Moin nochmal!
So, jetzt habe ich eine Stunde Beobachtung mit dem 8"-Dobson aus dem Garten heraus hinter mir (19:15 - 20:15 Uhr).
Draußen wartete schon mein Mütterlein, die auch immer ganz versessen auf Kometenbeobachtungen ist. Als die letzten Wolken wegzogen, sah sie den Kometen ebenfalls leicht flächig - es ist also für einen Laien nicht weiter schwer zu erkennen.
Als ich den Dobson aufgebaut hatte, ein erster Blick durch den Sucher: selbst das war schon ein Anblick zum Götterzeugen!

Ich hab' dann für Muttern dieselbe Vergrößerung wie letzten Sa. in den Dobson reingedreht (100x), damit sie den Vergleich zum letzten Mal hat. Erster Kommentar war: WOW!

Dann beschrieb sie mir die Einzelheiten, als wenn sie schon jahrelang eine eigenes Teleskop besessen hätte (sie ist 65...) - ich war doch recht erstaunt. :augenrubbel: Naja, immerhin dürfte sie auch schon mehr als ein Dutzend Kometen gesehen haben.
Nach diesem kleinen Exkurs nahm ich mir die Geschichte etwas genauer unter die Lupe. Die hellere Koma ist auf keinen Fall mehr so scharf begrenzt wie noch letzten Sa. - das "Ausfasern" an der einen Seite ist sehr deutlich, und ich hatte den Eindruck, als ob diese Fasern in sehr schwache Strahlen auslaufen. Kann Einbildung sein, denn die helle Kometenscheibe erzeugt merkwürdige Kontrastunterschiede in der Umgebung. Am besten fielen diese Strahlen auf, wenn man das Teleskop leicht bewegte.
Von der schwachen Koma war bei dieser Vergrößerung (100x) nichts zu sehen, erst als ich auf 143x ging und den Kometen knapp außerhalb des Gesichtsfelds hielt, fiel mir ein heller Bereich um die innere Koma auf. Eindeutig heller als die Umgebung ein Gesichtsfeld weiter weg vom Kometen. Dasselbe Spiel konnte ich bei 200x beobachten. Diese äußere Koma ist riesig, aber leider kann ich sie bei diesen Vergrößerungen nicht überblicken. (20 Bogenminuten Durchmesser mindestens dürften hinkommen.)
So, dann sollte es auch genug sein - hier zieht so langsam Nebel auf und der Mond matscht mit seinem Licht den Rest zu...