Hallo Helge,
es ist doch ganz einfach, und hier auch schon mehrfach zutreffenderweise erklärt worden: Der Preis wird ermittelt durch Angebot und Nachfrage und dadurch, ob der Verkäufer Verkaufsdruck hat oder nicht. Wer verkaufen will, weil er das Geld für eine Neuanschaffung braucht, die er nicht erst in fünf Jahren, sondern in nächster Zeit tätigen will, wird mit dem Preis entsprechend so weit runtergehen, dass er möglichst bald einen Käufer findet.
Wer nur verkaufen will, weil das Zeug ihn inzwischen langweilt und es nur ungenutzt in der Ecke steht, der wird einen Preis aufrufen, der nicht sofort bezahlt werden muss, sondern irgendwann mal vom passenden Interessenten bezahlt wird. Ein solcher Preis ist dann erfahrungsgemäß höher.
Es gibt keine festen Regeln beim Gebrauchtkauf. Nur weil etwas sehr teuer war, muss es als Gebrauchtgegenstand nicht auch einen sehr hohen Preis erzielen. Jeder Verkäufer hat für jeden Gegenstand, den er anbietet, eine untere Grenze für den Preis im Kopf, jeder Käufer, der nach einem Gegenstand sucht, genauso. Diese beiden Vorstellungen müssen überein gebracht werden. Wenn das nicht geht, was ja völlig okay ist, kommt eben kein Geschäft zustande, so einfach ist das.
LG Olaf