Keine Nachfrage mehr nach Astro-Produkten?

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Also bist Du, Wolle, bereit hier im Forum einen neuwertigen Artikel für 81% des Neupreises zu erwerben? Nehm ich Dir nicht ab.

Meine Erfahrung ist, dass bei den meisten die Schmerzgrenze bereits um ~70% des NP trotz makellosem Zustand, vollständigem Zubehör & OVP erreicht ist.

CS, Ralf
 
Ich habe so meine Bedenken Teleskope und Montierungen gebraucht zu erwerben, der Preis ist erstmal zweitrangig.
Ich möchte keine Gerätschaften kaufen, die sich mehrere Jahre in Gartensternwarten befunden hatten oder gar Montierungen im Freien nur mit einer Plane abgedeckt.
Vielleicht übertreibe ich maßlos, aber so ein Zeug will ich nicht gebraucht kaufen.
 
Ja zum Beispiel die Mehrwertsteuer 19%.
Wenn ich etwas kaufe, z. B. neuwertig, dann erwarte ich ganz einfach vom Verkäufer das er mindestens diese mir erlässt. Warum soll ich diese nochmal bezahlen? Nur weil er beim Kauf vom Staat mit 19% abgezockt wurde?
Aber wenn ich mir die "neuwertigen" Artikel, auch hier im Forum anschaue, dann sind diese 19% eben nicht abgezogen, also kaufe ich nicht.
Gruß Wolle

Von solchen Gedankenspielen halte ich nichts. Als Käufer vergleiche ich den Preis, den ich beim Händler für Neuware bezahlen müsste mit dem, der vom Privathändler aufgerufen wird. Und dann schaue ich, ob mir der Artikel den Gebrauchtpreis wert ist. Faktoren sind Zustand, Alter, aktueller Neupreis, aktuelle Verfügbarkeit als Neuware und ob eventuell noch Garantie auf dem gebrauchten Artikel vorhanden ist. Ich kaufe neu, wenn ich Rückgaberecht, Gewährleistung und Garantie möchte.

Wenn der Gebrauchtpreis so attraktiv ist, dass ich auf diese Dinge verzichten kann, kaufe ich gebraucht. Das ist aber bei mir Gefühlssache und keine mathematische Frage. Ich fange keine Rechenspielchen an und ziehe vom gedachten Neupreis erst mal 19% ab, um dann vom Nettobetrag noch mal einen Prozentsatz nach eigenem Gusto abzuziehen, um zu beurteilen, ob der Gebrauchtpreis gerechtfertigt ist oder nicht. Das beurteile ich allein danach, wie ich es gerade beschrieben habe.

LG Olaf
 
Ich habe so meine Bedenken Teleskope und Montierungen gebraucht zu erwerben, der Preis ist erstmal zweitrangig.
Ich möchte keine Gerätschaften kaufen, die sich mehrere Jahre in Gartensternwarten befunden hatten oder gar Montierungen im Freien nur mit einer Plane abgedeckt.
Vielleicht übertreibe ich maßlos, aber so ein Zeug will ich nicht gebraucht kaufen.

Ja, das sehe ich ähnlich. Allerdings kann man anhand von Fotos schon beurteilen, wie mit der Ware umgegangen wurde und in welchem Zustand sie ist. Ich hab in meiner Anfangszeit mehrere Teleskope gebraucht gekauft und alle waren tatsächlich neuwertig. Da habe ich einiges gespart. Bei Montierungen wäre ich auch vorsichtiger.

LG Olaf
 
Ja, das sehe ich ähnlich. Allerdings kann man anhand von Fotos schon beurteilen, wie mit der Ware umgegangen wurde und in welchem Zustand sie ist. Ich hab in meiner Anfangszeit mehrere Teleskope gebraucht gekauft und alle waren tatsächlich neuwertig. Da habe ich einiges gespart. Bei Montierungen wäre ich auch vorsichtiger.

LG Olaf
Man kann sich da nie sicher sein, es sei denn, man kennt die Leute aus dem Forum.
Ich habe zum Beispiel mit meiner AM5 paar Crashs gefahren, wer will so ne Montierung noch gebraucht kaufen, auch wenn sie tatsächlich noch wie neu läuft.
Wie gesagt, ich bin da etwas eigen und übertreibe sicher etwas.
 
Man darf auch nicht vergessen, dass es immer mal wieder Sonderangebote bei den Händlern gibt und häufig auch etwas Verhandlungsspielraum bei den großen Händlern. 5-10% - bei manchen Aktionspreisen auch deutlich mehr - darf man dafür schon mal von der UVP abziehen...
Dann noch Abzüge für die fehlende Gewährleistung (die bei Privatverkäufen ja meist ausgeschlossen ist) und für das Alter und die Nutzungszeit der Teile.

Garantie ist eine freiwillige Leistung (meist) der Hersteller. Ob man die als Gebrauchtkäufer ggf. in Anspruch nehmen kann hängt von den Garantiebedingungen ab die der Hersteller frei festlegen kann.
Gewährleistung hat der Händler für 2 Jahre zu leisten - nur gegenüber dem Erstkäufer. Und der Verkäufer der gebrauchten Wäre für 1 Jahr gegenüber dem Käufer - das lässt sich aber bei Privatverkäufen einfach ausschließen. Die Grenze zwischen privat und gewerblich verschwimmen dabei aber manchmal...

Ciao, Udo
 
Meines Wissens ist es bei Neuware, die noch Garantie hat, nicht möglich die Garantieanspüche auf einen Wiederverkauf mit zu verkaufen. Wenn aus Kulanz der Garantieanspruch vom nicht auf der Rechnung stehenden vom Händler übernommen wird, ist das super!
Wenn ich falsch liege, dann korrigiert mich.
Gruß Wolle

Die Herstellergarantie geht meines Wissens nach bei Besitzerwechsel auf den neuen Besitzer über. Die Gewährleistung des Händlers erlischt hingegen. Ich bin aber sicher, dass das bei den hier bekannten Astrohändlern kulant geregelt wird, wenn entsprechende Nachweise vorliegen.

LG Olaf
 
Die Herstellergarantie geht meines Wissens nach bei Besitzerwechsel auf den neuen Besitzer über.
Wie gesagt: Das hängt von den Garantiebedingungen ab die der Hersteller beliebig festlegen kann. Freiwillige Leistung halt - da ist nichts gesetzlich oder so geregelt.

Und wie bereits erwähnt: Die Hersteller von Astrokram hocken oft in China... Oder der Hersteller ist gar nicht konkret benannt. Garantiescheine und Garantiebedingungen (schriftlich) gibt es auch eher selten.

In der Praxis bleibt meist nur die gesetzliche Gewährleistung. Da kann man natürlich über den Gebrauchtverkäufer die Gewährleistung in Anspruch nehmen, wenn der bereit ist den Aufwand mitzugehen.

Anderseits habe ich die deutschen Händler als durchaus kulant erlebt. Und selbst einige chinesische Hersteller sind im Fall der Fälle durchaus kulant z.B. bei defekten Kameras. Ist aber dann immer stressig und die Versandkosten muss man häufig selbst zahlen.

Ciao, Udo
 
Anderseits habe ich die deutschen Händler als durchaus kulant erlebt.
Auch wenn das Thema etwas abweicht vom initialen(man entschuldige mich bitte), möchte ich doch immer wieder gerne meine persönliche Erfahrungen mit deutschen "ehrlichen" Händlern dazufügen vom EU Ausland aus:

Erst muss man sie drei mal anschreiben bevor man Ernst genommen wird.

Es gilt die Taktik: Ausweichen, abwimmeln.


Gut ich erlaube mir hier dass so auszudrücken nach mehrfachen Bestellungen bei grossen DE Shops über einige Jahre. Habe auch engen Kontakt zu anderen Hobby Astronomen die mir diese Auffälligkeiten bestätigten innerhalb Deutschlands.


Clear skies,
- Martin
 
Naja - also bevor ich was verschrotte, verkaufe ich es lieber unter Wert!
Bei mir steht demnächst der Verkauf meines TS-Optics APO 80 F7 SD an. Das gute Stück kostet derzeit neu 700€. Ich hab letzten Herbst 450€ gebraucht bezahlt. Würde mich natürlich sehr freuen, wenn ich das auch wieder bekommen würde, denn das Teleskop ist wirklich extrem gut - vor allem für DAS Geld. Andererseits, komm ich notfalls auch damit klar, wenn’s für 400€ über den Tisch geht - dann hatte ich halt ne Nutzungsgebühr von rund 50€, was ja OK ist. Hätte ich das Scope aber neu gekauft, würde ich natürlich versuchen 550-600€ zu bekommen, bis minimal 500€ denke ich.
Es gibt sooo viele Faktoren die da rein spielen…. Man kann einfach nicht pauschalisieren!
Moin ersma

Jahaaa, aber wenn ein Neu-Gerät weit mehr als 1300 € kostet, ich es gebraucht für sagen wir 1000 € bekommen hab, kann ich es nicht für 500 oder 700 anbieten, nur damit es jemand kauft. Das Gerät hat halt seinen Wert, der auch nach Jahren nicht kleiner wird, nur weils bis dahin keiner gekauft hat.
Zu verschenken hab ich nichts, weder Gebrauchtes noch Neues. Und wenn jemand interessiert ist und z.B. genau das Gerät wirklich haben möchte aus bestimmten Gründen... Brennweite, Lichtstärke... dann soll er auch den Wert bezahlen.

Ich pauschalisiere nichts, aber hab eben andere Ansichten bzw Erfahrungen als andere. Was völlig normal ist, bei mir vielleicht bißchen extremer. Das Wort "Nutzungsgebühr" find ich aber fast cool dafür, daß man eben das Gerät mal haben wollte, benutzt, bis es eben., aus welchen Gründen auch immer, wieder weggehen soll. Diese Nutzungsgebühr darf aber nicht 50% des Neu- bzw Gebrauchtpreises betragen, nur damit ein anderer sich (Teil des Posts von Moderation entfernt. Grund: Der Text lag außerhalb der in den Nutzungsbedingungen unter §3 Abs. 1 vorgegebenen Grenzen. Bitte Nutzungsbedingungen beachten: Nutzungsbedingungen --> §3) freut, während ich das Gerät teuer bezahlt hab. Der hohe oder höhere Preis hat seinen Grund, das weiß derjenige dann auch, der genau das Gerät haben will.

Gruß
Helge
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Helge,

es ist doch ganz einfach, und hier auch schon mehrfach zutreffenderweise erklärt worden: Der Preis wird ermittelt durch Angebot und Nachfrage und dadurch, ob der Verkäufer Verkaufsdruck hat oder nicht. Wer verkaufen will, weil er das Geld für eine Neuanschaffung braucht, die er nicht erst in fünf Jahren, sondern in nächster Zeit tätigen will, wird mit dem Preis entsprechend so weit runtergehen, dass er möglichst bald einen Käufer findet.

Wer nur verkaufen will, weil das Zeug ihn inzwischen langweilt und es nur ungenutzt in der Ecke steht, der wird einen Preis aufrufen, der nicht sofort bezahlt werden muss, sondern irgendwann mal vom passenden Interessenten bezahlt wird. Ein solcher Preis ist dann erfahrungsgemäß höher.

Es gibt keine festen Regeln beim Gebrauchtkauf. Nur weil etwas sehr teuer war, muss es als Gebrauchtgegenstand nicht auch einen sehr hohen Preis erzielen. Jeder Verkäufer hat für jeden Gegenstand, den er anbietet, eine untere Grenze für den Preis im Kopf, jeder Käufer, der nach einem Gegenstand sucht, genauso. Diese beiden Vorstellungen müssen überein gebracht werden. Wenn das nicht geht, was ja völlig okay ist, kommt eben kein Geschäft zustande, so einfach ist das.

LG Olaf
Hallo Olaf

Es ist eben NICHT "einfach". Der Preis wird zu allererst durch die Kwalität (jaaa, ich weiß, daß das anders geschrieben wird, ich mag es aber gern sooo schreiben) des entsprechenden Gerätes bestimmt. Wenn es eine bestimmte Kwalität hat, wird es teurer sein als andere Geräte mit vergleichbaren Eckdaten. Und das darf sich dann auch beim Gebrauchtpreis zeigen. Klar hat mancher es eiliger, mancher aber eben nicht. Klar auch, daß hochpreisigere Sachen nicht sofort weggehen, weil man eben nicht mehr schnell mal viel Geld locker machen kann. Wenn einem aber das Gerät einen bestimmten Preis wert ist, kauft er es auch. Immerhin nicht für Neupreis, aber doch auch teurer als Ramsch, wenn man keinen Ramsch haben will.

Man kann keinen echten Triplet-Apo mit nem SD vergleichen, nur weil beide gleiche Brennweite und Lichtstärke haben. Sowas meine ich z.B. ! So kann niemand erwarten, diesen Apo zum Preis eines gebrauchten SDs zu bekommen. Dann gibt es auch noch gute Geräte, die es heute gar nicht mehr neu zu kaufen gibt in der Kwalität, die sie einst mal hatten. Heute ist ja alles schon "Apo", was mehr als EINE Linse hat... is doch wahr. Und diese älteren Geräte mit noch richtig guter Optik dürfen auch heute noch mehr kosten, als die, die bei gleichen Werten billigere Optik bekommen haben, aber neu halt mehr kosten als damals das gute Gerät !

Und jemand, der auf (z.B.) solcherlei Sachen achtet und auch danach sein Zeug aussucht, der wird für ein besseres Gerät auch mehr bezahlen... WEIL er um die Kwalität weiß.

Gruß
Helge
 
Ja zum Beispiel die Mehrwertsteuer 19%.
Wenn ich etwas kaufe, z. B. neuwertig, dann erwarte ich ganz einfach vom Verkäufer das er mindestens diese mir erlässt. Warum soll ich diese nochmal bezahlen? Nur weil er beim Kauf vom Staat mit 19% abgezockt wurde?
Aber wenn ich mir die "neuwertigen" Artikel, auch hier im Forum anschaue, dann sind diese 19% eben nicht abgezogen, also kaufe ich nicht.
Gruß Wolle
Hallo Wolle

(Teil des Posts von Moderation entfernt. Grund: Der Text lag außerhalb der in den Nutzungsbedingungen unter §3 Abs. 1 vorgegebenen Grenzen. Bitte Nutzungsbedingungen beachten: Nutzungsbedingungen --> §3)

Klar, man muß sich halt einigen, aber ganz so pauschal würde ich das nicht sehen... zu Lasten des Gebraucht-Verkäufers.

Das "Problem" entsteht ja auch eigentlich erst, wenn die Sachen teuer waren. Bei Kleinkram sieht das wohl keiner so eng und läßt auch mal nen anderen Preis als den vorgestellten gelten. Teure Sachen sind halt mit größeren Zahlen versehen, da wird man automatisch etwas bissiger beim Kaufen oder Verkaufen. Hab ich zumindest den Eindruck...

Gruß
Helge
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Auch wenn das Thema etwas abweicht vom initialen(man entschuldige mich bitte), möchte ich doch immer wieder gerne meine persönliche Erfahrungen mit deutschen "ehrlichen" Händlern dazufügen vom EU Ausland aus:

Erst muss man sie drei mal anschreiben bevor man Ernst genommen wird.

Es gilt die Taktik: Ausweichen, abwimmeln.


Gut ich erlaube mir hier dass so auszudrücken nach mehrfachen Bestellungen bei grossen DE Shops über einige Jahre. Habe auch engen Kontakt zu anderen Hobby Astronomen die mir diese Auffälligkeiten bestätigten innerhalb Deutschlands.


Clear skies,
- Martin
Hallo auch

Die Sache wird schlimmer... finde ich... wenn man jemanden (einen Händler) hat, der einem (zweimal) ein Gerät zusagt und dann nicht liefert, liefern kann, weil irgendwelche Teile nich rankommen oder oder oder. Dann sitzt man da, kriegt sein Gerät nicht und muß sich im Gebrauchtmarkt umsehen, um wenigstens etwas Ähnliches zu bekommen, wenn nich gar mit gleichen Werten. Oder eben selbstbauen, was auch nich jedermanns Sache isch.

Gruß
Helge
 
Hallo Helge,

der Preis eines Produktes wird vom Markt bestimmt. Qualität ist immer teurer als Schund, das ist richtig. Allerdings nur dann, wenn es auch einen Markt dafür gibt. Wenn es keine Nachfrage zu einem bestimmten Preis gibt, wird das Produkt nicht verkauft, egal wie gut es ist. Daher ist es sehr wohl so einfach: wenn der Verkäufer unbedingt verkaufen will, wird er den Preis solange senken müssen, bis die Nachfrage einsetzt. Wenn der Verkäufer nicht verkaufen muss, gibt es eben keinen Verkauf, doch so einfach ist das.

Niemand zwingt Dich aber doch, unter dem qualitativ gerechtfertigten Preis zu verkaufen! Natürlich darfst Du als Verkäufer den Preis festsetzen, den Du willst. Ich hatte ja oben beschrieben, dass es immer darauf ankommt, ob jemand Verkaufsdruck hat oder nicht bzw. darauf, ob ein Käufer das Produkt unbedingt haben will. Angebot und Nachfrage eben, die bestimmen, ob ein Geschäft zustande kommt.

LG Olaf
 
Doch Helge. Es ist immer noch ganz einfach.

Die Zauberworte für die Preisentwicklung in einer einigermaßen freien Marktwirtschaft lauten weiterhin „Angebot“ und „Nachfrage“.

Es nützt kein Trotz.

Es steht Dir frei, das zu akzeptieren, oder nicht.
Niemand zwingt Dich, etwas zu einem Preis zu verkaufen, der Dir zu niedrig erscheint.
Niemand zwingt Dich, etwas zu einem höheren Preis zu kaufen, als zu dem, den Du bereit bist, noch zu zahlen.
Niemand zwingt Dich, nach festen Prozenten abzuwerten.

Aber bedenke immer: Das gilt auch für die Anderen.

So kannst Du Dir sowohl als Käufer, wie auch als Verkäufer, Deine Regeln selbst machen. Ganz, wie Du willst.
Du kannst Dir mit beliebigen Vorstellungen und mathematischen Formeln Preise ausrechnen. Und frei entscheiden.

Und wenn Du mit Deinen Vorstellungen etwas nicht los wirst, oder umgekehrt etwas nicht bekommst, dann steht es Dir weiterhin frei, Deine Vorstellung und Deine Formeln zu ändern, anzupassen, zu korrigieren. So lange, bis es passt.

Oder Du lässt es. Auch gut.

CS

Dietmar
 
Hallo Helge,

zur „Mehrwertsteuer“, eigentlich Umsatzsteuer, schreibe ich später auch noch was, da herrscht bei Dir eine falsche Vorstellung vor, was aber nicht ungewöhnlich ist. Hab aber erst später Zeit dafür.

LG Olaf
 
Ach Jungs, beruhigt euch!!!
Der Verkäufer bestimmt den Preis, und der Käufer entscheidet, wieviel er bereit ist zu zahlen - entweder wird man sich einig, oder eben nicht… und wenn es grad gar keinen Interessenten gibt, dann gibts den halt nicht.
So einfach ist das Ganze! Der Rest ist nur Blablabla und führt zu nix.
 
Hallo!
So einfach ist das Ganze! Der Rest ist nur Blablabla und führt zu nix.
Wenn es so einfach wäre, dann gäbe es nicht schon seit 67 Jahren die „Schwacke-Liste“ für die Preisfindung bei Gebrauchtwagen, das „Blue Book“ für Flugzeugpreise oder diverse Bodenrichtwerte und sonstige Listen für die Bestimmung einer Verhandlungsbasis bei Immobiliengeschäften.
Manche Menschen können ohne so ein Hilfsmittel zu einer Einigung kommen, aber vielen ist es lieber, wenn sie von einer anerkannten Basis aus verhandeln können. Der Handel mit astronomischen Instrumenten und Zubehör ist verglichen mit meinen drei Beispielen oben lächerlich gering (wahrscheinlich übersteigt ein einziger Flugzeugverkauf den gesamten Jahresumsatz in der Astrobranche in Deutschland) weswegen niemand sich jemals die Mühe machen wird, eine Liste zu erstellen und zu pflegen. Und deswegen wünschen einige sich eine einfache Zahl wie 50, 60 oder 70 Prozent, wenn sie einen Käufer für ihre Ausrüstungsteile suchen. Kann ich persönlich sehr gut verstehen.

Und was diese Mehrwertsteuersache angeht (dieselbe Diskussion hatten wir mit demselben Forenteilnehmer in der Vergangenheit auch schon): Es ist bestimmt richtig, dass der Mehrwertsteuerbetrag nicht Teil des Wertes eines Teleskops ausmacht. Ebensowenig ist die Handelsspanne Teil seines Wertes. Wenn ein Teleskop im Laden also 1000 Euro kostet, dann sind in diesem Preis 200 Euro Umsatzsteuer und mindestens noch einmal 300 Euro Spanne. Der eigentliche Wert beträgt also 500 Euro. Nähmen wir diesen als Basis für die Gebrauchtpreisfindung, dann wären neuwertige Fernrohre, die im Geschäft 1000 Euro kosten, auf dem Gebrauchtmarkt für 300 Euro zu haben. Die Realität zeigt uns, dass es nicht so ist. Bei Autos und Flugzeugen genausowenig. Wir können dieses Thema also ein für allemal beerdigen!

Grüße
Maximilian
 
Du verkennst da etwas: Sowas wie die Schwacke-Liste ist KEINE Vorgabe für den Wert sondern der ermittelte Wert aus tatsächlichen Verkäufen/Käufen. Bevor ein Fahrzeug in die Schwacke-Liste aufgenommen wird muss erst eine Anzahl von Verkäufen vorliegen aus denen dann der "Schwacke-Wert" berechnet wird.

Natürlich hat der anschließend in der Liste veröffentlichte Wert dann auch wieder Einfluss auf die späteren Verkäufe - da gibt es dann einer Art Rückkopplung. Aber zunächst pendelt sich der Wert von Fahrzeugen erstmal auf Grund von Angebot und Nachfrage auf einen bestimmten Preis ein - dieser wird dann halt in die Liste aufgenommen.

Also auch mit solchen Listen: Der Preis für Gebrauchtware reguliert sich in erster Linie durch Angebot und Nachfrage.

Und noch etwas mehr Off-Topic:

Und zu den Steuern: Wir alle "nutzen" die "Wohltaten" des Staates/Landes/der Stadt in der wir leben. Wir fahren auf Straßen die wir nicht selbst bezahlen. Wir haben ein soziales Netz welches uns im Fall der Fälle zumindest in gewissem Umfang eine Existenzsicherung bietet. Unsere Unternehmen arbeiten in einem internationalen Umfeld dessen Regeln von der Politik vorgegeben werden (z.B. "Straf-"Zölle etc.). Wir bzw. unsere Arbeitgeber profitieren von Förderungen gewünschten Verhaltens. Wir profitieren von einer gewissen Sicherheit (Polizei, Bundeswehr) und einem einigermaßen brauchbaren Rechtssystem. U.v.m.
Natürlich muss all das irgendwie finanziert werden. Und dafür müssen wir natürlich z.B. über Steuern zahlen. Über Höhe von Steuern, Sinnhaftigkeit bestimmter Steuern etc. kann man dabei trefflich streiten. Aber grundsätzlich sind Steuern erstmal unverzichtbar wenn der Staat keinen Goldesel hat der regelmäßig Dukaten sch...

Die Umsatzsteuer besteuert den "Wertzuwachs" den ein Produkt bei einem Händler erfährt. Im Prinzip zahlt ein Händler nur die Umsatzsteuer auf die Differenz zwischen Einkaufs- und Verkaufspreis. Jeder Händler in der Kette. Über die ganze Handelskette addiert sich das dann halt auf - und der Endkunde bezahlt am Ende die komplette Umsatzsteuer auf den Verkaufspreis.
Diese Steuer ist deutlich weniger "ungerecht" als manch andere Steuer, denn im Prinzip wird damit dann ja der Konsum besteuert. Wer viel kauft (weil er viel Geld hat) zahlt insgesamt mehr Mehrwertsteuer. Im Gegensatz zu vielen anderen Steuern sind also die "Reichen" stärker von der Steuer betroffen als die ärmere Bevölkerung. Das Konzept der Umsatzsteuer hat sich praktisch weltweit durchgesetzt und funktioniert. Als Kunde kann man natürlich darüber jammern, nutzt aber natürlich nichts ;-)

Bei Gebrauchtverkauf "von Privat" entfällt die Umsatzsteuer. Beim Gebrauchtverkauf durch einen Händler übrigens nicht! Das ist eine Sonderregelung zur Vereinfachung zwischen Privatleuten. Im Privatbereich würde ich trotzdem immer den Bruttopreis inkl. Umsatzsteuer/Mehrwertsteuer zu Grunde legen. Es gibt keinen Grund beim Privat(ver)kauf die Umsatzsteuer abzuziehen. Der private Verkäufer hat sie ja beim Neukauf bezahlt und als Gebrauchtkäufer müsste ich - wenn ich das Produkt neu vom Händler kaufe - diese Steuer ja auch bezahlen. Also immer mit Bruttopreisen rechnen ;-)

Ciao, Udo

P.S.: Der tatsächliche WERT eines Produktes spielt beim Kauf/Verkauf im Übrigen eine untergeordnete Rolle. Man bezahlt den Preis den man als Käufer bereit ist zu zahlen - Haben-Wollen spielt da häufig eine deutlich größere Rolle als der tatsächliche Produktwert....
 
Hallo,

im Kaufpreis ist nicht nur die Mehrwertsteuer enthalten. Der Händler dürfte von seinen Einnahmen auch Gewerbesteuer zahlen und der Inhaber Einkommenssteuer. Etwaige MitarbeiterInnen dürften in der Regel auch Steuern zahlen. Die auf der Rechnung ausgewiesene Mehrwertsteuer ist also nicht die einzige Steuer, die im Kaufpreis steckt. Wie hoch der nackte Wert des Produkts ist, lässt sich vermutlich deshalb von außen gar nicht feststellen, ausser halt über Angebot und Nachfrage.

Viele Grüße
Jörg
 
Ach Jungs, beruhigt euch!!!
Der Verkäufer bestimmt den Preis, und der Käufer entscheidet, wieviel er bereit ist zu zahlen - entweder wird man sich einig, oder eben nicht… und wenn es grad gar keinen Interessenten gibt, dann gibts den halt nicht.
So einfach ist das Ganze! Der Rest ist nur Blablabla und führt zu nix.
Grundsätzlich richtig ! Yeah !
 
Hallo Helge, kein Problem, ich hab da kein Sendungsbewusstsein, mir reicht es über Gebühr, dass ich das beruflich mache. Allerdings sollten wir dann solche Diskussionen hier auf Stammtischniveau generell lassen und uns aufs Astrozeug beschränken.

LG Olaf
 
Sag ich doch !
 
Und Werterhaltung? *lol* Wenn etwas ungenutzt bei Dir im Schrank liegt hat es zumindest für Dich keinen praktischen Wert. Klar: Man kann das Zeug das man nicht zum gewünschten Preis verkauft bekommt als "Sparbuch" sehen. Dessen Wert bestimmt sich aber halt am realistischen Verkaufspreis, nicht an unrealistischen Wunschvorstellungen. Insofern ist das ungenutze Teleskop im Schrank auch nicht mehr wert als ein Käufer dafür bereit ist zu bezahlen. Nix mit Werterhalt.

Wobei Du natürlich Glück haben kannst, dass das Zeug in 50 Jahren als Antiquität hoch gehandelt wird oder die allgemeine Preisentwicklung vergleichbare Geräte unerschwinglich macht. Dann könnte Deine Preisvorstellung irgendwann realistisch werden. Das ist aber auch kein Werterhalt - das ist Spekulation.

Ciao, Udo
 
Zuletzt bearbeitet:
Ein komplettes Smartscope braucht kein klassisches Zubehör mehr - und dann waren da noch Wetter und Lichtverschmutzung ...

Gruß,
Peter
Moin Peter

Recht hast, allgemein... Wetter und Lichtverschmutzung sind mit das größte Übel hier...

Aber ist denn ein "Smart-scope" als das neue Non plus Ultra anzupreisen, um das man sich jetzt reißen sollte ? Ist da nich der Anspruch, mit eigen ausgesuchten Mitteln sprich Optik, Monti, Filter, Kamera alles selbst zu generieren, netter und schöner ? Niemand holt aus einem "Smart scope" das heraus, was manche hier aus gutem Equip rausholen. Die Mühe, die Ausdauer, das Bestreben des Einzelnen an sich, all das ist es doch, was unsern Astro-Kram und die dadurch möglichen Ergebnisse so bemerkenswert macht.

Wenn ich mir so ansehe, was aus den komischen scopes rauskommt... damit wäre ich nicht zufrieden. Vielleicht reichts für einen, der grad anfängt, sich aber mit dem Funktionsumfang eines mehr schlechten als rechten Vollautomaten und dessen Bilder brüstet... aber grad der sollte sich doch erstmal mit der Materie Astronomie beschäftigen, um eine gesunde Wissens-Basis zu schaffen für die Grundsätzlichkeiten, die gegeben und zu beachten sind, um überhaupt Bilder von stellaren, nebulösen oder planetaren Objekten zu machen.

Ich schätze die Leute sehr, die sich da auskennen und absolut hervorragende Bilder machen, vom Equip bis über die EBV mit entsprechender Software und und und...
Wenn ich groß bin, möchte ich das auch mal können... schaff ich wohl nicht mehr... liegt aber nich an der Größe, sondern an Alter und Krankheitszustand...

Gruß
Helge
 
Und Werterhaltung? *lol* Wenn etwas ungenutzt bei Dir im Schrank liegt hat es zumindest für Dich keinen praktischen Wert. Klar: Man kann das Zeug das man nicht zum gewünschten Preis verkauft bekommt als "Sparbuch" sehen. Dessen Wert bestimmt sich aber halt am realistischen Verkaufspreis, nicht an unrealistischen Wunschvorstellungen. Insofern ist das ungenutze Teleskop im Schrank auch nicht mehr wert als ein Käufer dafür bereit ist zu bezahlen. Nix mit Werterhalt.

Wobei Du natürlich Glück haben kannst, dass das Zeug in 50 Jahren als Antiquität hoch gehandelt wird oder die allgemeine Preisentwicklung vergleichbare Geräte unerschwinglich macht. Dann könnte Deine Preisvorstellung irgendwann realistisch werden. Das ist aber auch kein Werterhalt - das ist Spekulation.

Ciao, Udo
Kannst Du ( und darfst wohl auch...) sehen, wie Du willst. Ich zumindest erhalte für mich den Wert des Gerätes, und damit auch den Preis, der dafür zu zahlen war und ist. Es hat seinen Preis gekostet, und nur, weils grad keiner kaufen will, verliert es nich automatisch an Wert. Wenn ich etwas haben möchte und es angeboten finde, dann kaufe ich es, wenn ich mit dem Preis leben kann und es das wert ist. Das wird jeder Käufer so machen, denke ich.
Gepflegte Optik verschleißt nicht, warum soll dann der Preis verschleißen ? Es ist ja keine Wunsch- oder Preisvorstellung, sondern bezahltes Gut mit entsptrechendem Preis bei entsprechender Kwalität (geiles Wort :p )

Wer die halt nicht bezahlen will, der kriegts nich, ganz einfach. Weder gebraucht noch viel weniger neu... DAS zumindest IST einfach !
 
Gäääähn!!
Will jemand mein TS-Optics Doublet SD-Apo 80 mm f/7 - FPL53 / Lanthanglas Teleskop zum Neupreis haben? Ich selber hab es zwar gebraucht für zarte 480€ bekommen, aber für 700€ geb ich es gern weiter! Oh man - merkt ihr eigentlich wie ihr euch im Kreis dreht?!?!
P.S.: Für 480€ würd ich es ernsthaft wiede weiterverkaufen!
 
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Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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