Komet 17P/Holmes im Ausbruch 4mag!!!???

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Re: Komet 17P/Holmes im Ausbruch 2mag!!!???

Hallo Astrogemeinde.

Endlich konnte ich den Kometen sehen :biggrin: .

Hätte nie erwartet, dass 17P/Helmes so riesig ist.

Der Komet scheint aktuell eine stetig wachsende Koma zu besitzen, wie es von anderen Nutzern in den Astroforen geschildert wird. Für mich war das eine Wucht, als ich ihm das erste mal durch´s Okular gesehen habe :augenrubbel: .
Die zentrale Kondensation war deutlich zu sehen. Es schien, als ob vom Zentrum des Kometen Jets ausgehen.
Was die Helligkeit angeht: Durch das 10x50 Fernglas war sie schwer abzuschätzen. Visuell müsste der Komet etwa die Helligkeit von Algol (2,1mag?) haben.
Die Rede vom Schweif kann hier, denke ich, noch nicht angebracht werden, denn ich konnte keinen Schweif erkennen, weder visuell durch das Teleskop, noch fotografisch.
Leider war die Beobachtungsnacht nicht besonders lang - es zogen ständig kompakte Wolken am Himmel vorbei. Für eine genauere Analyse müsste man mehr Zeit einplanen. Außerdem stört der Mond noch zu sehr.
Dennoch hat´s dann noch für ein paar Aufnahmen gereicht.

Hier sind sie:

Link zur Grafik: http://xs120.xs.to/xs120/07436/O55-F5.6-1x15sec-ISO400.JPG

Diese Aufnahme gibt ungefähr den visuellen Eindruck wieder.
Angegeben sind auch manche Hauptsterne vom Perseus.

Aufnahmedaten:
Canon EOS 350d + 55mm (f5,6) bei ISO 400.
1x15sec belichtet.



Link zur Grafik: http://xs120.xs.to/xs120/07436/ZO260-F5.6-4x15sec-ISO400.jpg

Mit einem Zoom-Objektiv ist diese Aufnahme entstanden.

Aufnahmedaten:
Canon EOS 350d + 260mm (f5,6) Zoom-Objektiv bei ISO 400.
4x15sec belichtet.



Link zur Grafik: http://xs320.xs.to/xs320/07436/N200-F5-8x15sec-ISO200.JPG

Aufnahmedaten:
Canon EOS 350d + 8" Newton (f5) bei ISO 200.
8 Aufnahmen a 15sec.



Zum Schluß wollte ich noch einen Vergleich machen:

Link zur Grafik: http://xs320.xs.to/xs320/07436/N200-2xBarl.-F10-1-6x15sec-ISO200.jpg

Die linke Aufnahme stellt nur das Rohbild dar. Die rechte ist ein Summenbild aus 8 Aufnahmen.
Das linke Bild gibt ungefähr den visuellen Eindruck durch das Teleskop wieder. Die rechte dagegen den visuellen Eindruck durch ein Fernglas (10x50).

Aufnahmedaten:
Canon EOS 350d + 8" Newton und 2-fach Barlow (f10) bei ISO 200.
Links: 1x15 sec, rechts: 8x15 sec.


Ich hoffe, dass der Komet noch einige Überraschungen auf Lager hat. Bin mal gespannt wann sich ein Schweif bildet.


Grüße
m.m.
cs


 
Hallo Stefan,

wow, die Zeichnung gefällt mir sehr gut. Der dunkle Ring ist schon etwas eigenartig. Was ich zu dem Bild noch hinzufügen würde wäre die Richtung, in der die Sonne aktuell steht (müsste wohl ca NNO sein). Neben dem Pfeil mit der "Flugrichtung" würde sich das gut machen, und man könnte daraus wohl auch das Dreieick als der Sonne abgewandt erkennen, wenn ich das jetzt richtig interpretiere.



Hallo Thomas,

auf deinem Foto scheint dieser dunkle Ring (siehe Stefans "empfundenes Helligkeitsprofil") auch mit drauf zu sein. Ich habe mir mal erlaubt, damit etwas herum zu experimentieren, um zu sehen was in dem Bild noch an verborgener Information drinn steckt. Dabei habe ich einmal in einer Animation den Gamma-Wert schrittweise herunter gesetzt:

Link zur Grafik: http://img142.imageshack.us/img142/4344/17pholmesgammato5.gif

Hieran erkennt man recht schön, wie asymetrisch (azentrisch) die "Wolke" aufgebaut ist.

Mit einer von Hand optimierten Gradationskurve (ja, sie ist gerade noch monoton :) ) kann man diese Ringstruktur noch schöner herausarbeiten:

Link zur Grafik: http://img142.imageshack.us/img142/8792/17pholmesmodifiedzh6.jpg

Dabei bekommt das Bild auch schon eine gewisse Ähnlichkeit zu Stefans Zeichnung.

Viele Grüße
Stephan

PS. Ich hoffe du verzeihst mir hier meinen laxen Umgang mit deinem Copyright.
 
Moin Oliver!

> Meine persönliche Meinung: Einschlag von irgend etwas auf den Kometen. Mit einer "normalen" Aufweitung der aktiven Zone auf dem Kometen ist das für mich nicht zu erklären.

Was soll da "eingeschlagen" sein? Was schlägt genau an demselben Kometen nach 115 Jahren ein zweites Mal ein und erzeugt ein ähnliches Erscheinen wie damals? Warum passiert das nicht jedem x-beliebigen anderem lichtschwachen Kometen auch, sondern zeigt sich nur an speziellen Kandidaten? (Der Einschlag des Impaktors auf 9P/Tempel 2005 hat keinen Helligkeitsanstieg dieses Kometen um den Faktor 1 Mio. erzeugt.)

Das wäre wohl alles extrem unwahrscheinlich.
 
Re: Komet 17P/Holmes im Ausbruch 2mag!!!???

Hallo zusammen,

zur Ursache habe ich noch eine interessante Theorie auf der Comets ML gelesen:
Eigentlich spricht der ganze Ablauf und die enorme Heftigkeit des Ausbruchs für eine Explosion. Der Kometenkern könnte Einschlüsse von explosiven Gasen wie Cyanogen und CO enthalten, durch den Sonnenwind elektrisch aufgeladen und schließlich durch eine Entladung gezündet und explodiert sein. Ich bin ja nun leider kein Physiker, die Frage ist nur ob sowas ohne Sauerstoff im luftleeren Raum möglich ist? Die vorhandenen Elemente müßte man ja durchaus spektroskopisch erfassen können...
 
Hallo,

Herzlichen Dank an alle Kometenjäger für eure hervorragende fotografische und visuelle Ausbeute!

Betreffend der Fragen nach einem Schweif. Soviel ich weiss ist 17P/Holmes zu weit von der Sonne entfehrnt um einen deutlichen Schweif ausbilden zu können (oder?). Dazu kommt noch, dass die Erde in nächster Zeit gemäss http://ssd.jpl.nasa.gov/sbdb.cgi?sstr=17p&orb=1 zwischen Sonne und Komet steht, und daher ein möglicher Schweifansatz eher hinter der Koma des Kometen liegt (bzw. visuell verkürzt wird).

Das Erscheinungsbild des Kometen, bzw. seine ihn umgebene Partikelwolke, müsste also eher von seinen eigenen Aktivitäten bestimmt werden.


Gruss Greuti
 
Hallo Peter,

das Foto gefällt mir (die anderen natürlich auch!), du bist doch der Spezialist für Stimmungsaufnahmen, wäre doch toll wenn du noch mal den Perseus mit 17P/Holmes vor Bergkulisse ablichten könntest ;)

Grüsse Benny
 
Moin Greuti!

> Soviel ich weiss ist 17P/Holmes zu weit von der Sonne entfehrnt um einen deutlichen Schweif ausbilden zu können

Das sehe ich auch so. Kometen in dieser Entfernung zur Sonne zeigen üblicherweise nur ein mehr oder weniger verwaschenes Lichtwölkchen. Holmes ist momentan 2,45 AE (*) von der Sonne entfernt und hat seit Anfang Mai sein Perihel durchschritten, entfernt sich also weiter von ihr.
Da wird es also nichts mit einem Schweif, wie ihn sonnennahe Kometen ausbilden und wie man sich landläufig einen Kometen vorstellt. Allerdings könnte diese jetzt zu beobachtende "Kometenblase" noch an Durchmesser zulegen.

(*) 366,5 Mio. km, das ist weit hinter der Marsbahn.

Schöne Fotos übrigens! Danke an alle Fotografen für die Mühe und ein schönes Wochenende! :)
 
Hallo Micha (und natürlich alle Leser).

Ich bin wirklich gespannt, was da physikalisch auf Holmes passiert ist. Sicher - wenn man es so betrachtet, das dieses nun das zweite beobachtete extreme Helligkeitsereignis ist und es rein statistisch eher unwarscheinlich ist, das Holmes nach 115 Jahren "nochmal" von "etwas" getroffen wird, dann kann ich mich durchaus mit Deiner Skepsis anfreunden.

Ich habe Deine Sätze auch erstmal bei einer Tasse Kaffee in mir ruhen lassen. (grübel)

Für mich ist es bis jetzt aber noch die plausibelste Erklärung. Sicher - es könnte auch eine Explosion von eingeschlossenen Gasen sein. Das wurde hier auch gerade angeschnitten. Ich finde es sehr interessant die einzelnen Varianten nach (astro)physikalischen Gesichtspunkten "abzuchecken".

Was hat also dazu geführt, das innerhalb von nur Stunden soviel Materie von Holmes in den Raum "geschleudert wird, daß man zur Zeit das Sternbild Perseus neu zeichnen müßte?
Welche ursächlichen Kräfte führen (möglicherweise nur bei diesem Spezie von Komet) dazu, das sich an fast derselben Stelle wie vor 115 Jahren die Helligkeit sooo erhöht?

Holmes ist zur Zeit in einem Bereich, wo er eigentlich ungestört um sein Baryzentrum "fliegt". Störungen durch nahe Gravitationsfelder wie z.B. Jupiter oder Sonne sollte es kaum bis gar nicht geben.

Holmes ist wie jeder Komet von einer pechschwarten Hülle/Kruste umgeben. Gewöhnlich werden in der Tat ca. 95% der Sonnenenergie absorbiert. Bei Annäherung an die Sonne macht Holmes nichts anderes wie jeder andere Komet auch - er bildet ein Schweif, geformt durch die Partikelstrahlung der Sonne und erleidet einen Materialverlust. Das kennen wir. Das finden wir hübsch, das sieht man jedes Weihnachten auf der Krippe. Schön und gut, aber Holmes war nun nicht gerade in der Nähe der Sonne. Trotzdem gab es vor 3 Tagen etwas, was Holmes dazu veranlasste sich zu verkleinern. In kürzester Zeit wurde ein Teil der Oberfläche und des inneren Aufbaus aus Ammoniak, Wasser, Methan, Eis und staubähnlichen Silikaten pulverisiert. Und zwar so viel, das so etwas bisher noch nicht von der Menschheit (bewußt) aufgezeichnet wurde. Der Materialauswurf vor 115 Jahren war nicht so groß wie jetzt, wenn man nach dem geht was damals nieder geschrieben wurde.

Ein derartiger Helligkeitssprung von 1 : 500 Tausend kann m.e. nicht einmal durch natürliche Auflösungserscheinungen, sprich wie ein zerbrechen des Kometen entstehen. Der Komet "West", der 1975 in mehrere Teile zerbrochen ist, war zwar sehr viel näher an der Sonne. Auch war er mit -3 mag ein sehr helles Objekt. Er hat aber nicht annähernd ein solchen Helligkeitssprung wie jetzt Holmes gemacht. Das würde sich m.e. nur erklären lassen, wenn die Struktur aus Gas, Staub usw. von Holmes einer völlig anderen entspricht. Ausschliessen kann man das natürlich nicht.

Aber selbst wenn es nur (sinngemäß) "Sand" wäre, wie kann es dazu kommen das innerhalb von sehr kurzer Zeit soviel davon losgelöst wird. Der Durchmesser der Leuchterscheinung und damit der Anhäufung von Materie beträgt inzwischen um die 200 Tausend Kilometer. Wenn man sich vergegenwärtigt, das der Abstand Mond - Erde 350 Tausend Kilometer ist, dann kommt man bei so einer großen Erscheinung schon ins grübeln. Zumal ja Holmes "nur" 2-3 Kilometer an Durchmesser hat.

Also - entweder ist er von etwas großem, z.B. einem (aperiodischen) Asteroiden getroffen worden oder es muß aus dem inneren heraus etwas passiert sein - eine Art "Explosion". Ich bin aber kein Fachmann in der Kometenforschung. Meine These beruht nur auf dem, was ich bisher über Kometen gelesen habe.

Den künstliche Einschlag des Impaktor auf 9P/Tempel im Jahre 2005 kann man aber wohl nicht vergleichen. Der Kupferklotz der da "abgeworfen" wurde war winzig im Vergleich zum Volumen von Tempel. Er hätte bequem auf meinen Anhänger platz gehabt.

Total spannend das alles. Werde mal Traubenzucker einwerfen und ein wenig weiter grübeln. :)
Freue mich auf Eure geistreiche Gedanken, Ansätze und Erklärungen.

Ich habe vorhin schon mal Salz gestreut - soll ja Feuchtigkeit aus der Luft ziehen. Der Dunst und Nebel ist ja z.Z. grauselig.

CS,
Oliver


 
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Moin Oliver!

Wenn nix Kleines auf Holmes eingeschlagen wäre, dann hätte es den Kometenkern sicher zerrissen und wir würden die Trümmer wegfliegen sehen. So ein Kometenkern ist sehr klein, vielleicht 10-20 km im Durchmesser, wenn's hochkommt. Da ist auch die Trefferwahrscheinlichkeit für einen Zusammenstoß winzig und dürfte gegen Null gehen in dem Gebiet, wo sich Holmes jetzt aufhält (weitab von der Ekliptik).

Nein, die "Kollisionstheorie" kann man abhaken, denke ich. Die allermeisten Kometen zeigen ihre größte Aktivität erst nach Durchgang durchs Perihel - das wird hier bei Holmes nicht anders sein, hier nur im extremsten Ausmaß.

Letztes Jahr konnten wir ja schonmal sowas ähnliches beobachten: Da wurde C/2006 M4 SWAN von einem Tag auf den anderen um zwei Größenklassen heller. Dieser Ausbruch dauerte etwa eine Woche. Auch das war schon beeindruckend. Genau sowas macht die Kometenbeobachtung ja so spannend: Diese Objekte verhalten sich oft genug völlig unvorhergesehen und es ist eigentlich ständig mit Überraschungen zu rechnen. Die Kernteilung von 73P/SW-3 im April 2006 war genauso ein Beispiel.
 
Hallo Winnie,

ja Danke für die für mich neuen Infos. Das SW3 einen Helligkeitsanstieg von 13 nach 7 hatte, das habe ich damals nicht so verfolgt. SW3 ist ja recht spektakulär auseinander gebrochen und wie ich gerade woanders gelesen habe, gab es genau wegen des Zerfall in mehrere Teile ein Helligkeitsschub. Zwar längst nicht so hell wie hier bei Holmes aber immerhin. Aber ein auseinander brechen hat ja bei Holmes bis jetzt auch anscheinend nicht statt gefunden und das es so einen Aktivitätsschub alleine deswegen geben könnte, "nur" weil er den Durchgang durchs Perihel hatte - tja..... hmmm.

Na - vielleicht gibt es noch mehr Überraschungen in den nächsten Tagen. Ich gebe Dir Recht. Die Kometenbeobachtung ist wirklich spannend. Wenn ich nur an "Hyakutake" denke. Alles stürzte sich damals aber auf Hale Bopp. Nur durch Zufall hatte ich von Hya erfahren und als ich ihn Ende März 1996 sah, war ich sprachlos. Der Schweif lag wie eine Decke über der Erde und war kaum in einem Stück zu sehen, man mußte den Kopf bewegen um die Länge des Schweifes abzuschätzen. Leider war er schnell wieder verschwunden. Vom Eindruck war Hyakutake bisher das spektakulärste. (Aber zurück zu Holmes..... will nicht OT werden). :)

Gruß,
Oliver
 
Moin Oliver!

> Vom Eindruck war Hyakutake bisher das spektakulärste.

Kann ich nur bestätigen! :super:
 
Hallo

Wenn hier blos mal das Wetter mitspielen würde.
Vorhin sah es noch vielversprechend aus,jetzt kommt aber wieder mehr Bewölkung auf,sieht wieder nicht rosig aus.
In sachen Wettervorhersage werde ich langsam zum Experten.
Meine Wettervorhersage für Kiel:
Vielleicht wird es was in den frühen Morgenstunden,
zumindest mit einzelnen Wolkenlücken. ;)

Grüße
Manfred
 
Hi Manfred,

hier im Westen ist es auch völlig trostlos. Mal sehen ob am kommenden langen WE mal Zeit für eine Beobachtungsnacht irgendwo im Gebirge ist ...

Jörg
 
Hier im Saarland ist es auch nicht besser!

Das erinnert mich alles an McNaught, da gab´s weger der Wetterbedingungen auch nichts zu sehen...

Marco
 
Obwohl es in Bremen zu Zeit ziemlich diesig ist, konnte ich Holmes gerade im 15x60 Miyauchi erstmalig sichten. Der Anblick ist sehr beeindruckend. Nicht auszudenken, wie er bei klarem Himmel und Neumond aussehen müsste. Ich bin gespannt, wie es weitergeht ... .

cs, Klaus
 
Auch bei mir in Hamburg ist es jetzt klar. Der Komet ist nur wenig schwächer als Algenib.

Aber näher dran konnte der Mond wohl gerade nicht sein. Nicht nur, dass er gerade dort ist, er ist auch noch so nördlich der Ekliptik wie es nur geht und läuft heute Nacht durch die Plejaden.
 
Moin zusammen!

Hier über Kiel brennt der Vollmond (Mistding!) und der Himmel ist sehr diesig. Mit bloßem Auge im Häuserschatten sind gerade mal die hellsten Sterne zu sehen.

Aber "dahinter"...! Alter Schwede - sowas haste ja noch nicht gesehen! :augenrubbel:
Da sitz' ich so hinter meinem 8"-Dobbie und hab' das 10er Oku drin (100x), da seh' ich durch den Sucher nach einigem Stochern im Nebel irgendwas "Scheibiges, Helles"...
Blick dann durchs Okular: Was is' DAS denn...?! <völligvondensocken>
Ich fasses ja nicht! Sternförmiger Kern, der seitliche helle Bereich, die kugelige Koma (an einer Seite etwas fransig)...
WOW! Durchmesser: gut geschätzt 5', Helligkeit: schwer zu sagen, eher heller als +2,5 m.

Mann, Mann - ich brauch' jetzt erstmal 'n Bier! :super:
 
Über Mitteldeutschland war "Holmes" gerade zu sehen. Großartig selbst im 8x40 FG!
 
Ich habe ihn jetzt auch mit meiner 100er-Linse angepeilt.

So habe ich einen Kometen noch nie gesehen. Er wirkt wie ein Planetenscheibchen in einem kreisrunden Nebel. So ähnlich könnte ich mir Saturn, direkt aus Polrichtung vorstellen.
 
Hallo Kollegen,

hier in Erftstadt geht garnichts. Volle Bewölkung. Dank an alle, die hier berichten und/oder Bilder posten.

Gruß und CS

Joachim
 
Hallo zusammen,

gegen 20.00 Uhr riß der Himmel über Bremerhaven plötzlich auf. Schnell ein Stativ sowie die Aufsuchkarten von Winnies Seite (Danke! :super:) und die Kamera eingepackt und mal eben nur hinter die Stadt rausgefahren. Der Mond hat alles gegeben, um mein Unterfangen zu untergraben und erleuchtete alles im gleißenden Licht. Dazu kommt, daß ich das Sternbild Perseus nicht besonders gut kenne und die Wolken standen mir schon wieder im Nacken :teufelgrr: Trotzdem gelang es mir, ein paar Aufnahmen zu machen. Hier das Ergebnis von 15 gestackten Bildern bei 200mm, ISO 400, f/5,6 10" EOS 20D.
Link zur Grafik: http://eltixu.ath.cx/Maciek/Holmes_abgedunkelt%20klein%20Web.jpg

Und ein Bildausschnitt:
Link zur Grafik: http://eltixu.ath.cx/Maciek/Holmes_abgedunkelt%20klein.jpg

Bevor die Wolken mir die Sicht ganz versperrt haben, noch ein Blick durchs Fernglas auf den Kometen geworfen-beeindruckend!

Gruß & CS,

Maciek
 
Konnte heute nochmals den Kometen beobachten.

Mir scheint als sich der Kern verschoben hatte, leicht nach Richtung gamma Perseus. Das ausgeprägte Hallo welches gestern noch stärker sichtbar war ist meiner Meinung nach weniger schwächer geworden, vielleicht liegts auch am näher kommenden Mond.

Hier ein Foto dazu.

Link zur Grafik: http://bildupload.eu/u/071027/j/bdb587ba.jpg


und eine Übersichtsaufnahme bei aufgehendem Mond.

Link zur Grafik: http://bildupload.eu/u/071027/j/1b0aca34.jpg

Gruss Peter
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Leider hält sich die Wolkendecke hartnäckig über dem Rhein-Main Gebiet. Kurzzeitig war der Mond zu sehen. Für den Kometen oder die Plejadenbedeckung reicht es leider noch nicht.

Viele Grüße,
Stephan Heinsius.
 
Hallo Leute,

auf dem Rückweg vom NAFT aus Hannover klarte es kurz vor Dorfmark/Soltau gegen 20h30min MESZ zunehmend auf !!!

In Soltau fuhr ich auf den erstbesten Parkplatz. Visuell erschien der Komet diffuser als die umliegenden ~ gleichhellen Sterne. Im schnell rausgeholten 10x70 - wow- sieht Holmes ja ähnlich aus wie der Eskimonebel im kleinen Scope.

Sofort wurde der mitgeführte 8" Dobson mit dem 22mm LVW geladen. Bei 36x , boh , nur g..l.

Wie so eine milchige Weihnachtskugel schwebt der Komet im Gesichtsfeld.
Was für ein Teil. Vor nicht einmal einer Woche "kroch" da ein mikriges 16mag Wölkchen daher...

Ich zeichnete das gesehene auf. Der Kern warf ein dreickförmig erscheindes Materiepaket aus. Zudem liegt er nicht mittig in der inneren Koma. Die äußere zartere Hülle erschien 2/3 größer. Die Koma erschien noch dunkel außen umsäumt.

Zuhause angekommen kam sofort der 16"er zum Zuge. Nun erschien der Komet in goldiger Farbgebung !
Nochmal wow!

Ich schätzte die Koma auf ~ 8`, die Helligkeit von Holmes visuell mit Auge auf ~2.7mag.

Auf den länger belichteten Aufnahmen erschien eine grüne Umsäumung um die gräuliche Koma !? Sie war nun im 16"er als dunkler "Rettungsring" um die helle Koma sichtbar. Zuvor im 8"er gaukelte sie die dunklere Komaumsäumung infolge der Kontrastdifferenz dem Auge nur vor.


Gruß
Christian

 
Fragmente bei Holmes?

Möglicherweise gibt es ein erstes Bild von einem Fragment, welches sich von Holmes entfernt.

Dan Lessmann hat mehrere interessante Fotos auf seiner Homepage gestellt. Darunter ist ein Foto, was möglicherweise ein kleineres Fragment zeigt welches sich von Holmes entfernt. Es ist nicht ganz eindeutig - das schreibt er selbst. Er hat aber für das Bild bisher keine andere Erklärung. Das Foto wurde vor wenigen Stunden mit einem 10" Spiegel aufgenommen.

Ob das Foto ein Indiz dafür ist, das Holmes teilweise auseinander bricht bzw. gebrochen ist, bleibt natürlich abzuwarten.

Hier:
http://www.danlessmann.com/FullSize...mes/Homes(17P)_2007-10-26_AFocal_Fragment.jpg

Seine bisherigen Bilder über Holmes hier:
http://www.danlessmann.com/AstroPages/CometHolmes17P.htm
(Image Nr. 2 in der "Second Series" - 2. von unten - auch mal anschauen)

CS !!!
Oliver


 
Hallo Leute,

hier ist es leider immernoch bewölkt, konnte daher den Kometen noch nicht selbst sehen.

Gott sei Dank, gibt es hier sehr gute Fotos (meinen Glückwunsch!!!). Mal sehen ob es heute Abend klappt ;)

 
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