Kabel und Elektronik in der Sternwarte?

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Rainmaker

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Hallo,

die äußeren Arbeiten an meinem Sternwärtchen sind weitgehend abgeschlossen, jetzt geht es bald innen weiter und damit ergeben sich neue Probleme bei denen ich auf die Hilfe des allwissenden Forums hoffe.

Meine erste Frage betrifft die Kabel, sowohl was die Stärke der Adern betrifft, als auch das Material. Laut Schaltplan sollen die 230V zur Versorgung der Motoren (90 und 120W) über Adern mit 0,25mm Stärke laufen. Mir erscheint das doch arg gering. Hat jemand Ahnung wie die stärke der Adern zu dimensionieren ist, damit ich da nicht einen langen Heizdraht zusammenbastele? Und da ich von Kabeln keinerlei Ahnung habe geht es gleich munter weiter, nämlich mit dem Material. Um den beweglichen Teil nicht unnötig in der Bewegung einzuschränken werde ich wohl ein rund 10m langes Stück Kabel herumliegen haben. Da sollte das Material natürlich auch bei Kälte gut beweglich sein, denn sonst bastelt man sich leicht Stolperfallen. Ich habe was von Lapp Ölflex-Kabeln gelesen die bis -15°C wohl zu gebrauchen sind. Hat jemand schon etwas in der Art eingesetzt und weiß wie gut sich solche Kabel auch im Winter biegen und aufrollen lassen?

Die letzte Frage betrifft die Elektronik in der Sternwarte. Irgendwie mag ich den Gedanken nicht, dass sich bei miesen Bedingungen Tau an den verschiedenen Teilen der Gehäuse und Kontakte niederschlagen kann. Im besten Fall gibt es nur Korrosion, im schlechtesten Fall fließt Strom wo er es nicht sollte. meine Überlegung ist daher die fast die ganze Elektronik in einen hölzernen Schrank zu verbannen. Dessen Klappe würde dann im Betrieb geöffnet um entstehende Wärme entweichen zu lassen. Habt ihr Erfahrung mit so einer Unterbringung der Elektronik oder gar eine viel bessere Idee?


MfG

Rainmaker
 
Habt ihr Erfahrung mit so einer Unterbringung der Elektronik oder gar eine viel bessere Idee?
Ja!
Ich habe eine elektrotechnische Ausbildung, ich darf Geräte bauen und sogar selber abnehmen. Ich kenne mich also bestens in den VDE-Vorschriften aus usw....
Lass Dir nichts von irgendwelchen Querschnitten aus Wiki oder anderen Ratschlägen erzählen. Selbst wenn bei Dir in der Sternwarte von einem Fachmann alles richtig verlegt und abgenommen wurde... Du dürftest noch nicht eimal einen losen Steckdosendeckel wieder anschrauben. Du kannst Dich da gerne mal erkundigen. Aber- die Leute merken das erst, wenn etwas passiert ist und vielleicht die Versicherung kommt. Viel Glück trotzdem :y:

CS *entfernt*
 
Lass Dir nichts von irgendwelchen Querschnitten aus Wiki oder anderen Ratschlägen erzählen.

Bernd... lass doch endlich mal diese abfälligen persönlichen Bemerkungen weg. Bei der Idee von 230V über 0,25er ist der Hinweis auf 3 x 1,5 Quadrat auf jeden Fall mal eine Basis, sich weiter vorzuarbeiten. Schön, dass Du neben allen teuren Geräten auch alle Ausbildungen und Fähigkeiten vom Fernrohrbau bis zur elektrotechnischen Abnahme hast.

Auch mit diesem Beitrag leistet Du nicht wirklich viel Hilfe, da Du ja trotz Ausbildung und Kenntnissen keinen praktischen VDE-Hinweis zu Kabelquerschnitten oder dem Tauproblem gibst. Einzig, dass die Arbeiten besser von einem Fachmann gemacht werden sollen (und müssen!) ist eventuell von Belang - aber das wissen wir eigentlich, denke ich.

lg
Niki
 
*entfernt*... lass doch endlich mal diese abfälligen persönlichen Bemerkungen weg
Ich habe jemanden geraten, diese Arbeiten von einem Fachmann machen zu lassen. So etwas weiß scheinbar nicht jeder (Du auch nicht?) wie kann man sonst solche "Ratschläge" geben. Das ermutigt ja förmlich einen Menschen, der nicht mit der Problematik vertraut ist.
Und das Kabel soll beweglich sein... na Mahlzeit... da fallen mir schon wieder ein paar Dinge ein.

Mir ist es im Prinzip Sch... egal, was Du einem Laien erzählst, aber hör auf mich anzupupen.

Gruß *entfernt*
 
Ich koche gerade für meine Mutter (93)... meinem "richtigen" Hobby :) .

Wo bitte, bin ich denn "unsachlich" drauf. Und nein, ich bin nicht aggressiv... es ist nur nicht schön, bei jedem Betrag von mir einen Kommentar von Dir über mich zu lesen. Du kannst ja gerne eine andere Meinung posten und wir können darüber diskutieren. Aber dann bitte nicht so:
*entfernt*... lass doch endlich mal diese abfälligen persönlichen Bemerkungen weg. Bei der Idee von 230V über 0,25er ist der Hinweis auf 3 x 1,5 Quadrat auf jeden Fall mal eine Basis, sich weiter vorzuarbeiten. Schön, dass Du neben allen teuren Geräten auch alle Ausbildungen und Fähigkeiten vom Fernrohrbau bis zur elektrotechnischen Abnahme hast.
Wenn wir beim Thema bleiben könnten, wäre mir das sehr Recht!

LG *entfernt*
 
Hallo liebe User,

bitte kommt wieder auf die sachliche Ebene herunter statt euch direkt oder indirekt zu beschimpfen (ich sehe durchaus unsachliche Antworten...).
Das Thema, um es euch in Erinnerung zu rufen: Rainmaker hat tatsächlich nach Erfahrungen oder besseren Ideen gefragt, nicht unbedingt, durch wen man diese durchführen lassen sollte (obwohl das als zusätzlicher Tipp natürlich gerne gelesen wird). Und sicher hat er nicht gewollt, dass darüber ein Streit vom Zaun gebrochen wird.

Volker
 
Die letzte Frage betrifft die Elektronik in der Sternwarte. Irgendwie mag ich den Gedanken nicht, dass sich bei miesen Bedingungen Tau an den verschiedenen Teilen der Gehäuse und Kontakte niederschlagen kann. Im besten Fall gibt es nur Korrosion, im schlechtesten Fall fließt Strom wo er es nicht sollte. meine Überlegung ist daher die fast die ganze Elektronik in einen hölzernen Schrank zu verbannen. Dessen Klappe würde dann im Betrieb geöffnet um entstehende Wärme entweichen zu lassen. Habt ihr Erfahrung mit so einer Unterbringung der Elektronik oder gar eine viel bessere Idee?
Der Elektriker Deines Vertrauens würde Dir wahrscheinlich zu einem Schaltkasten (Schrank) raten. Da sind An- und Abgänge genormt und auch der Innenaufbau mit Schienen und Befestigungen ist genormt. Das ist dann alles sehr übersichtlich und ein Schaltplan kann auch drinn sein (wenn man mal nach längerer Zeit wieder etwas ändern möchte).

CS *entfernt*
 
Hallo,

ich lebe hier schon ein paar Jährchen länger im Land und ich habe durchaus mitbekommen, dass der normale Bürger seine Griffel bitte von allen Dingen fernhalten soll, wo mehr als Niederspannung fließt. Das ist auch kein Problem, da ich jemanden im Freundeskreis habe der den Steckdosenkasper gibt. Mein Problem ist aber, das dieser nette Mensch chronisch wenig Zeit hat und verständlicherweise erwartet, dass alles möglichst vorbereitet zu sein hat, damit er es schnell abarbeiten kann.
Für mich bedeutet dies, mich zuvor über die benötigten Materialien halbwegs zu informieren und diese dann zu beschaffen und vielleicht auch schon vorzuverarbeiten. Deshalb die Fragen hier im Forum. Eigentlich hatte ich angenommen hier hilfreiche Antworten zu bekommen, aber das war wohl eine Fehleinschätzung meinerseits. Der Thread kann also geschlossen werden.

@ Niki,

für die festen Teile ist durchaus 1,5Quadrat vorgesehen, denn so kann das Restmaterial von der Leitung zur Sternwarte verarbeitet werden. Wichtig wäre mir vor allem gewesen wie es mit dem flexiblen Teil aussieht, da ich dazu keine Infos gefunden habe und mit das angegebene Material deutlich zu dünn erscheint. Egal, dann lasse ich mir halt heute Abend oder morgen die Ohren vollmauelen, warum ich wegen so einem trivialen Problem meinen Strippenzieher störe. Das werde ich mir bestimm wieder eine ganze Zeit nachgetragen werden.


MfG

Rainmaker
 
Egal, dann lasse ich mir halt heute Abend oder morgen die Ohren vollmauelen, warum ich wegen so einem trivialen Problem meinen Strippenzieher störe
Aus der Ferne ist so ein Problem mit beweglichen Kabeln schlecht zu beurteilen. Aber so "trivial" ist das nun auch wieder nicht. Da habe ich selbst schon "Fachleute" Fehler machen sehen. Sehr schön nachzulesen in den Unfallberichten von der Berufsgenossenschaft...

CS *entfernt*
 
Egal, dann lasse ich mir halt heute Abend oder morgen die Ohren vollmauelen, warum ich wegen so einem trivialen Problem meinen Strippenzieher störe.

:y: Den würde ich natürlich fragen - irgendwer muss ja schuld sein, wenn die Spezifikationen dann nicht stimmen. :D
Es gibt sicher mehrere Hersteller von kälteflexiblen Kabeln (meist sind die auch ölbeständig) - wenns dicker sein darf frag die Deutsche Bahn. Die haben Weichenkabel, die sicher bis -50° kälte- und ölbeständig sind. Spaß beiseite, es kommt ja nur auf den Mantel an, die Kupferlitzen sind sowieso flexibel.

Vielleicht kann Deine Elektriker ja tatsächlich die Installation machen, auch was die Feuchtigkeit betrifft sollte der ein paar Schränke kennen...

lg
Niki
 
Hallo,
Du dürftest noch nicht eimal einen losen Steckdosendeckel wieder anschrauben.
wenn ich höre, was ich muß, darf und nicht darf bekomme ich einen dicken Hals. Als ich vor 30 Jahren meine Wohnung gebaut habe, wollte ich für alle Zimmer eine FI Sicherung. Der Elektriker hat sich GEWEIGERT das zu machen, nur fürs Bad hat er's gemacht weil das Vorschrift war.
Als ich letztes Jahr bei größeren Arbeiten einen anderen Elektriker gefragt habe, ob er im Nachbarzimmer aus einer Einzelsteckdose eine Doppelsteckdose machen kann, sagte er ja, aber die muß mit einem FI Schalter gesichert werden.

Ich war 10 Jahre in meiner Abteilung Sicherheitsbeauftragter, allerdings nur für Chemie. In der Zeit sind viele schwachsinnige Vorschriften dazu gekommen.

Gruß Uwe
 
Wer nicht die nötige Dokumentation nachhält, die er vom Elektriker kaum bekommen wird, wird im Schadensfall lernen, was Betreiberverantwortung ist. Von daher kann es nie schaden, zu wissen, was wie gemacht werden soll. Sind 10 m dauerhaft bewegte Leitung wirklich nötig?

Michael
 
Hallo,

@ Niki,
nö, Schränke in der gewünschten Größe kennt er nicht, zumindest nicht aus Kunststoff. Metall ist aber wegen der Korrosion nicht so meins. Die Komponenten die im Schrank verschwinden sollen werden übrigens in anderen Kuppeln dieses Typs und auch der Nachfolger einfach so am Basisring, bzw. an der Kuppelwand befestigt. Mit den gewünschten flexiblen Kabeln hat er auch noch nicht groß zu tun gehabt, bzw. keine Erfahrung wie sie sich bei wirklich tiefen Temperaturen verhalten.

@ Uwe,
da werden auch noch sehr viel mehr Vorschriften in den nächsten Jahren dazukommen. Wenn wir eins in Deutschland können, dann Vorschriften erlassen. Ob diese dann auch sinnvoll sind ist zweitrangig. Wobei, die den Normalbürger nur auf Niederspannung loszulassen ist durchaus sinnvoll.

@ Michael,
natürlich kann man sich das lange Kabel sparen, dann taugt die Kuppel allerdings nur für ein Meridianfernrohr. Das hätte den Vorteil, dass ich mir den 90W Motor auch noch gleich sparen könnte, denn die Kuppel könnte man dann ohnehin nicht mehr drehen. ;)
Ich frage mich, wie es eigentlich möglich gewesen ist, so ein Produkt über Jahre in der EU zu vertreiben, wenn es angeblich nicht den Vorschriften entspricht? Außerdem wurde das Teil ja auch von Angestellten eines Astrohändlers aufgebaut, die hätten ja dann auch über Jahre wissentlich gegen Vorschriften verstoßen müssen.


MfG

Rainmaker
 
Ob man Tau bekommt, liegt am Zusammenspiel von Luftfeuchtigkeit und Temperatur. Es gibt Lüftungssteuerungen für Garagen und Keller, die genau für den Zweck entwickelt wurden. Tau und Korrosion sind sicher nicht unvermeidlich. Schaltschrankgehäuse aus Metall werden gerne pulverbeschichtet und sind sehr korrosionsbeständig. Es gibt auch Schaltschrankgehäuse für den Außenbereich, wenn man dennoch Tau befürchtet. Hier muss man das Rad nicht neu erfinden. Jenseits der typischen Hauselektrik ist aber ein Betrieb, der primär Hauselektrik macht, oft nicht der ideale Auftragnehmer.

Verstehe ich Dich richtig, dass der Motor an der Kuppel befestigt und der Zahnkranz stationär ist? Das wäre natürlich keine kluge Konstruktion, aber vermutlich nicht mit vertretbarem Aufwand zu ändern. Kannst Du eine Kabelschleppe verwenden? Zusammen mit dafür geeignetem Kabel ist das ein guter mechanischer Schutz, um Beschädigungen zu vermeiden und Biegeradien einzuhalten. Silikonleitungen sind auch bei tiefen Temperaturen sehr flexibel und feuchtigkeitsbeständig. Wer besorgt ist, kann nach der Installation alle sinnvollen Messungen (E-Check) machen lassen, die Ergebnisse dokumentieren und periodisch neu zu prüfen, dass die dauerhaft bewegte Leitung noch in Ordnung ist.

Ich kann aus der Ferne nicht beurteilen, ob das Produkt allen hier gültigen Vorschriften entspricht. Wenn man lange genug sucht, findet man in den meisten Installationen Mängel. Das bedeutet aber keineswegs, dass man eine Klage gewinnen würde. Bei so etwas Exotischem wie einer Sternwarte wird man zu bezahlbaren Preisen kaum ein schlüsselfertiges Produkt bekommen, sondern vermutlich Mängel und Restarbeiten selbst beheben müssen.

Michael
 
Hallo Michael,

das Problem mit der Betauung dürfte größtenteils nach kalten Nächten mit starken Temperaturanstiegen auftreten. An allen noch kalten Gerätschaften dürfte dann für eine gewisse Zeit ein recht kräftiger Taubeschlag auftreten. Mit einer sehr kräftigen Belüftung könnten man versuchen dagegen zu wirken, aber auch das dürfte einige Zeit dauern. Das Problem dabei ist, dass die Sternwarte, wenn sie nicht benutzt wird, komplett vom Netz getrennt ist. Der Aufwand für wäre also nicht so ganz ohne.
Falls du hier in der Gegend auch noch besondere Ansprüche an die Betriebe stellst, dann kommst Du nicht weit. ;) Hier musst Du nehmen was Du kriegen kannst, sonst kriegst Du gar nichts. Entweder weil es nichts gibt oder weil die Leute schlicht unwillig sind sich um "Kleinkram" zu kümmern. Kleines Beispiel gefällig. Ich habe hier mehr als ein halbes Jahr versucht die örtlichen Dachdecker Betriebe, das sind so etwa 15 Stück, angebettelt mir eine Dachfolie zu verkaufen. Bei den meisten gab es nichts und der Betrieb der so etwas hatte wollte mir nichts verkaufen, weil es sich nicht lohnen würde für so eine Kleinigkeit, knapp 200 Euro, eine Rechnung zu schreiben. Ein größeres Dach würden sie mir aber natürlich gern eindecken.
Der Motor befindet sich am Basisring der Kuppel und der Zahnkranz an der Kuppel selbst. Das Kabel liegt auf dem inneren Rand der Kuppel und kann nicht gequetscht oder geknickt werden. Falls Du mit einer Kabelschleppe so etwas wie eine Energiekette meinst, das wird wohl nicht klappen, da es Probleme mit der Befestigung geben dürfte. Der Rand ist halt keine ebene Fläche, sondern die Sammelfläche, bzw, der Ablauf des Kondenswassers der Kuppel.
Natürlich findet man immer Fehler, aber es wäre doch sehr überraschend, wenn ein Produkt das mindestens fünf Jahre vertrieben wurde grob die Vorschriften verletzen würde. Wäre das aber der Fall gewesen, so wäre man doch sicherlich so schlau gewesen noch der Neuauflage des Modells die alten Verkabelungspläne aus dem Netz zu nehmen.


MfG

Rainmaker
 
Hallo!

EInen Lösungsansatz könnte ich noch beitragen, gegen den selbst der hartgesottenste Elektoregelanwender kaum etwas einzuwenden haben können sollte oder würde, und wenn doch, dann soll er eben: Wie wäre es mit einer „Schwachstrominstallation“?
Die Stromversorgung der Sternwarte vom Haus her über ein 12V Netzteil einrichten, so dass dort nur Niederspannung ankommt. Die ganzen Geräte (Montrierung, Kameras, Laptop, (LED-)Beleuchtung, ...) brauchen ohnehin 12V. Und an die 220V Motoren der Kuppel kommen in unmittelbare Nähe kleine Wechselrichter (solche mit 100W Belastbarkeit kosten nur ein paar Euro), so dass auch die beweglichen Kabel dorthin ausschliesslich Niederspannung führen.

Viele Grüße
Maximilian
 
EInen Lösungsansatz könnte ich noch beitragen, gegen den selbst der hartgesottenste Elektoregelanwender kaum etwas einzuwenden haben können sollte oder würde, und wenn doch, dann soll er eben: Wie wäre es mit einer „Schwachstrominstallation“?
Du bist kein Elektriker, gel :)
Wie viel Meter sind es vom Haus zur Sternwarte (Spannungsabfall 12V-Leitung)?
in unmittelbare Nähe kleine Wechselrichter (solche mit 100W Belastbarkeit kosten nur ein paar Euro)
Hmmm, meinst Du, der Motor würde mit einem modifizierten Sinusstrom laufen? Richtige Sinuswechselrichter kosten mehr als ein paar Euro. Und wenn man bei chinesischen Wechselrichtern mal nachmisst... die geben die Leistung an, die am Eingang anfällt, nicht was der Wechselrichter (Stichwort Wirkungsgrad) am Ausgang abgibt. Dann sind da noch die reinen Anlaufströme und das Ganze natürlich wieder zurückgerechnet auf die 12V-Leitung.
Keine gute Idee

CS *entfernt*
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Du bekommst Tau, wenn sich feuchte Luft abkühlt, d.h. in Sommernächten bei klarem Himmel. Im Betrieb wirst Du das nicht vermeiden können, wobei eine Kuppel Dir den Vorteil bietet, dass der Innenraum nur teilweise zum Himmel abstrahlen kann. Das Teleskop wird vermutlich aber betauen und am Ende der Beobachtung hast Du die Feuchtigkeit in der Kuppel.

Bei geschlossener Kuppel wird die Innentemperatur normalerweise über der Außentemperatur liegen, d.h. die relative Luftfeuchtigkeit ist innen geringer als außen. Gartenhäuser sind darum selten richtig feucht. Eine kluge Lüftung kann die Restfeuchtigkeit verringern. Das geht evtl. mit einem kleinen solarbetriebenen Luftkollektor. Ich trockne damit Brennholz. Andere Leute halten damit nur zeitweilig bewohnte Berghütten trocken, was Deinem Anwendungsfall ja grob ähnelt. Idealerweise kann der Ausbau der Sternwarte etwas Feuchtigkeit puffern: Holz, Teppich, etc.

Mir ist nicht klar, warum der Motor über eine bewegte Leitung angeschlossen werden muss, wenn er stationär eingebaut ist, aber ich kenne natürlich die Konstruktion nicht und glaube mal, dass es so sein muss. Bewegte Leitung wird vor allem durch mechanische Beschädigungen des Mantels (Trittschaden, Quetschung) und durch Biegung mit zu kleinen Radien beschädigt. Außerdem müssen die Kontaktstellen vor mechanischer Belastung geschützt werden, d.h. man fixiert die Leitung in etwas Entfernung von der Klemmung. Wenn eine Kabelschleppe/Energiekette nicht geht, kann evtl. Spiralschlauch helfen. Die Leitung darf auf keinen Fall geknickt werden, sondern sollte an jeder Stelle freundliche Biegeradien einhalten.

Das Thema Handwerker und kleine Aufträge brauchen wir nicht vertiefen. Man bekommt Material in Kleinmengen oft auf Ebay, wenn Leute Baustellenreste verkaufen.

Michael
 
Hallo!

Du bist kein Elektriker, gel :)
Wie viel Meter sind es vom Haus zur Sternwarte (Spannungsabfall 12V-Leitung)?

Elektriker bin ich keiner, aber ein bisschen Ahnung darf ich davon trotzdem haben, oder? Wenn der Leitungsquerschnitt stimmt, dann können da auch ein paar Ampere fliessen. Und das Zeuch, was üblicherweise in der Sternwarte gebraucht wird (Montierung, Kamera, Steuereung), zieht weniger als zwei oder drei Ampere. Da reichen auch bei 20m Entfernung noch bezahlbare Kabel. Wenn es vom Haus zur Sternwarte wirklich weit sein sollte, dann kann man das 12V Netzteil ja auch gut geschützt in die Sternwarte stellen.

Hmmm, meinst Du, der Motor würde mit einem modifizierten Sinusstrom laufen?

Das müsste man ausprobieren. Nach meiner Erfahrung sind kleine Elektromotoren da ziemlich anspruchslos. Es geht hier nicht um einen Synchronmotor, der eine hundert Jahre alte Nachführung antreibt (wie bei unserer Sternwarte hier), sondern um zwei Motörchen, die jede Stunde für ein paar Sekunden laufen und die Kuppel und den Kuppelspalt nachführen. Wenn ich das richtig verstanden habe.

Viele Grüße
Maximilian
 
zieht weniger als zwei oder drei Ampere. Da reichen auch bei 20m Entfernung noch bezahlbare Kabel.
Nicht vergessen, Du möchtest doch auf 220V umwechseln... und wenn Du
aber ein bisschen Ahnung darf ich davon trotzdem haben, oder?
dann mal rechnen möchtest: 40m Kabel und 2-3A :)

Aber, die Diskussion führt im Moment zu nichts, weil wir nicht alle Parameter kennen.

CS *entfernt*
 
Hallo Rainmaker!
Nur zum Verständnis der Ausgangsfrage: Geht es jetzt um die generelle Stromversorgung vom Haus zur Sternwarte, oder nur um die Stromführung in der Sternwarte?
Wenn dir Metallschaltschränke wegen der Korrosionsgefahr und Feuchtigkeit nicht geheuer sind, dann würde ich an deiner Stelle aber auch nicht zu einem Holzschaltschrank tendieren. Da gibt es sicher andere Möglichkeiten. Such mal nach "Gehäuse" oder "Subverteiler" bei conrad oder reichelt.
Gruß
*entfernt*
 
Hallo Rainmaker!

Die Elektroverkabelung im Aussenbereich sollte genau durch gedacht sein. DIe Zuleitung muss einen gewissen Querschnitt haben, um die Leitungsschutzschalter im Fehlerfall sicher zum auslösen zu bringen. Ist der zu klein, und damit auch der Kurzschlussstrom Ik, löst die Sicherung nicht aus, und deine Sternwarte ist einmal im Winter dann auf alle Fälle "Eisfrei". Auch ist ein FI zwingend vorgeschrieben, ohne Installationstester (so ab 1000€) wirst du keine sichere Anlage nachweisen können.
Die Elektronik wie auch die Unterverteilungen gehören in Schutzkästen. Im Innenbereich geht ja noch IP44 im Aussenbereich geht der Spaß erst ab IP54 los.
Suche dir einen Elektriker deines Vertrauens und lass dich dazu beraten, die Sache mit den 230V ist nicht ohne, und die Bude ist schnell abgefackelt mit Equipment.
 
Hallo,

@maximilian,
ich werde jetzt ganz bestimmt nicht erst alles auf 12V bringen um dann in der Sternwarte mindestens drei bis vier Wechselrichter zu installieren. Die wenigsten Laptops benötigen übrigens 12v und meine Steuerung läuft mit 32V. Eine Befestigung des Wechselrichters für den Motor des Kuppelschiebers dürfte übrigens nicht ganz einfach werden, denn dort ist kein Platz um ihn zu verschrauben. Verkleben wäre auch keine gute Idee, denn das innere der Kuppel ist mit Farbe gestrichen und die haftet nach neun Jahren nicht mehr wirklich gut.

@Michael,
natürlich werde ich Tau nicht vermeiden können, der wird sich aber üblicherweise an der Wand der Kuppel niederschlagen, da dies üblicherweise der kälteste Punkt ist. Im schlimmsten Fall tropft dann auch etwas nach unten und landet auf der Abdeckung des Teleskopes oder dem Boden. Das ist kein Problem. Mir geht es aber um den Fall einer Kälteperiode, welche gefolgt wird von einer Warmfront. In dem Fall ist alles im Innern der Kuppel und des Unterbaus sehr deutlich kühler als die Luft und es schlägt sich über längere Zeit viel Tau ab. Eine Beheizung macht bei dieser Kuppel auch wenig Sinn, denn dafür ist sie zu gut belüftet. Zwischen Laufring und Kuppel ist umlaufend ein Spalt von vielleicht 3,5cm und der Spalt ist auch alles andere als winddicht. Unter normalen Umständen dürfte das allerdings gar nicht so nachteilig sein. In den letzten tagen war die Kuppel jedenfalls überraschend "kühl".
Der Motor der über eine bewegliche Leitung angeschlossen werden soll ist der Antrieb des Kuppelschiebers, nicht der Antrieb der Kuppel selbst. Die Leitung sollte eigentlich kaum zu beschädigen sein, da sie auf dem Rand der Kuppel liegt, also dem Ablauf für den Tau. Dort gibt es nichts was sie einklemmen, kicken oder quetschen könnte. Im schlimmsten Fall könnte die Leitung beim Rotieren der Kuppel über die Sturmsicherung rutschen und auf den Boden der Kuppel fallen ich habe daher einen Gewebeschlauch als Schutz eingeplant. Ein Spiralschlauch ist sehr viel steifer und würde einen sehr viel größeren Biegeradius zur Folge haben, was nur dazu führen würde, dass der Schlauch unnötig oft auf dem Boden landen würde.
Da das Kabel endlich ist und somit irgendwann auf Zug beansprucht werden kann habe ich meinen Elektromenschen gebeten sich eine Zwangsabschaltung auszudenken, vorzugsweise mit einem ME-8108, denn die sind am Spalt ohnehin schon verbaut.

@Hellfried,
es geht nicht um die generelle Stromversorgung. Um die und um einen Fehlerstroschutzschalter und um weitere Dinge wie vielleicht einen Trenntrafo kümmert sich mein Strippenzieher.
Die Überlegung beim Holzschrank war folgende. Normalerweise hängt das ganze Geraffel nackt am Basisring oder in der Kuppel. Über einige Jahre gibt es immer wieder weiter oben beschriebene Wettersituation einer Warmfront nach einer Kälteperiode, was zu Kondensation an allen Teilen im Innern der Kuppel führt. Ein einfacher Schrank, oder eher eine Holzkiste, würde nur zu einem deutlich kleineren Luftvolumen um die Komponenten führen, daher könnte auch kaum Tau entstehen und die höhere Feuchte ließe sich problemlos wegpuffern. Außerdem wäre Holz einigermaßen gut isolieren, was zu einer Verzögerung bei der Temperaturanpassung und damit zu nochmal geringerer Feuchte führt.
Subverteiler kennen bei Shops nicht und die Gehäuse werde ich bei beiden nicht einzeln durchblättern, es sei denn ich habe mehr Zeit als mir lieb ist. ;) Hast du vielleicht noch ein üblicheres Suchwort als "Subverteiler".

@Thomas,
wie schon weiter oben beschrieben, was die Zuleitung und das daran hängende Gedöns betrifft, so lasse ich das von jemandem machen. Von daher beschäftige ich mich damit nicht.


MfG

Rainmaker
 
Hi Regenmacher,

google mal unter dem Stichwort "Fibox Gehäuse", da sollte was brauchbares dabei sein. Ich habe mir ein solches Gehäuse für eine Außenanwendung besorgt, allerdings nicht für Netzspannung. In einer Sternwarte hätte ich da keine Bedenken.
Ansonsten hast Du ja schon einen realisierbaren Plan, finde ich. Silikonkabel sind natürlich schön flexibel, aber auch mechanisch ziemlich empfindlich nach meiner Erfahrung. Meine Idee wäre ein Gummiisoliertes Kabel (wie bei guten Verlängerungskabeln, allerdings gibt es da auch viel China-Schrott). Das mit der Rinne zum Auf- und Abrollen sollte gehen, wenn die "Brüstung" im Verhältnis zum Aufwickelradius hoch genug ist, ich habe so eine Lösung bei der Kabelführung an meiner primitiv-diy-cnc-Fräse realisiert, funktioniert einwandfrei, allerdings linear und nicht rund.
Und noch für die Kritiker: Ja, ich habe eine elektrotechnische Ausbildung und fast 50 Jahre Erfahrung.

Ich wünsche Dir gutes Gelingen und viel Spaß mit Deiner Sternwarte,
Reinhard
 
Hallo Regenmacher,
ich habe seit Jahren die Sternwarte über eine Leitungssicherung (LS) mit einem Fehlerstrom-Schutzschalter (FI) vorgeschaltet. Da Feuchtigkeit in einer Kuppel (Sternwarte) normal ist, muß auch gegen Erdpotenzial abgesichert werden. Während der LS die Leitung schützt, schützt der FI (RCD Schalter) den Menschen!
Intern läuft bei mir alles (Kuppelsteuerung, Montierung usw.) transformiert mit Niedervolt (12 und 24VDC); das ist das Sicherste im Arbeitsumfeld und auch kein Hexenwerk. Schlimm finde ich die 220V Versorgungsspannung im Kuppelring. Das "kribbeln" in einer taubeschlagenen Kuppel habe ich bei berühren der Kuppelwand selbst schon erlebt; den "namhaften" Hersteller dieser Kuppel nenne ich mal nicht ;) . Aber das war alles andere als VDE-gerecht, wird aber fleißig in D verkauft. Einen Trenntrafo kannst du dir sparen.
LG
Eberhard
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo nochmal,

ich möchte noch etwas zu den Kabelquerschnitten sagen.
Die Zuleitung scheint ja schon verlegt zu sein und wenn ich das richtig interpretiere, wurden 1,5mm^2 verlegt. Bei normaler Absicherung im Haus mit einem 16A Automaten ist das ok. Ein FI Schutzschalter sollte auch verbaut werden, das wurde ja hier schon richtig geschrieben.
Nun zur Motorleitung:
Bei einem Motor von 120W an 240V fließt grade mal ein halbes Ampere. Das wäre weniger als 1/30 der 16A, für die 1,5mm^2 verlegt wird. Die im Eingangspost angegebenen 0,24mm^2 sind etwa 1/6 von 1,5mm^2 und sollten somit dicke ausreichen, vorausgesetzt das Steuergerät ist mit einer Sicherung mit nicht mehr als 2,5A abgesichert. Das Kabel sollte natürlich vernünftig isoliert sein, also keinen Klingeldraht verwenden ;-).

LG & CS,
Reinhard

PS:
Da fällt mir noch was ein, womit man evtl. die Netzspannung auf dem beweglichen Kabel vermeiden kann. Da es sich um Wechselspannung handelt könnte man am Steuergerät auf z. B. 24V~ runter und direkt am Motor wieder auf 240V rauf transformieren. Dazu wären dann zwei Trafos mit 120VA nötig, von denen einer Karussell fährt. Das Kabel müsste dann bei 24V auf 5A ausgelegt sein, 0,5mm^2 sollte von der Strombelastung also reichen. Wenn der Spannungsabfall bei entsprechender Länge zu groß wird etwas größer dimensionieren.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,

@ Reinhard,
Fibox ist schon mal ein guter Tipp, auch wenn da im Moment nicht ganz die Maße dabei sind die ich mir wünsche.
Dank eines Tipps im blauen Forum bin vielleicht auch etwas weiter was die Verstauung des Kabels angeht. Für die ersten Versuche wird das Kabel wohl noch in der Kuppel landen. Danach wird es wohl über ein paar Rollen umgelenkt und im Raum unter der Kuppel landen, wo es zwischen einigen weiteren Rollen auf und abgewickelt werden kann. Als Kraft wird dazu das Gewicht von zwei 10cm POM-Rollen dienen. Das sollte für ca. 8m Kabel ausreichen, die Kuppel kann damit knapp ein mal in jede Richtung rotieren. Zur Not ließe sich das Kabel sicherlich auch noch etwas verlängern, aber ich sehe hierzu keine Notwendigkeit.
Deine Rechnung hat mein Strippenzieher in etwa bestätigt, wobei ich dann auch den nächsthöheren Durchmesser, also 0,5mm² gehen würde. Bei 100% Sicherheit lässt sich so wohl der Spannungsverlust auf irgendwas im 0,irgendwas Bereich beschränken.
Die Sache mit der Niederspannung ist mir auch schon durch den Kopf gegangen, allerdings habe ich keine Lust den Strom hin und her zu transformieren. Meine Idee wäre es den Motor zu tauschen, so das denn mit der Steuerung funktioniert. Scopedome bietet ja für ein Heidengeld auch 12V Motoren an. Nicht das ich Lust hätte für um die 500 Euronen so einen Motor zu kaufen, aber ich denke ich weiß inzwischen welchen Motor sie an das Getriebe adaptiert haben und der würde mich 39 Euro kosten. ;) Bliebe nur noch das Problem mit dem notwendigen Adapter.

@ Eberhard,

ja, von so elektrisierenden Erfahrungen habe ich auch schon gehört. Die Sache mit den Stromschienen im Basisring ist wohl nicht zwingend die beste Lösung. Einerseits bin ich froh so ein Ding nicht zu haben, andererseits ist ein bewegliches Kabel auch nicht das Gelbe vom Ei.
Was die Leistungssicherung angeht, ich habe mit meinem Strippenzieher noch nicht so richtig über das Ganze gesprochen. Ich habe nur das Kabel bekommen um es schon mal ganz grob in die Sternwarte zu führen. Der Rest kommt sobald die Mechanik und Abdichtung halbwegs steht. Mal sehen was er dann für den Anschluss an das Haus und die Sicherheit vorschlägt. Danach erst kommt die Verkabelung im Innern.


MfG

Rainmaker
 
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