Jupiter..heute Morgen 00.24 Uhr

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

Ben_Dambacher

Aktives Mitglied
Der Jupiter im Meade SCT12 mit ZWO120MC F10.
00_24_55à21082021.png
 
Hallo!
Schönes Bild. So ähnlich, aber natürlich nicht so schön visuell konnten wir gestern mit unser 10" Jupiter auch sehen und sogar den GRF beobachten wie er sich im Laufe der Nacht bewegt hat.
Der Jupiter im Meade SCT12 mit ZWO120MC F10.
Ich nehme an, Du hast Videos aufgenommen und dann entsprechend weiter verarbeitet. Mich würde interessiere was für eine Software Technik Du einsetzt, bitte?

Viele Grüße an Ben und alle Jupiterfreunde - MünchenBeiNacht - Ewald
 
Ewald:
Die Aufnahmen sind mit Sharpcap 3.2 gemacht: ungefahr 4000 Frames, wovon 25% gestackt wurde. (Ein und eine halbe Minute)
Die Bearbeitung mit Autostakkert, danach Registax6 und noch etwas nachbearbeitet mit Photoshop.
Es war die einfachste Nachbearbeitung die ich an Jupiter jeh gemacht habe, weil die originelle Aufnahme in Sharpcap ziemlich gut war.
O ja, ein ADC von ZWO wurde gebraucht und keine Barlow, also nur F10.
Ab halb Zwölf wurde das Seeiing immer besser, ich hätte gerne noch bis halb zwei gewartet auf noch besseres Seeiing, aber ich wollte unbedingt den roten Fleck auf meine Aufnahme, weil ich den noch nie erwischt hatte.
Warten wir auf n"chstes Jahr, als der Planet höher am Himmel steht!!!
Venlo , an der Grenze mit DE hat nicht das beste Seeiing....Ruhrgebiet in der Nähe, und keine Alpenhöhe!!
Freundliche Grusse aus Venlo.
Ben
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Ben!
Es war die einfachste Nachbearbeitung die ich an Jupiter jeh gemacht habe, weil die originelle Aufnahme in Sharpcap ziemlich gut war.
Danke Für Deine Rückmeldung. Ich wollte das mit Sharpcap auch schon immer mal an unserem 10" Newton / Dobson probieren. Habe Erfahrung mit EAA und Sharpcap zusammen mit meinem EAA Setup, Newton 650mm f/5 auf einer Celestron SE azimutalen Montierung. Aber mit 650 mm sind halt Planeten mehr Fliegenschiss im Weltall. Der große Dobson steht seit kurzen auf einer EQ Plattform die von der Nachführung bei visueller Anwendung gigantisch gut funktioniert. Nur für EAA bewegt es sich dann doch ziemlich. Wir sind aber noch am Finetunen der Geschwindigkeit. Gestern erst hatte ich Saturn im Sharpcap und irgendwie auch dann in den Fokus gewurschtelt und dann hätte ich vermutlich auf der EQ sicherlich schon eine gute Minute mit Planet im mittleren Bereich des Sensor. Stört es für die weitere Verarbeitung wenn der Planet nicht stille hält? Und ein wenig durch den Sensor tänzelt? Unabhängig davon ist es halt echt schwierig im Sharpcap einen perfekten Fokus manuell zu finden. Im EAA Setup mit EAF von Zwo macht das für mich der AF-Algo von ASI und tut halt einfach.

Gleich noch eine Frage wie gut ist der ADC von Zwo? Ich hatte mir überlegt den ADC von Pierro zu holen. Hattest Du den schon mal am Auge? Gibt ein ADC auch Sinn bei visueller Beobachtung? Oder ist es bei visueller Beobachtung mehr Einbildung als beobachtbare Verbesserung?

MünchenBeiNacht - Ewald
 
Ewald,
Was heisst EEA...kenne den Begriff nicht!
Mit 650 mm is in der Tat schwierig ein grösseres Bild zu bekommen: du konntest eine 2x Barlow dazwischen setzen. Ich habe den ZWO ADC, der hilft auch visuell, aber dafuer habe ich ihn noch nie gebraucht. Scharfstellen ist schwierig, aber einer der wichtichsten Sachen in der Fotografie. Ich belichte immer was ueber, um zuerst besser scharfstellen zu können, und danach die richtige Belichtung aufsuchen. Wichtig dabei ist das du das Histogram beobachtest und eine Kurve hast von schwarz(links) bis gerade ueber die Mitte (rechts ist weiss!).
Das hin und her bewegen ist auch abhängig vom Seeiing: je schlechter, je mehr es bewegt. Bei sehr gutem Seeiing steht das Bild fast still. Aber: dast liegt auch an den Motoren, ihre Qualität bestimmt ob das Bild - unabhangig vom Seeiing - "fest"steht. Kleine änderungen kannst du ruhig mal mit der Handbox machen auf niedrigste Geschwindigkeit....nur wenn die Motoren das Bild nicht in der Mitte halten und die Ausrichtung nicht stimmt.
Den ADC von Pierro kenne ich nicht.
In Sharpcap gibt es unter Tools eine Mochlichkeit scharf zu stellen, so steht es jedenfalls im Manual. Man muss versuchen am besten grüne Balken zu bekommen und mochlichst keine Roten. (schwierig!!) Habe das ofter versucht, aber bin doch immer zuruck gegangen nach visuell scharfstellen. Auf Sternen nehme ich manchmal meine Bahtinov-Maske um scharf zu stellen, konnte man auch in Sharpcap tun während der Aufnahme.
Also: Zeit nehmen zum scharfstellen UND DAS HISTOGRAMM beobachten.
Viel Erfolg.
mfg Ben
 
Hallo Ben,
Was heisst EEA...kenne den Begriff nicht!
EAA = Electronic-Assisted-Astronomy - es werden mit SharpCap Kurzzeit-Belichtungen gestackt und on-the-fly zu einem Bild zusammengerechnet. Hier mein Setup dazu. Und so was kommt dabei heraus.
M63_ALL_Stack_319frames_2552s.jpg


Solche Bilder können vom Ergebnis nicht mit Astro-Fotografie verglichen werden. Das Interessante bei EAA ist die live-Beobachtung des Objekts. Manche EAAler schauen nur fünf oder zehn Minuten zu bis sie zum nächsten Objekt wechseln. Ich nehme mir auch mal eine halbe Stunde oder sechzig Minuten Zeit, dabei kann man sich über M63 (Foto oben) schlau machen und einfach sich ein wenig gedanklich im Universum verlieren.
In Sharpcap gibt es unter Tools eine Mochlichkeit scharf zu stellen
gute Idee! Werde ich mir mal anschauen. Danke für den Tipp.

Viele Grüße und viele klare Nächte - MünchenBeiNacht - Ewald
 
Hi Ewald,
Solche Bilder können vom Ergebnis nicht mit Astro-Fotografie verglichen werden.
also ich finde der Übergang zur Astrofotografie ist fliessend.
Die Geräte sind ja praktisch die gleichen. Unterschiede sind nur kürzere Unterbilder- und Gesamtsummierungs-Zeiten und geringerer oder gar kein Aufwand bei der nachträglichen EBV auch mit entsprechend aufwendigen Kalibrierungsbildern.

Das Interessante bei EAA ist die live-Beobachtung des Objekts. Manche EAAler schauen nur fünf oder zehn Minuten zu bis sie zum nächsten Objekt wechseln.
Genau! Deswegen will ich bei mir auch das visuelle wieder mehr in den Vordergrund rücken.
Das digitale soll nur Ergänzung sein.


Werde ich mir mal anschauen. Danke für den Tipp.
Wenn ich mich recht erinnere hatte ich die Scharfstellungsfunktion in SharpCap auch mal pobiert.
Kam damit nicht zurecht.
Liegt aber daran, dass ich manuell fokusiere und dann wackelts halt stark.
Berichte dann mal.

Gruß
Peter
 
Hallo,

um wieder auf Jupiter zurückzukommen: Ich habe gestern abend auch "draufgehalten". Auch wenn mein bisher bester Jupiter deutlich bescheidener als Bens aussieht, bin ich doch nicht unzufrieden - zum ersten Mal habe rausbekommen, wie ich eine gescheite Größe auf dem Chip erreiche.

2021-08-20_Jupiter_pipp-AS3(25%)-RS6.png


Leider hatte ich nur eine Billig-Barlow, welche einen Farbsaum am Rand erzeugt hat. Hat einer 'ne Idee, wie ich den wegbekomme - außer, beim nächsten Mal eine gescheite Barlow (ist bestellt) zu nehmen?

Gruß
Thomas
 
Hallo Ben,

die sind aber recht hochpreisig, finde ich. Mir schwebte da eher was elektronisches vor, Gimp z. B.

Gruß
Thomas
 
Hallo Ben,

RGB Balance ist bei mir serienmäßig - direkt aus der Kamera ist Jupiter orangestichig. RGB Align würde helfen, wenn ich auf der einen Seite eine blauen und auf der anderen Seite einen roten Rand hätte, so wie ich das verstehe. Das ist aber nicht der Fall.

Da hilft wohl doch nur sparen auf einen ADC.

Gruß
Thomas
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben