Komet C/2014 E2 (Jacques)

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Auch ich habe in den letzten Tagen den Kometen visuell mit einem Fernglas 20x80 beobachtet. Er ist ja in der Kassiopeia leicht aufzufinden. Die Koma des Kometen erscheint aber doch deutlich leicht oval (also nicht rund).

Gruß aus Stralsund

Matthias
 
Hallo,
heute Abend endlich mal Zeit gehabt und einigermaßen Durchsicht, lediglich gelegentliche Schleierwolken und leider hier in der Stadt Lichtverschmutzung.
Visuell am Skywatcher 120/600 mit 30* bis 60* beobachtet, der Himmelshintergrund ist leider nicht ganz dunkel (Lichtverschmutzung): ovalär erschien er auch mir, kein sicherer Schweif erkennbar trotz "Augenquälen" am Okular...

Grüße aus Rheinhessen und clear skies!
Carsten
 
Ich war gestern abend wieder draußen. Jacques' Helligket bestimmte ich im Fernglas zu 7m6. Er war trotz der hohen Sterndichte im Zielgebite auf den ersten Blick erkennbar. Im 32-cm-Dob zeigt sich wieder ein gut kondensierter, großer Komet. Eine parabelförmige Schockfront ist sichtbar, und ein kurzer Schweifansatz. Eine Zeichnung liefere ich nach.
Mit Kometenfilter verschwindet der Schweif, aber die helligkeitsabstufungen in der runden Koma sind stärker sichtbar.
 
hallo Leute,

27.8.2014, 22:40 MESZ
16" Dobson f/4.5, V 60x

6.8mag, DC 3, Durchm 9.5`,
indirekt bei 150x Schweifansatz in PA 170° sichtbar.
Zeichnung folgt.

Gruß
Christian

 
Die Zeichnung von vorgestern Abend (27. August):
 

Anhänge

  • 1408272000C!2014~E2~(Jacquers)_Ninja_96k.jpg
    1408272000C!2014~E2~(Jacquers)_Ninja_96k.jpg
    19,3 KB · Aufrufe: 964
Moin zusammen!

Schon die zweite Nacht ein Super-Himmel, in der letzten habe ich dann endlich mal wieder meine Refraktoren-Batterie aufgebaut, um auf Kometenjagd zu gehen. Jetzt ist Jacques an den W-Himmel gewechselt, und in der zweiten Nachthälfte bekomme ich ihn endlich an meinen Westfenstern zu fassen. Das war übrigens die erste teleskopische Beobachtung des Kometen seit Ende April, denn nach der Konjunktion hatte ich ihn bisher nur im Fernglas.

Jedenfalls ist E2 ein toller Anblick inmitten der Sommermilchstraße. Er steht nun etwas querab von Demeb im Schwan. Mit dem 10x50-FG ist die Nebelwolke selbst in dem Sterngewimmel leicht zu finden, auch ohne Karte. Das die Durchsicht letzte Nacht ab 01:30 MESZ sehr gut und der Mond schon eine Stunde untergegangen war, zeigte sich die Koma gute 10' im Durchmesser - und das schon im 70er Refraktor. Insgesamt ist die Koma recht flächenhell und nicht mehr kreisrund, sie wirkt etwas zerfasert. Den "false nucleus" konnte ich in keiner der eingesetzten Optiken erkennen. Allerdings fiel mir deutlich (selbst im FG) ein breiter Schweifansatz in (ganz grober Richtung) PW 135° auf. Ich denke nicht, daß das Einbildung oder eine Zusammenziehung mit Feldsternen war. Jedenfalls konnte ich mich in anderthalb Stunden an diesem hellen Kometen nicht sattsehen. Jacques zeigt dabei (noch) eine hohe Eigenbewegung, die ganz leicht zu verfolgen war. Am besten gefiel mir die Ansicht im 90er Refraktor bei 35fach, obwohl ich dann zum Schluß noch meinen alten Japan-Refraktor rausgekramt hatte (60/700 mm mit 25er Huygens ;) ). Letzter Anblick war schon ein Unterschied zu den moderneren Modellen wie Tag und Nacht. Aber so'n bißchen nostalisches Teleskop-Feeling muß auch mal sein.

04.09.2014 - 01:30-03:00 MESZ
Standort Kiel, heimisches WoZi-Fenster
Komet: Helligkeit +7,3 mag, Durchm. 10', DC= 4
Instrumente, allesamt Refraktoren:
120/600, 90/900, 70/900, 60/700 mm
 
hallo Leute,

kurz nach Mondaufgang, es herrschte noch Restdämmerung aber die Milchstr. war immerhin im Sommerdreieck zart zu sehen.

11.9.14, 21:15 MESZ
7.7" Dobson f/4, V 47x - 17mm LVW

Der Komet erschien als fahles leicht, nihct mittig kondensiertes Wölckchen. Der Swanfilter wirkte kontrastverstärkend.

7.3mag, Durchm 7`, DC 2/3

Gruß
Christian

 
Moin zusammen!

Ein kurzer Blick aus dem heimischen WoZi-Fenster in Richtung Westen: Jacques stand heute Nacht nahe Albireo (β Cyg), seine Position war schnell aufzufinden. Der Komet hat dagegen auffallend stark nachgelassen, vielleicht lag's auch mit an den schlechten Sichtbedingungen. Mond überm Horizont, schnell durchziehende Wolkenfetzen...

16.09.2014 - 00:30 MESZ
Helligkeit +8m4, Durchmesser 7', DC= 3.
Refraktor 120/600 mm, V= 30-50fach.
 
Ich war gestern auch draußen, kurz vor halb 10 ist es schon dunkel. Es war leicht diesig, am Horizont dünne Wolkenbänder. In Richtung Schwan war alles frei. Die Milchstraße war erkennbar, aber nicht ins Auge springend. Fst nur 5m1 im Zielgebiet.

Jacques ließ sich ein paar Grad südlich von Albireo leicht auffinden. Ich benutzte mein 16x70-Fernglas und war überrascht: Wie matt der geworden ist!
Wie Winnie bestimmte ich den Durchmesser zu 7', das ist ziemlich groß. Die Helligkeit von 8m1 ändert daran nichts – das Leuchten verteilt sich auf ein große Fläche. DC=2.
 
Jacques empfinde ich inzwischen auch als sehr matt. Als das Ding noch im nördlichen bis mittleren Schwan herumwuselte, war es in kleinen Instrumenten recht gut zu sehen, in der Nacht auf Montag dagegen waren sehr gut dunkeladaptierte Augen in Verbindung mit indirektem Sehen und einer passenden Austrittspupille nötig, um den Kometen im 80/400 in der Nähe des Stadtrandes sicher dingfest zu machen.
 
Eine Wolkenlücke: Ich schnappte mir gestern meinen 5-Zoll-Kometensucher und richtete ihn auf Jacques. Das Zielgebiet war in der Nähe von delta Aquilae leicht aufzufinden, der Komet nicht. Zuerst sah ich den nahen Offenen Sternhaufen 6756 und erst nach "genauem Hinsehen" den Kometen selbst. Die Helligkeit schätze ich auf 10m6, Durchmesser 2', DC etwa 1-2.

Beobachtungen mit Helligkeitsmesungen jetzt sind wertvoll, da der helligkeitsabstieg noch nicht mit genügend Messungen besetzt ist.
 
Da die Geräte schon mal aufgebaut waren, kam Bruder Jakob gestern Abend noch als Ziel in Frage. Eigentlich im Adler perfekt positioniert und für Stadtverhältnisse ein sehr guter Himmel, doch mit 80 mm Öffnung war da visuell nichts mehr zu machen (kein Wunder, auch vor drei Wochen im südfranzösischen Hochland mit Dunkelhimmel konnte ich ihn nicht mehr sehen).

Aber ihr schreibt es ja bereits, der Komet hat stark nachgelassen, da bleibt mir wieder mal nur ein fotografischer Beitrag. Mit dem 80er Apo bei 480 mm und Canon 6D wurden 17x20s belichtet, das Bild hier ist ein Ausschnitt um den Kometen:

Link zur Grafik: http://himmelsfoto.de/images/comets/2014-10-18_C2014E2_1805UT_Melchert.jpg

Wie hell mag der jetzt sein? Die direkt benachbarten (helleren) Sterne sind um die 13 mag. Das Zentrum des Kometen bestenfalls 14 mag. Visuell unter dunklem Himmel mit großem Gerät sicher deutlich heller.

Schade, E2 ist abends wunderbar erreichbar, hat seine besten Zeiten aber weit hinter sich.

Grüße
Sven
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben