> Kometenbeobachter mit der Helligkeitsbestimmung?
Prinzipiell wird der Komet mit einem unscharf eingestellten Stern verglichen. Es gibt mehrere Vorgehensweisen: Den scharf gestellten Kometen mit dem unscharfen Stern vergleichen oder beides unscharf stellen sind die wichtigsten. Von Bedeutung ist es, die Vergrößerung nicht so hoch zu wählen. Ein scharfer oder auch unscharf eingestellter Komet sieht eben ganz anders aus als ein unscharfer Stern, v.a. beim obstruierten Instrument (da hat der unscharfe Stern ein Loch in der Mitte).
Es hilft weiter, das kleinste Instrument zu nutzen, was den Kometen sicher zeigt. Messungen an großen Instrumenten muss man lange üben, selbst dann bleiben sie problematisch: Man neigt dazu, die Helligkeit als zu gering zu schätzen.
Ein gering vergrößerter, nicht zu heller Komet sieht eben eher nach Stern aus und man braucht nur wenig unscharf zu stellen. Eine Nebelfläche, die das halbe Gesichtsfeld einnimmt, lässt sich durch einen unscharfen Stern nicht simulieren.
Es hilft auch, die Abbilder im indirekten Sehen zu vergleichen. Auch dazu sollten Komet und Stern nicht zu groß/hell sein. Indirekt verschwimmt alles noch mehr und das Auge integriert Helligkeiten gut. Auch das muss man üben.
2014S2 ist ein gutes Objekt für solche Übungen: Da er recht gut kondensiert ist, kann man ihn auch unter mäßiger Lichtverschmutzung ordentlich erreichen, und eine Rieseninstrument braucht man auch nicht. Er bewegt sich am Himmel mit der täglichen bewegung kaum, weil er in der Nähe des Polarsterns steht: Keine Streß mit Nachführung. Kurz jede klare Nacht kann genutzt werden, wenn nicht grade Vollmond ist.