).
Alle drei fahren jeden Tag gemeinsam auf eine Baustelle. Amigo und Stänkerer zahlen eine Kilometerpauschale - ein Jahr im Voraus versteht sich ;-). Eines Tages sagt Driver, es geht so nicht mehr weiter, er braucht ein neues Auto und einen weiteren Mitfahrer, damit es sich weiterhin für ihn rechnet. Bis er den neuen Mifahrer gewonnen hat, muss jeder selbst zur Arbeit kommen, die vorausbezahlte Kilometerpauschale gibts erst zurück, wenn er niemanden finden sollte. Hä? Na gut, egal. Wir sind ja Freunde.
Der Stänkerer denkt sich, hmm, wenns nicht so gut läuft lieber Driver, dann hätte ich ein paar Vorschläge. Lass doch die Sonderlackierung und einige Extras nächstes Mal weg. Außerdem bitte ich Dich, Deinen Fahrstil etwas zu ändern, ich wäre ohnehin bald nicht mehr mitgefahren.
Driver erwidert: Dem Ami gefällt mein Fahrstil. Was willst Du?
Bald ist ein neuer Mitfahrer gefunden. Geködert mit einem Baumarktgutschein, den Driver bei den Kreditverhandlungen mit dem Autohaus mit rausgeschlagen hat. Und hey, durch den neuen Mitfahrer sind jetzt auch wieder Sonderlackierung und Extras drin!
Endlich sitzen wieder alle im Auto. Driver ganz stolz, Scheuklappen-Ami ebenso, der Neue darf vorne sitzen und Driver bedankt sich beim Ami und dem Neuen.
Der Stänkerer sitzt nolens volens auf der Hängerkupplung und verkneift das Gesicht. Der Ami schaut nach hinten und brüllt: Nun hab Dich mal nicht so und versau uns nicht die Stimmung...Das alles ist Deutschland, und noch viel mehr


Nun waren hier einige dabei, die vorsichtig den Finger gehoben haben. Abwatschen bewirkt da genau das Gegenteil und der eine oder andere fragt sich gegebenenfalls irgendwann - wie Jochen so schön zusammengefasst hat - ob der Neue von heute irgendwann der Alte von gestern sein wird.
Um das zu verhindern und auch den Stänkerer von der Hängerkupplung zurück zu holen, bedarf es schon eines Sinneswandels und einiger Arbeit, denn sonst ist das schmucke Auto irgendwann doch nicht mehr finanzierbar. Es sei denn, dem Driver ist ohnehin egal, das bisschen Collateralschaden ist gar nicht so schlimm.

Viele Grüße

Rene
 
Na schön, was solls schon. Es geht weiter mit Interstellarum und eine ganze Menge Leute freuen sich darüber.
Denen, die einfach nicht akzeptieren wollen, dass ihre Vorschläge für eine bessere Zeitung nicht vom Verlag umgesetzt werden, kann man nur vorschlagen, die Zeitung nicht mehr zu kaufen oder sogar zu versuchen selber etwas besseres auf die Beine zu stellen. Das würde ich mir dann auch sehr gerne und mit großem Interesse ansehen.

Die Tatsache, dass ein gutes Stück der Rettungsleistung von Händlern und Sternwarten übernommen wurde finde ich weder erstaunlich, noch irgendwie verwerflich. Nachdem sich so viele Privatpersonen beteiligt haben, wollte man einen so wichtigen Kontakt zu diesen potentiellen Kunden nicht verlieren und hat sich entschlossen im Enspurt etwas kräftiger zu helfen. Ist doch ok. Wenn die IS nun eine reine Werbezeitung wird, dann kann ich immer noch kündigen. Erstmal warte ich es ab.

Und dass man den "Verteidigern" der Zeitschrift dankt, ist doch nun auch kein Verbrechen. Wer angeschlagen ist braucht eben nicht nur Kritik, sondern auch mal Zuspruch. Das wünscht sich schließlich jeder hin und wieder.

Es geht weiter und wir werden sehen was da kommt. Ich freu mich und gratuliere.

Gruß
Sebastian
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Kai,

Zitat von Schlauchboot:
Nur verstehe ich nicht, dass immer wieder gelaubt wird, dass die Interstellarum aufgrund mangelnden Zuspruchs "ins Schleudern" geraten ist. Das Gegenteil scheint der Fall.

Ach, IS ist also durch zu hohen Zuspruch der Leser ins Schleudern geraten?

Zitat von Schlauchboot:
In den Veröffentlichungen von Interstellarum wurde mehrfach darauf hingewiesen, dass der Grund des Crowdfunding-Projekts nicht eine drohende Insolvenz sei, sondern der immer größere Aufwand, das Magazin in dieser Qualität weiter zu produzieren und die daraus resultierende schlechtere Bezahlung der Mitarbeiter.

Wie, wenn nicht als drohende Insolvenz soll ich es verstehen, wenn man sagt, dass man ohne die benötigten 100.000 Euro den Laden dicht machen wird?

Ich denke jeder Mitarbeiter wusste spätestens ab seinem Einstellungsgespräch was er verdienen wird. Da er Mitarbeiter wurde hat er diese Konditionen akzeptiert.
Es gibt Millionen von Menschen in prekären Beschäftigungsverhältnissen, nicht nur bei den Printmagazinen...

Die marktgerechte Bezahlung der Mitarbeiter war ja so etwas wie das Kernthema der Aktion.
Inzwischen wissen wir, dass längst ein Teil der Belegschaft entlassen wurde - vielleicht sogar der Grossteil?
Davon erfahren wir aber erst nach Ende des erfolgreichen Crowdfundings, die Unterstützer, die dies insbesondere auch für die Jobs der Mitarbeiter getan haben sind also in den Allerwertesten gekniffen.

Wessen Gehälter werden denn nun mit den eingespielten Mitteln marktgerecht erhöht, die der Geschäftsleitung?

Zitat von Schlauchboot:
Erst, nachdem die Situation von Verlagsseite kommuniziert wurde, traten die ungefragten Kritiker hervor und begannen den Inhalt des Magazins zu bemängeln. Das war aber davor nie ein Thema. Man hat auch in den Foren nie etwas Kritisches über Interstellarum gelesen.

Weil die Leser mit den Füssen abgestimmt- sprich ihre Abo's gekündigt haben.
Als der Untergang von IS dann in den Foren thematisiert wurde haben sich einige davon zu Wort gemeldet und ihre Beweggründe für die Kündigungen artikuliert - stellvertretend für hunderte Andere.

Aber nun wird ja zum Glück alles gut :-)

Grüsse Jochen
 
Hi,

ich finde es gut, daß IS ne 2. Chance bekommt durch die Crowdfundinggeschichte.

Nicht alle, die "mit den Füßen abgestimmt" haben, sind als Abonenten oder Kioskkäufer weggebrochen, weil IS schlecht war/wurde.

Mancher hat sich vom "Querbeet-Allerweltsgucker" zum Spezialisten für irgend ein Teilgebiet weiterentwickelt und für seine kleine Nische einfach nicht genügend Interessantes gefunden, um weiter treu zu bleiben.

So ist es z.B. mir ergangen. Obwol für mein Teilgebiet so gut wie nix interessantes mehr drinn stand, hab ich sie nach wie vor jedem Einsteiger wärmstens empfohlen. Weil sie einen guten Überblick gab, was prinzipiell machbar ist.
 
Hallo Kai,

sorry, aber Deine Aussage dass man in den Foren noch nie
etwas kritisches über Interstellarum gelesen hat ist schlichtweg falsch.


Die Einführung der Themenhefte wurde z.B. mehrfach hitzig hier
diskutiert.


CS
Volker
 
Hallo Kai,

für mich hat sich der Hilferuf nach "wir brauchen Kohle um unsere Belegschaft halten und besser bezahlen zu können" angehört und nicht nach "wir haben jetzt erst mal die Belegschaft reduziert und stellen neue Leute ein wenn wir das Geld zusammenbekommen"
Für mich ist das ein ganz gravierender Unterschied.

Wenn ich IS mit einem Abo unterstützt hätte, dann nicht zuletzt auch für die bestehende Belegschaft.
Heute bin ich froh, dass ich es nicht getan habe, denn wie wir inzwischen wissen hätte es den Leuten gar nichts mehr genützt.

Ich habe nicht das Gefühl, dass hier mit offenen Karten gespielt wurde, und genau das erwarte ich eigentlich, wenn man mich schon um mein Geld bittet.

Und Du wirst doch nicht allen Ernstes behaupten, dass man Leute entlässt und sebst die Büros kündigt wenn eine Firma gesund und alles in bester Ordnung ist.

Und erzähle nicht wieder die Kioskkäufer wären an allem Schuld, auch diese Situation war von Anbeginn so gegeben und hat lange Jahre funktioniert.

Es sind massiv Leser weggebrochen, einerseits weil Print generell unter starkem Schwund durch die digitale Konkurrenz zu leiden hat, andererseits weil die Leser mit der Qualität des Produktes nicht mehr zufrieden waren.

Jochen
 
Hallo Kai,

ich glaub der Weihrauch hat gewirkt. Ein Unternehmen muss ja nicht über die Wupper gehen und zwei Finger heben, sondern es kann auch immerhin so fair sein, den Betrieb einzustellen, bevor es ins Minus rutscht. (Wobei es Deinerseits rein spekulativ ist, jedenfalls tät's mich wundern, wenn Du in Oculums Portmonee schauen könntest.)
Um mich Deiner Argumentation anschließen zu können, müsste ich glauben, dass dem IS-Team einfach nur die Lust am Fortbestand gefehlt hat. Das mag ich nun doch nicht glauben. Somit wird das mit der unruhigen Hinterachse wohl weiterhin seine Richtigkeit haben.
Um es aber mal aus meiner Sicht der Dinge zu betrachten: Ich habe als Bestandskunde immer eine Vorfreude auf die IS gehabt. Das Heft wurde für eine ruhige Stunde bereitgelegt und dann langsam durchgeblättert und nach Interesse gelesen. An der Auswahl der Objekte der Saison entschied sich oft, ob ich die Ausgabe eher positiv oder negativ sah. Mit den Erfahrungsberichten und besonders den Markt-Heften wurde ich nicht recht grün, die einleitenden Szene-Nachrichten, egal ob Raumfahrt oder anstehende Ereignisse las ich dagegen immer wieder gern.
Ich kann also nicht sagen, dass mir das Heft in allen Belangen zusagte und ich habe das auch nicht erwartet. Ich habe aber erwartet, dass Seitens IS wenigstens der Eindruck erweckt würde, man würde geäußerte Kritik zur Kenntnis nehmen. Stattdessen ist hier nachzulesen, dass ohne die Sonderlackierung noch viel weniger Leute mitgefahren wären. Das empfinde ich als ärgerlich und ich frage mich für den kommenden Juli, mit welchen Gefühlen ich die neue Ausgabe in den Händen halten werde.

Meine Erwartungshaltung als Kunde ist jedenfalls, dass sich bei IS etwas ändern sollte, was nicht einfach mit einer Umfrage nach gewünschten Inhalten erfasst werden kann. Da geht es mir um die zugrunde liegende Einstellung.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Kai,

Du siehst also keinen Grund an Aussagen zu zweifeln, das ist Dein Gutes Recht!
Ich ziehe es vor etwas differenzierter durch's Leben zu gehen und hinterfrage Dinge auch gerne.

Anfangs war ich sogar durchaus gewillt IS mit einem Abo zu unterstützen,
mit jeder weiteren Veröffentlichung von IS ist diese Lust aber kontinuierlich gesunken, bis sie schliesslich auf dem Nullpunkt war.
Das unterirdische Krisenmanagement wurde ja schon weiter oben angesprochen...

Es gibt also neue Stellenausschreibungen - schön.
Warum holt man denn nicht einfach das alte Team zurück, dass sich jahrelang unterbezahlt den Hintern aufgerissen hat.
Dass sie alle schon wieder in Beschäftigung sind schliesse ich mal aus, schliesslich kämpft die gesamte Printbranche gerade ums Überleben.
Also muss es andere Gründe geben, weshalb man auf neues Personal setzt, sich darüber Gedanken zu machen überlasse ich aber jedem selbst...

Grüsse Jochen
 
Hallo Jochen,

kann es sein, dass du dir jeden Vorgang so zurecht biegst, wie du es haben willst bzw. brauchst???

Zitat von portaball:
Warum holt man denn nicht einfach das alte Team zurück, dass sich jahrelang unterbezahlt den Hintern aufgerissen hat.
...
Also muss es andere Gründe geben, weshalb man auf neues Personal setzt, sich darüber Gedanken zu machen überlasse ich aber jedem selbst...
Würde das alte Redaktionsteam personell unverändert weitermachen, wärst du wahrscheinlich der Erste gewesen, der bezweifelt hätte, dass sich dann irgendetwas an der Konzeption von is ändert!
Ein paar personelle Änderungen bringen auch frischen Wind in eine Redaktion, eingefahrene Wege werden vielleicht/hoffentlich in Frage gestellt und neue Konzepte angeregt.

Fakt ist, dass is erst einmal weiter bestehen wird. Jetzt noch auf die Crowdfunding-Aktion einzuschlagen ist kontraproduktiv! Oder wird der Erfolg der Aktion von manchem hier als Niederlage empfunden, weil er mit seiner "Kritik" den gewünschten Misserfolg nicht verhindern konnte?

Warum wird der Neustart in den Dreck gezogen, bevor das Ergebnis bekannt ist? Warten wir doch mal die ersten 2 oder 3 neuen Ausgaben ab. Dann ist der richtige Zeitpunkt für ein erstes Fazit - vorher nicht!

CS
Michael
 
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Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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