Intes MN sind wohl schwer zu finden...

Neuge

Aktives Mitglied
Hallo Leute.

habs zwar schon in s blaue Forum geschrieben aber da lesen ja nicht alle mit.

Ich bin ja schon ein paar Jahre auf der Suche nach einem Intes MN61, MN66 oder auch einem MN68. Wobei der MN68 schon recht lang ist.
Diese Teleskope wurden vor 2020 immer mal angeboten, aber seit dem scheinen sie wie vom Erdboden verschluckt.
Natürlich weiß ich, dass die Dinger begehrt sind, aber das waren sie auch schon vor 2020 und mir geht nicht so recht in den Kopf, wieso man da keine mehr finden kann.
Einzig in UK werden welche angeboten. Aber aktuell 1200 Pfund plus Zoll und Versand, sind da echt ein wenig zu viel des Guten. Es gibt auf eBay sogar einen MN87 im Angebot, natürlich ebenfalls aus UK. Aber über 3000 Euro sind auch hier einfach nur Wucher. Zumal die Dinger unzerlegt wohl nie heil ankommen würden.
Auch bei uns im Astroverein kennt man die Teleskope als sehr zuverlässig und gut. Aber niemand hat je eins besessen. Habe selbst einen MN56 und einen MK66. Beides gute Teleskope, wobei der MK66 beim Kontrast im Vergleich zum MN56 absolut verliert. Was meint ihr, hat man da eine reale Chance, so einen noch mal in die Hand zu bekommen ?



Tino
 
Hallo Tino,

Fernrohre mit erstklassigen Optiken haben ihren Preis, v.a. dann wenn diese nicht mehr produziert bzw. durch Handelsbeschränkungen ausgebremst werden. Es gibt alternativ beispielsweise einen etwas größeren Intes Micro 809 mit offenbar sehr guter Optik hier im Bieteforum. Einfach dort mal reinschauen.;)

Viele Grüße
Werner
 
Hallo,
interessant, auch wenn kein Intes, könnte der SW MN 190 sein. Wenn die Optik gut ist, was sich vorab testen lässt, hat man fast einen 8 Zöller. Wird auch gebraucht angeboten.

Grüße
Martin
 
Hallo Tino,
für 22,5% Courtage und Maklerprovision könnte ich Dir einen Intes MK 69 PhotoMak vermitteln. ;)
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Na gut, ausnahmsweise verrate ich ihn Dir auch ohne Provision. :LOL:


Aber falls Du zufällig einen Überschuss an Dual-Adaptern hättest (eine Seite 1* Außengewinde + 1*Innengewinde), nehme ich gerne ein oder zwei davon.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo. Also den MK69 habe ich natürlich im Blick, ist aber eben kein Mak Newton und hat eben bauartbedingt eine recht große Abschattung. Er ist somit für visuelle Beobachtung nicht wirklich geeignet.
Der 190er Skywatcher ist mir schon wieder viel zu groß und zu schwer. ein 6" Mak Newton wäre schon mein Wunsch. Es wird auch aktuell ein MN68 angeboten, welcher aber eigentlich auch schon wieder zu groß bzw. zu lang ist. Werde wohl den Markt beobachten müssen.

Tino
 
Aber was ist denn jetzt mit meiner Maklerprovision? ;)

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Na gut, weil Du es bist.

Auf eBay Polen gibt es noch einige Intes

>> Da ist auch ein MN66 mit dabei. <<

(Wäre mit eBay Käuferschutz abgesichert.)


Oder halt noch weiter back to the source und
Интес телескоп (Intes Teleskop auf kyrillisch)
bei
avito.ru (eBay Russland)
eingeben.
Allerdings konnte ich von meinem Gerät dort keine Suche auslösen. (Russische Firewall?)

Astronomisches Gerät aus Russland importieren statt immer nur aus China, das wäre doch wirklich Mal was Neues! Du darfst nur keine Angst haben, dass Du Dein Geld nicht wieder siehst. :p
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich weiß nicht was du mir mit deinen Beiträgen vermitteln willst.
Ich hab explizit nach MN also Maksutov Newton gesucht. Dein Link führt zwar zu eBay aber nicht zu einem Intes aus Polen.
Lies bitte meine Beiträge bevor du antwortest. Dann schreiben wir nicht alles doppelt und dreifach.

Tino
 
Hallo Tino,

ich hatte ein Intes MN56 und ein Intes M809 ist gerade erst an einen lieben Sternfreund hier aus dem Forum gewechselt.

Es sind hervorragende Optiken.

Bitte sei nur vorsichtig bei Versand: der Spiegel ist nur mit wenigen Schrauben befestigt und würde DHL und Co sicher nicht überstehen. Daher unbedingt abholen und wie rohe Eier transportieren.

Über die Qualität der Optiken gibt es im Nachbarforum einen sehr schönen Thread- den kennst Du ja bestens.

Die Maksutov Newton kommen an Apos ähnlicher Öffnung hinsichtlich ihrer optischen Qualität sehr nahe. Nur bedarf es einer ordentlichen Montierung wegen Gewicht und vor allem Angriffsfläche für Wind.

CS Thomas
 
Ich weiß nicht was du mir mit deinen Beiträgen vermitteln willst.
Ich hab explizit nach MN also Maksutov Newton gesucht. Dein Link führt zwar zu eBay aber nicht zu einem Intes aus Polen.
Lies bitte meine Beiträge bevor du antwortest. Dann schreiben wir nicht alles doppelt und dreifach.

Tino
Ich schätze es war ein nicht sehr gelungener Versuch eines Spoilers

Sowas geht auch bedeutend schicker mit unserer Forensoftware:

IMG_20260204_190642.jpg

Gruß Horst
 
Nur um einem eventuellen Missverständnis vorzubeugen.

In meinem Link ist (Stand jetzt) ein Intes MN66 enthalten. Er steht auf Deiner Liste der gesuchten Modelle. Es ist der 7. von oben.

Dieser.

1000003002.jpg


Gruß
 
Dieses Teleskop hatte ich schon in meinem ersten Post beschrieben. Es ist auch nicht in Polen sondern in UK.
Zu den ca 1600 Euro kommen noch mal 200 Euro Versand plus 500 Euro Zoll und Einfuhrumsatzsteuer.
Das ist also beim besten Willen keine Option.
 
Hallo Freunde

Nun ja, des Menschen Wille ist sein Himmelreich gerade dann wenn man solch ein exotisches Gerät haben will.
Aber braucht man so etwas?
Wer sich für solch ein Gerät interessiert sollte wissen das die gute Kontrastleistung hier nicht nur qualtitätsbedingt sondern auch darauf zurück zu führen ist, daß hier der Fangspiegel bis zu Exzess möglichst klein gehalten wird.
Wie groß dabei das noch zu 100% ausgeleuchtete Bildfeld ist und die Ausleuchtung am Feldrand bei 19mm Ø kann man hier in Beitrag #15 mal nachlesen.
Ich lese da was von einem zu 100% ausgeleuchtetem Bildfeld von 0,4mm Ø und die Ausleuchtung am Rand eines 19mm Bildfeldes beträgt nur noch 58%.
Nun ja, der extrem kleine Fangspiegel sorgt bei diesen Geräten gegenüber anderen Spiegeloptiken am Planeten für eine hohe Kontrastleistung aber ob das wirklich der Weisheit letzter Schluss ist ?
Ich habe meinen 8"-F6-Dobson mit einem Schlittenfokussierer ausgestattet und für so eine winziges zu 100% ausgeleuchtetes Feld von mur noch 0,4mm bräuchte ich da nur noch einen Fangspiegel von ca. 24-25mm Ø und das bei vergleichbarer Feldausleuchtung! Da währe ich dann bei einer Obstruktion von 12,5% linear mit mindestens gleichwertigem Kontrast wie bei solch einem Maksutov-Newton.
Man wird auch einen 6"-F6-Newton mit einem entsprechend kleinen Fangsiegel auf eine vergleichbare Kontrastleistung bringen können wenn man den Tubus verlängert und die Bildebene bis auf ca. 40-45mm über dem Tubus herunter bringt.

Ich denke, man muß sich da nicht unbedingt ins teure MN-Schwert zum "Freudenhauspreis" stürzen müssen.
Das einzige was bei so ein MN wirklich gegenüber einem Newton von Vorteil ist, das ist der Wegfall von "Spikes".

Gruß Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich denke, man muß sich da nicht unbedingt ins teure MN-Schwert zum "Freudenhauspreis" stürzen müssen.
Hallo Peter,

die Äußerung kann ich nicht nachvollziehen. Intes Maksutov Newtons sind hervorragende Optiken (dazu gibt es einen Thread im Nachbarforum) deren optische Qualität mit Apos (ggf -2") vergleichbar ist.

Die aufgezeigten Beispiele sind günstiger als Apos (mit weniger Öffnung).

Die Anfangsfrage lässt sich aus meiner Sicht schnell beantworten: nur wenige (ich schließe mich ein) trennen sich von diesen hervorragenden Teleskopen. Wenn dann noch falsche Preisvorstellungen / fehlende Zahlungsbereitschaft dazukommt ist das umso mehr nachvollziehbar. Kleinster gemeinsamer Nenner: es ist Angebot und Nachfrage.

CS Thomas
 
Hallo Thomas, hallo Peter.

Ich wollte hier ja auch kein Diskussion über Sinn oder Unsinn von Teleskoptypen lostreten. Der eine mag sich eben einen 5" Apo für einige tausend Euro kaufen und der andere findet das halt viel zu teuer.

Ich kann natürlich nachvollziehen, dass diese Teleskope lieber im Besitz der Sternenfreunde bleiben. Aber wieso war das vor 5-6 Jahren noch anders? Da gab es sehr viele Angebote und die Teleskope sind ja über die Jahre nicht besser geworden.

Tino
 
Vielleicht spielt Corona mit rein – da hatten viele auf einmal das Urlaubsbudget übrig und somit das Geld, um sich den Jugendtraum zu erfüllen, an den man sich im Homeoffice auf einmal erinnerte. Und das sind ja weniger Geräte, die man sich mal so als Einsteiger zum Reinschnuppern ins Hobby kauft, sondern eher als bewusste Kaufentscheidung, die man dann auch behält – auch dann, wenn man es selten benutzt, sondern im Regal hat und sich daran freut.

Schiefspiegler sind ja auch so Exoten, von denen es zwar einige gibt, die man aber selten sieht und noch seltener auf dem Markt findet.

Wobei ich auch nicht weiß, wie viele Intes MNs überhaupt im Umlauf sind und noch existieren. Im Verein hatten wir mal einen Meade Schmidt-Newton, der ist wegen kaputter Schmidt-Platte Geschichte.

Beste Grüße,
Alex
 
Ein Intes Maksutov Newton ist ein hervorragendes Gerät, optisch wie mechanisch; keine Frage. Das ist jedoch ein gut konstruierter Newton auch! Den Intes kauft man sich, weil man einfach nur neugierig ist, oder ihn tatsächlich behalten möchte; oder gar zu viel Geld hat. Er ist klobig und schwer, zusätzlich sammelt sich immer eine Warmluftblase im Tubus; auch bei der Deluxe Version mit Lüfter. Diese Lüfter wurden übrigens schon damals mit Gummischeiben montiert, um Vibrationen zu vermeiden; tolles Gimmick! Bedenken sollte man, dass auch die Spiegel-Beschichtungen älter werden und anlaufen können; nicht müssen. Ansonsten bleibt es halt ein klsssisches Gerät für den Sammler oder Puristen, wie auch immer. Kann man mit glücklich werden, wenn denn der Preis stimmt. Gruß, Bengt
 
Hallo Leute,

1. die Antwort auf einige der obenstehenden Fragen ist doch einfach: Geopolitik. Die hat sich nun mal die letzten Jahre gravierend verändert. Eine kleine Suche hat ergeben, dass viele der russ. Optikschmieden seit eh und je fürs Militär produziert haben, und die haben vermutlich derzeit - wer hätts gedacht - alle Hände voll zu tun. Ist das plausibel? Ja, denn just in der Zeit, in der das russ. Militär verarmte (Mitte 90er und Anfang 2000er), sind diese Firmen auf dem normalerweise für solche Firmen nicht sehr lukrativen Amateurmarkt aufgekreuzt. Wenn man aber Stundenlöhne von <3 EUR bezahlt und sonst keine Kunden mehr hat, ist auch dieser Markt höchst interessant. Das half vermutlich diesen Firmen die damalige Krise zu überleben. Könnte sein - doch das ist meine Spekulation - dass ihr in wenigen Jahren diese Optiken nachgeschmissen bekommt.

2. Physik kann nicht betrogen werden.
a) Kleiner Fangspiegel = großer Kontrast, egal ob MN, Mak., Newton, Cass,...
b) Glasflächen = Verluste (Absorption, Streuung) + Reflexe + chromatische Abberation + ...
Nach diesen "Gesetzen" wäre für Planeten - hier muss das Bild nicht bis ins letzte Eckchen korrigiert sein - ein linsenfreier Reflektorpurist wie Newton oder Cassegrain mit minimalem Fangspiegel optimal. Für flächige Aufnahmen hingegen muss Koma und Asti korrigiert werden. Für 5000 EUR kann man gleich einen Apochromaten mit 6" und möglichst wenigen Linsen kaufen. Dann hat man keinen Kontrastverlust, wenig Verlust durch Streuung und Absorption und sehr wenig verbleibende chrom. Abberation. Dazu ist er justierstabil und rel. kompakt. Soll es linsenfrei oder erschwinglich bei großer Öffnung sein, wäre RC die optimale Wahl, daher ist das auch der Favorit der Profis, kein Wunder...


Grüße, Claus

PS: Ich habe mich immer gefragt, wofür dieser doch so schlecht hochskalierbare Maksutov wohl gut sein soll. Heute vermute ich, dass er eine Entwicklung fürs Militär war: Kompakter und leichter als damals äquivalente Linsenoptiken, geschützt gegen Staub und Wasser, robust gegen Schläge, justierstabil, einfach und billig herzustellen (Kugelspiegel, Korrekturplatte=durchgebogenes Fensterglas, Zweitspiegel einfach auf Platte aufgedampft), also ideal für Massenproduktion und als Begleiter für Panzerbesatzungen oder Infanterie. Chapeau, Herr Maksutov!
 
PS: Ich habe mich immer gefragt, wofür dieser doch so schlecht hochskalierbare Maksutov wohl gut sein soll. Heute vermute ich, dass er eine Entwicklung fürs Militär war: Kompakter und leichter als damals äquivalente Linsenoptiken, geschützt gegen Staub und Wasser, robust gegen Schläge, justierstabil, einfach und billig herzustellen (Kugelspiegel, Korrekturplatte=durchgebogenes Fensterglas, Zweitspiegel einfach auf Platte aufgedampft), also ideal für Massenproduktion und als Begleiter für Panzerbesatzungen oder Infanterie. Chapeau, Herr Maksutov!

Ich denke der große Vorteil der Maks ist die Cassegrain Version und da haben sie auch heute noch als kompakte gut handhabbare Teleskope mit erstklassiger Feldkorrektur ihre Pluspunkte.
Insbesondere bei kleineren Öffnungen.
Trotzt erheblicher Obstruktion haben auch oder sogar gerade Planetenbeobachter ihre Freude an der in der Regel sehr scharfen Optik dieser Mak- Cassegrain und da bieten sogar die Chinesen von Skywatcher oder Bresser eine recht gute Abbildung.

Als Newton war das schon immer eher eine Nische ganz ähnlich dem Schmidtnewton.
Der Vorteil dieser Katadioptrischen Newton ist der sphärische HS und die deutlich bessere Feldkorrektur sowie das vermeiden einer Spinne und damit der dadurch erzeugten Spikes.

Der MAK hat noch mal den Vorteil das er mit rein sphärischen Flächen auskommt was ihn in der Serie einfacher realisierbar macht.
Ab er ganz ohne ist auch die Meniskuslinse nicht da die Krümmung recht ausgeprägt ist und die beiden Krümmungsradien sehr genau eingehalten werden müssen.
Wer also denkt das.

einfach und billig herzustellen (Kugelspiegel, Korrekturplatte=durchgebogenes Fensterglas, Zweitspiegel einfach auf Platte aufgedampft),

Der irrt bezüglich der Meniskuslinse gewaltig.
Die Präzision der Meniskuslinse ist entscheidend für die Sphärische Korrektur!!!
Und billiges Fensterglas geht hier auch nicht da hier wie bei jeder anderen Linse auch Transmission und Homogenität des Glases von entscheidender Bedeutung sind.
Ein hochwertiges Optisches Glas wie BK7 ist daher zwingend.

Beim MN ist natürlich ein extra FS nölig da dieser Plan sein muss und sich in 45% Stellung befindet.
Und ein guter MAK-Cassegrain (Rumak) benötigt auch einen separaten Sekundärspiegel
Nur beim einfachen Gregory ist er auf die Meniskuslinse aufgedampft.

Es hat also gute Gründe warum MAKs wesentlich teurer als Newton sind.

Grüße Gerd
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Gerd, danke für die Korrektur, jain, es war tatsächlich eine geschliffene und nicht gebogene Linse, jedoch durch die reinen sphärischen Flächen leicht herzustellen. In seiner Publikation spricht Maksutow von Kronglas, was billig und verfügbar war wie Fensterglas (wichtig im Krieg). Und ich muss noch meine Vermutung etwas korrigieren: Maksutow war Astronom und Optiker, hat seine Erfindung zwar im wissenschaftlichen Umfeld, jedoch 1941 während des Angriffs der Nazis gemacht. Er musste mit wenig Möglichkeiten auskommen. Doch wurde seine Erfindung sofort von den Militärs aus den genannten Gründen als wichtig erkannt und er wurde dafür geehrt. Seine Teleskope wurden also tatsächlich im Krieg eingesetzt.

Der Fairness halber muss ich aber erwähnen, dass die Idee einer Korrektur durch einen Meniskus bis 1814 zurückreicht. Es war also nicht Maksutows Erfindung.

Sehr "cool" und elegant finde ich Mangin-Spiegel, über die ich bei der Suche gestolpert bin. Sie wurden im militärischen Kontext entwickelt:
Diese Vixen VMC oder VC haben wohl solche Spiegel eingebaut.

Doch zurück, ich provoziere jetzt mit Physik ;-) -> Maks haben je nach Design sicher ein mehr oder weniger großes korrigiertes Feld, doch muss aus phys. Gründen (oben erwähnt) die Qualität des Bildes von Planeten oder kleinen Objekten auf der opt. Achse eines guten Newtons oder Cassegrains dem Mak ganz sicher überlegen sein. Und preiswerter scheint es auch noch zu sein ;-)

Grüße, Claus
 
Zuletzt bearbeitet:
jedoch durch die reinen sphärischen Flächen leicht herzustellen.

Eine Sphäre ist zwar leichter herzustellen als eine Parabel aber eine Meniskuslinse ist dennoch anspruchsvoll da hier dafür dann die Krümmungsradien präzise eingehalten werden müssen und auch die Dicke der Linse ist kritisch.
Bei einem Spiegel ist der Krümmungsradius und dessen Dicke hingegen unkritisch.
Dann ändert sich halt etwas die Brennweite mehr nicht.

Verfehlt man aber bei der Meniskuslinse eines MAKs den Krümmungsradius nur minimal hat das sofort SA zur Folge.
Beispiel MN190/1000.
R2 Meniskuslinse soll 337mm Strehl 0,9994
R2 nur um 1mm also rund 0,3% verfehlt bei 338mm statt 337mm Strehl 0,395

In seiner Publikation spricht Maksutow von Kronglas, was billig und verfügbar war wie Fensterglas (wichtig im Krieg).

Da das Licht durch die Meniskuslinse muss und diese auch noch recht dick ist ist die Anforderung an die Glasqualität hoch.
Ganz im Gegensatz zum Spiegel wo Homogenität und Transmission keine Rolle spielen.
Fensterglas ist zb. bläulich und je dicker umso auffälliger wird das.
Es ist für Linsen ungeeignet, reicht für einen Spiegel aber allemal.

Er musste mit wenig Möglichkeiten auskommen. Doch wurde seine Erfindung sofort von den Militärs aus den genannten Gründen als wichtig erkannt und er wurde dafür geehrt. Seine Teleskope wurden also tatsächlich im Krieg eingesetzt.

Das die Optik fürs Militär gut geeignet ist dürfte aber eher an der Robustheit und Schmutzunempfindlichkeit der Maksutow Optik liegen und nicht am Herstellungspreis gegenüber dem Newton oder klassischem Cassegrain.
Hier muss man nur mal die Preise aktueller Maks mit Newton vergleichen.

In Relation zum Refraktor war ein MAK damals hingegen günstiger.
Aus Kostengründen hat der MAK damals also Refraktoren im Krieg ersetzt aber keine Newton oder klassische Cassegrain.


Sehr "cool" und elegant finde ich Mangin-Spiegel, über die ich bei der Suche gestolpert bin. Sie wurden im militärischen Kontext entwickelt:
Diese Vixen VMC oder VC haben wohl solche Spiegel eingebaut.

Es ist bei den Vixen aber der Sekundärspiegel und nicht der HS als Mangin-Spiegel ausgeführt.
Auch hier war ein Russe Namens Klevtsov Vorreiter.

Klevtsov-Teleskop – Wikipedia

Wobei er noch eine weitere Linse vor dem Mangin-Spiegel verwendet.

Doch zurück, ich provoziere jetzt mit Physik ;-) -> Maks haben je nach Design sicher ein mehr oder weniger großes korrigiertes Feld, doch muss aus phys. Gründen (oben erwähnt) die Qualität des Bildes von Planeten oder kleinen Objekten auf der opt. Achse eines guten Newtons oder Cassegrains dem Mak ganz sicher überlegen sein. Und preiswerter scheint es auch noch zu sein ;-)

Sowohl ein MAK-Cassegrain als auch ein Mak-Newton kann exakt mit der gleichen Obstruktion verwirklicht werden wie ein klassischer Cassegrain oder klassischer Newton.
Die Physik spricht also nicht gegen den MAK.

Bei sehr schnellem HS wird man aber Probleme haben eine gute Parabel hinzubekommen.
Eine schnelle Sphäre beim MAK ist da einfacher in erstklassiger Qualität zu fertigen.
Je schneller der HS und je Langsamer das Gesamtsystem um so niedriger kann die Obstruktion beim Cassegrain ausfallen.
Die üblichen MAKs mit F15 haben daher Systembedingt weniger Obstruktion als die üblichen klassischen Cassegrain mit F12.

Grüße Gerd
 
Eine Sphäre ist zwar leichter herzustellen als eine Parabel aber eine Meniskuslinse ist dennoch anspruchsvoll da hier dafür dann die Krümmungsradien präzise eingehalten werden müssen und auch die Dicke der Linse ist kritisch.
Bei einem Spiegel ist der Krümmungsradius und dessen Dicke hingegen unkritisch.
Dann ändert sich halt etwas die Brennweite mehr nicht.

Verfehlt man aber bei der Meniskuslinse eines MAKs den Krümmungsradius nur minimal hat das sofort SA zur Folge.
Beispiel MN190/1000.
R2 Meniskuslinse soll 337mm Strehl 0,9994
R2 nur um 1mm also rund 0,3% verfehlt bei 338mm statt 337mm Strehl 0,395
Danke, da hab ich was gelernt :-)
Da das Licht durch die Meniskuslinse muss und diese auch noch recht dick ist ist die Anforderung an die Glasqualität hoch.
Ganz im Gegensatz zum Spiegel wo Homogenität und Transmission keine Rolle spielen.
Fensterglas ist zb. bläulich und je dicker umso auffälliger wird das.
Es ist für Linsen ungeeignet, reicht für einen Spiegel aber allemal.
Meno, das war doch nicht wörtlich gemeint, ich sagte "billig wie Fensterglas". Aber unrecht hatte ich doch nicht: Das heutige Bk7 ist das alte Kronglas, insofern war das gar nicht falsch. Denn daraus wurden früher Fenster hergestellt, insb. Butzenfenster. Die Butzen bildeten bei der Herstellung eine Krone, daher hieß es Kronglas. Man lernt immer was dazu ;-)
Das die Optik fürs Militär gut geeignet ist dürfte aber eher an der Robustheit und Schmutzunempfindlichkeit der Maksutow Optik liegen und nicht am Herstellungspreis gegenüber dem Newton oder klassischem Cassegrain.
Hier muss man nur mal die Preise aktueller Maks mit Newton vergleichen.

In Relation zum Refraktor war ein MAK damals hingegen günstiger.
Aus Kostengründen hat der MAK damals also Refraktoren im Krieg ersetzt aber keine Newton oder klassische Cassegrain.
Gab es Newtons oder Cassis im Krieg??? Das wäre mir neu ;-) Aber sicher gabs auch Hobbyastronomen an der Front.
Es ist bei den Vixen aber der Sekundärspiegel und nicht der HS als Mangin-Spiegel ausgeführt.
Habe ich das behauptet? Ich glaube nicht...
Auch hier war ein Russe Namens Klevtsov Vorreiter.

Klevtsov-Teleskop – Wikipedia

Wobei er noch eine weitere Linse vor dem Mangin-Spiegel verwendet.
Was hat der Russe Klevtsov im Jahr 2000 erfunden?
- Mangin-Spiegel? Nein.
- Mangin-Spiegel als Element des Fangspiegels? Nein. Hier ein Artikel aus Sky & Telescope, August, 1981, page 166-168. by Roger W. Sinnott
- Cassegrain-Teleskop? Nein.
Wofür war er Vorreiter?

Sowohl ein MAK-Cassegrain als auch ein Mak-Newton kann exakt mit der gleichen Obstruktion verwirklicht werden wie ein klassischer Cassegrain oder klassischer Newton.
richtig, denn das ist eine Folge der Anordnung der opt. Elemente, und nicht direkt der Optik selbst.
Die Physik spricht also nicht gegen den MAK.
Leider doch, der Grund erklärst Du oben: Da ist die immer vorhandene zu minimierende Lichtstreuung, und Beugung im Mensikus und Reflektion an den Oberflächen.
Bei sehr schnellem HS wird man aber Probleme haben eine gute Parabel hinzubekommen.
Eine schnelle Sphäre beim MAK ist da einfacher in erstklassiger Qualität zu fertigen.
Je schneller der HS und je Langsamer das Gesamtsystem um so niedriger kann die Obstruktion beim Cassegrain ausfallen.
Die üblichen MAKs mit F15 haben daher Systembedingt weniger Obstruktion als die üblichen klassischen Cassegrain mit F12.
Aber hallo, ist F/15 nicht auch kleiner als F/12?
Das ist rein geometrisch bedingt. Du sagst es oben selbst. Man will ja mindestens alles reflektierte Licht des HS fangen und noch ein bisschen mehr für das Bündel seitlich der O.A. Man kann minimale Fangspiegel nutzen, nur ist dann das Gesichtsfeld ohne Vignettierung minimal. Aber dafür ist es maximal im Kontrast - > Planeten, planet. Nebel, Sternhaufen,...
Grüße Claus
 
Was hat der Russe Klevtsov im Jahr 2000 erfunden?
- Mangin-Spiegel? Nein.
- Mangin-Spiegel als Element des Fangspiegels? Nein. Hier ein Artikel aus Sky & Telescope, August, 1981, page 166-168. by Roger W. Sinnott
- Cassegrain-Teleskop? Nein.
Wofür war er Vorreiter?

Klevtsof verwendet als Sekundärspiegel einen Mangin-Spiegel, seine Arbeiten stammen aus den 1980ger Jahren.
Der erste der als Sekundärspiegel einen Mangin-Spiegel verwendet war aber der Russe Argunov der bereits 1962 erste Entwürfe zeigte.

Was du da verlinkst ist allerdings ein einfacher Field-MAK mit Subapertur Meniskus zur Korrektur und einem einfachen ganz normalen Sekundärspiegel, und keinem Mangin-Spiegel.
Die Vixen VMC sind allerdings auch einfache Field- MAKs mit Subapertur Meniskus und haben keinen Mangin-Spiegel.
Da hatte ich mich von dir irritieren lassen.

Leider doch, der Grund erklärst Du oben: Da ist die immer vorhandene zu minimierende Lichtstreuung, und Beugung im Mensikus und Reflektion an den Oberflächen.

LOL nach deiner Physik sind also auch APOs Prinzip bedingt schlechter als Newton oder klassische Cassegrain.
Ich fürchte da wirst du an deiner Physik noch etwas arbeiten müssen denn die Praxis beweist das Gegenteil.

Moderne Vergütungen und hochwertige optische Gläser ermöglichen eine hervorragende knackscharfe Abbildung.
Das Problem ist die Obstruktion und nicht die

immer vorhandene zu minimierende Lichtstreuung, und Beugung im Mensikus und Reflektion an den Oberflächen.

Die Intes MN mit minimaler Obstruktion zeigen eine Apo mäßige Abbildung.
Und auch hochwertige MAK Cassegrain sind für ihre knackscharfe erstklassige Abbildung trotzt vergleichsweise hoher Obstruktion bekannt und sehr beliebt bei Planetenbeobachtern.



Das Manko Obstruktion kann durch ein Plus an Öffnung kompensiert werden.

Grüße Gerd
 
Zuletzt bearbeitet:
das Verwenden eines Manginspiegels als Korrektorelement hat schon Schupmann 1899 mit seinen Medialen postuliert und realisiert.

Ja aber nicht in einem Cassegrain System und nicht als Sekundärspiegel.
Das Schupmann Medial ist kein Cassegrain-System und es besitzt auch keinen optisch aktiven Sekundärspiegel.
Außerdem ist der Manginspiegel beim Medial konkav.
Der Sekundärspiegel eines Cassegrain ist konvex.

Lese doch bitte erst mal genau worum es in meinen Ausführungen überhaupt ging.
Ich habe es ja nicht ohne Grund ausdrücklich dazugeschrieben das ich mich da auf die Verwendung eines Manginspiegels als Sekundärspiegel beziehe und da wir über Vixen VMC und Klevtsov also Cassegrain-Systeme diskutiert hatten dürfte auch klar sein das es hier um Cassegrain-Systeme mit Subapertur Korrektor geht.

Und genau da war nun mal Argunov der erste der in diesem Zusammenhang einen konvexen Manginspiegel als Sekundärspiegel genutzt hatte.


Wobei er wie gesagt erste Entwürfe bereits 1962 gezeigt hatte.
Das Argunov–Cassegrain Teleskop mit dem Design so wie in Wiki beschrieben kam dann später.

Grüße Gerd
 
Ich will euch ja nicht bremsen aber diese Streiterei über Theorie bingt doch niemanden weiter. Es ist doch völlig egal ob das 1962 oder 1899 schon gemacht wurde.
Atmet mal alle tief durch und pustet die Wolken draußen weg, die seit Wochen am Himmel hängen.
 
Ich will euch ja nicht bremsen aber diese Streiterei über Theorie bingt doch niemanden weiter. Es ist doch völlig egal ob das 1962 oder 1899 schon gemacht wurde.

Wer seine Teleskope nur zum durchschauen hat dem mag ja dessen optisches Design und seine Geschichte völlig Wurst sein.
Wer sich aber auch für das Teleskop selbst, sein Design und seine Geschichte interessiert der findet es hochinteressant sich mit Designfragen und der Entwicklungsgeschichte auseinanderzusetzen.
Und da ist es auch sehr interessant und relevant wann wer welche Idee entwickelt hat.
Es ist schon faszinierend was auch schon vor längerer Zeit so alles erdacht wurde.

Wer sich für Teleskopbau und deren Design und Geschichte nicht interessiert der muss solche Diskussionen ja nicht lesen.
Es gibt aber sicherlich auch etliche die sich genau dafür interessihren.
Für mich gehört es dazu auch etwas über das Teleskop zu wissen mit dem ich beobachte.

Grüße Gerd
 
Wer sich für Teleskopbau und deren Design und Geschichte nicht interessiert der muss solche Diskussionen ja nicht lesen.
Es gibt aber sicherlich auch etliche die sich genau dafür interessihren.
Für mich gehört es dazu auch etwas über das Teleskop zu wissen mit dem ich beobachte.
Ihr müsst solche Diskussionen hier nicht führen, denn es ging hier um was ganz anderes. Nämlich darum warum Maksutov-Newton nicht mehr gebraucht Angeboten werden

Ich bin ja schon ein paar Jahre auf der Suche nach einem Intes MN61, MN66 oder auch einem MN68. Wobei der MN68 schon recht lang ist.
Diese Teleskope wurden vor 2020 immer mal angeboten, aber seit dem scheinen sie wie vom Erdboden verschluckt.
Natürlich weiß ich, dass die Dinger begehrt sind, aber das waren sie auch schon vor 2020 und mir geht nicht so recht in den Kopf, wieso man da keine mehr finden kann.


Gruß und CS
Thomas
 
Klevtsof verwendet als Sekundärspiegel einen Mangin-Spiegel, seine Arbeiten stammen aus den 1980ger Jahren.
Der erste der als Sekundärspiegel einen Mangin-Spiegel verwendet war aber der Russe Argunov der bereits 1962 erste Entwürfe zeigte.

Ich bin mir sehr sicher, dass der Manginspiegel im Medial auch der Sekundärspiegel ist (aber nicht notwendigerweise sein muss)…
Dabei ist es doch für die Funktionsweise des Korrektors erst mal egal, ob der in einem Cassegrain-Design steckt, oder nicht. Es gab früher auch Spiegelobjektive, welche im Cassegrain-Design daher kamen, und für die Korrektur der Primärspiegel als Manginspiegel ausgeführt war. Ein Gregory-Cassegrain hätte auch einen konkaven Sekundärspiegel, welchen man als Manginkorrektor ausführen könnte.
Ich verstand Claus so, als ginge es ihm um das Korrektorprinzip, und das gibt es halt schon was länger. Mehr will und wollte ich auch nicht dazu beitragen.

Lese doch bitte erst mal genau worum es in meinen Ausführungen überhaupt ging.

Wie du dem ersten Zitat entnehmen kannst, habe ich genau das getan und wollte lediglich eine Information ergänzen. Warum das zu solch einer Reaktion führt verstehe ich nicht. Aber ist mir auch egal, bin wieder raus…

Grüße Markus
 
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